[0001] Die Erfindung betrifft eine Umschaltvorrichtung für einen Tür- oder Fensterbeschlag
sowie einen Tür-, Tor- oder Fensterbeschlag mit einer solchen Umschaltvorrichtung.
[0002] Tür- oder Fensterbeschläge mit Mitteln zur Umschaltung zwischen verschiedenen Funktionszuständen
sind bekannt.
[0003] Weit verbreitet sind etwa Dreh-/Kipp-Beschläge für Fenster, die deren Öffnen sowohl
um eine vertikale als auch um eine horizontale Drehachse ermöglichen oder aber das
Fenster verriegelt halten.
[0004] Aus der DE-AS 11 13 649 ist ein Türbeschlag bekannt, bei dem der Türgriff durch eine
Kupplung vom zugehörigen Drückerdorn entkoppelbar ist. Dieser Beschlag erlaubt in
einer Stellung der Kupplung eine Verdrehung des Drückerdorns und damit ein Öffnen
(bzw. Schließen) der Tür, während in einer zweiten Stellung der Türgriff frei durchdrehbar
ist, ohne daß der Drückerdorn verdreht und die Tür geöffnet (bzw. geschlossen) werden
kann.
[0005] Aus DE 78 20 998 U ist ein Fensterbeschlag für Schwingflügelfenster bekannt, bei
dem einem in einem Schild oder einer Rosette drehbaren Griff mit einer riegelartigen
Anformung für den Eingriff in ein Schließblech ein drucknopfbetätigtes Sperrteil zugeordnet
ist, mittels dessen eine Betätigung des Griffs verhindert werden kann.
[0006] Bei diesen und weiteren bekannten Beschlägen erfolgt die Umschaltung zwischen den
Funktionszuständen von derjenigen Seite des Beschlages (d.h. der Tür oder des Fensters)
her, auf die sich die Umschaltung auch auswirkt.
[0007] Es sind auch Möglichkeiten bekannt, das Öffnen einer Tür von einer Seite (außen)
von der anderen Seite aus (von innen) wahlweise zu gestatten oder zu unterbinden.
[0008] Allgemein bekannt sind hier neben den üblichen Schlössern zum Verriegeln einer Tür
mittels eines schlüsselbetätigten Schloßriegels die Verriegelungen von Bad- oder WC-Türen,
bei denen über einen innen angeordneten Drehgriff (Knebel, Olive) ein zusätzlich zum
federbetätigten Schnappriegel (der Falle) vorgesehener Sperriegel hinter ein zugehöriges
Schließblech geschoben wird, wonach eine Betätigung des äußeren Drückers zwar ein
Zurückziehen des Schnappriegels, nicht aber ein Öffnen der Tür bewirkt.
[0009] Bei der Sperrung mittels Schlüssel ist jedes Passieren der Tür dann, wenn diese versperrt
gehalten werden soll, mit einem zweimaligen Betätigen des Schlosses verbunden. Dies
ist in vielen praktisch vorkommenden Fällen - beispielsweise für Behörden, die regelmäßig
Publikumsverkehr haben, bei denen der Einlaß aber gesteuert werden muß, oder für Läden
nach Ladenschluß, wenn sich noch Kunden im Laden befinden und diesen das Verlassen
des Ladens ermöglicht werden muß - zu umständlich. Je mehr Mitarbeiter in einem Raum
oder Gebäudeabschnitt arbeiten, um so problematischer wird diese Lösung unter organisatorischen
und Kostenaspekten. Darüber hinaus ist die "Selbsteinschließung" unter dem Blickwinkel
des Arbeitsschutzes (Vorhandensein unversperrter Fluchtwege) und aus arbeitspsychologischen
Erwägungen heraus als ungünstig zu beurteilen.
[0010] Weiterhin sind - insbesondere aus den Eingangsbereichen von Firmen, Behörden etc.
- seit langem Türöffner bekannt, deren Funktion auf einem elektromechanisch fernbewirkten
Zurückziehen des Widerlagers für den Schnappriegel in der Türzarge beruht. Der größte
Nachteil dieser Lösung besteht darin, daß ihre Ausführung, insbesondere als Nachrüstung,
einen hohen Aufwand für die Elektroinstallation und - insbesondere bei Sicherheitstüren
- den Umbau der Zarge erfordert.
[0011] Aus DE-GM 1.683 917 ist ein einseitig feststellbarer Türgriff bekannt, bei dem die
Unwirksammachung der Außenklinke über eine Axialverschiebung eines vorstehenden Hebels
an der Innenklinke erfolgt und die Außenklinke im unwirksamen Zustand festgesetzt
wird. In diesem Funktionszustand ist eine Leerlauf-Handhabung nicht mehr möglich.
Da die Außenklinke vom Benutzer jedoch als Bewegungshandhabe erkannt wird, birgt dieses
Prinzip zweifach Unfallgefahren - zum einen durch die entgegen dem optischen Anschein
fehlende Bewegbarkeit der Außenklinke im unwirksamen Zustand, zum anderen durch die
axiale Verschieblichkeit des Stellhebels gegenüber dem Türblatt, die zu einer Klemmgefahr
führt.
[0012] Die DE-PS 670 268 beschreibt eine Drückeranordnung mit zwei voneinander unabhängigen
Drückern mit einem verschiebbaren Kupplungsglied, dessen Einbau jedoch eine Modifikation
des Schlosses erfordert. Diese Anordnung ist daher für Nachrüstungen kaum geeignet.
[0013] Aus US 1 090 772 ist eine Türverriegelungsanordnung bekannt, bei der die Umstellung
zwischen den Funktionszuständen wirksam/unwirksam der Außenhandhabe mittels einer
axialverschieblichen Innenhandhabe erfolgt. Das Fehlen einer axialen Festlegung der
Innenhandhabe führt dazu, daß bei Betätigung der Innenhandhabe ungewollt eine Zustandsänderung
der Außenhandhabe erfolgen kann. Diese Ausbildung bringt überdies eine ausgeprägte
Klemmgefahr mit sich, so daß die Anordnung aktuellen Arbeitsschutzanforderungen nicht
genügt.
[0014] Aus DE-GM 72 16 046 ist ein Einsteckschloß mit zwei Drehgriffen (Außen-/Innenklinke)
bekannt mit Mitteln, die eine erleichterte Entsperrung von außen mittels des zum Schloß
gehörenden Schlüssels sichern. Auch hier erfolgt die Funktionsumstellung über eine
Axialverschiebung der Innenhandhabe, mit den entsprechenden Unfallgefahren. Zudem
muß zur Realisierung der quadratische Durchbruch der Nuß eine vom üblichen Maß abweichende
Abmessung aufweisen, insbesondere nachträglich erweitert werden, so daß auch diese
Anordnung für Nachrüstungen wenig geeignet ist.
[0015] Aus der AU-A-477 028 ist eine Umschalteinrichtung bekannt, bei der die äußere und
innere Handhabe über eine hohle Drücker-Spindel und einer darin geführten Schloß-Spindel
miteinander verbunden sind und miteinander korrespondieren.
[0016] Nachteilig bei dieser Ausführung ist die mit der geschwächten Drücker-Spindel zusammenhängende
geringe Kraftübertragung bzw. die Nachteile des bei Bruch der hohlen Drücker-Spindel
und damit hervorgerufenen Unfallgefahren bzw. die damit verbundene Funktionsuntüchtigkeit.
[0017] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Umschaltvorrichtung der eingangs
genannten Gattung anzugeben, die bequem zu betätigen und aus Arbeitsschutz- und arbeitspsychologischer
Sicht unbedenklich ist und bei handelsüblichen Schnappriegelschlössern mit geringem
Aufwand nachgerüstet werden kann. Sie soll insbesondere keinerlei Klemmgefahren bergen
und keine bauliche Veränderung des Türschlosses erfordern.
[0018] Diese Aufgabe wird durch eine Umschaltvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
[0019] Die Erfindung schließt den Gedanken ein, eine vollständig in den Beschlag integrierte.
ohne Axialverschiebungen äußerlich zugänglicher Teile auskommende und keinerlei Veränderungen
an Zarge, Fensterrahmen oder Türschloß erfordernde Anordnung bereitzustellen. Diese
ist universell und einfach mit verschiedenen Schloßsystemen ausführbar und vermeidet
Unfallgefahren, die sich aus einer Festsetzung der Außenhandhabe ebenso ergeben wie
aus axialverschieblichen Betätigungselementen. Sie erfüllt damit die gültigen strengen
Zulassungsvorschriften für den Einsatz in öffentlichen Gebäuden und ermöglicht eine
Nachrüstung in Verbindung mit versicherungstechnisch zertifizierten Türschlössern.
[0020] Sie schließt weiter den Gedanken ein, innen ein der inneren Handhabe zugeordnetes
Betätigungselement (zusammen mit der inneren Handhabe im weiteren auch unter den Begriff
"Schaltklinke" gefaßt) vorzusehen, das mit einem der äußeren Handhabe zugeordneten
Wirkelement (aufgrund dessen die äußere Handhabe im weiteren auch unter den Begriff
"Punktionsklinke" gefaßt ist) über ein im wesentlichen innerhalb der Außenkontur des
Vierkantdorns verlaufendes Übertragungsglied in Verbindung steht. Dieses wiederum
verbindet die äußere Handhabe mit der Betätigungswelle des Riegels, d.h. beim handelsüblichen
Schnappriegelschloß über die Nuß mit dem Vierkantdorn. Die Verbindung zwischen dem
Betätigungselement und dem Wirkelement wird durch eine - in vielfältigen Ausgestaltungen
realisierbare - schaltbare (insbesondere ein-/ausrückbare) Kupplungseinrichtung hergestellt.
