[0001] Die Erfindung betrifft eine Preßvorrichtung zur Behandlung einer Materialbahn, insbesondere
zum Entwässern einer Faserstoffbahn, mit einer Schuhpreßwalze und einer mit dieser
Schuhpreßwalze einen flächigen, insbesondere im wesentlichen ebenen Preßspalt bildenden
Gegeneinheit, wobei die Schuhpreßwalze einen umlaufenden flexiblen Walzenmantel aufweist,
durch den sich in Axialrichtung ein Joch erstreckt, an dem ein den Walzenmantel zur
Bildung des Preßspalts gegen die Gegeneinheit drückender Preßschuh mittels Zylinder-Kolben-Anordnungen
abgestützt ist.
[0002] Bei derartigen Preßvorrichtungen wird angestrebt, bei allen in der Praxis auftretenden
Belastungsverhältnissen einen möglichst gleichförmigen, insbesondere ebenen Preßspalt
zu gewährleisten und von Durchbiegungseffekten herrührende Einflüsse auszuschalten.
Um dies zu gewährleisten, ist bei bekannten Anordnungen ein erheblicher Steuerungs-
und/oder Regelungsaufwand erforderlich.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Preßvorrichtung der eingangs genannten
Art so auszugestalten, daß auf wirtschaftliche und damit kostengünstige Weise störende
Durchbiegungserscheinungen im Preßspaltbereich vermieden werden.
[0004] Gelöst wird diese Aufgabe nach der Erfindung im wesentlichen dadurch, daß der Preßschuh
über seine axiale Länge zusätzlich mittels mehrerer mechanischer Verbindungseinrichtungen
an einem Schuhträger befestigt ist, der vorzugsweise an zwei im Abstand voneinander
vorgesehenen Lagerstellen gelagert ist.
[0005] Der Schuhträger dient somit als Versteifung, durch die der betreffende Preßschuh
in sich stabilisiert wird. Durch die Eigengewichte der Preßschuhe, durch Reibungen
und/oder durch sonstige Ungenauigkeiten bedingte Durchbiegungen beziehungsweise Verlagerungen
der Preßschuhe insbesondere im Mittenbereich können somit vermieden werden. Hinsichtlich
der mechanischen Verbindungseinrichtungen ist eine Vielzahl unterschiedlicher Ausführungen
denkbar. Diese Verbindungseinrichtungen gestatten insbesondere auch eine gewisse Vorspannung
zwischen einem jeweiligen Preßschuh und dem zugeordneten Schuhträger, so ein zuverlässiger
Ausgleich von Schuhgewichten usw. und/oder eine gewünschte Beeinflussung des sich
quer zur Bahnlaufrichtung ergebenden Druckprofils möglich ist.
[0006] Der Schuhträger kann beispielsweise an zwei im Abstand voneinander vorgesehenen Lagerstellen
am Joch abgestützt sein. Grundsätzlich ist jedoch auch eine andere Lagerung und Abstützung
des Schuhträgers möglich.
[0007] In bestimmten Fällen kann es von Vorteil sein, wenn dem Preßschuh zumindest eine
sich quer zur Bahnlaufrichtung erstreckende erste Reihe und eine dazu parallele zweite
Reihe von Zylinder-Kolben-Anordnungen zugeordnet ist und die beiden Reihen von Zylinder-Kolben-Anordnungen
aus der gleichen Druckquelle, insbesondere mit vorgebbarer Druckdifferenz zwischen
den beiden Reihen, gespeist sind.
[0008] Die Gegeneinheit kann zweckmäßigerweise durch eine weitere Schuhpreßwalze ohne oder
mit zusätzlichem Schuhträger gebildet sein, deren Preßschuh wenigstens eine sich über
die Arbeitsbreite quer zur Bahnlaufrichtung erstreckende Reihe von Zylinder-Kolben-Anordnungen
zugeordnet ist, die einer der ersten Schuhpreßwalze zugeordneten Reihe von Zylinder-Kolben-Anordnungen
gegenüberliegt, wobei die beiden Reihe eines jeweiligen Paares von einander gegenüberliegenden,
verschiedenen Schuhpreßwalzen zugeordneten Reihen von Zylinder-Kolben-Anordnungen
aus der gleichen Druckquelle gespeist sind. Eine solche Speisung aus der gleichen
Druckquelle ist insbesondere dann möglich, wenn die Kolben der einander gegenüberliegenden
Zylinder-Kolben-Anordnungen gleiche Wirkflächen besitzen.
