[0001] Die Erfindung betrifft ein Wandkühlelement für Schachtöfen, insbesondere Hochöfen,
das im wesentlichen aus einem ofenseitig am Hochofenpanzer befestigbaren, und im Inneren
einen kammerartigen Hohlraum aufweisenden, kastenartigen flachen Kühlelement besteht,
wobei der Hohlraum am unteren Ende mit einem Kühlmittelzu- und am oberen Ende mit
einem Kühlmittelauslauf versehen ist, und zwischen Zulauf und Auslauf eine Kühlmittelführung
vorgesehen ist.
[0002] Wandkühlelemente werden von der Innenseite eines Ofens an dem tragenden Element des
Hochofens, und zwar am Hochofenpanzer angebracht. Zur Ofenseite hin werden die Wandkühlelemente
wahlweise mit Spritzbeton oder einem Feuerfestmauerwerk versehen, was zum Schutz des
Panzers gegen hohe Temperaturen erforderlich ist.
[0003] Die Aufgabe der Wandkühlelemente liegt in der Kühlung des Hochofenpanzers, wodurch
einerseits das Heraustreten der Wärme aus dem Ofen vermieden und andererseits die
entsprechenden Einrichtungen geschützt werden sollen.
[0004] Üblicherweise werden Wandkühlelemente im Gießverfahren aus Grauguß (GGG) hergestellt.
Für die zwischen dem Kühlmittelzulauf und dem Kühlmittelauslauf erforderliche Kühlmittelführung
werden bei der Herstellung in die Formen Rohre aus Stahl eingelegt und die Zwischenräume
in den kastenartigen Kühlelementen werden mit Kugelgraphitguß (GGG) ausgegossen. Bei
dieser Art des Herstellungsverfahrens läßt sich jedoch ein Luftspalt zwischen den
Rohren und dem Gußkörper nicht verhindern, wodurch in nachteiliger Weise der Wärmedurchgang
von der heißen Seite ins Kühlwasser erschwert wird.
[0005] Ein weiterer Nachteil der bekannten Wandkühlelemente mit einer solchen Kühlmittelführung
ist darin zu sehen, daß der Querschnitt der Rohre nur eine kleine Fläche bildet, um
die anfallende große Wärmemenge abzuführen. Des weiteren besteht ein wesentlicher
Nachteil darin, daß für die Befestigung der Wandkühlelemente am Ofenpanzer neben den
vielen Öffnungen für die Kühlmittelführung zusätzliche, eine Schwächung des Panzers
hervorrufende Öffnungen oder Bohrungen für die Aufhängung erforderlich sind.
[0006] Die Herstellung der im Gießverfahren erstellten Wandkühlelemente ist sehr aufwendig,
wobei ein weiteres, wesentliches Problem in dem extrem hohen Gewicht der einzelnen
Kühlelemente zu sehen ist, wodurch die Montage am Hochofenpanzer erheblich erschwert
wird.
[0007] Die Befestigung der Wandkühlelemente mittels sogenannter Hammerkopfschrauben am Panzer
erfordert beim Gießen entsprechende Ausnehmungen für die Schrauben, insbesondere für
die Hammerköpfe. Die Schrauben werden auf der dem Ofen abgewandten Seite des Panzers
mit Muttern gesichert, wobei zur Erzielung einer gasdichten Schraubverbindung zusätzliche
Kappen um die Muttern herum am Panzer angeschweißt werden müssen.
[0008] Da vor dem Anbringen der Wandkühlelemente die Kühlmittelrohre für die Kühlmittelzu-
und -abläufe jeweils durch den Ofenpanzer zu führen sind, ist die Montage bzw. die
Befestigung der Wandkühlelemente am Hochofenpanzer äußerst aufwendig und von der Handhabung
her umständlich, da die hohen Gewichte zusätzlich eine Erschwernis darstellen.
[0009] Neben den aus Graugruß (GGG) herstellbaren Wandkühlelementen sind vergleichbare Kühlelemente
aus gewalzten Kupferblöcken bekannt, in welche zur Bildung der Wasserführung entsprechende
Bohrungen eingebracht werden. Die der Länge nach in dem Kupferblock eingebrachten
Bohrungen werden am oberen und unteren Ende verschlossen und mit seitlich in die Fläche
für den Kühlmittel zu- und den -auslauf eingebrachten Bohrungen verbunden. Die Befestigung
derartiger Kühlelemente am Hochofenpanzer ist ebenso, wie die der Graugußkörper aufwendig
und montageintensiv.