[0021] Ein mit der erfindungsgemäßen Umschaltvorrichtung ausgerüsteter Beschlag ist insbesondere
für Außen- und Innentüren sowie Tore vorgesehen und kann im Austausch für verschiedenartigste
handelsübliche Handhaben und Beschlagsteile eingesetzt werden, wobei deren konstruktive
und ästhetische Spezifika erhalten bleiben.
[0022] Von innen können unterschiedliche Außenzugangsberechtigungen wahlfrei eingestellt
werden. Der entscheidende Gebrauchsvorteil des erfindungsgemäß ausgebildeten Schalt-
und Funktionsbeschlages besteht darin, daß eine Mehrzahl von Funktionen auf eine aktuellen
Sicherheits- und Arbeitsschutzanforderungen gerecht werdende Weise in einem einzigen
Beschlag vereinigt ist, wobei alternative Außenzugangsberechtigungen von innen eingestellt
werden können und die vorgegebene Sicherheitsschließfunktion des verwendeten Schloßsystems
nicht verändert wird. Der Schalt- und Funktionsbeschlag arbeitet unabhängig vom verwendeten
Riegel-und Schließmechanismus des Schlosses, wobei die Türöffnung von innen keiner
Funktionswahl unterliegt, so daß die Öffnung nicht verschlossener Türen oder Tore
rauminnenseitig immer möglich ist.
[0023] Besonders vorteilhaft läßt sich der Schalt- und Funktionsbeschlag in öffentlichen
Verwaltungsgebäuden in den Räumen einsetzen, in denen nur zeitweiliger Publikumsverkehr
vorgesehen ist. Während der Zeiten, in denen kein Publikumsverkehr vorgesehen oder
alle Abfertigungsplätze bereits belegt sind, können die Bediensteten die Außenzugangsberechtigung
von der Rauminnenseite ohne Schlüsselbetätigung sperren. Die Bediensteten selber können
aber zu jeder Zeit den Raum direkt (ebenfalls ohne mit einem Schlüssel hantieren zu
müssen) verlassen. Soll wieder der Zutritt zugelassen sein, wird von der Rauminnenseite
her ein Betätigungselement bedient, und jedermann kann nun den Raum von außen betreten.
Demgegenüber wäre es bei einer Raumtür mit einm konventionellen Beschlag während einer
Phase der Zugangsverhinderung erforderlich, daß der Raum von der Innenseite her aufgeschlossen
wird, der Durchtritt durch die Tür erfolgt und anschließend die Tür von außen wieder
verschlossen wird.
[0024] Weitere Einsatzbeispiele lassen sich in vielen gewerblichen und privaten Bereichen
finden, z.B. in Laboratorien, Geschäftsräumen, als Kindersicherungen, für Gartentore
etc.. Besonders ist dabei hervorzuheben, daß das zu verwendende Schloßsystem wahlfrei
ist, so daß jede Schließsicherheitsfunktion von außen und innen durch Wahl des entsprechenden
Schlosses und Schließsystems realisiert werden kann. Durch den einfachen Austausch
eines bestehenden Beschlages an Türen oder Toren läßt sich die Multifunktionalität
besonders kostengünstig erreichen.
[0025] An dem Schalt- und Funktionsbeschlag lassen sich in einer bevorzugten Ausführung
folgende drei Einstell- bzw. Funktionszustände von der Rauminnenseite durch Einstellung
eines integrierten Schaltelementes am Beschlag einstellen:
- Funktionszustand A) Freigabe:
- Tür- bzw. Toröffnung von außen möglich
- Funktionszustand B) Dauersperrung:
- Tür- bzw. Toröffnung von außen nicht möglich
- Funktionszustand C) Teilsperrung:
- Tür- bzw. Toröffnung von außen nicht möglich bis innere Klinke/Drehknauf einmal betätigt
wurde.
[0026] Im Funktionszustand A (Außenhandhabe ist wirksam) ist der Schalt- und Funktionsbeschlag
vergleichbar mit einem konventionellen Türbeschlag mit einer Außen- und einer Innenklinke
(bzw. entsprechenden Drehknaufen). Die Türöffnung erfolgt durch Betätigung bzw. Rückziehung
des im Schloß integrierten Riegelelements (Schnappriegels).
[0027] Im Funktionszustand B (Außenhandhabe ist unwirksam) läßt sich der Schalt- und Funktionsbeschlag
funktionell mit einem konventionellen Türbeschlag mit feststehendem Außenknauf und
einer Innenklinke vergleichen. Ein Öffnen von außen ist dadurch verhindert, daß eine
Rückziehung des Schnappriegels infolge einer Entkopplung zwischen Außendrücker und
Betätigungswelle des Schnappriegels nicht möglich ist. Ein drehbarer Außendrücker
bleibt in diesem Zustand (im Leerlauf) drehbar, so daß.keine Unfallgefahr besteht,
wie sie ein (entgegen dem äußeren Anschein der Beweglichkeit) festgesetzter Drücker
mit sich bringt.
[0028] Der Funktionszustand C ist nicht mit einer Funktion konventioneller Türbeschläge
vergleichbar; er beinhaltet im Grunde eine zusäzliche Vorwahl- oder Memory-Funktion
hinsichtlich der beiden möglichen Funktionszustände der äußeren Handhabe. Der Hauptgebrauchsnutzen
dieses Funktionszustandes besteht darin, daß eine Person rauminnenseitig eine temporäre
Außenzugangssperrung einstellt, bis zu dem Zeitpunkt, wo sie selbst den Raum durch
die außenseitig versperrte Tür verläßt und für sich selbst einen direkten Wiedereintritt
in den Raum ermöglichen möchte.
[0029] In einer speziellen Ausgestaltung des Schalt- und Funktionsbeschlages sind nur die
Zustände A und C am inneren Beschlag einstellbar, nicht aber der Zustand B, so daß
dies die bevorzugte Ausgestaltungsvariante für Schloßsysteme ist, die keine Schloßriegelrückziehung
durch Schlüsselbetätigung vorsehen und bei denen daher im Zustand B die Gefahr einer
Selbstaussperrung bestünde.
[0030] Die das innere Betätigungselement und das äußere Wirkelement miteinander verbindende
Übertragungs- und Kupplungseinrichtung kann die Einstellwirkung aufgrund unterschiedlicher
physikalischer Prinzipien vermitteln; sie kann etwa so ausgebildet sein, daß die Verbindung
zwischen Betätigungs- und Wirkelement über ein Fluid (eine Hydraulikflüssigkeit. Druckluft
o.ä.) oder ein elektrisches und/oder magnetisches Feld hergestellt wird. Bevorzugt
sind jedoch für die meisten Anwendungsfelder mechanische Mittel, die ein im wesentlichen
starres Zug- und/oder Druckkraft- oder Drehmoment-Übertragungsglied sowie ein durch
eine zug- oder Druckkraft oder ein Drehmoment umschaltbares, mit dem Übertragungsglied
verbundenes Richtungsgesperre (einen "Freilauf") aufweisen.
[0031] Das Übertragungsglied kann doppeltwirkend sein, d.h. sämtliche Umschaltungen zwischen
den Funktions- bzw. Einstellzuständen werden aktiv vermittelt. Dies kann insbesondere
eine Übertragung sowohl von Zug- als auch von Druckkraft öder eines Drehmomentes in
einander entgegengesetzte Drehrichtungen und somit die Ausbildung des Übertragungsgliedes
mit hierfür geeignetem Aufbau und aus geeignetem Material, beispielsweise als Zug-/Schubstange
oder Rechts-/Links-Drehhülse, erfordern.
[0032] Alternativ kann jedoch auch ein nur eine Zug- oder nur eine Druckkraft übertragendes
oder ein in nur einem Drehsinn wirkendes Drehmoment-Übertragungsglied sowie zusätzlich
zu diesem ein dessen Wirkungsrichtung entgegengerichtet selbsttätig wirkendes, insbesondere
als Federelement ausgebildetes/ Rückstellglied vorgesehen sein. In einer vorteilhaften
Ausbildung dieser Art ist als Zugkraft-Übertragungsglied ein im wesentlichen parallel
zur Längsachse der Betätigungswelle des Beschlagriegels, insbesondere in einer Bohrung
oder am Umfang angeordneten Aussparung derselben, verlaufendes Zugseil oder -band
oder als Druckkraft-Übertragungsglied eine entsprechend angeordete Schubstange vorgesehen.
[0033] Diese Ausbildung ermöglicht einen besonders leichten Einsatz mit handelsüblichen
genormten Schnappriegelschlössern, deren Nuß-Schnappriegel-Baugruppe überhaupt nicht
geändert werden muß, sowie mit handelsüblichen Beschlagsystemen, deren Mechanik, Drücker
und Schloßschilder bzw. Rosetten ebenfalls nicht bzw. nur geringfügig verändert werden
müssen.
[0034] Das auf seiten der äußeren Handhabe vorgesehene Wirkelement weist in einer vorteilhaften
Ausbildung mit an den genormten Aufbau von Schnappriegelschlössern angepaßtem Aufbau
ein wahlweise in Eingriff oder außer Eingriff mit dem Vierkantdorn zur Betätigung
der Falle stehendes Formteil auf, das eine oder mehrere erste Wirkfläche(n) hat, über
die es mit einem zwischen mindestens zwei unterschiedlichen Positionen in oder außer
Eingriff mit dem Formteil bewegbaren Eingriffsteil der Kupplungsvorrichtung in Verbindung
stehen kann, das seinerseits eine zweite Wirkfläche aufweist, die korrespondierend
zur ersten Wirkfläche (etwa als "Negativ" dieser) ausgebildet ist.
