[0001] Die Erfindung betrifft eine Schaltvorrichtung, insbesondere in Form eines Schaltmagneten
mit einer Wegaufnehmervorrichtung zur Überwachung der Position eines Schaltteiles
der Schaltvorrichtung, die mit der Wegaufnehmervorrichtung über eine lösbare Verbindungseinrichtung
koppelbar ist.
[0002] Dahingehende Schaltvorrichtungen (DE 43 41 087 C2) mit Wegaufnehmervorrichtung sind
in einer Vielzahl von Ausführungsformen auf dem Markt frei erhältlich, wobei die Schaltvorrichtung
einen sogenannten Gleichstrom- oder Wechselstromschaltmagneten darstellt. Über ein
Spulenteil der Schaltvorrichtung läßt sich das Schaltteil üblicherweise in Form eines
rohrförmigen Bolzens bei elektrischer Ansteuerung der Spule innerhalb des Schaltmagneten
verfahren, um beispielsweise einen Schaltvorgang bei einem Fluidventil oder dergl.
auszulösen. Mittels der Wegaufnehmervorrichtung lassen sich bei modernen Systemen
nicht nur die Endstellungen des Schaltteiles erfassen, sondern auch kontinuierlich
Zwischenstellungen, so daß über eine elektronische Auswerteeinheit der Schaltzustand
der Schaltvorrichtung sich in jedem Schaltzustand überwachen läßt. Das Schaltteil
in Form des Schaltbolzens weist dabei eine Art Meßstab auf, der zusammen mit dem Schaltteil
verfahrbar ist und dabei die Induktivität einer Spulenanordnung innerhalb der Wegaufnehmervorrichtung
verändert, und zwar in Abhängigkeit seiner Eindringtiefe in die Spulenanordnung, so
daß man hierüber Aufschluß erhält über die Lageposition des Schaltteiles.
[0003] Für die Kopplung der Schaltvorrichtung mit der Wegaufnehmervorrichtung ist eine lösbare
Verbindungseinrichtung vorgesehen, die im Stand der Technik aus Madenschrauben od.
dgl. besteht, die außenumfangsseitig an der Wegaufnehmervorrichtung angeordnet in
zugeordnete Ausnehmungen in der Schaltvorrichtung eingreifen. Die dahingehende Verbindungseinrichtung
ist teuer in der Herstellung und erschwert den Zusammenbau der Gesamtvorrichtung,
da für das Eindrehen der Madenschrauben die Bauteile Schaltvorrichtung und Wegaufnehmervorrichtung
genau zueinander vorpositioniert sein müssen.
[0004] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Schaltvorrichtung mit Wegaufnehmervorrichtung zu schaffen, die sich einfach und
kostengünstig miteinander zu einer Baueinheit verbinden lassen. Eine dahingehende
Aufgabe löst eine Schaltvorrichtung mit Wegaufnehmervorrichtung gemäß den Merkmalen
des Anspruches 1.
[0005] Dadurch, daß gemäß dem kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 die Verbindungseinrichtung
ein federelastisches Verbindungsteil aufweist, das eine Vorrichtung durchgreift und
die andere Vorrichtung umgreift, läßt sich mit nur einem Bauteil in Form des federelastischen
Verbindungsteils die Kopplung von Schaltvorrichtung mit Wegaufnehmervorrichtung erreichen.
Dies ist nicht nur kostengünstig, sondern die dahingehende Verbindung läßt sich auch
ohne genaue Vorpositionierung der jeweiligen Vorrichtung zueinander einfach erreichen
und auch wieder lösen. Die über das federelastische Verbindungsteil hervorgerufene
Kopplung führt zu einer sicheren axialen Verbindung der Vorrichtungen miteinander,
wobei es nicht zu einem unbeabsichtigten Lösen der Verbindung kommen kann.
[0006] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist das Verbindungsteil eine Bügelfeder
mit zwei federelastisch zueinander bewegbaren Schenkelstücken, die die Schaltvorrichtung
umgreifen, wobei vorzugsweise das Verbindungsteil aus einem nichtmagnetischen Federstahldraht
gebildet ist.