[0009] Die Zylinder-Kolben-Anordnungen einer jeweiligen Reihe können mit vorgebbar unterschiedlichen
Drücken oder auch mit gleichem Druck beaufschlagbar sein.
[0010] In bestimmten Anwendungsfällen kann es zweckmäßig sein, wenn ein jeweiliges Paar
von einander gegenüberliegenden, verschiedenen Schuhpreßwalzen zugeordneten Reihen
von Zylinder-Kolben-Anordnungen mit vorgebbarer Druckdifferenz zwischen den beiden
Reihen gespeist ist. In diesem Fall können die beiden einander gegenüberliegenden
Zylinder-Kolben-Anordnungen eines jeweiligen Paares insbesondere über getrennte Druckleitungen
mit der gleichen Druckquelle verbunden sein, wobei in eine der beiden Druckleitungen
ein insbesondere einstellbares Druckdifferenzventil eingesetzt sein kann. Dieses Druckdifferenzventil
kann beispielsweise im Hinblick auf die Einhaltung einer vorgebbaren Geradheit der
Preßschuhe geregelt sein.
[0011] Bei einer vorteilhatten Ausführungsform ist sowohl dem Preßschuh der ersten als auch
dem gegenüberliegenden Preßschuh der weiteren Schuhpreßwalze jeweils zumindest eine
sich über die Arbeitsbreite quer zur Bahnlaufrichtung erstreckende erste Reihe und
eine dazu parallele zweite Reihe von Zylinder-Kolben-Anordnungen zugeordnet, wobei
die Reihen von Zylinder-Kolben-Anordnungen der ersten Schuhpreßwalze denen der weiteren
Schuhpreßwalze gegenüberliegen.
[0012] In bestimmten Anwendungsfällen ist es von Vorteil, wenn die Druckbeaufschlagung der
in Bahnlaufrichtung aufeinanderfolgenden Reihen von Zylinder-Kolben-Anordnungen unabhängig
voneinander steuer- oder regelbar ist. Damit ist insbesondere auch eine Beeinflussung
des sich in Bahnlaufrichtung ergebenden Druckprofils möglich.
[0013] In den Unteransprüchen sind weitere vorteilhafte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Preßvorrichtung angegeben.
[0014] Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert; in dieser zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Längsschnittdarstellung einer Schuhpreßwalze zur Erläuterung des
Funktionsprinzips der Erfindung,
- Figur 2
- einen Schnitt entsprechend der Linie A-A von Figur 1,
- Figur 3
- eine der Figur 2 entsprechende Darstellung einer weiteren Ausführungsvariante und
- Figur 4
- eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsvariante in der Form einer
Doppelschuhpresse.
[0015] Die Figuren 1 und 2 zeigen in schematischer Darstellung eine für eine Preßvorrichtung
nach der Erfindung bestimmte Schuhpreßwalze mit einem umlaufenden flexiblen Walzenmantel
1, durch den sich in Axialrichtung ein Joch 5 erstreckt, an dem ein den Walzenmantel
1 zur Bildung des Preßspalts gegen eine Gegeneinheit 20 drückender Preßschuh 3 mittels
Zylinder-Kolben-Anordnungen 8, 9 abgestützt ist.
[0016] Der Preßschuh 3 ist über seine axiale Länge zusätzlich mittels mehrerer mechanischer
Verbindungseinrichtungen, beim dargestellten Ausführungsbeispiel mittels mehrerer
Haltestangen 4, an einem Schuhträger 2 befestigt, der an zwei im Abstand voneinander
vorgesehenen Lagerstellen 6, 7 neigbar zum Joch 5 gelagert ist. Im vorliegenden Fall
ist der Schuhträger 2 an diesen beiden Lagerstellen 6, 7 am Joch 5 abgestützt. Die
beiden Lagerstellen 6, 7 weisen bezüglich der axialen Mitte des Walzenmantels 1 einen
zumindest im wesentlichen gleichen Abstand auf.
