TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die Erfindung betrifft ein störstrahlsicheres Steckverbinder-Gehäuse. Das Gehäuse
kann ein Vollmetallgehäuse oder ein sonstiges, leitfähige Flächen zur Abschirmung
von Störeinstrahlungen aufweisendes Gehäuse sein.
[0002] Die Gehäuse können mit einem oder auch mehreren Stift- oder Buchsensteckverbindern
ausgestattet sein. Die Steckverbinder sind in dem Gehäuse fest angebracht und mit
einem in das Gehäuse hineingeführten Kabel leitungsmäßig verbunden. Die Steckverbinder
selber entsprechen jeweils einer bestimmten Norm. So gibt es Steckverbinder-Gehäuse,
die mit Steckverbindern der Norm IEC-625 oder IEEE-488 ausgestattet sind. Mit diesen
Steckverbindern können jeweils elektronische Geräte verbunden werden, deren Schnittstellen
jeweils nach derselben Norm ausgebildet sind.
[0003] Zum Anschluß eines dieser Gehäuse beziehungsweise des in dem Gehäuse vorhandenen
Steckverbinders mit einem Gegen-Steckverbinder ist dieser Gegen-Steckverbinder regelmäßig
an einer Montageplatte befestigt.
STAND DER TECHNIK
[0004] Um die Störeinstrahlungen im Bereich der miteinander verbundenen beiden jeweiligen
Steckverbinder, also des an einer Montageplatte befestigten Steckverbinders und des
in dem störstrahlsicheren Steckverbinder-Gehäuse vorhandenen anderen Steckverbinders,
möglichst gering in ihren Auswirkungen zu halten, ist es aus der EP 0 563 672 A1 bekannt,
den in dem Steckverbinder-Gehäuse vorhandenen Steckverbinder soweit zurückversetzt
in dem Gehäuse anzuordnen, daß das Gehäuse mit seiner Stirnseite plan auf der den
Gegen-Steckverbinder aufnehmenden Montageplatte aufliegen kann. Dazu ist das Steckverbinder-Gehäuse
querschnittsmäßig so voluminös ausgebildet, daß der Steckverbinder mit seinem umlaufenden
Metall-Kragen voll im von den Gehäusewänden umschlossenen Innenraum des Gehäuses Platz
findet. Der dadurch erforderliche große Gehäusequerschnitt ist von Nachteil. Der gegenseitige
Minimalabstand zwischen benachbarten derartigen Steckverbinder-Gehäusen ist nämlich
dadurch größer als bei "normalen" Steckverbinder-Gehäusen. Derartige voluminöse Gehäuseausführungen
werden daher nur in speziellen Anwendungsfällen eingesetzt.Für eine zufriedenstellende
Abschirmwirkung gegenüber Störeinstrahlungen speziell bei Anwendungen sehr hoher Frequenzbereiche
und/oder starken Störfeldern ist eine gute elektrische Kontaktierung des umlaufenden
Kragens des Steckverbinders an dem Steckverbinder-Gehäuse erforderlich. Bei dem vorbekannten
Steckverbinder-Gehäuse erfolgt diese Kontaktierung durch Anpreßdruck in zusammengeschraubtem
Zustand des Steckverbinder-Gehäuses. Dabei ist zwischen dem Steckverbinder-Gehäuse
und dem umlaufenden Metall-Kragen des Steckverbinders zusätzlich ein Federzungen aufweisender
metallischer Dichtstreifen angeordnet. Dadurch erweist sich das Steckverbinder-Gehäuse
entsprechend aufwendig. Zur Positionierung des Steckverbinders besitzt das Steckverbinder-Gehäuse
entsprechende Nuten in seinen beiden Gehäuseteilen. Aufgrund der relativ großzügigen
Toleranzmaße des umlaufenden Kragens ist der jeweilige Anpreßdruck unterschiedlich
stark, so daß eine gute und dauerhafte elektrische Kontaktierung zwischen dem Gehäuse
und dem Steckverbinder, nicht immer ausreichend vorhanden ist.