[0035] Die Gestaltung des Betätigungselementes ist dem Anwendungsfall anzupassen. In einer
einfachen, bequem zusammen mit einem Drücker bzw. einer Klinke mit einer Hand zu bedienenden
und kostengünstigen Realisierung ist das Betätigungselement als am Drückerhals angeordneter
Kipphebel oder als den Drückerhals umgebender Drehring ausgebildet, derinsbesondere
eine gemeinsame Drehachse mit der als Drücker ausgebildeten inneren Handhabe hat.
Die Drehachse des Kipphebels kann aber auch mit derjenigen des Drückers einen Winkel
einschließen und durch Daumen- oder Fingerzug oder -druck betätigbar sein.
[0036] Im Sinne der obigen Erläuterungen zu den Funktions- bzw. Einstellzuständen A, B und
C (weiter unten bei der Beschreibung einer Ausführungsform auch mit "0", "II" bzw.
"I" bezeichnet) ist die Ausbildung der Umschaltvorrichtung zur Einstellung genau der
zwei Funktionszustände "wirksam" oder "unwirksam" der äußeren Handhabe sowie das Vorsehen
von Mitteln zur Überführung in den Zustand "wirksam" aus dem Zustand "unwirksam" allein
durch (einmalige) Betätigung der inneren Handhabe als universell einsetzbare Ausführung
bevorzugt.
[0037] Dabei kann speziell für Beschläge, bei denen ein Zurückziehen der Falle mittels eines
Schlüssels nicht möglich ist, das Betätigungselement lediglich die wahlweise Einstellung
des Zustandes "wirksam" oder des Zustandes, in dem eine Überführung in den Zustand
"wirksam" durch Betätigung der inneren Handhabe erfolgt, erlauben. Für andere Beschläge
oder falls zusätzlich eine - weiter unten genauer beschriebene - Sicherheits-Entsperrfunktion
integriert ist, wird das Betätigungselement drei Einstellmöglichkeiten haben, nämlich
zur wahlweisen Einstellung des zustandes "wirksam", des Zustandes "unwirksam" oder
des (als "temporäre Freigabe" zu bezeichnenden) Zustandes, in dem eine Überführung
in den Zustand "wirksam" durch Betätigung der Innenklinke erfolgt.
[0038] Eine erhöhte Sicherheit gegen Selbstaussperrung oder Schabernacks sowie die Möglichkeit
der Realisierung von Nebenschließfunktionen bietet das Vorsehen von Sicherheits- oder
Zusatz-Umschaltmitteln, die eine mindestens unidirektionale Umschaltung zwischen Funktionszuständen
von der Seite der äußeren Handhabe her, insbesondere eine Umschaltung vom Zustand
"unwirksam" in den Zustand "wirksam" ermöglichen.
[0039] Bevorzugt ist die Kupplungseinrichtung oder die Betätigungs- und übertragungsmechanik
derart ausgebildet, daß bei Einbau der Umschaltvorrichtung als Funktionszustand der
äußeren Handhabe in deren Grundstellung wahlweise der Zustand "wirksam" (bei einer
auch als "Öffnungstür" bezeichneten Tür, etwa einer Innentür) oder der Zustand "unwirksam"
(bei einer als "Sperrtür" bezeichneten Tür, insbesondere einer Außentür) vorgegeben
werden kann.
[0040] Die Sicherheits-Umschaltmittel umfassen in einer einfachen und kostengünstigen Ausbildung
eine Öffnung in der äußeren Handhabe (oder im Bereich der zugehörigen Rosette), über
die das Wirkelement und/oder die Kupplungseinrichtung zugänglich und in ihrer Stellung
veränderbar ist. Die Veränderung der Stellung kann beispielsweise durch eine in die
Öffnung eingeführte Kugelschreibermine, Taschenmesserklinge oder Nagelfeile o.ä. Teile
erfolgen, die nicht zum Umschalt- bzw. Beschlagsystem gehören und leicht zugängliches
Notwerkzeug darstellen.
[0041] Zur zweckmäßigen Verknüpfung mehrerer oben genannter Funktionsmerkmale weist die
Betätigungs- und Übertragungsmechanik in einer bevorzugten Ausbildung einen Rast-
und Rückstellmechanismus zur wahlweisen Einstellung eines bistabilen Funktionsumstellzustandes
auf, der das Betätigungselement bei Betätigung der inneren Handhabe oder Betätigung
einer türaußenseitigen Sicherheitsauslöseeinrichtung oder durch Bewegung eines zusätzlichen,
insbesondere mit dem Riegelelement des Schlosses verbundenen, Wirkelementes selbsttätig
in eine Grundstellung ("0") stellt. Bei dieser Ausführung wird die Gefahr einer Selbstein-
bzw. -ausperrung durch das selbsttätige Umstellen beim Ins-Schloß-Fallen der Tür gebannt.
[0042] Der Einsatz der Umschaltvorrichtung mit rechts- wie linksanschlagenden Türen bzw.
Fenstern wird durch eine solche symmetrische Ausführung der Kupplungseinrichtung vereinfacht,
aufgrund derer die Umschaltvorrichtung in ein und derselben Ausführung mit rechts-
und linksanschlagende Türen, Toren oder Fenstern einsetzbar ist. Eine Gebrauchswerterhöhung
durch Bedienungsvereinfachung ergibt sich hierbei dadurch, daß die Betätigungsmechanik
derart symmetrisch ausgebildet ist, daß die Betätigungsrichtung (etwa unabhängig vom
Türanschlag im oder entgegen dem Uhrzeigersinn) einheitlich wählbar ist.
[0043] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung besteht darin, daß nach außen und/oder innen
wirkende Funktions- bzw. Einstellzustandsanzeigemittel vorgesehen sind. Eine Anzeige
nach innen läßt sich auf einfache Weise durch geeignete Ausbildung des Betätigungselementes
selbst oder einer diesem benachbarten Anzeigefläche o.ä. verwirklichen, eine Anzeige
nach außen durch ein mit der Kupplunseinrichtung oder dem Wirkelement verknüpftes
gesondertes Anzeigeelement.
[0044] Neben der manuellen Betätigung direkt am Beschlag ist in einer besonders komfortablen
- allerdings auch aufwendigeren - Ausführung eine Fernbedienung vorgesehen, d.h. das
Betätigungselement weist Mittel zur, insbesondere drahtlosen, Fernbetätigung auf.
Diese Mittel können insbesondere durch eine herkömmliche Infrarot-Fernbedienung gebildet
sein, wie sie von Pkw-Zentralverriegelungen bekannt ist. Die Fernwirkeinrichtung als
Ganzes kann dabei auch zumindest Teile der Kupplungseinrichtung mit umfassen, so daß
sich eine funktionelle Integration von Betätigungselement und Kupplungeinrichtung
ergeben kann, ohne daß hierdurch - ebensowenig wie durch eien Integration des Wirkelementes
in die Kupplungseinrichtung - der Schutzbereich der Erfindung verlassen wird.
[0045] Der Beschlag, bei dem die erfindungsgemäße Umschaltvorrichtung eingesetzt wird, kann
(auf die wohl weitestverbreitete Weise) so ausgebildet sein, daß die innere und die
äußere Handhabe jeweils als um eine gemeinsame horizontale Drehachse schwenkbarer,
mit einer Betätigungswelle für eine federbetätigte Falle als Riegelelement verbundener
bzw. verbindbarer Drücker (Klinke) ausgebildet sind.
[0046] Die Umschaltvorrichtung kann aber auch bei Beschlägen eingesetzt werden, bei denen
zumindest die äußere Handhabe als bewegliche, mit einer Betätigungswelle für das Riegelelement
verbindbare Türdrückplatte bzw. als Türdrückbügel ausgebildet ist.
[0047] Für beide (und sonstige) Ausführungen ist das Vorsehen von unabhängig vom Funktionszustand
wirksamen Federmitteln zur Rückstellung der äußeren Handhabe in den Ruhezustand von
Vorteil, da ein so ausgerüsteter Beschlag den Handhabungsgewohnheiten entgegenkommt
und optische Irritationen vermeidet.
[0048] Zur weiteren Erhöhung der Einbruchsicherheit kann es für manche Anwendungsfelder
von Vorteil sein, an der äußeren Handhabe Mittel zur Erfassung einer Betätigung der
Umschaltvorrichtung von außen oder eines zerstörenden Eingriffs in diese bzw. an der
Kupplungseinrichtung oder dem Wirkelement Mittel zur Erfassung des tatsächlichen Funktionszustandes
sowie eine mit den Erfassungsmitteln verbundene Alarmierungseinrichtung vorzusehen.
Diesen Zweck können etwa elektrische Kontakte an der Sicherheits-Umschaltöffnung in
Verbindung mit einer Schwachstrom-Nachweiseinrichtung oder eine an gleicher Stelle
angeordnete Lichtschranke o.ä. erfüllen. Die Alarmierungseinrichtung kann direkt am
Beschlag auf der Türinnenseite und/oder in einer zentralen Überwachungsstelle angeordnet
sein.
[0049] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet
bzw. werden nachstehend zusammen mit der Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
anhand der Figuren 3a bis 3j näher dargestellt.
