[0001] Es ist eine Vorrichtung zum hydrodynamischen Vernadeln Von Vliesen, Tissue oder Papier
mit einem flüssigen, aus einer Vielzahl von Düsen gegen das Gut gespritzten Behandlungsmittel
bekannt, die aus einer den Düsen zugeordneten, innen ggf. mit Unterdruck versehenen
durchlässigen Blechtrommel als Unterstützungslement für das Gut besteht, welche an
ihrem Umfang zusätzlich mit einem flüssigkeitsdurchlässigen Belag bedeckt ist, wobei
zwischen dem flüssigkeitsdurchlässigen Belag und der Blechtrommel ein Unterzug zur
Erhöhung des Abstandes zwischen der Blechtrommel und dem Belag vorgesehen ist.
[0002] Eine Vorrichtung dieser Art ist auch zum durchströmenden Wärmebehandeln von Textilgut
durch das DE-GM 1 886 883 bekannt. Als Unterzug wird in der Schrift ein Siebgewebe
mit gröberem Drahtdurchmesser vorgeschlagen. Diese zusätzliche Trommelbelegung hat
den Vorteil, daß das auf der gelochten Trommel liegende Gut gleichmäßiger durchlüftet
werden kann als bei unmittelbarer Auflage des Gutes auf der gelochten Blechtrommel.
Das zu behandelnde Material liegt durch das zusätzliche Siebgewebe mit größerem Abstand
von der Trommelmantelfläche auf, so daß sich über die Fläche des Gutes keine Totflächen,
keine undurchströmten Bereiche ergeben.
[0003] Durch die DE 39 05 738 A1 ist eine andere Siebtrommelkonstruktion bekannt. Bei dieser
Konstruktion fehlt ein gelochtes Siebtrommelblech zur Erzeugung der Trommel, statt
dessen erstrecken sich zwischen den beiden Böden der Trommel in Achsrichtung verlaufende
Blechstreifen, zwischen denen in Umfangsrichtung der Trommel die Blechstreifen verbindende
Abstandhalter angeordnet und durch Schrauben aneinander gehalten sind. Mit dieser
Blechstreifen-Abstandhalter-Konstruktion ist die Stabilität der Trommel auch ohne
Siebtrommelblech erreicht. Sie ist damit optimal luftdurchlässig, jedoch auch kostspielig
in der Herstellung.
[0004] Letztlich ist da noch die DE 44 22 508 C1 zu nennen, nach der als Unterzug achsial
über die ganze Länge der Trommel sich gerade erstreckende Blechstreifen mehrfach verteilt
über den Umfang der Trommel vorgesehen sind. Die Blechstreifen sind rechteckig oder
rund ausgebildet, sie müssen auf die Trommel aufgeschweißt werden. Diese Befestigung
bewirkt aber ein Verziehen des Bleches der Trommel. Außerdem besteht der Belag dort
aus einem Siebgewebe, in dem sich einzelne Fasern verklemmen können, was zu schwer
zu entfernenden Verschmutzungen führt.
