[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum wahlweisen Absperren von Verkehrsflächen,
mit einem in den Boden versenkbaren vertikalen Schachtrohr, in dem ein druckluftgesteuerter
Kolben höhenverschieblich geführt ist, der mit einer Kolbenstange verbunden ist, die
mit ihrem oberen Ende durch eine Durchtrittsöffnung eines das obere Ende des Schachtrohres
verschließenden, bündig mit dem Boden abschließenden Zylinderdeckels ragt.
[0002] Eine derartige Ausführungsform läßt sich dem deutschen Gebrauchsmuster G 94 04 293.4
entnehmen. Hier wird das Zylinderrohr unmittelbar in das Erdreich eingelassen und
an seinem unteren Ende mit einer Basis abgeschlossen. Auf dieser Basis ist ein Faltenbalg
befestigt, der mit seiner Oberseite mit dem sich auf ihm abstützenden, die Kolbenstange
tragenden Kolben verbunden ist. Die den unteren Abschluß des Zylinderrohres bildende
Basis weist einen Fluideinlaß in die Innenkammer des Faltenbalges auf, der so mit
einem Fluid, zum Beispiel Druckluft beaufschlagt werden kann. Der Faltenbalg ist so
dimensioniert, daß er in expandiertem Zustand die Kolbenstange ein gewünschtes Maß
aus dem Zylinderrohr bzw. dem dieses abdeckenden Zylinderdeckel heraus nach oben drückt,
wobei die zentrische, im Zylinderdeckel vorgesehene Bohrung für die Kolbenstange eine
Führung bildet. Der Ringspalt zwischen Kolbenstange und Durchtrittsöffnung im Zylinderdeckel
ist durch eine umlaufende Gummimanschette abgedeckt. In seiner unteren Ausgangsposition
ist die Kolbenstange vollständig in das Zylinderrohr zurückgezogen, wobei die obere
Stirnfläche der Kolbenstange eben mit dem Zylinderdeckel und der Erdoberfläche abschließt.
Der Druck der als Fluid verwendeten Preßluft und die Flexibilität des Faltenbalges
sollen dabei so gewählt werden, daß der Faltenbalg sich auch radial nach außen gegen
die Innenwandung des Zylinderrohres anpreßt, wenn die Kolbenstange in ihrer vollständig
ausgefahrenen Stellung gegen einen Anschlag anläuft und dann der Druck entsprechend
erhöht wird. Durch die radiale Expansion des Faltenbalges in der ausgefahrenen Kolbenstangenposition
wird die Kolbenstange reibschlüssig gegen das Zylinderrohr arretiert. Wird dann der
Faltenbalg entlüftet, so stellt sich der Faltenbalg radial zurück; anschließend sinkt
die Kolbenstange unter ihrem Gewicht wieder in ihre untere Ausgangsstellung zurück
und drückt dadurch den Faltenbalg in seine komprimierte untere Position.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Aufbau und Wirkungsweise der vorstehend
beschriebenen Vorrichtung zu verbessern.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch folgende Merkmale gelöst:
- Die Verschiebung des Kolbens erfolgt über einen doppelt wirkenden, von außen ansteuerbaren
Pneumatikzylinder, der an einer umsteuerbaren Druckluftleitung angeschlossen ist;
- der Kolben ist als Kolbenstangenflansch ausgebildet, der am unteren Ende einer Kolbenstange
angeordnet ist, die als nach unten gegenüber dem vom Schachtrohr und seinem Boden
umschlossenen Druckraum offenes Rohr ausgebildet ist, das an seinem oberen Ende über
einen Kolbenstangendeckel verschlossen ist, der bei abgesenktem, sich in Ruhelage
befindlichen Kolben in einen Sitz abdichtend eintaucht, der die genannte Durchtrittsöffnung
des Zylinderdeckels umschließt;
- bei ausgefahrenem Kolben liegt der Kolbenstangenflansch abdichtend an der Unterseite
des Zylinderdeckels an;
- der Druckraum ist mit einer Druckluftleitung verbunden und weist zumindest ein Schnellentlüftungsventil
auf, das an eine nach außen geführte Entlüftungsleitung angeschlossen ist.