Zum besseren Verständnis des Erfindungskonzeptes, zeigen die Figuren 1a, 1b und 2a
bis 2c schematische Darstellungen von Beschlägen mit Umschaltvorrichtungen, die aber
nicht Ausführungsformen der angesprochenen Erfindung darstellen. Die Figuren zeigen:
Figur 1a eine schematische Darstellung der äußerlich sichtbaren Beschlagteile eines
Türbeschlages, in dem eine Umschaltvorrichtung eingebaut ist, in Schrägansicht,
Figur 1b eine schematische Darstellung der rauminneren sichtbaren Beschlagteile und
einer Sendeeinheit eines Türbeschlages in einer gegenüber Figur 1 abgewandelten Ausführung
zur Fernbetätigung,
die Figuren 2a bis 2c jeweils schematische Querschnittsdarstellungen (in einer zur
Ebene des Türblattes senkrechten, horizontalen Schnittebene) von Türbeschlägen mit
einer Umschaltvorrichtung und
die Figuren 3a bis 3j Schnittdarstellungen eines Türbeschlages mit einer Umschaltvorrichtung
nach einer Ausführungsform der Erfindung in verschiedenen Schaltzuständen und Ansichten,
zum Teil als Detaildarstellungen.
[0050] Figur 1a gibt eine schematische Darstellung der bei geschlossen gedachter (im Ausschnitt
gestrichelt gezeichneter) Tür 7 äußerlich sichtbaren Teile eines Türbeschlages mit
einer Umschaltvorrichtung nach einer Ausführungsform der Erfindung, von der Türinnenseite
her gesehen. Der Beschlag besteht aus einer Außenschloßblende 1, einer Innenschloßblende
2, einer äußeren Funktions-Handhabe, hier als Außenklinke bzw -drücker 3 dargestellt,
einer inneren Handhabe, hier als Innenklinke 4 dargestellt, sowie einem Drehhebel
5 als manuelles Betätigungselement für die eigentliche Umschaltvorrichtung (Schaltelement)
zur Einstellung des Funktionszustandes des Beschlages. Der dargestellte Beschlag hat
drei Einstellzustände, die auf einer - unmittelbar die Stellung des Drehhebels zur
Anzeige nutzenden - Schaltzustandsanzeige 6 auf der Innenschloßblende angezeigt werden:
einen Zustand, in dem die Außenklinke pemanent wirksam ist, einen Zustand, in dem
sie permanent unwirksam ist, und einen Zustand, in dem sie unwirksam ist, aber durch
Betätigung der Innenklinke wirksam gemacht wird (wobei gleichzeitig das Betätigungselement
in den Zustand "wirksam" zurückspringt).
[0051] Figur 1b ist eine schematische Darstellung der rauminneren sichtbaren Teile eines
Türbeschlages in einer gegenüber Figur 1a abgewandelten Ausführung, bei der die Umschaltvorrichtung
über eine (als solche bekannte) Infrarot-Fernbedienung mit einer Sendeeinheit 5b'
und eine in den Türinnenbeschlag integrierte Empfangs- und Stelleinheit 5a" betätigt
wird, die ein elektromagnetisches Stellglied, einen Stellmotor o.ä. aufweisen kann.
An dieser ist eine Leuchtdiodenanzeige 6' zur Anzeige des eingestellten Funktions-
bzw. vorwahlzustandes vorgesehen. Die übrigen Komponenten entsprechen Fig. 1. Diese
Ausführung ist besonders vorteilhaft in größeren Arbeitsräumen von Behörden mit starkem
Publikumsverkehr. Chefbüros o.ä. einsetzbar. wo eine manuelle Batätigung direkt am
Türbeschlag als nicht hinreichend bequeme oder technisch anspruchsvolle Lösung anzusehen
ist.
[0052] Figur 2a stellt den in der Außenansicht skizzenhaft in Fig. 1a gezeigten stellten
Beschlag in einer horizontalen Schnittdarstellung als Funktions-Prinzipskizze dar.
Als Hauptbestandteile eines genormten. beliebig verwendbaren Schnappriegel- bzw. Fallenschlosses
8 sind ein Schnappriegel (eine Falle) 9 und ein Vierkant-Durchsteckelement (eine sogenannte
Nuß) 10 gezeigt, die denen des genormten Schlosses entsprechen. Die Außenklinke 3
des Schalt- und Funktionsbeschlages ist artähnlich einer konventionellen Ausführung
über einen modifizierten Vierkantdorn 11 als Betätigungswelle für den Schnappriegel
9 mit der Innenklinke 4 verbunden. Der Vierkantdorn 11 ist - im Unterschied zu einem
herkömmlichen Dorn - mit einer axial durchgehenden (in dieser Figur nicht gesondert
bezeichneten) Ausnehmung versehen und auf konventionelle Weise mit der Nuß 10 über
mechanischen Formschluß verbunden. Sein in die Außenklinke 3 hineinragendes Ende ist
rotationssymmetrisch bearbeitet, so daß es - für sich genommen - keinen Formschluß
mit der Außenklinke hat.
[0053] Dem vierkantdorn 11 sind ein Bewegungsrichtungswandler 12 (an der Innenklinke 4)
und eine Übertragungs- und Kupplungsmechanik 13 zugeordnet, die den auf der Türinnenseite
angeordneten Drehhebel 5 mit einem Wirkelement 15 zum Wirksam- bzw. Unwirksammachen
der Außenklinke 3 verbinden.
[0054] Der - hier nur symbolisch gezeigte - Bewegungsrichtungswandler 12 setzt ein Drehbewegung
des Drehhebels 5 in eine Axialverschiebung des Wirkelements 15 um. Letzteres steht
seinerseits wahlweise im Eingriff oder außer Eingriff mit einem hülsenartigen Eingriffselement
14 an der Außenklinke 3. Durch eine Drehung des Drehhebels 5 wird das Wirkelement
15 axial, d.h. parallel zum Vierkantdorn 11, verschoben, um den gewünschten Eingriffszustand
mit dem Eingriffselement 14 und damit wahlweise eine Wirkverbindung zwischen Außenklinke
3 und Vierkantdorn 11 und somit letztlich zwischen der Außenklinke 3 und der Falle
9 herzustellen oder aufzuheben. Wie dies im einzelnen geschieht, hängt von der konkreten
Ausführung insbesondere der Kupplungseinrichtung ab und wird weiter unten am Beispiel
spezieller Ausführungsformen genauer beschrieben.
[0055] In der Außenklinke 3 ist bei der gezeigten Ausführung eine (optionale) Durchgangsbohrung
16 vorgesehen, in die eine Kugelschreibermine 16a, ein Draht o.ä. eingeführt werden
und damit das Wirkelement 15 von außen auch bei von innen her ursprünglich gelöstem
Eingriff in die Eingriffsstellung gedrückt werden kann. Die Bohrung 16 fungiert somit
(zusammen mit der Kugelschreibermine) als Sicherheitsöffnungseinrichtung, über die
die integrierte Schalt- und Funktionsmechanik derart verstellt werden kann, daß eine
von innen versperrte Tür von außen sicherheitsgeöffnet werden kann.
[0056] Die weiter oben erwähnte Vorwahlfunktion, in der eine Umschaltung aus dem Zustand
"unwirksam" in den Zustand "wirksam" durch Betätigung der Innenklinke anstelle des
Drehhebels erfolgt, kann mit Hilfe an sich bekannter bistabiler mechanischer Schaltanordnungen
(etwa einer Rastscheibe mit Federelementen) ausgeführt werden, wobei die erforderliche
Mechanik in die Beschlagsteile im Bereich der Innenklinke integriert sein kann.
[0057] Fig. 2b ist eine Darstellung einer gegenüber Fig. 2a geringfügig modifizierten Ausführung
eines Beschlages, bei dem die Außenklinke 3 statt mit einer einfachen zylindrischen
Durchlaßbohrung eine Schloßöffnung 17 mit Kodierungs-Ausnehmungen aufweist und im
System ein passender Schlüssel 18 vorgesehen ist, mit dem in ähnlicher Weise wie beim
oben beschriebenen Beschlag eine Öffnung der versperrten Tür 7 von außen erfolgen
kann. Die übrigen Teile entsprechen den in Fig. 2a gezeigten und werden nicht nochmals
beschrieben. In einer (hier nicht dargestellten) Weiterbildung kann die Außenklinke
einen handelsüblichen verschieb- und verstellbaren Schließzylinder aufweisen, über
den der Funktionszustand der Außenklinke bzw. -handhabe mittels eines zugehörigen
Schlüssels permanent eingestellt werden kann.
[0058] Fig. 2c ist eine Prinzipdarstellung einer weiteren gegenüber Fig. 2a modifizierten
Ausführungsform. Hier ist die Außenklinke 3 mit einander gegenüberliegend am Umfang
der zylindrischen Durchlaßbohrung 16 angeordneten Sende- und Empfangselementen 19a,
19b einer Mini-Lichtschrankenanordnung 19 versehen. Das Sendeelement 19a (etwa eine
LED) ist über einen Schalter 19c (der an der Türinnenseite angebracht sein kann) und
einen Treiber 19d mit einer Spannungsquelle 19e verbunden, das Empfangselement 19b
über eine Signalverarbeitungsstufe 19f und Stromversorgung 19g mit einem Alarmgeber
19h. Dieser gibt im aktivierten Zustand der Anordnung 19, d.h. bei geschlossenem Schalter
19c, bei einer Unterbrechung des die Öffnung 16 durchlaufenden Lichtstrahls infolge
der Einführung eines Werkzeuges zum Entsperren des Schlosses ein Alarmsignal ab. Die
übrigen dargestellten Teile entsprechen auch hier denen der Fig. 2a.