[0005] Auf dem Gebiet der Wasservernadelung, also der hydrodynamischen Verschlingung von
Fasern des jeweils zur Verfestigung unter die Strahlen der Düsen bewegten Gutes wie
Tissue od. dgl. ist noch auf die US-PS 3 485 706 zu verweisen. Aus dieser Schrift
ist grundsätzlich die Verwendung von fein gelochten Blechen als Überzug auf den durchlässigen
Trommeln bekannt. Mit einem solchen fein gelochten, an sich glatten Blech, das ein
Drahtgeflecht ersetzt, stellt man mittels der Wasservernadelung glattere verfestigte
Vliese her, da das glatte Blech eine Art Bügeleffekt bewirkt und dennoch wegen seiner
Durchlässigkeit für die Fortführung des aufgespritzten Wasser sorgt. Schwierig ist
jedoch die Beherrschung der Verstopfung der die Flüssigkeit abführenden feinen Löcher
in dem Blech, die sich leicht mit Fasern des Vlieses oder mit Ablagerungen von der
aufgespritzten Flüssigkeit zusetzen. In diesem Zusammenhang ist auch die EP 0 223
614 B2 zu nennen. Auch dort besteht der Überzug aus einem fein gelochten, zylindrischen
Blechüberzug. Die das Blech unterstützende Trommelkonstruktion besteht dort aus einem
längs gelochten Zylinder mit zwischen den Löcherreihen angeordneten, radial abstehenden,
jeweils spitz zulaufenden, achsial ausgerichteten Rippen. Die Herstellung einer solchen
Trommel ist sehr aufwendig und teuer.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Siebtrommelkonstruktion für die Wasservernadelung
so auszubilden, daß eine gleichmäßige, fein aufgeteilte Wasserdurchlässigkeit der
Trommel erzeugt wird, und bei einer preisgünstigen Herstellung der Trommel keine Gefahr
der Veränderung der zylindrischen Ausrichtung eines dünnen Trommelbelages besteht.
Gleichzeitig soll auch gewährleistet sein, daß die Abführung der aufgespritzten Flüssigkeit
infolge des Saugzuges vom Inneren der Trommel ohne Ansaugen von Falschluft aus den
Randbereichen der Abdichtungslinien der Saugeinrichtung durchführbar ist
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe ist nach der Erfindung eine Vorrichtung vorgesehen, zum
hydrodynamischen Verfestigen von Vliesen, Tissue oder Papier mit einem flüssigen,
aus einer Vielzahl von Düsen gegen das Gut gespritzten Behandlungsmittel, bestehend
aus einer den Düsen zugeordneten, innen ggf. mit Unterdruck versehenen durchlässigen
Blechtrommel als in sich steifes Unterstützungslement für das Gut beim Wasservernadeln,
welche an ihrem Umfang mit einem flüssigkeitsdurchlässigen Blech das als dünnes Blech
mit einer mikrofeinen Lochung ausgebildet ist, bedeckt ist, und zwischen dem flüssigkeitsdurchlässigen
Blech und der Blechtrommel ein für sich allein instabiler Unterzug aus Streifen allein
zur Erhöhung des Abstandes zwischen der Blechtrommel und dem Blech vorgesehen ist,
die Streifen mit jeweils kleinem und gleichbleibenden Abstand gleichmäßig über den
ganzen Umfang der durchlässigen Blechtrommel angeordnet sind und die durchlässige
Blechtrommel an den radial innen liegenden Kanten der Streifen und das flüssigkeitsdurchlässige
Blech an den radial außen liegenden Kanten der Streifen unmittelbar anliegt.
[0008] Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Konstruktion dieser Wasservernadelungstrommel
ist die gute und bei Gebrauch auch über eine längere Zeit gleichbleibende Flüssigkeitsdurchlässigkeit,
und zwar auch bei einer Trommel, die eine zylinderähnlich glatte Oberfläche hat. Durch
die im Querschnitt dünnen Abstandsstreifen wird den aus den Düsen auftreffenden Flüssigkeitsstrahlen
kein oder ein nur geringer Widerstand entgegengesetzt. Durch die dichte Anordnung
der Streifen zueinander verbleibt der dünne Blechmantel zylindrisch und dennoch ist
genügend Platz zwischen den Streifen vorhanden, daß sich evtl. aus dem Vliesverband
lösende Fasern die Trommel nicht oder nur sehr langsam verstopfen, also deren Durchlässigkeit
vermindern. Es besteht keine Gefahr der Verklemmung von Fasern in einem bisher zur
Abstandshaltung verwendeten Drahtgeflecht. Außerdem ist jetzt eine liniengerade Abdichtung
an der Innenseite der Trommel zur Absaugung der aufgespritzten Flüssigkeit möglich,
weil jetzt keine Luft aus den seitlichen Bereichen durch die Drähte eines z. B. verwendeten
Gewebes mehr angesaugt werden kann.