[0005] Aus der DE 24 41 669 A1 ist ein Steckverbinder-Gehäuse bekannt, das aus zwei gleichartigen
zusammenschraubbaren Plastikteilen besteht. In jedes Plastikteil ist Blech eingesetzt,
das sich mit angeformten Spitzen in der Kunststoffwandung des Steckverbinder-Gehäuses
eingekrallt festhält. Mit derartigen Blechen läßt sich lediglich eine begrenzte Abschirmung
erreichen. Auch dieses Steckverbinder-Gehäuse besitzt Nute, in die der Steckverbinder
locker eintaucht. Voraussetzung für eine elektrische Kontaktierung zwischen Steckverbinder-Gehäuse
und Steckverbinder ist wiederum eine entsprechend starke Verschraubung der beiden
Gehäuseteile.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0006] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
ein möglichst wirtschaftliches störstrahisicheres Steckverbinder-Gehäuse der eingangs
genannten Art anzugeben.
[0007] Diese Erfindung ist durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gegeben. Die Erfindung
geht von der Erkenntnis aus, daß das Lichtraumprofil eines üblichen Steckverbinders
nicht größer sondern sogar geringfügig kleiner ist als das Lichtraumprofil eines vorbekannten
"normalen" Steckverbinder-Gehäuses, für das dieser Steckverbinder vorgesehen ist.
Dadurch ist es möglich, in dem Innenraum des Steckverbinder-Gehäuses Fehlbereiche
in der Gehäusewandung vorzusehen und dadurch den Innenraumquerschnitt des Steckverbinder-Gehäuses
bereichsweise so zu vergrößern, daß Platz im Inneren des Steckverbinder-Gehäuses geschaffen
wird, um einen Steckverbinder beliebig zurückversetzt in dem Gehäuse zu plazieren.
[0008] Die Fehlbereiche können bei einem im Querschnitt einen rechteckförmigen umlaufenden
Kragen aufweisenden Steckverbinder aus einer Einformung in der Steckverbinder-Gehäusewandung
bestehen, die der Dicke und Form des umlaufenden Kragens vom Steckverbinder angepaßt
ist. Die Einformung oder ganz allgemein der Fehlbereich der Gehäusewandung ist vorzugsweise
derart, daß der umlaufende Kragen mit Preßsitz in dem Gehäuse einsitzen kann. Dadurch
ist eine gute Kontaktierung zwischen dem Steckverbinder beziehungsweise zwischen seinem
Kragen und dem Steckverbinder-Gehäuse gewährleistet, unabhängig davon, wie stark das
Steckverbinder-Gehäuse an der Montageplatte drückend anliegt. Der auf die Montageplatte
einwirkende Befestigungsdruck ist in seiner Größe nicht ausschlaggebend und maßgebend
für die Güte der Kontaktierung zwischen dem Steckverbinder und dem Steckverbinder-Gehäuse.
[0009] Auf diese Weise kann ein im Stand der Technik bekanntes Gehäuse dem Grunde nach auch
für das erfindungsgemäß vorgesehene störstrahlsichere Steckverbinder-Gehäuse verwendet
werden. Die erforderlichen Fehlbereiche zusätzlich in der Wandung des Gehäuses vorzusehen,
ist nicht besonders aufwendig. Die für ein derartiges Steckverbinder-Gehäuse erforderlichen
Werkzeugkosten sind dadurch niedrig. Durch relativ einfache mechanische Nachbearbeitung
können die erfindungsgemäß erforderlichen Fehlbereiche auch in vorbekannten Gehäusen
vorgesehen und gegebenenfalls eine plane Oberfläche der den Steckverbinder umgebenden
Stirnfläche des Steckverbinder-Gehäuses hergestellt werden. Unter Vernachlässigung
des geringen Umarbeitungsaufwandes können die erfindungsgemäßen Gehäuse damit in gleicher
Art und Weise wie die im Stand der Technik bekannten Gehäuse eingesetzt werden, da
sie genauso eng plaziert werden können, wie es im Stand der Technik mit sonstigen
Gehäusen vergleichsweise möglich ist.