[0059] Die Figuren 3a und 3b zeigen in Schnittdarstellungen längs einer horizontalen, zur
Ebene des Türblattes senkrechten Schnittebene einen Türbeschlag 100 mit einer Umschaltvorrichtung
nach einer Ausführungsform der Erfindung in den beiden Schaltzuständen "wirksam" (Fig.
3a) bzw. "unwirksam" (fig. 3b), wobei der Vierkantdorn mit den ihm zugeordneten Teilen
zur besseren Verdeutlichung seiner Form um 90° gedreht dargestellt ist. Fig. 3c und
3d zeigen den Aufbau der Betätigungseinrichtung in der vertikalen Ebene B-B in Fig.
3a in der Stellung "wirksam" - vom Rauminneren (Fig. 3c) bzw. vom Türblatt her gesehen
(Fig. 3d) -, Fig. 3e und 3f den Aufbau der Betätigungseinrichtung aus Blickrichtung
vom Rauminneren her in den Stellungen "unwirksam/instabil" (Fig. 3e) bzw. "unwirksam/stabil"
(Fig. 3f), Fig. 3g und 3h die Betätigungseinrichtung in Blickrichtung vom Türblatt
her in der Stellung "unwirksam/instabil" vor (Fig. 3g) bzw. bei Betätigung der Innenhandhabe
(Fig. 3h), und Fig. 3i und 3j sind Querschnittsdarstellungen der Kupplungseinrichtung
in der vertikalen Ebene A-A in Fig. 3a bzw. 3b in den Stellungen "wirksam" bzw. "unwirksam".
[0060] Eine Beschreibung wird nur für die unter dem Blickwinkel der Erfindung funktionswesentlichen
Bauteile der Umschalteinrichtung gegeben, speziell soweit deren Anordnung und Zusammenwirken
nicht ohne weiteres den Zeichnungen entnommen werden kann. Teile bzw. Baugruppen,
die in schematischer Form bereits in Fig. 1a bzw. Fig. 2a gezeigt wurden, sind mit
an diese Figuren angelehnten Bezugsziffern bezeichnet (also z.B. mit der Ziffer 101
in Anlehnung an Ziffer 1, Ziffer 102 entsprechend Ziffer 2 usw.).
[0061] Der in Fig. 3a bis 3j gezeigte Beschlag 100 entspricht in vielen Teilen einem herkömmlichen
Türbeschlag und wird mit einem konventionellen Fallenschloß 108 mit einer Falle 109
und einer Nuß 110 eingesetzt.
[0062] Ein modifizierter Schloß-Vierkantdorn 111 weist an seiner Oberseite (infolge der
oben erwähnten zeichnerischen Drehung um 90° in der Figur als rechte Seite zu sehen)
eine Ausnehmung 111a auf, in der ein Zugseil 13a läuft. An einer (weiter unten beschriebenen)
Kupplungseinrichtung zugewandten, zylindrisch ausgebildeten Ende 111b des Vierkantdorns
mündet die Ausnehmung 111a in eine zentrische Bohrung 111c mit erweitertem Durchmesser.
In dem Bereich des Beschlages 100, wo den Vierkantdorn 111 im montierten zustand des
Beschlages ein Drehring 105 als Betätigungselement für die Umschaltvorrichtung umgibt,
ist ein mit dem Zugseil 113a verklemmbarer Klemmstein 112d vorgesehen, mit dem bei
der Montage der türinnenseitigen Beschlagteile eine Verbindung zwischen dem Zugseil
113a und der Betätigungseinrichtung der Umschaltvorrichtung hergestellt und zugleich
die wirksame Seiliänge in Anpassung an die Dicke des Türblattes 107 eingestellt wird.
[0063] Der mit einer axialen Kurve 105a versehene Drehring 105 mit einem drehmomentübertragend
verbundenen Designring 102 ist zwischen einem ersten Gehäuseblech 120a und einem zweiten
Gehäuseblech 120b drehbar und axial gesichert gelagert, wobei diese Anordnung mit
einem widerlagerblech 120f zur Aufnahme des Lagerbundes der Innenklinke 104 über zwei
das Türblatt 107 durchgreifende Schrauben 121 mit einem Widerlager 120c auf der Türaußenseite
verbunden ist. Im Innenklinkenhals 104a ist in bekannter Weise eine Gewindebohrung
104b zur Aufnahme eines Gewindestiftes 104c vorgesehen, mittels dessen der innere
Drücker (die Innenklinke) 104 drehfest und gegen axiale Verschiebung bzw. Abziehen
gesichert mit dem Vierkant 111 verbunden ist.
[0064] Der Drehring 105 hat im Inneren eine mit zwei gleichen, einander gegenüberliegenden
Kurvenbahnen versehene freie Stirnseitenfläche, an die vermittels zweier gegen das
erste Gehäuseblech 120a abgestützter starker Druckfedern 112a ein Seilsteinblech 112b
angedrückt wird. Die axiale Lage dieses Seilsteinbleches wird somit durch die Drehwinkelposition
der Kurvenbahnen auf der inneren Stirnseitenfläche 105a des Drehringes 105, letztlich
also durch dessen Drehstellung, bestimmt.
[0065] Das Seilsteinblech weist eine weite konzentrische Bohrung auf, in der ein zweiteiliger
Seilstein 112c aufgenommen ist, zwischen dessen beiden, miteinander verschraubten,
Teilen der oben erwähnte Klemmstein 112d, in der Ausnehmung 111a des Vierkantdorns
111 geführt, ruht. Somit bestimmt die axiale Lage des Seilsteinbleches 112b zugleich
diejenige des Klemmsteins 112d und - da im Klemmstein das Zugseil 113a axial festgelegt
ist - diejenige des Zugseiles 113a. Auf diese Weise wird eine Drehung des Drehringes
105 letztlich in eine Axialverschiebung des Zugseiles 113a und (wie weiter unten erläutert)
einer Schaltkulisse 113b umgewandelt.
[0066] Das schaltungssichernde bistabile bzw. stabile Verhalten der Umschaltvorrichtung
werden durch das Zusammenwirken eines an einem Ende mit dem Drehring 105 verbundenen
und am anderen Ende um eine Achse 112e schwenkbaren Druckfedergliedes 112f und einer
kombinierten Rast- und Auslösemechanik 112g realisiert, der mit einer Nockenkante
120b.1 am Seilstein einerseits und - vermittels eines Kugeldruckstücks 112g.1 - mit
zwei Rillen 105b in der inneren Mantelfläche des Drehringes 105 andererseits zusammenwirkt.
[0067] Die kombinierte Rast- und Auslösemechanik 112g weist einen drehbar gelagerten Rastschwenkhebel
112g.2 mit Kugeldruckstück 112g.1 und einen drehbar gelagerten Auslöselaschenhebel
112g.3 auf. Mittels einer die voneinander abgewandten Enden des Rastschwenkhebels
112g.2 und des Auslöselaschenhebels 112g.3 verbindenden Zugfeder 112g.4 ist die Rast-
und Auslösemechanik 112g als selbstspannendes System ausgeführt. Diese Baugruppe dient
der Einstellung des bistabilen Zustandes (Stellung "I"; Fig. 3e, 3g) sowie zu dessen
Aufhebung bei einer definierten äußeren Einwirkung und bewirkt ein selbsttätiges Umspringen
der Umschaltvorrichtung aus der Stellung "I" in die Stellung "0". Die definierte äußere
Einwirkung ist bei der dargestellten Ausführung insbesondere das Niederdrücken der
Innenklinke 104, wie im Ansatz in Fig. 3h gezeigt. Dabei wird durch die Nockenkante
120b.1 der Auslöselaschenhebel 112g.3 geschwenkt, wodurch der Rastschwenkhebel 112g.2
sein Gegenlager verliert und das Kugeldrückstück außer Eingriff mit der Rille 105b
in der ineren Mantelfläche des Drehringes 105 kommt.
[0068] Die gleiche Wirkung wird (drehrichtungsunabhängig) durch eine Verdrehung der außen
mit Nocken sowie mit einem Innensechskant versehenen Welle 112g.5 mittels eines geeigneten
Verstellelements bzw. einer Einrichtung erreicht, über das/die ein Drehmoment auf
die Welle 112g.5 ausgeübt wird. Dies ermöglicht eine elektromagnetische Auslösung,
eine selbsttätige Schnappriegelauslösung oder eine manuelle Sicherheitsauslösung von
der Türaußenseite her.
[0069] Die Außenklinke 103 ist - anders als die Innenklinke 104 - nicht permanent drehfest
mit dem Vierkantdorn 111 verbunden, sondern ihr Drückerhals 103a weist eine erweiterte
Sackbohrung auf, in die drehfest eine Hülse 114 eingesteckt ist, welche radial in
der äußeren Schloßblende 101 gelagert und über einen Wellensicherungsring 114a axial
festgelegt ist. Die Hülse 114 bildet zugleich die Außenhülle einer Kupplungseinrichtung,
über die wahlweise eine drehfeste Verbindung mit dem Vierkantdorn 111 hergestellt
(Schalt-bzw. Funktionszustand "wirksam") oder aufgehoben wird (Schalt- bzw. Funktionszustand
"unwirksam").
