[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Biegen eines Bleches mit einem Maschinengestell,
mit einer Unterwange, mit einer relativ zur Unterwange einstellbaren Oberwange und
mit einer um eine maschinengestellfeste Schwenkachse verschwenkbaren Biegewange, deren
Abstand von der Schwenkachse verstellbar ist.
[0002] Eine Vorrichtung dieser Art ist aus DE 39 35 659 C2 bekannt. Bei der bekannten Vorrichtung
ist es möglich, den Abstand der Biegewange von ihrer Schwenkachse während des Biegevorgangs
zu verstellen. Dieser Abstand kann aber auch vor Beginn eines Biegevorganges, z.B.
in Abhängigkeit von der Blechdicke, auf einen passenden konstanten Wert eingestellt
werden. In jedem Falle ist bei der bekannten Vorrichtung eine eigene, separate Führungs-
und Antriebseinrichtung erforderlich, um die Verstellung des Abstandes der Biegewange
von ihrer Schwenkachse zu bewirken, wodurch die Gesamtvorrichtung naturgemäß kompliziert
und aufwendig wird.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine gattungsgemäße Vorrichtung im Zusammenhang mit
einer vor dem Biegevorgang erfolgenden Einstellung des Abstandes der Biegewange von
ihrer Schwenkachse so zu vereinfachen, daß hierzu keine aufwendigen Führungs- und
Antriebseinrichtungen erforderlich sind, sondern die ohnehin an der Vorrichtung vorhandenen
Antriebsaggregate zur Einstellung dieses Abstandes ausgenutzt werden können.
[0004] Die Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Vorrichtung erfindungsgemäß durch folgende
Merkmale gelöst:
A. beidseits der Biegewange vorgesehene, um die Schwenkachse der Biegewange drehbare
Exzenterglieder zum Verstellen des Abstandes der Biegewange von ihrer Schwenkachse
durch Verdrehen der Exzenterglieder relativ zur Biegewange;
B. eine Feststelleinrichtung zum Feststellen des Exzenterglieds in einer vorgegebenen
Winkelposition;
C. wobei durch Verschwenken der Biegewange bei festgestelltem Exzenterglied der Abstand
der Biegewange von ihrer Schwenkachse einstellbar ist.
[0005] Die abhängigen Ansprüche definieren vorteilhafte Ausführungen der Erfindung.
[0006] Durch diese Ausbildung ist es möglich, vor Einleitung eines Biegevorganges allein
durch Verschwenken der Biegewange den betreffenden Abstand einzustellen, so daß insbesondere
eine gesonderte Antriebseinrichtung hierfür entfällt.
[0007] Die nachstehende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung dient im
Zusammenhang mit beiliegender Zeichnung der weiteren Erläuterung. Es zeigen:
- Fig. 1
- in schematischer, schaubildlicher Ansicht eine Schwenkbiegemaschine;
- Fig. 2
- eine schematische Schnittansicht entlang der Linie 2-2 in Figur 1;
- Fig. 3
- eine teilweise geschnittene, schematische Ansicht einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung mit Exzenterverstellung der Biegewange;
- Fig. 4
- eine schematische Ansicht in Richtung des Pfeiles A in Fig. 3 und
- Fig. 5
- Die Anordnung eines Antriebsaggregates für die Biegewange.
[0008] Die Fig. 1 und 2 zeigen eine Vorrichtung zum Biegen eines Bleches, auch "Schwenkbiegemaschine"
genannt. Die Vorrichtung umfaßt als wesentliche Bestandteile ein stationäres Maschinengestell
1, eine (insbesondere in Fig. 2 sichtbare) gewöhnlich ortsfeste Unterwange 2, eine
relativ zur Unterwange 2 einstellbare Oberwange 3 und eine um eine maschinengestellfeste
Schwenkachse S in Richtung des Doppelpfeiles B hin- und herverschwenkbare Biegewange
4. Die Oberwange 3 ist in Richtung des Pfeiles X relativ zur Unterwange 2 derart einstellbar,
daß zwischen Unterwange 2 und Oberwange 3 in Pfeilrichtung Y ein Blech 5 eingeschoben
und gegen einen Anschlag 6 angelegt werden kann. Durch Absenkung der Oberwange 3 in
Pfeilrichtung X wird das Blech 5 zwischen Unterwange 2 und Oberwange 3 derart festgespannt,
daß ein über Unter- und Oberwange vorstehender Blechabschnitt 7 durch Verschwenken
der Biegewange 4 um die Schwenkachse S nach oben gebogen werden kann, wobei die Biegewange
4 mit einer Anliegefläche an der Unterseite des Blechabschnitts 7 angreift.
