(19)
(11) EP 0 842 886 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
20.03.2002  Patentblatt  2002/12

(21) Anmeldenummer: 97120028.2

(22) Anmeldetag:  14.11.1997
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7B65H 51/22

(54)

Fadenliefergerät

Yarn feeder

Fournisseur de fil


(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE IT LI NL

(30) Priorität: 14.11.1996 DE 19647143
21.11.1996 DE 29620307 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
20.05.1998  Patentblatt  1998/21

(73) Patentinhaber: IRO AB
523 01 Ulricehamn (SE)

(72) Erfinder:
  • Blom, Stig-Arne
    52015 Hökerum (SE)

(74) Vertreter: Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser Anwaltssozietät 
Maximilianstrasse 58
80538 München
80538 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 680 917
DE-A- 2 225 918
DE-A- 19 612 720
WO-A-94/20402
DE-A- 19 542 045
US-A- 5 343 899
   
  • PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 008, no. 274 (M-345), 14.Dezember 1984 & JP 59 143867 A (TAGAWA KIKAI KK), 17.August 1984,
   
Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Fadenliefergerät der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Art.

[0002] Bei einer aus PCT/EP94/00476 bekannten Fadenbremse ist das Bremsband in den kleindurchmeßrigen Endbereich einer im Grundzug konischen Gummimembrane eingeklebt, die den Speicherkörper umgreift, mit ihrem großdurchmeßrigen Ende in einer stationären Halterung abgestützt ist und das Bremsband mit seiner Innenseite gegen den Abzugsrand des Speicherkörpers zieht. Derartige Fadenbremsen werden in großem Umfang in Fadenliefergeräten für Projektil- und Greiferwebmaschinen verwendet. Die Membrane ist gleichzeitig Bremsband-Träger und Federelement, das die axiale Andrückkraft auf das Bremsband überträgt, ohne dessen radiale Verformbarkeit nennenswert zu beeinträchtigen. Obwohl versucht wird, die Membrane weitgehend homogen zu formen, kann dennoch im Betrieb der Fadenbremse die Andrückkraft des Bremsbandes gegen den Abzugsrand in Umfangsrichtung variieren. Dies kann Schwankungen im Abzugsspannungsniveau des zwischen der Innenseite des Bremsbandes und dem Abzugsrand hindurchgezogenen und dabei in Umfangsrichtung umlaufenden Fadens hervorrufen. Die bekannte Fadenbremse erbringt zwar einen außerordentlich wünschenswerten Selbstkompensationseffekt, indem sie bei steigender Abzugsgeschwindigkeit bzw. hoher Abzugsgeschwindigkeit des Fadens und dadurch bedingtem Fadenspannungsanstieg bzw. hohem Fadenspannungsniveau selbsttätig die Bremswirkung verringert, jedoch kann die in Umfangsrichtung variierende Andrückkraft des Bremsbandes, insbesondere bei empfindlichen Fadenqualitäten in modernen Hochleistungswebmaschinen mit hoher Eintragfrequenz und extremer Eintrag-Geschwindigkeits-Variation stören.

[0003] Eine selbstregulierende Fadenbremse mit einem radial verformbaren Bremsband mit kegelstumpfförmiger Gestalt ist erstmals beschrieben in der EP-A-0 534 263. Das Bremsband ist innen in einem konischen Bremsbandträger festgelegt, der radial verformbar, jedoch in axialer Richtung steif ist und in einer stationären Abstützung durch eine Federung axial beaufschlagt wird.

[0004] US 5 343 899 A betrifft (Fig. 3, 4) ein Fadenliefergerät mit einer Fadenbremse, die aus einem Ringkörper kleiner als der Abzugsrand und koaxial zur Speicherkörperachse am Speicherkörperfrontkegel und aus mehreren in Umfangsrichtung verteilten, biegsamen Armen besteht, die mit ihren äußeren Enden in einem metallischen Faltenringbalg abgestützt sind. Die Fig. 6 bis 9 betreffen eine mit dem Abzugsrand des Speicherkörpers kooperierende Fadenbremse, deren Aufgabe es ist, den Faden vor dem Eintritt in die auf kleinerem Durchmesser und stromab arbeitende Hauptfadenbremse ganz leicht zu bremsen und stabilisieren. Dies erfolgt mit in Umfangsrichtung vereinzelten, fingerförmigen elastischen Bremsteilen, die mit einem äußeren Ring oder Ringsegmenten verbunden und kippbar in einer stationären Halterung abgestützt sind. Wenigstens ein schlauchförmiges Beaufschlagungselement drückt entgegengesetzt zur Anpreßrichtung der Bremsteile gegen den Ring bzw. die Ringsegmente und kippt die Bremsteile in ihren Lagerungen.

[0005] Eine Fadenbremse gemäß DE 22 25 918 A, Fig. 9, besteht aus einem mit radialem Zwischenabstand über den Abzugsrand des Speicherkörpers nach vorne greifenden Ballonbegrenzerkonus und einem an der Speicherkörperfront abgestützten Ringschlauch aus Gummi oder Kunststoff, der von innen gegen die Innenseite des Ballonbegrenzerkonus angedrückt ist. Der abgezogene Faden wird stromab des Abzugsrandes zwischen dem Ballonbegrenzerkonus und dem Ringschlauch hindurchgezogen und verformt den Ringschlauch nach innen.

[0006] Bei einer aus EP 0 680 917 A bekannten Fadenbremse wird das Bremsband durch einen elastischen Schaumstoffring in der stationären Abstützung gehalten und an den kegeligen Abzugsrand angedrückt.

[0007] Bei einem aus JP 59 14 3867 A bekannten Fadenliefergerät wird der Faden entweder frei abgezogen oder gegen eine Abzugsbewegung blockiert, weil für jeden Eintrag eine exakt bemessene Fadenlänge freigegeben werden muß. Dazu dient ein kegelstumpfförmiges Band mit radialem Flansch, das auf eine kegelige Fläche zwischen zwei axial beabstandeten Abzugsrändern des Speicherkörpers preßbar ist. Außerhalb des Ringes ist ein Ringschlauch mit entgegen der Abzugsrichtung orientieren Ausblasöffnungen vorgesehen, damit der Ring zum Blolckieren des Fadens pneumatisch auf die Kegelfläche preßbar ist.