[0070] Die Kupplungseinrichtung 113 umfaßt eine fest mit dem türäußeren Ende des Zugseiles
113a verbundene, rotationssymmetrisch speziell abgestuft geformte Schaltkulisse 113b
(deren Gestalt gut in Fig. 3a und 3b zu sehen ist), eine die Schaltkulisse radial
führende, den Vierkantdorn 111 axial verlängernde und drehfest mit diesem verbundene
Kupplungs-Innenhülse 113c und eine in der zentrischen Bohrung 111c des Vierkantdorns
111 gehaltene, das türäußere Ende des Zugseiles 113a umgebende Schrauben-Druckfeder
113d. Als Wirkelemente zur Herstellung der Verbindung zwischen der Hülse 114 und dem
Vierkantdorn 111 sind zwei einander gegenüberliegend am Umfang der Schaltkulisse angeordnete,
in der Kupplungs-Innenhülse 113c gelagerte Sperrsteine 115 vorgesehen. Die Grundform
der Sperrsteine 113d ist - wie etwa in Fig. 3a in Verbindung mit Fig. 3i zu erkennen
- quaderförmig mit abgerundeten Kanten und entsprechend den Radius-Abstufungen der
Schaltkulisse ausgearbeiteten Innenflächen. Die Hülse 114 weist an ihrer inneren Mantelfläche
zwei mit der Form und Lage der Sperrsteine 115 korrespondierende, abgeschrägt in die
verbleibenden Bereiche der Innen-Zylinderfläche übergehende Ausnehmungen 114a auf,
in die die Sperrsteine 115 durch die Schaltkulisse 113b eingerückt werden. können
und aus denen sie bei einer Drehbewegung der Hülse 114 (d.h. der Außenklinke 103)
wieder nach innen gedrückt werden können. Die Druckfeder 113d stützt sich zwischen
der türseitigen Stirnfläche der Schaltkulisse 113b und dem Boden der Bohrung 111c
ab und drückt die Schaltkulisse vom Türblatt weg.
[0071] Im Zusammenspiel zwischen dem Zugseil 113a und der Druckfeder 113d ergeben sich -
je nach der Drehstellung des Drehringes 105 und der dadurch vermittelten axialen Lage
des Zugseiles 113a - die beiden in Fig. 3a sowie 3i bzw. 3b sowie 3j gezeigten Schaltstellungen:
Bei der Schaltstellung nach Fig. 3a, 3i ist das Zugseil gegen die Kraft der Druckfeder
113d (diese überwindend) nach innen gezogen, wodurch die Bereiche größter radialer
Erstreckung der Schaltkulisse 113b in axial zu den nach innen vorstehenden Abschnitten
der Sperrsteine 115 korrespondierende Position kommen und die Sperrsteine durch die
Schaltkulisse radial nach außen in die Ausnehmungen 114a der Hülse 114 gedrückt sind.
Durch die Sperrsteine ist somit in dieser Schaltstellung die Innenhülse 113c und somit
der Vierkantdorn 111 drehfest mit der Hülse 114 und somit der Außenklinke 103 verbunden,
so daß die Außenklinke wirksam ist. In der in Fig. 3b, 3j gezeigten Stellung wird
das Zugseil 113a nicht nach innen gezogen, so daß die Schaltkulisse 113b durch die
Kraft der Druckfeder 113d nach außen gedrückt ist. Ihre Bereiche größter radialer
Erstreckung kommen somit korrespondierend zu den Ausnehmungsabschnitten der Sperrsteine
115 zu liegen, so daß diese nicht länger in die Ausnehmungen der Hülse 114 gedrückt
werden. Wird in dieser Stellung die Außenklinke betätigt, d.h. die Hülse 114 gedreht,
läuft deren Innenmantelfläche praktisch widerstandslos auf den Sperrsteinen 115 ab,
wodurch diese ohne weiteres aus den Ausnehmungen 114a nach innen gedrückt werden.
Damit ist die Innenhülse 113b (und damit der Vierkantdorn 111) von der Hülse 114 und
damit der Auβenklinke 103 entkoppelt, und die letztere bewegt sich im Leerlauf.
[0072] Die Außenklinke 103 weist in Verlängerung der Längsachse der Schaltkulisse 113b eine
nach außen durchgehende Bohrung 116 auf, in die ein länglicher Gegenstand entsprechender
Abmessungen eingeführt werden kann, mit dem ein axial nach innen gerichteter Druck
auf die Schaltkulisse 113b ausgeübt werden kann. Hiedurch kann - entsprechend dem
in Fig. 2a gezeigten Prinzip - die Schaltkulisse von außen axial verschoben und über
das damit verbundene Nach-Außen-Drücken der Sperrsteine 115 die drehfeste Verbindung
zwischen Vierkantdorn 111 und Außenklinke 103 unabhängig von der Position des inneren
Betätigungselementes hergestellt und eine Sicherheitsöffnungsfunktion realisiert werden.
[0073] Die Hülse 114 ist mit der darin aufgenommenen Kupplungseinrichtung 113 und den Wirkelementen
115 als integrale Baugruppe in verschiedenartige Außenhandhaben und mittels verschiedener
- dem jeweiligen Beschlagsystem angepaßter - Prinzipien zur drehfesten Verbindung
einsetzbar. Sie kann insbesondere eine strukturierte Außenwandoberfläche haben und
mit der Handhabe verpreßt oder diese auf die Hülse aufgeschrumpft werden.
[0074] Die Spersteine 115 ist beim oben beschriebenen Ausführungsbeispiel so ausgebildet,
daß ein um 180° verdrehtes Einsetzen zu einer Umkehrung der Funktionszustände "wirksam"
und "unwirksam" führt.
[0075] Der Aufbau des äußeren Beschlages, einschließlich der Lagerung der Außenklinke, ist
konventionell und wird hier nicht beschrieben. Es wird lediglich darauf hingewiesen,
daß bei der dargestellten Ausführung zur Erzeugung eines ergonomisch angemessenen
Gegendrucks bei Betätigung und zur Unterstützung der Rückkehr der Außenklinke 103
in die Ruhelage im Beschlag eine die Buchse bzw. Hülse 114 umgebende, die Außenklinke
in die horizontale Lage vorspannende Spiralfeder 117 vorgesehen ist.
[0076] Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht auf das vorstehend angegebene
bevorzugte Ausführungsbeispiel. Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar, welche
von der dargestellten Lösung auch bei grundsätzlich anders gearteten Ausführungen
Gebrauch macht.
[0077] Insbesondere ist die Umschaltvorrichtung auch mit herkömmlichen Tür-, Tor- oder Fensterbeschlägen
einsetzbar, die einen stark von den beschriebenen Ausführungen abweichenden Aufbau
und/oder zusätzliche Funktionen aufweisen, beispielsweise mit Sicherheitstürbeschlägen,
sogenannten Panikschlössern (mit Möglichkeit der Entriegelung des schlüsselbetätigten
Schlosses über Drückerbetätigung) etc.. Bei Tür- oder Fensterbeschlägen mit Rosetten
ist die Vorrichtung grudnsätzlich in gleicher Weise reliesierbar, wie oben für Türbeschläge
mit Schloßblenden beschrieben.
1. Umschaltvorrichtung für einen Tür- oder Fertisterbeschlag mit einer inneren und einer
äußeren, jeweils axial festgesetzten Handhabe (103, 104) zur Rückziehung des Riegelelementes
(109) eines beliebig verwendbaren Schlosses (108), mit einer zwischen innerer und
äußerer Handhabe verlaufenden Betätigungswelle (111) zum Zurückziehen des Riegelelementes,
deren Außenabmessung das einzige Anschlußmaß der Umschaltvorrichtung zu dem Schloß
darstellt, mit einem der inneren Handhabe zugeordneten Betätigungselement (105) zur
wahlweisen Einstellung mindestens zweier Funktionszustände der äußeren Handhabe, und
einer der äußeren Handhabe zugeordneten, als geschlossene Einheit in die äußere Handhabe
integrierten Kupplungseinrichtung (113b-d, 114, 115) zum Bewirken des gewählten Funktionszustandes
der äußeren Handhabe, insbesondere zum wahlweisen Verbinden oder Entkoppeln der äußeren
Handhabe mit der Betätigungswelle, derart, daß die äußere Handhabe in jedem Funktionszustand
drehbar ist, wobei die Umschaltvorrichtung mit einer mindestens in dem das Schloß
durchgreifenden Bereich der Betätigungswelle innerhalb von deren Außenabmessungen
zwischen innerer und äußerer Handhabe (104, 103) verlaufenden, innen mit dem Betätigungselement
(105) verbundenen Übertragungseinrichtung (112a-g, 113a) versehen ist, die Übertragungseinrichtung
ein Übertragungsglied (113a) aufweist und das Übertragungsglied (113a) das Betätigungselement
(105) und ein Wirkelement (115) der Kupplungseinrichtung miteinander verbindet, so
daß der Funktionszustand der äußeren Handhabe eingestellt werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungswelle als ein Vierkantdorn (111) mit einem rotationssymmetrischen
Ende für die nichtformschlüssige Aufnahme der äußeren Handhabe (103) ausgebildet ist
und an der Außenkontur der Betätigungswelle eine durchgehende Ausnehmung (111a) zur
Aufnahme des Übertragungsgliedes (113a) aufweist, daß das Betätigungselement (105)
ein Drehring ist und an der Innenseite der Tür (107) ein Bewegungsrichtungswandler
(112b) durch den Drehring (105) betätigt wird, daß die innere Handhabe (104) mit ihrem
Schaft in den Bewegungsrichtungswandler (112b) hineinreicht und daß das Wirkelement
(115) innerhalb des rotationssymmetrischen Teils angeordnet ist.
2. Umschaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Übertragungseinrichtung ein Zug- und/oder Druckkraft- oder Drehmoment-Übertragungselement
(113a) aufweist und die Kupplungseinrichtung ein durch eine Zug - oder Druckkraft
oder ein Drehmoment umschaltbares, mit dem Ubertragungselement verbundenes Richtungs-
bzw. Klemmgesperre (113b-d, 114. 115) aufweist.
3. Umschaltvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein der Wirkungsrichtung von Betätigungselement und Übertragungselement entgegengerichtet
selbsttätig wirkendes, insbesondere als Federelement ausgebildetes, Rückstellglied
(113d) vorgesehen ist.
4. Umschaltvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Übertragungselement ein im wesentlichen parallel zur Längsache der Betätigungswelle,
insbesondere in einer Bohrung oder Aussparung derselben, verlaufendes Zugseil oder
- band (113a) oder eine entsprechend angeordnete Schubstange ist.
5. Umschaltvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungseinrichtung ein mindestens wahlweise in Eingriff mit der Betätigungswelle,
insbesondere einem Vierkantdorn (111) für einen federbetätigten Schnappriegel (109),
oder einem mit dieser fest verbundenen Zusatzteil (114) befindliches erstes Eingriffsteil
(115) aufweist.
6. Umschaltvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungseinrichtung ein mit dem Übertragungselement (113a) fest verbundenes
und durch dieses zwischen mindestens zwei unterschiedlichen Positionen unter Änderung
des Eingriffszustandes mit dem ersten Eingriffsteil (115) bewegbares zweites Eingriffsteil
(113b) aufweist.
7. Umschaltvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement als Kipphebel (5) oder Drehring (IO5) ausgebildet ist und
insbesondere eine gemeinsame Drehachse mit der als Drücker ausgebildeten inneren Hand
habe (4; 104) hat.
8. Umschaltvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungseinrichtung (113b-d. 114, 115) und/oder das Betätigungselement (105)
derart ausgebildet ist, daß bei Einbau der Umschaltvorrichtung (100) als Funktionszustand
der äußeren Handhabe in einer Grundstellung ("0") wahlweise der Zustand "wirksam"
oder der Zustand "unwirksam" vorgegeben werden kann.
9. Umschaltvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement oder die Übertragungseinrichtung Mittel (112f) zur wahlweisen
dauerhaften Umstellung zwischen Funktionszuständen "wirksam" ("0") und "unwirksam"
("II") der äußeren Handhabe mit schaltungsunterstützender Kraftwirkung aufweist.
10. Umschaltvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement bzw. die Übertragungseinrichtung einen Rast- und Rückstellmechanismus
(112g) zur wahlweisen Einstellung eines bistabilen Funktionsumstellzustandes aufweist,
der das Betätigungselement bei Betätigung der inneren Handhabe oder Betätigung einer
türaußenseitigen Sicherheitsauslöseeinrichtung oder durch Bewegung eines zusätzlichen,
insbesondere mit dem Riegelelement des Schlosses verbundenen, Wirkelementes selbsttätig
in eine Grundstellung ("0") stellt.
11. Umschaltvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement (105) derart symmetrisch ausgebildet ist, da die Betätigungsrichtung
wählbar ist.
12. Umschaltvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungseinrichtung (113b-d, 114, 115) derart symmetrisch ausgebildet ist, daß
die Umschaltvorrichtung im zusammenwirken mit symmetrischen Handhaben in ein und derselben
Ausführung, insbesondere mit gleicher Orientierung des Betätigungselementes. mit rechts-
und linksanschlagenden Türen, Toren oder Fenstern einsetzbar ist.
13. Umschaltvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeinet durch Zusatz-Umschaltmittel (16, 16a; 17, 18; 116, 112g.5), die eine mindestens unidirektionale
Umschaltung zwischen zwei Funktionszuständen, insbesondere eine Umschaltung vom Zustand
"unwirksam" in den Zustand "wirksam", von der Seite der äußeren Handhabe her ermöglichen.
14. Umschaltvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatz-Umschaltmittel eine Öffnung (16. 17; 116) in der äußeren Handhabe aufweisen,
über die das Wirkelement und/oder die Kupplungseinrichtung, insbesondere mittels eines
schlüsselbetätigten verschieb- und feststellbaren Schließzylinders, in ihrer Stellung
veränderbar und/oder feststellbar ist.
15. Umschaltvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche. gekennzeichnet durch nach außen und/oder innen wirkende Funktions- bzw. Einstellzustandsanzeigemittel
(6; 6'; 19), insbesondere einen Sensor zur Fernabfrage des Funktionszustandes der
Umschalteinrichtung und/oder der Winkelstellung ihres Betätigungselementes und/oder
einer Bewegung einer Handhabe des zugeordneten Beschlages zum Anschluß an eine Alarmanlage
oder ein Gebäudesteuerungs- oder Türklinkesystem.
16. Umschaltvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel (5a',5b') zur, insbesondere drahtlosen, Fembetätigung vorgesehen sind.
17. Tür-, Tor- oder Fensterbeschlag, gekennzeichnet durch eine Umschaltvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche.
18. Tür-. Tor- oder Fensterbeschlag nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die innere und die äußere Handhabe (3, 4; 103, 104) jeweils als um eine gemeinsame
horizontale Drehachse schwenkbarer, mit der Betätigungswelle (11; 111) für das Riegelelement
(9; 109) verbundener bzw. verbindbarer Drucker ausgebildet sind.
19. Tür-. Tor- oder Fensterbeschlag nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Handhabe als bewegliche. mit einer Betätigungswelle für das Riegelelement
verbindbare Türdrückplatte oder als entsprechender Türdrückbügel ausgebildet ist.
1. An adjustable device for a fitting of a door or window with an internal handle and
an external handle (103, 104) with each of the internal and external handles being
fixed axially for drawing back the bolt element (109) of any usable lock (108), with
an actuating shaft (111) extending between the internal and external handles, for
drawing back the bolt element, with the external dimension of the actuating shaft
being the only dimension of the adjustable device for fitting into the lock, with
an actuating element (105) associated with the internal handle for selectively setting
the external handle to one of at least two operating states, and a coupling device
(113b-d, 114, 115) associated with the external handle and being integrated as a closed
unit into the external handle to effectuate the selected operating state of the external
handle, in particular for selectively connecting or uncoupling the external handle
and actuating shaft in such a way, that the external handle is rotatable in any operating
state, whereby the adjustable device is equipped with a transmission device (112a-g,
113a) which extends, at least in the region of the actuating shaft fitting in the
opening of the lock, between the internal and external handles (104, 103) within the
external dimension of the actuating shaft, wherein the transmission device is connected
to the actuating element (105), the transmission device is accomplished with a transmission
element (113a) and the transmission element (113a) connects the actuating element
(105) and an effect device (115) of the coupling device, so the operating state of
the exterior handle is adjustable, distinguished by the facts, that the actuating shaft is accomplished as square spindle (111) with a rotationally
symmetric end for the non interlocking embedding of the exterior handle (103) and
includes a continuous recess (111a) for embedding of the transmission element (113a)
at the outer contour of the actuating shaft, that the actuator (105) is a swivel and
at the door's inside (107) a transducer of direction of motion (112b) is actuated
by the swivel (105), that the interior handle (104) reaches with its shaft into the
transducer of the direction of motion-transducer (112b) and that the effect device
(115) is located inside the rotationally symmetric component.
2. The adjustable device of claim 1, wherein the transmission device includes a tractive
force and / or compressive force or torque transmission element (113a) and wherein
the coupling device includes a directional respectively clamp detent mechanism (II3b-d,
114, 115) adjustable by tractive or compressive force or torque and connected to the
transmission element.
3. The adjustable device of claim 2, wherein a return member (113d) is included, in particular
accomplished as a spring element automatically applying a force counter to a direction
of action of the actuating element and the transmission element.
4. The adjustable device of claim 2 or 3, wherein the transmission element is a bowden
cable or band (113a) or a homologous situated push rod running substantially parallel
to the longitudinal axis of the actuating shaft, particularly through a drilling or
recess of the actuating shaft.
5. The adjustable device of one of the preliminary claims, wherein the coupling device
includes a first engagement part which selectively engages the actuating shaft, particularly
a square spindle (111) for a spring-actuated snap bolt (109), or a addend part (114)
fixedly connected to the actuating shaft.
6. The adjustable device of claim 5, wherein the coupling device includes a second engagement
part which is fixedly connected to the transmission element (113a) and which is movable
by the transmission element between at least two different positions thereby changing
a state of engagement of the second engagement part (113b) with the first engagement
part (115).
7. The adjustable device of one of the preliminary claims, wherein the actuating element
is accomplished as a rocker lever (5) or swivel (I05), particularly having a common
axis of rotation with the internal handle, wherein the internal handle includes a
pressdown handle (4, 104).
8. The adjustable device of one of the preliminary claims, wherein the coupling device
(113b-d, 114, 115) and / or the actuating element (105) is accomplished in such a
way, that on installation of the adjustable device (100) the operating state of the
external handle in initial state ("0") can be set selectively to an "active" state
or an "inactive" state.
9. The adjustable device of one of the preliminary claims, wherein the actuating element
or the transmission element includes means (112f) for selectively fixedly changeover
between the operating states "active" ("0" and "inactive" "II") of the external handle
with a coupling supporting force effect.
10. The adjustable device of one of the preliminary claims, wherein the actuating element
or the transmission element includes a detente-and-return mechanism (112g) for the
selective setting of a bistable function changeover state which automatically places
the actuating element into an initial state ("0") when the internal handle or a safety
triggering device at the outside of the door or an additional effect element, in particular
connected to the bolt element of the lock, is actuated.
11. The adjustable device of one the preliminary claims, wherein the actuating element
(105) is symmetrical for providing selectable operation in the direction of actuation.
