[0001] Die Erfindung betrifft einen Leuchtmittelsockel gemäß Anspruch 1, eine Anordnung
aus mehreren derartigen Sockeln nach Anspruch 17 sowie ein Verfahren zum Fixieren
und Kontaktieren eines Leuchtmittels in einem solchen Sockel nach Anspruch 18.
[0002] Es sind Sockel aus Metallkappen für Lampen bekannt, mit denen die Lampen in einer
Fassung befestigt und mittels eines Steckers an eine Stromzuführung angeschlossen
werden. Das Montieren und Kontaktieren eines solchen Sockels erfordert mehrere getrennte
Arbeitsschritte und ist von einer nicht fachkundigen Person allein nicht zu bewältigen.
Darüber hinaus kann der Anschlußdraht der Lampe während der Montage und Handhabung
so stark belastet werden, daß die Lampe selbst beschädigt wird oder eine zuverlässige
Kontaktherstellung nicht mehr möglich ist. Die bekannten Sockel erlauben auch nicht,
fertigungsbedingte Ungenauigkeiten, wie zum Beispiel an den Schmelzbereichen der Lampe,
an denen die Anschlußkontakte herausgeführt werden, ausreichend zu kompensieren. Herstellungsbedingte
Ungenauigkeiten treten insbesondere auch bei gebogenen Leuchtstoffröhren in Form schwankender
Schenkelweiten auf.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Leuchtmittelsockel verfügbar
zu machen, der kostengünstig herstellbar ist, ohne großen Aufwand auch vom Kunden
selbst an Ort und Stelle montiert werden kann und herstellungsbedingte Ungenauigkeiten
eines Leuchtmittels zu kompensieren vermag.
[0004] Dieses technische Problem löst die Erfindung mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
[0005] Der erfindungsgemäße Sockel dient insbesondere der mechanischen Stabilisierung, einer
definierten Positionierung eines Leuchtmittels sowie der zuverlässigen elektrischen
Verbindung des Leuchtmittels.
[0006] Hierzu weist der Sockel eine oder mehrere Kappen zur Aufnahme wenigstens eines vorbestimmten,
wenigstens einen Anschlußkontakt aufweisenden Teils des Leuchtmittels auf, wobei die
Kappe derart bemessen ist, daß fertigungsbedingte Toleranzen des Leuchtmittels ausgeglichen
werden können. Jeder Kappe ist wenigstens eine Kammer zur Aufnahme eines Kontaktelementes
zugeordnet, wobei das Kontaktelement derart ausgebildet ist, daß es im eingesetzten
Zustand mit dem Anschlußkontakt eine elektrisch leitende Preßverbindung bildet.
[0007] Weitere vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen umschrieben.
[0008] Von der Kappe führt ein erstes Loch in die Kammer, durch das der Anschlußkontakt,
das ist vorteilhafterweise ein Elektrodendraht, beim Einführen des Leuchtmittels hindurchgesteckt
wird. Um das Einfädeln des Anschlußkontaktes des Leuchtmittels, zu erleichtern, verjüngt
sich die Querschnittsfläche der Kappe in Einsetzrichtung des Leuchtmittels. Die Kontakt-Aufnahmekammer
verläuft in Bezug auf die Einsetzrichtung des Leuchtmittels zweckmäßigerweise rechtwinklig
und ist hinter der Kappe angeordnet. Die Kammer kann als Durchgang ausgebildet sein,
oder verläuft nur teilweise durch den Sockel.
[0009] Um den Elektrodendraht des Leuchtmittels beim Kontaktieren und Handhaben gegen Belastungen,
die bei den bekannten Sockeln auftreten, zu schützen, weist die die Kammer begrenzende
Rückseite des Sockels ein zum ersten Loch fluchtendes zweites Loch auf, wobei der
Abstand zwischen den Löchern derart bemessen ist, daß die während des Aufpressens
des Kontaktelements auftretenden Kräfte im wesentlichen von dem Leuchtmittelsockel
und nicht in das Leuchtmittel geleitet werden. Auf diese Weise entsteht eine formschlüssige
Verbindung, welche sicherstellt, daß der Elektrodendraht und damit das Leuchtmittel
auch bei mechanischen Erschütterungen, die beispielsweise während eines Einsatzes
in Kraftfahrzeugen auftreten, sicher gehalten wird. Das zweite Loch wirkt vorteilhafterweise
auch als Amboß, wenn der aus dem Sockel herausragende Abschnitt des Anschlußdrahtes
abgeschnitten wird.
