[0001] Die Erfindung betrifft einen Walzenvorschub zum Einzug von streifenförmigem Blech-Werkstückmaterial
in eine Blechbearbeitungsmaschine gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Ein Walzenvorschub dieser Art ist durch die DE-44 37 217 A1 bekannt.
[0003] Derartige Walzenvorschübe sind insbesondere für Maschinen gedacht, mittels derer
Werkstücke, die bis zu ihrer, z.B. durch einen abschließenden Schneidvorgang erfolgenden
Vereinzelung zusammenhängend einer Folgebearbeitung an mehreren Bearbeitungsstationen
unterwerfbar sind, in denen in einem mittels des Vorschubantriebes gesteuerten Takt
unterschiedlichen Fertigungsgraden entsprechende, z.B. stanzende, biegende oder andere
kaltverformende Bearbeitungen der Werkstücke gleichzeitig erfolgen. Der Walzenvorschub
umfaßt eine untere, mittels eines Positionierungsantriebes rotatorisch antreibbare
Transportwalze und eine obere, an einem mittels eines stehend angeordneten linearen,
doppelt wirkenden Hydrozylinders absenkbaren und anhebbaren Walzenstock frei drehbar
gelagerte Transportwalze, zwischen denen das Werkstückmaterial kraftschlüssig einspannbar
und in definierten Transporthüben weitertransportierbar ist. Zur Entfaltung der für
das Einspannen des Werkstückmaterials zwischen den Transportwalzen erforderlichen
Kraft ist der bodenseitige, obere Druckraum des Hydrozylinders mit Druck beaufschlagbar
und zu einer Lüftung des Walzenvorschubes, z.B. zum Zweck einer im Takt der Bearbeitungsvorgänge
jeweils nach Stillsetzung des Posititionierungsantriebes erfolgenden, das Werkstück
vollends in die Bearbeitungsposition einrückenden Zentrierung druckentlastbar. Des
weiteren ist eine Druckventilanordnung vorgesehen, über die in den stangenseitigen
Druckraum des Hydrozylinders ein Druck p
2 vorgegebenen Betrages einkoppelbar ist; der im Spannbetrieb des Hydrozylinders in
dessen bodenseitigen Druckraum eingekoppelte Druck p
1 wird von einer Drucksummierstufe bereitgestellt, und zwar als Summe eines einstellbar
vorgegebenen Mindestdruckes p
0 und eines der Summierstufe an einem Summationseingang zugeleiteten Zusatzdruckes
p
3 einstellbar vorgegebenen Betrages, wobei der Mindestdruck p
0 gemäß der Beziehung

gewählt ist, in der mit F
R der Betrag der den stangenseitigen Druckraum axial beweglich begrenzenden Ringfläche
des Zylinderkolbens und mit F
B der Betrag der den bodenseitigen Druckraum axial beweglich begrenzenden Stirnfläche
des Zylinderkolbens und mit M
G die Gewichtskraft des Zylinderkolbens und der mit diesem fest verbundenen Teile des
Walzenvorschubs bezeichnet sind. Zur Steuerung der Entlastung der Transportwalzen
ist ein Umschaltventil vorgesehen, das aus einer Funktionsstellung I, in der der Zusatzdruck
p
3 am Summationseingang der Drucksummierstufe ansteht, in eine Funktionsstellung II
umschaltbar ist, in der der Summationseingang druckentlastet ist.
[0004] Diese Gestaltung und Auslegung des bekannten Walzenvorschubes ist dazu gedacht, beim
"Lüften" der oberen Walze diese lediglich so weit zu entlasten, daß das Werkstückmaterial
zwischen den Walzen leichtgängig verschoben werden kann, um es vollends in die Bearbeitungsposition
bezüglich der für die Bearbeitung vorgesehenen Werkzeuge einrücken - zentrieren -
zu können, was z.B. mit Hilfe von abschnittsweise konischen Fangstiften erfolgt, die
mit entsprechend angeordneten Materialaussparungen in Eingriff bringbar sind, wodurch
das Werkstückmaterial unter kleinen zusätzlichen Verrückungen in die genaue Bearbeitungsposition
gelangt, wonach der Druck im oberen Antriebsdruckraum des Hydrozylinders wieder erhöht
werden kann. Der in den unteren Antriebsdruckraum des im Differentialbetrieb arbeitenden
Hydrozylinders permanent eingekoppelte Druck ist so bemessen, daß bei einer Druckentlastung
des oberen Antriebsdruckraumes durch Wegschalten des Zusatzdruckes an der Summierstufe
dem in den oberen Antriebsdruckraum noch eingekoppelten Druck so weit entgegenwirkt,
daß die Gewichtskraft des Zylinderkolbens und des an diesem hängenden Teils des Walzenvorschubs
- Walzenstock und obere Transportwalze - auf insgesamt hohem Druckniveau kompensiert
ist, gleichwohl jedoch die für das Zentrieren der einzelnen Werkstückabschnitte bezüglich
ihrer Bearbeitungswerkzeuge hinreichende Beweglichkeit gegeben ist, andererseits jedoch
vermieden ist, daß die obere Transportwalze im entlasteten Zustand des Walzenvorschubs
vom Werkstückmaterial abhebt.
[0005] Ungeachtet der zum Zweck der Erzielung kurzer Taktzeiten bei dem bekannten Walzenvorschub
optimal erscheinenden Art der Drucksteuerung in Lüftungsphasen der oberen Walze wird
der Erfindung die Aufgabe zugrunde gelegt, einen Walzenvorschub der eingangs genannten
Art dahingehend zu verbessern, daß eine signifikante Reduktion des Zeitbedarfs für
die Walzenlüftung erzielbar ist und eine hierzu proportionale Reduktion der Taktzeit
erzielbar ist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Die abhängigen Ansprüche definieren bevorzugte Ausführungen der Erfindung.