[0017] In Figur 1 sind zudem die Durchbiegungslinie 27 des Jochs 5 sowie die beiden axial
außerhalb der Lagerstellen 6, 7 des Schuhträgers 2 gelegenen Lagerstellen 28, 29 des
Jochs 5 zu erkennen.
[0018] Der zweiteilig ausgebildete Preßschuh 3 besteht aus einem Anpreßschuh 14 und einem
Tragkörper 15. Die zwischen dem Preßschuh 3 und dem Schuhträger 2 vorgesehenen Haltestangen
4 sind in vorgebbarer Weise über die axiale Länge der Schuhpreßwalze verteilt. Diese
Haltestangen 4 sind vorzugsweise verstellbar ausgebildet, wobei sie beispielsweise
aus Schraubspindeln bestehen können, die es ermöglichen, den Preßschuh 3 gerade einzustellen
beziehungsweise in der gewünschten Weise vorzuspannen.
[0019] In Figur 1 ist das Joch 5 als unter Belastung durchgebogenes Walzenjoch gezeigt.
Durch die Einstellung der Haltestangen 4 und die zwischen Joch 5 und Preßschuh 3 wirksamen
Zylinder-Kolben-Anordnungen 8, 9 wird erreicht, daß der Preßschuh 3 seine gerade Form
behält. Gemäß Figur 1 sind der Schuhträger 2 und den Preßschuh 3 zueinander parallel.
[0020] Die Schnittansicht nach Figur 2 zeigt ein erstes Beispiel eines konkreten Aufbaus
einer Schuhpreßwalze mit umlaufendem flexiblem Walzenmantel 1, der das Joch 5 sowie
den an den beiden Lagerstellen 6, 7 (vergleiche auch Figur 1) am Joch 5 abgestützten
Schuhträger 2 umschließt.
[0021] Der Schuhträger 2 besteht aus zwei U-förmigen Profilelementen, deren Basisflächen
einander gegenüberliegen und die miteinander verbunden sind. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
ist der Schuhträger 2 an den beiden im Abstand voneinander vorgesehenen Lagerstellen
6, 7 (vergleiche auch Figur 1) am Joch 5 abgestützt, wobei in Figur 2 die eine Lagerstelle
6 zu erkennen ist.
[0022] Das Joch 5 besteht aus einem oberen und einem unteren Führungsteil und einem diese
miteinander verbindenden Stegteil, in dessen Bereich auch die Lagerstellen 6, 7 für
den Schuhträger 2 vorgesehen sind.
[0023] Im oberen Führungsteil des Jochs 5 ist in einer entsprechenden Ausnehmung der Preßschuh
3 radial beweglich gelagert, und es sind in dem Joch 5 zwei sich quer zur Bahnlaufrichtung
erstreckende Reihen von vorzugsweise zylindrischen Ausnehmungen zur Schaffung von
Zylinder-Kolben-Anordnungen 8, 9 vorgesehen, welche den Preßschuh 3 beaufschlagen
und über entsprechende Druckleitungen mit einer gemeinsamen Druckquelle 12 verbunden
sind.
[0024] Der Preßschuh 3 besteht aus dem eigentlichen Anpreßschuh 14 sowie einem über die
Zylinder-Kolben-Anordnungen 8, 9 beaufschlagten Tragkörper 15, wobei Anpreßschuh 14
und Tragkörper 15 form- und kraftschlüssig miteinander gekoppelt sind und zwischen
diesen beiden Teilen vorzugsweise eine Wärmedämmung vorgesehen ist.
[0025] Der Tragkörper 15 des Preßschuhs 3 ist - wie dies anhand der Figur 1 gezeigt ist
- mit verstellbaren Haltestangen 4 mit dem Schuhträger 2 verbunden.
