[0001] Die Erfindung betrifft eine elektrische Schaltung zum Anlegen eines oszillierenden
elektrischen Stromes an eine Spule eines Elektromagneten, durch die der Elektromagnet
in Abhängigkeit von Eingangs- oder Führungssignalen ansteuerbar ist. Bei dem Elektromagneten
handelt es sich vorzugsweise um den Elektromagneten eines Hydrauliksteuerventils.
[0002] Um den an die Kupplungen eines Lastschaltgetriebes angelegten Hydraulikdruck zu steuern
ist es wünschenswert, mit Analogstrom gesteuerte Elektromagnetventile zu verwenden.
Für eine gleichmäßige, vorhersehbare Einstellung der Getriebeelemente beim Umschalten
zwischen zwei Gängen wird eine genaue Stromsteuerung gefordert. Wegen der Belastbarkeit
ist es bei Fahrzeugen nicht zweckmäßig den Strom für ein analoges Ventil durch die
Steuerung der Spannungszufuhr zu dem Ventil einzustellen. Zur Erzeugung der gewünschten
Führungsgröße wird daher die Speisespannung pulsförmig in schneller Frequenz ein-
und ausgeschaltet. Die Induktivität in der Spule des Elektromagneten speichert beim
pulsweisen Einschalten der Spannung Energie und gibt Energie frei, wenn die Spannung
abgeschaltet wird, so daß eine Durchschnittspannung erzeugt wird.
[0003] Die Steuerung des Stroms ist bei solch einer Anwendung jedoch schwierig, da die primären
elektrischen Eigenschaften der Steuerventile, Widerstände und Induktivitäten nicht
bekannt und nicht vorhersehbar sind. Der Widerstand der Spule des Elektromagneten
kann sich innerhalb des Temperaturbereichs, dem die Spule ausgesetzt ist, um über
100% ändern. Ebenso kann sich die Induktivität der Spule infolge von Änderungen der
Temperatur, der Spannungspulsfrequenz und der Versorgungsspannung um weit über 100%
ändern. Desweiteren kann die Amplitude der Spannungspulse in einem Bereich zwischen
9 und 16 Volt liegen.
[0004] Es ist bekannt die pulsierende Spannung zu filtern, ihren Durchschnittswert zu messen
und die Führungsgröße solange zu kompensieren bis der gewünschte Durchschnittsstromwert
erreicht ist. Solch eine Technik arbeitet jedoch bei Anwendungen für Getriebesteuerungen
nicht befriedigend. Dies liegt daran, daß während einer Umschaltung der an das Ventil
angelegte Führungswert sich schnell ändert. Der Führungswert steigt entweder schnell
an oder fällt schnell ab, je nachdem, ob das Getriebeelement herankommt oder weggeht.
Um den Realzeitmittelwertstrom zu messen muß die Führungsgröße für eine bestimmte
Zeit konstant gehalten werden. Hierfür steht während einer Umschaltung jedoch nicht
die erforderliche Zeit zur Verfügung. Es ist daher wünschenswert einen Ventiltreiber
zur Verfügung zu haben, welcher einen genauen Strommittelwert für eine Spule mit einem
unbekannten Widerstand und einer unbekannten Induktion erzeugt, ohne daß eine Feedback-Messung
des Strommittelwerts erforderlich ist.
[0005] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird darin gesehen, eine gattungsgemäße
Elektromagnettreiberschaltung derart auszubilden, daß die eingangs genannten Probleme
überwunden werden. Insbesondere soll ein Durchschnittstrom erzeugt werden, der in
linearem Zusammenhang mit dem Eingangs- oder Führungssignal steht.
[0006] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Lehre des Patentanspruchs 1 gelöst. Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen
hervor.
