[0001] Die Erfindung betrifft eine verstellbare Schwenkfalle für Türöffner gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Bei Türöffnern, welche in der Regel elektromagnetisch betätigbar sind, besteht die
Notwendigkeit, einen Schließkloben an einem Fallengrundkörper einfach und rasch verstellen
zu können. Durch eine möglichst exakte Nachstellung soll eine optimale Blockierung
im geschlossenen Zustand erreicht werden, damit eine Tür weder zu lose noch zu fest
in der Schließstellung gehalten wird. Im ersteren Fall kann die Tür klappern und im
zweiten Fall kann eine Öffnung blockiert sein.
[0003] Aus der DE-AS 20 56 351 ist eine verstellbare Schwenkfalle bekannt, welche an Berührungsflächen
eines Fallengrundkörpers und eines Sperrklobens quer gerichtete Verzahnungen aufweist.
Der Sperrkloben wird gegen den Fallengrundkörper mit in Langlöchern geführten Schrauben
verspannt, nachdem eine der quer gerichteten Verzahnung entsprechende Verstellung
durchgeführt wurde. Toleranzen in der Tür, im Schloß und auch Montagetoleranzen können
durch diese Verstellmöglichkeit vorteilhaft ausgeglichen werden.
[0004] Allerdings genügt die bisher verwendete Ein-Millimeter Rastung der Verzahnung nicht
mehr den vielfach erforderlichen Feinverstellungen. Insbesondere erlaubt die bekannte
Einrichtung kein stufenlosen Feineinstellen einer Schwenkfalle.
[0005] Aus der DE 33 08 154 C2 ist eine stufenlos wirksame Verstelleinrichtung für einen
Sperrkloben einer Schwenkfalle bekannt. Eine am Kopfende des Sperrklobens drehbare
Madenschraube, deren Längsachse in Verstellrichtung ausgerichtet ist, ist zwischen
dem Fallengrundkörper und dem anliegenden Sperrkloben angeordnet. Die Madenschraube
liegt fest ausgerichtet am Fallengrundkörper an und greift in eine entsprechende Gewinderille
des Sperrklobens ein, so daß dieser beim Drehen axial verstellt werden kann.
[0006] Bei dieser Verstelleinrichtung wird der Grad der Verstellung durch das Gewinde an
der Verstellschraube bestimmt. Dabei kann es sich als nachteilig erweisen, daß die
Madenschraube lediglich zur Hälfte in eine Gewinderille des Sperrklobens eingreift.
Diese konstruktive Ausbildung steht einer möglichst langen Lebensdauer der Einrichtung
entgegen.
[0007] Der Erfindung liegt die
Aufgabe zugrunde, eine verstellbare Schwenkfalle, insbesondere für elektromagnetisch betätigbare
Türöffner, zu schaffen, welche eine präzise, stufenlose und leicht handhabbare Feineinstellung
in beiden Richtungen ermöglicht und besonders verschleißfest ausgebildet ist.
[0008] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Zweckmäßige
und vorteilhafte Ausgestaltungen sind Merkmale der Unteransprüche und in der Figurenbeschreibung
enthalten.
[0009] Ein Grundgedanke der Erfindung besteht darin, eine stufenlose Verstellung mit Hilfe
eines Verstellelementes zu erreichen, welches durch eine exzentrische Ausbildung und
Anordnung ein Zusammenwirken mit einem Sperrkloben einerseits und einem Fallengrundkörper
andererseits eine vorgebbare Feineinstellung ermöglicht und besonders stabil und verschleißfest
ausgebildet ist.
[0010] Erfindungsgemäß ist das Verstellelement als ein Exzenter ausgebildet und zwischen
dem Fallengrundkörper und dem Sperrkloben angeordnet.
[0011] Die Exzentrizität bewirkt, daß durch Drehen des Verstellelementes eine Verstellung
des Sperrklobens erfolgt.
[0012] Zweckmäßigerweise ist das Verstellelement mit einem Kopfbereich versehen, welcher
zur Aufnahme eines Drehwerkzeugs ausgebildet ist. Unterhalb des Kopfbereiches ist
ein Basisbereich kreisförmig und insbesondere als eine runde Metallplatte ausgebildet.