[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fadenbremse der eingangs genannten Art zu schaffen, die sich unter Beibehalt des wichtigen Vorteils des Selbstkompensations-Effektes durch eine in Umfangsrichtung des Bremsbandes gleichförmige Andrückkraft an den Abzugsrand auszeichnet und eine Beeinflussung des Fadenabzugsspannungsniveaus aufgrund in Umfangsrichtung variierender Andrückkraft ausschließen kann.

[0009] Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.

[0010] Das kraftübertragende Medium in der Ringkammer erzeugt wie eine Gas- und/oder Flüssigkeitsfeder aufgrund seines gleichförmig wirkenden Drucks die Andrückkraft für das Bremsband in Umfangsrichtung vollkommen gleichförmig. Das Medium läßt auch die lokale radiale Verformung des Bremsbandes im Fadendurchgangsbereich besser zu als ein köperliches, elastisches Kraftübertragungsmittel, und läßt den Selbstkompensationseffekt optimal zur Wirkung kommen. Bei einem gasförmigen Medium, z.B. Luft, wird dessen Kompressibilität genutzt. Bei einem flüssigen Medium, dessen Viskosität und/oder Konsistenz innerhalb eines weiten Bereichs wählbar ist bzw. sind, kommt aufgrund der Inkompressibilität des Mediums die Verformbarkeit, gegebenenfalls Elastizität, der Ringkammer mit zum Tragen. Es ist auch möglich, eine Mischung von gasförmigen und flüssigen Medien in der Ringkammer zu benutzen. Schließlich bietet ein flüssiges und/oder gasförmiges Medium den wichtigen Vorteil, die Andrückkraft des Bremsbandes und das Ansprechverhalten der Fadenbremse mittels des Mediumdrucks einfach und sehr feinfühlig einstellen zu können. Es wirkt das Medium in der Ringkammer direkt auf die Außenseite des Bremsbandes ein. Dies ermöglicht eine kompakte Bauweise der Fadenbremse.

[0011] Die Ringkammer gemäß Anspruch 2 schließt das zur Kraftübertragung eingesetzte Medium ein und positioniert das Bremsband. Die Elastizität der Ringkammer kann für die Kraftübertragung vom Medium auf das Bremsband von Vorteil sein.

[0012] Der Tragring gemäß Anspruch 3 dient zur Positionierung und nimmt die Reaktionskraft aus der Andrückkraft des Bremsbandes auf. Da sich der Tragring nahe zum Bremsband erstreckt, wird über die Ringkammer eine gute Zentrierung des Bremsbandes auf dem Abzugsrand erreicht. Der Tragring könnte federnd ausgebildet sein, z.B. als Gummi- oder Kunststoff-Formteil, ist jedoch besser starr, um die Kraftübertragung durch das Medium in der Ringkammer nicht mit Eigenbewegungen zu beeinflussen.

[0013] Der Druck des Mediums zur Kraftübertragung auf das Bremsband kann konstant sein, gemäß Anspruch 6 oder wird gemäß Anspruch-4 konstant eingestellt, z.B. mittels eines an eine Druckquelle angeschlossenen Druckreglers, der bei steigendem Druck in der Ringkammer (z.B. bei Erwärmung) Medium abströmen läßt, und bei sinkendem Druck (z.B. Leckverluste, Abkühlung) selbsttätig wieder Medium zuführt, oder variiert, um die Bremswirkung bwz. das Ansprechverhalten der Fadenbremse an Einsatzbedingungen anzupassen. Zur Einstellung des Mediumdrucks läßt sich ein Durchgang im Tragring nutzen. Es wäre denkbar, in der Begrenzungswand der Ringkammer ein Ventil oder einen Anschluß anstelle des Durchgangs vorzusehen.Die Ringkammer könnte sogar auch eine versiegelte Mediumfüllung enthalten, gemäß Anspruch 7.

[0014] Gemäß Anspruch 5 wird der Mediumdruck durch Verändern der axialen Lage des Tragrings relativ zum Abzugsrand verändert, um das Medium in der Ringkammer mehr oder weniger zu komprimieren. Beide Maßnahmen (Ansprüche 4 und 5) können in Kombination vorgesehen sein. Zweckmäßig ist der Mediumdruck so gewählt, daß das Bremsband im Querschnitt nicht nennenswert gebogen wird, weil ein flacher, gestreckter Querschnitt des Bremsbandes optimale Voraussetzungen für eine trotz der axialen Andrückkraft leichte radiale Deformation des Bremsbandes im Durchgangsbereich des Fadens schafft. Die Tatsache, daß das Bremsband trotz gegebenenfalls erheblicher axialer Gesamtandrückkraft an den Abzugsrand lokal sehr leicht und mit einem günstigen sichelförmigen Durchgangsspalt für den Faden abhebbar ist, beruht vermutlich darauf, daß zwischen den kontinuierlichen, gegenseitigen Berührungszonen des Abzugsrandes und des Bremsbandes eine praktisch unendliche Zahl von Kraftübertragungsstellen vorliegt, in denen jeweils ein nur kleiner Kraftanteil übertragen wird, so daß der Faden in dem relativ zur verbleibenden Stützlänge extrem kurzen Durchgangsspalt nur wenige Kraftanteile zu überwinden braucht.

[0015] Gemäß Anspruch 8 ist das Bremsband durch die flächige Verbindung sicher positioniert. Alternativ kann es reichen, nur punktförmige oder linienförmige Verbindungsstellen zwischen dem Bremsband und der Ringkammer vorzusehen. Dann wird ein Verbiegen des Querschnitts des Bremsbandes ausgeschlossen, insbesondere falls sich die Verbindungsstelle direkt hinter der Bremszone befindet.