[0007] Erfindungsgemäß liefert eine elektrische Schaltung einen oszillierenden elektrischen
Strom an die Spule eines Elektromagneten, um den Elektromagneten zu veranlassen, sich
in Abhängigkeit eines vorgegebenen veränderlichen Führungssignals zu bewegen. Die
Elektromagnettreiberschaltung versorgt die Spule mit einem Strom, welcher veränderliche
obere und untere Grenzstromwerte aufweist. Dabei nimmt der untere Grenzstromwert im
wesentlichen ein konstantes Verhältnis zu dem oberen Grenzstromwert ein. Die Grenzstromwerte
können auch mit Spitzenstromwert oder Scheitelstromwert bezeichnet werden.
[0008] Die erfindungsgemäße Lösung ermöglicht eine genaue Stromsteuerung des Magnetspulentreibers
mit einem unmittelbaren Ansprechen, d.h. einer minimalen zeitlichen Verzögerung zwischen
dem Stromsollwert und dem tatsächlichen Strom in der Spule. Der Magnetspulentreiber
läßt sich mit wenigen Komponenten bei niedrigen Kosten herstellen. Die Anforderungen
an den Mikroprozessor sind sehr gering, da der Mikroprozessor nur geringfügig in die
Stromregelung eingreift (Software-Effektivität). Die Frequenz des Elektromagnettreibers
läßt sich auf einfache Weise bei einem nominalen Betriebspunkt (Nominalstrom, Widerstand,
Induktivität und Spannungsversorgung) optimieren, indem geeignete Widerstände für
die Schaltung ausgewählt werden. Desweiteren ermöglicht die erfindungsgemäße Schaltung
eine maximale Fehlererkennung der Elektromagnettreiberschaltung. Es ist auch von Vorteil,
daß beim Anschalten und/oder während eines Rücksetz-Modus des Mikroprozessors der
von der Elektromagnettreiberschaltung an die Magnetspule ausgegebenen Strom Null ist.
[0009] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung enthält die Schaltung einen Signalteiler,
durch den von dem Führungssignal ein oberer Grenzstromsignalwert und ein unterer Grenzstromsignalwert,
welcher ein konstantes Verhältnis zu dem oberen Grenzstromsignalwert einnimmt, erzeugt
werden. Ein Strommeßwiderstand erzeugt eine Strommeßspannung, die dem Strom durch
die Spule entspricht. Ein erster Komparator vergleicht die Strommeßspannung mit dem
oberen Stromsignalwert. Ein zweiter Komparator vergleicht die Strommeßspannung mit
dem unteren Stromsignalwert. Ein Stromtreiber liefert einen Treiberstrom an die Elektromagnetspule
als Funktion der Ausgangssignale, welche durch den ersten Komparator und den zweiten
Komparator erzeugt werden, so daß der Spulenstrom einen unteren Grenzstromwert aufweist,
der im wesentlichen in einem konstanten Verhältnis zu dem oberen Grenzstromwert steht.
Der Durchschnittsstrom folgt linear dem Grenzstrom, weil die untere Spitze immer in
einem konstanten Prozentverhältnis zu dem vorgegebenen oberen Grenzstrom steht. Weil
das Verhältnis zwischen den Grenzen oder Spitzen konstant ist, erhält sich die Linearität
zwischen Durchschnittsstrom und vorgegebenem Grenzstrom selbst dann, wenn sich die
Induktivität und/oder der Widerstand der Spule oder wenn sich die Versorgungsspannung
ändert. Da der Amplitudenwert zwischen den Grenzen oder Spitzen mit dem Durchschnittsstrom
zunimmt, ist der Frequenzbereich des Elektromagnettreibers minimiert.
[0010] Anhand der Zeichnung, die in einer Figur ein Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt,
werden nachfolgend die Erfindung sowie weitere Vorteile und vorteilhafte Weiterbildungen
und Ausgestaltungen der Erfindung näher beschrieben und erläutert.
