[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schuhpresse, insbesondere für eine Papiermaschine,
mit mindestens einer Walze, die einen um einen stationären Träger umlaufenden flexiblen
Walzenmantel umfaßt, der in seinen beiden axialen Endbereichen jeweils über eine Abstützvorrichtung
auf dem Träger der Walze drehbar gelagert ist, sowie mindestens einen eine Stützfläche
für die Innenseite des Walzenmantels aufweisenden Schuh umfaßt.
[0002] Bei den Schuhpressen der genannten Art wird der flexible Walzenmantel üblicherweise
durch den konkav nach innen gebogenen Preßschuh gegen eine starre Gegenwalze gepreßt.
Zwischen Preßwalze und Gegenwalze entsteht so ein Preßspalt, der in Zuführrichtung
des Preßgutes eine bestimmte Länge, sogenannte Preßzonenlänge, aufweist. Je länger
diese Preßzone ist, desto größer ist der bei gleichem Anpreßdruck des Preßschuhs auf
das Preßgut eingebrachte Preßimpuls. Der Anpreßdruck des Preßschuhs kann dabei in
Zuführrichtung über die Preßzone auch unterschiedlich sein, also einen Gradienten
aufweisen.
[0003] Beispielsweise bei Papier als Preßgut bestehen steigende Anforderungen unter anderem
an dessen Trockengehalt, Glätte und Volumen. Es wird daher angestrebt, den Preßimpuls
zu erhöhen. Gleichzeitig soll jedoch der Maximaldruck und der Druckgradient im Preßspalt
möglichst gering sein.
[0004] Um dies zu erreichen, kommt eine Verlängerung der Preßzone, also des Preßschuhs in
Betracht. Dieser sind jedoch bei den heute erreichten Längen von ca. 300 mm Grenzen
gesetzt, da sich mit steigender Schuhlänge auch die Eintauchtiefe des flexiblen Walzenmantels
aufgrund der der Gegenwalze nachgebildeten konkaven Stützfläche des Preßschuhs entsprechend
vergrößert. Ein solch starkes Eintauchen des flexiblen Walzenmantels hat unter anderem
den Nachteil einer starken Krümmung des Walzenmantels im Ein- und Auslaufbereich des
Preßspalts. Besonders stark und kritisch sind die Verformungen im Bereich der beiden
Ränder des Preßschuhs, da hier auch in Axialrichtung ein Übergang auf die durch die
radiale Abstützung des Walzenmantels bedingte Kreiszylinderform erfolgt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schuhpresse der eingangs genannten
Art so weiterzubilden, daß diese Nachteile nicht auftreten. Insbesondere soll die
Verformung des Walzenmantels im Bereich der beiden axialen Ränder des Preßschuhs verringert
werden.
[0006] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß zwei Walzen vorgesehen sind, die jeweils einen
Schuh mit ebener Stützfläche aufweisen, wobei die Stützflächen der beiden Schuhe zueinander
im wesentlichen parallel sind und zwischen sich einen Preßspalt bilden, und daß mindestens
eine Abstützvorrichtung radial flexibel, insbesondere elastisch ausgebildet ist.
[0007] Durch die radiale Flexibilität der Abstützung wird eine radiale Nachgiebigkeit der
Walzenmantellagerung erzeugt, so daß der Walzenmantel auch im Bereich der Lagerung
radial verformbar ist und dadurch eine geringere Biegewechselverformung beim Betrieb
der Walze im Bereich der axialen Ränder der Schuhe auftritt. Durch die Preßschuhe
mit ebener Stützfläche wird die Eintauchtiefe des Walzenmantels beim Betrieb der Walze
im Bereich der Preßzone gegenüber herkömmlichen Schuhpressen mit starrer Gegenwalze
in etwa auf die Hälfte reduziert. Zusammen mit der radialen Nachgiebigkeit der Abstützvorrichtungen
des Walzenmantels auf den Träger ergibt sich insgesamt eine sehr geringe Verformung
des Walzenmantels.
