[0001] Die Erfindung betrifft eine Brennkammer einer Gasturbine mit einem ringförmigen Kopfabschnitt,
innerhalb dessen eine Frontplatte zur Aufnahme von Brennern vorgesehen ist, welche
über ringförmig angeordnete Lufteintrittsöffnungen im Kopfabschnitt mit einem Primärluftstrom
versorgt werden, und wobei die Frontplatte weiterhin über Verschraubungen fixierte,
im Brennkammer-Brennraum vorgesehene Hitzeschilder trägt. Insbesondere können dabei
die sich bezüglich der Anströmung der Lufteintrittsöffnungen an der Außenseite des
Kopfabschnittes bildenden Staupunkte einen Ring beschreiben, innerhalb dessen die
Lufteintrittsöffnungen liegen. Das Zentrum dieses Ringes fällt dabei üblicherweise
mit der Zentralachse bzw. Mittel-Längsachse der Ringbrennkammer zusammen.
[0002] In der US 5,419,115 ist eine Gasturbinen-Brennkammer nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1 gezeigt. Nicht näher ersichtlich ist aus dieser Schrift, wie die Verschraubungen
der Hitzeschilder montiert werden, es kann jedoch davon ausgegangen werden, daß die
Bolzenmuttern, welche auf die die Frontplatte durchdringenden Gewindebolzen der Hitzeschilder
im Raum zwischen der Frontplatte und dem Kopfabschnitt aufgeschraubt werden, über
die Brenner-Lufteintrittsöffnungen des Kopfabschnittes eingebracht werden und ebenfalls
über diese Lufteintrittsöffnungen mittels eines geeigneten Werkzeuges festgezogen
werden. Da diese Vorgehensweise jedoch relativ aufwendig ist, hat sich die Erfindung
die Aufgabe gestellt, eine vereinfachte Montagemöglichkeit aufzuzeigen, ohne daß hierdurch
Nachteile hinsichtlich der Luftströmungsverhältnisse in Kauf genommen werden müssen.
Die Lösung dieser Aufgabe ist dadurch gekennzeichnet, daß im Kopfabschnitt Montageöffnungen
für die Verschraubungen vorgesehen sind, wobei die Montageöffnungen nicht außerhalb
des von den Lufteintrittsöffnungen beschriebenen Ringes liegen. Insbesondere können
die sich bezüglich der Anströmung der Montageöffnungen an der Außenseite des Kopfabschnittes
bildenden Staupunkte einen Ring beschreiben, der nicht außerhalb des von den Staupunkten
der Lufteintrittsöffnungen beschriebenen Ringes liegt.
[0003] Näher erläutert wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispieles.
Dabei zeigt Fig. 1 einen Teil-Längsschnitt durch einen Brennkammer-Kopfabschnitt mit
montiertem Hitzeschild, Fig. 2 die Ansicht X aus Fig. 1, Fig. 3a den Schnitt A-A aus
Fig. 2 und Fig. 3b den Schnitt B-B aus Fig. 2.
[0004] Mit der Bezugsziffer 1 ist der Kopfabschnitt einer ansonsten nicht näher dargestellten,
üblichen ringförmigen, eine Zentralachse bzw. Mittellängsachse Z aufweisenden Gasturbinen-Brennkammer
bezeichnet, innerhalb dessen wie üblich eine Frontplatte 2 zur Aufnahme von nicht
dargestellten Brennern vorgesehen ist. Hierzu weist die Frontplatte 2 mehrere ringförmig
angeordnete Durchtrittsöffnungen 3 auf, innerhalb derer jeweils eine dem Fachmann
bekannte Brennermanschette 4 vorgesehen ist. Zum Schutz dieser Anordnung und der Brenner
vor der im Brennkammer-Brennraum 5 anzutreffenden Flamme sind an der Stirnseite dieses
ringförmigen Brennraumes 5 ringförmig angeordnet Hitzeschilder 6 vorgesehen, die von
der Frontplatte 2 getragen werden. Hierzu weist jedes Hitzeschild 6 wie üblich mehrere
(bevorzugt vier) Gewindebolzen 7 auf, die die Frontplatte 2 jeweils in einer Durchstecköffnung
8 durchdringen, so daß auf deren Rückseite, d. h. im Raum 13 zwischen der Frontplatte
2 und dem Kopfabschnitt 1 auf jeden Gewindebolzen 7 eine Bolzenmutter 9 aufgeschraubt
werden kann.
[0005] In Fig. 2 erkennt man die ringförmig angeordneten Lufteintrittsöffnungen 10 für die
Brenner, wobei diese Lufteintrittsöffnungen 10 koaxial zu den Durchtrittsöffnungen
3 angeordnet sind, wie Fig. 3a zeigt. In Fig. 2 sind ferner die Mittellinien der durch
die Gewindebolzen 7 sowie die Bolzenmutter 9 gebildeten Hitzeschild-Verschraubungen
11 durch Kreuze dargestellt. Um nun diese Verschraubungen 11 auf einfache Weise montieren
zu können, d. h. um die Bolzenmuttern 9 einfach auf die Gewindebolzen 7 aufstecken
und festziehen zu können, sind geeignet plazierte, d. h. insbesondere koaxial zu den
Verschraubungen 11, d.h. koaxial zu deren Mittellinien liegende Montage-öffnungen
12 im Kopfabschnitt 1 vorgesehen. Deren Ausbildung geht insbesondere auch aus Fig.
