[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Regelung der Spannung an einer Spannungsversorgungsleitung,
über die mehrere, mittels einer elektronischen Steuereinheit gesteuerte Verbraucher
gespeist werden, wobei die Energieaufnahme eines jeweiligen Verbrauchers in Abhängigkeit
seines Betriebszustandes variiert.
[0002] Für einfache, netzbetriebene elektronische Schaltungen spielt die Regelung der Spannungs-
bzw. Stromversorgung eine große Rolle hinsichtlich der Herstellungskosten. Bei den
bisherigen Vorrichtungen zur Regelung der Spannung ist es besonders aufwendig, wenn
gleichzeitig die elektronische Steuereinheit, beispielsweise ein Prozessor, und verschiedene,
ihren Betriebszustand ändernde Verbraucher versorgt werden müssen. Hierfür ist eine
der elektronischen Steuereinheit vorgeschaltete, zusätzliche Spannungsregelung bzw.
Spannungsbegrenzung notwendig.
[0003] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zur Regelung
der Spannung an einer Spannungsversorgungsleitung zu schaffen, die mit möglichst geringem
Schaltungsaufwand und entsprechend geringen Kosten auskommt.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die elektronische Steuereinheit
eine sich proportional zu der an der Spannungsversorgungsleitung anliegenden Primärspannung
verändernde Meßspannung auswertet und die Energieaufnahme der jeweils eingeschalteten
Verbraucher durch Taktung derart steuert, daß die Primärspannung im wesentlichen konstant
ist, wobei mindestens ein Verbraucher eingeschaltet ist.
[0005] Die zur Steuerung der Verbraucher ohnehin vorhandene elektronische Steuereinheit
wird gleichzeitig dazu verwendet, die an der Spannungsversorgungsleitung anliegende
Primärspannung zu regeln. Somit ist keine zusätzliche Schaltung notwendig. Gleichzeitig
sinken dadurch die Herstellungskosten für die Spannungsregelung.
[0006] Verbesserungen und vorteilhafte Weiterbildungen des Gegenstandes der Erfindung gehen
aus den Unteransprüchen hervor.
[0007] Zweckmäßigerweise erfolgt die Steuerung der Energieaufnahme eines jeweiligen Verbrauchers
durch die effektive Zeit, in der der Strom durch einen jeweiligen Verbraucher fließt.
Durch die Regelung der Energieaufnahme über die Zeit ist es möglich, sowohl die Spannung
an der Spannungsversorgungsleitung als auch den effektiven Gesamtstrom aller Verbraucher
konstant zu halten.
[0008] Vorteilhafterweise wird der Effektivstrom aller Verbraucher auf einen konstanten
Wert geregelt. Der Effektivstrom kann damit je nach Bedarf auf einen vorgegebenen
Wert geregelt werden. Dieser kann je nach Anwendungsfall auf die zu regelnde Spannung
an der Spannungsversorgungsleitung und an damit verbundene Bauteile angepaßt werden.
[0009] Des weiteren hat es sich als günstig erwiesen, wenn die Verbraucher über Relais steuerbar
sind, deren Spulen zum Schließen der Relaiskontakte durch die Primärspannung beaufschlagbar
sind. Die Energie zum Anziehen eines Relais ist höher als die Energie zum Halten des
Relaiskontakts. Auf Grund dieser Tatsache ist der Effektivstrom bei einem angezogenen
Relais mit Hilfe der hier beschriebenen Taktung besonders gut regelbar.
[0010] Des weiteren kann die Primärspannung zur Versorgung eines Gleichspannungsreglers
dienen, der an seinem Ausgang eine Sekundärspannung zur Versorgung der elektronischen
Steuereinheit liefert. Da die an der Spannungsversorgungsleitung anliegende Primärspannung
auf einen bestimmten Wert geregelt ist, kann sie zur Versorgung des Gleichspannungsreglers
eingesetzt werden, der dadurch einfach und kostengünstig ausgebildet sein kann.