[0010] Ein im Stand der Technik bekanntes Steckverbinder-Gehäuse besitzt zwei breite und
zwei schmale Seitenwände. Die eine dieser breiten Seitenwände ist zumindest mit einer
der schmalen Seitenwänden, vorzugsweise mit beiden schmalen Seitenwänden wannen- oder
topfartig verbunden. Die andere breite Seitenwand bildet den Deckel für dieses wannenartige
Gehäuse. Erfindungsgemäß kann vorgesehen werden, einen Schlitz zumindest in einer,
vorzugsweise in beiden gegenüberliegenden schmalen Seitenwänden vorzusehen. In diesen
Schlitzen kann der Steckverbinder mit Preßsitz einsitzen. In den beiden breiten Seitenwänden
wird es im allgemeinen ausreichend sein, jeweils eine nutartige Einformung vorzusehen,
um den Kragen des Steckverbinders in dem Innenraum des Gehäuses voll unterzubringen.
Der Schlitz beziehungsweise die Fehlbereiche in der Gehäusewandung sind soweit zurückgesetzt,
daß das Steckverbinder-Gehäuse beziehungsweise seine Stirnseite wünschenswert dicht
an der Montageplatte anliegen kann. Zur Beseitigung eventuell vorhandener Unebenheiten
und/oder kleiner Luftspalte zwischen Montageplatte und Steckverbinder-Gehäuse können
im zusammengesteckten Zustand gegebenenfalls Dichtungen aus leitfähigem Material wie
beispielsweise handelsübliche HF-Dichtungen aus leitfähigen Elastomeren vorgesehen
werden.
[0011] Der Umbau von im Stand der Technik bekannten Gehäusen zu den vorstehend genannten
erfindungsgemäßen, für höherwertige Applikation vorgesehenen Gehäusen ist damit ohne
Einschränkungen grundsätzlich möglich, und zwar auf wirtschaftlich einfache Art und
Weise.
[0012] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind den in den Ansprüchen ferner aufgeführten
Merkmalen und den nachstehenden Ausführungsbeispielen zu entnehmen.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
[0013] Die Erfindung wird im folgenden anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher beschrieben und erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1.0
- ein auf einer Montageplatte angeschraubtes Steckverbinder-Gehäuse nach der Erfindung,
mit einer teilweise geschnittenen Draufsicht auf die breitere Seitenwand des Steckverbinder-Gehäuses
nach der Erfindung,
- Fig. 1.1
- das Steckverbinder-Gehäuse nach Fig. 1.0 mit einer Seitenansicht auf eine schmalere
Seitenwand des Steckverbinder-Gehäuses nach der Erfindung,
- Fig. 1.2
- das Steckverbinder-Gehäuse nach Fig. 1.0 mit einer Schnittdarstellung der Seitenansicht
gemäß Fig. 1.1;
- Fig. 2.0 und 2.1
- jeweils eine Darstellung ähnlich Fig. 1.0 und 1.1, mit im Stand der Technik vorbekannten
Ausführungsformen;
- Fig. 3.0
- eine Draufansicht des offenen Steckverbinder-Gehäuses nach der Erfindung gemäß Fig.
1,
- Fig. 3.1
- eine Schnittdarstellung gemäß Linie 3.1 in Fig. 3.0,
- Fig. 4.0
- eine perspektivisch auseinandergezogene Darstellung des Steckverbinder-Gehäuses gemäß
Fig. 3.0 mit eingesetztem Steckverbinder, vorbereitetem Anschlußkabel, einem an einer
Montageplatte zum Anschluß bereitstehenden Gegen-Steckverbinder und in strichpunktierter
Darstellung einem gegenüber dem Stand der Technik nicht mehr vorhandenen Stirnwandbereich
des erfindungsgemäßen Steckverbinder-Gehäuses,
- Fig. 4.1
- die als Deckel für das erfindungsgemäße Steckverbinder-Gehäuse nach Fig. 4.0 ausgebildete
Seitenwand des erfindungsgemäßen Steckverbinder-Gehäuses mit strichpunktierter Darstellung
eines nicht mehr vorhandenen Stirnwandbereiches.