Mit diesem Basisbereich ist das Verstellelement in einer komplementären kreisförmigen
Ausnehmung des Fallengrundkörpers aufgenommen und drehbar gelagert. Die Exzenterwirkung
wird durch eine außermittige Anordnung des Kopfbereichs am runden Basisbereich und
eine langlochähnliche, ellipsenförmige oder ovale Führungsöffnung im Sperrkloben erreicht,
in welche der Kopfbereich des Verstellelements reicht.
[0013] Es ist vorteilhaft, wenn im Kopfbereich ein Innensechskant ausgebildet ist. Mit einem
entsprechenden Werkzeug, beispielsweise mit einem Sechskantstiftschlüssel, kann das
Verstellelement gedreht werden. Dabei wird der Sperrkloben über die ellipsenförmige
oder ovale Führungsöffnung linear verstellt. Der Verstellweg des Sperrklobens wird
dabei vor allem vom Durchmesser des Basisbereichs des Verstellelements, von der Führungsöffnung
im Sperrkloben sowie von den Abmessungen der Langlöcher für Befestigungsschrauben
bestimmt.
[0014] In einer besonders zweckmäßigen Ausbildung ist der Kopfbereich des Verstellelementes
zylinderförmig ausgebildet. Der Durchmesser des kreisförmigen Basisbereichs ist größer
als die Hauptachse der Führungsöffnung des Sperrklobens. Die Nebenachse der ellipsenförmigen
Führungsöffnung entspricht etwa dem Durchmesser des Kopfbereichs.
[0015] Grundsätzlich ist ein als Extzenter ausgebildetes Verstellelement für eine stufenlose
Feineinstellung einer verstellbaren Schwenkfalle ausreichend. Dieses Verstellelement
ist dann nahezu mittig angeordnet, während zwei Senkkopfschrauben, welche in Langlöchern
eines Befestigungsteils des Sperrklobens geführt werden, etwa endseitig zum Verspannen
des Sperrklobens am Fallengrundkörper angeordnet sind.
[0016] Die erfindungsgemäße verstellbare Schwenkfalle ist aufgrund der besonders einfachen
konstruktiven Ausbildung mit einem geringen Herstellungs- und Montageaufwand verbunden
und weist eine außerordentlich hohe Lebensdauer auf. Gleichzeitig wird eine stufenlose
und äußerst präzise Feineinstellung ermöglicht. Als besonders vorteilhaft ist hervorzuheben,
daß das als Exzenter wirkende Verstellelement weder ein Gewinde noch eine Zahnausbildung
erfordert, was sich vorteilhaft auf die Herstellung, den Gebrauch und die Lebensdauer
auswirkt.
[0017] Die Erfindung wird nachstehend anhand einer Zeichnung weiter erläutert; in dieser
zeigen in einer stark schematisierten Darstellung
- Fig. 1
- eine Stirnansicht einer erfindungsgemäßen Schwenkfalle, jedoch ohne Öffnergehäuse
und Schließblech;
- Fig. 2
- einen Querschnitt entlang der Linie II-II gemäß Fig. 1 und
- Fig. 3
- einen Querschnitt entlang der Linie III-III gemäß Fig. 1.
[0018] In den Figuren 1 bis 3 ist eine bevorzugte Ausbildung einer erfindungsgemäßen verstellbaren
Schwenkfalle dargestellt.
[0019] Die Schwenkfalle 2 besteht aus einem ersten Schwenkfallenteil, einem Fallengrundkörper
4, welcher um eine Schwenkachse 3 schwenkbar ist. Der Fallengrundkörper 4 ist in einem
Öffnergehäuse (nicht dargestellt) untergebracht und mittels einer Betätigungsvorrichtung
eines Türöffners (nicht dargestellt) betätigbar.
[0020] An dem Fallengrundkörper 4 ist ein verstellbarer Schwenkfallenteil, der Sperrkloben
6, lösbar befestigt. Zur Befestigung sind Befestigungsschrauben, zweckmäßigerweise
Senkkopfspannschrauben 7, in endseitigen Bereichen der Schwenkfalle 2 vorgesehen.