[0007] Hiernach ist an den stangenseitigen Druckraum des Hydrozylinders permanent ein Druckspeicher
angeschlossen, der räumlich in unmittelbarer Nähe des Hydrozylinders angeordnet ist
und mittels der Druckventilanordnung auf konstantem Druck p
2 gehalten ist, so daß ein mit einem Druckabfall im oberen Antriebsdruckraum des Hydrozylinders
verknüpfter Druckabfall im stangenseitigen Druckraum schnellstmöglich kompensierbar
ist. Andererseits wird dadurch, daß die Summierstufe eine mit dem bodenseitigen Druckraum
des Hydrozylinders in ständig kommunizierender Verbindung stehende Anschlußkammer
hat, die bei einer Erniedrigung des Steuerdruckes p
3 mit dem drucklosen Tank unmittelbar in kommunizierende Verbindung gelangt und nicht,
wie es bei dem bekannten Walzenvorschub der Fall ist, über ein Ventil, wird auch im
oberen Antriebsdruckraum des Hydrozylinders, der die Druckwalze positioniert, ein
raschestmöglicher Abfall auf denjenigen Wert gewährleistet, der dem "EntlastungsDruck"
im unteren, ringförmigen Antriebsdruckraum noch das Gleichgewicht hält, so daß die
obere Walze des Walzenvorschubes nicht vom Werkstückmaterial abhebt. Die für die Ausnutzbarkeit
der solchermaßen drastisch verbesserten Druck-Versorgungsbedingungen für den unteren
Antriebsdruckraumdes Hydrozylinders sowie der Reduktion des Strömungswiderstandes
vom oberen Antriebsdruckraum zum Vorratsbehälter erforderliche "Schnelligkeit" - Verkürzung
der Schaltzeit des Umschaltventils - über das der Zusatz-Steuerdruck an den Summationseingang
der Drucksummierstufe angelegt ist, wird dadurch erreicht, daß das Umschaltventil
als 3/3-Wege-Magnetventil ausgebildet ist, das zusätzlich zu alternativen Funktionsstellungen
I und II, in denen Druck in den oberen Antriebsdruckraum des Hydrozylinders einkoppelbar,
alternativ dazu dieser Druckraum entlastbar ist, eine federzentrierte Grundstellung
0 als Mittelstellung hat, in der sämtliche Ventilanschlüsse gegeneinander abgesperrt
sind, wobei zur Betätigung dieses Ventils ein Doppelhub-Magnetsystem mit zwei Feldwicklungen
vorgesehen ist, durch deren alternative Bestromung auf den Ventilkolben in entgegengesetzter
Richtung wirkende Stellkräfte im Sinne der Auslenkung in die alternativen Funktionsstellungen
I bzw. II ausübbar sind; diese Feldwicklungen sind im Betrieb des Ventils periodisch
alternierend bestromt, derart, daß innerhalb einer Periodendauer T, die zwischen einer
ms und einigen wenigen, z.B. 5ms liegt, die eine Feldwicklung für eine vorgegebene
Bestromungsdauer T
1 und die andere Feldwicklung anschließend bzw. zuvor für eine Bestromungsdauer T
2 bestromt ist, deren Summe der Periodendauer T entspricht, wobei durch das Verhältnis
T
1/T
2 vorgebbar ist, ob das Ventil seine Grundstellung einnimmt, was für T
1/T
2 = 1 der Fall ist, oder seine Funktionsstellung I bzw. II, was für T
1>T
2 bzw. T
2>T
1 der Fall ist, und die Periodendauer T sowie das Verhältnis T
1/T
2 einstellbar vorgebbar sind.
[0008] Ein zum vorgenannten Zweck geeignetes Magnetventil und ein Verfahren zu seiner Ansteuerung
sind in der DE 41 07 496 A1 im Detail erläutert, auf deren gesamten Offenbarungsgehalt
der Einfachheit halber Bezug genommen sei.
[0009] Das erste Steuerventil der hiernach vorgesehenen Steuerventilanordnung ist zweckmäßigerweise
als Druckminderventil ausgebildet.
[0010] Durch die Merkmale der Ansprüche 3 bis 5 sind vorteilhafte Gestaltungen eines im
Rahmen des erfindungsgemäßen Walzenvorschubes einsetzbaren Druckminderventils angegeben,
bei dem durch direkte Einwirkung auf die Vorspannung seiner Ventilfeder mittels eines
motorischen Antriebes der Ausgangsdruck, gegebenenfalls ferngesteuert, einstellbar
ist.
[0011] Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
spezieller Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnung. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Hydraulikschaltbild eines erfindungsgemäßen Walzenvorschubes mit einem Magnetventil
mit Doppelhub-Magnetsystem als Umschaltventil, bei dem die Einstellung der Kolbenauslenkungen
durch Impulsbreitenmodulation periodisch erzeugter Steuerimpulse erfolgt und
- Fig. 2
- ein Hydraulikschaltbild eines zu dem Walzenvorschub gemäß Fig. 1 weitgehend funktionsanalogen
Walzenvorschub, der aber nicht unter den Schutzbereich des Anspruchs 1 fällt und der
zum besseren Verständnis der Erfindung dient, bei dem zur Lüftungs-Steuerung ein Nachlauf-Regelventil
vorgesehen ist, das mit elektrisch steuerbarer Sollwert-Vorgabe und mechanischer Ist-Wert-Rückmeldung
arbeitet.
[0012] In der Fig. 1 ist insgesamt mit 10 ein Walzenvorschub bebezeichnet, der als Material-Einzugseinrichtung
für eine im übrigen nicht dargestellte Blechbearbeitungsmaschine gedacht ist, mit
der eine Folgebearbeitung von Blechwerkstücken durchführbar ist, die an verschiedenen
Arbeitsstationen der Maschine mit unterschiedlichen Werkzeugen entsprechend verschiedenen
Bearbeitungen, z.B. stanzenden, biegenden und/oder tiefziehenden Bearbeitungen unterworfen
werden, die in einem bestimmten Takt an verschiedenen Abschnitten eines mittels des
Walzenvorschubs 10 von einem Blechwickel - dem sogenannten "coil" - abgezogen und
im Takt der vorgesehenen Bearbeitung weiter transportiert werden, wobei die jeweils
vollständig bearbeiteten Werkstücke abschließend durch Abschneiden von dem durch die
Bearbeitungsmaschine transportierten Blechstreifen vereinzelt werden.
[0013] Der Walzenvorschub umfaßt beim dargestellten Ausführungsbeispiel eine um eine maschinengestellfeste
Achse 11 drehbar gelagerte Transportwalze 12, die mittels eines insgesamt mit 13 bezeichneten
elektrohydraulischen Positionierungsantriebs rotatorisch im Sinne der erwünschten
Vorschub- und Positionierungsbewegung des in die Maschine einzuziehenden Blechstreifens
14 rotatorisch antreibbar ist, sowie eine um eine zur Drehachse 11 der antreibbaren
Transportwalze 12 parallele Achse 16 frei drehbar oberhalb der angetriebenen Transportwalze
12 an einem Walzenstock 17 gelagerte Transportwalze 18, die mit einstellbarer Kraft,
die mittels eines doppelt-wirkenden, linearen, senkrecht stehenden Hydrozylinders
19 auf den Walzenstock 17 ausübbar ist, an den Blechstreifen 14 andrückbar ist, der
dadurch seinerseits mit dieser Kraft an die angetriebene Transportwalze 12 angepreßt
wird, wobei die frei drehbare Transportwalze 18 durch den Reibschluß zwischen dem
Fördergut und den beiden Transportwalzen 12,18 ihrerseits im Sinne einer Mitnahme
durch die Transportbewegung des Blechstreifens 14 rotatorisch antreibbar ist. Der
Positionierungsantrieb 13 umfaßt einen Rotationshydromotor 21 z.B. einen Axialkolbenmotor,
dessen Druckölversorgung mittels eines lediglich schematisch angedeuteten Nachlaufregelventils
22 für sich bekannter Bauart gesteuert wird, das mit elektrischer Positions-Sollwert-Vorgabe
und mechanischer Positions-Istwert-Rückmeldung arbeitet, so daß durch eine vorgebbare
Anzahl von elektrischen Ansteuerimpulsen, mit denen ein zur Öffnungsbetätigung des
Nachlaufregelventils 22 vorgesehener elektrischer Schritt- oder Wechselstrommotor
23 zur Positions-Sollwert-Vorgabe ansteuerbar ist, eine sehr feine Aufteilung des
pro Arbeitstakt erforderlichen Vorschubhubes in kleine inkrementale Schritte und eine
entsprechend genaue Zustellung des Fördergutes 14 zu den einzelnen Bearbeitungsstationen
der Bearbeitungsmaschine erzielbar ist.
[0014] Um eine an den einzelnen Arbeitsstationen gleichwohl erforderliche genaue Zentrierung
des jeweiligen Werkstückabschnitts bezüglich des Bearbeitungswerkzeugs, z.B. mit Hilfe
von Fangstiften zu ermöglichen, die am Widerlager des jeweiligen Werkzeugs angeordnet
sind und durch einen formschlüssigen Eingriff mit Zentrierperforationen des Werkstückmaterials
in Eingriff gelangen, sobald ein Niederhalter den jeweiligen Werkstückabschnitt in
Eingriff mit solchen Fangstiften drängt, ist es erforderlich, die während des Vorschubbetriebs
auf den Walzenstock 17 ausgeübte Andrückkraft mindestens so weit aufzuheben, daß das
Werkstückmaterial hinreichend beweglich ist, damit es seine bezüglich der Werkzeuge
genau zentrierte Soll-Lage gebracht werden kann.