[0011] Des weiteren können der elektronischen Steuereinheit zusätzliche Datensignale zur
datenabhängigen Steuerung der Verbraucher zugeführt werden. Diese Signale können beispielsweise
Befehle darstellen, die die Zustände der zu steuernden Verbraucher vorgeben.
[0012] Insbesondere kann die elektronische Steuereinheit einen Mikroprozessor enthalten.
Durch einen Mikroprozessor ist die elektronische Steuereinheit kostengünstig und äußerst
flexibel in ihrer Funktion.
[0013] Es ist weiterhin vorteilhaft, wenn zur Steuerung der Verbraucher über zugeordnete
Ausgänge der elektronischen Steuereinheit steuerbare Schalter betätigbar sind, um
den Stromfluß durch den jeweiligen Verbraucher zu steuern. Vor allem kann wenigstens
ein steuerbarer Schalter als Halbleiterschalter, insbesondere als Transistor, ausgebildet
sein. Als Transistor kommt vor allem ein Bipolar-Transistor in Betracht. Über einen
derartigen Halbleiterschalter kann die elektronische Steuereinheit mittels eines relativ
geringen Ausgangsstroms einen wesentlich höheren Strom im Lastkreis steuern, zum Beispiel
den Strom durch die Spule eines Relais.
[0014] Zweckmäßig ist es auch, wenn die Meßspannung durch die Teilung der Primärspannung
an einem Spannungsteiler gebildet ist. Meßspannung und Primärspannung sind dabei proportional
zueinander, wobei der Wertebereich der Meßspannung über das einfache, kostengünstige
Mittel des Spannungsteilers einstellbar ist.
[0015] Im folgenden soll die Erfindung anhand der Zeichnung naher erläutert werden. Es zeigen:
- Fig. 1
- den Schaltplan eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
- Fig. 2
- den Verlauf der von der elektronischen Steuereinheit vorgebenden Taktspannung UT über der Zeit.
[0016] Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Regelung der Spannung an einer Spannungsversorgungsleitung
1 wird beispielsweise in elektrischen Herden eingesetzt. Bei den an der Spannungsversorgungsleitung
1 angeschlossenen Verbrauchern 2 bis 5 handelt es sich beispielsweise um Heizeinrichtungen
für Herdplatten bzw. Backöfen und andere am Herd vorgesehene Verbraucher 2 bis 5.
Grundsätzlich ist diese Vorrichtung jedoch auch in beliebigen anderen elektrischen
Geräten einsetzbar.
[0017] Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer derartigen Vorrichtung. Ein Versorgungsstecker
6 ist zur Speisung der Vorrichtung mit der Phase und dem Neutralleiter des üblichen
Energieversorgungsnetzes in einem Gebäude verbindbar. Üblicherweise wird ein derartiges
Energieversorgungsnetz mit 220 Volt/ 50 Hz Wechselspannung betrieben. Der Phasenpol
des Versorgungssteckers 6 ist über einen Vorwiderstand 7 und eine Gleichrichterdiode
10 mit der Spannungsversorgungsleitung 1 verbunden, die über einen ersten Glättungskondensator
11 mit dem Neutral - leiterpol verbunden ist, welcher als interne Masse dient, die
mit dem Symbol GND gekennzeichnet ist.
[0018] Das Potential an der Spannungsversorgungsleitung 1 sei im folgenden als Primärspannung
U
P bezeichnet. Die Spannungsversorgungsleitung 1 ist des weiteren mit einem ersten Eingang
12' eines an sich bekannten Gleichspannungsreglers 12 verbunden, dessen zweiter Eingang
12'' an der internen Masse GND anliegt. Zwischen den ersten Eingang 12' und den zweiten
Eingang 12'' des Gleichspannungsreglers 12 ist ein erster Abblockkondensator 15 zwischengeschaltet.
