[0001] Die Erfindung betrifft eine Ab- und Überlaufeinrichtung für Bade-und Duschwannen,
mit einem Geruchsverschluss, der an eine Sammelleitung anzuschliessen ist, die eine
Überlaufleitung und eine Ablaufleitung miteinander verbindet.
[0002] Eine Einrichtung dieser Art ist im Stand der Technik durch die CH-A-657 885 bekannt
geworden. Ähnliche Einrichtungen sind zudem aus der DE-A-19 25 673, der DE-O-88 08
175 sowie der DE-O-89 02 168 bekannt geworden. Diesen Einrichtungen ist gemeinsam,
dass bei der Montage an den an die Abwasserleitung angeschlossenen Geruchsverschluss
die Sammelleitung, die Überlaufleitung und die Ablaufleitung angeschlossen und im
nachhinein die Wanne in die vorgesehene Position gebracht wird. Durch die für den
Ablauf und den Überlauf in der Wanne angebrachten Öffnungen müssen bei diesen bekannten
Einrichtungen die unter der Wanne befindlichen Leitungen gesucht und angeschlossen
werden. Die Montage und insbesondere das An-schliessen des Überlaufs und des Ablaufs
war bisher zeitaufwendig und umständlich. Trotz dieser Nachteile hat sich seit Jahrzehnten
diese Montage im wesentlichen nicht stark geändert.
[0003] Um die Installation eines Ablaufsystems an einer Wanne zu vereinfachen, ist im Stand
der Technik zudem durch die DE-A-37 40 630 ein Wannenträger bekannt geworden, bei
dem die genannten Leitungen vor dem Einsetzen der Wanne in Ausnehmungen des Wannenträgers
fixiert werden. Der Vorteil soll darin bestehen, dass der Installa-teur das Ablaufsystem
bei der Installation möglichst lange sieht und viel Bewegungsfreiheit hat. Das Anbringen
des Überlaufs und des Ablaufs ist aber auch hier vergleichsweise zeitaufwendig und
umständlich.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung der genannten Art zu schaffen,
die eine einfachere und weniger zeitaufwendige Montage ermöglicht und die dennoch
kostengünstig herstellbar ist.
[0005] Die Aufgabe ist bei einer gattungsgemässen Einrichtung dadurch gelöst, dass die Verbindung
zwischen der Sammelleitung und dem Geruchsverschluss selbstdichtend und blind fügbar
ausgebildet ist. Der Vorteil der erfindungsgemässen Einrichtung besteht darin, dass
eine Vormontage der Sammelleitung mit der Ablaufleitung sowie der Überlaufleitung
an der Wanne möglich ist. Die Wanne ist hierbei noch frei und beliebig beweglich und
selbstverständlich ist auch die Rückseite der Wanne frei zugänglich. Das Montieren
der genannten Leitungen und auch des Überlaufs und des Ablaufs kann damit wesentlich
schneller und auch einfacher erfolgen. Beim Montieren der Wanne wird dann gleichzeitig
mit dem Aufsetzen der Wanne die Verbindung der Sammelleitung mit dem Geruchsverschluss
hergestellt. Eine Montage ist auch bei der Verwendung eines Wannenträgers gemäss der
DE-A-37 40 630 ohne weiteres möglich. Hierbei ist lediglich erforderlich, dass der
Geruchsverschluss vor dem Aufsetzen der Wanne positioniert wird. Vorteilhafterweise
erfolgt dies gemäss einer Weiterbildung der Erfindung mit einem stempelartigen Rohrteil,
das zur Vormarkierung der Geruchsverschlussposition in die Sammelleitung einsetzbar
ist.
[0006] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist die Sammelleitung mit einem unteren Ende
vertikal in eine Aufnahmeöffnung des Geruchsverschlusses einsteckbar. Dies ermöglicht
ein besonders sicheres Fügen der Verbindung und auch eine kostengünstige Herstellung.