[0011] Die Elektromagnettreiberschaltung 10 steuert den an die Spule L1 eines nicht dargestellten
elektromagnetisch betätigten Getriebesteuerventils angelegten Strom in Abhängigkeit
eines analogen Spannungsführungssignals V-CMD, welches von dem PWM-Ausgang (Pulspausenmodulation)
eines Mikroprozessors MP erzeugt wird. Vorzugsweise hat das Führungssignal einen Spannungsbereich
von 0 bis 5 Volt, welcher mit einem gewünschten Spulenstrom von 0 bis 1000 mA korrespondiert.
Daher wandeln ein an eine geregelte Spannungsversorgung von 5 Volt angeschlossener
Pull-up-Widerstand R15 und ein Inverter 12 das Führungssignal von PWM, welches ein
Pulspausenverhältnis (duty cycle) von 0% bis 100% aufweist, in eine analoge Spannung
von 5 bis 0 Volt um. Dabei wird eine 2-Millisekundenfilterschaltung bestehend aus
dem Widerstand R14 und der Kondensator C5 verwendet.
[0012] Das gefilterte Führungssignal wird dann an einen Spannungsteiler angelegt, welcher
aus den Widerständen R11 und R10 gebildet wird und an der Verbindung zwischen R11
und R10 eine Führungsspannung V-PU (oberer Spannungsgrenzwert) liefert. Ein Kondensator
C4, der parallel zum Widerstand R10 angeschlossen ist, liefert zusätzlich einen leichten
Filterungsbeitrag. Die Spannung V-PU wird dem + Eingang eines Rücksetzbefehl-Komparators
14 und einem zwischen V-PU und Erde liegenden durch die Widerstände R8 und R9 gebildeten
Spannungsteiler zugeführt. An der Verbindung zwischen R8 und R9 steht ein Signal V-PL
(unterer Spannungsgrenzwert) an, das in einem konstanten Verhältnis (Prozentwert)
zu V-PU steht und das an den - Eingang eines Setzbefehl-Komparators 16 angelegt ist.
[0013] Der Ausgang des Rücksetzbefehl-Komparators 14 ist über einen Widerstand R6 mit +
5 Volt verbunden und an einen Eingang eines Setz-Rücksetz-Flipflops 18 (mit Schmidt-Trigger-Eingang)
angelegt, der aus zwei überkreuz miteinander verbundenen NAND-Gittern 20, 22 und einem
Kondensator C2 gebildet ist. Der Ausgang des Setzbefehl-Komparators 16 ist über einen
Widerstand R7 mit + 5 Volt verbunden und an einen weiteren Eingang des Setz-Rücksetz-Flipflops
18 angelegt.
[0014] V-PU ist desweiteren an den + Eingang eines Komparators 24, der mit einem geerdeten
Kondensator C3 Teil einer Abschalt-Schaltung 26 ist, angelegt. Ein durch die Widerstände
R12 und R13 gebildeter Spannungsteiler, der zwischen + 5 Volt und Erde liegt, erzeugt
eine Abschaltspannung VSHUTOFF, die an den - Eingang des Komparators 24 angelegt ist,
so daß der Komparator 24 so lange ein Abschaltsignal erzeugt, bis V-PU einen Schwellwert
erreicht, der einem Spulenstrom von ungefähr 150 mA entspricht. Zwischen Erde und
der Verbindungsstelle zwischen R12 und R13 liegt ein Kondensator C6. Der Ausgang des
Komparators 24 (und der Abschalt-Schaltung 26) ist mit dem Eingang IN eines Treibers
28 verbunden. Der Ausgang OUT des Treibers 28 ist mit einem Ende der Magnetspule L1
sowie über eine Freilaufdiode D1 mit Erde verbunden.
[0015] Das andere Ende der Spule L1 steht über den Strommeßwiderstand R2 mit Erde in Verbindung.
Die Spannung über dem Widerstand R2 ist proportional zu dem durch die Spule L1 fließenden
Strom. Hochfrequentes Rauschen dieser Spannung wird durch den Widerstand R3, den Kondensator
C1 und den Widerstand R5 herausgefiltert, um eine Spannung VSENSE zu erzeugen. Durch
die Diode D2 erfolgt die Unterdrückung eines Spannungsausgleichs (Spannungstransienten).
