[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Aufbringen eines Dekors
auf einen Gegenstand, bei dem der Gegenstand in eine Flüssigkeit getaucht wird, auf
der das Dekor schwimmt, um das Dekor auf den Gegenstand zu übertragen.
[0002] Aus der US-A-4,010,057 (entsprechend DE-A-25 34 640) sind ein solches Verfahren und
eine entsprechende Vorrichtung bekannt.
[0003] Die US-A-4,348,246 und die US-A-4,388,866 beschreiben ähnliche Transfer-Drucktechniken,
wobei der Film mit dem zu übertragenden Dekor auf eine Granulatschicht bzw. eine deformierbare
Schicht aus Stiften aufgelegt wird.
[0004] Die US-A-4,436,571 beschreibt einen Transferdruck der eingangs genannten Art, bei
dem der zu bedruckende Gegenstand in bestimmter Weise in die Flüssigkeit mit dem darauf
schwimmenden Dekor eingetaucht wird, nämlich in einer kontinuierlichen Bewegung schräg
nach unten in Richtung der Strömung und danach schräg nach oben, ebenfalls in Richtung
der Strömung der Flüssigkeit.
[0005] Die US-A-4,407,881 (entsprechend DE-A-32 19 992) beschreibt für den eingangs genannten
Transferdruck eine besondere Ausgestaltung des Stützfilms, der eine hydrophile, deformierbare
Schicht aufweist, die durch Absorption von Wasser anschwellen kann, und eine weitere
Schicht, die über die hydrophile Schicht gelegt ist und die für Wasser unterschiedlich
durchlässig ist, so daß die hydrophile Schicht mehr oder weniger stark expandiert.
[0006] Die US-A-4,229,239 beschreibt eine besondere Ausgestaltung der eingangs genannten
Transfer-Drucktechnik, bei der das Dekor vor dem Transfer mittels eines Lösungsmittels
vorbereitet wird, damit es sich bei der Übertragung auf den Gegenstand leichter vom
abstützenden Film löst. Diese Aktivierung des Dekors (Druckmusters; pattern) erfolgt
beim genannten Stand der Technik unmittelbar vor Aufbringung des Films mit dem Dekor
auf die freie Wasseroberfläche. Auf der Wasseroberfläche kann sich der das Dekor abstützende
Film auflösen, so daß das Dekor alleine (ohne den Film) auf der Wasseroberfläche schwimmt
und durch anschliessendes Eintauchen des zu dekorierenden Gegenstandes auf diesen
Gegenstand aufgebracht wird.
[0007] Die US-A-4,231,829 beschreibt eine Weiterbildung der eingangs genannten Transfer-Drucktechnik
dahingehend, daß dem das Dekor auf der Flüssigkeit abstützenden PVA-Film oder dem
Wasser selbst Borsäure oder ein Salz davon zugesetzt wird, um den Übertragungsvorgang
zu fördern.
[0008] Auch die US-A-4,269,650 beschreibt den Zusatz eines Lösungsmittels, um das Ablösen
des Dekors vom stützenden Film zu erleichtern.
[0009] Die beim vorstehend diskutierten Stand der Technik zur Aktivierung des Dekors vorgesehenen
Lösungsmittel sind zum Beispiel Pentane, Hexane, Heptane, Oktane, Gasolin (Benzin)
oder auch aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, Toluol, Zyklohexan etc. Zur
Förderung der Aktivierung mittels solcher Lösungsmittel wird im genannten Stand der
Technik auch die Zugabe von Kunstharzen vorgeschlagen, wie halogenierte Vinylchloride
und ähnliches.
[0010] Eine Verwendung von Lösungsmitteln zur Aktivierung des Dekors ist aufwendig und erfordert
besondere Maßnahmen zum Umweltschutz.
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs genannte Verfahren bzw. die
Vorrichtung so weiterzubilden, daß mit geringem Aufwand eine wirksame Aktivierung
des Dekors zur Förderung seiner Übertragung auf den Gegenstand ermöglicht ist.
[0012] Das erfindungsgemäße Verfahren sieht vor, daß der Film und/oder das Dekor vor der
Übertragung auf den Gegenstand erwärmt werden. Bevorzugt ist für diese Erwärmung heißer
Dampf vorgesehen, der auf den Film bzw. das Dekor gerichtet wird, zum Beispiel unmittelbar
bevor der Film und das Dekor auf die Flüssigkeitsoberfläche aufgelegt werden.