[0019] An seinem Ausgang liefert der Gleichspannungsregler 12 eine Sekundärspannung U
S. Diese liegt über eine Sekundärspannungsleitung 16 an einem ersten Versorgungseingang
17' einer als Mikrocomputer (µC) ausgebildeten elektronischen Steuereinheit 17 an.
Ein zweiter Versorgungseingang 17'' der elektronischen Steuereinheit 17 ist mit der
internen Masse GND verbunden. Parallel zu den Versorgungseingängen 17', 17'' der elektronischen
Steuereinheit 17 ist ein zweiter Abblockkondensator 20 geschaltet.
[0020] Am Ausgang des Gleichspannungsreglers 12 ist die Sekundärspannungsleitung 16 über
einen zweiten Glättungskondensator 21 mit der internen Masse GND verbunden.
[0021] An die Spannungsversorgungsleitung 1 ist außerdem eine Meßleitung 22 angeschlossen,
die diese Spannungsversorgungsleitung 1 über einen Spannungsteiler 25 mit der internen
Masse GND verbindet. Der Spannungsteiler weist eine Reihenschaltung aus einem ersten
Spannungsteilerwiderstand 26 und einem zweiten Spannungsteilerwiderstand 27 auf, wobei
der erste Spannungsteilerwiderstand 26 mit der Meßleitung 22 und der zweite Spannungsteilerwiderstand
27 mit der internen Masse GND verbunden ist. Am Mittelabgriff 28 des Spannungsteilers
25 liegt eine Meßspannung U
M an, die einem Meßeingang 29 der elektronischen Steuereinheit 17 zugeführt ist.
[0022] Die elektronische Steuereinheit 17 weist im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 vier
Ausgänge 30-33 auf, die jeweils über einen Ausgangswiderstand 34-37 mit einem als
Transistor ausgebildeten steuerbaren Schalter 38-41 verbunden sind. Jeder der Schalter
38-41 ist dabei mit einem der Verbraucher 2-5 in Reihe zwischen die Spannungsversorgungsleitung
1 und die interne Masse GND geschaltet. Gemäß Fig. 1 liegen die Verbraucher 2-5 (hier
sind vier Verbraucher 2 dargestellt, wobei diese Zahl selbstverständlich variieren
kann) einerseits an der Spannungsversorgungsleitung 1 und andererseits über einen
jeweiligen steuerbaren Schalter 38-41 an der internen Masse GND an.
[0023] In Fig. 1 sind strichpunktiert weiterhin zwei Eingangsstecker 42, 43 gezeigt, die
jeweils über eine Reihenschaltung eines Eingangswiderstands 44, 45 und einer Eingangsdiode
46, 47 an Eingangsleitungen 48, 49 anliegen. Diese sind über Spannungsbegrenzungsdioden
51, 52 mit der Sekundärspannungsleitung 16 verbunden und weiterhin über eine Tiefpaßschaltung
55, 56 an die interne Masse GND angelegt. Jede Eingangsleitung 48, 49 ist des weiteren
an einen Steuereingang 57, 58 der elektronischen Steuereinheit 17 angeschlossen. Diese
strichpunktiert dargestellten Eingangsstecker 42, 43 einschließlich ihrer jeweiligen
Beschaltung sind grundsätzlich für die Funktion der Vorrichtung zur Regelung einer
Spannung nicht notwendig. Sie können deshalb auch entfallen und dienen lediglich zur
Erläuterung der Möglichkeit einer mehrfachen Ausnutzung der Steuereinheit 17.
[0024] Die Steuerung der Verbraucher 2-5 erfolgt über die Ausgänge 30-33 der elektronischen
Steuereinheit 17. Durch entsprechende Ausgangssignale an diesen Ausgängen 30-33 können
die damit verbundenen steuerbaren Schalter 38-41 geschlossen bzw. geöffnet werden,
um die zugeordneten Verbraucher 2-5 an- bzw. auszuschalten.
