STAND DER TECHNIK
[0001] Die Erfindung betrifft einen elektrischen Garagentorantrieb mit einem Antriebsmotor
zur Bewegung des Garagentors.
[0002] Elektrische Garagentorantriebe werden in vielfältiger Form auf dem Markt angeboten.
Sie unterscheiden sich unter anderem durch ihre elektrische Leistung, das heißt, für
große, schwere Garagentore werden leistungsstärkere Garagentorantriebe benötigt und
angeboten als für kleine, leichtgewichtige Garagentore. Zukünftige Normen (IEC) fordern
für Garagentorantriebe eine zusätzliche Sicherheitseinrichtung, beispielsweise eine
Lichtschranke oder eine Schaltleiste am Garagentor, wenn eine bestimmte Antriebskraft
von beispielsweise 150 N überschritten wird. Dies bedeutet, daß ein Anbieter dann
für kleine Garagentore einen Garagenantrieb anbieten muß, der maximal eine Antriebskraft
von 150 N entwickelt, und daß er für größere Garagentore einen zweiten Garagentorantrieb
mit zusätzlicher Sicherheitseinrichtung anbieten muß, der für größere Antriebskräfte
ausgelegt ist. Dies ist nicht nur von der Herstellung und von der Lagerhaltung her
umständlich und teuer, sondern beinhaltet noch den Nachteil, daß häufig in Grenzfällen
schwer abschätzbar ist, ob der "schwächere" und kostengünstigere Garagentorantrieb
ausreicht oder nicht. Da sich ein Käufer üblicherweise lieber für eine kostengünstigere
Lösung entscheidet, ist dann zu befürchten, daß es sich erst nach der Montage herausstellt,
daß ein solcher Garagentorantrieb kräftemäßig nicht ausreicht. Er muß dann wieder
vollständig demontiert und durch eine stärkere Version ersetzt werden. Sowohl der
zusätzliche Montageaufwand als auch die Tatsache, daß der wieder abmontierte Garagentorantrieb
nicht mehr neuwertig ist, führt zu einem erheblichen zusätzlichen Kostenaufwand, und
es besteht die Gefahr von Haftungsforderungen.
VORTEILE DER ERFINDUNG
[0003] Der erfindungsgemäße Garagentorantrieb mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs
hat demgegenüber den Vorteil, daß nur eine einzige Version eines Garagentorantriebs
für alle Anwendungen eingesetzt werden kann, unabhängig von der erforderlichen Antriebskraft.
Dies führt nicht nur zu Kostenvorteilen bei der Herstellung und Lagerhaltung, sondern
es besteht auch keine Gefahr einer Ummontage wegen zu geringer Antriebsleistung mehr.
Beim erfindungsgemäßen Garagentorantrieb ist ein Antriebsmotor vorgesehen, dessen
Antriebskraft auch für große und schwere Garagentore ausreicht. Auf Grund von Sicherheitsbestimmungen
ist er jedoch insbesondere durch elektronische Mittel in seiner Antriebsleistung oder
in seiner Antriebskraft oder in seinem Antriebsdrehmoment auf den vorgeschriebenen
Wert begrenzt, bei dem noch keine zusätzlichen Sicherheitseinrichtungen erforderlich
sind. Sollte es sich dann herausstellen, daß die Antriebsleistung nicht ausreicht,
so kann eine einfache Nachrüstung durch zusätzliche Montage einer solchen zusätzlichen
Sicherheitseinrichtung erfolgen. Beim Anschluß derselben wird die Begrenzung des Antriebsmotors
automatisch ganz oder zum Teil aufgehoben, so daß nunmehr eine größere Antriebsleistung
bzw. -kraft zur Verfügung steht, ohne daß irgendeine Änderung am Antriebsmotor oder
seiner Steuereinrichtung erforderlich wäre. Daß bei der erfindinngsgemäßen Lösung
auch für kleinere Garagentore dadurch ein leistungsstärkerer Antriebsmotor eingesetzt
wird, als eigentlich erforderlich wäre, stellt keinen wesentlichen Nachteil dar, da
stärkere Antriebsmotoren kaum schwerer oder teurer sind. In der Grundversion für kleinere
Garagentore kann ein solcher Garagentorantrieb weiterhin ohne verteuernde Sicherheitseinrichtungen
angeboten werden. Sollten diese doch erforderlich sein, ist eine einfache Nachrüstung
bei geringem Montageaufwand und relativ geringen Kosten möglich. Dadurch wird ein
hoher Sicherheitsstandard gewährleistet.