[0013] Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß auch nach der Übertragung
des Dekors auf den Gegenstand letzterer mit heißem Dampf behandelt wird. Hierdurch
wird die Entfernung von unerwünschten Resten auf dem Dekor, zum Beispiel Filmresten,
erreicht oder zumindest wesentlich erleichtert.
[0014] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher
beschrieben. Es zeigt:
- Fig. 1
- schematisch von der Seite eine Vorrichtung zum Aufbringen eines Dekors auf einen Gegenstand;
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf eine Vorrichtung gemäß Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Seitenansicht eines stromauf gelegenen Abschnittes der Vorrichtung gemäß Fig.
1 mit der Wassereinspeisung;
- Fig. 4
- schematisch eine Düse zur Erzeugung einer Wasserströmung in einstellbarer Richtung;
- Fig. 5
- schematisch Einrichtungen zum Zuführen eines mit einem Dekor beschichteten Films zum
Wasserbecken;
- Fig. 6
- schematisch den zu dekorierenden Gegenstand mit auf der Wasseroberfläche schwimmendem
Film mit Dekor; und
- Fig. 7
- schematisch die Behandlung des fertig dekorierten Gegenstandes mit heißem Dampf.
[0015] Fig. 1 zeigt rechts ein Gehäuse 10, in dem ein bedruckter Film über Walzen einem
Becken 12 zugeführt wird. Die chemische und physikalische Struktur des Filmes als
solchem ist nicht Gegenstand dieser Erfindung und auch nicht die chemische und physikalische
Struktur des auf den Film aufgetragenen Dekors. Insoweit kann auf den eingangs genannten
Stand der Technik verwiesen werden.
[0016] Das Gehäuse 10 und das Wasserbecken 12 stehen auf einem gemeinsamen Fundament 14,
welches die gesamte Anlage weitestgehend unbeeinflußt von äußeren mechanischen Störeinflüssen
abstützt.
[0017] Der mit dem Dekor auf seiner oberen Seite bedruckte Film wird über eine Filmzuführung
16 in Form eines schräg verlaufenden Förderbandes vom Gehäuse 10 zur Oberfläche des
Wassers im Becken 12 geführt. Das Förderband der Filmzuführung 16 läuft über Walzen
18, 20.
[0018] Das Wasser strömt in Fig. 1 von rechts nach links durch das Becken 12. Hierzu ist
eine Pumpe 22 vorgesehen, die einen Wasserkreislauf aufrechterhält. Eine Leitung 24
führt von der Pumpe 22 in einen Hohlraum 30, in dem das Wasser entlang einer Stauwand
28 auf eine Höhe gepumpt wird, die über der Oberfläche des Wassers im Becken 12 liegt.
Vom Wasserzufluß 26 am oberen Ende des Hohlraumes 30 über der Staumauer 28 fällt also
das Wasser nach unten, wobei der Hohlraum 30 vollständig mit Wasser gefüllt ist. In
Fig. 3 ist der Strömungsweg des Wassers näher dargestellt und es wird weiter unten
auch die Einspeisung des Wassers in das Becken 12 genauer beschrieben.
[0019] Auf seitlichen Führungsbändern 32, 32a (vgl. auch Fig. 2) wird der über die Filmzuführung
16 aufgelegte, mit dem Dekor versehene Film 50 in Strömungsrichtung (in den Figuren
von rechts nach links) vorgeschoben. Die nur seitlich angeordneten Führungsbänder
32, 32a (vgl. Fig. 2) laufen über Rollen 34, 36, die sich über die ganze Breite der
Vorrichtung erstrecken. Die Rolle 36 hat im Zusammenwirken mit einer in Strömungsrichtung
dahinter angeordneten weiteren Rolle 42, die sich ebenfalls über die gesamte Breite
der Vorrichtung erstreckt (vgl. Fig. 2), eine zusätzliche Funktion, nämlich die Abtrennung
von Film- und Dekorresten von sauberem Wasser im Kreislauf. Wie dem Fachmann bekannt
ist, wird der zu bedruckende Gegenstand 40 etwa an der mit einem Pfeil markierten
Stelle von oben herab in das Wasser im Becken 12 eingetaucht. Dabei schwimmt auf der
Oberfläche des Wassers, etwa in Höhe der seitlichen Führungsbänder 32, 32a, der Film
mit dem Dekor. Das Dekor ist auf der Oberseite des Films aufgebracht. Fig. 6 zeigt
schematisch das Eintauchen des Gegenstandes 40 in die Flüssigkeit, auf der der abstützende
Film 50 und das Dekor 51 schwimmen. Dabei legt sich das Dekor 51 dreidimensional um
den Gegenstand 40 und bleibt an diesem haften. Dabei kann der Film 50 bereits vor
dem Eintauchvorgang sich weitgehend, wenn nicht gar vollständig, im Wasser aufgelöst
haben, so daß der Gegenstand 40 direkt von oben in das auf der Flüssigkeit schwimmende
Dekor 51 eingedrückt wird und der Übertragungsvorgang aufgrund des Flüssigkeitsdruckes
stattfindet. Mit dieser Technik können komplizierte dreidimensionale Gegenstände maßstabsgetreu
bedruckt werden. Bei diesem Prozeß verbleiben im strömenden Wasser Reste des Films
und des Dekors, die nicht weiter verwendet werden können. Zum Beispiel wird im Stand
der Technik ein Film aus PVA (Polyvinylalkohol) verwendet, der in Wasser mehr oder
weniger löslich ist.