[0016] Gemäß Anspruch 9 läßt sich die Ringkammer zusammen mit dem Bremsband fertigen und als Verschleißteil-Baueinheit bequem und rasch auswechseln, während der Tragring bzw. der Bremsbandträger weiterbenutzt wird. Dies ist kostengünstig und trägt dem Gesichtspunkt Rechnung, daß Verschleißmöglichkeiten eigentlich nur am Bremsband und gegebenenfalls in der Ringkammer existieren.

[0017] Gemäß Anspruch 10 wird vermieden, daß das Bremsband beim Arbeitsspiel den Außenring berührt. Auch wird ein gegebenenfalls zum Einfädeln eines Fadens nutzbarer Abhebeweg für das Bremsband geschaffen, ohne den Bremsbandträger lösen oder verstellen zu müssen.

[0018] Gemäß Anspruch 11 wird der Druck des Mediums auf in etwa die gesamte Breite des Bremsbandes übertragen.

[0019] Gemäß Anspruch 12 beeinträchtigt die Kraftübertragung durch das Medium die radiale Verformbarkeit des Bremsbandes in der Bremszone kaum. Greift die Ringkammer außerhalb der Bremszone an, dann wird das Bremsband gegen den Abzugsrand gezogen. Greift die Ringkammer innerhalb der Bremszone an, dann wird das Bremsband auf den Abzugsrand geschoben. In beiden Fällen ist dem Bremsband die Möglichkeit gegeben, sich im Durchgangsbereich des Fadens besonders leicht lokal zu verwinden, was dem Selbstkompensationseffekt zugute kommt.

[0020] Die letztgenannten Möglichkeiten sind bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 13 gut nutzbar.

[0021] Der Bremsbandträger bzw. Tragring ist gemäß Anspruch 14 formtechnisch einfach. Die Ringkammer findet eine breite Auflage auf dem Sockel. Der Stützteil kann eine durchgehende Stützwand sein oder aus einzelnen Stützen (gegebenenfalls federnden Speichen) bestehen.

[0022] Gemäß Anspruch 15 läßt sich der Ringteil einfach aus Gummi oder Kunststoff als Formteil in Serienproduktion herstellen. Er ist einfach montierbar bzw. austauschbar.

[0023] Im Hinblick auf hohe Elastizität ist gemäß Anspruch 16 ein spezieller Querschnittsverlauf für die U-Schenkel zweckmäßig.

[0024] Gemäß Anspruch 17 ist die Montage des Ringteils einfach, weil dieser mit den Klemmrändern ausgestattet ist, die seine Positionierung und die Abdichtung der Ringkammer und einen leichten Austausch ermöglichen.

[0025] Baulich und herstellungstechnisch einfach ist gemäß Anspruch 18 ein Ringschlauch oder ein Ringbalg als Ringkammer für das Medium.

[0026] Das Bremsband gemäß Anspruch 19 hat trotz langer Standzeit (Verschleißfestigkeit gegen Abrasion durch den Faden) auch unter hoher Andrückkraft gegen den Abzugsrand die notwendige leichte radiale Verformbarkeit.

[0027] Sind gemäß Anspruch 20 eine Pumpe und ein Ablaßorgan angeordnet, dann kann der Druck des Mediums in der Ringkammer einfach eingestellt werden. Diese Druckregeleinrichtung könnte ähnlich konzipiert sein wie bei Sport- oder Skischuhen, d.h. mit einem von Hand betätigbaren Blasebalg und einem Ablaßventil, z.B. im Blasebalg. Die Zufuhr oder Abfuhr des Mediums erfolgt zweckmäßig durch den Tragring. Alternativ könnte ein Druckspeicher, z.B. mit einem durch eine einstellbare Kraft (Feder oder Druck) belasteten Kolben oder einer Membrane in einem Zylinderraum vorgesehen sein, der mit der Ringkammer kommuniziert und ein gleichförmiges Druckniveau hält und/oder dieses einstellen läßt.

[0028] Um die Andrückkraft des Bremsbandes und die Bremswirkung im Betrieb der dann gesteuerten Fadenbremse sogar während eines Eintragvorganges ändern zu können, kann gemäß Anspruch 21 die Ringkammer an eine ferngesteuerte Medium-Druckeinstellvorrichtung angeschlossen sein.

[0029] Gemäß Anspruch 22 kann eine ferngesteuerte elektromagnetische Stellvorrichtung das Bremsband entgegengesetzt zur Andrückkraft vom Abzugsrand abheben oder gegenüber diesem entlasten. Die Stellvorrichtung könnte auch benutzt werden für Einfädelvorgänge der dann geöffneten Fadenbremse, die z.B. manuell oder mittels einer pneumatischen Einfädelvorrichtung durchgeführt werden. Eine am Tragring angeordnete Vorrichtung könnte ggfs. zum Aktivieren und Deaktivieren der dann gesteuerten Fadenbremse dienen.

[0030] Gemäß Anspruch 23 wird das Medium in der Ringkammer als Dämpfmedium verwendet, das zum Dämpfen unter den auf die Begrenzungswände der Ringkammer übertragenen Arbeitsbewegungen des Bremsbandes im Betrieb durch die Atmungsöffnungen zirkulieren kann. Dies kann insbesondere für gasförmige Medien, z.B. Luft, zweckmäßig sein.

[0031] Anhand der Zeichnung werden Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes erläutert. Es zeigen:
Fig. 1
schematisch in einem Schnitt eine erste Ausführungsform einer Fadenbremse in einem Fadenliefergerät,
Fig. 2
einen Detailschnitt einer weiteren Ausführungsform , und
Fig. 3 - 5
weitere Ausführungsformen, jeweils im Schnitt.