[0010] Neben den vertikal am Ofenpanzer angeordneten Wandkühlelementen sind des weiteren
horizontal angeordnete Kühlelemente bekannt, die in Öffnungen am Panzer eingesteckt
und verschweißt werden. Für die Verbindung der Kühlelemente mit dem Panzer sind die
Öffnungen im Panzer mit einem Rahmen oder mit entsprechenden Flanschen versehen, um
das Kühlelement mit dem Ofenpanzer tragfähig zu verbinden. Die horizontal durch den
Ofenpanzer in den Ofen gerichteten Kühlelemente werden in Abstand nebeneinander und
übereinander versetzt angeordnet, wodurch eine sogenannte Punktkühlung entsteht.
[0011] Zwischen den Kühlelementen wird der vorhandene Zwischenraum mit einem sehr dicken
und aufwendigen Mauerwerk ausgemauert. Ein solches Mauerwerk ist insbesondere in der
Herstellung sehr kostenaufwendig. Kühlelemente und Mauerwerk werden gleichzeitig am
Panzer eingebracht, wodurch eine sehr lange Montagedauer in Kauf zu nehmen ist. Eine
derartige Kühlung ist durch die hohe Wassermenge, die entstehenden Druckverluste und
die Kühlverrohrungen äußerst kostenintensiv.
[0012] Im Laufe der Betriebszeit verschleißt das Mauerwerk im Bereich zwischen den Kühlelementen,
was sich sehr nachteilig auf den Ofenpanzer auswirkt, da dieser an den verschlissenen
Stellen kaum gekühlt wird. Darüber hinaus bilden die Kühlelemente beim Verschleiß
des Mauerwerks ungeschützte Kühlspitzen im Ofen, die nachteiligerweise große Wärmemengen
aus dem Ofen ziehen.
[0013] Des weiteren benötigt das System der horizontalen Kühlelemente eine sehr aufwendige
und teure Verrohrung außerhalb des Ofenpanzers.
[0014] Nach der DE-AS 27 38 879 sind bereits hohlplattenartige Kühlelemente aus Gußstahl
bekannt, die am unteren seitlichen Ende mit einem Kühlmitteleinlaß und am oberen Ende
an der entgegengesetzten Seite mit einem -auslaß versehen sind. Innerhalb der Kühlelemente
sind durch Trennwände labyrinthartig verlaufende, rohrartige Kanäle vorgesehen. Abgesehen
von einem sehr aufwendigen Herstellungsverfahren wird bei einem derartigen Kühlelement
durch die Art der rohrartigen Kanäle keine gleichmäßige Kühlung erzielt. Des weiteren
ist die Befestigung eines solchen Kühlelementes am Ofenpanzer mit den bereits geschilderten
Nachteilen behaftet.
[0015] In der DE-PS 31 53 044 ist ein kastenartiges Kühlelement für Verhüttungsöfen beschrieben,
das im wesentlichen aus einem gegossenen Tragkörper besteht, in dem in aufwendiger
Bauweise in Abstand nebeneinander zwei kammerartige Kühlkanäle verlaufen. Die Art
der Ausbildung der Strömungskörper verhindert eine gleichmäßige Kühlung insbesondere
über die Höhe der Kammern. Des weiteren befindet sich zwischen den Kammern eine Problemzone,
in der im Grunde nur zusätzliche Bohrungen für die Montageschrauben angeordnet sind.
[0016] Ein kastenartiges Kühlelement ist weiterhin aus der DE-PS 40 35 896 zu entnehmen.
Da der Kühlmittelzufluß und -abfluß jeweils am unteren Ende vorgesehen sind, können
sich bei der Art der Kühlmittelführung im oberen Bereich Dampfblasen absetzen, die
eine ungleichmäßige Kühlung und zusätzliche Korrosion hervorrufen.
[0017] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Wandkühlelement zu schaffen,
das herstellungstechnisch und wirtschaftlich betrachtet, eine große Vereinfachung
darstellt, das einen größeren Wärmedurchgang, und somit eine größere gleichmäßigere
Kühlung erlaubt, das in der Form und Ausbildung der inneren Fläche des Ofenpanzers
anpaßbar ist, und das darüber hinaus ohne Schwächung des Ofenpanzers eine bessere
Handhabung und Montagevereinfachung gewährleistet.