WEGE ZUM AUSFÜHREN DER ERFINDUNG
[0014] Bezug nehmend auf die Darstellung in Fig. 2.0 und 2.1 ist ein in einem im Stand der
Technik vorbekannten Steckverbinder-Gehäuse 10 vorhandener Steckverbinder 12 mit einem
Gegen-Steckverbinder 14 zusammengesteckt, welcher rückseitig an einer Montageplatte
16 angeschraubt ist. Die Montageplatte 16 ist Teil eines nicht näher dargestellten
elektrischen Gerätes, das über ein in das Gehäuse 10 rückwärtig angeschlossenes elektrisches
Kabel 18 mit einer elektrischen Spannungsquelle oder einem anderen elektrischen Gerät
verbunden werden kann. Das elektrische Kabel 18 ist dazu in nicht näher dargestellter,
bekannter Weise mit dem Steckverbinder 12 innerhalb des Gehäuses 10 elektrisch leitend
verbunden.
[0015] Im vorliegenden Fall ragt das Kabel 18 durch eine in der Rückseite 20 vorhandene
Öffnung 22 in das Gehäuse 10 hinein. Es ist auch möglich, Kabel durch die beiden seitlichen
Öffnungen 24, 26 des Gehäuses 10 in dasselbe hineinzuführen.
[0016] Der Gegen-Steckverbinder 14 ist mit seinem umlaufenden Kragen 28 mittels einer Schraubverbindung
an der Montageplatte 16 befestigt. Dazu ragt das Gewinde 30 eines Schraubstiftes 32
durch eine entsprechende Öffnung in der Montageplatte 16 hindurch. Der Schraubstift
32 besitzt auf seinem dem Gehäuse 10 zugewandten Ende einen verdickten Kopf 34 mit
einem Innengewinde 36. In dieses Innengewinde 36 greift eine Schraube 38 hinein, die
durch eine in dem Gehäuse 10 ausgebildete Längsbohrung 40 hindurchgreift. Durch Anziehen
dieser Schraube 38 kann das Gehäuse 10 fest in dem Innengewinde 36 und damit an der
Montageplatte 16 befestigt werden. Dabei wird der umlaufende Kragen 42 des Steckverbinders
12 von der die Längsbohrung 40 umgebenden Stirnfläche 44 gegen den verbreiterten Kopf
34 des Schraubstiftes 32 gepreßt.
[0017] Der umlaufende Kragen 42 des Steckverbinders 12 wird von Umbiegungen 48 der - in
Fig. 2.1 - linken sowie rechten breiteren Seitenwand 50, 52 des Gehäuses 10 von -
in Fig. 2 - unten umfaßt. Durch dieses Umfassen ist der Steckverbinder 12 auch in
nicht mit einem Gegenstecker verbundenem Zustand unverlierbar an dem Gehäuse 10 vorhanden.
[0018] Zum Entfernen des Steckverbinders 12 aus dem Gehäuse 10 wird eine der breiten in
Gehäusebohrungen 54 festgeschraubten Seitenwände 50 beziehungsweise 52 losgeschraubt
und entfernt. Nach Zurückziehen der beiden in den schmaleren beiden Seitenwänden 60,
62 vorhandenen beiden Schrauben 38 kann der Steckverbinder 12 dann vom Gehäuse 10
entfernt werden.
[0019] Man erkennt in den Fig. 2.0 und 2.1, daß zwischen dem Gehäuse 10 und der Montageplatte
16 ein Freiraum 64 vorhanden ist, so daß das Gehäuse 10 nicht unmittelbar an der Montageplatte
16 anliegen kann.
[0020] Ein vergleichbarer Freiraum 64 ist bei dem erfindungsgemäßen Gehäuse 70 und einer
Montageplatte 16 (Fig. 1) nicht vorhanden. Dies wird auf folgende Weise ermöglicht.