[0032] In der Schemadarstellung von Fig. 1 ist ein Fadenliefergerät F, von dem nur ein trommelförmiger Speicherkörper 1 mit seiner Speicherkörperachse X und ein stationärer Ausleger 2 gezeigt sind, mit einer Fadenbremse B ausgestattet. Die Fadenbremse B weist ein dünnes, metallisches Bremsband C mit geradem Querschnittsverlauf und der Form eines Kegelstumpfmantels auf, das in etwa koaxial zur Achse X mit seiner Innenseite 8 an einen Abzugsrand 9 des Speicherkörpers 1 angelegt und mit einer im wesentlichen axialen Andrückkraft (Kraftkomponente 15) federnd gegen den Abzugsrand 9 angedrückt wird. Das Bremsband C definiert mit dem Abzugsrand 9 eine in Umfangsrichtung verlaufende Bremszone 17 für den vom Speicherkörper 1 über den Abzugsrand 9 abgezogenen Faden Y, der beim Abzug entlang des Abzugsrandes 9 umläuft.

[0033] Im Ausleger 2 ist ein Halter 3 in Richtung einer strichpunktierten Linie 4 verstellbar, der einen Bremsband-Träger 5 mit im Grundzug ringförmiger Gestalt lagert. Der Bremsbandträger 5 besteht aus einem, z.B. rigiden, Tragring 16, der in einem elastischen Verbindungsbereich 6 das Bremsband C positioniert und die Andrückkraft (Kraftkomponente 15) auf das Bremsband C überträgt. Im Verbindungsbereich 6 ist eine der Außenseite des Bremsbandes C zugewandte, in etwa zur Achse X konzentrische Ringkammer 7 mit flexibler, vorzugsweise elastischer, Begrenzungswand 10 vorgesehen, die mit einem Medium M gefüllt ist. In Fig. 1 ist die Ringkammer 6 ein torusförmiger Ringschlauch aus Gummi oder Kunststoff mit z.B. weichelastischer Einstellung. Das Bremsband C ist beispielsweise flächig, punkt- oder linienweise mit dem Ringschlauch verbunden. Der Ringschlauch bzw. die Ringkammer 7 wird in einem, z.B. felgenartigen, Sockel 11 des Tragrings 16 gehalten.

[0034] Das die Ringkammer 7 füllende Medium M, das unter einem gegenüber dem Atmosphärendruck höheren Druck steht, kann ein Gas wie beispielsweise Luft sein, oder eine Flüssigkeit bzw. eine Mischung aus beiden. Der Druck des Mediums M der Ringkammer 6 kann konstant sein oder läßt sich konstant halten oder wie gewünscht einstellen. Dazu dient eine Druckregel- oder Einstellvorrichtung 13, die einen Anschluß 12 zum Inneren der Ringkammer 7 hat und gegebenenfalls über eine Leitung 14 ferngesteuert wird. Alternativ oder additiv wird der Druck eingestellt durch Verändern der axialen Relativlage des Bremsbandträgers 5 relativ zum Abzugsrand 9, z.B. mittels des Halters 3.

[0035] In Fig. 2 ist der Abzugsrand 9 des Speicherkörpers 1 gerundet. Es ist denkbar, den Abzugsrand 9 als kegelige und zum Bremsband C parallele, umlaufende Ringfläche auszubilden. Die Ringkammer 7 ist u.a. begrenzt von Begrenzungswänden bzw. Schenkeln 10 eines im Querschnitt U-förmigen Ringteils R, dessen U-Grund, z.B., vollflächig oder punktweise, vorzugsweise durch Kleben, mit dem Bremsband C verbunden ist, derart, daß die Begrenzungswände 10 nahe den Rändern des Bremsbandes C angreifen. In der Ringkammer 7 ist eine Füllung des Mediums M, z.B. Luft, enthalten. Die Tiefe der Ringkammer 7 beträgt ein Vielfaches der Stärke des Bremsbandes C, das beispielsweise aus einer Kupfer-Beryllium-Legierung und mit einer Stärke zwischen 0,01 und 1,0mm endlos hergestellt ist. Die Breite der Ringkammer 7 entspricht annähernd der Breite des Bremsbandes C. Die Begrenzungswände 10 haben, z.B., einen gewellten oder zick-zack-förmigen oder gebogenen Verlauf und sind an ihren freien Rändern mit C-förmigen Klemmrändern 18 geformt, die auf Ränder eines annähernd zum Bremsband C parallelen Sockels 16c des Bremsband-Trägers 5 aufgeknüpft sind, und die Ringkammer, gegebenenfalls unter Verwendung eines dichtenden Haftmittels, verschließen. Der Sockel 16c ist an einer in etwa radialen Stützwand 16b (diese könnte auch aus einzelnen Speichen bestehen) des Tragrings 16 angeformt, der einen äußeren Halteflansch 16a besitzt, der in etwa gemäß Fig. 1 in den Halter 3 eingebracht wird. Zweckmäßigerweise (nicht gezeigt) ist zwischen dem Halteflansch 16a und dem Halter 3 (oder zwischen dem Halter 3 und einem Verstellschlitten) eine kardanische Abstützung mit zwei einander kreuzenden Kardanachsen vorgesehen, damit sich der Tragring 16 selbsttätig in einer Gleichgewichtslage relativ zum Abzugsrand 9 zentrieren kann. Der Außenring 16 könnte aus Metall (Druckguß) oder aus Kunststoff (Formteil) bestehen und ist zweckmäßig formstabil, d.h. ohne nennenswerte Elastizität, ausgebildet.