[0005] Die erfindungsgemäße Ausführungsform verzichtet somit auf einen Faltenbalg. Das Schachtrohr
umschließt zugleich auch den mit Druckluft zu befüllenden Druckraum, so daß die gesamte
Vorrichtung in ihrem Aufbau einfacher und robuster gehalten ist.
[0006] Um auch bei einem etwaigen Energieausfall ein sicheres Einfahren der Kolbenstange
gewährleisten zu können, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß an den Pneumatikzylinder
zur Einleitung der Einfahrbewegung des Kolbens ein Druckluftspeicher angeschlossen
ist, der zu seiner Befüllung mit einer Druckluftleitung verbindbar ist.
[0007] Zum schnelleren Druckabbau im Druckraum sowie zur gleichzeitigen Führung des Kolbens
ist es vorteilhaft, wenn im Schachtrohr zumindest ein Entlüftungsrohr exzentrisch
angeordnet ist, an dem der Kolbenstangenflansch höhenverschieblich geführt ist, und
das an seinem unteren, in den Druckraum ragenden Abschnitt an eine Druckluftzufuhr
anschließbar ist und mit seinem oberen Ende in einem gegen die Kolbenstange gerichteten,
im Sitz des Zylinderdeckels vorgesehenen Ausblasschlitz mündet.
[0008] Eine schnelle Montage bzw. ein problemloses Austauschen der Schachtrohreinbauten
ist erfindungsgemäß durch mehrere Entlüftungsrohre gewährleistet, die mit ihrem oberen
Ende im Zylinderdeckel befestigt sind und an ihrem unteren Ende gemeinsam einen Montageboden
tragen, auf dem der Pneumatikzylinder festgelegt ist.
[0009] Für eine einfache Druckluftsteuerung ist erfindungsgemäß ein im Druckraum des Schachtrohres
angeordneter, ein Schnellentlüftungsventil sowie ein 5/2 Wegeventil umfassender Ventilblock
vorgesehen, der an eine von außen zugeführte Luftleitung angeschlossen ist und über
Anschlußleitungen mit den beiden Kammern des Pneumatikzylinders, mit dem Druckluftspeicher
und den Entlüftungsrohren in Verbindung steht.
[0010] Weitere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche und werden in Verbindung
mit weiteren Vorteilen der Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
[0011] In der Zeichnung ist eine als Beispiel dienende Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
Es zeigen:
- Figur 1
- im lotrechten Längsschnitt eine Absperrvorrichtung und
- Figur 2
- ein Detail der Figur 1 in vergrößertem Maßstab.
[0012] Die dargestellte Vorrichtung dient zum wahlweisen Absperren von Verkehrsflächen und
besteht aus einem lotrecht in den Boden 1 versenkbaren Schachtrohr 2, das an seinem
unteren Ende über einen Boden 3 verschlossen ist und an seinem oberen Ende einen Schachtrohrflansch
4 trägt, der zusammen mit einem ihn umschließenden Flanschkragen 5 eine Aufnahme für
einen Zylinderdeckel 6 bildet. Letzterer liegt auf einer Zylinderdeckeldichtung 7
auf und ist mit dem Schachtrohrflansch 4 über Schrauben 8 verschraubt.
[0013] In dem Schachtrohr 2 ist ein doppelt wirkender Pneumatikzylinder 9 angeordnet, der
zur Verschiebung eines Kolbens dient. Letzterer ist als Kolbenstangenflansch 10 ausgebildet,
der am unteren Ende einer Kolbenstange 11 angeordnet ist, die durch ein unten offenes
Rohr gebildet und an ihrem oberen Ende über einen Kolbenstangendeckel 12 verschlossen
ist. Der Kolbenstangenflansch 10 ist im Schachtrohr 2 geführt und begrenzt unter sich
den Druckraum 13, der sich in die Kolbenstange 11 hinein bis zu deren Kolbenstangendeckel
12 erstreckt. Die Kolbenstange 11 ragt mit ihrem oberen Ende durch eine Durchtrittsöffnung
14 des Zylinderdeckels 6 hindurch, wobei der Durchmesser der Durchtrittsöffnung 14
etwas größer als der Außendurchmesser der Kolbenstange 11 ist, so daß sich ein ringförmiger
Belüftungsschlitz 15 ergibt. Bei abgesenktem, sich in Ruhelage befindlichen Kolben
taucht der Kolbenstangendeckel 12 in einen konischen Sitz 16 im Zylinderdeckel 6 ein
und ist hier über einen im Sitz 16 angeordneten O-Ring 17 abgedichtet. Bei ausgefahrenem
Kolben liegt der Kolbenstangenflansch 10 abdichtend an der Unterseite der Zylinderdeckeldichtung
7 an und verschließt dann auch einen Luftaustausch über den Belüftungsschlitz 15.