3b hervor.
[0006] Zwar kann nun über diese Montageöffnungen 12 jede Verschraubung 11 auf einfache Weise
montiert, d.h jede Bolzenmutter 9 einfach auf die jeweiligen Gewindebolzen 7 aufgebracht
werden, jedoch könnte über diese Montageöffnungen 12 ein Teil des Primärluftstromes
zur Versorgung der Brenner, welcher über die Lufteintrittsöffnungen 10 in den Raum
13 zwischen dem Kopfabschnitt 1 und der Frontplatte 2 gelangte, wieder entweichen.
Um dies zu verhindern, sind die Montageöffnungen 12 entsprechend der nun folgenden
Beschreibung angeordnet:
[0007] Wie bekannt wird der Brennkammer-Kopfabschnitt 1 gemäß Pfeilrichtung X von einem
Luftstrom, der von einem der Brennkammer vorgeschalteten Verdichter gefördert wird,
angeströmt. Ein Teil dieses gemäß Pfeilrichtung X herangeführten Luftstromes gelangt
durch die Lufteintrittsöffnungen 10 zu den Brennern sowie zur Rückseite der Hitzeschilder
6, der größere Teil des Luftstromes wird jedoch um den Kopfabschnitt 1 außenseitig
herumgeführt, um in einem stromabwärts liegenden Brennkammerbereich wie üblich über
Zumischlöcher in der Brennkammeraußenwand in den Brennkammer-Brennraum 5 zu gelangen.
In den mit S bezeichneten Staupunkten (vgl. Fig. 3a) hat die Strömungsgeschwindigkeit
der herangeführten Luftströmung den Wert

0", während der statische Druck seinen Maximalwert besitzt. Bei der außenseitigen
Umströmung des Kopfabschnittes, d. h. von den Staupunkten S zu den Punkten E hin,
findet eine Beschleunigung der Luftströmung bei gleichzeitigem Abfall des statischen
Druckes statt. Diese Strömungsverhältnisse sind dabei nicht nur im Bereich der Lufteintrittsöffnungen
10 zu beobachten (vgl. Fig. 3a), sondern ebenso auch im Bereich der Montageöffnungen
12, über welche grundsätzlich auch Luft gemäß Pfeilrichtung X aus Fig. 1 in den Raum
13 eindringen kann. In Fig. 3b sind dementsprechend die Staupunkte abermals mit dem
Buchstaben S bezeichnet, in gleicher Weise sind die Punkte E dargestellt, zu welchen
hin die Luftströmung entlang der Außenseite des Kopfabschnittes 1 geführt wird und
wobei die besagte Strömungsbeschleunigung unter gleichzeitigem Druckabfall stattfindet.
[0008] Verbindet man nun alle in radialer Richtung (bezogen auf die in Fig.2 nicht dargestellte
Zentralachse Z der Ring-Brennkammer) innenliegenden Staupunkte S der Lufteintrittsöffnungen
10 miteinander und in gleicher Weise auch die in radialer Richtung außenliegenden
Staupunkte S der Lufteintrittsöffnungen 10 miteinander, so wird hierdurch ein Ring
gebildet, der mit der Bezugsziffer 10' bezeichnet ist (vgl. Fig.2).
In gleicher Weise bilden die Staupunkte S der Montageöffnungen 12, wenn alle innenliegenden
Staupunkte und alle außenliegenden Staupunkte über jeweils einen Kreis, dessen Zentrum
die Zentralachse Z ist, miteinander verbunden werden, einen mit der Bezugsziffer 12'
bezeichneten Ring.
Wird nun durch geeignete Anordnung und Ausbildung der Montageöffnungen 12 im Hinblick
auf die Lufteintrittsöffnungen 10 sichergestellt, daß der Ring 12' nicht außerhalb
des Ringes 10' liegt, so ist durch die sich damit einstellenden Druck- und Strömungsverhältnisse
der gemäß Pfeilrichtung X (vgl. Fig. 1) herangeführten Luftströmung sichergestellt,
daß kein Teilluftstrom aus dem Raum 13 über die Montageöffnungen 12 dann gegen Pfeilrichtung
X nach außen gelangen kann. Vielmehr wird über die Montageöffnungen 12 auf diese Weise
ein zusätzlicher Luftstrom in den Raum 13 geführt, was grundsätzlich erwünscht ist.
[0009] Die Bedeutung der Formulierung, daß der Ring 12' nicht außerhalb des Ringes 10' liegt,
wird aus Fig. 2 besonders deutlich ersichtlich, nachdem der auf die Zentralachse Z
bezogene Innenradius R
i des Ringes 12' größer ist als derjenige des Ringes 10' und der (selbstverständlich
ebenso auf die Zentralachse Z bezogene) Außenradius R
a des Ringes 12' kleiner ist als derjenige des Ringes 10'. Der Ring 12' wird somit
vom Ring 10' quasi vollflächig überdeckt.