[0036] Um den Druck des Mediums M in der Ringkammer 7 einstellen zu können, könnte ein Füll- und Ablaßventil (nicht gezeigt) beispielsweise im Sockel 16c oder der Stützwand 16b vorgesehen sein. Denkbar ist ferner eine Verbindungsleitung zu einer vom Außenring 16 getrennten Druckregel- oder Einstellvorrichtung oder ein am Außenring 16 angebrachter Blasebalg mit einem Ablaßventil. Das Bremsband C könnte mit der Ringkammer 7 und Halterungen, z.B. den Klemmrändern 18, eine vorfertigbare Baueinheit darstellen, die als Verschleißteil lösbar bzw. austauschbar am Tragring 16 angebracht ist. Alternativ könnte der Tragring 16 auch einstückig mit der Ringkammer 7 bzw. dem Ringkörper R ausgebildet werden. Um Druckverluste zu vermeiden, könnte die Ringkammer 7 eine für das jeweils verwendete Medium M undurchlässige Auskleidung aufweisen. Falls als Medium eine Flüssigkeit verwendet wird, ist deren Viskosität und/oder Konsistenz (auch bei einer Mischung eines gasförmigen und flüssigen Mediums) auf die jeweiligen Einsatzbedingungen abgestimmt. Da die Ränder des Bremsbandes C nicht bremsen, könnten die Begrenzungswände 10 um die Ränder herum gezogen sein. Der Kegelwinkel des Kegelstumpfmantels, den das Bremsband C bildet (in der gezeigten Ausführungsform ein Kegelspitzenwinkel von ca. 120°) läßt sich je nach Einsatz- zweck der Fadenbremse B festlegen. Für Projektilwebmaschinen sind manchmal andere Kegelspitzenwinkel zweckmäßig als für Greiferwebmaschinen. Bei den gezeigten Ausführungsformen liegt der Halteflansch 16a des Tragringes 16 außen in etwa in der Ebene der Bremszone 17. Es ist möglich, den Halteflansch, z.B. in Fig. 2, weiter nach links zu verlegen, und den Tragring 16 so auszubilden, daß er die Funktion eines Ballonbegrenzers übernimmt, der den vom Speicherkörper in die Bremszone einlaufenden Faden an einer unerwünscht starken Ballonbildung hindert. Ferner könnte alternativ der Außenring 16 als Hülse oder sich in Fig. 2 nach rechts verjüngender Konus ausgebildet und vor dem frontseitigen Ende des Speicherkörpers 1 stationär abgestützt sein. Ein Mediumdurchgang 12 könnte auch im Tragring 16 untergebracht und mit einer im Fadenliefergerät F angeordneten Druckregel- oder Einstellvorrichtung verbunden sein.

[0037] Bei den Fadenbremsen gemäß den Fig. 3 bis 5 ist ein starrer Tragring 16' mit nur schematisch angedeutetem Querschnitt vorgesehen, der in einem nicht gezeigten Halter (analog zu Fig. 1) stationär oder in Richtung des Doppelpfeils axial verstellbar angeordnet wird.

[0038] In Fig. 3 ist die mit dem Medium M, z.B. über einen Durchgang 12 im Tragring 16', gefüllte Ringkammer 7 als Ringkörper R mit U-Querschnitt ausgebildet und, zweckmäßigerweise mit nicht näher hervorgehobenen Halterungen, am Tragring 16' abgedichtet festgelegt. Der Durchmesser und die Abmessungen der Ringkammer R sind so gewählt, daß die vom Medium M übertragene Andrückkraft das Bremsband C außerhalb der Bremszone 17 am Abzugsrand 9 des Speicherkörpers 1 beaufschlagt. Die Ringkammer 7 kann - wie gezeigt - sogar über den äußeren Rand des Bremsbandes C umlaufend überstehen. Das Bremsband C wird gegen den Abzugsrand 9 gezogen.

[0039] In Fig. 4 beaufschlagt das Medium M der Ringkammer 7 am Tragring 16' das Bremsband C innerhalb der Bremszone 17 am Abzugsrand 9 des Speicherkörpers 1. Um Berührungen mit dem durch die Bremszone 17 und weiter durch die innere Öffnung des Bremsbandes C abgezogenen Fadens Y (nicht gezeigt) zu vermeiden, ist es zweckmäßig, den Innendurchmesser der Ringkammer 7 in etwa gleich dem Durchmesser des innenliegenden Randes des Bremsbandes C zu wählen. Jedoch könnte die Ringkammer 7 , zumindest geringfügig, über den Innenrand des Bremsbandes C überstehen. Mit der durch das Medium M aufgebrachten Andrückkraft wird das Bremsband C auf den Abzugsrand 9 geschoben.

[0040] Fig. 5 entspricht weitgehend Fig. 2, wobei der Ringkörper R das Bremsband hinter der Bremszone 17 und in einem begrenzten Bereich innerhalb und außerhalb der Bremszone 17 beaufschlagt. Die inneren und äußeren Randbereiche des Bremsbandes C sind frei.

[0041] In Fig. 5 ist im Tragring 16' eine Stellvorrichtung V angedeutet, die sich ferngesteuert über eine Steuerleitung 14' betätigen läßt, um beispielsweise auf elektromagnetischem Weg das metallische Bremsband C entgegengesetzt zur Andrückrichtung durch das Medium M vom Abzugsrand 9 abzuheben oder zu entlasten. Erstreckt sich die Stellvorrichtung V über den gesamten Umfang des Tragringes 16', dann kann das Bremsband C insgesamt abgehoben oder entlastet werden. Damit läßt sich eine gesteuerte Fadenbremse B schaffen, deren Bremswirkung während des Betriebs und gegebenenfalls während jedes Eintragtaktes des Fadens veränderbar oder ausschaltbar ist. Ferner kann die Stellvorrichtung V für Einfädelvorgänge benutzt werden, um den einzufädelnden Faden (manuell oder mittels einer pneumatischen Einfädelvorrichtung) leicht durch die dann geöffnete Bremszone 17 durchzufädeln. Ist die Stellvorrichtung V nur in einem begrenzten Umfangsbereich des Tragrings 16' angeordnet, dann läßt sich das Bremsband C zumindest einseitig schrägstellen oder abheben, um einen Einfädelvorgang zu erleichtern bzw. zu ermöglichen. Der aus der Bremszone kommende Faden wird mit einer nicht gezeigten Fadenöse in die axiale Abzugsrichtung umgelenkt. Die Fadenöse stellt sicher, daß der Abzugswinkel des Fadens größer ist als der Kegelspitzenwinkel des Bremsbandes C, um einen Reibkontakt des Fadens auszuschließen bzw. aus der Umlenkung des Fadens resultierende Kraftkomponenten am Bremsband C zu vermeiden. Es sind Ausführungsvarianten denkbar, bei denen hauptsächlich die verformbaren Begrenzungswände der Ringkammer zur Kraftübertragung dienen. Atmungsöffnungen können ein Zirkulieren des Mediums unter den Arbeitsbewegungen des Bremsbandes erlauben und zum Dämpfen dieser Bewegungen beitragen.