[0014] In die Unterseite des Zylinderdeckels 6 sind die oberen Enden mehrerer Entlüftungsrohre
18 eingeschraubt, wo sie in einen ringförmigen, gegen die Kolbenstange 11 gerichteten,
im Sitz 16 des Zylinderdeckels 6 angeordneten Ausblasschlitz 19 münden. Die auf einem
konzentrisch zur Achse des Schachtrohres 2 liegenden Kreis angeordneten Entlüftungsrohre
18 tragen an ihrem unteren Ende einen mit ihnen verschraubten Montageboden 20, auf
dem der Pneumatikzylinder 9 über Schrauben 21 befestigt ist. Der Montageboden 20 liegt
nicht - wie es Figur 1 zu suggerieren scheint - voll umfänglich an der Innenwandung
des Schachtrohres 2 an sondern schließt mit diesem größere Durchbrechungen ein, die
innerhalb des Druckraumes 13 einen ungezwungen Luftaustausch ermöglichen.
[0015] Der Kolbenstangenflansch 10 ist an den Entlüftungsrohren 18 höhenverschieblich geführt
und dadurch gegen Verdrehung gesichert.
[0016] Die Entlüftungsrohre 18 gewährleisten durch eine Verbindungsfunktion aller Bauteile
eine schnelle Montage bzw. Demontage der relevanten Bauteile, wodurch sich eine schnelle
Austauschbarkeit des gesamten Systems ergibt.
[0017] An den Pneumatikzylinder 9 ist zur Einleitung der Einfahrbewegung des Kolbens ein
Druckluftspeicher 22 angeschlossen, der zu seiner Befüllung mit einer Druckluftleitung
23 verbindbar ist.
[0018] Im unteren Absatz jedes Entlüftungsrohres 18 ist ein Schnellentlüftungsventil 24
vorgesehen, über das ein schneller Druckabbau des im Druckraum 13 aufgebauten Luftdruckes
möglich ist. Im Druckraum 13 ist ein Ventilblock 25 angeordnet, der ein Schnellentlüftungsventil
sowie ein 5/2 Wegeventil umfaßt, an eine von außen zugeführte Luftleitung 26 angeschlossen
ist und über Anschlußleitungen 23, 28, 29, 30 mit dem Druckluftspeicher 22, mit den
beiden Kammern des Pneumatikzylinders 9 sowie mit den Entlüftungsrohren 18 in Verbindung
steht. Eine zweite von außen zugeführte Luftleitung 27 mündet in den Druckraum 13
und dient zu dessen Befüllung.
[0019] Jedes Entlüftungsrohr 18 weist in seinem oberen Endabschnitt eine Sicke 31 auf, die
als Dichtfläche für eine Kugel 32 dient und zusammen mit dieser ein Einwegventil bildet,
das bei sich im Ruhezustand befindlichen Kolben geschlossen ist und dadurch ein Eindringen
von Wasser oder anderen Verunreinigungen in das Entlüftungsrohr 18 sowie in des Schnellentlüftungsventil
24 verhindert. Wird hingegen der Kolben eingefahren, also der Druck im Druckraum 13
abgebaut, dann öffnet die durch die Entlüftungrohre 18 nach oben strömende Druckluft
das Einwegventil 31, 32 und strömt durch den Ausblasschlitz 19 unmittelbar gegen den
Außenmantel der Kolbenstange 11, die dadurch gereinigt wird, so daß ein Eindringen
von Fremdkörpern verhindert wird. Diese Reinigungswirkung wird beim Hochfahren des
Kolbens noch dadurch verstärkt, daß die sich im Schachtrohrraum oberhalb des Kolbenstangenflansches
10 befindliche Luft vom Kolbenstangenflansch 10 durch den Belüftungsschlitz 15 gegen
die Kolbenstange 11 gedrückt wird.