[0018] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in dem Hohlraum eines Kühlelementes
zwischen Boden und Decke das Kühlmittel in der Breite und Höhe gleichmäßig verteilende
Strömungskörper angeordnet sind, und daß das kastenartige Kühlelement über mindestens
am oberen und unteren Ende bodenseitig vorgesehene Hakenelemente und mit diesen am
Ofenpanzer korrespondierende Hakenelemente befestigbar ausgebildet ist.
[0019] Die Herstellung der erfindungsgemäßen Kühlelemente ist im Vergleich zum herkömmlichen
Herstellungsverfahren einfach, wobei die Kammer aufgrund des Hohlraums eine große
Fläche gewährleistet, mit deren Hilfe das Kühlwasser einen besseren Wärmeübergang
ermöglicht.
[0020] Die Kühlelemente können erfindungsgemäß als Ein- und Mehrfachkammern ausgebildet
sein. Die Herstellung kann in Form einer geschweißten Konstruktion oder mittels Gießverfahren
durchgeführt werden, wobei die Materialauswahl nicht nur auf Grauguß oder Kupfer beschränkt
bleibt.
[0021] Um die Kühlmittelführung in dem Hohlkörper bzw. in den nebeneinanderliegenden Kammern
über die gesamte Fläche zu vergleichmäßigen, können in verschiedenen Ausführungen
Strömungskörper eingebracht werden.
[0022] Als Anschluß an ein Kreislaufsystem können die Kühlelemente mit einem offenen und
geschlossenen Kühlwasserkreislauf betrieben werden.
[0023] Der Vorteil einer über die Fläche gleichmäßigen Kühlung kann mit einer geringeren
Mauerung oder weniger Spritzbeton verbunden werden, wodurch effektiv eine Vergrößerung
des Hochofenprofils erzielbar ist. Auch bei Verschleiß des Mauerwerks oder des Spritzbetons
kann das über die Fläche wirkende Kühlelement die Aufgabe der Mauerung übernehmen
und durch Bildung von Ansätzen aus Schlacken und Eisen einen wirksamen Schutz der
Kühlelemente und damit des Panzers aufbauen.
[0024] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung können die Kühlelemente eine äußere und eine
innere Kammer aufweisen, die jeweils mit einem Kühlmittelzu- und -auslauf und Strömungskörpern
versehbar sind.
[0025] Ein besonderer Vorteil der als Hohlkörper ausgebildeten Kühlelemente liegt jedoch
in der erfindungsgemäßen Aufhängung oder Befestigung am Hochofenpanzer. Neben der
vorteilhaften Konstruktion für die Befestigung der Kühlelemente, wodurch eine Vielzahl
von Öffnungen oder Bohrungen im Hochofenpanzer eingespart werden, ergibt sich ein
weiterer Vorteil dadurch, daß jede Kammer eines Kühlelementes nur mit einem Kühlmittelzulauf
und einem Kühlmittelauslauf verbunden ist, wodurch die Anzahl der Bohrungen oder Öffnungen
im Ofenpanzer gering gehalten wird.
[0026] Die für den Kühlmittelzulauf und den -auslauf vorgesehenen Bohrungen am oberen und
unteren Ende eines jeden Kühlelementes sind mit einem Gewinde versehbar, in welches
zur Vereinfachung des Montagevorganges Rohrstutzen für den Kühlmittelanschluß eingeschraubt
werden können. Um die Bohrungen im Panzer, durch welche die Kühlmittelzu- und -abführungen
durchgeleitet werden, gasdicht abkapseln zu können, werden diese mit Edelstahlwellschläuchen
umgeben, die an einem Ende am Panzer und am anderen Ende am Zuführungsrohr angeschweißt
werden.
[0027] Unabhängig vom Herstellungsverfahren sind erfindungsgemäß Kühlelemente vorstellbar,
deren äußere Form im Prinzip rechteckig ausgebildet sein kann, die aber bei Gewährleistung
einer entsprechend flächenmäßig ausgebildeten Strömung in ihrer Form den Bedingungen
und dem Verlauf des Ofenpanzers anpaßbar ist.
[0028] Bedingt durch die vertikale Anordnung der Kühlelemente sowie der Kühlmittelzuläufe
unten und der -ausläufe oben und der großen Kühlmittelmenge in den Kühlelementen,
ist eine sehr gute Notfalleigenschaft (z.B. bei Stromausfall) durch den Betrieb als
Verdampfungskühlung möglich.