[0015] Die diesbezüglich geeignete Steuerung der Drücke, die in dem von der Kolbenstange
24 des Hydrozylinders 19 axial durchsetzten - stangenseitigen - Druckraum 26, der
durch die Ringfläche 27 des Betrages F
R des Kolbens 28 axial beweglich begrenzt ist, einerseits, und in dem bodenseitigen,
durch die gesamte Stirnfläche F
B des Kolbens 28 axial beweglich begrenzten Druckraum 31, andererseits, des Hydrozylinders
19 wirksamen Drücke vermittelt eine insgesamt mit 32 bezeichnete Steuerventilanordnung,
deren Zweck es ist, in Stillstandsphasen des Walzenvorschubs 10 eine vollständige
Entlastung des Walzenstocks 17 zu bewirken, derart, daß der Walzenvorschub 10 vollständig
entlastet ist, der Walzenstock 17 jedoch nicht angehoben wird, sondern die im Förderbetrieb
mitgenommene Transportwalze 18 - kraftlos - auf dem Blechstreifen 14 gleichsam "aufliegt".
[0016] Die Steuerventilanordnung 32 umfaßt ein erstes Steuerventil 33, mittels dessen der
in den bodenseitigen Druckraum 31 des Hydrozylinders 19 einkoppelbare Druck p
1 einstellbar ist. Der Versorgungseingang 34 dieses Steuerventils 33 ist mit dem P-Versorgungsanschluß
36 des Druckversorgungsaggregats 35 verbunden. Der Ausgang 37 des ersten Steuerventils
33 ist unmittelbar an den Druckanschluß 39 des bodenseitigen Druckraums 31 des Hydrozylinders
19 angeschlossen.
[0017] Dieses erste Steuerventil 33 ist seinem und seiner Funktion nach ein Druckminderventil,
dessen Entlastungsanschluß 38 direkt mit dem Tank-Anschluß 41 des Druckversorgungsaggregats
35 verbunden ist. Der Ausgangsdruck p
1, der am Ausgang 37 des ersten Steuerventils 33 bereitstellbar ist, ist zum einen
durch die Einstellung der Vorspannung einer Ventilfeder 42 vorgebbar, und der Vorspannung
dieser Ventilfeder 42 proportional, sowie auch durch Einkopplung eines Steuerdruckes
p
3 in eine Steuerkammer 43 des ersten Steuerventils 33 veränderbar, durch deren Druckbeaufschlagung
eine auf den nicht dargestellten Ventilkolben wirkende Kraft entsteht, die sich zu
der Vorspannkraft der Ventilfeder 42 addiert, mit der Folge, daß der Ausgangsdruck
des ersten Steuerventils zur Summe der Vorspannkraft der Ventilfeder 42 und der hydraulisch
erzeugten "Spann"-Kraft proportional ist.
[0018] Der für die hydraulische Ansteuerung des ersten Steuerventils 33 ausnutzbare Druck
p
3 wird am Druckausgang 44 eines zweiten Druckminderventils 46 der Steuerventilanordnung
32 bereitgestellt, dessen Druckversorgungseingang 47 wiederum mit dem Hochdruck-Anschluß
36 des Druckversorgungsaggregats 35 verbunden ist, und dessen Entlastungsanschluß
48 mit dem Tank-Anschluß 41 des Druckversorgungsaggregats 35 verbunden ist. An den
Druckausgang 44 dieses zweiten Druckminderventils 46 ist ein Steuerdruckspeicher 49
angeschlossen, der hierdurch permanent auf dem Ausgangsdruckniveau des zweiten Druckminderventils
46 gehalten ist, wobei dieses Ausgangsdruckniveau p
3 durch Einstellung der Vorspannung einer Ventilfeder 51 vorgebbar ist. Zur Einkopplung
von Steuerdruck p
3 in die Steuerkammer 43 des ersten Steuerventils 33, bedarfsmäßig zu deren Druckentlastung,
ist ein insgesamt mit 52 bezeichnetes schnell-schaltendes Magnetventil vorgesehen,
das zwischen den hydraulischen Steueranschluß 53 der Steuerkammer 43 des ersten Steuerventils
33 und den Steuerdruck-Speicher 49 bzw. den Druckausgang 44 des zweiten Druckminderventils
46 geschaltet ist.
[0019] Dieses Magnetventil 52 ist als 3/3-Wege-Ventil ausgebildet, das eine durch in entgegengesetzter
Richtung wirkende Ventilfedern 54 und 56 zentrierte "Mittel"-Stellung als Grundstellung
0 hat, in der sein P-Versorgungsanschluß 57 und sein T-Rücklaufanschluß 58 gegeneinander
sowie gegen den Steuerausgang 59 des Ventils 52 abgesperrt sind. Zur Betätigung des
Magnetventils 52 ist ein insgesamt mit 61 bezeichnetes Doppelhub-Magnetsystem vorgesehen,
das zwei lediglich durch ihre Steueranschlüsse 62 und 63 repräsentierte Feldwicklungen
hat, durch deren alternative Bestromung auf den durch das 3/3-Wege-Ventilsymbol 64
repräsentierten Ventilkolben in entgegengesetzter Richtung wirkende Stellkräfte im
Sinne einer Auslenkung desselben in die alternativen Funktionsstellungen I und II
ausübbar sind. In der Funktionsstellung I des Magnetventils 52 ist die Steuerkammer
43 des ersten Steuerventils 33 mit dem Druckausgang 44 des zweiten Druckminderventils
46 bzw. dem Steuerdruckspeicher 49 verbunden, jedoch gegen den Rücklaufanschluß 58
des Ventils 52 abgesperrt. In dieser Funktionsstellung I ist der Steuerdruck p
3 somit in die Steuerkammer 43 des ersten Steuerventils 33 eingekoppelt. Der Ausgangsdruck
p
1 ist dann durch die Beziehung

gegeben, in der mit p
0 der jenige Ausgangsdruck bezeichnet ist, der sich aufgrund der eingestellten Vorspannung
der Ventilfeder 42 ergibt, falls die Steuerkammer 43 drucklos ist.
[0020] In der Funktionsstellung II des Magnetventils 52 ist die Steuerkammer 43 des ersten
Steuerventils 33 mit dem T-Rücklaufanschluß 58 des Magnetventils 52 verbunden, jedoch
gegen den Steuerdruckspeicher 49 und das zweite Druckminderventil 46 abgesperrt. In
dieser Funktionsstellung, die druckentlasteter Steuerkammer 43 des ersten Steuerventil
33 entspricht, hat dessen Ausgangsdruck den Wert p
0.
[0021] Der in den stangenseitigen Druckraum 26 des Antriebs-Hydrozylinders 19 einkoppelbare
Druck, der ebenfalls vom hohen Ausgangsdruck des Druckversorgungsaggregats 35 abgeleitet
wird, ist mittels eines dritten Druckminderventils 66 vorgebbar, dessen Ausgangsdruck
durch Einstellung der Vorspannung einer Ventilfeder 67 einstellbar ist. Der P-Versorgungseingang
68 dieses dritten Druckminderventils 66 ist unmittelbar an den Hochdruck-Ausgang 36
des Druckversorgungsaggregats 35 angeschlossen. Der Entlastungs-Anschluß 69 des dritten
Druckminderventils 66 ist "direkt", d.h. unter weitestmöglicher Vermeidung von Strömungswiderständen
mit dem Tank-Rücklaufanschluß 41 des Druckversorgungsaggregats 35 verbunden.