[0009] Diese Konstruktion der Trommel eignet sich besonders als Unterstützungstrommel bei
der Wasservernadelung von Nonwovens, wobei eine glatte Oberfläche des vernadelten
Vlieses durch den fein gelochten Zylindermantel erzeugt werden soll. Der Mantel kann
aber auch aus einem radial außen besonders strukturierten Blech bestehen, je nach
dem welche Oberfläche das Vlies nach der Wasservernadelung erhalten soll.
[0010] Die Streifen sind sehr dicht zueinander angeordnet, z. B. mit nur 3 mm Abstand. Gleichfalls
sind die Streifen sehr dünn, z. B. 1 - 2 mm im Querschnitt. Die Streifen haben dementsprechend
dann nur eine Länge von 4 - 6 mm. Selbstverständlich sind nicht nur andere Maße in
diesem Rahmen denkbar und im Schutzumfang mit eingeschlossen, sondern diese Streifen
haben auch nur eine geringe Höhe von z. B. 3 - 5 mm. Grund alleine ist die Abstandhaltung
des mikrofein perforierten Bleches. Um diesen Abstand halten zu können, sind die Streifen
miteinander zu verbinden. Es ist zweckmäßig, daß eine Anzahl derartiger Streifen einen
Längsstreifen bildet, der sich über die ganze Länge der Trommel oder in Umfangsrichtung
um die Trommel erstreckt. Der Längsstreifen ist dann wellen- oder zickzackförmig gebildet,
so daß sich Flächen bilden, die bei nebeneinanderliegenden Streifen sich berühren.
An diesen Flächen sind dann die Vielzahl der Längsstreifen miteinander zu verbinden,
wie zu verkleben oder zu verschweißen. Damit entsteht eine z. B. Honigwabenstruktur
mit sehr feinen und kurzen Streifen.
[0011] Der Unterzug kann auch aus allein achsial ausgerichteten Streifen oder sogar aus
allein oder in Kombination mit radial sich erstreckenden Streifen gebildet sein. Die
Konstruktion ist je nach Anwendungsfall zu wählen.
[0012] In der Zeichnung ist ein Ausführungbeispiel der Vorrichtung nach der Erfindung dargestellt.
Es zeigen:
- Fig. 1
- die Seitenansicht des Einlaufs einer mehrstufigen Wasservernadelungseinrichtung mit
hier nur der ersten Vernadelungstrommel zugeordneten Düsenbalken,
- Fig. 2
- in vergrößerter Darstellung der Blechmantel einer der Vernadelungstrommeln in der
gleichen Querschnittsansicht, wobei der Unterzug z. B. ein Schnitt II - II ist wie
in Fig. 3 angedeutet,
- Fig. 3
- in perspektivischer Darstellung der Unterzug als Honigwabenprofil zwischen der radial
inneren Siebtrommel und dem radial äußeren Blechmantel,
- Fig. 4
- ebenfalls in perspektivischer Darstellung ein anderes Profil dieses Unterzuges und
- Fig. 5
- in der Draufsicht eine Vernadelungstrommel mit radial oder spiralförmig verlaufenden
Streifen des Unterzuges.
[0013] In Richtung des Pfeils 1 läuft die von einer nicht dargestellten Krempelmaschine
kommende Faserbahn 2 auf das von Umlenkwalzen gespannt geführte Endlosband 8. Am Ende
des oberen Trumms ist die eine der zwei Umlenkwalzen als die sogenannte Übernahmewalze
5 ausgebildet, die nicht nur tangential zum darüber angeordneten Verdichtungs-Endlosband
4 angeordnet, sondern in die Ebene des mittels der Umlenkwalzen 3 gespannt geführten
Endlosbandes 4 eintaucht. Dadurch ist eine sichere Übergabe der Faserbahn auf die
Übernahmewalze 5 gewährleistet. Vor der Übergabe wird die Faserbahn 2 mittels des
dem Endlosband 4 zugeordneten Düsenbalkens 6 durch das Endlosband 4 hindurch lediglich
genäßt.