[0020] Bei der in Fig. 1 gezeigten Anordnung der Rollen 36 und 42 ist zwischen den Rollen
ein schmaler Spalt 44 freigelassen. Über die Rolle 36 geförderte Filmreste und Dekorreste
gelangen auf die Rolle 42 und werden durch die Drehung dieser Rolle weitergefördert
und gelangen zu einem Filter 46, der die Film- und Dekorreste vom Wasser abscheidet
und gereinigtes Wasser im Kreislauf zurück zur Pumpe 22 abgibt. Durch den feinen Spalt
44 zwischen den Rollen 36 und 42 tritt relativ sauberes Wasser zurück in untere Bereiche
des Beckens 12.
[0021] Die Figuren 2 und 3 zeigen die Vorrichtung schematisch von oben und von der Seite.
Fig. 3 illustriert Einzelheiten der Einspeisung des Wassers in das Becken. Wie oben
bereits anhand der Fig. 1 ausgeführt wurde, steigt das Wasser im Hohlraum 30 über
die Stauwand 28 und fällt von dort abwärts in das Becken 12. Unterhalb der Stauwand
28 ist eine Öffnung 64 vorgesehen, durch die überschüssiges Wasser direkt in das Becken
12 eintreten kann.
[0022] In Fig. 3 ist der Weg des Wassers über die Stauwand 28 mit einer durchgezogenen Linie
48 schematisch dargestellt. Danach wird das Wasser durch einen Zwischenraum zwischen
zwei drehenden Walzen 60, 62 in das Becken eingespeist. Die beiden Walzen 60, 62 sind
vertikal übereinander angeordnet und in Richtung des Pfeils P vertikal einstellbar.
Zumindest eine der Walzen, insbesondere die untere Walze, hat einen Drehantrieb, bevorzugt
beide Walzen. Die Drehgeschwindigkeit der Walzen ist so, daß das Wasser entsprechend
dem Pfeil 56 gefördert wird. Der Pfeil 56 markiert auch die Oberfläche des Wassers
im Becken 12. In Fig. 3 rotiert also die untere Walze 60 gegen den Uhrzeigersinn,
und die obere Walze 62 rotiert im Uhrzeigersinn. Durch Einstellung der Walzen 60,
62 in ihrer vertikalen Höhe, Einstellung ihres Abstandes voneinander und der Drehgeschwindigkeit
läßt sich der Zufluß des Wassers in das Becken optimal steuern. Bevorzugt werden die
Walzen 60, 62 mit glatter Oberfläche ausgeführt, zum Beispiel in Edelstahl. Zum Beispiel
kann der Abstand der beiden Walzen, in Abhängigkeit von den Erfordernissen des zu
bedruckenden Gegenstandes, etwa bei 1cm liegen. Durch den Abstand wird die Menge des
eingespeisten Wassers gesteuert. Durch die Drehgeschwindigkeit der Walzen (hauptsächlich
der unteren Walze 60) kann die Strömungsgeschwindigkeit an der Oberfläche 56 im Becken
12 beeinflußt werden.
[0023] Mittels eines Sensors (im Einzelnen nicht dargestellt) wird kontinuierlich der Pegel
des Wassers im Becken 12 gemessen und es werden eventuell auftretende unerwünschte
Wellen ermittelt. Diese Information wird an einen alle einstellbaren Bauteile steuernden
Computer gegeben, der sie entsprechend auswertet. Zum Beispiel kann bei Auftreten
von Wellen der Computer die Drehung, Stellung und den Abstand der Walzen 60, 62 ändern,
um das Auftreten von Wellen zu verhindern und die Wasseroberfläche ruhig zu halten.