[0010] Die Definition der Ringe 12' und 10' kann jedoch auch vereinfacht erfolgen, d. h.
nicht über die Staupunkte S, wenngleich diese Definition über die Staupunkte S die
physikalischen Verhältnisse besonders gut wiedergibt und insbesondere den gewünschten
Effekt anhand der physikalischen Verhältnisse auch erklären kann. Die erfindungsgemäße
Gestaltung läßt sich jedoch vereinfacht auch dadurch beschreiben, daß die Lufteintrittsöffnungen
10 selbst einen Ring 10'' bilden, innerhalb bzw. nicht außerhalb dessen die Montageöffnungen
12 liegen sollen.
In anderen Worten bedeutet dies, daß sämtliche Lufteintrittsöffnungen 10 einen Ring
10'' beschreiben, auf dessen Ringfläche in radialer Richtung exakt angepaßt die Lufteintrittsöffnungen
10 liegen. Der Außenradius R
a dieses Ringes 10'' entspricht damit der in radialer Richtung (bezüglich der Zentralachse
Z) maximalen Erstreckung R
x der Lufteintrittsöffnungen 10, während der Innenradius R
i des Ringes 10'' der in radialer Richtung minimaler Erstreckung R
y der Lufteintrittsöffnungen 10 entspricht.
[0011] Liegt nun keine Montageöffnung 12 - auch nicht teilweise - außerhalb des Ringes 10'',
so stellen sich wieder die oben geschilderten Strömungsverhältnisse ein, so daß mit
Sicherheit kein Teilluftstrom aus dem Raum 13 über die Montageöffnungen 12 entgegen
Pfeilrichtung X nach außen dringen kann.
[0012] Wie die Fig. 3a, 3b zeigen, weist der Kopfabschnitt 1 im Bereich der Lufteintrittsöffnungen
10 und im Bereich der Montageöffnungen 12 von der Außenseite in die Innenseite (d.
h. in den Raum 13) hineinragende, strömungsdynamisch ausgebildete Öffnungsränder 14
auf, da hierdurch die Strömungsverhältnisse, d. h . insbesondere die Einströmung der
Luftströmung gemäß Pfeilrichtung X in den Raum 13 verbessert wird. Jedoch kann dies
sowie eine Vielzahl weiterer Details, insbesondere konstruktiver Art durchaus abweichend
vom gezeigten Ausführungsbeispiel gestaltet sein, ohne den Inhalt der Patentansprüche
zu verlassen.
1. Brennkammer einer Gasturbine mit einem ringförmigen Kopfabschnitt (1), innerhalb dessen
eine Frontplatte (2) zur Aufnahme von Brennern vorgesehen ist, welche über ringförmig
angeordnete Lufteintrittsöffnungen (10) im Kopfabschnitt (1) mit einem Primärluftstrom
versorgt werden, und wobei die Frontplatte (2) weiterhin über Verschraubungen (11)
fixierte, im Brennkammer-Brennraum (5) vorgesehene Hitzeschilder (6) trägt,
dadurch gekennzeichnet, daß im Kopfabschnitt (1) Montageöffnungen (12) für die Verschraubungen
(11) vorgesehen sind, wobei die Montageöffnungen (12) nicht außerhalb des von den
Lufteintrittsöffnungen (10) gebildeten Ringes (10'') liegen.
2. Brennkammer einer Gasturbine mit einem ringförmigen Kopfabschnitt, (1) innerhalb dessen
eine Frontplatte (2) zur Aufnahme von Brennern vorgesehen ist, welche über ringförmig
angeordnete Lufteintrittsöffnungen (10) im Kopfabschnitt (1) mit einem Primärluftstrom
versorgt werden, wobei die sich bezüglich der Anströmung der Lufteintrittsöffnungen
(10) an der Außenseite des Kopfabschnittes (1) bildenden Staupunkte (S) einen Ring
(10') beschreiben, innerhalb dessen die Lufteintrittsöffnungen (10) liegen,
und wobei die Frontplatte (2) weiterhin über Verschraubungen (11) fixierte, im Brennkammer-Brennraum
(5) vorgesehene Hitzeschilder (6) trägt,
dadurch gekennzeichnet, daß im Kopfabschnitt (1) Montageöffnungen (12) für die Verschraubungen
(11) vorgesehen sind, wobei die sich bezüglich der Anströmung der Montageöffnungen
(12) an der Außenseite des Kopfabschnittes (1) bildenden Staupunkte (S) einen Ring
(12') beschreiben, der nicht außerhalb des von den Staupunkten (S) der Lufteintrittsöffnungen
(10) gebildeten Ringes (10') liegt.
3. Brennkammer einer Gasturbine nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Kopfabschnitt (1) im Bereich der Lufteintrittsöffnungen
(10) und/oder der Montageöffnungen (12) von der Außenseite in die Innenseite hineinragende,
strömungsdynamisch ausgebildete Öffnungsränder (14) aufweist.