[0022] An den Druckanschluß 71 des unteren Druckraumes 26, der mit dem Druckausgang 72 des
dritten Druckminderventils 66 verbunden ist, ist auch ein räumlich in unmittelbarer
Nähe des Hydrozylinders 19 angeordneter Antriebsdruckspeicher 73 angeschlossen, der
über das dritte Druckminderventil 66 ständig auf dessen Ausgangsdruckniveau gehalten
ist.
[0023] Im Betrieb des Walzenvorschubs 10 ist der Ausgangsdruck p
2 dieses Druckspeichers 73 beziehungsweise des dritten Druckminderventils 66 permanent
in den stangenseitigen Druckraum 26 des Hydrozylinders 19 eingekoppelt. Dieser Druck
p
2 ist um mindestens 10% niedriger als der Ausgangsdruck P des Druckversorgungsaggregats
35, zweckmäßigerweise jedoch nicht um mehr als 15% dieses Druckes.
[0024] Die Vorspannung der Ventilfeder 42 des ersten Druckminderventils 33 wird unter Berücksichtigung
der Einstellung des dritten Druckminderventils 66, dessen Ausgangsdruck in den unteren
Druckraum 26 eingekoppelt ist, sowie der Auslegung des Hydrozylinders 19 und des Walzenstockes
17 so eingestellt, daß der bei Druckentlastung der Steuerkammer 43 des ersten Druckminderventils
33 sich einstellende Ausgangsdruck p
0 dieses Druckminderventils der Beziehung

genügt, wobei in dieser Beziehung (2) mit M
G die Gesamt-Gewichtskraft des Kolbens 28 und der Kolbenstange 24 des Hydrozylinders
19 sowie des an diesem befestigten Walzenstockes 17 und der an diesem drehbar gelagerten
Transportwalze 18 bezeichnet ist.
[0025] Diese Beziehung (2) impliziert die - sehr gute - Näherung, daß zwischen dem Kolben
28 und dem Gehäuse des Hydrozylinders 19 wirksame Reibungskräfte, die dem Betrage
nach klein gegen die Gewichtskraft des Kolbens 28, der Kolbenstange 24 und des Walzenstockes
17 einschließlich Transportwalze 18 sind, vernachlässigt werden können.
[0026] Die Beziehung (2) entspricht der Betriebssituation, daß die obere Transportwalze
18 "gelüftet", d.h. so weit entlastet ist, daß das zwischen den Transportwalzen 12
und 18 angeordnete Werkstück-Material leichtgängig beweglich ist und mit Hilfe von
Fangstiften in bekannter Weise bezüglich der Bearbeitungswerkzeuge der Maschine zentrierbar
ist, wobei diese Zentrierung des Werkstückmaterials bei stillgesetztem Positionierantrieb
13 erfolgt. Für einen nach der Bearbeitung des Werkstück-Materials einsetzenden Weitertransport
desselben wird durch Umschaltung des Steuerventils 52 in dessen Funktionsstellung
I Druck in die Steuerkammer 43 des ersten Steuerventils 33 eingekoppelt und dadurch
der Ausgangsdruck dieses Steuerventils 33, der in den bodenseitigen, oberen Antriebsdruckraum
31 des Hydrozylinders 19 eingekoppelt ist, erhöht, wodurch die Spannkraft, mit der
die obere Walze 18 gegen das auf der unteren Walze 12 abgestützte Werkstück-Material
gedrängt wird, auf einen Betrag K
V erhöht wird, der durch die Beziehung

gegeben ist.
[0027] Um möglichst kurze Einstellzeiten zu erzielen, die das Magnetventil 52 zur Einstellung
einer alternativen Funktionsstellungen I und II benötigt, ist für dieses eine Ansteuerung
durch Impulsbreitenmodulation der Bestromung seiner Feldwicklungen vorgesehen.
[0028] Zur Erläuterung dieser Ansteuerung sei davon ausgegangen, daß aus einer Bestromung
der einen Feldwicklung 62 auf den beweglichen Ventilkörper, der durch das 3/3-Wege-Ventilsymbol
64 repräsentiert ist, eine Kraft ausgeübt wird, die den Ventilkörper 64 in die Funktionsstellung
I drängt, und durch eine Bestromung der anderen Feldwicklung 63 eine Kraft, die den
Ventilkörper 64 in die mit der Funktionsstellung II verknüpfte Position drängt, wobei
mit zunehmender Auslenkung des Ventilkörpers 64 auch zunehmende Strömungsquerschnitte
der jeweils wirksamen Strömungspfade freigegeben sind.
[0029] Während sämtlicher Betriebsphasen des Walzenvorschubs 10 werden beide Feldwicklungen
62 und 63 des Magnetventils 52 periodisch alternierend Erregerstrom-Impulsen ausgesetzt,
deren Impulsfolgefrequenz für beide Erregerwicklungen 62 und 63 dieselbe ist, wobei
die eine Erregerwicklung 62 jeweils dann bestromt ist, wenn die andere Erregerwicklung
63 nicht bestromt ist und umgekehrt. Die Impulsdauer T
1 derjenigen Stromimpulse, mit denen die eine Erregerwicklung 62 periodisch bestromt
wird und die Impulsdauer T
2 dernenigen Impulse, mit denen die andere Erregerwicklung 63 des Doppelhubmagnetsystems
61 bestromt wird, ergeben in der Summe jeweils die Periodendauer T, die durch den
Reziprokwert der Impulwiederholungsfrequenz bestimmt ist. Dadurch wird der Ventilkörper
64 ständig zu zeitperiodischen Auslenkungen angeregt, die bei Gleichheit der Impulsbreiten
(T
1 = T
2) zu einem "symmetrischen" Pendeln des Ventilkörpers 64 um seine mit der Grundstellung
0 des Magnetventils 52 verknüpfte Mittelstellung führen, so daß sich im Mittel diese
- sperrende - Funktionsstellung ergibt, während bei Ungleichheit der Impulsbreiten
T
1 und T
2, je nachdem welche die größere ist, im zeitlichen Mittel entweder eine überwiegende
Einnahme der Funktionsstellung I oder der Funktionsstellung II des Magnetventils 52
ergibt. Hierbei werden, je nach dem Wert des Verhältnisses T
1/T
2 mehr oder weniger große Öffnungsquerschnitte der effektiv freigegebenen Strömungspfade
erreicht, so daß das Magnetventil 52 die Eigenschaften eines Proportionalventils mit
impulsbreiten-modulierten Strömungsquerschnitten vermittelt. Zur diesbezüglichen Ansteuerung
des Magnetventils 52 ist eine lediglich schematisch dargestellte elektronische Steuereinheit
74 vorgesehen, die die zur periodisch alternierenden Erregung der beiden Feldwicklungen
62 und 63 genutzten Stromimpulse der Dauer T
1 bzw. T
2 abgibt.
[0030] Die elektronische Steuereinheit 74 ist dahingehend ausgelegt, daß sowohl die Periodendauer
T als auch das Verhältnis T
1/T
2 veränderbar sind, wobei ein typischer Variationsbereich der Periodendauer zwischen
2ms und 10ms liegt und das Verhältnis T
1/T
2 zwischen 10
2 und 10
-2 veränderbar ist, wobei die Impulsbreiten T
1 und T
2 in Schrittweiten von 1/100 der Periodendauer T veränderbar sind.