Eine besonders zuverlässige Abdichtung ist dann gewährleistet, wenn gemäss einer Weiterbildung
der Erfindung die Aufnahmeöffnung des Geruchsverschlusses eine Manschettendichtung
aufweist. Eine solche Dichtung kann ohne weiteres seitliche und auch achsiale Verschiebungen
zwischen der Sammelleitung und dem Geruchsverschluss aufnehmen. Das erfindungsgemässe
Verfahren zur Montage einer Ab- und Überlaufeinrichtung der genannten Art ergibt sich
aus dem Verfah-rensanspruch. Wesentlich ist auch hier die Vormontage der Sammelleitung
sowie der Überlaufleitung und der Ablaufleitung an der Wanne.
[0007] Weitere vorteilhafte Merkmale ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen, der
nachfolgenden Beschreibung sowie der Zeichnung.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen:
Figur 1 einen Teilschnitt durch eine Wanne und eine montierte erfindungsgemässe Einrichtung,
Figur 2 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemässe Einrichtung,
Figur 3 schematisch das Fügen der Verbindung zwischen Geruchsverschluss und Sammelleitung,
und
Figur 4 eine Teilansicht der erfindungsgemässen Einrichtung mit einer Markiervorrichtung.
[0009] Die Bade- oder Duschwanne 19 besitzt in üblicher Weise eine obere Öffnung 18, an
der ein Überlauf 16 befestigt ist. Innenseitig der Wanne 19 befindet sich am Überlauf
16 eine übliche Rosette 17. Eine zweite Öffnung 20 befindet sich im Boden 19a der
Wanne und an dieser ist ein übliches Ablaufventil 22 befestigt.
[0010] Rückseitig der Wanne 19 ist am Überlauf 16 mit einem Balg 15 ein Überlaufrohr 14
angeschlossen, das an einem unteren Ende in einen nach oben gerichteten Rohrstutzen
13 eines T-Stücks 11 eingesetzt ist. Ein Dichtungsring 27 an der Innenseite des Rohrstutzens
13 dichtet die Überlaufleitung 14 gegen das T-Stück 11 ab. Das T-Stück 11 bildet mit
einem horizontalen Teil die Ablaufleitung 12, welche mit einer Mutter 23 am Gehäuse
des Ablaufs 22 angeschlossen ist. Die Überlaufleitung 14 und die Ablaufleitung 12
führen zu einer Sammelleitung 10, die vertikal nach unten gerichtet und am T-Stück
11 angeformt ist. Das T-Stück 11 und die Überlaufleitung 12 sowie die Gehäuse 16a
und 22a des Überlaufs 16 beziehungsweise des Ablaufs 22 bilden eine Einheit, die an
der Wanne 19 vormontierbar ist. Eine weitere vormontierbare Einheit ist durch einen
Geruchsverschluss 3 gebildet, der mit einer Überwurfmutter 21 dicht an eine Abwasserleitung
4 angeschlossen ist. Dieser Geruchsverschluss 3 ruht beispielsweise auf einem höhenverstellbaren
Distanzhalter 5, der auf einem Gebäudeboden 6 abgestellt ist. Der Geruchsverschluss
3 besitzt einen rohrförmigen Ansatz 7, der eine obere Öffnung 8 aufweist, in den eine
nach innen gerichtete Dichtungsmanschette 9 angebracht ist. Wie die Figur 1 zeigt,
ragt die Sammelleitung 10 in diesen rohrförmigen Ansatz 7 hinein, wobei die Dichtungsmanschette
9 die Sammelleitung 10 gegenüber dem Gehäuse 7a des Geruchsverschlusses 3 abdichtet.
Um die Sammelleitung 10 mit dem Geruchsverschluss 3 zu verbinden, wird gemäss Figur
3 die Sammelleitung 10 vertikal von oben in Richtung des Pfeiles 26 durch die Manschette
9 hindurch in den Ansatz 7 eingeschoben. Dieses Zusammenstecken ist ohne Sicht und
damit blind möglich. Voraussetzung ist lediglich eine entsprechende Positionierung
des Geruchsverschlusses 3.