[0007] Sofern vorzugsweise die Wegaufnehmervorrichtung eine nutförmige Ausnehmung für den
bündigen Eingriff der Bügelfeder aufweist, wobei die Schenkelstücke zumindest an ihren
einander zugewandten Innenseiten ein bogenförmiges Aufnahmestück für die Aufnahme
eines rotationssymmetrischen Festlegeteiles der Schaltvorrichtung aufweisen, und dieses
Festlegeteil über eine keilförmige Ausnehmung verfügt, ist eine spielfreie Kopplung
von Schaltvorrichtung mit Wegaufnehmervorrichtung gewährleistet. Darüberhinaus kann
zum Erreichen einer drehsicheren Verbindung das Festlegeteil entlang seines Außenumfanges
ein Sicherungsteil aufweisen, insbesondere in Form einer Rändelung, so daß nach Eingreifen
des Verbindungsteiles in die Wegaufnehmervorrichtung sowohl in radialer als auch in
axialer Richtung eine sichere Formschlußverbindung gegeben ist.
[0008] Im folgenden wird die erfindungsgemäße Schaltvorrichtung mit Wegaufnehmervorrichtung
anhand der Zeichnung in prinzipieller und nicht maßstäblicher Darstellung näher erläutert.
[0009] Es zeigen
- Fig. 1
- in der oberen und unteren Bildhälfte einen Längsschnitt bzw. in Ansicht die aus Schalt-
und Wegaufnehmervorrichtung bestehende Baueinheit;
- Fig. 2
- eine Stirnansicht auf das im Eingriff befindliche Verbindungsteil;
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf die Wegaufnehmervorrichtung nach der Fig. 1 ohne Schaltvorrichtung.
[0010] Die als Ganzes mit 10 bezeichnete Schaltvorrichtung nach der Fig. 1 weist einen Spulenkörper
12 aus Kunststoffmaterial auf. Der Spulenkörper 12 hat endseitig zwei ringförmige
Flansche, zwischen denen sich das Wicklungspaket 14 eines Leiters erstreckt, welches
in der Fig. 1 nur schematisch wiedergegeben ist. In dem Spulenkörper 10 ist ein sogenanntes
Polrohr 16 geführt, in dem wiederum längsverfahrbar angeordnet ein bolzenförmiges
Schaltteil 18 entgegen der Federkraft einer Druckfeder 20 verfahrbar ist. An einem
freien Ende des Schaltteiles 18 ist mittig eine Betätigungsstange 22 angeordnet, wohingegen
am gegenüberliegenden Ende des Schaltteiles 18 dieses ebenfalls mittig eine Meßstange
24 aufweist. Die Betätigungsstange 22 dient dem Ansteuern eines Ventilkörpers, wohingegen
die Meßstange 24 der Überprüfung der Schaltposition des Schaltteiles 18 und mithin
der Betätigungsstange 22 dient, woraus sich wiederum Rückschlüsse über den Ansteuerungszustand
des Ventiles ergeben.
[0011] Die Schaltvorrichtung 10 weist darüberhinaus eine elektrische Anschlußstelle 26 auf
in Form eines Kontaktsteckers zwecks Anschluß an eine ansteuerbare Stromquelle (nicht
dargestellt) auf. Der dahingehende Aufbau einer Schaltvorrichtung 10 ist im Stand
der Technik bekannt. Wird das Wicklungspaket 14 des Spulenkörpers 12 elektrisch erregt,
wird unter dem Einfluß des entstehenden Feldes in Blickrichtung auf die Fig. 1 gesehen,
das Schaltteil 18 entgegen der Rückstellkraft der Druckfeder 20 nach links, gegen
die Druckfeder im Ventil, bewegt, wobei die Betätigungsstange 22 einfährt und zwar
um die Verfahrstrecke des Schaltteiles 18 in entsprechender Weise nach rechts. Durch
die derart ausgelöste Verfahrbewegung der Meßstange 24 des Schaltteiles 18 wird eine
Feldänderung in der Spulenwicklung des Spulenkörpers 28 der als Ganzes mit 30 bezeichneten
Wegaufnehmervorrichtung erzeugt, der sich auch aus mehreren Einzelspulen (nicht dargestellt)
zusammensetzen kann. Die dahingehende Signaländerung wird elektrisch über entsprechende
Verbindungsleitungen des Spulenkörpers 28 an einen Gerätestecker 32 weitergegeben,
an den eine elektronische Auswerteeinheit (nicht dargestellt) anschließbar ist. Der
dahingehende Aufbau einer Wegaufnehmervorrichtung ist im Stand der Technik ebenfalls
in verschiedensten Ausführungsformen bekannt.