[0031] Mit dem insoweit erläuterten Walzenvorschub 10 sind pro Minute bis zu 600 Arbeitshübe
der Bearbeitungsmaschine hinreichend präzise steuerbar.
[0032] Der in der Fig. 2 zur Erläuterung möglicher Abwandlungen dargestellte Walzenvorschub
10' ist mit dem Walzenvorschub 10 gemäß Fig. 1 weitgehend funktionsanalog. Die Art
der Einkopplung des Druckes p
2 in den unteren Druckraum 26 des Hydrozylinders 19 über das Druckminderventil 66 sowie
mittels des Druckspeichers 73 ist dieselbe wie bei dem Walzenvorschub 10 gemäß Fig.
1. Auch die Einkopplung des Druckes p
1 in den oberen Druckraum 31 des Hydrozylinders zum Belasten der oberen Transportwalze
18 erfolgt über ein funktionell zu dem ersten Steuerventil 33 des Walzenvorschubs
10 gemäß Fig. 1 funktionsanaloges Druckminderventil 33' dessen Ventilfeder 42' unter
einer Midest-Vorspannung steht, die so gewählt ist, daß der Ausgangsdruck p
1 des Druckminderventils 33' in der minimaler Vorspannung der Ventilfeder 42' entsprechenden
Grundstellung des Minderventils 33' um ca. 20% niedriger ist als derjenige Druck,
der erforderlich wäre, um den in den unteren Antriebsdruckraum 26 eingekoppelten Ausgangsdruck
p
2 des diesem zugeordneten Druckminderventils 66 das Gleichgewicht zu halten. Der Kolben
28 des Antriebs-Hydrozylinders 19 des Walzenvorschubs 10' kann daher, sobald der Ausgangsdruck
p
2 des Druckminderventils 66 in den Ringraum 26 eingekoppelt ist, in seine obere, z.B.
durch Anschlagwirkung markierte Endstellung gelangen, in der die obere Transportwalze
18 vom Werkstück-Material 14 abgehoben ist.
[0033] Zum Beispiel davon ausgehend, daß das zur Druckeinkopplung in den unteren Druckraum
26 vorgesehene Druckminderventil 66 auf einen Ausgangsdruck von 40bar fest eingestellt
ist und daß das Flächenverhältnis F
B/F
R einen Wert von 1,64 hat, was einem Verhältnis des Kolbenstangen-Durchmessers d zum
Durchmesser D des Kolbens von 5:8 entspricht, bedeutet dies, daß der Ausgangsdruck
des Druckminderventils 33' bei minimaler Vorspannung seiner Ventilfeder 42' einen
Wert von etwa 24,4 bar haben muß, um der (bei einem Druck von 40 bar) im unteren Druckraum
26 über die Ringflche 27 ausgeübten, aufwärts gerichteten Kraft das Gleichgewicht
zu halten, wenn hierbei die nach unten gerichtete Gewichtskraft des Kolbens 28 und
des Walzenstocks 17 einschließlich der oberen Transportwalze 18 vernachlässigt werden.
Wird weiter vorausgesetzt, daß der - nicht dargestellte - Kolben des Druckminderventils
33', für das ein bekannter Aufbau vorausgesetzt sei, einen Durchmesser von 12 mm hat,
was einer Kolbenfläche, die dem Druck im oberen Antriebsdruckraum 31 ausgesetzt ist,
von 1,13 cm
2 entspricht, so ergibt sich für die Vorspannung der Ventilfeder 42', bei der das Druckminderventil
33' den geregelten Ausgangsdruck von 24,4 bar abgibt, eine Feder-Vorspannung von 271
N. Soll der Druck P
1 in dem oberen Druckraum 31 des Hydrozylinders 19 z.B. auf 150 bar erhöht werden,
so erfordert dies eine Erhöhung der Vorspannung der Ventilfeder 42' auf einen Wert
von 150 . FK (FK = Fläche des Druckminderventilkobens), d.h. eine Vorspannung von
1695 N, d.h. eine etwa 6,2 mal höhere Vorspannung als im erläuterten Gleichgewichtsfall,
in dem die Feder-Vorspannung nur 271,3 N beträgt. Um eine derart hohe Vorspannung
der Ventilfeder 42' des Druckminderventils 33' einstellen zu können, ist bei dem Walzenvorschub
10' ein direkt auf die Ventilfeder 42' wirkender Stellzylinder 78 vorgesehen, bei
dem definiert verschiedene Positionen seines Zylinderkolbens 79, mit denen definiert
verschiedene Werte der Vorspannung der Ventilfeder 42' verknüpft sind, mittels eines
Nachlauf-Regelventils 80 einstellbar sind, das mit elektrisch gesteuerter Positions-Sollwert-Vorgabe
und mechanischer Ist-Wert-Rückmeldung der Kolbenposition arbeitet.
[0034] Der Stellzylinder 78 ist als doppelt wirkender linearer Hydrozylinder mit einseitig
aus dem Gehäuse austretender Kolbenstange 81 ausgebildet, welche die einseitige axiale
Abstützung der Ventilfeder 42' bildet, die zum anderen am nicht dargestellten Kolben
des Druckminderventils 33' axial abgestützt ist. Der Stellzyzlinder 79 wird als Differentialzylinder
betrieben, bei dem ständig der Ausgangsdruck des beim gewählten Erläuterungsbeispiels
auf 40 bar eingestellten Druckminderventils 66 in den stangenseitigen Druckraum 82-eingekoppelt
wird. Die Hub-Steuerung des Stellzylinderkolbens 79 erfolgt durch Druckbeaufschlagung-
bzw. Entlastung des bodenseitigen Antriebsdruckraumes 83, der über das Nachlauf-Regelventil
80 mit dem Druckausgang 72 des Druckminderventils 66, alternativ mit dem drucklosen
Tank 85 des Druckversorgungsaggregats verbindbar bzw. gegen beide absperrbar ist.
[0035] Das Nachlauf-Regelventil 80 ist beim dargestellten, speziellen Ausführungsbeispiel
als 3/3-Wege-Ventil ausgebildet, das bei Gleichheit des Ist-Wertes der Position des
Stellzylinderkolbens 79 mit dem durch definierte Einstellung der Position des durch
das 3/3-Wege-Ventilsymbol 84 repräsentierten Kolbens des Nachlauf-Regelventils 80
seine sperrende Mittelstellung 0 einnimmt, in der der Steueranschluß 86 des Nachlauf-Regelventils
80 sowohl gegen dessen Druck-Versorgungsanschluß 87 als auch gegen dessen Tank-Rücklaufanschluß
88 abgesperrt ist.