[0008] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung weist mindestens eine der beiden Walzen radial
flexible Abstützvorrichtungen für beide axialen Endbereiche ihres Walzenmantels auf,
wobei die Abstützvorrichtungen der einen Walze bevorzugt den beiden axialen Endbereichen
des Preßschuhs der anderen Walze gegenüberliegend vorgesehen und auf diesen abstützbar
sind. Die radial flexiblen Abstützvorrichtungen erhalten dadurch eine zusätzlich Führung.
Außerdem wird dadurch eine dreidimensionale Verformung des Walzenmantels der Anpreßwalze
im Bereich zwischen dem Preßschuh und der Walzenmantelabstützung vermieden, denn durch
das Abrollen der flexiblen Abstützvorrichtungen auf dem Schuh der Gegenwalze werden
die Abstützvorrichtungen in derselben Weise verformt wie der Walzenmantel im Bereich
des Schuhs der Anpreßwalze. Die Gegenwalze kann mit starren Abstützvorrichtungen für
ihren Walzenmantel versehen sein, ohne daß eine zu starke Verformung des Walzenmantels
auftritt.
[0009] Nach einer anderen Ausgestaltung der Erfindung weisen beide Walzen jeweils eine radial
flexible Abstützvorrichtung für einen axialen Endbereich ihres Walzenmantels auf,
wobei diese Abstützvorrichtungen an zueinander entgegengesetzten axialen Enden der
beiden Walzen und jeweils einem axialen Endbereich des Schuhs der jeweils anderen
Walze gegenüberliegend vorgesehen und auf diesem abstützbar sind. Die jeweils anderen
Abstützvorrichtungen der beiden Walzen können als starre Spannscheiben ausgebildet
sein. Auch durch diese asymmetrische Mantelabstützung wird eine sehr geringe Walzenmantelverformung
erreicht, wobei jedoch beide Walzen im wesentlichen gleich aufgebaut sind und gleiche
Breite aufweisen können. Außerdem ist hier die Breite des Preßspaltes größer.
[0010] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind zwei Walzen vorgesehen, die
jeweils eine radial flexible Abstützvorrichtung für beide axialen Endbereiche des
Walzenmantels aufweisen, wobei die Abstützvorrichtungen jeweils paarweise einander
gegenüberliegend angeordnet sind. Die Abstützvorrichtungen rollen bei dieser Ausgestaltung
daher jeweils aufeinander ab und gewährleisten dadurch ebenfalls eine geringe Mantelverformung.
Darüber hinaus sind die beiden Walzen im wesentlichen übereinstimmend ausgebildet.
[0011] Als radial flexible Abstützvorrichtung ist bevorzugt eine Felge mit einem insbesondere
luftgefüllten Schlauch vorgesehen. Dies ist konstruktiv unaufwendig und ermöglicht
eine Einstellung der radialen Flexibilität der Abstützvorrichtung durch Veränderung
des Druckes im Schlauch.
[0012] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann an der Felge eine Lascheneinspannung
vorgesehen sein.
[0013] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist der Durchmesser der Felge variabel.
Bevorzugt sind hierfür Elemente der Felge radial verschiebbar. Durch Veränderung des
Felgendurchmessers kann der Anpreßdruck des Schlauches an der Gegenwalze und dadurch
die Flexibilität und Verformung des Walzenmantels eingestellt werden.
[0014] Zur Erleichterung der Montage kann nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung
im Schlauch ein zusätzlicher Dichtschlauch vorgesehen sein.
[0015] Walzenmantel und Schlauch sind bevorzugt formschlüssig miteinander verbunden, wobei
der Schlauch insbesondere auf seiner Auflageseite mit in Umfangsrichtung erstreckten
Rillen versehen ist, in welche korrespondierende Erhebungen auf der Innenseite des
Walzenmantels eingreifen. Durch diese Ausgestaltung wird eine feste Verbindung zwischen
Schlauch und Walzenmantel erzeugt, die den starken Belastungen bei der Verformung
des Schlauches im Betrieb der Walze standhält. Zusätzlich wird durch diese Ausgestaltung
die Verbindungsfläche vergrößert, so daß sich bei einer Verklebung von Walzenmantel
und Schlauch ebenfalls die Festigkeit der Verbindung erhöht.