Ansprüche

1. Fadenliefergerät (F), das einen trommelförmigen Speicherkörper (1) mit einem frontseitigen, in Umfangsrichtung kontinuierlichen Abzugsrand (9) aufweist, mit einer Fadenbremse (B) mit einem in Umfangsrichtung kontinuierlichen, in einem Bremsbandträger (5) angeordneten Bremsband (C) in Form eines in etwa koaxial zur Speicherkörperachse (X) angeordneten Kegelstumpfmantels, das mit seiner mit dem Abzugsrand (9) eine Fadenbremszone (17) definierenden Innenseite am Abzugsrand anliegt und radial verformbar ist, und mit wenigstens einer zwischen dem Bremsband (C) und einer stationären Abstützung angeordneten Federung zum in etwa axialen Andrücken des Bremsbandes an den Abzugsrand, dadurch gekennzeichnet, daß die Federung eine zur Speicherkörperachse (X) in etwa konzentrische, geschlossene und elastisch verformbare Ringkammer (7) aufweist, die zum Andrücken des Bremsbandes (C) an den Abzugsrand (9) mit einem gasförmigen und/oder flüssigen Medium (M) gefüllt ist, und die dem Abzugsrand (9) abgewandte Außenseite des Bremsbandes (C) direkt beaufschlagt.
 
2. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Bremsband (C) direkt an einem in etwa axial elastisch verformbaren Verbindungsbereich (6) des Bremsbandträgers (5) gehaltert ist, und daß die mit dem Medium (M) gefüllte Ringkammer (7) den Verbindungsbereich (6) bildet.
 
3. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringkammer (7) in einem, vorzugsweise starr ausgebildeten, Tragring (16, 16') des Bremsbandträgers (5) angeordnet ist.
 
4. Fadenliefergerät nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an die Ringkammer (7) oder den Tragring (16, 16') wenigstens eine Füll-, Regel- und/oder Ablaßvorrichtung (13) zum Einstellen des Mediumdrucks angeschlossen ist.
 
5. Fadenliefergerät nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck des Mediums (M) in der Ringkammer (7) durch Verändern der axialen Lage des Tragrings (16, 16') relativ zum Abzugsrand (9) einstellbar ist.
 
6. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Medium (M) in der Ringkammer (7) unter konstantem Druck steht.
 
7. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mediumfüllung in der verschlossenen Ringkammer (7) eingesiegelt ist.
 
8. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Bremsband (C) flächig, punktweise oder linienförmig (17) mit der oder den Begrenzungswänden (10) der Ringkammer (7) verbunden ist.
 
9. Fadenliefergerät nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringkammer (7) mit einer, vorzugsweise lösbaren, Halterung (18) am Tragring (16) angeordnet ist.
 
10. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringkammer (7) in einer Richtung senkrecht zur Außenseite des Bremsbandes (C) eine Tiefe aufweist, die einem Vielfachen der Stärke des Bremsbandes (C) entspricht.
 
11. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in Richtung der Außenseite des Bremsbandes (C) gesehene Breite der Ringkammer (7) in etwa der Breite des Bremsbandes (C) entspricht.
 
12. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Bremsband (C) - bezogeh auf die Speicherkörperachse (X) - innerhalb oder außerhalb der Bremszone (17) vom Druck des Mediums (M) in der Ringkammer (7) beaufschlagt wird.
 
13. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Ringkammer (7) umlaufend über den Außenrand und/oder den Innenrand des Bremsbandes (C) hinaus erstreckt.
 
14. Fadenliefergerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragring (16) einen außenliegenden Halteflansch (16a) aufweist, von dem sich ein Stützteil (16b), vorzugsweise eine Stützwand oder einzelne Stützen, annähernd radial nach innen erstreckt, und daß innen im Stützteil ein zum Bremsband annähernd paralleler Sockel (16c) für die Ringkammer (7) vorgesehen ist.
 
15. Fadenliefergerät nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringkammer (7) in einem Ringteil (R) aus Gummi oder Kunststoff mit annähernd U-förmigem Querschnitt vorgesehen ist, der mit seinen beiden U-Schenkeln (10) am Tragring (16, 16') abgedichtet festgelegt und im Bereich des U-Grundes mit dem Bremsband (C) verbunden ist.
 
16. Fadenliefergerät nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der U-Schenkel (10) gebogen, gewellt oder zick-zack-förmig ist.
 
17. Fadenliefergerät nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an den freien Rändern der U-Schenkel C-förmige Klemmränder (18) vorgesehen sind, die am Tragring (16, 16'), vorzugsweise am Sokkel (16c), festlegbar sind.
 
18. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringkammer (7) von einem Ringschlauch oder einem Ringbalg gebildet wird.
 
19. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Bremsband (C) aus Metall wie einer Kupfer-Beryllium-Legierung besteht und eine Stärke zwischen ca. 0,01 und 1,0 mm besitzt.
 
20. Fadenliefergerät nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Tragring (16, 16') oder in Verbindung mit dem Mediumdurchgang (12) eine Pumpe und ein Ablaßorgan angeordnet sind.
 
21. Fadenliefergerät nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringkammer (7) an eine, vorzugsweise ferngesteuerte, Medium-Druckeinstellvorrichtung (12, 13, 14) zum Konstanthalten und/oder zum Variieren bzw. Einstellen des Drucks des Mediums (M) in der Ringkammer (7) angeschlossen ist.
 
22. Fadenliefergerät nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß eine ferngesteuerte elektromagnetische und berührungsfrei entgegengesetzt zur Andrückkraft auf das Bremsband (C) einwirkende Stellvorrichtung (V) zum Vermindern oder Aufheben der Andrückkraft des Bremsbandes (C) vorgesehen ist, vorzugsweise eine am Tragring (16) vorgesehene Vorrichtung zum Ändern des axialen Abstandes zwischen dem Bremsband und dem Tragring.
 
23. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringkammer (7) mit wenigstens einer freien Atmungsöffnung für das gasförmige Medium versehen ist.
 


Claims

1. Yarn feeder (F), which comprises a drum-shaped storage body (1) with a front, in peripheral direction continuous take-off edge (9), having a yarn brake (B) with an, in peripheral direction, continuous brake band (C), which is disposed in a brake band carrier (5) and is in the form of a truncated cone envelope disposed approximately coaxially with the storage body axis (X) and rests with its inside, which with the take-off edge (9) defines a yarn braking zone (17), against the take-off edge and is radially deformable, and having at least one spring system, which is disposed between the brake band (C) and a stationary support, for pressing the brake band approximately axially against the take-off edge, characterized in that the spring system comprises a closed, elastically deformable annular chamber (7), which is approximately concentric with the storage body axis (X) and which for pressing the brake band (C) against the take-off edge (9) is filled with a gaseous and/or liquid medium (M), and which acts directly upon the outside of the brake band (C) remote from the take-off edge (9).
 
2. Yarn feeder according to claim 1, characterized in that the brake band (C) is mounted directly on an approximately axially elastically deformable connecting region (6) of the brake band carrier (5), and that the annular chamber (7) filled with the medium (M) forms the connecting region (6).
 
3. Yarn feeder according to claim 1, characterized in that the annular chamber (7) is disposed in a preferably rigidly designed, supporting ring (16, 16') of the brake band carrier (5).
 
4. Yarn feeder according to at least one of claims 1 to 3, characterized in that connected to the annular chamber (7) or the supporting ring (16, 16') is at least one filling, regulating and/or bleeding apparatus (13) for adjusting the medium pressure.
 
5. Yarn feeder according to at least one of the preceding claims, characterized in that the pressure of the medium (M) in the annular chamber (7) is adjustable by varying the axial position of the supporting ring (16, 16') relative to the take-off edge (9).
 
6. Yarn feeder according to claim 1, characterized in that the medium (M) in the annular chamber (7) is under constant pressure.
 
7. Yarn feeder according to claim 1, characterized in that the medium filling is sealed in the closed annular chamber (7).
 
8. Yarn feeder according to claim 1, characterized in that the brake band (C) is in surface, point or line (17) contact with the boundary wall or walls (10) of the annular chamber (7).
 
9. Yarn feeder according to at least one of the preceding claims, characterized in that the annular chamber (7) is disposed by means of a, preferably detachable, holding device (18) on the supporting ring (16).
 
10. Yarn feeder according to claim 1, characterized in that the annular chamber (7) in a direction at right angles to the outside of the brake band (C) has a depth corresponding to a multiple of the thickness of the brake band (C).
 
11. Yarn feeder according to claim 1, characterized in that the width of the annular chamber (7), viewed in the direction of the outside of the brake band (C), corresponds approximately to the width of the brake band (C).
 
12. Yarn feeder according to claim 1, characterized in that the brake band (C) is loaded - in relation to the storage body axis (X) - inside or outside of the braking zone (17) by the pressure of the medium (M) in the annular chamber (7).
 
13. Yarn feeder according to claim 1, characterized in that the annular chamber (7) extends circumferentially beyond the outside edge and/or the inside edge of the brake band (C).
 
14. Yarn feeder according to claim 3, characterized in that the supporting ring (16) comprises an outer retaining flange (16a), from which a supporting part (16b), preferably a supporting wall or individual supports, extends approximately radially inwards, and that at the inside of the supporting part a base (16c), which is approximately parallel to the brake band, is provided for the annular chamber (7).
 
15. Yarn feeder according to at least one of the preceding claims, characterized in that the annular chamber (7) is provided in an annular part (R) made of rubber or plastics material, which has an approximately U-shaped cross section and is fastened by its two U-limbs (10) in a sealed manner to the supporting ring (16, 16') and is connected in the region of the base of the U to the brake band (C).
 
16. Yarn feeder according to claim 15, characterized in that the cross section of the U-limbs (10) is curved, undulating or zigzag-shaped.
 
17. Yarn feeder according to at least one of the preceding claims, characterized in that provided on the free edges of the U-limbs are C-shaped clamping edges (18), which are fastenable to the supporting ring (16, 16'), preferably to the base (16c).
 
18. Yarn feeder according to claim 1, characterized in that the annular chamber (7) is formed by an annular tube or annular bellows.
 
19. Yarn feeder according to claim 1, characterized in that the brake band (C) is made of a metal such as a copper-beryllium alloy and is between ca. 0.01 and 1.0 mm thick.
 
20. Yarn feeder according to at least one of the preceding claims, characterized in that disposed on the supporting ring (16, 16') or in communication with the medium passage (12) are a pump and a bleeding organ.
 
21. Yarn feeder according to at least one of the preceding claims, characterized in that the annular chamber (7) is connected to a, preferably remote-controlled, medium pressure adjusting apparatus (12, 13, 14) for holding constant and/or varying or adjusting the pressure of the medium (M) in the annular chamber (7).
 
22. Yarn feeder according to at least one of claims 1 to 21, characterized in that a remote-controlled electromagnetic control apparatus (V), which acts in a contact-free manner in the opposite direction to the pressing force upon the brake band (C), is provided for reducing or cancelling the pressing force of the brake band (C), preferably an apparatus provided on the supporting ring (16) for altering the axial clearance between the brake band and the supporting ring.
 
23. Yarn feeder according to claim 1, characterized in that the annular chamber (7) is provided with at least one free breathing opening for the gaseous medium.
 