[0004] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteil hafte Weiterbildungen
und Verbesserungen des im Hauptanspruch angegebenen Garagentorantriebs möglich.
[0005] Die Begrenzungsmittel stehen zweckmäßigerweise in Wirkverbindung mit der Steuereinrichtung
oder bilden einen Teil derselben. Sie können in vorteilhafter Weise als Phasenanschnittsteuerung
oder als steuerbare oder umschaltbare Spannungs- oder Stromquelle oder als Spannungs-
oder Stromregler oder als umschaltbare Motorwicklungen ausgebildet sein.
[0006] Zur Erkennung des Betriebs der Steuereinrichtung mit angeschlossener Sicherheitseinrichtung
und damit zur automatischen Betätigung der Umschaltmittel dient in einfacher und kostengünstiger
Weise ein Verbindungselement zwischen der Steuereinrichtung und der wenigstens einen
zusätzlichen Sicherheitseinrichtung, wobei dieses Verbindungselement insbesondere
ein als Codestecker ausgebildeter Stecker an einem Verbindungskabel sein kann. Hierdurch
erfolgt eine automatische Umschaltung durch einfaches Einstecken dieses Steckers beispielsweise
in die Steuereinrichtung.
[0007] Die Begrenzungsmittel werden vorzugsweise durch eine Steuerelektronik oder durch
einen Mikrorechner realisiert, wobei diese Steuerelektronik oder dieser Mikrorechner
in vorteilhafter Weise zur Prüfung des Steckers und/oder der daran angeschlossenen
zusätzlichen Sicherheitseinrichtung ausgebildet ist und die Begrenzungsmittel bei
positiver Erkennung umschaltet. Die Realisierung kann somit schaltungsmäßig oder durch
entsprechende Programmierung des Mikrorechners erfolgen.
[0008] In einer alternativen Ausgestaltung kann auch durch den eingesteckten Stecker eine
als Umschaltmittel in der Steuereinrichtung dienende Schalteinrichtung betätigbar
sein, wobei dieser Stecker insbesondere direkt mechanisch auf die Schaltkontakte eines
Umschalters einwirkt.
[0009] Durch die Betätigung der Umschaltmittel kann entweder eine Umschaltung auf den Maximalwert
der Arbeitsleistung des Antriebsmotors oder auf einen zweiten Sicherheitswert folgen,
der oberhalb des bei nicht betätigten Umschaltmitteln wirksamen Sicherheitswerts liegt.
In einer aufwendigeren Ausgestaltung können auch durch den Anschluß mehrerer zusätzlicher
Sicherheitseinrichtungen verschiedene Betätigungsstufen der Umschaltmittel schaltbar
sein, durch die der erste Sicherheitswert in Stufen anhebbar ist. Eine solche Anordnung
ist insbesondere dann wünschenswert, wenn beispielsweise für verschiedene abgestufte
Antriebsleistungen oder Antriebskräfte des Antriebsmotors verschiedene zusätzliche
Sicherheitseinrichtungen vorgeschrieben sind.
[0010] Als zusätzliche Sicherheitseinrichtung ist insbesondere eine innere oder äußere Lichtschranke
am Garagentor und/oder eine elektrische Kontaktleiste am Garagentor vorgesehen.
ZEICHNUNG
[0011] Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und in
der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Blockschaltbild eines ersten Ausführungsbeispiels eines Garagentorantriebs, bei
dem in der Steuereinrichtung mikrorechnergesteuerte Begrenzungsmittel vorgesehen sind,
- Fig. 2
- ein zweites Ausführungsbeispiel, bei dem die Begrenzungsmittel als mittels eines mechanisch
betätigbaren Schalters umschaltbare Spannungsquellen ausgebildet sind, und
- Fig. 3
- den mechanisch betätigbaren Schalter in seiner zweiten Schaltstellung, die ohne angeschlossene
zusätzliche Sicherheitseinrichtung vorliegt.
BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
[0012] Bei dem in Fig. 1 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel ist ein Antriebsmotor
10 eines Garagentorantriebs zur Bewegung eines im übrigen nicht dargestellten Garagentors
über eine elektronische Steuereinrichtung 11 mit einer Versorgungsspannungsquelle
12 verbunden, die im Ausführungsbeispiel die Netzspannung liefert. In der elektronischen
Steuereinrichtung 11 werden Begrenzungsmittel 13 zur Begrenzung der Antriebsleistung,
der Antriebskraft oder des Antriebsdrehmoments des Antriebsmotors 10 durch einen Mikrorechner
14 gesteuert. Dieser Mikrorechner 14 ist weiterhin mit einer Steckdose 15 verbunden,
in die ein Codestecker 16 eingesteckt werden kann. Der Codestecker 16 ist über ein
Verbindungskabel 17 mit einer nur schematisch dargestellten Lichtschrankenanordnung
18 verbunden, die vor oder hinter dem Garagentor als zusätzliche Sicherheitseinrichtung
anbringbar ist. Als weitere Sicherheitseinrichtung kann zusätzlich oder alternativ
eine elektrische Kontaktleiste 19 am Garagentor angeordnet sein, die einen Schaltvorgang
erzeugt, wenn das Garagentor gegen ein Hindernis stößt. Eine derartige Lichtschrankenanordnung
18 und derartige Kontaktleisten 19 sind als zusätzliche Sicherheitseinrichtungen für
Garagentore an sich bekannt.
[0013] Die Wirkungsweise des dargestellten Garagentorantriebs besteht darin, daß der Antriebsmotor
10 eine so hohe Antriebsleistung erzeugen kann, daß praktisch alle vorkommenden Garagentore
angetrieben werden können. Wenn keine zusätzliche Sicherheitseinrichtung vorgesehen
ist, bleibt die Steckdose 15 unbenutzt, das heißt, es ist kein Stecker eingesteckt.
Diese Tatsache wird vom Mikrorechner 14 erkannt, und er stellt demgemäß die Begrenzungsmittel
13 so ein, daß die Antriebsleistung, die Antriebskraft oder das Antriebsdrehmoment
des Antriebsmotors 10 auf einen Sicherheitswert reduziert wird, beispielsweise auf
eine Antriebskraft von 150 N als möglicher gesetzlicher Maximalwert für Garagentorantriebe,
wenn keine zusätzliche Sicherheitseinrichtung neben dieser Kraft- bzw. Drehmomentbegrenzung
vorgesehen ist.
[0014] Als Begrenzungsmittel 13 eignet sich beispielsweise eine an sich bekannte Phasenanschnittsteuerung.
Alternativ hierzu kann auch eine steuerbare oder umschaltbare Spannungs- oder Stromquelle
vorgesehen sein, durch die die Spannung oder der Strom für den Antriebsmotor 10 so
begrenzt wird, daß eine Begrenzung der Antriebsleistung, der Antriebskraft oder des
Antriebsdrehmoments auf den gewünschten Sicherheitswert erfolgt. Eine weitere Möglichkeit
besteht darin, einen Spannungs- oder Stromregler vorzusehen, durch den die Motorspannung
oder der Motorstrom auf den gewünschten Sicherheitswert geregelt wird. Als Istwert
kann dabei entweder die Motorspannung oder der Motorstrom oder direkt das Motordrehmoment
oder die Antriebskraft dienen. Schließlich besteht noch die Möglichkeit, als Begrenzungsmittel
umschaltbare Motorwicklungen vorzusehen, wobei eine Motorwicklung oder ein Motorwicklungsbereich
so ausgelegt ist, daß die gewünschte Begrenzung auf den Sicherheitswert eintritt.