[0016] Nach weiteren Ausgestaltungen der Erfindung können als unflexible Abstützvorrichtungen
exzentrische Spannscheiben vorgesehen und in mindestens einer Walze ein Schuh asymmetrisch
angeordnet sein. Außerdem weisen die beiden Walzen bevorzugt im wesentlichen untereinander
gleichen Durchmesser auf.
[0017] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden nachfolgend
beschrieben. Es zeigen, jeweils in schematischer Darstellung,
- Fig. 1
- einen Längsvertikalschnitt durch eine erste Variante der erfindungsgemäßen Schuhpresse,
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch die Schuhpresse von Fig. 1,
- Fig. 3
- einen Längsvertikalschnitt durch eine zweite Variante der erfindungsgemäßen Schuhpresse,
- Fig. 4
- einen Längsvertikalschnitt durch eine dritte Variante der erfindungsgemäßen Schuhpresse,
und
- Fig. 5
- ein Detail von Fig. 1.
[0018] Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Schuhpresse umfaßt eine erste Preßwalze 1 mit
einem um einen stationären Träger 2 umlaufenden flexiblen Walzenmantel 3 und einem
eine zumindest weitgehend ebene Stützfläche 4 für die Innenseite 5 des Walzenmantels
3 aufweisenden ersten Schuh 6. Der erste Schuh 6 der Walze 1 wirkt mit einem zweiten,
gleichfalls eine zumindest weitgehend ebene Stützfläche 7 aufweisenden Schuh 8 zusammen,
der einen um einen stationären Träger 9 umlaufenden flexiblen Walzenmantel 10 einer
zweiten Walze 11 stützt. Die Stützflächen 4 und 7 der beiden Schuhe 6 und 8 verlaufen
dabei im wesentlichen parallel zueinander, bevorzugt mit einer geringen durchschnittlichen
Konvergenz in Laufrichtung des Walzenmantels 3.
[0019] Zur Abstützung der beiden axialen Endbereiche der Walzenmäntel 3, 10 der beiden Walzen
1, 11 sind die Seitenschilde 12, 13 der beiden Walzen als Felge 14, 15 mit luftgefülltem
Schlauch 16, 17 ausgebildet. Die Felge 14, 15 ist dabei drehbar auf dem stationären
Träger 2, 9 gelagert, während der Schlauch 16, 17 mit dem Walzenmantel 3, 10 fest
verbunden, insbesondere verklebt ist. Auf diese Weise wird eine radiale Abstützung
der axialen Endbereiche der Walzenmäntel 3, 10 mit radialer Nachgiebigkeit erreicht.
[0020] Wie in Fig. 1 dargestellt, sind die beiden Walzen 1 und 11 im wesentlichen bezüglich
des zwischen den Walzen 1, 11 gebildeten Preßspalts 20 symmetrisch zueinander ausgebildet.
Das heißt, die beiden Walzenmäntel 3, 10 weisen untereinander gleiche Breite auf und
die flexiblen Seitenschilde 12, 13 sind jeweils paarweise einander gegenüberliegend
angeordnet. Auch die Schuhe 6, 8 beider Walzen weisen gleiche Breite und darüber hinaus
im wesentlichen auch gleiche Länge auf.
[0021] Die beiden Schuhe 6 und 8 der beiden Walzen 1 und 11 sind jeweils bezüglich des zugeordneten
stationären Trägers 2 bzw. 9 radial verstellbar, wie mit Pfeilen 18 und 19 angedeutet
ist. Bevorzugt ist dabei lediglich die Walze 1 mit Mitteln zur Anpreßdruckregulierung
ausgestattet, während die Walze 11 lediglich mit Mitteln zum Ausgleich einer Durchbiegung
des stationären Trägers 9 durch radiale Verstellung des Schuhs 8 ausgerüstet ist.