[0010] Zusammen mit der zwischen dem Kontaktelement und dem Anschlußdraht bestehenden Preßverbindung
gewährleistet der erfindungsgemäße Sockel für viele Anwendungen eine hohe mechanische
Stabilität und sichere elektrische Verbindung zum montierten Leuchtmittel.
[0011] Um das Kontaktelement beim Einsetzen gegen ein Verkanten zu schützen und eine Friktion
zwischen dem Kontaktelement und der Kammer im wesentliche zu vermeiden, weist diese
Führungsrillen und/oder Führungsnuten auf, die wenigstens teilweise in der Kammer
verlaufen. Das Kontaktelement selbst weist Vorsprünge auf, die beim Einsetzen in die
Kammer mit den jeweiligen Führungsnuten zusammenwirken. Bei den Vorsprüngen kann es
sich um Ausprägungen handeln, die durch entsprechende Einprägungen auf der gegenüberliegenden
Seite des Kontaktelements hervorgerufen werden.
[0012] Bei dem Kontaktelement handelt es sich vorzugsweise um einen Kontaktstift, der an
einem Ende in zwei Kontaktschenkeln ausläuft, die im eingesetzten Zustand mit dem
Anschlußkontakt des Leuchtmittels eine Preßverbindung bilden.
[0013] Das Kontaktelement weist Rastvorsprünge auf, die im eingesetzten Zustand mit der
Kammer derart zusammenwirken, daß das Kontaktelement fest in der Kammer gehalten und
gegen ein unerwünschtes Herausziehen geschützt ist. Das Kontaktelement kann auch als
Schneid-Klemm-Kontakt ausgebildet sein.
[0014] Sobald das Kontaktelement mit dem Anschlußkontakt des Lichtmittels eine Preßverbindung
bildet und die Position des Leuchtmittels in Bezug auf den Sockel bzw. das Kontaktelement
festgelegt ist, wird ein Füllmaterial, insbesondere eine dauerelastische Klebevergußmasse,
durch eine Öffnung in die Kappe eingefüllt. Bei der Klebevergußmasse kann es sich
um einen Hochtemperatur-Schmelzkleber oder um ein mittels UV-Bestrahlung aushärtbares
Kunstharz handeln, dessen elastische Eigenschaft zweckmäßigerweise so gewählt wird,
daß Vibrationen und andere externe Belastungen gegenüber dem Leuchtmittel gedämpft
werden. Damit ist ein ausreichender Schutz des Leuchtmittels gegenüber Erschütterungen
und Vibrationen möglich.
[0015] An dem Sockel können Halte-, Führungs- und/oder Rasteinrichtungen zum lösbaren Verbinden
mit wenigstens einem weiteren Sockel vorgesehen sein. Dabei können die Sockel nebeneinander
oder auch teilweise sternförmige miteinander verbunden werden. Als Verbindungseinrichtungen
bieten sich u. a. schwalbenschwanzförmige Keile und komplementär dazu geformte Aufnahmen
an. Die Halte-, Führungs- und/oder Rasteinrichtungen sind derart dimensioniert, daß
die Sockel ausreichend Spiel zueinander aufweisen, um durch herstellungsbedingte Toleranzen
verursachte Spannungen innerhalb einer Anordnung ausgleichen zu können.
[0016] Der Sockel kann auch mehrere, in definierter Lage zueinander angeordnete Kappen aufweisen,
denen jeweils eine Kammer zum Einsetzen eines Kontaktelements zugeordnet ist. In diesem
Fall ist es möglich, Leuchtmittel mit unterschiedlichen Farbspektren in einem Sockel
zu montieren, womit eine gezielte Farbeinkopplung in ein Lichtleitsystem verwirklichen
werden kann.