[0014] Auf der Übernahmewalze 5 erfolgt nunmehr die erste Vernadelung, hier mit drei Düsenbalken
7. Das die Übernahmewalze 5 umschlingende Endlosband 8 gewährleistet auch den Transport
des vernadelten Vlieses 2 von der Übernahmewalze 5 zur folgenden Walze 5', der ebenfalls
- hier nicht dargestellt - Düsenbalken 7 zugeordnet sind. Die Übernahmewalze 5 ist
flüssigkeitsdurchlässig ausgebildet, was in Fig. 1 durch die gestrichelte Linie dargestellt
ist. Die durch die Düsenbalken 6 und 7 auf das Vlies gespritzte Flüssigkeit wird durch
die Walze 5, 5' geblasen und von der Innenseite auch durch einen dort erzeugten Saugzug
9 abgeführt.
[0015] Die Vernadelungswalzen 5, 5' sind jeweils als Blechtrommel ausgebildet. Sie bestehen
aus einem die Tragkonstruktion bildenden zylinderförmig gebogenen Blech 10, das über
die ganze Fläche gleichmäßig verteilt mit einer Perforation 11 versehen ist. Über
die Blechtrommel 10 ist radial außen ein mikrofein gelochtes Blech 12 gezogen, auf
dem das Vlies 2 bei der Vernadelung aufliegt. Damit die Durchlässigkeit des feinen
Bleches 12 infolge der undurchlässigen Stege zwischen den Löchern der Blechtrommel
10 nicht merklich behindert ist, dienen zur Abstandhaltung des Bleches 12 von der
Blechtrommel 10 Streifen 13, die im Querschnitt kleiner als 2 mm sind und sich achsial
und radial um die Trommel 10 erstrecken. Die Streifen 13 sind mit geringem Abstand
von z. B. 1 - 10 mm, vorzugsweise 2 - 4 mm, voneinander so dicht nebeneinander angeordnet,
daß sich der im Querschnitt feine Blechmantel 12 als Belag zwischen den Streifen 13
nicht durchbiegen kann.
[0016] Eine Anlage zur Vernadelung eines Vlieses besteht meistens aus mehreren Trommeln
5, 5' usw. mit jeweils wechselseitiger Beaufschlagung des Vlieses mit den Wasserstrahlen.
Da bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 die Trommel 10 von dem Endlosband 8 zum
Heranführen des Vlieses umschlungen ist, sollte sich die Konstruktion mit dem mikrofein
gelochten Blech 12 und dem erfindungsgemäßen Unterzug 13 z. B. auf der Trommel 5'
usw. befinden.
[0017] Die Streifenstruktur der Trommel 5' besteht also aus den radial ausgerichteten Streifen
13, deren radial ausgerichtete Höhe aus den Fig. 2 - 4 hervorgeht. Die Streifen 13
können auch einen anderen Querschnitt aufweisen. Sie können an ihrem radial außen
liegenden Umfang rund oder spitz zulaufend ausgebildet sein, um so wenig wie möglich
Widerstand den Wasserstrahlen entgegenzusetzen. Es liegt also der siebförmige, mikrofein
gelochte Blechmantel 12 nur auf den radial außen angeordneten Kanten der Streifen
13 auf. Die Streifen 13 liegen mit ihrer radial innen liegenden Kante unmittelbar
auf der Blechtrommel 10 auf und sind mit einem definierten geringen Abstand nebeneinander
auf der Blechtrommel 10 angeordnet. Damit dieser Abstand und die genaue Ausrichtung
der Streifen 13 über die Breite der Trommel fixiert ist, sind die in Fig. 2 nur im
Schnitt dargestellten Streifen miteinander in der Achsrichtung und in der Umfangsrichtung
der Trommel verbunden. Insofern bestehen die Streifen in der Darstellung der Fig.