[0025] In diesem Ausführungsbeispiel weisen die Verbraucher 2-5 jeweils ein Relais 59-62
mit einer parallelen Freilaufdiode 63-66 auf, wobei die Kathode der Freilaufdiode
63-66 mit der Spannungsversorgungsleitung 1 verbunden ist. Die Relais 59-62 sind jeweils
nur durch ihre Relaisspulen dargestellt. Die dazugehörigen nicht dargestellten Relaiskontakte
dienen zum Schalten des im übrigen ebenfalls nicht dargestellten Verbrauchers.
[0026] Die Primärspannung U
P wird durch Schalten der Verbraucher 2-5 bis auf gewisse, geringe Regelungsabweichungen
konstant gehalten. Hierfür wird der elektronischen Steuereinheit 17 die sich proportional
zur Primärspannung U
P ändernde Meßspannung U
M am Meßeingang 29 zugeführt. Über ihre Ausgänge 30-33 kann die elektronische Steuereinheit
17 die Energieaufnahme in den eingeschalteten Verbrauchern 2-5 über die steuerbaren
Schalter 38-41 derart regeln, daß die Gesamtenergieaufnahme bezüglich aller Verbraucher
2-5 immer konstant bleibt. Wird beispielsweise ein Verbraucher 2-5 abgeschaltet, sinkt
zu diesem Zeitpunkt der durch den Vorwiderstand 7 fließende Eingangsstrom I
E. Dadurch sinkt ebenfalls die am Vorwiderstand 7 abfallende Vorwiderstandsspannung
U
V. Dies bedeutet, daß die Primärspannung U
P ansteigt. Die elektronische Steuereinheit 17 registriert dieses Ansteigen über die
Meßspannung U
M und erhöht die effektive Stromaufnahme der noch eingeschalteten Verbraucher 2-5.
Die Vorwiderstandsspannung U
V steigt wieder, wodurch die Primärspannung U
P geringer wird.
[0027] Um die effektive Stromaufnahme eines Verbrauchers 2-5 zu erhöhen, wird die effektive
Zeit vergrößert, in der ein Strom durch den jeweiligen Verbraucher 2-5 fließt. Mittels
des steuerbaren Schalters 38-41 wird der Verbraucher 2-5 getaktet, das heißt wechselweise
ein- und ausgeschaltet. Für den Verbraucher 2 ist eine zwischen diesem Verbraucher
und dem zugeordneten steuerbaren Schalter 38 anliegende Taktspannung U
T beispielhaft in Fig. 2 dargestellt.
[0028] Die Relais 59-62 benötigen zum Anziehen des Relaiskontaktes eine wesentlich höhere
Energie als zum Halten dieses Kontaktes. Zum Beispiel kann die Anzugsenergie in etwa
viermal höher sein als die Halteenergie.
[0029] Die an der Schaltstrecke des Schalters 38 anliegende Taktspannung U
T gemäß Fig. 2 nimmt bei ausgeschaltetem Verbraucher 2, das heißt bei geöffnetem Schalter
38, den maximalen Wert U
TA an. Zu einem Einschaltzeitpunkt t
O wird der steuerbare Schalter 38 geschlossen, und die Taktspannung U
T sinkt auf ihren minimalen Wert U
TE. Diese minimale Taktspannung U
TE wird nun mindestens so lange gehalten, daß das Relais 59 des Verbrauchers 2 anziehen
kann. Die Zeit, die der Schalter 38 geschlossen bleibt, sei als Anzugszeit t
A bezeichnet. Demnach öffnet der Schalter nach der Zeit t
O + t
A wieder. Die Taktspannung U
T steigt auf ihren maximalen Wert U
TA. Durch den zugeordneten Verbraucher 2 fließt nun kein Strom mehr. Der Impuls, der
zum Zeitpunkt t
O das Anziehen des Relais 59 ausgelöst hat und während der Anzugszeit t
A vorlag, wird als Anzugsimpuls 67 bezeichnet.