[0024] Der von der Filmzuführung 16 herabgleitende Film 50 mit dem aufgedruckten Dekor gelangt
etwa an der Stelle 54 auf die Wasseroberfläche im Becken 12. Dort schwimmt er auf
der Oberfläche und wird mit der Strömung mitgeführt.
[0025] Unterhalb der Wasseroberfläche 50 sind im Becken mehrere Düsen 52 angeordnet, mit
denen Strömungen im Wasser in verschiedenen Richtungen erzeugbar sind. Fig. 4 zeigt
die Düsen schematisch in vergrößerter Darstellung sowie ihre wahlweise Positionierung
im Raum zur Veränderung von Strömungsrichtungen in Abhängigkeit von der gewünschten
Formung des Films entsprechend dem zu bedruckenden Gegenstand. Gemäß der Draufsicht
von Fig. 2 sind beim dargestellten Ausführungsbeispiel 3 x 4 (12) Düsen so positioniert,
daß praktisch an jeder beliebigen Stelle der Oberfläche 56 des Wassers gewünschte
Strömungen erzeugbar sind. Die Düsen 52 geben also eine Wasserströmung nach oben oder
schräg nach oben ab, um an der Oberfläche den dehnbaren und komprimierbaren Film mitsamt
dem Dekor in der gewünschten Weise zu dehnen bzw. zu verdichten.
[0026] Im Bereich 50a (Fig. 2) wird also der auf der Oberfläche 56 des Wassers im Becken
schwimmende Film entsprechend den Anforderungen des zu bedruckenden Gegenstandes (nicht
gezeigt) gedehnt oder verdichtet. Fig. 4 zeigt rechts schematisch die Einstellbarkeit
der Strömungsrichtung mittels einer Düse 52, deren Achse 70, welche die Strömungsrichtung
definiert, geneigt zur Wasseroberfläche einstellbar ist.
[0027] In Fig. 1 ist eine Pumpe 66, die das Wasser durch die Düsen 52 treibt, schematisch
dargestellt, und oberhalb der Pumpe sind sechs Pfeile angedeutet, die die einzelnen
Düsen symbolisieren.
[0028] Im Bereich 50b hat der Film mit dem Dekor weitestgehend seine gewünschte (gedehnte
bzw. verdichtete) Form erreicht und wird über mehrere Walzen 38 stromab gefördert.
Die Walzen 38 sind in ihrer Höhe so einstellbar, daß sie mit ihrer Oberkante etwa
mit der Wasseroberfläche 56 fluchten. Die Walzen 38 dienen zum einen der Beruhigung
der Wasseroberfläche und zum anderen dem Vorschub des Films. Sie sind bevorzugt mit
glatter Oberfläche, zum Beispiel aus Edelstahl, ausgebildet. Die Walzen haben bevorzugt
jeweils einen Drehantrieb und sind hinsichtlich der Drehgeschwindigkeit und Höhe einstellbar.
Mit den Walzen 38 kann die Oberfläche des Wassers insbesondere stromab (links) ruhig
gehalten und auch der Vorschub des Films stabilisiert werden. Bei Bedarf (in Abhängigkeit
vom zu bedruckenden Gegenstand) kann mittels der Walzen 38 auch die Vorschubgeschwindigkeit
des Films gegenüber der Strömungsgeschwindigkeit des Wassers schneller oder langsamer
eingestellt werden. Ersteres ist insbesondere dann ratsam, wenn der zu bedruckende
Gegenstand sehr tief in das Becken eingetaucht werden muß oder auch, wenn der Gegenstand
schnell eingetaucht werden muß. Eine Erhöhung der Vorschubgeschwindigkeit des Films
relativ zur Strömungsgeschwindigkeit des Wassers verhindert dann ein Reißen des Films.
[0029] Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind drei Walzen 38 vorgesehen, die zylinderförmig
sind und jeweils unabhängig voneinander hinsichtlich vertikaler Position, Drehgeschwindigkeit
und horizontalem Abstand einstellbar sind. Mit den Walzen 38 kann das Einspeisen des
Dekor-Films 50 in den Druckbereich 40 gesteuert werden.