2 aus jeweils zwei parallel zueinander miteinander verklebten oder dgl. verbundenen
Streifen. Ein Beispiel dazu zeigt die Fig. 3 oder Fig. 4, siehe dazu Schnitt II -
II. Auf der hinteren, nicht sichtbaren Fläche des Profils ist z. B. die Siebtrommel
10 mit ihren Löchern 11 vorzustellen, während auf der in der Darstellung vorderen
Fläche des Profils das fein perforierte Blech 12 aufliegt. Die einzelnen Streifen
13 sind zu einem Längsstreifens 14 miteinander verbunden, bzw. der Längsstreifen 14
besteht aus einer Vielzahl derartiger Streifen 13. Zur Herstellung wird ein langer
schmaler Streifen eines dünn gezogenen Kunststoffes oder gewalzten Bleches in einer
Sinusform gebogen oder gepreßt und dann die benachbart liegenden Flächen zweier solcher
Längsstreifen 14 an solchen Streifen 13 miteinander verklebt oder sonstwie verbunden.
Dabei entsteht ein an sich labiles Gebilde, das aber in Richtung der Öffnungen parallel
zu den Streifen 13 sehr stabil ist. Nichts Anderes ist hier nötig, die Flüssigkeitsdurchlässigkeit
des Wabenprofils ist maximal, sie liegt bei 98 %, die Stabilität in radialer Richtung
reicht zur Übernahme der durch die Wasserstrahlen auf dem mikrofein gelochten Blech
12 entstehenden Belastung aus und eine Abzeichnung der Siebtrommelstege 10 ist vermieden.
[0018] In den Figuren 3 und 4 sind Honigwabenprofile dargestellt. Die Stege 13 können aber
auch zu einem Viereck miteinander verbunden sein. Dies ist nur eine Frage der Herstellung.
Im Falle der Verwendung einer Streifenkonstruktion mit Vierecken ist nur zu beachten,
daß die Steifen nicht in Achsrichtung verlaufen, sondern unter einem Winkel kleiner
90 °, damit sich auf dem Tissue keine Linie parallel zur Ausrichtung des Düsenbalkens
7 abzeichnet.
[0019] Damit die Durchlässigkeit des Belages 12 durch die Tragekonstruktion der Blechtrommel
10 nicht merklich behindert ist, dienen auch beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 5
zur Abstandhaltung des Belages von der Blechtrommel 10 Blechstreifen 13, die sich
nicht nur radial erstrecken, sondern um die Blechtrommel 10 in Umfangsrichtung um
die Trommel 10 ringförmig schlingen können. Die Blechstreifen 13 sind mit geringem
Abstand voneinander so dicht nebeneinander angeordnet, daß sich der im Querschnitt
feine Blechmantel 12 als Belag zwischen den Blechstreifen 13 nicht durchbiegen kann.
Die radial verlaufenden Streifen sind in Fig. 5 auf der linken Seite dargestellt.
Es ist genauso sinnvoll die Bleichstreifen 13 statt exakt radial, jetzt spiralförmig
über die ganze achsiale Länge um die Trommel zu schlingen, wie es auf der rechten
Seite der Fig. 5 angedeutet ist.
[0020] Das Material des Unterzuges kann aus Kunststoff wie Aramid oder auch aus Aluminium
hergestellt sein. Im Falle von Aluminium ist es zweckmäßig, das Profil zu verchromen.