12. The adjustable device of one of the preliminary claims, wherein the coupling device
(113b-d, 114, 115) is symmetrical for providing operation of the adjustable device
in co-operation with symmetrical handles in the very same accomplishment, in particular
with the same orientation as the actuating element, within doors, gates or windows
with door hinge left and right.
13. The adjustable device of one of the preliminary claims, wherein additional changeover
means (16, 16a, 17, 18, 116, 112g.5) provide an at least unidirectional changeover
between two operating states, particularly a changeover from an "inactive" state to
an "active" state, from the side of the external handle.
14. The adjustable device of claim 13, wherein the additional changeover means provide
an orifice (16, 17, 116) in the external handle, through which the adjustment of the
effect element and / or the coupling device is movable and / or fixable, in particular
by a key-actuated relocatable and fixable lock cylinder.
15. The adjustable device of one of the preliminary claims, wherein an operating state
indicator respectively adjustment state indicator means (6, 6 ', 19) operating inwardly
and / or outwardly is included, in particular a sensor for performing remote interrogation
of the operating state of the adjustable device and / or the angle of attack of its
actuating element
system or a building control or door handle system.
16. The adjustable device of one of the preliminary claims, wherein means (5a ', 5b ')
for remote actuation, in particular wireless remote actuation, are included.
17. Door, gate or window fitting, wherein a changeover/adjustable device as described
in one of the preliminary claims is included.
18. Door, gate or window fitting of claim 17, wherein the internal and external handles
(3, 4, 103, 104) are pressdown handles pivotable about a common horizontal axis of
rotation and connected respectively connectable to the actuating shaft (11, 111) of
the bolt element (9, 109).
19. Door, gate or window fitting after claim 17, wherein the external handle is accomplished
as movable door opening plate or as homologous door opening clamp connectable to the
actuating shaft for the bolt element.
1. Commutateur pour une ferrure de porte ou de fenêtre, avec une poignée intérieure et
une poignée extérieure (103, 104) fixées chacune axialement, pour le retrait de l'élément
de verrou (109) d'une serrure (108) actionnable de manière quelconque, avec une tige
de commande (111) s'étendant entre la poignée intérieure et la poignée extérieure
pour le retrait de l'élément de verrou, dont la dimension extérieure constitue la
dimension de raccordement unique du commutateur à la serrure, avec un élément de commande
(105) associé à la poignée intérieure pour l'ajustement sélectif d'au moins deux états
fonctionnels de la poignée extérieure, et un dispositif d'accouplement (113b-d, 114,
115) associé à la poignée extérieure et intégré sous forme d'unité fermée dans la
poignée extérieure, pour mettre en oeuvre l'état fonctionnel choisi de la poignée
extérieure, en particulier pour relier ou désaccoupler au choix la poignée extérieure
et la tige de commande, de telle sorte que la poignée extérieure puisse tourner dans
chaque état fonctionnel, le commutateur étant pourvu d'un dispositif de transmission
(112a-g, 113a) s'étendant au moins dans la région de la tige de commande pénétrant
dans la serrure à l'intérieur de la plage de ses dimensions extérieures entre la poignée
intérieure et la poignée extérieure (104, 103), raccordé à l'intérieur à l'élément
de commande (105), le dispositif de transmission présentant un organe de transmission
(113a) et l'organe de transmission (113a) reliant l'un à l'autre l'élément de commande
(105) et un élément d'actionnement (115) du dispositif d'accouplement, de sorte que
l'état fonctionnel de la poignée extérieure puisse être ajusté, caractérisé en ce que la tige de commande est réalisée sous forme de goujon carré (111) avec une extrémité
à symétrie de révolution pour recevoir par engagement non positif la poignée extérieure
(103), et présente, sur le contour extérieur de la tige de commande, un logement traversant
(111a) pour recevoir l'organe de transmission (113a), en ce que l'élément de commande (105) est un anneau rotatif et du côté intérieur de la porte
(107), un convertisseur du sens de mouvement (112b) est actionné par l'anneau rotatif
(105), en ce que la poignée intérieure (104) pénètre avec sa branche dans le convertisseur du sens
de mouvement (112b) et en ce que l'élément d'actionnement (115) est disposé à l'intérieur de la partie à symétrie
de révolution.
2. Commutateur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de transmission présente un élément (113a) de transmission de la traction
et/ou de la force de pression ou du couple et le dispositif d'accouplement présente
un dispositif d'enclenchement de serrage ou de direction (113b-d, 114, 115) connecté
à l'élément de transmission, commutable par une force de traction ou de pression ou
par un couple.
3. Commutateur selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'il est prévu un organe de rappel (113d) opposé au sens d'action de l'élément de commande
et de l'élément de transmission, agissant de manière autonome, et réalisé en particulier
sous la forme d'un élément à ressort.
4. Commutateur selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que l'élément de transmission est un câble de traction ou un ruban de traction (113a)
ou une bielle disposée de manière correspondante, s'étendant essentiellement parallèlement
à l'axe longitudinal de la tige de commande, en particulier dans un alésage ou un
logement de celle-ci.
5. Commutateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif d'accouplement présente une première partie d'engagement (115) se trouvant
au moins au choix en prise avec la tige de commande, en particulier avec un goujon
carré (111) pour un verrou à déclic (109) actionné par ressort, ou avec une partie
supplémentaire (114) connectée rigidement à celle-ci.
6. Commutateur selon la revendication 5, caractérisé en ce que le dispositif d'accouplement présente une deuxième partie d'engagement (113b) connectée
rigidement à l'élément de transmission (113a) et déplaçable par celui-ci entre au
moins deux positions différentes en modifiant l'état d'engagement avec la première
partie d'engagement (115).
7. Commutateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de commande est réalisé sous la forme d'un levier basculant (5) ou d'un
anneau rotatif (105) et a notamment un axe de rotation commun avec la poignée intérieure
(4 ; 104) réalisée sous forme de bouton.
8. Commutateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif d'accouplement (113b-d, 114, 115) et/ou l'élément de commande (105)
sont réalisés de telle sorte que lors du montage du commutateur (100), on peut prédéfinir
au choix en tant qu'état fonctionnel de la poignée extérieure dans une position de
base ("0") l'état "actif" ou l'état "inactif".
9. Commutateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de commande ou le dispositif de transmission présentent des moyens (112f)
pour le passage sélectif durable entre des états fonctionnels "actif" ("0") et "inactif"
("II") de la poignée extérieure avec l'action d'une force supportant le couplage.
10. Commutateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément d'actionnement ou le dispositif de transmission présentent un mécanisme
d'encliquetage et de rappel (112g) pour l'ajustement sélectif d'un état de changement
fonctionnel bistable, qui règle automatiquement dans une position de base ("0") l'élément
de commande lors de l'actionnement de la poignée intérieure ou l'actionnement d'un
dispositif de déclenchement de sécurité du côté extérieur de la porte ou par déplacement
d'un élément d'actionnement supplémentaire, notamment raccordé à l'élément de verrou
de la serrure.
11. Commutateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de commande (105) est réalisé de manière symétrique de telle sorte que
le sens d'actionnement puisse être choisi.
12. Commutateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif d'accouplement (113b-d, 114, 115) est réalisé de manière symétrique
de telle sorte que le commutateur puisse être utilisé conjointement avec des poignées
symétrique dans la même réalisation, notamment avec la même orientation de l'élément
de commande, avec des portes, des portails ou des fenêtres ouvrant à droite et à gauche.
13. Commutateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par des moyens de commutation supplémentaires (16, 16a ; 17, 18 ; 116, 112g.5), qui permettent
une commutation unidirectionnelle entre deux états fonctionnels, notamment une commutation
de l'état "inactif" dans l'état "actif", depuis le côté de la poignée extérieure.
14. Commutateur selon la revendication 13, caractérisé en ce que les moyens de commutation supplémentaires présentent une ouverture (16, 17 ; 116)
dans la poignée extérieure, par le biais de laquelle la position de l'élément d'actionnement
et/ou du dispositif d'accouplement peut être fixée et/ou modifiée, notamment au moyen
d'un cylindre de serrure pouvant être déplacé et immobilisé, actionné par une clé.
15. Commutateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par des moyens d'indication de l'état fonctionnel ou de l'état d'ajustement agissant
vers l'extérieur et/ou vers l'intérieur (6 ; 6' ; 19), notamment un capteur pour interroger
à distance l'état fonctionnel du commutateur et/ou la position angulaire de son élément
de commande et/ou un mouvement d'une poignée de la ferrure associée pour le raccordement
à une installation d'alarme ou un système de commande de bâtiments ou de poignée de
porte.
16. Commutateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu des moyens (5a', 5b') pour la commande à distance, notamment sans fil.
17. Ferrure de porte, de portail ou de fenêtre, caractérisée par un commutateur selon l'une quelconque des revendications précédentes.
18. Ferrure de porte, de portail ou de fenêtre selon la revendication 17, caractérisée en ce que la poignée intérieure et la poignée extérieure (3, 4 ; 103, 104) sont réalisées chacune
sous la forme de boutons pouvant pivoter chacun autour d'un axe de rotation horizontal
commun, connectés ou pouvant être connectés à la tige de commande (11 ; 111) pour
l'élément de verrou (9 ; 109).
19. Ferrure de porte, de portail ou de fenêtre selon la revendication 17, caractérisée en ce que la poignée extérieure est réalisée sous la forme de plaques de poignées ou d'arceau
de poignée correspondants mobiles, susceptibles d'être connectés à une tige de commande
pour l'élément de verrou.