[0012] Die Meßstange 24 ist von einer Aufnahmehülse 34 radial umgeben, die ein druckdichtes
Rohr darstellt und außenumfangsseitig eine Auflagefläche für das Spulensystem 28 ausbildet,
das auf die Aufnahmehülse 34 entgegen der Federkraft einer Einstellfeder 36 aufschiebbar
ist. Über eine Sechskantmutter 38 sowie eine Distanzhülse 40 läßt sich dann - auch
kundenseitig - eine "mechanische" Nullpunktjustierung für das Wegaufnehmermeßsystem
30 vornehmen. Die Aufnahmehülse 34 ist an ihrem zur Umgebung hin zugewandten Ende
abgeschlossen und ist derart lang bemessen, daß die Meßstange 24 in jeder Position
des Schaltteiles 18 über eine freie Verfahrlänge innerhalb der Aufnahmehülse 34 verfügt.
An ihrem zur Schaltvorrichtung 10 zugewandten Ende weist die Aufnahmehülse 34 eine
Verbreiterung 42 auf, über die sie fest mit einem büchsenartigen Festlegeteil 44 entlang
dessen Innenseite verbunden ist. Das Festlegeteil 44, das als Verschlußteil dient,
ist fest mit dem Polrohr 16 verbunden und im wesentlichen Teil desselben. An seiner
der Schaltvorrichtung 10 zugekehrten Seite weist das Festlegeteil 44 eine Abstützfläche
für die bereits angesprochene Druckfeder 20 auf. Desweiteren verfügt es über eine
Mittenausnehmung für den freien Durchgriff der Meßstange 24 des Schaltteiles 18. Außenumfangsseitig
sind in Ringnuten des Festlegeteiles 44 übliche Runddichtungen eingelegt. Für die
feste Verbindung des Polrohres 16 mit dem Festlegeteil 44 ist das Polrohr 16 an seinem
zur Wegaufnehmervorrichtung 30 zugekehrten Ende mit einer Sicke versehen. Desweiteren
bildet das Festlegeteil 44 eine Anlagefläche für die Einstellfeder 36 aus und über
einen Absatz ist ein Distanzrohr 46 der Wegaufnehmervorrichtung 30 in Anlage mit dem
Festlegeteil 44. Das Festlegeteil 44 wird von einer Aufschubhülse 48 der Wegaufnehmervorrichtung
30 umfaßt, die auch das Polrohr 16 teilweise radial umfaßt, und stirnseitig an die
eigentliche Schaltvorrichtung 10 anschließt. Darüberhinaus gibt die ein Wegaufnehmergehäuse
bildende Aufschubhülse 48 einen Ringkanal für einen Dichtring 50 zwischen Polrohr
16 und Aufschubhülse 48 frei.
[0013] Die Aufschubhülse 48 ist außenumfangsseitig mit Griffmulden 52 versehen, die die
Handhabung, insbesondere das Aufstecken der Wegaufnehmervorrichtung 30 bei der Montage
auf die vorstehenden Teile der Schaltvorrichtung 10 erleichtern. Wie insbesondere
der Querschnitt nach der Fig. 1 zeigt, weist das Festlegeteil 44 eine keilförmige
Ausnehmung 54 auf, wobei die Neigung des Keiles der Ausnehmung 54 sich quer zur Bewegungsrichtung
des Schaltteiles 18 erstreckt und wobei der freie Öffnungsquerschnitt sich in Richtung
des Schaltteiles 18 verringert. Über die keilförmige Ausnehmung 44 läßt sich, in axialer
Richtung gesehen, eine spielfreie Verbindung von Schaltvorrichtung 10 mit Wegaufnehmervorrichtung
30 über eine Verbindungseinrichtung in Form eines federelastischen Verbindungsteil
56 erreichen, wie es im einzelnen in der Fig. 2 dargestellt ist.