[0009] Um bei diesem Biegevorgang Verquetschungen des Bleches 5 durch die Biegewange 4 zu
vermeiden, ist deren Abstand, genaugenommen der Abstand ihrer Anliegefläche am Blechabschnitt
7, von der Schwenkachse S in Pfeilrichtung Z verstellbar. Die Einstellung dieses Abstandes
erfolgt vor Einleitung des Biegevorganges, z.B. in Abhängigkeit von der jeweiligen
Dicke und des Biegeradius des Bleches 5.
[0010] Nachstehend wird anhand eines Ausführungsbeispieles beschrieben, wie eine automatische
Einstellung der Biegewange 4 in Richtung Z mit einfachen Mitteln und ausschließlich
unter Verwendung ohnehin an der Schwenkbiegemaschine vorhandener Antriebseinrichtungen
erfolgen kann.
[0011] Fig. 3 zeigt schematisch die Biegewange 4, die mittels einer starr mit ihr verbundenen
Welle 8 und eines Wälzlagers 9 (beidseits) schwenkbar im Maschinengestell 1 gelagert
ist. Die Welle 8 ist von einer Bremsbüchse 11 umschlossen, die mit hohem Gleithaftwert
an der Außenseite der Welle 8 anliegt, so daß zur Bewirkung einer Relativverdrehung
zwischen der Welle 8 und der Bremsbüchse 11 ein gewisses Drehmoment erforderlich ist.
Die Bremsbüchse 11 ist an ihrer Außenseite fest mit einem Exzenterglied 12 verbunden,
dessen Außenseite im Wälzlager 9 umläuft. Normalerweise lassen sich somit die Welle
8 und die mit ihr verbundene Biegewange 4 gemeinsam mit dem Exzenterglied 12 um die
Schwenkachse S verschwenken, wobei der Abstand der Biegewange 4 von der Schwenkachse
S dem Abstand dieser Achse von der Mittelachse T der Welle 8 entspricht.
[0012] Das Exzenterglied 12 weist eine zur Schwenkachse S exzentrische Bohrung auf, die
von der Welle 8 durchdrungen wird. Die Mittelachse des Wälzlagers 9 fällt mit der
Schwenkachse S der Biegewange 4 zusammen. Zur Schwenkachse S liegt die Mittelachse
T der starr mit der Biegewange 4 verbundenen Welle 8, wie in Fig. 3 angedeutet, in
einem gewissen Abstand. Dieser Abstand ist je nach Winkelstellung des Exzentergliedes
12 relativ zur Welle 8 veränderlich und somit wahlweise einstellbar. Daher läßt sich
durch entsprechende Verdrehung des Exzentergliedes 12 relativ zur Welle 8 eine Abstandskomponente
(von z.B. einigen mm) in Pfeilrichtung Z (Fig. 2) erzielen, wobei eine (geringfügige)
Verstellung der Welle 8 und damit der Biegewange 4 in einer Richtung senkrecht zur
Zeichnungsebene der Fig. 3 belanglos ist.
[0013] Das Exzenterglied 12 ist durch Schrauben 13 mit einer Scheibe 14 starr verbunden,
so daß durch Drehen der Scheibe 14 das Exzenterglied 12 relativ zur Welle 8 eingestellt
werden kann. Die Verstellung der Scheibe 14 erfolgt vor Beginn des Biegevorgangs durch
eine entsprechende Schwenkbewegung der Biegewange 4 bei festgehaltener Scheibe 14,
was im einzelnen nachstehend noch erläutert wird.