[0015] Ist es nun erforderlich, beispielsweise für ein großes Garagentor die Antriebsleistung
zu erhöhen, so ist dies nur in Verbindung mit einer zusätzlichen Sicherheitseinrichtung
möglich, beispielsweise wenn eine Lichtschrankenanordnung 18 und/oder eine Kontaktleiste
19 vorgesehen ist. Diese zusätzliche Sicherheitseinrichtung, nämlich die Lichtschrankenanordnung
18 und/oder die Kontaktleiste 19, wird mittels des Verbindungskabels 17 und des Codesteckers
16 durch Einstecken in die Steckdose 15 mit der elektronischen Steuereinrichtung 11
verbunden. Der die Steckdose 15 und den eventuell darin eingesteckten Codestecker
16 abtastende Mikrorechner 14 erkennt nun, daß eine zusätzliche Sicherheitseinrichtung
angeschlossen ist, und hebt entsprechend die Wirkung der Begrenzungsmittel 13 vollständig
oder teilweise auf. Bei einer vollständigen Aufhebung stellt der Antriebsmotor 10
nun seine volle Antriebskraft zur Verfügung, wobei es auch möglich ist, nunmehr die
Antriebsleistung, die Antriebskraft oder das Antriebsdrehmoment auf einen zweiten
Sicherheitswert zu erhöhen, der oberhalb des ersten Sicherheitswerts liegt. Der Mikrorechner
dient daher zusätzlich als Umschaltmittel zur Umschaltung zwischen verschiedenen Antriebsleistungen,
Antriebskräften oder Antriebsdrehmomenten.
[0016] Die Anhebung des Sicherheitswerts bzw. die Aufhebung der Wirkung der Begrenzungsmittel
kann auch stufenweise erfolgen. Hierzu tastet der Mikrorechner 14 die angeschlossene
Sicherheitseinrichtung ab und stellt fest, um welche es sich handelt. Entsprechend
erhöht er den Sicherheitswert für die Begrenzungsmittel 13. Anstelle der Abtastung
der zusätzlichen Sicherheitseinrichtung über den Codestecker 16 und das Verbindungskabel
17 kann auch der Codestecker 16 selbst abgetastet werden. Hierzu besitzt jede Sicherheitseinrichtung
einen anderen Codestecker 16 bzw. einen Stecker mit einem jeweils eigenen Code, über
den der Mikrorechner 14 die Art der angeschlossenen Sicherheitseinrichtung erkennt
und entsprechend den Sicherheitswert anhebt. Die Codierung des Codesteckers 16 kann
dabei eine elektronische, magnetische oder mechanische Codierung sein. Wird der Codestecker
16 herausgezogen, so tritt automatisch wieder die Begrenzung auf den ursprünglichen
ersten Sicherheitswert ein.
[0017] Wird der Lichtweg der Lichtschrankenanordnung 18 während des Betriebs des Antriebsmotors
10 beispielsweise durch eine Person unterbrochen oder stößt die Kontaktleiste 19 an
ein Hindernis, so wird ein Schaltvorgang ausgelöst, der über das Verbindungskabel
17 und den Codestecker 16 dem Mikrorechner 14 zugeführt wird. Dieser sperrt darauf
den Antriebsmotor 10 durch Abschalten oder Unterbrechung des Motorstroms. Der Codestecker
16 hat somit eine doppelte Aufgabe, nämlich die Übertragung von Abschaltbefehlen seitens
der wenigstens einen zusätzlichen Sicherheitseinrichtung und die Übermittlung der
Information an den Mikrorechner 14, daß eine zusätzliche Sicherheitseinrichtung angeschlossen
ist, wodurch der Mikrorechner die Antriebsleistung bzw. die Antriebskraft des Motors
10 erhöht.
[0018] Anstelle eines Mikrorechners 14 kann selbstverständlich auch eine integrierte oder
nicht-integrierte Steuerelektronik vorgesehen sein, die ohne Programmierung als reines
Hardware-Gerät arbeitet.
[0019] Bei dem in den Fig. 2 und 3 dargestellten einfacheren zweiten Ausführungsbeispiel
tritt anstelle einer elektronischen Steuereinrichtung 11 eine elektrische Steuereinrichtung
20 für den Antriebsmotor 10, die als Begrenzungsmittel 21 eine Spannungsquelle 22
mit zwei Speisespannungen U
1 und U
2 aufweist, die alternativ über einen 4-poligen Umschalter 23 an den Antriebsmotor
10 angelegt werden können. Die beiden Speisespannungen U
1 und U
2 werden aus der Netzspannung durch die Spannungsquelle 22 gebildet und können Wechselspannungen
oder Gleichspannungen sein.