1. Vorrichtung zum hydrodynamischen Verfestigen von Vliesen, Tissue oder Papier oder
Vernadeln von Geweben oder Gewirken mit einem flüssigen, aus einer Vielzahl von Düsen
(7) gegen das Gut (2) gespritzten Behandlungsmittel, bestehend aus einer den Düsen
zugeordneten, innen ggf. mit Unterdruck versehenen durchlässigen Blechtrommel (5',
10) als in sich steifes Unterstützungslement für das Gut beim Wasservernadeln, welche
an ihrem Umfang mit einem flüssigkeitsdurchlässigen Blech (12), das als dünnes Blech
mit einer mikrofeinen Lochung ausgebildet ist, bedeckt ist, und zwischen dem flüssigkeitsdurchlässigen
Blech (12) und der Blechtrommel (5', 10) ein für sich allein instabiler Unterzug aus
Streifen (13) allein zur Erhöhung des Abstandes zwischen der Blechtrommel (10) und
dem Blech (12) vorgesehen ist, die Streifen (13) mit jeweils kleinem und gleichbleibenden
Abstand gleichmäßig über den ganzen Umfang der durchlässigen Blechtrommel (10) angeordnet
sind und die durchlässige Blechtrommel (10) an den radial innen liegenden Kanten der
Streifen (13) und das flüssigkeitsdurchlässige Blech (12) an den radial außen liegenden
Kanten der Streifen unmittelbar anliegt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterzug (13) aus allein
achsial sich erstreckenden Streifen gebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterzug (13) aus allein
radial sich erstreckenden Streifen gebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen (13) im
Querschnitt rechteckig und mit einer Dicke kleiner 2 mm, vorzugsweise kleiner 1 mm
ausgebildet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen (13) im Querschnitt
quadratisch ausgebildet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen (13) mit
einem Abstand von 1 - 10 mm, vorzugsweise 2 - 3 mm voneinander angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen
im Querschnitt an ihrer radial außen angeordneten Kante rund ausgebildet sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen
im Querschnitt an ihrer radial außen angeordneten Kante spitz zulaufend ausgebildet
sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen
aus Kunststoff wie Aramid hergestellt sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen
aus ggf. verchromten Aluminium hergestellt sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen
(13) in ihrer Länge auch nur kurz, wie 1 - 10 mm lang, sind und an ihren Enden mit
den benachbarten Streifen verbunden sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 11, dadurch gekennzeichnet, daß über die
Länge oder über den Umfang der Trommel aus den Streifen Längsstreifen (14) gebildet
sind, die wellenförmig oder mit gerade sich erstreckenden Flächen zickzackförmig geformt
sind, und die Berührungsflächen der nebeneinander angeordneten Längsstreifen zur Bildung
einer Lochstruktur miteinander verbunden sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen (13) zu den
Längsstreifen (14) unter einem Winkel größer 90 °, also wabenförmig miteinander verbunden
sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen zu den Längsstreifen
rechtwinklig miteinander verbunden sind.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß Streifen unter einem Winkel
kleiner 90 °, vorzugsweise diagonal zur Achse der Blechtrommel verlaufen.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsstreifen
(14) mit den winkelförmig zueinander ausgerichteten Streifen (13) aus einem Stück
hergestellt sind.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsstreifen
(14) zur Herstellung der Lochstruktur miteinander verklebt sind.
18. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsstreifen zur Herstellung
der Lochstruktur punktförmig miteinander verklebt sind.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsstreifen
zur Herstellung der Lochstruktur miteinander z. B. punktförmig verlötet oder verschweißt
sind.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 19, dadurch gekennzeichnet, daß das flüssigkeitsdurchlässige
Blech (12) aus einem ähnlich dem aus der Farbdruckindustrie her bekannten mikrofein
perforierten Druckmantelblech hergestellt ist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß das Blech (12) aus Nickel
hergestellt ist und die Perforation aus 0,1 - 2 mm großen Löchern besteht.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 21, dadurch gekennzeichnet, daß die radial
innen liegenden Kanten der Streifen (13) mit dem Außenumfang der Blechtrommel (10)
zur festen Verbindung verklebt sind.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen
aus Blech hergestellt sind und die radial innen liegenden Kanten der Streifen (13)
mit dem Außenumfang der Blechtrommel (10) zur festen Verbindung aufgeschrumpft sind.