[0017] Sind bezüglich der Einsteckrichtung des Leuchtmittels hinter der Kappe mehrere Kammern
hintereinander angeordnet und mittels durchgehender Locher miteinander verbunden,
so kann ein montiertes Leuchtmittel mit unterschiedlichen Spannungen getrennt angesteuert
werden.
[0018] Um die Montage eines mit einem Sockel versehenen Leuchtmittels beispielsweise auf
einer Leiterplatte zu erleichtern, weist der Sockel entsprechende Positionierstifte
oder -löcher und/oder eine Führungsnut auf. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen,
daß die besondere Gestaltung des Sockels und des Kontaktelements einen automatisierten
Montageprozeß erlauben. Allerdings können auch, wie bereits erwähnt, fachunkundige
Personen selbst an Ort und Stelle den Sockel mit einer Lampe verbinden und kontaktieren
und anschließend diese Baugruppe an einer Leiterplatte montieren.
[0019] Für den Fall, daß eine gebogene Lampe benutzt wird, weist jede Kappe eine im wesentlichen
ovale Querschnittsfläche auf, wobei die Hauptachse der Kappe in der Ebene der gebogenen
Lampe liegt. Auf diese Weise können Schenkelweitenunterschiede in der gebogenen Lampe
ausgeglichen werden.
[0020] Der bisher beschriebene Sockel ist für Leuchtmittel mit einem Durchmesser von beispielsweise
6 mm geeignet. Um Leuchtmittel mit kleinerem Durchmesser, beispielsweise 3 mm, aufnehmen
zu können, sind an der Innenfläche der Kappe in Bezug zur Einsetzrichtung des Leuchtmittels
mehrere parallel verlaufende Rippen angeordnet, die den Querschnitt der Kappe entsprechend
verkleinern. Die Rippen sind beispielsweise an der Innenfläche der Kappe angeformt.
Eine alternative Ausbildungsform sieht einen getrennten Einsatz mit Rippen vor, der
in die Kappe einsetzbar und mit dieser verrastbar ist. Dies hat den Vorteil, daß die
Kappen eine Einheitsgröße aufweisen können.
[0021] In vorteilhafter Weise ist der Sockel einstückig aus einem dielektrischen Spritzgußmaterial
hergestellt. Es können aber auch andere dielektrische Materialien, wie z. B. Duroplasten,
verwendet werden.
[0022] Der erfindungsgemäße Sockel ist für die unterschiedlichsten Leuchtmittel, wie z.
B. Glühbirnen, röhrenförmige, geradlinige oder gebogene Leuchtstoffröhren, geeignet.
[0023] Der Sockel kann mittels Rastmitteln an einer Trägereinrichtung lösbar befestigt sein.
[0024] Eine Anordnung aus mehreren erfindungsgemäßen Sockeln ist in Anspruch 17 und ein
Verfahren zum Fixieren und Kontaktieren wenigstens eines Leuchtmittels in Anspruch
18 umschrieben.
[0025] Die Erfindung wird nachstehend anhand einer Ausführungsform beispielhaft in Verbindung
mit den beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Für gleiche Merkmale werden gleiche
Bezugszeichen verwendet. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines an einem Ende einer Lampe montierten erfindungsgemäßen
Sockels,
- Fig. 2
- einen Längsschnitt des Sockels nach Fig. 1 entlang der Linie A-A,
- Fig. 3
- einen Querschnitt des Sockels nach Fig. 1 entlang der Linie B-B mit einem teilweise
eingesetzten Kontaktstift,
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Sockel mit zwei Kappen, der die beiden
Enden einer gebogenen Lampe abschließt,
- Fig. 5
- eine Vorderansicht des Sockels nach Fig. 4,
- Fig. 6
- die Vorderansicht eines alternativen Sockels mit einer einzigen Kappe und zwei zugeordneten
Kontaktelementen.
- Fig. 7
- die Draufsicht einer lösbaren Anordnung von vier Sockeln in Sternform,
- Fig. 8
- die Vorderansicht eines alternativen Sockels mit einer Kappe, deren Aufnahmebereich
für ein Leuchtmittel mittels Rippen verkleinert worden ist.