[0036] Soll die Vorspannung der Ventilfeder 42' und damit der Ausgangsdruck des Druckminderventils
33' auf einen definierten Wert erhöht werden, so wird, gesteuert z.B. durch einen
Schrittmotor 90 der Kolben 84 des Nachlauf-Regelventils 80 um einen definierten Hub
in Richtung des Pfeils 89, beim dargestellten, speziellen Ausführungsbeispiel in derselben
Richtung, in der auch der Kolben 79 des Stellzylinders 78 zur Erhöhung der Federvorspannung
verschoben werden muß, verschoben, wodurch das Nachlauf-Regelventil 80 in seine Funktionsstellung
I gelangt, in welcher der Ausgangsdruck des Druckminderventils 66 in den bodenseitigen
Antriebsdruckraum 83 des Stellzylinders 78 eingekoppelt ist, dieser jedoch gegen den
Rücklaufanschluß 88 des Nachlaufregelventils abgesperrt ist. Dadurch wird der Stellzylinderkolben
79, mit dem das lediglich schematisch angedeutete mechanische Rückmeldelement 91 des
Nachlauf-Regelventils 80 fest verbunden ist, ebenfalls in Richtung des Pfeils 89 im
Sinne einer Erhöhung der Federvorspannung verschoben, bis sich nach Erreichen des
dem Kolbenhub des Nachlauf-Regelventils 80 entsprechenden Kolbenhub 79 des Stellzylinders
78 wieder die sperrende Mittelstellung 0 des Nachlauf-Regelventils 80 ergibt und demgemäß
der Kolben 79 des Stellzylinders 78 in der mittels des Schrittmotors 90 eingesteuerten
Soll-Position stehenbleibt.
[0037] Soll andererseits, ausgehend von einer mit der Sperrstellung 0 des Nachlauf-Regelventils
verknüpften definierten Vorspannung der Ventilfeder 42' ein niedrigerer Wert derselben
eingestellt werden, so wird der Ventilkolben 84 des Nachlauf-Regelventils durch gegensinnige
Ansteuerung des Schrittmotors 90 in Richtung des Pfeils 89' um einen der Vorspannungsänderung
entsprechenden Hub verschoben. Hierdurch gelangt das Nachlauf-Regelventil 80 zunächst
in die Funktionsstellung II, in welcher der bodenseitige Druckraum 83 des Stellzylinders
79 mit dem drucklosen Rücklaufanschluß 88 des Nachlaufregelventils 80 verbunden und
gegen dessen Druckversorgungsanschluß 87 abgesperrt ist, mit der Folge, daß der Stellzylinderkolben
79 einen mit dem "Rückwärts-Hub" des Nachlauf-Regelventilkolbens 84 korrelierten Entspannungshub
ausführt, bis bei Gleichheit von Soll- und Istwert wieder die Sperrstellung 0 des
Nachlauf-Regelventils 80 erreicht ist.
[0038] Wegen der durch die Elastizität der Ventilfeder 42' bedingten strengen Verknüpfung
ihrer Vorspannung mit der Position des Stellzylinderkolbens 79, einerseits, und, andererseits,
wegen der durch das Prinzip der Nachlauf-Regelung bedingten strengen Korrelation zwischen
der Position des Stellzylinderkolbens 79 und der Position des Kolbens 84 des Nachlauf-Regelventils
80, die z.B. mittels eines lediglich schematisch angedeuteten Positionsgebersystems
92 erfaßtbar ist, ist bei dem Walzenvorschub 10' auf einfache Weise eine ferngesteuerte,
wegen der Direkt-Einwirkung auf die Ventilfeder 42' sehr rasch erzielbare Einstellung
des Ausgangsdruckes des Druckminderventils 33' möglich.
[0039] Damit bei einem Ausgangsdruck des Druckminderventils 66 von 40 bar mittels des Stellzylinders
78 eine Federvorspannung der Ventilfeder 42' von 1695 N erreichbar ist, die beim gewählten
Erläuterungsbeispiel einem Ausgangsdruck des Druckminderventils 33' von 150 bar entspricht,
muß die bodenseitige Stirnfläche des Stellzylinderkolbens 79 um ca. 4,23 cm
2 größer sein als die stangenseitige Ringstirnfläche des Stellzylinderkolbens 79, was
bei konstruktiv günstig geringen Abmessungen des Stellzylinders 78 ohne weiteres möglich
ist.
[0040] Bei Kenntnis der Federkennlinie, die in einem Eichvorgang ermittelt werden kann,
ist, arbeitstaktgerecht auch auf einfache Weise eine elektronische Steuerung des Ausgangsdruckes
des Druckminderventils 33' und damit der Betriebsdrücke des Walzen-Spannzylinders
19 möglich.
[0041] In zweckmäßiger Gestaltung des Walzenvorschubes 10' ist ein elektronischer oder elektromechanischer
Drucksensor 93 vorgesehen, mittels dessen der in den bodenseitigen Druckraum 31 des
Hydrozylinders 19 eingekopptelte Druck erfaßbar ist, so daß auch insoweit eine Druck-Regelung
durch Vergleich des Druck-Istwertes mit gesteuert vorgebbaren Hub-Sollwerten möglich
ist.
1. Walzenvorschub zum Einzug von streifenförmigem Blech-Werkstückmaterial in eine Blechbarbeitungsmaschine,
mit einer unteren, mittels eines Positionierungsantriebs rotatorisch antreibbaren
Transportwalze und einer oberen, an einem mittels eines stehend angeordneten linearen,
doppelt-wirkenden Hydrozylinders absenkbaren und anhebbaren Walzenstock frei drehbar
gelagerten Transportwalze, zwischen denen das Werkstückmaterial kraftschlüssig einspannbar
und in definierten Transporthüben weitertransportierbar ist, wobei zur Entfaltung
der für das Einspannen des Werkstückmaterials zwischen den Transportwalzen erforderlichen
Kraft mindestens der bodenseitige, obere Druckraum des Hydrozylinders mit Druck beaufschlagbar
ist und zu einer Lüftung des Walzenvorschubs, z.B. zum Zweck einer im Takt der Bearbeitungsvorgänge
jeweils nach Stillsetzung des Positionierungsantriebs erfolgenden, das Werkstück vollends
in die Bearbeitungsposition einrückenden Zentrierung, der bodenseitige, obere Druckraum
des Hydrozylinders druckentlastbar ist, wobei
a) eine Druckventilanordnung vorgesehen ist, über die in den stangenseitigen Druckraum
des Hydrozylinders ein Druck (p2) vorgegebenen Betrages einkoppelbar ist der im Betrieb des Walzenvorschubs permanent
in diesem Druckraum eingekoppelt ist, des weiteren
b) der im Spannbetrieb des Hydrozylinders in dessen bodenseitigen Druckraum eingekoppelte
Druck (p1) der Ausgangsdruck einer Drucksummierstufe ist, der der Summe eines einstellbar vorgegebenen
Mindestdrucks (p0) und eines der Summierstufe an einem Summationseingang zugeleiteten Zusatzdruckes
(p3) einstellbar vorgegebenen Betrages entspricht, wobei der Mindestdruck (p0) gemäß der Beziehung

gewählt ist, in der mit FR der Betrag der den stangenseitigen Druckraum axial beweglich begrenzenden Ringfläche
und mit FB der Betrag der den bodenseitigen Druckraum axial beweglich begrenzenden Stirnfläche
des Hydrozylinders und mit MG die Gewichtskraft des Zylinderkoblens und der mit diesem fest verbundenen Teile des
Walzenvorschubs bezeichnet sind, und
c) ein Umschaltventil vorgesehen ist, das zur Entlastung der Transportwalzen aus einer
Funktionsstellung (I), in der der Zusatzdruck (p3) am Summationseingang der Drucksummierstufe ansteht, in eine Funktionsstellung (II)
umschaltbar ist, in der der Summationseingang druckentlastet ist, dadurch gekennzeichnet, daß
A) an den stangenseitigen Druckraum (26) des Hydrozylinders (19) permanent ein Druckspeicher
(73) angeschlossen ist, der räumlich in unmittelbarer Nähe des Hydrozylinders (19)
angeordnet ist, und mittels der Druckventilanordnung (32) auf konstantem Druck p2
gehalten ist, daß
B) die Summierstufe (33) eine mit dem bodenseitigen Druckraum (31) des Hydrozylinders
(19) in ständig kommunizierender Verbindung stehende Anschlußkammer hat, die bei einer
Erniedrigung des Steuerdruckes p3 in mit dem drucklosen Tank des Druckversorgungsaggregats
(35) unmittelbar kommunizierende Verbindung gelangt, daß
C) das Umschaltventil (52) als 3/3-Wege-Magnetventil ausgebildet ist, das
C1) zusätzlich zu den alternativen Funktionsstellungen (I und II) eine federzentrierte
Grundstellung (0) als Mittelstellung hat, in der sämtliche Ventilanschlüsse (57, 58,
59) gegeneinander abgesperrt sind, und bei dem
C2) zur Betätigung ein Doppelhub-Magnetsystem (61) mit zwei Feldwicklungen (62, 63)
vorgesehen ist, durch deren alternative Bestromung auf den Ventilkolben (64) in entgegengesetzter
Richtung wirkende Stellkräte im Sinne der Auslenkung des Kolbens (64) in die alternativen
Funktionsstellungen (I bzw. II) ausübbar sind, wobei
C3) im Betrieb des Ventils (52) die Feldwicklungen (62, 63) periodisch alternierend
bestromt sind, derart, daß innerhalb einer Periodendauer T, die in der Größenordnung
einiger ms (1 bis 5 ms) beträgt, die eine Feldwicklung für eine vorgegebene Bestromungsdauer
T1 und die andere Feldwicklung für eine Bestromungsdauer T2 (T2 = T-T1) bestromt ist und
C4) durch das Verhältnis T1/T2 vorgegeben ist, ob das Ventil (72) seine Grundstellung (0) einnimmt, was für T1/T2 = 1 der Fall ist, oder seine Funktionsstellung I bzw. II, was für T1 > T2 bzw. T2 > T1 der Fall ist und weiter
C5) die Periodendauer D und das Verhältnis T1/T2 einstellbar vorgebbar sind.