Die Walze 1 ist also als selbstbelastende Preßwalze ausgebildet, während die Walze
11 hierzu als Gegenwalze dient, deren Schuh 8 mindestens an einer Stelle radial starr
mit dem stationären Träger 9 verbunden ist, bevorzugt jedoch an zwei den Enden des
Schuhs 8 benachbarten Stellen.
[0022] Durch den zwischen den beiden Walzen 1 und 11 gebildeten Preßspalt 20 ist in dem
dargestellten Ausführungsbeispiel eine Papierbahn 21 sowie auf der der Walze 1 zugewandten
Seite der Papierbahn 21 ein Filzband 22 geführt. Grundsätzlich kann aber auch auf
der gegenüberliegenden Seite der Papierbahn 21 ein Filzband durch den Preßspalt 20
geführt werden.
[0023] Beim Betrieb der dargestellten Schuhpresse ist eine dreidimensionale Biegewechselverformung
der Walzenmäntel 3, 10 im Bereich zwischen den Schuhen 6, 8 und dem abgestützten Endbereich
der Walzenmäntel 3, 10 weitgehend vermieden, wobei dies durch eine Durchmessereinstellung
der Feigen 14, 15 beeinflußt werden kann. Die Beanspruchung der Walzenmäntel 3, 10
ist gegenüber einer starren Abstützung deutlich verringert, so daß sich die Lebensdauer
der Walzenmäntel 3, 10 entsprechend erhöht.
[0024] Bei den in den Fig. 3 und 4 dargestellten weiteren Varianten der Erfindung sind die
Walzen 1, 10 und insbesondere die Schuhe 6, 8 grundsätzlich in derselben Weise ausgebildet
wie bei der in den Fig. 1 und 2 dargestellten ersten Variante. Insbesondere weisen
die Schuhe 6, 8 auch hier eine ebene, zueinander im wesentlichen parallele Stützfläche
4 bzw. 7 auf.
[0025] Im Unterschied zu der ersten Variante ist jedoch bei der in Fig. 3 dargestellten
Variante der Erfindung nur die Walze 1 mit radial flexiblen Seitenschilden 12, 13
in Form von mit luftgefüllten Schläuchen 16, 17 versehenen Felgen 14, 15 ausgebildet,
während die zweite Walze 11 starre Seitenschilde 112, 113 aufweist. Außerdem ist sowohl
die Breite des Walzenmantels 10 als auch die Breite des Schuhs 8 der zweiten Walze
11 größer als die jeweilige Breite bei der ersten Walze 1.
[0026] Insbesondere entspricht die Breite des Walzenmantels 3 der ersten Walze 1 im wesentlichen
der Breite des Schuhs 8 der zweiten Walze 11, so daß die beiden flexiblen Seitenschilde
12, 13 der ersten Walze 1 den beiden axialen Endbereichen des Schuhs 8 der zweiten
Walze 11 gegenüberliegend angeordnet sind. Dies hat zur Folge, daß die Schläuche 16,
17 der ersten Walze 1 auf dem Schuh 8 der zweiten Walze 11 beim Betrieb der Schuhpresse
abrollbar sind.
[0027] Anders als bei der ersten Variante wird hier also die der Verformung des Walzenmantels
3 im Bereich der Schuhe 6, 8 entsprechende Verformung der axialen Endbereiche des
Walzenmantels 3 durch Anpressen der flexiblen Seitenschilde 12, 13 der ersten Walze
1 an den Schuh 8 der zweiten Walze 11 erreicht. Auch hier ist sichergestellt, daß
der Walzenmantel 3 zwischen Schuh 6 und den beiden Seitenschilden 12, 13 praktisch
keine dreidimensionale Biegewechselverformung erfährt. Durch die größere Breite der
zweiten Walze 11 wird hier trotz der Verwendung von starren Seitenschilden 112, 113
eine zu starke Biegewechselverformung zwischen dem Schuh 8 und den beiden Seitenschilden
112, 113 ebenfalls vermieden.