Die Senkkopfspannschrauben 7 werden in horizontal verlaufenden Langlöchern 17 des
Sperrklobens 6 geführt und im Fallengrundkörper 4 gesichert.
[0021] Der Sperrkloben 6 ist horizontal verstellbar, wie der Doppelpfeil A in den Figuren
2 und 3 verdeutlichen soll. Die Verstellung erfolgt mit einem als Exzenter wirkenden
Verstellelement 10. Das Verstellelement 10 ist in den Figuren 1 und 2 in einer Endstellung
gezeigt, in welcher der Sperrkloben 6 nicht verstellt ist.
[0022] Das Verstellelement 10 ist kreisscheibenförmig ausgebildet und zwischen dem Sperrkloben
6 und dem Fallengrundkörper 4 angeordnet. Es weist einen kreisrunden Basisbereich
12 und einen überstehenden Kopfbereich 14 auf, welcher kreiszylindrisch ausgebildet
ist.
[0023] Der Kopfbereich 14 reicht bis in eine ovale oder ellipsenförmige Führungsöffnung
13 eines Befestigungsbereichs 16 des etwa rechtwinklig ausgebildeten Sperrklobens
6. Der Befestigungsbereich 16 liegt flächig an einer Verbindungsfläche 15 der Stirnseite
des Fallengrundkörpers 4 an und ist an dem Fallengrundkörper 4 mit den Senkkopfspannschrauben
7 befestigt.
[0024] Der Sperrkloben 6 überdeckt das als Exzenter ausgebildete Verstellelement 10, welches
in einer komplementären Ausnehmung 5 des Fallengrundkörpers 4 lösbar und drehbar aufgenommen
ist, mit seinem Befestigungsbereich 16. Der Basisbereich 12 des Verstellelements 10,
ein außermittig am Basisbereich 12 angeordneter und kreiszylindrisch ausgebildeter
Kopfbereich 14 sowie eine Führungsöffnung 13 im Befestigungsbereich 16 des Sperrklobens
6, in welche der Kopfbereich 14 ragt, bestimmen den Verstellweg des Verstellelementes
10. Die Richtung der Verstellung wird durch die Drehrichtung des Verstellelementes
10 und die Ausrichtung der ovalen bzw. ellipsenförmigen Führungsöffnung 13 des Sperrklobens
6 bestimmt. Zum Drehen und dem dadurch bewirkten stufenlosen Verschieben oder Verstellen
des Sperrklobens 6 an der Verbindungsfläche 15 des Fallengrundkörpers 4 dient der
Kopfbereich 14. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Kopfbereich 14 mit einem
Innensechskant 18 versehen, in welchen ein entsprechendes Werkzeug, z. B. ein Sechskantstiftschlüssel
(nicht dargestellt), eingeführt und betätigt werden kann. Fig. 1 zeigt das Verstellelement
10 in einer Endstellung. Die Führungsöffnung 13 des Sperrklobens ist in Längsrichtung
der Schwenkfalle 2 ausgerichtet. Eine Drehung eines in den Kopfbereich 14 eingeführten
Werkzeugs in Richtung des Pfeils B führt zur Drehung des gesamten Verstellelements
10 und zur Verstellung des Sperrklobens 6 nach außen (in den Figuren nach links).
[0025] Grundsätzlich genügt es, ein Verstellelement 10 zwischen dem Fallengrundkörper 4
und dem Sperrkloben 6 anzuordnen. Zweckmäßigerweise ist das Verstellelement 10 nahezu
in der Mitte zwischen in einem oberen und unteren Endbereich angeordneten Senkkopfspannschrauben
7 vorzusehen. Grundsätzlich können jedoch auch zwei als Exzenter wirkende Verstellelemente
10 vorgesehen sein. Zweckmäßigerweise sind die zwei als Exzenter wirkenden Verstellelemente
10 dann nahe den Befestigungsbereichen 7, 17 und insbesondere zur Mitte hin angeordnet.
Es können dann äußerst präzise Anpassungen durchgeführt werden.
[0026] Eine stabile, stufenlose und wartungsarme Feineinstellung einer Schwenkfalle 2 ist
mit einem Verstellelement 10 gewährleistet, dessen kreisrunder Basisbereich 12 mit
etwa der gleichen oder einer geringeren Höhe als der Kopfbereich 14 ausgebildet ist.