2. Walzenvorschub nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Summierstufe (33), deren Druckausgang (37) an den Druckanschluß (39) des bodenseitigen
Druckraumes (31) des Hydrozylinders (19) angeschlossen ist, als Druckminderventil
ausgebildet ist.
3. Walzenvorschub nach Anspruch 2, bei dem der Ausgangsdruck des Druckminderventils (33)
mit der Vorspannung einer Ventilfeder korreliert ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein elektrisch ansteuerbarer Stellantrieb vorgesehen ist, mittels dessen die Vorspannung
der Ventilfeder (42') auf definierte Werte einstellbar ist.
4. Walzenvorschub nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellantrieb als mittels eines Nachlauf-Regelventils (80) steuerbarer Hydrozylinder
(78) ausgebildet ist, mittels dessen die Ventilfeder (42') des Druckminderventils
(33') definiert vorspannbar ist.
5. Walzenvorschub nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Absolut-Wegmeßsystem (91) vorgesehen ist, mittels dessen die mit der Position
des Kolbens (79) des Hydrozylinders (78) korrelierte Position des Kolbens (84) des
Nachlauf-Regelventils (80) erfaßbar ist.
6. Walzenvorschub nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein den Ausgangsdruck des Druckminderventils (33') überwachender elektronischer oder
elektromechanischer Drucksensor (93) vorgesehen ist.
1. Roller feed for drawing strip-shaped sheet-metal workpiece material into a sheet metal-processing
machine, the said roller feed having a lower transport roller which can be rotationally
driven by means of a positioning drive, and an upper transport roller which is mounted
in a freely rotatable manner on a roller stem which can be lowered and raised by means
of a vertically disposed, linear, double-acting hydraulic cylinder, between which
transport rollers the workpiece material can be clamped-in in a force-locking manner
and transported onwards in defined transport strokes, wherein, for developing the
force necessary for clamping-in the workpiece material between the transport rollers,
at least that upper pressure space of the hydraulic cylinder which is at the base
end can be acted upon with pressure and, for venting the roller feed, for example
for the purpose of a centering operation which takes place, within the cycle of the
processing operations, after the positioning drive has been stopped in each case,
and - which shifts the workpiece completely into the processing position, that upper
pressure space of the hydraulic cylinder which is at the base end can be relieved
of pressure; wherein
a) a pressure valve arrangement is provided, via which there can be coupled into that
pressure space of the hydraulic cylinder which is at the rod end a pressure (p2) of a predetermined amount which is coupled into the said pressure space permanently
when the roller feed is in operation, and in addition,
b) the pressure (p1) which is coupled, when the hydraulic cylinder is operating in a clamping manner,
into that pressure space of the said hydraulic cylinder which is at the base end,
is that output pressure of a pressure-summing stage which corresponds to the sum of
a settably predetermined minimum pressure (p0) and an additional pressure (p3) of a settably predetermined amount, which additional pressure is fed to the summing
stage at a summation input, the said minimum pressure (p0) being selected in accordance with the correlation

in which FR designates the amount of the annular area which delimits, in an axially movable manner,
the pressure space which is at the rod end, FB designates the amount of that end-face area of the hydraulic cylinder which delimits,
in an axially movable manner, the pressure space which is at the base end, and MG designates the weight of the cylinder piston and of those parts of the roller feed
which are fixedly connected to the latter, and
c) a switch-over valve is provided which can be switched over, for relieving the load
on the transport rollers, from a functional position (I) in which the additional pressure
(p3) is present at the summation input of the pressure-summing stage, into a functional
position (II) in which the said summation input is relieved of pressure, characterised in that
A) there is permanently connected to that pressure space (26) of the hydraulic cylinder
(19) which is at the rod end a pressure reservoir (73) which is disposed, spatially,
in the immediate vicinity of the said hydraulic cylinder (19) and is kept at a constant
pressure p2 by means of the pressure valve arrangement (32) ;
B) that the summing stage (33) has a connecting chamber which is in constantly communicating
connection with that pressure space (31) of the hydraulic cylinder (19) which is at
the base end, which connecting chamber comes, when lowering of the control pressure
p3 occurs, into directly communicating connection with the pressureless tank of the
pressure supply unit (35) ;
C) that the switch-over valve (52) is constructed as a 3/3-way magnetic valve which,
C1) in addition to the alternative functional positions (I and II), has a spring-centred
basic position (O) as a middle position in which all the valve connections (57, 58,
59) are shut off from one another, and in which valve
C2) there is provided, for actuation purposes, a double-stroke magnet system (61)
with two field windings (62, 63), as a result of the alternative supplying of current
to which there can be exerted upon the valve piston (64) positioning forces acting
in opposite directions for the purposes of deflecting the piston (64) into the alternative
functional positions (I or II), wherein,
C3) when the valve (52) is in operation, the field windings (62, 63) are supplied
with current in a periodically alternating manner in such a way that, within a period
duration T which lies within the order of a few ms (1 to 5 ms), one field winding
is supplied with current for a predetermined current-supply duration T1 and the other field winding is supplied with current for a current-supply duration
T2 (T2 = T-T1), and
C4) it is predetermined by the ratio T1/T2 whether the valve (72) assumes its basic position (0), which is the case for T1/T2 = 1, or its functional position I or II, which is the case for T1 > T2 or T2 > T1 respectively, and furthermore
C5) the period duration D and the ratio T1/T2 can be predetermined in a settable manner.
2. Roller feed according to claim 1, characterised in that the summing stage (33), of which the pressure output (37) is connected to the pressure
connection (39) of that pressure space (31) of the hydraulic cylinder (19) which is
at the base end, is constructed as a pressure-reducing valve.