Revendications

1. Fournisseur de fil (F), qui présente un corps de stockage (1) en forme de tambour avec un bord de tirage (9) frontal et continu dans le sens périphérique, équipé d'un tendeur de fil (B) avec un ruban de frein (C) continu dans le sens périphérique et disposé dans un support de ruban de frein (5) sous la forme d'une gaine à flans tronconiques disposée à peu près sur le même axe que celui du corps de stockage (X), qui s'appuie sur le bord de tirage avec son côté intérieur qui définit une zone de tension du fil (17) avec le bord de tirage (9) et est déformable dans le sens radial, et doté d'au moins une suspension disposée entre le ruban de frein (C) et un support stationnaire pour l'appui à peu près axial du ruban de frein contre le bord de tirage, caractérisé en ce que la suspension présente une chambre annulaire (7) à peu près concentrique par rapport à l'axe du corps de stockage (X), fermée et déformable sur un plan élastique, qui est remplie d'un agent (M) gazeux et/ou liquide pour l'appui du ruban de frein (C) contre le bord de tirage (9), et qui sollicite directement le côté extérieur opposé au bord de tirage du ruban de frein (C).
 
2. Fournisseur de fil selon la revendication 1, caractérisé en ce que le ruban de frein (C) est maintenu directement sur une zone de liaison (6), déformable au plan élastique sur un plan sensiblement axial, du support du ruban de frein (5), et en ce que la chambre annulaire (7) remplie avec l'agent (M) forme la zone de liaison (6).
 
3. Fournisseur de fil selon la revendication 1, caractérisé en ce que la chambre annulaire (7) est disposée dans un anneau porteur (16, 16'), conçue de préférence de façon rigide, du support du ruban de frein (5).
 
4. Fournisseur de fil selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'au moins un dispositif de remplissage, de régulation et/ou d'évacuation (13) pour le réglage de la pression d'agent est raccordé à la chambre annulaire (7) ou l'anneau porteur (16, 16').
 
5. Fournisseur de fil selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la pression de l'agent (M) dans la chambre annulaire (7) est réglable par la variation de la position axiale de l'anneau porteur (16, 16') par rapport au bord d'étirage (9).
 
6. Fournisseur de fil selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'agent (M) est sous pression constante dans la chambre annulaire (7).
 
7. Fournisseur de fil selon la revendication 1, caractérisé en ce que le remplissage avec l'agent est scellé dans la chambre annulaire (7) fermée.
 
8. Fournisseur de fil selon la revendication 1, caractérisé en ce que le ruban de frein (C) est relié sous une forme de surface, de points ou de ligne (17) à la paroi (aux parois) de délimitation (10) de la chambre annulaire (7).
 
9. Fournisseur de fil selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la chambre annulaire (7) est disposée avec une fixation (18), de préférence amovible, sur l'anneau porteur. (16).
 
10. Fournisseur de fil selon la revendication 1, caractérisé en ce que la chambre annulaire (7) présente dans une direction perpendiculaire au côté extérieur du ruban de frein (C) une profondeur qui correspond à un multiple de l'épaisseur du ruban de frein (C).
 
11. Fournisseur de fil selon la revendication 1, caractérisé en ce que la largeur, vue dans la direction du côté extérieur du ruban de frein (C), de la chambre annulaire (7) correspond à peu près à la largeur du ruban de frein (C).
 
12. Fournisseur de fil selon la revendication 1, caractérisé en ce que le ruban de frein (C) est sollicité par la pression de l'agent (M) dans la chambre annulaire (7) à l'intérieur ou à l'extérieur de la zone de freinage (17), par rapport à l'axe du corps de stockage (X).
 
13. Fournisseur de fil selon la revendication 1, caractérisé en ce que la chambre annulaire (7) s'étend de façon périphérique au-delà du bord extérieur et/ou du bord intérieur du ruban de frein (C).
 
14. Fournisseur de fil selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'anneau porteur (16) présente une bride de retenue (16a) extérieure, à partir de laquelle une pièce support (16b), de préférence une paroi support ou des montants individuels, s'étendent vers l'intérieur de façon approximativement radiale, et en ce qu'un socle (16c) approximativement parallèle au ruban de frein est prévu pour la chambre annulaire (7) à l'intérieur dans la pièce support.
 
15. Fournisseur de fil selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la chambre annulaire (7) est prévue dans une partie annulaire (R) en caoutchouc ou plastique avec une section approximativement en forme de U, qui est fixée avec ses deux branches en U (10) sur l'anneau porteur (16, 16') de façon étanche et est reliée au ruban de frein (C)dans la zone du fond du U.
 
16. Fournisseur de fil selon la revendication 15, caractérisé en ce que la section des branches en U (10) est courbée, ondulée ou en forme de zigzag.
 
17. Fournisseur de fil selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que, sur les bords libres des branches du U, il est prévu des bords de serrage (18) en forme de C qui peuvent être fixés sur l'anneau porteur (16, 16'), de préférence sur le socle (16c).
 
18. Fournisseur de fil selon la revendication 1, caractérisé en ce que la chambre annulaire (7) est formée par un flexible annulaire ou un soufflet annulaire.
 
19. Fournisseur de fil selon la revendication 1, caractérisé en ce que le ruban de frein (C) est à base de métal comme un alliage cuivre-béryllium et présente une épaisseur comprise entre 0,01 et 1,0 mm.
 
20. Fournisseur de fil selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une pompe et un organe d'évacuation sont disposés sur l'anneau porteur (16, 16') ou en liaison avec le passage de l'agent (12).
 
21. Fournisseur de fil selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la chambre annulaire (7) est raccordée à un dispositif de réglage de pression d'agent (12, 13, 14), de préférence télécommandé, pour maintenir constante et/pour faire varier ou régler la pression de l'agent (M) dans la chambre annulaire (7).
 
22. Fournisseur de fil selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes 1 à 21, caractérisé en ce qu'un appareil de réglage (V), télécommandé, électromagnétique et agissant sur le ruban de frein (C) sans contact et dans le sens opposé à la force d'appui est prévu pour réduire ou supprimer la force d'appui du ruban de serrage (C), de préférence un dispositif prévu sur l'anneau porteur (16) pour faire varier la distance axiale entre le ruban de frein et l'anneau porteur.
 
23. Fournisseur de fil selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la chambre annulaire (7) est pourvue d'au moins une ouverture libre de respiration pour l'agent gazeux.
 




Zeichnung