Der Innensechskant des Kopfbereichs 14 kann bis in den Basisbereich 12 reichen, so
daß eine gute Kraftübertragung beim Drehen des Verstellelementes 10 gewährleistet
ist.
[0027] Grundsätzlich ist der Durchmesser des Kopfbereiches 14 komplementär zur Nebenachse
b der ellipsenförmigen Führungsöffnung 13 ausgebildet. Die Hauptachse a weist eine
geringere Länge als der Durchmesser des kreisförmigen Basisbereichs 12 auf.
[0028] Zum Verstellen des Sperrklobens 6 werden die Senkkopfspannschrauben 7 gelockert und
das Verstellelement 10 gedreht. Bei einer Drehung gemäß Pfeil B (Fig. 1) wird der
Sperrkloben 6 nach links verstellt. Wenn die gewünschte Verstellung erreicht ist,
werden die Senkkopfspannschrauben 7 wieder festgezogen.
1. Verstellbare Schwenkfalle für Türöffner mit einem Fallengrundkörper (4), welcher schwenkbar
und blockierbar in einem Öffnergehäuse fixierbar ist, und mit einem Sperrkloben (6),
welcher mit dem Fallengrundkörper (4) verbunden und mit Hilfe eines Verstellelementes
(10) verstellbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Verstellelement (10) als ein Exzenter ausgebildet ist, welcher zwischen dem
Fallengrundkörper (4) und dem Sperrkloben (6) angeordnet und durch Drehen mit dem
Sperrkloben (6) am Fallengrundkörper (4) verstellbar ist.
2. Verstellbare Schwenkfalle nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Verstellelement (10) zum Drehen einen Kopfbereich (14) und zum Bestimmen des
Verstellweges einen Basisbereich (12) aufweist, daß der Kopfbereich (14) außermittig
am Basisbereich (12) und im Sperrkloben (6) aufgenommen ist und daß der Basisbereich
(14) kreisförmig ausgebildet und in einer komplementären Ausnehmung (5) des Fallengrundkörpers
(4) aufgenommen ist.
3. Verstellbare Schwenkfalle nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Verstellelement (10) mit dem Kopfbereich (14) in eine Führungsöffnung eines
Befestigungsbereichs (16) des Sperrklobens (6) eingreift und daß der Befestigungsbereich
(16) flächig an einer stirnseitigen Verbindungsfläche (15) des Fallengrundkörpers
(4) und an dem Basisbereich (12) des Verstellelementes (10) anliegt.
4. Verstellbare Schwenkfalle nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kopfbereich (14) kreiszylinderförmig und rechtwinklig zum Basisbereich (12)
ausgebildet ist und daß zum Verdrehen des Verstellelementes (10) und Verstellen des
Sperrklobens (6) der kreiszylinderförmige Kopfbereich (14) mit einem Innensechskant
(18) versehen ist.
5. Verstellbare Schwenkfalle nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungsöffnung (13) des Sperrklobens (6) oval oder ellipsenförmig ausgebildet
ist und daß der Kopfbereich (14) des Verstellelementes (10) der Nebenachse b der Führungsöffnung
(13) entspricht.
6. Verstellbare Schwenkfalle nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Hauptachse a der Führungsöffnung (13) kleiner als der Durchmesser des kreisförmigen
Basisbereichs (13) des Fallengrundkörpers (4) ist.
7. Verstellbare Schwenkfalle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Verstellelement (10) vorgesehen und nahezu mittig in der Schwenkfalle (2)
angeordnet ist.
8. Verstellbare Schwenkfalle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Sperrkloben (6) mit wenigstens einer oberen und unteren Senkkopfspannschraube
(7) am Fallengrundkörper (4) befestigt ist und daß die Senkkopfspannschrauben (7)
in Langlöchern (17) des Sperrklobens (6) geführt und im Fallengrundkörper (4) gesichert
sind.
9. Verstellbare Schwenkfalle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwei Verstellelemente (10) vorgesehen sind, welche nahe den Senkkopfspannschrauben
(7) und zur Mitte der Schwenkfalle (2) gerichtet angeordnet sind.