[0030] Um den Relaiskontakt des Verbrauchers 2 im angezogenen (geschlossenen) Zustand zu
halten, wird der steuerbare Schalter 38 von der elektronischen Steuereinheit 17 in
einem sogenannten Grundtakt 68 erregt. Das heißt, der Schalter 38 wird periodisch
während einer Einschaltzeit t
E geschlossen und anschließend wieder geöffnet. Die Periodendauer des Grundtaktes sei
mit T
G gekennzeichnet. Die Einschaltzeit t
E und die Periodendauer des Grundtaktes T
G müssen je nach Anwendungsfall bestimmt werden und haben in Fig. 2 etwa das Verhältnis
1 : 4. Der Grundtakt 68 ist so abgestimmt, daß das Relais 59 des Verbrauchers 2 die
notwendige Halteenergie aufnehmen kann. Dieser Grundtakt 68 wird bei eingeschaltetem
Verbraucher 2 mittels des steuerbaren Schalters 38 ständig von der elektronischen
Steuereinheit 17 erzeugt.
[0031] Grundsätzlich würde es genügen, den Anzugsimpuls 67 jeweils nur einmal beim Einschalten
eines Verbrauchers 2-5 zu erzeugen. Um jedoch die effektive Energieaufnahme bzw. die
effektive Stromaufnahme eines Verbrauchers 2-5 variieren zu können, generiert die
elektronische Steuereinheit 17 den Anzugsimpuls 67 ebenfalls zyklisch. Aus Fig. 2
ist zu entnehmen, daß nach einer Zykluszeit T
Z wiederum ein Anzugsimpuls 67 auftritt. Die Breite eines jeweiligen Anzugsimpulses
67 ist durch die Anzugszeit t
A charakterisiert. Eine Vergrößerung der Anzugszeit t
A hat zur Folge, daß die effektive Energieaufnahme bzw. die effektive Stromaufnahme
des Verbrauchers 2-5 steigt. Entsprechend bewirkt eine Verringerung der Anzugszeit
t
A eine geringere effektive Energie- bzw. Stromaufnahme des Verbrauchers 2-5.
[0032] Aus dem Verlauf der Taktspannung U
T gemäß Fig. 2 ist ersichtlich, daß die Taktspannung U
T während des Anzugsimpulses 67 den Wert U
TE annimmt. Infolge dessen fließt durch den zugeordneten Verbraucher 2 ein Strom. Durch
eine Vergrößerung der Breite des Anziehungsimpulses 67, das heißt durch die Vergrößerung
der Anzugszeit t
A, fließt eine längere Zeit Strom durch den Verbraucher 2. Dadurch, daß der Anzugsimpuls
zusätzlich von der elektronischen Steuereinheit 17 erzeugt wird, erhöht sich die effektive
Strom- bzw. Energieaufnahme des Verbrauchers 2. Dies hat dann einen größeren Eingangsstrom
I
E zur Folge, wodurch die Vorwiderstandsspannung U
V steigt und die Primärspannung U
P sinkt.
[0033] Eine entsprechende Verringerung der Anzugszeit t
A bewirkt eine reduzierte Strom- bzw. Energieaufnahme des Verbrauchers 2 und somit
einen Anstieg der Primärspannung U
P.
[0034] Prinzipiell könnte statt der Variation der Anzugszeit t
A auch die Zykluszeit T
Z geändert werden. Wird der Anzugsimpuls 67 weniger oft pro Zeiteinheit erzeugt, das
heißt die Zykluszeit T
Z vergrößert, so sinkt die Strom- bzw. Energieaufnahme des Verbrauchers 2. Um diese
im Gegensatz dazu zu vergrößern, müßte die Zykluszeit T
Z gesenkt werden.
[0035] Aus der Variation der Strom- bzw. Energieaufnahme des Verbrauchers 2 ergeben sich
dann die bereits beschriebenen Auswirkungen auf die Primärspannung U
P.