Die Spannung VSENSE wird an den + Eingang des Komparators 16 und an den - Eingang
des Komparators 14 angelegt.
[0016] Ein Komparator 30 weist einen + Eingang, an dem VSENSE anliegt, und einen - Eingang,
an dem die Spannung VSHUTOFF anliegt, auf. Der Ausgang des Komparators 30 ist über
einen Pull-up-Widerstand R1 mit + 5 Volt verbunden und ist unmittelbar an den Status-Eingang
ST des Treibers 28 angeschlossen. Er zieht den ST Eingang runter, wenn VSENSE unter
VSHUTOFF liegt. Der Ausgang des Komparators 30 erzeugt ein Statussignal, welches an
einen digitalen Eingang des Mikroprozessors MP angelegt wird. Damit kann der Mikroprozessor
Fehler in der Schaltung feststellen, sofern die Führungsspannung V-PU größer als ein
Wert ist, der einem Spulenstrom von 150 mA entspricht. Das Statussignal wird ignoriert,
sofern das Führungssignal nicht größer als 150 mA ist.
[0017] Vorzugsweise ist der Treiber ein Profet von Siemens oder ein Äquivalent hierzu, welches
in der Lage ist, eine Leitungsunterbrechung oder einen Kurzschluß in der Spule L1
festzustellen. Wenn der Treiber 28 einen Fehler feststellt, zieht es seine Statusleitung
ST nach unten.
[0018] Der Komparator 16 zieht seinen Ausgang nach Erde, wenn VSENSE zu klein wird (kleiner
als V-PL). Der Komparator 14 zieht seinen Ausgang nach Erde, wenn VSENSE zu groß wird
(größer als V-PU). In dem vorliegenden Beispiel sind die Widerstände R8 und R9 so
ausgewählt, daß V-PL 78,5% von V-PU beträgt. Wenn VSENSE unter V-PL liegt, wird der
Treiber 28 eingeschaltet (gesetzt) und bleibt eingeschaltet bis VSENSE über V-PU ansteigt.
Wenn VSENSE den Wert V-PU erreicht, wird der Treiber ausgeschaltet (zurückgesetzt)
bis VSENSE wieder unter V-PL fällt.
[0019] Um sicherzustellen daß der Treiber 28 ausgeschaltet ist, wenn die Führungsspannung
zu tief liegt (um beispielsweise Haftreibungen des Elektromagneten zu überwinden),
werden V-PU und eine kleine konstante Spannung VSHUTOFF in den Komparator 24 eingespeist.
Wenn die Führungsspannung des Mikroprozessors MP kleiner ist als ein Wert, der mit
einem Spulenstrom von 150 mA korrespondiert, zieht der Komparator 24 den Eingang des
Treibers 28 nach tief, schaltet den Treiber 28 aus und verhindert, daß der Flipflop
18 den Treiber 28 einschaltet.
[0020] Mit dieser Schaltung folgt der Durchschnittsstrom durch die Spule L1 linear dem Grenzstrom,
weil der untere Grenzstrom immer in einem konstanten Verhältnis zum oberen Grenzstrom
steht. Mit ansteigendem Führungswert steigt auch die Spitzen-zu-Spitzen-Amplitude
an, das Verhältnis zwischen unterem Grenzwert und oberem Grenzwert bleibt jedoch konstant.
Die Linearität bleibt sogar dann bestehen, wenn sich die Induktivität und/oder der
Widerstand der Spule L1 ändern und/oder wenn die Versorgungsspannung schwankt.
[0021] Diese Schaltung arbeitet bei einer veränderlichen Frequenz. Die Frequenz variiert
als Funktion der Führungsspannung, des Widerstands und der Induktivität der Spule
sowie der Versorgungsspannung. Da jedoch die Spitzen-zu-Spitzen-Amplitude in gleicher
Weise ansteigt wie der Durchschnittsstrom, ist die Frequenzvariation viel geringer
als wenn die Spitzen-zu-Spitzen-Amplitude konstant wäre. Durch die Einstellung des
Verhältnisses des Spannungsteilers R8, R9 kann die Frequenz des nominalen Betriebspunktes
(nominaler Strom, Widerstand und Induktivität der Spule und Versorgungsspannung) optimiert
werden.