[0021] Der beim Gehäuse 10 vorhandene Materialbereich 68, der den Bereich der Umbiegungen
48 in den breiteren Seitenwänden 50, 52 sowie außerdem den Bereich ihrer Nute 69 umfaßt,
die zur Aufnahme des umlaufenden Kragens 42 vom Steckverbinder 12 in den beiden breiteren
Seitenwänden 50, 52 vorhanden sind, ist beim Gehäuse 70 nicht mehr vorhanden. Diese
abgetrennten Bereiche, die dem Materialbereich 68 (Fig. 2.1) entsprechen, sind in
Fig. 3 und 4 strichpunktiert dargestellt. Das erfindungsgemäße Gehäuse 70 endet dadurch
mit der Stirnfläche 44. Dadurch kann das Gehäuse 70 mit der Stirnfläche 44 und den
ebenflächig mit diesen beiden Stirnflächen 44 in den beiden breiteren Seitenwanden
82, 84 vorhandenen Stirnwandbereichen 45 plan an einer Montageplatte 16 angelegt werden
(Fig. 4).
[0022] In den beiden schmaleren Seitenwänden 74, 76 ist jeweils ein Schlitz 78 beziehungsweise
80 vorhanden, die beide der Form und Dicke des Kragens 42 vom Steckverbinder 12 angepaßt
sind. In den beiden gegenüberliegenden breiteren Seitenwänden 82, 84 ist jeweils eine
Nut 86, 88 vorhanden. Diese beiden Nuten 86, 88 verbinden die beiden gegenüberliegenden
Schlitze 78, 80. Dadurch kann im zusammengebauten Zustand des Gehäuses 70 der Kragen
42 des Steckverbinders 12 voll in dem Gehäuse 70 Platz finden. Der umlaufende Kragen
42 sitzt dabei mit Preßsitz in den Schlitzen 78, 80. Dadurch ist eine gute Kontaktierung
zwischen dem Gehäuse 70 und dem Steckverbinder 12 gegeben, und zwar - wie Fig. 4.0
zeigt - bereits in nicht angeschraubtem Zustand des Steckverbinder-Gehäuses 70 an
einer Montageplatte 16.
[0023] Im Bereich der Stirnflächen 44 der Seitenwände 74, 76 sind im Vergleich zu den vorbekannten
Längsbohrungen 40, die im übrigen Bereich der Seitenwände 74, 76 nach wie vor vorhanden
sind, im Querschnitt größere Bohrungen 90, 92 vorhanden. In diese Bohrungen greift
der ebenfalls ein Innengewinde 36 aufweisende Kopf 34.2 eines Gewindestiftes 32.2
hinein (Fig. 1.0, 4.0). Die in dem erfindungsgemäßen Gehäuse 70 vorhandenen Befestigungsschrauben
38.2 sind gegenüber den in dem vorbekannten Gehäuse 10 vorhandenen Schrauben 38 kürzer,
da der Kopf 34.2 nicht, wie der Kopf 34 beim Stand der Technik, vor dem Gehäuse 10
sondern beim erfindungsgemäßen Gehäuse 70 noch innerhalb des Gehäuses 70, in der Bohrung
90 beziehungsweise 92, plaziert ist.
[0024] Das erfindungsgemäße Gehäuse 70 hat außerdem den Vorteil, daß es gegenüber dem vorbekannten
Gehäuse 10 mit einer vergleichsweise größeren Kippsicherheit an einer Montagewand
befestigt werden kann. Wie die Fig. 1.1 zeigt, ist als Berührungsfläche zwischen dem
Gehäuse 70 und der Montageplatte 16 die Breite der Stirnfläche 44 vorhanden. Beim
Stand der Technik wird die Berührungsfläche zwischen Steckverbindergehäuse 10 und
Montageplatte 16 durch die Größe des Kopfes 34 von dem Schraubstift 32 begrenzt. Die
Größe dieses Kopfes 34 kann im Querschnitt nicht so groß wie die Stirnfläche 44 sein,
da der Kopf zwischen den Umbiegungen 48 der beiden Seitenwände 50, 52 Platz finden
muß (Fig. 2.1). Daher besitzt das erfindungsgemäße Steckverbinder-Gehäuse in der durch
den Doppelpfeil 96 (Fig. 1.1.) gezeigten Richtung eine vergleichsweise größere Kippsicherheit.