[0030] Die Fig. 5 zeigt die Zufuhr eines mit einem Dekor 51 belegten Filmes 50 zum Becken
12. Das Gehäuse 10 und die Filmzuführung 16 sind oben bereits anhand der Fig. 1 beschrieben.
Dem Gehäuse 10 ist in Förderrichtung des Films 50 eine weiteres Gehäuse 70 vorgelagert,
in dem beim dargestellten Ausführungsbeispiel zwölf Filmrollen 72, 72a, 72b etc. auf
Vorrat gelagert werden. Hierzu werden im Gehäuse 70 die physikalischen und chemischen
Bedingungen gesteuert, insbesondere die Temperatur, Gaszusammensetzung, Feuchtigkeit
etc.
[0031] Über Umlenkrollen 74 wird der mit dem Dekor 51 beschichtete Film 50 von einer Rolle
72 im Gehäuse 70 in das Gehäuse 10 überführt und gelangt von dort über Umlenkrollen
76, 78, 80 zur Filmzuführung 16. Die Filmzufuhr erfolgt vollständig automatisiert.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 wird der Film 50 mit dem Dekor
51 direkt von einer Filmrolle 72 im Gehäuse 70 abgezogen. Die Filmrolle ist zuvor
in an sich bekannter Weise mit dem Dekor 51 bedruckt worden.
[0032] Fig. 5 zeigt auch eine Filmrolle 82 im Gehäuse 10, von der der Film 50 mit Dekor
51 alternativ direkt abgezogen werden kann, und zwar auf die Rolle 76, wie mit gestrichelter
Linie angedeutet ist.
[0033] Eine Einrichtung 84 erzeugt heißen Wasserdampf 86. Der Wasserdampf 86 wird direkt
auf das Dekor 51 gerichtet, das auf dem Film 50 über die Zuführung 16 zum Becken 12
gefördert wird.
[0034] Es ist auch möglich, die Wärmebehandlung des Dekors 51 mit anderen Mitteln durchzuführen,
zum Beispiel durch Infrarot-Strahlung über der Zuführung 16. Es ist auch möglich,
das auf der Wasseroberfläche 56 schwimmende Dekor 51 mit Dampf und/oder Strahlung
zu erwärmen und zu aktivieren.
[0035] Die Aufheizung mit Wasserdampf bzw. anderen Wärmequellen (z.B. IR) erfolgt bevorzugt
mit Temperaturen im Bereich von 30° bis 90° C, besonders bevorzugt im Bereich von
40° bis 70° C. Die Temperatur hängt im Einzelfall vom verwendeten Dekor und vom Film
ab und wird experimentell optimiert.
[0036] Auch kann die Erwärmung des Dekors direkt durch Erwärmung des Wassers erfolgen.
[0037] Die vorstehend genannten Möglichkeiten der Erwärmung des Dekors können wahlweise
ausgewählt oder kombiniert werden.
[0038] Fig. 7 zeigt schematisch den Gegenstand 40 mit daran anhaftendem Dekor 51 nach der
beschriebenen Übertragung. Um unerwünschte Reste vom aufgetragenen Dekor 51 zu entfernen,
sind zwei Einrichtungen 88, 90 zur Erzeugung von heißem Wasserdampf 92, 94 vorgesehen.
Der Wasserdampf 92, 94 wird auf die Oberfläche des Gegenstandes 40 gerichtet, um die
Entfernung von Filmresten oder anderen unerwünschten Bestandteilen zu fördern.
1. Verfahren zum Aufbringen eines Dekors auf einen Gegenstand, bei dem der Gegenstand
(40) in eine Flüssigkeit getaucht wird, auf der das Dekor (51), gegebenenfalls auf
einem abstützenden Film (50), schwimmt, um das Dekor auf den Gegenstand zu übertragen,
dadurch gekennzeichnet, daß
vor der Übertragung der Film (50) und/oder das Dekor (51) erwärmt wird bzw. werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Erwärmung mit heißem Dampf erfolgt.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
auch nach der Übertragung des Dekors der Gegenstand mit heißem Dampf behandelt wird.
4. Vorrichtung zum Aufbringen eines Dekors auf einen Gegenstand, bei dem der Gegenstand
(40) in eine Flüssigkeit getaucht wird, auf der das Dekor (51), gegebenenfalls auf
einem abstützenden Film (50), schwimmt, um das Dekor auf den Gegenstand zu übertragen,
gekennzeichnet durch
eine Einrichtung (84) zum Erwärmen des Films (50) und/oder des Dekors (51) vor der
Übertragung.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Erwärmungsvorrichtung (84) heißen Dampf erzeugt.