[0014] Wie aus Fig. 3 ersichtlich, ist die Welle 8 über das Maschinengestell 1 hinaus (in
Fig. 3 nach links) verlängert und trägt dort ein nur schematisch angedeutetes Antriebsaggregat
15, das in noch zu beschreibender Weise unverdrehbar am Maschinengestell gehalten
ist und dem Antrieb der Welle 8 und damit der Biegewange 4 dient. Das Antriebsaggregat
15 umfaßt in herkömmlicher Weise einen (in Fig. 5 sichtbaren) Elektromotor 16 sowie
ein Aufsteckgetriebe 17, das mittels einer angetriebenen Hohlwelle 18 auf die Verlängerung
der Welle 8 aufgesteckt ist, wobei die Hohlwelle 18 drehfest (über eine Paßfeder)
mit der Verlängerung der Welle 8 verbunden ist. Über eine Platte 19 und eine Schraube
21, die in die Verlängerung der Welle 8 eingeschraubt ist, wird ein Ring 20 aus elastomerem
Material mit axialer Vorspannung gegen die Scheibe 14 gepreßt, so daß insoweit neben
der durch die Bremsbüchse 11 erzielten Selbsthemmung zwischen Welle 8 und Exzenterglied
12 eine weitere kraftschlüssige Verbindung zwischen diesen beiden Teilen hergestellt
ist, die eine zusätzliche Mitnahme zwischen Exzenterglied 12 und Welle 8 zur Folge
hat.
[0015] Die Scheibe 14 ist Teil einer Feststelleinrichtung für das Exzenterglied 12 relativ
zur Welle 8, so daß, wie bereits erwähnt, bei festgehaltenem Exzenterglied 12 und
einer Verdrehung der Welle 8 unter Überwindung der Selbsthemmung zwischen Exzenterglied
12 und Welle 8 eine relative Verstellung zwischen diesen beiden Teilen und damit eine
Einstellung des Abstandes der Biegewange 4 von ihrer Schwenkachse S möglich ist.
[0016] Die Scheibe 14 weist an ihrem Umfangsrand, wie Fig. 4 zeigt, eine Einkerbung 22 auf,
in die ein Haltestift 23 eindringen kann, der stationär am Maschinengestell 1 gehalten
ist, so daß hierdurch die Scheibe 14 an einer Drehbewegung gehindert ist. Der Haltestift
23, der ein weiteres Teil der Feststelleinrichtung ist, steht (senkrecht zur Zeichnungsebene
der Fig. 4) von einem Hebel 24 ab, der um eine maschinengestellfeste Drehachse 25
verschwenkbar ist. In Fig. 4 ist mit ausgezogenen Linien diejenige Stellung des Hebels
24 dargestellt, in welcher der Haltestift 23 in die Einkerbung 22 eingedrungen ist
und hiermit die Scheibe 14 fixiert. In der in Fig. 4 mit strichpunktierten Linien
dargestellten Stellung des Hebels 24 ist der Haltestift 23 aus der Einkerbung 22 ausgerückt,
so daß sich die Scheibe 14 und damit das Exzenterglied 12 sowie die Welle 8 mit Biegewange
4 gemeinsam verdrehen können.
[0017] In Fig. 4 befindet sich die Biegewange 4 zunächst in der gestrichelt dargestellten,
senkrecht nach unten gerichteten Position, und die Scheibe 14 ist durch den in die
Einkerbung 22 eingedrungenen Haltestift 23 fixiert. Wenn nunmehr die Biegewange 4
aus dieser Null- oder Ausgangsstellung heraus in Richtung des Pfeiles B im Gegenuhrzeigersinn
verschwenkt wird, findet wegen des über die Scheibe 14 ebenfalls festgehaltenen Exzentergliedes
12 eine Relativbewegung zwischen diesem und der Welle 8 und damit eine gewünschte
Verstellung des Abstandes zwischen der Biegewange 4 und der Schwenkachse S statt.