[0029] Durch die flächenmäßige Anordnung der Kühlelemente bildet sich vorteilhafterweise
vor den Kühlelementen eine Schutzschicht aus Schlacke, welche die Kühlelemente und
den Hochofenpanzer soweit schützt, daß eine FF-Materialschicht nicht mehr unbedingt
erforderlich ist.
[0030] Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und
werden im nachfolgenden näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- ein Ausführungsbeispiel eines Kühlelementes in Draufsicht mit zwei nebeneinander angeordneten
Kammern,
- Figur 2
- eine Seitendarstellung des in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiels im Schnitt,
- Figur 3
- ein Ausführungsbeispiel eines Kühlelementes mit besonderen Strömungskörpern,
- Figur 4
- eine Seitenansicht des in Figur 3 gezeigten Ausführungsbeispiels,
- Figur 5
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Kühlelementes mit ineinander angeordneten Kammern,
- Figur 6
- ein Ausführungsbeispiel eines Kühlelementes mit einer speziellen Kühlmittelführung
und
- Figur 7
- eine besondere Ausführung von Strömungskörpern.
[0031] Das in Figur 1 in schematisierter Draufsicht wiedergegebene Kühlelement 1 weist einen
rechteckigen Grundriß und zwei nebeneinander angeordnete, jeweils einen Hohlraum bildende
flache Kammern 2, 3 auf. Die Kammern 2, 3 sind im Gießverfahren, beispielsweise aus
Kupfer, in einem Arbeitsgang hergestellt oder im Schweißverfahren miteinander verschweißt
worden.
[0032] Am unteren Ende weist das Kühlelement 1 bzw. weist jede Kammer 2, 3 einen Kühlmittelzulauf
7 und am oberen Ende, jeweils zentral angeordnet, einen Kühlmittelauslauf 8 auf. Die
über die Höhe des Kühlelementes 1 in den Kammern 2, 3 angedeuteten Strömungskörper
9 können eine andere Form und Anordnung aufweisen.
[0033] Die in Figur 1 im oberen Bildteil vorgesehene Tropfenform der Strömungskörper 9 verursacht
eine gleichmäßige Verteilung des Kühlmittels über die Breite und Höhe der Kammern
2, 3. Es erscheint möglich, die Tropfenform der Strömungskörper 9 auch in umgekehrter
Form mit dem dünneren Ende nach unten, wie im unteren Teil der Figur 1 gezeigt, auszuführen.
[0034] Aus der in Figur 2 wiedergegebenen Seitenansicht in einem Schnitt durch das Ausführungsbeispiel
nach Figur 1 ist die Aufhängung bzw. Befestigung am Hochofenpanzer 6 zu entnehmen.
Auf der zum Hochofenpanzer 6 gerichteten Seite, und zwar dem mit 19 bezeichneten Boden,
weisen die Kühlelemente 1 Haken 4 auf, die in am Hochofenpanzer 6 angeschweißte Haken
5 eingreifen. Die Haken 4 können zur besseren Einstellung der Position eines Kühlelementes
1 als Schiene ausgebildet sein.
[0035] Die Haken 4, 5 sind derart mit korrespondierenden Abschrägungen versehen, gleiches
gilt für die Schienenausbildung, daß, bedingt durch das Gewicht der Kühlelemente 1,
ein sicheres Verhaken am Panzer 6 gewährleistet wird.
[0036] Zum Einsetzen der mit dem Kühlelement 1 über das Gewinde 13 verschraubbaren Kühlmittelrohre
14 sind an vorgegebener Stelle im Hochofenpanzer 6 Öffnungen 15 vorgesehen. Mit Hilfe
der Gewinde 13 werden die Rohre 14 gasdicht mit dem Kühlelement 1 verbunden, wobei
der Zwischenraum zwischen dem Kühlelement 1 und dem Hochofenpanzer 6 mit einer Feuerfestmasse
16 ausgefüllt wird. Über die Kühlmittelrohre 14 und deren Befestigung am Panzer 6
wird eine Arretierung der Kühlelemente 1 am Panzer 6 erzielt.
[0037] Das in Figur 3 in einer Draufsicht und in schematisierter Form angedeutete Beispiel
eines Kühlelementes 1 mit zwei Kammern 2, 3 zeigt besondere Strömungskörper 21 mit
einer Öffnung im Bereich des Kühlmittelzulaufs 7 und des Kühlmittelauslaufs 8. Die
Strömungskörper 21 gewährleisten, wie die Pfeile in der rechten unteren Bildhälfte
zeigen, eine gleichmäßige Verteilung der Kühlmittelströmung auch im Bereich der innen
abgerundeten Ecken der Hohlräume.