[0026] In Fig. 1 ist eine perspektivische Darstellung eines mit 10 bezeichneten Sockels
dargestellt. Der Sockel 10 weist eine Kappe 20 auf, die den Aufnahmebereich des Sockels
10 für das eine Ende beispielsweise einer stabförmigen Leuchtstofflampe bildet. Ein
Endabschnitt dieser Leuchtstofflampe 30 ist in Fig. 1 dargestellt. Der Sockel 10 weist
ferner einen an die Kappe 20 anschließenden hinteren Teil 40 auf, in dem eine Kammer
50 zur Aufnahme eines Kontaktstiftes 60 angeordnet ist. Obwohl in diesem Beispiel
als Kammer ein Durchgang 50 beschrieben wird, ist es natürlich denkbar, eine nur teilweise
sich durch den hinteren Teil 40 erstreckende Kammer vorzusehen. Der Durchgang 50 verläuft
rechtwinklig zur Einsetzrichtung der Leuchtstofflampe 30. Die Leuchtstofflampe 30
weist an jedem Ende einen Elektroden- oder Anschlußdraht 70 auf, der im montierten
Zustand mit dem Kontaktstift 60 eine elektrisch leitende Preßverbindung bildet. Wie
in Fig.1 zu sehen ist, sind am Sockel 10 Zentrierstifte 80 angeformt, die das Montieren
des Sockels 10 beispielsweise auf einer Leiterplatte erleichtern helfen. Zu diesem
Zweck kann am Sockel ferner eine Führungsnut 85, wie z. B. in Fig. 8 angedeutet, vorgesehen
sein. Die Führungsnut 85 dient ferner der Montagehilfe. Der Kontaktstift 60 wird in
dieser Ausführungsform von unten in den Durchgang 50 eingesetzt, d. h. von der Seite,
an der die Zentrierstifte 80 an dem Sockel 10 angeformt sind. Diese sogenannte Einsetzöffnung
ist mit 55 bezeichnet. In dem hinteren Teil 40 sind seitliche Aussparungen 45 ausgenommen,
in die Rastarme einer Trägereinrichtung zum Befestigen des Sockels 10 eingreifen können.
Alternativ oder zusätzlich können auch an dem Sockel 10 Rastarme vorgesehen sein,
die in entsprechende Aussparungen der Trägereinrichtung eingreifen.
[0027] Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt entlang der Linie A-A durch den Sockel 10 nach Fig.
1. Danach weist die Kappe 20 eine sich in Einsetzrichtung der Leuchtstofflampe 30,
d. h. in Richtung zum hinteren Sockelteil 40, verjüngende Querschnittsfläche auf.
Die Querschnittsfläche entspricht etwa der eines Trichters. Der trichterförmige Aufnahmeraum
der Kappe 20 mündet in ein Loch 90, das wiederum in den Durchgang 50 führt. Der trichterförmig
sich verjüngende Aufnahmeraum der Kappe 20 erleichtert das Einfädeln des Anschlußdrahtes
70 beim Aufschieben des Sockels 10 auf das eine Ende der Leuchtstofflampe 30. In der
rückwärtigen Wand 100, die den Durchgang 50 begrenzt, ist ebenfalls ein Loch 110 vorgesehen,
das mit dem Loch 90 in der Kappe 20 fluchtet. Die zueinander fluchtenden Löcher oder
Öffnungen 90, 110 dienen dazu, den Anschlußdraht 70 der Leuchtstofflampe 30 auszurichten
und zu stützen. Der Abstand zwischen beiden Öffnungen 90, 110 ist derart zu wählen,
daß die während des Einsetzens des Kontaktstiftes 60 auftretenden Kräfte im wesentlichen
nicht über den Anschlußdraht 70 in die Leuchtstofflampe 30 geleitet werden. Auf diese
Weise ist gewährleistet, daß beim Kontaktieren der Lampe 30 keine Beschädigung an
den Kontaktstellen und am Lampenkörper selbst auftritt.