3. Roller feed according to claim 2, in which the output pressure of the pressure-reducing
valve (33) is correlated with the initial tension of a valve spring, characterised in that an electrically activatable positioning drive is provided, by means of which the
initial tension of the valve spring (42') can be set to defined values.
4. Roller feed according to claim 3, characterised in that the positioning drive is constructed as a hydraulic cylinder (78) which can be controlled
by means of a follow-up regulating valve (80) and by means of which the valve spring
(42') of the pressure-reducing valve (33') can be pretensioned in a defined manner.
5. Roller feed according to claim 4, characterised in that an absolute path-measuring system (91) is provided, by means of which that position
of the piston (84) of the follow-up regulating valve (80) which is correlated with
the position of the piston (79) of the hydraulic cylinder (78) can be detected.
6. Roller feed according to one of claims 3 to 5, characterised in that an electronic or electromechanical pressure sensor (93) which monitors the output
pressure of the pressure-reducing valve (33') is provided.
1. Dispositif d'alimentation à rouleaux pour l'alimentation de matériau à usiner en tôle
en forme de bande dans une machine d'usinage de tôle, avec un rouleau de transport
inférieur actionnable en rotation à l'aide d'un entraînement de positionnement et
un rouleau de transport supérieur tournant librement sur paliers dans un porte-rouleaux
abaissable et relevable à l'aide d'un cylindre hydraulique linéaire à double effet
disposé verticalement, entre lesquels le matériau à usiner peut être serré par adhérence
et transporté ultérieurement selon des courses de transport définies, moyennant quoi,
pour le déploiement de la force nécessaire pour le serrage du matériau à usiner entre
les rouleaux de transport, au moins le compartiment de compression supérieur du côté
du fond du cylindre hydraulique peut être alimenté en pression et, pour une ventilation
du dispositif d'alimentation à rouleaux, par exemple en vue d'un centrage effectué
en cadence avec les opérations d'usinage à chaque fois après l'arrêt de l'entraînement
de positionnement enclenchant entièrement la pièce à usiner dans la position d'usinage,
le compartiment de compression supérieur du côté du fond du cylindre hydraulique peut
être détendu, moyennant quoi
a) il est prévu un dispositif de soupape de compression par lequel une pression (p2) d'une valeur prédéterminée, qui est injectée en permanence dans ce compartiment
de compression pendant le fonctionnement du dispositif d'alimentation à rouleaux,
peut être injectée, dans le compartiment de compression du côté de la tige du cylindre
hydraulique, en outre
b) la pression (p1) injectée pendant le fonctionnement de serrage du cylindre hydraulique dans le compartiment
de compression du côté du fond de celui-ci est la pression initiale d'un étage de
sommation de pression qui correspond à la somme d'une pression minimale (p0) prédéterminée de manière ajustable et d'une pression additionnelle (p3) d'une valeur prédéterminée de manière ajustable transmise à une entrée de totalisation
de l'étage de sommation, moyennant quoi la pression minimale (p0) est choisie suivant la relation

où FR est la valeur de la surface d'anneau limitant en mouvement axial le compartiment
de compression du côté de la tige et FB est la valeur de la face avant du cylindre hydraulique limitant en déplacement axial
le compartiment de compression du côté du fond et MG est le poids du piston du cylindre et des pièces du dispositif d'alimentation à rouleaux
raccordées fixement au piston, et
c) il est prévu une soupape d'inversion qui peut être commutée, pour la détente des
rouleaux de transport, d'une position de fonctionnement (I), dans laquelle la pression
additionnelle (p3) est générée à l'entrée de totalisation de l'étage de sommation de pression, dans
une position de fonctionnement (II), dans laquelle l'entrée de totalisation est détendue,
caractérisé en ce que
A) un accumulateur de pression (73), qui est monté dans l'espace à proximité immédiate
du cylindre hydraulique (19) et qui est maintenu sous pression constante p2 par l'intermédiaire
du dispositif de soupape de compression (32), est raccordé en permanence au compartiment
de compression (26) du côté de la tige du cylindre hydraulique (19), en ce que
B) l'étage de sommation (33) comporte une chambre de raccordement communiquant en
permanence avec le compartiment de compression du côté du fond (31) du cylindre hydraulique
(19), laquelle chambre est mise en communication directe avec le réservoir sans pression
de l'ensemble d'alimentation de pression (35) en cas de réduction de la pression de
commande p3, en ce que
C) la soupape d'inversion (52) est conçue comme une électrovanne 3/3 voies, qui
C1) en plus des positions de fonctionnement alternatives (I et II), a une position
initiale (0) centrée par ressort comme position neutre, dans laquelle tous les raccords
de soupape (57, 58, 59) sont fermés les uns par rapport aux autres, et dans laquelle
C2) il est prévu, pour la commande, un système magnétique à course double (61) avec
deux enroulements de champ (62, 63), grâce à l'alimentation alternative en courant
électrique desquels des forces de réglage agissant en sens inverse sur le piston de
soupape (64) peuvent s'exercer dans le sens de l'excursion du piston (64) dans les
positions de fonctionnement alternatives (I ou II), moyennant quoi
C3) pendant le fonctionnement de la soupape (52), les enroulements de champ (62, 63)
sont alimentés en courant électrique en alternance périodique de manière à ce que,
pendant une durée de période T qui est de l'ordre de quelques ms (1 à 5 ms), l'un
des enroulements de champ soit alimenté en courant électrique pendant une durée d'alimentation
prédéterminée T1 et l'autre enroulement de champ soit alimenté en courant électrique pendant une durée
d'alimentation T2 (T2 = T-T1) et
C4) on prédétermine, à l'aide du rapport T1/T2, si la soupape (72) prend sa position initiale (0), ce qui est le cas pour T1/T2 = 1, ou sa position de fonctionnement I ou II, ce qui est le cas pour T1 > T2 ou T2 > T1 et, en outre,
C5) la durée de période D et le rapport T1/T2 peuvent être prédéterminés de manière ajustable.
2. Dispositif d'alimentation à rouleaux selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'étage de sommation (33), dont la sortie de pression (37) est raccordée au raccord
de pression (39) du compartiment de compression (19) du côté du fond du cylindre hydraulique
(31), est conçue comme une soupape de détente.
3. Dispositif d'alimentation à rouleaux selon la revendication 2, dans lequel la pression
de sortie de la soupape de détente (33) est corrélée avec la précontrainte d'un ressort
de soupape, caractérisé en ce qu'il est prévu un organe de réglage excitable électriquement à l'aide duquel la précontrainte
du ressort de soupape (42') est réglable à des valeurs définies.
4. Dispositif d'alimentation à rouleaux selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'organe de réglage est conçu comme un cylindre hydraulique (78) actionnable à l'aide
d'une soupape de réglage par poursuite (80) par l'intermédiaire duquel le ressort
de soupape (42') de la soupape de détente (33') peut être précontraint de manière
définie.
5. Dispositif d'alimentation à rouleaux selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'il est prévu un système de mesure de déplacement absolu (91) à l'aide duquel la position
du piston (84) de la soupape de réglage par poursuite (80) corrélée avec la position
du piston (79) du cylindre hydraulique (78) peut être détectée.
6. Dispositif d'alimentation à rouleaux selon l'une quelconque des revendications 3 à
5, caractérisé en ce qu'il est prévu un capteur de pression (93) électronique ou électromécanique supervisant
la pression de sortie de la soupape de détente (33').