[0014] Das in der Fig. 2 näher dargestellte federelastische Verbindungsteil 56 besteht aus
einer Bügelfeder 58 mit zwei federelastisch zueinander bewegbaren Schenkelstücken
60, die die Schaltvorrichtung 10 an der Stelle des rotationssymmetrichen Festlegeteiles
44 in etwa mittig umgreifen. Das Verbindungsteil 56 ist aus einem nicht magnetischen
Federstahldraht gebildet. Es kann jedoch auch aus einem magnetisierbaren Federstahldraht
gebildet sein. Für den bündigen Eingriff der Bügelfeder 58 (vergl. Fig. 1) weist die
Wegaufnehmervorrichtung 30 eine nutförmige Ausnehmung 62 auf. Des weiteren weisen
die beiden Schenkelstücke 60 an ihren einander zugewandten Innenseiten jeweils ein
bogenförmiges Aufnahmestück 64 auf für den Eingriff in die keilförmige Ausnehmung
54 des Festlegeteiles 44. Die freien Enden der Bügelfeder 58 sind, wie dies insbesondere
die Fig. 2 zeigt, in etwa rechtwinklig nach außen abgespreizt und weisen mithin einen
Überstand über die Außenumfangsseite des rotationssymmetrischen Festlegeteiles 44
auf. Die Schenkelstücke 56 sind darüberhinaus über ein bogenförmiges Mittenstück 66
der Bügelfeder 58 miteinander in Verbindung. Die Wölbung der bogenförmigen Aufnahmestücke
64 entsprechen im wesentlichen der Außenumfangswölbung des Festlegeteiles 44.
[0015] Das Festlegeteil 44 weist des weiteren entlang seines Außenumfanges in axialer Richtung
seitlich neben der keilförmigen Ausnehmung 54 ein Sicherungsteil 68 in Form einer
Rändelung auf, das zur drehsicheren Verbindung mit der Wegaufnehmervorrichtung dient,
die über ein entsprechendes Eingriffsteil 70 für die Verbindung mit dem Sicherungsteil
68 aufweist. Hiermit ist neben einer axialen Sicherung auch eine Verdrehsicherung
gegeben, die zum einen die justierung beim Aufsetzen der Aufschubhülse 48 und mithin
der Wegaufnehmervorrichtung 30 auf die Schaltvorrichtung 10 erleichtert und zum andern
eine radiale Lagesicherung im späteren Betrieb gewährleistet.
1. Schaltvorrichtung, insbesondere in Form eines Schaltmagneten mit einer Wegaufnehmervorrichtung
zur Überwachung der Position eines Schaltteiles (18) der Schaltvorrichtung(10), die
mit der Wegaufnehmervorrichtung (30) über eine lösbare Verbindungseinrichtung koppelbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungseinrichtung ein federelastisches Verbindungsteil
(56) aufweist, das eine Vorrichtung (30) durchgreift und die andere Vorrichtung (10)
umgreift.
2. Schaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsteil
(56) eine Bügelfeder (58) ist mit zwei federelastisch zueinander bewegbaren Schenkelstücken
(60), die die Schaltvorrichtung (10) umgreifen.
3. Schaltvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsteil
(56) aus einem Federstahldraht gebildet ist.
4. Schaltvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wegaufnehmervorrichtung
(30) eine nutförmige Ausnehmung (62) für den bündigen Eingriff der Bügelfeder (58)
aufweist und daß die Schenkelstücke (60) zumindest an ihren einander zugewandten Innenseiten
jeweils ein bogenförmiges Aufnahmestück (64) für die Aufnahme eines rotationssymmetrischen
Festlegeteiles (44) der Schaltvorrichtung (10) aufweisen.
5. Schaltvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Festlegeteil (44)
eine keilförmige Ausnehmung (54) aufweist, daß die Neigung des Keiles der Ausnehmung
(54) sich quer zur Bewegungsrichtung des Schaltteiles (18) erstreckt und daß der freie
Öffnungsquerschnitt sich in Richtung des Schaltteiles (18) verringert.
6. Schaltvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Festlegeteil (44)
entlang seines Außenumfanges ein Sicherungsteil 68) zur drehsicheren Verbindung mit
der Wegaufnehmervorrichtung (30) aufweist.