[0022] Für mehrere Treiber kann lediglich eine dieser Steuerschaltungen verwendet werden,
sofern die Treiber niemals zur selben Zeit eingeschaltet sind. Beispielsweise können
ein Vorwärtstreiber und ein Rückwärtstreiber auf eine gemeinsame Ansteuer- und Strommeßschaltung
zurückgreifen. Auf einfache Weise kann der Eingang des Vorwärtstreibers über eine
UND-Glied mit einem Vorwärtsschalter und der Rückwärtstreiber über ein UND-Glied mit
einem Rückwärtsschalter verknüpft werden. Der Mikroprozessor treibt dann die selbe
Führungssignalschaltung an ohne Rücksicht darauf, welches Ventil (Vorwärts- oder Rückwärtsventil)
tatsächlich angesteuert wird.
[0023] Die Schaltung ist einfach aufgebaut und besteht aus preiswerten Komponenten. Die
Belastung des Mikroprozessors ist extrem gering, da er lediglich das PWM Führungssignal
erzeugen muß. Seine A/D-Eingänge sind nicht unnötig belegt, weil der Durchschnittsstrom
nicht durch den Mikroprozessor gemessen wird. Es sind keine Gleichungen oder Tabellen
erforderlich, um Schaltpausenverhältnisse in Stromwerte umzuwandeln, da der Zusammenhang
linear ist. Das PWM Signal sollte jedoch eine ziemlich hohe Frequenz haben, so daß
die Zeitkonstante des R14-C5-Filters minimiert werden kann oder auch D/A-Konverter
verwendet werden können. Es sei betont, daß der Widerstand R2 so groß wie möglich
gewählt werden und vorzugsweise eine Toleranz von ± 1% haben sollte. Ebenso sollten
die Widerstände R8, R9, R10, R11 und R14 vorzugsweise eine Toleranz von ± 1% haben.
Der Erdungspfad zwischen dem Strommeßwiderstand R2 und den Komparatoren 14, 16, 24
und 30 sollte eine sehr geringe Impedanz aufweisen. Die Genauigkeit der 5 Volt Regelversorgungsspannung
für den Inverter 12 ist ebenfalls wichtig.
[0024] In folgender Tabelle sind konkrete Komponenten angegeben, die in der in der Figur
dargestellten elektrischen Schaltung verwendet werden können. Diese Komponenten sind
lediglich beispielhaft angegeben. Es können auch andere Komponenten verwendet werden,
ohne daß der Schutzumfang vorliegender Erfindung verlassen wird.
Beispielhafte Komponenten
Widerstände
[0025]
- R1, R6, R7, R15
- 10 kOhms
- R2
- 1.0 kOhms
- R3, R5
- 4.7 k
- R4
- 2.7 k
- R8
- 13 k
- R9
- 47.5 k
- R10
- 10.2 k
- R11
- 23.7 k
- R12
- 27.4 k
- R13
- 1.0 k
- R14
- 6.04 k
Kondensatoren
[0026]
- C1
- 47 pf
- C2, C3, C4, C6, C7
- .047 Mf
- C5
- .33 Mf
Dioden
[0027]
- D1
- GI S2G
- D2
- BAV99
integrierte Schaltungen
[0028]
- 12
- 74HC14 (Sechsfach-Schmidt-Trigger-Inverter)
- 14, 16, 24, 30
- LM2901 (Vierfach-Komparator)
- 20, 22
- 74HC132 (Vierfach-Schmidt-Trigger-NAND-Gitter)
- 28
- BTS410F
Mikroprozessor 8 Bit (80C517A)
[0029] Auch wenn die Erfindung lediglich anhand eines Ausführungsbeispiels beschrieben wurde,
erschließen sich für den Fachmann im Lichte der vorstehenden Beschreibung sowie der
Zeichnung viele verschiedenartige Alternativen, Modifikationen und Varianten, die
unter die vorliegende Erfindung fallen.