[0026] Im vorliegenden Fall sind dem Preßschuh 3 eine sich quer zur Bahnlaufrichtung, das
heißt senkrecht zur Zeichnungsebene der Figur 2, erstreckende erste Reihe 8 und eine
dazu parallele zweite Reihe 9 von Zylinder-Kolben-Anordnungen 8, 9 zugeordnet, wobei
die beiden Reihen von Zylinder-Kolben-Anordnungen 8, 9 aus der gleichen Druckquelle
12 gespeist sind. Um die Speisung insbesondere auch mit einer vorgebbaren Druckdifferenz
zwischen den beiden Reihen 8, 9 vornehmen zu können, sind die Druckräume 10, 11 der
Zylinder-Kolben-Anordnungen 8, 9 über ein Ventil 22 mit der gemeinsamen Druckquelle
12 verbunden, das einen Differenzdruck zwischen den beiden Druckräumen 10, 11 erzeugen
kann.
[0027] Wie dies in Figur 2 angedeutet ist, kann die Gegeneinheit 20 durch eine weitere Schuhpreßwalze
ohne oder mit zusätzlichem Schuhträger gebildet sein. Auch dem Preßschuh dieser weiteren
Schuhpreßwalze sind zwei sich über die Arbeitsbreite quer zur Bahnlaufrichtung erstreckende
Reihen von Zylinder-Kolben-Anordnungen zugeordnet, die denen der ersten Schuhpreßwalze
gegenüberliegen. Dabei können die Druckräume der Zylinder-Kolben-Anordnungen der weiteren
Schuhpreßwalze in der dargestellten Weise wieder mit der gleichen Druckquelle 12 verbunden
sein, durch die auch die entsprechenden Zylinder-Kolben-Anordnungen der ersten Schuhpreßwalze
gespeist werden.
[0028] Für den Fall, daß die Gegeneinheit 20 ebenfalls als Schuhpreßwalze ausgebildet ist,
kann als Schuhpreßwalze eine konventionelle Anordnung verwendet werden, bei der kein
Durchbiegungsausgleich in der zuvor beschriebenen Weise erforderlich ist, da der gerade
Preßspalt bereits durch die erste erfindungsgemäß ausgebildete Schuhpreßwalze gewährleistet
wird. Grundsätzlich ist es jedoch möglich, daß auch der Preßschuh der weiteren Schuhpreßwalze
über seine axiale Länge zusätzlich mittels mehrerer mechanischer Verbindungseinrichtungen
an einem Schuhträger befestigt ist.
[0029] Die Zylinder-Kolben-Anordnungen 8, 9 einer jeweiligen Reihe können mit vorgebbar
unterschiedlichen Drücken oder mit gleichem Druck beaufschlagbar sein.
[0030] Ein jeweiliges Paar von einander gegenüberliegenden, verschiedenen Schuhpreßwalzen
zugeordneten Reihen von Zylinder-Kolben-Anordnungen 8, 9 kann mit gleichem oder auch
mit vorgebbarer Druckdifferenz zwischen den beiden Reihen gespeist sein. Im letzteren
Fall kann in eine der beiden Druckleitungen, über die die beiden einander gegenüberliegenden
Zylinder-Kolben-Anordnungen 8, 9 eines jeweiligen Paares mit der Druckquelle 12 verbunden
sind, ein insbesondere einstellbares Differenzdruckventil 26 eingesetzt sein (vergleiche
insbesondere auch Figur 4). Dieses Differenzdruckventil 26 kann insbesondere im Hinblick
auf die Einhaltung einer vorgebbaren Geradheit der Preßschuhe 3 geregelt sein. Dagegen
kann über das Ventil 22 das sich in Bahnlaufrichtung ergebende Druckprofil in der
gewünschten Weise beeinflußt werden.
[0031] Figur 3 zeigt eine Variante der Anordnung nach Figur 2 mit einem Joch 5 in abgewandelter
Ausführung und einem Schuhträger 2, der als geschlossenes Hohlprofil ausgebildet ist.
In dieser konkreten Ausgestaltung besteht der Schuhträger 2 aus einem Rechteck-Profilträger,
wobei auch hier wiederum der Preßschuh 3 zusätzlich mittels Verbindungseinrichtungen
beispielsweise in Form von Haltestangen 4 an dem Schuhträger 2 befestigt ist, der
analog zu der Ausführungsform nach Figur 2 an zwei Lagerstellen am Joch 5 abgestützt
sein kann.