[0028] In Fig. 3 ist ein Querschnitt entlang der Linie B-B durch den in Fig. 1 dargestellten
Sockel 20 gezeigt. Im wesentlichen zeigt Fig. 3 den Durchgang 50 des Sockels 10 und
den teilweise eingesetzten Kontaktstift 60. Der Durchgang 50 weist wenigstens an einer
Begrenzungswand, das ist die rückwärtige Wand 100 oder die Wand 105, die den Durchgang
50 mit der Kappe 20 verbindet, zwei Führungsnuten 120 auf, die parallel zur Einsetzrichtung
des Kontaktstiftes 60 verlaufen. Die Führungsnuten 120 erstrecken sich vorzugsweise
nicht vollständig durch den Durchgang 50, sondern enden in einem gewissen Abstand
vor der Einsetzöffnung 55 des Durchgangs 50. Die Querschnittsfläche des Durchgangs
50 ist derart bemessen, daß sie im Bereich der Einsetzöffnung 55 geringfügig breiter
ist als der Kontaktstift 60 selbst und dann in Einsetzrichtung des Kontaktstiftes
60 breiter wird, damit der Kontaktstift 60 über den Anschlußdraht 70 gepreßt werden
kann. Darüber hinaus ist in Fig. 3 ausführlich die Form des beispielhaften Kontaktstiftes
60 dargestellt. Der Kontaktstift 60 weist einen länglichen Stift 65 auf, der beispielsweise
zum Kontaktieren des Sockels 10 mit einer Leiterplatte dient. Der Stift 65 erstreckt
sich zu einem Basisbereich 160, der senkrecht zum länglichen Stift 65 verläuft. Vom
Basisbereich 160 aus erstrecken sich zwei Kontaktschenkel 130 und 135 parallel zur
Einsetzrichtung. An ihrem äußeren Ende sind die Kontaktschenkel 130 und 135 abgeschrägt
und bilden eine V-förmige Öffnung. Die V-förmige Öffnung mündet in einen von den beiden
Schenkein 130, 135 gebildeten Kanal 170, dessen Eingangsmündung schmaler ist als der
Durchmesser des Anschlußdrahtes 70. In Richtung zum länglichen Stift 65 weitet sich
der Kanal 170 tropfenförmig bis zu einer Größe aus, die etwa dem Durchmesser des Anschlußdrahtes
70 entspricht. Jeder Kontaktschenkel 130, 135 weist einen Wulst 140 bzw. 145 auf,
der beim Einsetzen des Kontaktstiftes 60 in den Durchgang 50 mit der jeweiligen Führungsnut
120 zusammenwirkt. Auf diese Weise wird der Kontaktstift 60 gegen ein Verkanten geschützt
und dafür gesorgt, daß sich die Kontaktschenkel 130 und 135 frei bewegen können, so
daß der Kontaktdruck nur unwesentlich durch eine Friktion zwischen dem Kontaktstift
60 und dem Durchgang 50 beeinflußt wird. Am Basisteil 160 des Kontaktstiftes 60 sind
Vorsprünge 150 in Form von Rasthaken ausgebildet, die beim Einsetzen des Kontaktstiftes
60 in die Wandungen des Durchgangs 50 eindringen. Der eingesetzte Kontaktsift 60 wird
auf diese Weise in dem Durchgang gehalten und gegen ein unerwünschtes Herausziehen
geschützt. Im eingesetzten Zustand bildet der in Fig. 3 dargestellte Kontaktstift
60 eine Preßverbindung mit dem Anschlußkontakt 70 der Leuchtstofflampe 30. Fig. 3
zeigt ferner das Loch 90 in der Kappe 20, durch das der Anschlußdraht 70 beim Aufbringen
des Sockels 10 auf die Leuchtstofflampe 30 hindurchgeschoben wird. Es ist selbstverständlich,
daß neben dem hier dargestellten Kontaktstift 60 beliebig geformte Kontaktstifte zum
Einsatz kommen können, die eine Preßverbindung mit dem Anschlußdraht 70 herstellen
können. Beispielsweise sei hier an einen Kontaktstift in Schneid-Klemm-Technik erinnert.