[0028] Bei der in Fig. 4 dargestellten dritten Variante weisen die beiden Walzen 1, 11 sowie
ihre Schuhe 6, 8 jeweils wieder gleiche Breite auf. Außerdem sind beide Walzen 1,
11 jeweils mit einem radial flexiblen Seitenschild 12 und einem radial starren Seitenschild
113 ausgerüstet, die jedoch an zueinander entgegengesetzten axialen Enden der Walzen
1, 11 vorgesehen sind. Zudem sind die beiden Walzen 1, 11 so gegeneinander versetzt
angeordnet, daß sich der radial flexible Seitenschild 12 der beiden Walzen 1, 11 jeweils
auf einem gegenüberliegenden axialen Endbereich des Schuhs 6, 8 der jeweils anderen
Walze 1, 11 abstützen kann. Auch hierdurch wird eine Preßzone mit gleichmäßiger und
verhältnismäßig geringer Verformung der Walzenmäntel 3, 10 erreicht.
[0029] Fig. 5 zeigt ein Detail von Fig. 1, aus welchem erkennbar ist, daß der Schlauch 16
der Walze 1 an seiner Auflagefläche 23 mit in Umfangsrichtung des Schlauches 16 erstreckten
Rillen 24 versehen ist, in welche entsprechende Erhebungen 25 auf der Innenseite 5
des Walzenmantels 3 korrespondierend eingreifen. Hierdurch wird eine axial formschlüssige
Verbindung sowie eine vergrößerte Kontaktfläche zwischen Schlauch 16 und Walzenmantel
3 geschaffen, die bei einer Verklebung zu einer vergrößerten Festigkeit führt. In
derselben Weise können auch alle anderen Schläuche 16, 17 mit dem jeweils zugeordneten
Walzenmantel 3, 10 verbunden sein.
[0030] Die erfindungsgemäße radial flexible, insbesondere elastische Abstützung der Walzenmäntel
3, 10 auf dem jeweils zugeordneten Träger 2, 9 ermöglicht eine Vergleichmäßigung der
Verformung der Walzenmäntel 3, 10 beim Durchlauf durch den Preßspalt 20. Insbesondere
werden dreidimensionale Biegewechselverformungen weitgehend vermieden und dadurch
die Belastung der Walzenmäntel 3, 10 stark herabgesetzt. Entsprechend erhöht sich
deren Lebensdauer.
[0031] Wichtig ist die erfindungsgemäße Ausbildung der Walzenmantelabstützung insbesondere
bei Verwendung eines sogenannten Flachnips, also bei zwei zusammenwirkenden Preßschuhen
6, 8 mit ebener, zueinander paralleler Stützfläche 4, 7, da hierdurch entsprechendes
Anpressen der flexiblen Abstützvorrichtung an die Gegenwalze eine der Verformung des
Walzenmantels 3, 10 im Bereich der Schuhe 6, 8 übereinstimmende Verformung in den
axialen Endbereichen der Walzenmäntel 3, 10 erreicht werden kann. Grundsätzlich bietet
der Einsatz aber auch bei anderen Preßschuhen Vorteile.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 1
- Walze
- 2
- Träger
- 3
- Walzenmantel
- 4
- Stützfläche
- 5
- Walzenmantelinnenseite
- 6
- Schuh
- 7
- Stützfläche
- 8
- Schuh
- 9
- Träger
- 10
- Walzenmantel
- 11
- Walze
- 12
- flexibler Seitenschild
- 13
- flexibler Seitenschild
- 14
- Felge
- 15
- Felge
- 16
- Schlauch
- 17
- Schlauch
- 18
- Pfeil
- 19
- Pfeil
- 20
- Preßspalt
- 21
- Papierbahn
- 22
- Filzband
- 23
- Auflagefläche
- 24
- Rille
- 25
- Erhebungen
- 112
- starrer Seitenschild
- 113
- starrer Seitenschild
1. Schuhpresse, insbesondere für eine Papiermaschine, mit mindestens einer Walze (1),
die einen um einen stationären Träger (2) umlaufenden flexiblen Walzenmantel (3) aufweist,
der in seinen beiden axialen Endbereichen jeweils über eine Abstützvorrichtung (12,
13) auf dem Träger (2) radial drehbar gelagert ist, sowie einen eine Stützfläche (4)
für die Innenseite (5) des Walzenmantels (3) aufweisenden Schuh (6) umfaßt,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwei Walzen (1, 11) vorgesehen sind, die jeweils einen Schuh (6, 8) mit ebener
Stützfläche (4, 7) aufweisen, wobei die Stützflächen (4, 7) der beiden Schuhe (6,
8) zueinander im wesentlichen Parallel sind und zwischen sich einen Preßspalt (20)
bilden, und daß mindestens eine Abstützvorrichtung (12) radial flexibel, insbesondere
elastisch ausgebildet ist.