[0036] Auf diese Weise werden alle Verbraucher 2-5, die über die Spannungsversorgungsleitung
1 gespeist werden, in ihrer effektiven Energie- bzw. Stromaufnahme beeinflußt. Grundsätzlich
können die in Fig. 2 dargestellten Zeitspannen je nach Verbraucher 2-5 und nach Anwendungsfall
beliebig gewählt werden.
[0037] Die auf diese Weise konstant geregelte Primärspannung U
P dient in Fig. 1 gleichzeitig der Versorgung des Gleichspannungsreglers 12. Zwischen
seinem ersten Eingang 12' und seinem zweiten Eingang 12'' ist der erste Abblockkondensator
15 geschaltet, der geringfügige Schwankungen der Primärspannung U
P ausgleicht. An seinem Ausgang liefert der Gleichspannungsregler 12 die Sekundärspannung
U
S, die wiederum zur Versorgung der elektronischen Steuereinheit 17 dient. Auch der
zwischen den Eingängen 17' und 17'' befindliche zweite Abblockkondensator 20 gewährleistet
die ständige Versorgung der elektronischen Steuereinheit 17, da er Schwankungen der
Sekundärspannung U
S ausgleicht. Sowohl die Abblockkondensatoren 15, 20 als auch der zweite Glättungskondensator
21 gewährleisten eine verbesserte Funktion der Vorrichtung. Bei einer aus reichend
gesicherten und konstanten Primärspannung U
P bzw. Sekundärspannung U
S könnten diese Kondensatoren auch entfallen.
[0038] Die steuerbaren Schalter 38-41 sind im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 als Transistoren
ausgebildet, die als Bipolar-Transistoren 69-72 ausgebildet sind. Der Emitter eines
jeweiligen Bipolar-Transistors 69-72 ist mit der internen Masse GND verbunden. Sein
jeweiliger Kollektor ist mit dem zugeordneten Verbraucher 2-5 verbunden. Die Basis
eines jeden Bipolar-Transistors 69-72 wird über einen jeweiligen Ausgangswiderstand
34-37 von der elektronischen Steuereinheit 17 angesteuert. Dabei dienen die Ausgangswiderstände
34-37 der Ausgangsstrombegrenzung an den Ausgängen 30-33 der elektronischen Steuereinheit
17.
[0039] Es kann notwendig sein, daß die elektronische Steuereinheit 17 weitere Datensignale
zur Steuerung der Verbraucher 2 benötigt. Beispielsweise kann es sich bei diesen Datensignalen
um Befehle zum Ein- bzw. Ausschalten eines jeweiligen Verbrauchers handeln. Derartige
Datensignale werden über die strichpunktiert angedeuteten Eingangsstecker 42, 43 in
die Vorrichtung eingespeist. Die Eingangswiderstände 44, 45 dienen der Eingangsstrombegrenzung.
Die Eingangsdioden 46, 47 geben die Stromrichtung vor. Das bedeutet, daß über eine
jeweilige Eingangsleitung 48. 49 kein Strom in Richtung der Eingangsstecker 42, 43
fließen kann. Die an die Eingangsstecker 42, 43 angeschlossenen, nicht näher dargestellten
Bauteile oder Leitungen werden dadurch geschützt. Um auch bei höherfrequenten Datensignalen,
die über die Eingangsleitungen 48, 49 zur elektronischen Steuereinheit 17 übertragen
werden, Oberschwingungen zu vermeiden, ist eine jeweilige Eingangsleitung 48, 49 mit
einer Tiefpaßschaltung 55, 56 verbunden. Diese schließt hochfrequente Oberwellen und
Spannungsspitzen kurz, so daß die über die Eingangsleitungen 48, 49 übertragenen Datensignale
gefiltert werden.
[0040] Die Tiefpaßschaltungen 55, 56 sind in dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 von einer
Parallelschaltung aus einem jeweiligen Tiefpaßwiderstand 74, 75 und einem Tiefpaßkondensator
76, 77 gebildet. Grundsätzlich wäre hier aber auch jede andere Tiefpaßschaltung 55,
56 einsetzbar.