[0018] Das Einbringen des Haltestiftes 23 in die Einkerbung 22 (und umgekehrt auch das Herausbringen
des Stiftes 23 aus der Einkerbung 22) kann mit dem Hebel 24 oder auch in anderer Weise
prinzipiell von Hand erfolgen, wobei sich die Einkerbung 22 gegebenenfalls auch an
anderer Stelle als dargestellt befinden kann. Fig. 4 zeigt eine Anordnung, die eine
automatische Einführung des Haltestiftes 23 in die Einkerbung 22 immer dann ermöglicht,
wenn sich die Biegewange 4 in ihrer nach unten gerichteten Ausgangslage befindet.
[0019] Die Oberwange 3, die in Fig. 4 ebenfalls gestrichelt dargestellt ist, ist um eine
maschinengestellfeste Drehachse 26 (über einen nicht dargestellten Antriebsmotor)
verschwenkbar, so daß sich ihr der Unterwange 2 zugewandtes Ende (im wesentlichen
in Richtung des in Fig. 2 dargestellten Pfeiles X) von der Unterwange 2 abheben läßt.
Mit der Oberwange 3 ist starr ein Arm 27 verbunden, der dementsprechend die Schwenkbewegungen
der Oberwange mitmacht. Mit dem, Arm 27 ist das eine Ende einer Stange 28 gelenkig
verbunden, die eine relativ weite Bohrung im Hebel 24 durchdringt. Zwischen einer
am anderen Ende der Stange 28 vorgesehenen Mutter 29 und der (in Fig. 4 rechts gelegenen)
Kante des Hebels 24 ist eine Schraubenfeder 31 angeordnet, die den Hebel 24 (in Fig.
4) im Gegenuhrzeigersinn vorspannt. Die Verbindung zwischen Hebel 24 und Stange 28
ist also derart elastisch, daß der Hebel 24 relativ zur Stange 28 und damit zum Arm
27 eine beschränkte freie Bewegung (im Uhrzeigersinn) ausführen kann.
[0020] Wenn Biegewange 4 und Scheibe 14 ihre in Fig. 4 dargestellte Ausgangslage einnehmen
und die Oberwange 3 angehoben wird, gelangt über den Arm 27, die Stange 28 und den
Hebel 24 der Haltestift 23 in die Einkerbung 22, wodurch die Scheibe 14 festgestellt
ist. Eine manuelle Einwirkung auf den Haltestift 23 ist nicht erforderlich, da die
Bewegung des Haltestifts 23 über die Oberwange 3 und deren Antriebsmotor erfolgt.
[0021] Die Anordnung in Fig. 4 ist so getroffen, daß bereits bei einer teilweisen Rückverschwenkung
der Oberwange 3 in Richtung ihrer Schließstellung der Haltestift 23 aus der Einkerbung
22 wieder austritt, also noch lange bevor das Ende der Oberwange 3 wieder fest auf
der Unterwange 2 aufliegt, so daß vorher noch ein zu verbiegendes Blech zwischen Unterwange
2 und Oberwange 3 gemäß Fig. 2 eingeführt werden kann.
[0022] Es kann vorkommen, daß die Scheibe 14 nicht die in Fig. 4 dargestellte Position relativ
zu der nach unten gerichteten Biegewange 4 einnimmt, so daß die Einkerbung 22 an einer
anderen Stelle liegt und daher der Haltestift 23 nicht in sie eindringen kann. Um
zu gewährleisten, daß der Haltestift 23 in jeder Relativstellung der Scheibe 14 zur
Welle 8 in die Einkerbung 22 automatisch eingeführt werden kann, sind folgende Vorkehrungen
getroffen: Die Scheibe 14 weist an ihrem Umfangsrand außer der Einkerbung 22 noch
zwei Stufen 32, 33 auf, die untereinander und von der Einkerbung 22 jeweils Winkelabstände
von 120° haben. Der Umfangsrandabschnitt zwischen der Einkerbung 22 und der Stufe
32 ist kreisförmig, während die Umfangsrandabschnitte zwischen den Stufen 32, 33 sowie
zwischen der Stufe 33 und der Einkerbung 22 etwa die Form von Evolventen haben, wie
aus der Darstellung von Fig. 4 ersichtlich.