[0038] Die in diesem Ausführungsbeispiel geradlinig in Längsrichtung der Kühlelemente 1
angeordneten Strömungskörper 9 in den Kammer 2, 3 tragen Sorge, daß die Strömung über
die gesamte Höhe des Kühlelementes 1 gleichmäßig über die Fläche verteilt wird. Eventuell
ist es ausreichend, um eine gleichmäßige Verteilung der Strömung zu erzielen, nur
den Bodenbereich oder Deckenbereich der Kühlelemente 1 mit einer Profilierung zu versehen.
[0039] Wie aus den Ausführungsbeispielen nach den Figuren nicht zu entnehmen ist, können
die zum Ofen gerichteten Decken 20 der Kühlelemente 1 mit entsprechenden Profilierungen
versehen sein, die einen festen Eingriff mit dem Mauerwerk 17 oder dem Spritzbeton
gewährleisten.
[0040] In Figur 5 ist in einer weiteren Draufsicht ein Ausführungsbeispiel eines Kühlelementes
1 dargestellt, bei dem innerhalb der vorgesehenen Kammer 2 eine weitere Kammer 3 angeordnet
ist, die unabhängig jeweils einen Kühlmittelzulauf 7 und einen -auslauf 8 aufweisen.
Darüber hinaus sind die Strömungskörper 9 in der Kammer 3 beispielartig schräg verlaufend
angeordnet. Ein solches Kühlelement kann kühltechnisch auch so geschaltet werden,
daß zuerst die äußere oder innere Kammer durchströmt werden kann und anschließend
die entsprechende andere Kammer. Dadurch kann die Kühlwassermenge erheblich reduziert
werden.
[0041] Die Kühlmittelzu- und -ausläufe 7, 8 können zusätzlich mit Strömungskörpern 21 versehen
sein.
[0042] In dem im Schnitt in schematisierter Form wiedergegebenen Ausführungsbeispiel eines
Kühlelementes 1 nach Figur 6 weisen die Strömungskörper 9, die abwechselnd an den
Rändern 11 und 12 angeordnet sind, zwischen Boden 20 und Decke 19 einer Kammer 2,
3 eine besondere gangartige Kühlmittelführung 10 auf. Der Kühlmittelzulauf 7 und der
Kühlmittelauslauf 8 sind entsprechend der Kühlmittelführung am unteren und oberen
Ende einer Kammer 2, 3 angeordnet.
[0043] Zusätzlich sind die Strömungskörper 9 mit Öffnungen 18 versehen, die eine bessere
und gleichmäßigere Kühlung erlauben und eine Dampfblasenbildung verhindern.
[0044] In Figur 7 sind in einem zwei Kammern 2, 3 aufweisenden Kühlelement 1 weitere Ausführungsbeispiele
von den Kühlmittelzu- und -auslauf 7, 8 umgebenden Strömungskörpern 21 dargestellt.
Wie der durch die Pfeile vorgegebene Kühlmittelverlauf zeigt, werden durch die nur
nach oben offenen Strömungskörper 21 um den Wasserauslauf 8 herum die Flächen in den
Ecken in vollem Umfang gekühlt. Die unterschiedlich großen Öffnungen 22 der Strömungskörper
21 um den Kühlmittelzulauf 7 herum gewährleisten ebenfalls eine gleichmäßige Verteilung
des Kühlmittels, wobei die nach oben gerichteten Öffnungen 22 um den Wasserzulauf
7 herum kleiner sind, als die nach unten gerichteten Öffnungen 22.