[0030] Beispielsweise könnte anstelle der invertierten Leistungsschalteinrichtung eine invertierte
Einrichtung mit einer invertierenden Treiberzwischenstufe verwendet werden.
1. Elektrische Schaltung zum Anlegen eines oszillierenden elektrischen Stroms an eine
Spule (L1) eines Elektromagneten, um den Elektromagneten in Abhängigkeit von Eingangssignalen
(V-CMD) zu bewegen, dadurch gekennzeichnet daß die Schaltung die Spule (L1) mit einem
Strom versorgt, welcher variable obere und untere Grenzstromwerte (V-PU, V-PL) aufweist,
und wobei der untere Grenzstromwert (V-PL) im wesentlichen einen konstanten Prozentsatz
des oberen Grenzstromwerts (V-PU) einnimmt.
2. Schaltung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
- einen Signalteiler (R8, R9), der aus dem Eingangssignal (V-CMD) einen oberen Signalwert
(V-PU) und einen unteren Signalwert (V-PL) erzeugt, wobei der untere Signalwert (V-PL)
einen konstanten Prozentwert des oberen Signalwertes (V-PU) einnimmt,
- einen Stromsensor (R2) zur Erzeugung eines Strommeßsignals (VSENSE), welches den
Strom durch die Spule (L1) repräsentiert,
- einen ersten Komparator (14), der das Strommeßsignal (VSENSE) mit dem oberen Signalwert
(V-PU) vergleicht,
- einen zweiten Komparator (16), der das Strommeßsignal (VSENSE) mit dem unteren Signalwert
(V-PL) vergleicht,
- eine Leistungsschalteinrichtung (28), die an eine Spannungsquelle und die Magnetspule
(L1) angeschlossen ist und die in Abhängigkeit der Ausgangssignale des ersten und
des zweiten Komparators (14, 16) die Spule (L1) mit der Spannungsquelle gesteuert
verbindet oder von dieser trennt.
3. Schaltung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine Setz-Rücksetz-Flipflop-Schaltung
(18) zwischen den Komparatoren (14, 16) und der Leistungsschalteinrichtung (28).
4. Schaltung nach Anspruch 2 oder 3, gekennzeichnet durch eine Abschalt-Schaltung (26),
an deren ersten Eingang der obere Signalwert (V-PU) und an deren zweiten Eingang ein
Abschaltsignal (VSHUTOFF) angelegt ist und deren Ausgang mit einem Eingang (ST) der
Leistungsschalteinrichtung (28) verbunden ist, wobei der Abschalt-Schaltkreis (26)
derart arbeitet, daß die Leistungsschalteinrichtung (28) ausgeschaltet ist bis der
obere Signalwert (V-PU) das Niveau des Abschaltsignals (VSHUTOFF) erreicht.
5. Schaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch einen Fehlerdetektor-Schaltkreis
(30) zur Erzeugung eines Fehlersignals, sofern das Eingangssignal (V-PU) größer ist
als ein bestimmter Wert (VSHUTOFF).
6. Schaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Eingangssignal
(V-CMD) ein Führungs- oder Sollwertsignal ist.
7. Schaltung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, gekennzeichnet durch einen Stromtreiber
(28) zum Anlegen eines Treiberstroms an die Magnetspule (L1) als Funktion von Ausgangssignalen
der Set-Rücksetz-Flipflop-Schaltung (18), wobei der Stromtreiber (28) die Magnetspule
(L1) mit einem Strom versorgt, der veränderliche obere und untere Grenzstromwerte
aufweist und wobei der untere Grenzstromwert im wesentlichen einen festen Prozentwert
des oberen Grenzstromwertes einnimmt.