[0023] Wenn zu Beginn der Einstellung des Abstandes der Biegewange 4 von ihrer Schwenkachse
S die Scheibe 14 relativ zur Biegewange 4 eine gegenüber Fig. 4 abweichende Position
hat, spielt sich folgender Vorgang ab: Die Oberwange 3 wird in die dargestellte, von
der Unterwange 2 abgehobene Position verbracht. Der Haltestift 23 kann dabei an einer
beliebigen Stelle des Umfangrandes der Scheibe 14 zur Anlage kommen, wobei die Feder
31 als elastischer Ausgleich wirkt, falls die Schwenkbewegung des Hebels 24 mangels
radialen Eindringens des Haltestiftes 23 in die Einkerbung 22 oder eine der Stufen
32, 33 seine volle Bewegung nicht ausführen kann. Nunmehr erfolgt über den die Biegewange
4 antreibenden Elektromotor 16 (Fig. 5) eine Verschwenkung der Biegewange im Gegenuhrzeigersinn
in Richtung des Pfeiles B über etwas mehr als 120°. Anschließend wird die Biegewange
4 wieder in ihre Ausgangslage zurückgeführt, wobei die Scheibe 14 durch Angreifen
des Haltestifts 23 an einer der Stufen 32, 33 oder der Einkerbung 22 festgehalten
wird und die Biegewange 4 um einen bestimmten Winkel relativ zur Scheibe 14 verdreht
wird, und zwar je nach der vorherigen Relativposition von Biegewange 4 und Scheibe
14. (Die Feder 31 erlaubt dabei vorher ein zwangsläufiges Einfallen des Haltestifts
23 in die Stufen 32, 33 bzw. die Einkerbung 22, falls der Haltestift 23 zunächst auf
einen Umfangsrandabschnitt mit größerem Radius auftrifft.)
[0024] Dieser Vorgang der Hin- und Herverschwenkung der Biegewange 4 um etwas mehr als 120°
wird insgesamt dreimal ausgeführt. Hierdurch ist sichergestellt, daß spätestens nach
der dritten Hin- und Herverschwenkung der Biegewange 4 der Haltestift 23 sicher in
die Einkerbung 22 eingeführt und die Anordnung die in Fig. 4 dargestellte Konfiguration
einnimmt. Nunmehr kann durch eine erneute Verschwenkung der Biegewange 4 bei durch
den Haltestift 23 festgehaltenem Exzenterglied 12 der gewünschte Abstand der Biegewange
4 von ihrer Schwenkachse S eingestellt werden.
[0025] Die beschriebene automatische Verrastung der Scheibe 14 mit dem Haltestift 23 erfolgt
rein mechanisch, ohne daß hierzu eine besondere, z.B. elektronische oder elektrooptische
Sensorik erforderlich wäre, mit welcher die jeweiligen Winkelpositionen der Scheibe
14 und der Welle 8 abgefühlt wird.
[0026] Die Fig. 5 zeigt die Verankerung des die Welle 8 der Biegewange 4 antreibenden Elektromotors
16 mit Aufsteckgetriebe 17 am Maschinengestell 1. Diese Verankerung muß gelenkig sein,
da der Motor 16 über das Aufsteckgetriebe 17 direkt auf die Welle 8 aufgesteckt ist
und somit die vom Exzenterglied 12 hervorgerufenen, exzentrischen Drehbewegungen dieser
Welle 8 mitmacht. Diese exzentrische Bewegung erfolgt in der Zeichnungsebene der Fig.
5. Dementsprechend muß auch das Hebelgestänge seine Gelenkigkeit in dieser Ebene enfalten
und umfaßt zu diesem Zweck zwei in dieser Ebene liegende Hebel, nämlich einen ersten,
starr mit dem Aufsteckgetriebe 17 verbundenen Hebel 34 sowie einen daran angelenkten
Hebel 35, der wiederum mit dem Maschinengestell 1 gelenkig verbunden ist.
[0027] Bei der dargestellten und beschriebenen Ausführungsform der Erfindung umschließt
das Exzenterglied 12 die Welle 8 der Biegewange 4 und ist mit dem Wälzlager 9 im Maschinengestell
drehbar gelagert. Prinzipiell wären auch andere Anordnungen des Exzentergliedes zum
Verstellen des Abstandes der Biegewange von ihrer Schwenkachse möglich, wenn nur bei
festgestelltem Exzenterglied durch Verschwenken der Biegewange der Abstand der Biegewange
von ihrer Schwenkachse einstellbar ist.