[0020] Auch bei diesem Ausführungsbeispiel kann eine zusätzliche Sicherheitseinrichtung,
die hier als Kontaktleiste 19 ausgebildet ist, über ein Verbindungskabel 24 und einen
Stecker 25 durch Einstecken desselben in eine Steckdose 26 mit der Steuereinrichtung
20 verbunden sein. Bei eingestecktem Stecker 25 gemäß Fig. 2 schiebt dieser vier miteinander
mechanisch gekoppelte Schaltelemente 34 - 37 des Umschalters 23 in die dargestellten
Schaltstellungen. Während die für die niedrigere Speisespannung U
1 zuständigen Schaltelemente 34, 35 geöffnet sind, sind die für die höhere Speisespannung
U
2 zuständigen Schaltelemente 36, 37 geschlossen, so daß diese höhere Speisespannung
U
2 am Antriebsmotor 10 anliegt. Allerdings ist eine der Verbindungsleitungen zum Antriebsmotor
10 unterbrochen und mit zwei Kontaktelementen 29, 30 verbunden, die bei eingestecktem
Stecker 25 in elektrischer Verbindung mit zwei Gegenkontakten 31, 32 des Steckers
25 stehen. Diese beiden Gegenkontakte 31, 32 sind über einen Schalter 33 in der Kontaktleiste
19 miteinander verbunden. Dieser Schalter 33 ist bei nicht betätigter Kontaktleiste
19 geschlossen, so daß ein Pol der Speisespannung U
2 über die Kontaktelemente 29, 30, die Gegenkontakte 31, 32 und den Schalter 33 mit
dem Antriebsmotor 10 verbnden ist.
[0021] Stößt die Kontaktleiste 19 an ein Hindernis, so wird der Schalter 33 geöffnet und
dadurch der Motorstrom zum Antriebsmotor 10 unterbrochen.
[0022] Ist keine zusätzliche Sicherheitseinrichtung an die Steuereinrichtung 20 angeschlossen,
so befindet sich kein Stecker 25 in der Steckdose 26, und der Umschalter 23 befindet
sich in der in Fig. 3 dargestellten Schaltstellung, in der die Schaltelemente 34 -
37 durch Federkraft gehalten sind. Hierbei ist die höhere Speisespannung U
2 unterbrochen, und die niedrigere Speisespannung U
1 wird über die Schaltelemente 34, 35 dem Antriebsmotor 10 zugeführt, so daß diesem
infolge der niedrigeren Speisespannung U
1 nur eine begrenzte Antriebsleistung zur Verfügung steht und die Antriebsleistung
oder die Antriebskraft oder das Antriebsdrehmoment auf den Sicherheitswert begrenzt
wird.
[0023] Selbstverständlich kann auch beim zweiten Ausführungsbei spiel alternativ oder zusätzlich
eine Lichtschrankenanordnung 18 als zusätzliche Sicherheitseinrichtung oder eine andere
bekannte zusätzliche Sicherheitseinrichtung vorgesehen sein.
[0024] Der in Fig. 1 dargestellte Garagentorantrieb kann selbstverständlich ebenfalls mit
einem Gleichstrom-Antriebsmotor 10 betrieben werden, wobei dann die Begrenzungsmittel
13 eine Gleichrichteranordnung aufweisen, oder diesen ist eine Gleichrichteranordnung
nachgeschaltet. Bei beiden Ausführungsbeispielen kann auch anstelle einer Versorgungswechselspannung
eine Versorgungsgleichspannung treten.
[0025] Wesentlich für den erfindungsgemäßen Garagentorantrieb ist es, daß die Steuereinrichtung
11 bzw. 20 erkennt, ob eine zusätzliche Sicherheitseinrichtung vorgesehen ist. Dies
kann beispielsweise auch drahtlos erfolgen, das heißt, die zusätzliche Sicherheitseinrichtung
übermittelt drahtlos Erkennungs- und Schaltsignale an die Steuereinrichtung 11 bzw.