[0011] Um die Positionierung des Geruchsverschlusses 3 zu erleichtern, ist eine Markiervorrichtung
vorgesehen, die einen rohrförmigen Stempel 24 aufweist, an dem ein Ring 25 aus Moosgummi
angebracht ist. Auf diesem Moosgummiring 25 wird etwas Farbpulver aufgetragen. Zur
Markierung der Position der Sammelleitung 10 wird die Wanne mit der vormontierten
Einheit 2 und dem Stempel 24 in die vorgesehene Position gebracht. Der Moos gummiring
25 hinterlässt hierbei auf dem Distanzhalter 5 oder dem Boden 6 einen Farbring, der
nach dem Entfernen der Wanne 19 zur Positionierung des Geruchsverschlusses 3 benützt
wird. Ist der Geruchsverschluss 3 positioniert und an der Abwasserleitung 4 angeschraubt,
so ist auch gewährleistet, dass beim Montieren der Wanne die Sammelleitung 10 positionsgenau
in den Ansatz 7 eingreift. Dies ist auch dann der Fall, wenn die Wanne 19 mit einem
hier nicht gezeigten Wannenträger installiert wird. Ist der Geruchsverschluss genau
positioniert, so muss lediglich noch die Wanne 19 mit der vormontierten Einheit in
den Wannenträger eingesetzt werden. Der Überlauf und der Ablauf können vollständig
vormontiert sein, so dass nach dem Einsetzen der Wanne in den Wannenträger die Installationsarbeiten
im wesentlichen abgeschlossen sind.
1. Ab- und Überlaufeinrichtung für Bade- und Duschwannen (19), mit einem Geruchsverschluss
(3), der an eine Sammelleitung (10) anzuschliessen ist, die eine Überlaufleitung (14)
und eine Ablaufleitung miteinander verbindet, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung
zwischen der Sammelleitung (10) und dem Geruchsverschluss(3) selbstdichtend und blind
fügbar ausgebildet ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sammelleitung (10) mit
ihrem unteren Ende (10a) vertikal in eine Aufnahmeöffnung (8) des Geruchsverschlusses
(3) einsteckbar ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeöffnung
(8) des Geruchsverschlusses (3) eine Manschettendichtung (10) aufweist.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sammelleitung
(10) ein an der Ablaufleitung (12) angeformter Stutzen ist, der im wesentlichen vollständig
in den Geruchsverschluss (3) einsteckbar ist.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Überlaufleitung
(14) an ihrem unteren Ende (14a) ablängbar ist und dieses untere Ende in einen an
der Ablaufleitung (12) angeformten und nach oben gerichteten Rohrstutzen (13) eingesteckt
ist.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch ein stempelartiges
Rohrteil (24) , das zur Vormarkierung der Geruchsverschlussposition in die Sammelleitung
(11) einsetzbar ist.
7. Verfahren zur Montage einer Ab- und Überlaufein-richtung (2, 3) für Bade- und Duschwannen,
mit einem Geruchsverschluss (3), der an eine Sammelleitung (10) anzuschliessen ist,
welche eine Überlaufleitung (14) und eine Ablaufleitung (12) miteinander verbindet,
dadurch gekennzeichnet, dass das Geruchsver-schlussgehäuse (7a) und eine Einheit (2)
aus dem Überlaufrohr, dem Ablaufrohr (12) und der Sammelleitung (14) separat auf einem
Boden (5, 6) bzw. an der Wanne (19) vormontiert werden, dass das Ge-ruchsverschlussgehäuse
(7a) positioniert wird und dass die Sammelleitung (10) beim Einrichten der Wanne (19)
von oben in das Ge-ruchsverschlussgehäuse (7a) eingesetzt wird.