[0028] Bei der dargestellten Ausführungsform wird ferner der Haltestift 23 der Feststelleinrichtung
durch eine Bewegung der Oberwange 3 betätigt. Prinzipiell könnten hierzu auch andere,
ohnehin vorhandene, angetriebene Teile der Maschine ausgenutzt werden, beispielsweise
eine gegebenenfalls verstellbare Unterwange.
[0029] Das Fixieren der im wesentlichen aus der Scheibe 14 mit der Einkerbung 22 und dem
beweglichen Haltestift 23 bestehenden Feststelleinrichtung wird bei der dargestellten
Ausführungsform durch Einrasten des Haltestiftes 23 in die Einkerbung 22 vollzogen.
Auch hier sind Abwandlungen denkbar, beispielsweise die Verwendung einer Klemmeinrichtung,
mit welcher die ein Teil der Feststelleinrichtung bildenden Scheibe 14 in einer vorgegebenen
Winkelposition festgeklemmt werden kann.
[0030] Die in Fig. 3 dargestellte Ausbildung und Anordnung des Exzenterglieds 12 ist spiegelsymmetrisch
auch auf der gegenüberliegenden Seite der Biegewange 4 am Maschinengestell 1 vorgesehen,
und zwar einschließlich der Feststelleinrichtung, jedoch ohne Antriebsaggregat 15,
das lediglich auf einer Seite der Vorrichtung erforderlich ist.
[0031] Die beschriebene Vorrichtung zum Biegen eines Bleches ist vorzugsweise mit einer
programmierbaren Steuerung, z.B. einer CNC-Steuerung, ausgerüstet, mit deren Hilfe
insbesondere auch die Feststelleinrichtung der Scheibe 14 und damit des Exzentergliedes
12 betätigt und der Abstand der Biegewange 4 von der Schwenkachse S in der erläuterten
Weise automatisch eingestellt wird.
1. Vorrichtung zum Biegen eines Bleches mit einem Maschinengestell (1), mit einer Unterwange
(2), mit einer relativ zur Unterwange einstellbaren Oberwange (3) und mit einer um
eine maschinengestellfeste Schwenkachse (S) verschwenkbaren Biegewange (4), deren
Abstand von der Schwenkachse verstellbar ist,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
A. beidseits der Biegewange (4) vorgesehene, um die Schwenkachse (S) der Biegewange
drehbare Exzenterglieder (12) zum Verstellen des Abstandes der Biegewange von ihrer
Schwenkachse (S) durch Verdrehen der Exzenterglieder relativ zur Biegewange;
B. eine Feststelleinrichtung (14, 23) zum Feststellen der Exzenterglieder (12) in
einer vorgegebenen Winkelposition;
C. wobei durch Verschwenken der Biegewange bei festgestellten Exzentergliedern (12)
der Abstand der Biegewange von ihrer Schwenkachse (S) einstellbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Exzenterglied (12) eine
die Biegewange (4) tragende Welle (8) umschließt und an seiner Außenseite mit einem
Drehlager (9) im Maschinengestell (1) drehbar gelagert ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Exzenterglied (12) mit
Selbsthemmung (11, 20) auf der Welle (8) der Biegewange (4) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Feststelleinrichtung
(14, 23) durch eine Klemmeinrichtung in der vorgegebenen Winkelposition festklemmbar
ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Feststelleinrichtung
(14, 23) durch eine Rasteinrichtung (22) in der vorgegebenen Winkelposition verrastbar
ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Feststelleinrichtung
(14, 23) durch die Bewegung der Oberwange (3) betätigbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Antriebsaggregat (15)
der Biegewange (4) auf einer durch das Exzenterglied (12) verstellbaren Welle (8)
der Biegewange (4) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsaggregat (15)
durch ein Hebelgestänge (34, 35) am Maschinengestell (1) fixiert ist.