[0020] Die Funktion der Absperrvorrichtung ist wie folgt:
[0021] Über die Luftleitung 26 und die Anschlußleitung 29 wird der Pneumatikzylinder 9 mit
Druckluft in Richtung "Hub" beaufschlagt. Gleichzeitig wird der Druckraum 13 über
die Luftleitung 27 mit Druckluft befüllt. Zugleich mit dem Druckaufbau im Druckraum
13 wird auch der Luftspeicher 22 mit Druckluft befüllt. Bei der nun einsetzenden Ausfahrbewegung
des Kolbens erfolgt die Reinigung des äußeren Mantels der Kolbenstange 11 mit Hilfe
der durch den Belüftungsschlitz 15 ausgeblasenen Luft in der vorstehend beschriebenen
Weise. In der oberen Endlage des Kolbens liegt der Kolbenstangenflansch 10 abdichtend
an der Unterseite der Zylinderdeckeldichtung 7 an, wodurch der Druckraum 13 abgedichtet
wird. Dabei wird weiterhin über die Luftleitung 27 Luft in den Druckraum 13 geblasen.
Durch den dadurch weiterhin stattfindenden Druckaufbau im Druckraum 13 werden nicht
nur der Kolbenstangenflansch 10 sondern auch die Unterseite des Kolbenstangendeckels
12 mit Druck beaufschlagt; diese verhältnismäßig große Gesamtkolbenfläche erzeugt
eine große Haltekraft, die bei einem Luftdruck von 5 bar bei realistischen Abmessungen
ca. 1,2 t betragen kann.
[0022] Um die Einfahrbewegung des Kolbens einzuleiten, werden die Luftleitungen 26, 27 entlüftet.
Durch diesen Druckabfall werden die Schnellentlüftungsventile 24 in den Entlüftungsrohren
18 aufgesteuert; die komprimierte Druckluft im Druckraum 13 wird dann über die Entlüftungsrohre
18 sowie die Luftleitung 27 entlüftet. Dabei kann die Einfahrbewegung erst dann stattfinden,
wenn der Druckraum 13 auf atmosphärischen Druck entspannt ist. Die eigentliche Einfahrbewegung
des Kolbens wird dann durch die im Druckluftspeicher 22 gespeicherte Druckluft eingeleitet.
Dadurch wird sichergestellt, daß der Kolben auch bei Energieausfall seine Abwärtsbewegung
ausführen kann. Dabei ist das Volumen des Druckluftspeichers 22 so bemessen, daß es
ausreicht, um den Kolben in seine untere Endlage zu fahren und seinen Kolbenstangendeckel
12 in den Sitz 16 des Zylinderdeckels 6 auf den dort angeordneten O-Ring 17 zu ziehen.
Hierdurch ist der Schachtrohrinnenraum vor Umwelteinflüssen geschützt.
[0023] Die Entlüftungsrohre dienen zum schnellen Druckabbau des Luftdrucks im Druckraum
13, sie wirken als Zuganker zwischen Zylinderdeckel 6 und Montageboden 20, sie dienen
als Verschiebeführung für den Kolben und verhindern dessen Drehbewegung, und sie gewährleisten
- wie vorstehend bereits erläutert wurde - eine schnelle Austauschbarkeit des gesamten
Schachtrohreinsatzes.
[0024] Figur 2 zeigt im lotrechten Schnitt die rechte Hälfte des Zylinderdeckels 6 mit seinem
konischen Sitz 16 zur Aufnahme des Kolbenstangendeckels 12, mit einer oberen Ringnut
33 zur Aufnahme des O-Ringes 17 und mit dem ringförmigen Ausblasschlitz 19, in den
eine Gewindebohrung 34 mündet, in die das obere Ende eines Entlüftungsrohres 18 eingeschraubt
wird.