Bezugszeichenliste
[0045]
- 1
- Kühlelement
- 2
- Kammer
- 3
- Kammer
- 4
- Haken
- 5
- Haken
- 6
- Hochofenpanzer
- 7
- Kühlmittelzulauf
- 8
- Kühlmittelauslauf
- 9
- Strömungskörper
- 10
- gangartige Wasserführung
- 11
- Seite eines Kühlelementes
- 12
- Seite eines Kühlelementes
- 13
- Gewinde
- 14
- Wasserrohre
- 15
- Öffnungen
- 16
- Hinterfüllmasse
- 17
- FF-Material
- 18
- Öffnungen
- 19
- Boden
- 20
- Decke
- 21
- Strömungskörper
- 22
- Öffnung
1. Wandkühlelement für Schachtöfen, insbesondere für Hochöfen, beispielsweise aus Graugruß
oder Kupfer, das im wesentlichen aus einem ofenseitig am Hochofenpanzer befestigbaren,
und im Inneren einen kammerartigen Hohlraum aufweisenden, kastenartigen flachen Kühlelement
besteht, wobei der Hohlraum am unteren Ende mit einem Kühlmittelzu- und am oberen
Ende mit einem Kühlmittelauslauf versehen ist, und zwischen Zulauf und Auslauf eine
Kühlmittelführung vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Hohlraum eines Kühlelementes (1) zwischen Boden (19) und Decke (20) das
Kühlmittel in der Breite und Höhe gleichmäßig verteilende Strömungskörper (9; 21)
angeordnet sind, und daß das kastenartige Kühlelement (1) über mindestens am oberen
und unteren Ende bodenseitig vorgesehene Hakenelemente (4) und mit diesen am Ofenpanzer
(6) korrespondierende Hakenelemente (5) befestigbar ausgebildet ist.
2. Wandkühlelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der kammerartige Hohlraum eines Kühlelementes (1) in mindestens zwei nebeneinander
angeordnete Kammern (2, 3) unterteilt ausgebildet ist, wobei die nebeneinander liegenden
Kammern (2, 3) mit jeweils einem Kühlmittelzu- und -auslauf (7, 8) und Strömungskörpern
(9; 21) versehen sind.
3. Wandkühlelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der kammerartige Hohlraum eines Kühlelementes (1) durch zwischen Boden (19)
und Decke (20) vorgesehene Trennwände in eine innere und äußere Kammer (2,,3) unterteilt
ausgebildet ist, wobei jede Kammer (2, 3) mindestens mit einem Kühlmittelzu- und -auslauf
(7, 8) versehen ist.
4. Wandkühlelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen Boden (19) und Decke (20) einer Kammer (2, 3) angeordneten Strömungskörper
(9) eine tropfenartige Form aufweisen.
5. Wandkühlelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen Boden (19) und Decke (20) einer Kammer (2, 3) angeordneten Strömungskörper
(9) als schräg zur Strömung angeordnete Abschnitte ausgebildet sind.
6. Wandkühlelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen Boden (19) und Decke (20) einer Kammer (2, 3) angeordneten Strömungskörper
(9) als vertikal verlaufende Abschnitte ausgebildet sind.
7. Wandkühlelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Ofenpanzer (6) gerichteten Anschlüsse für die Kühlmittelzu- und -ausläufe
(7, 8) im Kühlelement (1) Gewinde (13) für die durch entsprechende Öffnungen (15)
im Ofenpanzer (6) geführten Kühlmittelrohre (14) versehbar sind.
8. Wandkühlelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens in dem zum Ofen (6) gerichteten Boden (19) der Kammer (2, 3) eines
Elementes (1) Strömungskörper (9), beispielsweise in Form von Profilierungen vorsehrbar
sind.
9. Wandkühlelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Strömungskörper (9) in Form von Strömungsblechen eine von unten nach oben
verlaufende gangartige Kühlmittelführung (10) bildend, abwechselnd an den gegenüberliegenden
Seiten (11, 12) eines Kühlelementes (1) befestigt sind, wobei in den Strömungsblechen
zusätzliche Öffnungen (18) angeordnet sind.
10. Wandkühlelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Ofen gerichtete Decke (20) eines Kühlelementes (1) auf der Außenseite
mit Profilierungen versehbar ist.
11. Wandkühlelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kühlelemente (1) im Gießverfahren aus Grauguß oder Kupfer herstellbar ist.
12. Wandkühlelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kühlelement (1) im Schweißverfahren aus Stahlblechen oder Kupfer herstellbar
ist.
13. Wandkühlelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der im Querschnitt kreisförmige Kühlmittelzulauf (7) einer Kammer (2, 3) mit
einem den Kühlmittelzulauf (7) teilweise umgebenden nach unten geöffneten Strömungskörper
(21) versehbar ist.
14. Wandkühlelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der im Querschnitt kreisförmige Kühlmittelauslauf (8) mit einem den Kühlmittelauslauf
(8) teilweise umgebenden, und nach oben geöffneten Strömungskörper (21) versehbar
ist.
15. Wandkühlelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der im Querschnitt kreisförmige Kühlmittelauslauf (8) mit einem teilweise den
Kühlmittelauslauf (8) umgebenen Strömungskörper (21) versehen ist, der nach unten
eine kleinere Öffnung (22) und nach oben eine größere Öffnung (22) aufweist.