1. Device for bending a metal sheet comprising a machine frame (1), a lower cheek (2),
an upper cheek (3) adjustable relative to said lower cheek, and a bending cheek (4)
pivotable about a pivot axis (S) fixed on said machine frame, the distance of said
bending cheek from said pivot axis being adjustable,
characterized by the following features:
A. eccentric members (12) for adjusting the distance of said bending cheek from its
pivot axis (S) by rotating said eccentric members relative to said bending cheek,
said eccentric members being provided on either side of said bending cheek (4) and
being rotatable about said pivot axis (S) of said bending cheek;
B. an immobilizing mechanism (14, 23) for immobilizing said eccentric members (12)
in a predetermined angular position;
C. the distance of said bending cheek from its pivot axis (S) being adjustable by
pivoting said bending cheek while said eccentric members (12) are immobilized.
2. Device as defined in claim 1, characterized in that said eccentric member (12) encloses
a shaft (8) carrying said bonding cheek (4) and is mounted on its outer side with
a rotary bearing (9) for rotation in said machine frame (1).
3. Device as defined in claim 2, characterized in that said eccentric member (12) is
arranged in a self-locking manner (11, 20) on said shaft (8) of said bending cheek
(4).
4. Device as defined in claim 1, characterized in that said immobilizing mechanism (14,
23) is firmly clampable in the predetermined angular position by a clamping device.
5. Device as defined in claim 1, characterized in that said immobilizing mechanism (14,
23) is lockable in the predetermined angular position by a detent device (22).
6. Device as defined in claim 1, characterized in that said immobilizing mechanism (14,
23) is actuatable by the movement of said upper cheek (3).
7. Device as defined in claim 2, characterized in that a drive unit (15) of said bending
cheek (4) is arranged on a shaft (8) of said bending cheek (4), said shaft being adjustable
by said eccentric member (12).
8. Device as defined in claim 7, characterized in that said drive unit (15) is fixed
on said machine frame (1) by a lever means (34, 35).
1. Dispositif pour le pliage d'une tôle, comportant un bâti de machine (1), un serre-flan
inférieur (2), un serre-flan supérieur (3) qui peut être réglé par rapport au serre-flan
inférieur, et une lame de pliage (4) qui peut être pivotée autour d'un axe de pivotement
(S) fixe par rapport au bâti de machine et dont la distance par rapport à l'axe de
pivotement est réglable,
caractérisé par les particularités suivantes :
A prévus des deux côtés de la lame de pliage (4) et pouvant tourner autour de l'axe
de pivotement (S) de la lame de pliage, des éléments excentrés (12) pour le réglage
de la distance entre la lame de pliage et son axe de pivotement (S) par une rotation
des éléments excentrés par rapport à la lame de pliage,
B un mécanisme de blocage (23) pour le blocage des éléments excentrés (12) dans une
position angulaire prédéterminée,
C la distance entre la lame de pliage et son axe de pivotement (S) pouvant être réglée
par un pivotement de la lame de pliage lorsque les éléments excentrés (12) sont fixes.
2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément excentré (12)
entoure un arbre (8) portant la lame de pliage (4) et est monté, à l'endroit de son
côté externe, de façon à pouvoir tourner dans le bâti de machine (1) par un palier
tournant (9).
3. Dispositif suivant la revendication 2, caractérisé en ce que l'élément excentré (12)
est agencé avec un blocage automatique (11, 20) sur l'arbre (8) de la lame de pliage
(4).
4. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le mécanisme de blocage
(14, 23) peut être serré fixement par un mécanisme de serrage dans la position angulaire
prédéterminée.
5. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le mécanisme de blocage
(14, 23) peut être verrouillé par un mécanisme de verrouillage (22) dans la position
angulaire prédéterminée.
6. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le mécanisme de blocage
(14, 23) peut être actionné par le mouvement du serre-flan supérieur (3).
7. Dispositif suivant la revendication 2, caractérisé en ce qu'un ensemble d'entraînement
(15) de la lame de pliage (4) est agencé sur un arbre (8), de la lame de pliage (4),
réglable par l'élément excentré (12).
8. Dispositif suivant la revendication 7, caractérisé en ce que l'ensemble d'entraînement
(15) est fixé au bâti de machine (1) par un ensemble de tringles à leviers (34, 35).