1. Vorrichtung zum wahlweisen Absperren von Verkehrsflächen, mit einem in den Boden (1)
versenkbaren vertikalen Schachtrohr (2), in dem ein druckluftgesteuerter Kolben (10,
11, 12) höhenverschieblich geführt ist, der mit einer Kolbenstange (11) verbunden
ist, die mit ihrem oberen Ende durch eine Durchtrittsöffnung (14) eines das obere
Ende des Schachtrohres (2) verschließenden, bündig mit dem Boden (1) abschließenden
Zylinderdeckels (6) ragt,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) Die Verschiebung des Kolbens (10, 11, 12) erfolgt über einen doppelt wirkenden,
von außen ansteuerbaren Pneumatikzylinder (9), der an einer umsteuerbaren Druckluftleitung
(28, 29) angeschlossen ist;
b) der Kolben (10, 11, 12) ist als Kolbenstangenflansch (10) ausgebildet, der am unteren
Ende einer Kolbenstange (11) angeordnet ist, die als nach unten gegenüber dem vom
Schachtrohr (2) und seinem Boden (3) umschlossenen Druckraum (13) offenes Rohr ausgebildet
ist, das an seinem oberen Ende über einen Kolbenstangendeckel (12) verschlossen ist,
der bei abgesenktem, sich in Ruhelage befindlichen Kolben (10, 11, 12) in einen Sitz
(16) abdichtend eintaucht, der die genannte Durchtrittsöffnung (14) des Zylinderdeckels
(6) umschließt;
c) bei ausgefahrenem Kolben (10, 11, 12) liegt der Kolbenstangenflansch (10) abdichtend
an der Unterseite des Zylinderdeckels (6) an;
d) der Druckraum (13) ist mit einer Druckluftleitung (27) verbunden und weist zumindest
ein Schnellentlüftungsventil (24, 25) auf, das an eine nach außen geführte Entlüftungsleitung
(30, 18) angeschlossen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den Pneumatikzylinder (9) zur Einleitung der Einfahrbewegung des Kolbens (10,
11, 12) ein Druckluftspeicher (22) angeschlossen ist, der zu seiner Befüllung mit
einer Druckluftleitung (26) verbindbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Schachtrohr (2) zumindest ein Entlüftungsrohr (18) exzentrisch angeordnet ist,
an dem der Kolbenstangenflansch (10) höhenverschieblich geführt ist, und das an seinem
unteren, in den Druckraum (13) ragenden Abschnitt an eine Druckluftzufuhr anschließbar
ist und mit seinem oberen Ende in einem gegen die Kolbenstange (11) gerichteten, im
Sitz (16) des Zylinderdeckels (6) vorgesehenen Ausblasschlitz (19) mündet.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im oberen Ende des Entlüftungsrohres (18) ein Einwegventil (31, 32) vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, gekennzeichnet durch mehrere Entlüftungsrohre (18), die mit ihrem oberen Ende im Zylinderdeckel (6) befestigt
sind und an ihrem unteren Ende gemeinsam einen Montageboden (20) tragen, auf dem der
Pneumatikzylinder (9) festgelegt ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Schnellentlüftungsventil (24) im unteren Abschnitt des Entlüftungsrohres (18)
vorgesehen ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen im Druckraum (13) des Schachtrohres (2) angeordneten, ein Schnellentlüftungsventil
sowie ein 5/2 Wegeventil umfassenden Ventilblock (25), der an eine von außen zugeführte
Luftleitung (26) angeschlossen ist und über Anschlußleitungen (23, 28, 29, 30) mit
den beiden Kammern des Pneumatikzylinders (9), mit dem Druckluftspeicher (22) und
den Entlüftungsrohren (18) in Verbindung steht.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Schachtrohr (2) an seinem oberen Ende mit einem in den Boden (1) absenkbaren
Schachtrohrflansch (4) versehen ist, der zusammen mit einem ihn umschließenden Flanschkragen
(5) eine Aufnahme für den Zylinderdeckel (6) bildet.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinderdeckel (6) auf einer Zylinderdeckeldichtung (7) aufliegt und mit dem
Schachtrohrflansch (4) verschraubt ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Zylinderdeckeldichtung (7) zugleich auch die Abdichtung gegenüber dem Kolbenstangenflansch
(10) bei ausgefahrenem Kolben (10, 11, 12) bildet.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Sitz (16) des Zylinderdeckels (6) ein O-Ring (17) zur Abdichtung gegenüber dem
Kolbenstangendeckel (12) vorgesehen ist.