[0029] In Fig. 4 und 5 ist eine alternative Ausführungsform des in Fig. 1 gezeigten Sockels
10 dargestellt. Dieser Sockel 11 umfaßt zwei getrennte Kappen 21, in die jeweils das
eine Ende einer gebogenen Leuchtstofflampe 31 aufgenommen ist. Der Sockel 11 entspricht
im übrigen im wesentlichen dem in Fig. 1 dargestellten Sockel 10. In Ergänzung zu
Fig. 1 zeigt Fig. 4, daß in jeder Kappe 21 jeweils eine Einlaßöffnung 180 bzw. 185
ausgenommen ist. Wie später noch erläutert wird, dienen die Einlaßöffnungen 180, 185
dazu, beispielsweise eine dauerelastische Klebevergußmasse in die Kappen 21 einzufüllen,
um die genaue Lage der Leuchtstofflampe 31 in Bezug auf die Kappen 21 zu fixieren.
[0030] In Fig. 5 ist eine Vorderansicht des in Fig. 4 gezeigten Sockels 21 dargestellt.
Unter "Vorderansicht" versteht man in der gesamten Beschreibung den Blick auf die
Sockelseite, auf die man beim Einsetzen der Leuchtstofflampe 31 in den Sockel 11 sehen
würde.
[0031] Wie Fig. 5 zeigt, weist jede Kappe 21 eine ovale Querschnittsfläche auf, deren Hauptachse
in der Ebene der gebogenen Leuchtstofflampe 31 liegt. Dank der ovalen Querschnittsfläche
ist es möglich, Unterschiede in den Schenkelweiten der gebogenen Leuchtstofflampe
31 auszugleichen. Erfindungsgemäß ist die Abmessung der Kappen 20 und 21 derart bemessen,
daß das eingebrachte Ende der jeweiligen Leuchtstofflampe 30 bzw. 31 wenigstens in
axialer Richtung der Leuchtstofflampe positioniert werden kann. In vorteilhafter Weise
kann die Leuchtstofflampe 30 mit ihrem kontakttragenden Ende in der Kappe 20 bzw.
21 dreidimensional positioniert werden. Der in Fig. 5 dargestellte Sockel 11 kann
auch als Teil eines elektrischen Verbinders angesehen werden, der die Enden von zwei
separaten Leuchtstofflampen fixiert und kontaktiert. Damit ist es möglich, zwei Leuchtstofflampen
unterschiedlicher Farbspektren in ein Lichtleitersystem einzubauen, die je nach Bedarf
gezielt angesteuert werden können.
[0032] In Fig. 6 ist die Vorderansicht eines alternativen Sockels 12 dargestellt, der eine
einzige Kappe 22 aufweist. Im Unterschied zu der in Fig. 1 gezeigten Kappe 20 sind
der Kappe 22 zwei Durchgänge (nicht dargestellt) zur Aufnahme jeweils eines Kontaktstiftes
60 zugeordnet sind. Die Durchgänge sind bezüglich der Einsetzrichtung einer Lampe
nebeneinander angeordnet. Der Sockel 12 ist zur Aufnahme einer Lampe mit zwei getrennten
Anschlußdrähten geeignet.
[0033] In Fig. 7 ist eine im wesentlichen sternförmige Anordnung von vier Sockeln dargestellt,
die beispielsweise dem in Fig. 1 dargestellten Sockel 10 entsprechen. Damit die Sockel
gruppiert werden können, weist jeder Sockel Aufnahmeeinrichtungen 190 und dazu komplementäre
Halteeinrichtungen 200 auf. Diese Verbindungs- oder Kupplungseinrichtungen haben vorteilhafterweise
die Form eines Schwalbenschwanzes. Die schwalbenschwanzförmigen Verbindungseinrichtungen
190, 200 sind so dimensioniert, daß die zusammengesetzten Sockel ausreichend gegeneinander
verschoben werden können, um herstellungsbedingte Ungenauigkeiten der Sockelkörper
ausgleichen zu können.
[0034] In Fig. 8 ist die Vorderansicht eines weiteren alternativen Sockels 13 dargestellt,
der bis auf die Größe der Querschnittsfläche der Kappe 20 des in Fig. 1 dargestellten
Sockels 10 entspricht. Die Innenfläche der Kappe 23 weist nach innen ragende Vorsprünge
oder Stege 210 auf, die den Aufnahmebereich der Kappe 23 verkleinern. Die Stege 210
sind einstückig mit der Kappe 23 ausgebildet oder in Form eines getrennten Einsatzes
in die Kappe 23 einsetzbar und mit dieser verrastbar. Dadurch ist es möglich, kostengünstig
Sockel in nur einer Größe herzustellen. Um Lampen mit kleinerem Durchmesser montieren
zu können, muß lediglich ein entsprechender Einsatz in die Kappe 23 eingesetzt werden.