2. Schuhpresse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine der beiden Walzen (1) radial flexible Abstützvorrichtungen (12,
13) für beide axialen Endbereiche ihres Walzenmantels (3) aufweist.
3. Schuhpresse nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abstützvorrichtungen (12, 13) einer Walze (1) den beiden axialen Endbereichen
des Schuhs (8) der anderen Walze (11) gegenüberliegend vorgesehen und auf diesen abstützbar
sind.
4. Schuhpresse nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zweite Walze (11) mit starren Spannscheiben (112, 113) zur Abstützung der
axialen Endbereiche ihres Walzenmantels (10) versehen ist.
5. Schuhpresse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß beide Walzen (1, 11) jeweils eine radial flexible Abstützvorrichtung (12) für
einen axialen Endbereich ihres Walzenmantels (3, 10) aufweisen, daß diese Abstützvorrichtungen
(12) der beiden Walzen (1, 11) an zueinander entgegengesetzten axialen Enden der Walzen
(1, 11) und jeweils einem axialen Endbereich des Schuhs (6, 8) der jeweils anderen
Walze (1, 11) gegenüberliegend vorgesehen und auf diesen abstützbar sind.
6. Schuhpresse nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Walzen (1, 11) jeweils mit einer starren Spannscheibe (113) zur Abstützung
des anderen axialen Endbereichs ihres Walzenmantels (3, 10) versehen sind.
7. Schuhpresse nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwei Walzen (1, 11) vorgesehen sind, die jeweils eine radial flexible Abstützvorrichtung
(12, 13) für beide axialen Endbereiche des Walzenmantels (3, 10) aufweisen, und daß
die Abstützvorrichtungen (12, 13) jeweils paarweise einander gegenüberliegend angeordnet
sind.
8. Schuhpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß als radial flexible Abstützvorrichtung (12, 13) eine Felge (14, 15) mit einem
insbesondere luftgefüllten Schlauch (16, 17) vorgesehen ist.
9. Schuhpresse nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Felge (14, 15) eine Lascheneinspannung vorgesehen ist.
10. Schuhpresse nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Durchmesser der Felge (14, 15) variabel ist.
11. Schuhpresse nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß Elemente der Felge (14, 15) radial verschiebbar sind.
12. Schuhpresse nach einem der Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Schlauch (16, 17) ein zusätzlicher Dichtschlauch vorgesehen ist.
13. Schuhpresse nach einem der Ansprüche 8 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß Walzenmantel (3) und Schlauch (16) formschlüssig miteinander verbunden sind.
14. Schuhpresse nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schlauch (16) auf seiner Auflageseite (23) mit in Umfangsrichtung erstreckten
Rillen (24) versehen ist, in welche korrespondierende Erhebungen (25) auf der Innenseite
(5) des Walzenmantels (3) eingreifen.
15. Schuhpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß als unflexible Abstützvorrichtung (112, 113) exzentrische Spannscheiben vorgesehen
sind.
16. Schuhpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß in mindestens einer Walze ein Schuh asymmetrisch angeordnet ist.
17. Schuhpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwei Walzen (1, 11) mit im wesentlichen untereinander gleichem Durchmesser vorgesehen
sind.