[0041] Zur Begrenzung der Spannung an den Dateneingängen 57, 58 der elektronischen Steuereinheit
17 dienen Spannungsbegrenzungsdioden 51, 52. Die Kathoden dieser Spannungsbegrenzungsdioden
51, 52 liegen auf dem Potential der Sekundärspannung U
S. Steigt die Spannung an den Eingangsleitungen 48, 49 über den Wert der Sekundärspannung
U
S an, so werden die Spannungsbegrenzungsdioden 51, 52 leitend.
[0042] In der Praxis fällt an einer leitenden Diode eine geringfügige Diodenspannung von
etwa 0,7 Volt ab, so daß die Spannung an den Eingangsleitungen 48, 49 in diesem Fall
auf einen Wert begrenzt wäre, der etwa 0,7 Volt über der Sekundärspannung U
S liegt. Die Diodenspannung hängt allerdings stark vom Typ der Diode ab. Als Spannungsbegrenzungsdioden
51, 52 könnten auch sogenannte ZENER-Dioden eingesetzt werden, wobei die sogenannte
ZENER-Spannung in weiten Bereichen je nach Diodentyp wählbar ist.
1. Vorrichtung zur Regelung der Spannung an einer Spannungsversorgungsleitung (1), über
die mehrere, mittels einer elektronischen Steuereinheit (17) gesteuerte Verbraucher
(2 - 5) gespeist werden, wobei die Energieaufnahme eines jeweiligen Verbrauchers (2
- 5) in Abhängigkeit seines Betriebszustandes variiert, dadurch gekennzeichnet, daß
die elektronische Steuereinheit (17) eine sich proportional zu der an der Spannungsversorgungsleitung
(1) anliegenden Primärspannung (UP) verändernde Meßspannung (UM) auswertet und die Energieaufnahme der jeweils eingeschalteten Verbraucher (2 - 5)
durch Taktung derart steuert, daß die Primärspannung (UP) im wesentlichen konstant ist, wobei mindestens ein Verbraucher (2 - 5) eingeschaltet
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung der Energieaufnahme
eines jeweiligen Verbrauchers (2 - 5) durch die effektive Zeit erfolgt, in der der
Strom durch einen jeweiligen Verbraucher (2 - 5) fließt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Effektivstrom
aller Verbraucher (2 - 5) auf einen konstanten Wert geregelt wird.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbraucher
(2 - 5) wenigstens ein Steuerrelais (59 - 62) enthalten, dessen Spulen zum Schließen
der Relaiskontakte durch die Primärspannung (UP) beaufschlagbar sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Primärspannung
(UP) des weiteren zur Versorgung eines Gleichspannungsreglers (12) dient, der an seinem
Ausgang eine Sekundärspannung (US) zur Versorgung der elektronischen Steuereinheit (17) liefert.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische
Steuereinheit (17) zusätzliche Datensignale zur datenabhängigen Steuerung der Verbraucher
(2 - 5) erhält.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische
Steuereinheit (17) einen Mikroprozessor (µC) enthält.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Steuerung
der Verbraucher (2 - 5) über zugeordnete Ausgänge (30-33) der elektronischen Steuereinheit
(17) steuerbare Schalter (38 - 41) betätigbar sind, um den Stromfluß durch den jeweiligen
Verbraucher (2- 5) zu steuern.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein steuerbarer
Schalter (38 - 41) als Halbleiterschalter ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Halbleiterschalter von
einem Transistor, insbesondere einem Bipolar-Transistor (69-72), gebildet ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßspannung
(UM) durch die Teilung der Primärspannung (UP) an einem Spannungsteiler (25) gebildet ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß es sich
bei den Verbrauchern (2 - 5) um Heizeinrichtungen für Herdplatten und/oder Backöfen
handelt.