20, durch die diese zum einen das Vorhandensein einer zusätzlichen Sicherheitseinrichtung
erkennt und in Abhängigkeit davon eine höhere oder niedrigere Antriebsmotorleistung
einstellt, und durch die zum anderen Abschaltsignale für den Fall der Betätigung der
zusätzlichen Sicherheitseinrichtung übermittelt werden.
1. Elektrischer Garagentorantrieb mit einem Antriebsmotor zur Bewegung des Garagentors,
dadurch gekennzeichnet, daß Begrenzungsmittel (13; 21) zur Begrenzung der Antriebsleistung,
der Antriebskraft oder des Antriebsdrehmoments des Antriebsmotors (10) auf einen Sicherheitswert
vorgesehen sind, der unterhalb eines Maximalwerts liegt, und daß eine Steuereinrichtung
(11; 20) für den Antriebsmotor (10) zum Anschluß wenigstens einer zusätzlichen, bei
ihrem Auslösen den Antriebsmotor (10) abschaltenden Sicherheitseinrichtung (18, 19)
vorbereitet ist, wobei durch automatische Umschaltmittel (23) im Betrieb mit angeschlossener
zusätzlicher Sicherheitseinrichtung (18, 19) die Wirkung der Begrenzungsmittel (13;
21) wenigstens zum Teil aufgehoben ist.
2. Garagentorantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Begrenzungsmittel
(13; 21) in Wirkverbindung mit der Steuereinrichtung (11; 20) stehen oder einen Teil
derselben bilden.
3. Garagentorantrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Begrenzungsmittel
(13; 21) als Phasenanschnittsteuerung oder als steuerbare oder umschaltbare Spannungs-
oder Stromquelle oder als Spannungs- oder Stromregler oder als umschaltbare Motorwicklungen
ausgebildet sind.
4. Garagentorantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Verbindungselement (16; 25) zwischen der Steuereinrichtung (11; 20) und der
wenigstens einen zusätzlichen Sicherheitseinrichtung (18, 19) zur Erkennung des Betriebs
mit angeschlossener Sicherheitseinrichtung (18, 19) und damit zur automatischen Betätigung
der Umchaltmittel (23) vorgesehen ist.
5. Garagentorantrieb nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement
(16; 25) ein insbesondere als Codestecker ausgebildeter Stecker an einem Verbindungskabel
(17; 24) ist.
6. Garagentorantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Steuerelektronik oder ein Mikrorechner (14) zur Steuerung der Begrenzungsmittel
(13) vorgesehen ist oder wenigstens einen Teil der Begrenzungsmittel bildet.
7. Garagentorantrieb nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerelektronik
oder der Mikrorechner (14) zur Prüfung des als Stecker ausgebildeten Verbindungselements
(16) und/oder der daran angeschlossenen zusätzlichen Sicherheitseinrichtung (18, 19)
ausgebildet ist und die Begrenzungsmittel (13) bei positiver Erkennung umschaltet.
8. Garagentorantrieb nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß durch den als Verbindungselement
(25) dienenden eingesteckten Stecker eine als Umschaltmittel (23) in der Steuereinrichtung
(20) dienende Schalteinrichtung betätigbar ist.
9. Garagentorantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß durch Betätigung der Umschaltmittel (23) eine Umschaltung auf den Maximalwert
der Antriebsleistung des Antriebsmotors (10) oder auf einen zweiten Sicherheitswert
erfolgt, der oberhalb des bei nicht betätigten Umschaltmitteln (23) wirksamen Sicherheitswerts
liegt.
10. Garagentorantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß durch
den Anschluß mehrerer zusätzlicher Sicherheitseinrichtungen (18, 19) verschiedene
Betätigungsstufen der Umschaltmittel (23) schaltbar sind, durch die der erste Sicherheitswert
in Stufen anhebbar ist.
11. Garagentorantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß als zusätzliche Sicherheitseinrichtung (18, 19) eine innere oder äußere Lichtschranke
und/oder eine elektrische Kontaktleiste am Garagentor vorgesehen ist.