Diese Kippsicherheit ist wichtig, um die durch ein Verschwenken des Steckverbindergehäuses
10 verursachten Biegespannungen in den einzelnen Drähten der Verdrahtung zwischen
dem Kabel 18 und dem Steckverbinder 12 möglichst nicht auftreten zu lassen.
[0025] Statt des im vorliegenden Fall vorgenommenen Abtrennens des Materialbereiches 68
vom übrigen Gehäuse kann auch eine elektrisch leitende Dichtung so an den beispielsweise
vorhandenen Umbiegungen 48 plaziert werden, daß eine ausreichende elektrisch leitende
Verbindung zwischen einer Montageplatte 16 und einem Gehäuse 70 vorhanden sein kann.
Eine derartige Dichtung könnte beispielsweise durch die Umbiegungen 48 krallenartig
erfaßt und gehalten werden.
1. Störstrahlsicheres Steckverbinder-Gehäuse (70) zur Aufnahme von einerseits zumindest
einem Steckverbinder (12) und andererseits einem mit dem Steckverbinder (12) innerhalb
des Gehäuses (70) zu verbindenden Kabelende eines in das Gehäuse (70) hineingeführten
Kabels (18),
- wobei das Steckverbinder-Gehäuse (70) zum Anschluß an einem an einer Montageplatte
(16) befestigten Gegen-Steckverbinder (14) vorgesehen ist,
- wobei der umlaufende Kragen (42) des Steckverbinders (12) dicht an der Gehäusewand
des Steckverbinder-Gehäuses (70) anlegbar ist,
- wobei der Innenraum des Gehäuses (70) durch Fehlbereiche (78, 80, 86, 88) in den
den Steckverbinder (12) umgebenden Gehäusewänden (74, 76, 82, 84) vergrößert vorhanden
ist,
- wobei in diese Fehlbereiche (78, 80, 86, 88) der umlaufende Kragen (42) des Steckverbinders
(12) einführbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
- der Kragen (42) in Fehlbereichen (78, 80, 86, 88) mit Preßsitz einsetzbar ist,
- die Fehlbereiche (78, 80, 86, 88) so vorhanden sind, daß der Steckverbinder (12)
zusammen mit seinem Kragen (42) soweit zurückversetzt in dem Gehäuse (70) positionierbar
ist, daß das Steckverbinder-Gehäuse (70) beziehungsweise dessen Stirnfläche (44, 45)
dicht an der Montageplatte (16) anlegbar ist.
2. Gehäuse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
- die den Steckverbinder (12) umgebende Stirnfläche (44, 45) des Gehäuses (70) ebenflächig
ausgebildet ist.
3. Gehäuse nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
- der für den Steckverbinder (12) ausgebildete Öffnungsbereich des Gehäuses (70) in
etwa rechteckförmig ist, mit zwei jeweils gegenüberliegenden Endbereichen von zwei
breiten (82, 84) und zwei schmalen (74, 76) Seitenwänden,
- eine der Dicke und Form des Steckverbinder-Kragens (42) angepaßte Einformung in
den Seitenwänden vorhanden ist.
4. Gehäuse nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
- die eine breite Seitenwand (82) mit zumindest einer schmalen Seitenwand (74, 76)
fest verbunden ist,
- ein der Dicke und Form des umlaufenden Kragens (42) angepaßter Schlitz (78, 80)
zumindest in einer der Seitenwände (74, 76) vorhanden ist.
5. Gehäuse nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
- die den Kragen (42) des Steckverbinders (12) aufnehmenden Fehlbereiche (78, 80,
86, 88) der Gehäusewände (74, 76, 82, 84) so weit zurückversetzt vom Öffnungsbereich
des Gehäuses vorgesehen sind, daß
- das Gehäuse (70) mit seiner Stirnfläche (44, 45) plan an der Montageplatte (16)
anlegbar ist.
6. Gehäuse nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
- eine elektrisch leitfähige Dichtung zwischen seinem Öffnungsbereich und der Montageplatte
positionierbar ist.