[0035] Jeder Sockel kann je nach Anwendungsfall auch mehrere, in Bezug auf die Einsetzrichtung
der Leuchtstofflampe 30 hintereinander angeordnete Durchgänge 50 aufweisen, in die
jeweils ein Kontaktstift 60 einsetzbar ist. Entsprechend der gewählten Anzahl von
Kontaktstiften ist es möglich, die montierte Leuchtstofflampe getrennt anzusteuern.
Zweckmäßigerweise kann jeder Sockel einstückig aus einem isolationsfähigen Spritzgußmaterial
hergestellt werden.
[0036] Nachfolgend wird der Montagevorgang der Leuchtstofflampe 30 mit dem Sockel 10 näher
erläutert. Zunächst wird das den Anschlußdraht 70 tragende Ende der Leuchtstofflampe
30 in die Kappe 20 des Sockels 10 eingeführt. Der Anschlußdraht 70 wird durch die
trichterförmig verlaufende Innenfläche der Kappe 20 in die Löcher 90 und 110 eingefädelt
und von diesen ausgerichtet und gehalten. Es sei angenommen, daß es sich bei der Leuchtstofflampe
30 um eine stabförmige Lampe handelt, die an jedem Ende einen Anschlußdraht 70 aufweist.
In diesem Fall wird auf das andere Ende ebenfalls ein Sockel 10 aufgebracht. Es sei
ferner angenommen, daß die Leuchtstofflampe 30 an einer vorbestimmten Stelle auf einer
nicht dargestellten Leiterplatte angeschlossen werden soll. Zu diesem Zweck müssen
die beiden aufgebrachten Sockel 10 einen präzisen Abstand zueinander aufweisen, der
den Anschlußflächen auf der Leiterplatte entspricht. Da die Kappe 20 des Sockels 10
derart dimensioniert ist, daß nicht nur eine axiale, sondern vorteilhafterweise eine
dreidimensionale Positionierung möglich ist, wird nunmehr die definierte Lage der
Leuchtstofflampe 30 in Bezug auf die beiden Sockel 10 festgelegt. Anschließend wird
jeweils ein Kontaktstift 60 in den Durchgang 50 jedes Sockels 10 eingeschoben, bis
eine Preßverbindung mit dem Anschlußdraht 70 hergestellt ist. Damit die genaue Lageposition
der Leuchtstofflampe 30 bezüglich der aufgebrachten Sockel nicht verloren geht, wird
über die Einlaßöffnung 180 vorteilhafterweise eine dauerelastische Klebevergußmasse
in jede Kappe 20 eingebracht. Als Füllmaterial kann ebenfalls ein UV-härtbarer Kunstharz
verwendet werden. Der dauerelastische Klebstoff sorgt dafür, daß Vibrationen und externe
Erschütterungen, die beispielsweise in einem Kraftfahrzeug auftreten, gedämpft auf
den Lampenkörper übertragen werden. Auf diese Weise kann die Zuverlässigkeit hinsichtlich
der kontaktbildenden Preßverbindung sowie die Lebensdauer der Leuchtstofflampe deutlich
verlängert werden.
1. Leuchtmittelsockel,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Sockel (10, 11, 12, 13) eine oder mehrere Kappen (20-23) zur Aufnahme wenigstens
eines vorbestimmten,
wenigstens einen Anschlußkontakt (70) aufweisenden Teils eines Leuchtmittels (30)
aufweist, wobei die Kappe (20-23) derart bemessen ist, daß Fertigungsungenauigkeiten
des Leuchtmittels (30) kompensierbar sind,
daß jeder Kappe (20-23) wenigstens eine Kammer (50) zur Aufnahme eines Kontaktelementes
(60) zugeordnet ist und daß
das Kontaktelement (60) derart ausgebildet ist, daß es im eingesetzten Zustand mit
dem Anschlußkontakt (70) eine elektrisch leitende Preßverbindung bildet.