[0032] Figur 4 zeigt eine Doppelschuhpresse mit einem flächig ebenen Preßspalt zwischen
zwei Preßmänteln 1, die durch zwei Preßschuhe 3 gegeneinandergedrückt werden, wobei
jeder Preßschuh 3 über mindestens zwei Reihen von insbesondere wieder durch Zylinder-Kolben-Anordnungen
8, 9 gebildeten Abstützelementen über seine Arbeitsbreite abgestützt und entsprechend
mit Druck beaufschlagbar ist. Die Zylinder 8 sind an einem jeweiligen Joch 5 befestigt.
Einer der Preßschuhe 3 kann über nicht gezeigte Verbindungselemente 4 wie in den Figuren
1 bis 3 dargestellt mit einem Schuhträger gekoppelt sein. Der Druck jeder Reihe 8,
9 kann über die Arbeitsbreite wieder gleich oder auch unterschiedlich sein. Die zugehörigen
Zylinder-Kolben-Anordnungen werden aus derselben Ölversorgung gespeist. Dabei sind
die einander gegenüberliegenden Zylinder-Kolben-Anordnungen über Druckleitungen 24,
25 mit der zugehörigen Druckquelle verbunden, wobei die Zuführung des Druckmittels
zu den Druckleitungen 24, 25 über eine Regeleinheit 23 erfolgen kann und in einer
Druckleitung eines solchen Leitungspaares 24, 25, insbesondere in der Druckleitung
24, gegebenenfalls wieder ein Ventil 26 vorgesehen sein kann, das als Δp-Ventil wirkt
und unter anderem dazu benutzt werden kann, die Eigengewichte zu kompensieren.
[0033] Die Ausführungsform nach Figur 4 ist insbesondere auch unabhängig von den Lösungen
nach den Figuren 1 bis 3 von Bedeutung.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 1
- Walzenmantel
- 2
- Schuhträger
- 3
- Preßschuh
- 4
- Haltestangen
- 5
- Joch
- 6
- Lagerstelle
- 7
- Lagerstelle
- 8
- Zylinder-Kolben-Anordnung
- 9
- Zylinder-Kolben-Anordnung
- 10
- Druckraum
- 11
- Druckraum
- 12
- Druckquelle
- 13
- Differenzdruckventil
- 14
- Anpreßschuh
- 15
- Tragkörper
- 20
- Gegeneinheit
- 21
- Kolben
- 22
- Ventil
- 23
- Regeleinheit
- 24
- Druckleitung
- 25
- Druckleitung
- 26
- Ventil
- 27
- Durchbiegungslinie
- 28
- Lagerstelle
- 29
- Lagerstelle
1. Preßvorrichtung zur Behandlung einer Materialbahn, insbesondere zum Entwässern einer
Faserstoffbahn, mit einer Schuhpreßwalze und einer mit dieser Schuhpreßwalze einen
flächigen, insbesondere im wesentlichen ebenen Preßspalt bildenden Gegeneinheit, wobei
die Schuhpreßwalze einen umlaufenden flexiblen Walzenmantel (1) aufweist, durch den
sich in Axialrichtung ein Joch (5) erstreckt, an dem ein den Walzenmantel (1) zur
Bildung des Preßspalts gegen die Gegeneinheit (20) drückender Preßschuh (3) mittels
Zylinder-Kolben-Anordnungen (8, 9) abgestützt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Preßschuh (3) über seine axiale Länge zusätzlich mittels mehrerer mechanischer
Verbindungseinrichtungen (4) an einem Schuhträger (2) befestigt ist, der vorzugsweise
an zwei im Abstand voneinander vorgesehenen Lagerstellen (6, 7) gelagert ist.
2. Preßvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schuhträger (2) an zwei im Abstand voneinander vorgesehenen Lagerstellen (6,
7) am Joch (5) abgestützt ist.
3. Preßvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Lagerstellen (6, 7) bezüglich der axialen Mitte des Walzenmantels (1)
einen zumindest im wesentlichen gleichen Abstand aufweisen.
4. Preßvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungseinrichtungen als Haltestangen (4) ausgebildet sind.
5. Preßvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungseinrichtungen (4) in ihrer Länge einstellbar sind.
6. Preßvorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungseinrichtungen (4) als Schraubspindeln ausgebildet sind.
7. Preßvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das vom Walzenmantel (1) umschlossene Joch (5) preßschuhseitig Ausnehmungen zur
Preßschuhführung und zur Aufnahme der Kolben (21) der Zylinder-Kolben-Anordnungen
(8, 9) aufweist.
8. Preßvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Lagerstellen (6, 7) im Bereich von dem Walzenmantel (1) endseitig zugeordneten
Seitenschilden vorgesehen sind.
9. Preßvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schuhträger (2) aus offenen Winkelprofilen, insbesondere aus zwei U-Profilen
besteht, deren Bodenflächen einander gegenüberliegen.
10. Preßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schuhträger (2) aus einem geschlossenen Profilteil, insbesondere aus einem
mehreckigen oder runden Rohr besteht.
11. Preßvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Preßschuh (3) zumindest eine sich quer zur Bahnlaufrichtung erstreckende erste
Reihe (8) und eine dazu parallele zweite Reihe (9) von Zylinder-Kolben-Anordnungen
(8, 9) zugeordnet ist und daß die beiden Reihen von Zylinder-Kolben-Anordnungen (8,
9) aus der gleichen Druckquelle (12), insbesondere mit vorgebbarer Druckdifferenz
zwischen den beiden Reihen (8, 9), gespeist sind.
12. Preßvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gegeneinheit (20) durch eine weitere Schuhpreßwalze ohne oder mit zusätzlichem
Schuhträger gebildet ist, deren Preßschuh (3) wenigstens eine sich über die Arbeitsbreite
quer zur Bahnlaufrichtung erstreckende Reihe von Zylinder-Kolben-Anordnungen (8, 9)
zugeordnet ist, die einer der ersten Schuhpreßwalze zugeordneten Reihe von Zylinder-Kolben-Anordnungen
(8, 9) gegenüberliegt, und daß die beiden Reihen eines jeweiligen Paares von einander
gegenüberliegenden, verschieden Schuhpreßwalzen zugeordneten Reihen von Zylinder-Kolben-Anordnungen
(8, 9) aus der gleichen Druckquelle (12) gespeist sind.
13. Preßvorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zylinder-Kolben-Anordnungen (8, 9) einer jeweiligen Reihe mit vorgebbar unterschiedlichen
Drücken beaufschlagbar sind.
14. Preßvorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zylinder-Kolben-Anordnungen (8, 9) einer jeweiligen Reihe mit gleichem Druck
beaufschlagbar sind.
15. Preßvorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein jeweiliges Paar von einander gegenüberliegenden, verschiedenen Schuhpreßwalzen
zugeordneten Reihen von Zylinder-Kolben-Anordnungen (8, 9) mit vorgebbarer Druckdifferenz
zwischen den beiden Reihen gespeist ist.
16. Preßvorrichtung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden einander gegenüberliegenden Zylinder-Kolben-Anordnungen (8, 9) eines
jeweiligen Paares über getrennte Druckleitungen (24, 25) mit der gleichen Druckquelle
(12) verbunden sind und daß in eine der beiden Druckleitungen (24, 25) ein insbesondere
einstellbares Differenzdruckventil (26) eingesetzt ist.
17. Preßvorrichtung nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Differenzdruckventil (26) im Hinblick auf die Einhaltung einer vorgebbaren
Geradheit der Preßschuhe (3) geregelt ist.
18. Preßvorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß sowohl dem Preßschuh (3) der ersten als auch dem gegenüberliegenden Preßschuh
(3) der weiteren Schuhpreßwalze jeweils zumindest eine sich über die Arbeitsbreite
quer zur Bahnlaufrichtung erstreckende erste Reihe (8) und eine dazu parallele zweite
Reihe (9) von Zylinder-Kolben-Anordnungen (8, 9) zugeordnet ist und daß die Reihen
von Zylinder-Kolben-Anordnungen (8, 9) der ersten Schuhpreßwalze denen der weiteren
Schuhpreßwalze gegenüberliegen.
19. Preßvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckbeaufschlagung der in Bahnlaufrichtung aufeinanderfolgenden Reihen von
Zylinder-Kolben-Anordnungen (8, 9) unabhängig voneinander steuer- oder regelbar ist.