2. Sockel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittsfläche der Kappe
(20-23) sich in Einsetzrichtung des Leuchtmittels (30) verjüngt und daß ein erstes
Loch (90) von der Kappe (20-23) in die Kammer (50) zum Einfädeln des Anschlußkontaktes
(70) führt.
3. Sockel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (50) in Bezug
auf die Einsetzrichtung des Leuchtmittels (30) rechtwinklig verläuft und hinter der
Kappe (20-23) angeordnet ist.
4. Sockel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die die Kammer
(50) begrenzende Rückseite (100) des Sockels (10-13) ein zum ersten Loch (90) fluchtendes
zweites Loch (110) aufweist, wobei der Abstand zwischen den Löchern (90, 110) derart
bemessen ist, daß die während des Einsetzens des Kontaktelements (60) auftretenden
Kräfte im wesentlichen nicht in das Leuchtmittel (30) geleitet werden.
5. Sockel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Leuchtmittel
(30) mittels eines Füllmaterials, das durch eine Öffnung (180, 185) in die Kappe (20-23)
einbringbar ist, fixierbar ist.
6. Sockel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Füllmaterial eine dauerelastische
Klebevergußmasse ist.
7. Sockel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch Halte-, Rast- und/oder
Führungseinrichtungen (190, 200) zum lösbaren Verbinden mit wenigstens einem weiteren
Sockel.
8. Sockel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Sockel (11)
mehrere in definierter Lage zueinander angeordnete Kappen (21) aufweist und daß jeder
Kappe (21) eine Kammer zum Einsetzen eines Kontaktelements (60) zugeordnet ist.
9. Sockel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Sockel (10-13)
aus einem Dielektrikum hergestellt ist.
10. Sockel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch Positioniereinrichtungen
(80) und/oder eine Führungsnut (85) zum gezielten Anordnen an einem Träger.
11. Sockel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Kappe (20-23)
eine im wesentlichen ovale Querschnittsfläche hat.
12. Sockel nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Kontaktelement
(60) ein Kontaktstift mit zwei Kontaktschenkeln (130, 135) ist, die im eingesetzten
Zustand mit dem Anschlußkontakt (70) eine Preßverbindung bilden.
13. Sockel nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Führungsnuten (120) in einem
vorbestimmten Bereich der Kammer verlaufen und daß jeder Kontaktschenkel (130, 135)
wenigstens einen Vorsprung (140, 145) aufweist, der beim Einsetzen des Kontaktelements
(60) von der jeweiligen Führungsnut (120) aufgenommen wird.
14. Sockel nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Kontaktelement
(60) Rasteinrichtungen (150) aufweist, die im eingesetzen Zustand das Kontaktelement
(60) in der Kammer (50) fixieren.
15. Sockel nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Kammern
in bezug auf die Einsetzrichtung des Leuchtmittels hintereinander angeordnet sind.
16. Sockel nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß an der Innenfläche
der Kappe (23) mehrere parallel zur Einsetzrichtung des Leuchtmittels verlaufende
Rippen (210) angeordnet sind.
17. Anordnung aus mehreren Sockeln nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet,
daß die Sockel lösbar oder fest miteinander verbunden sind.
18. Verfahren zum Fixieren und Kontaktieren wenigstens eines Leuchtmittels mit folgenden
Schritten:
Einführen wenigstens eines vorbestimmten, einen Anschlußkontakt aufweisenden Abschnitts
des Leuchtmittels in einen dem jeweiligen Abschnitt zugeordneten Sockel gemäß den
Ansprüchen 1 bis 15 mit Freiraum zwischen dem Sockel und dem Abschnitt,
Festlegen einer definierten Lage des Leuchtmittels in Bezug auf jeden Sockel,
Einsetzen wenigstens eines Kontaktelementes in den Sockel bis eine Preßverbindung
mit dem Anschlußkontakt hergestellt ist,
Fixieren des Leuchtmittels in Bezug auf jeden Sockel durch Einfüllen eines Füllmaterials.