[0001] Die Erfindung betrifft ein flexibel einsetzbares Werkzeug zum Innenhochdruckumformen
und findet insbesondere bei der Bearbeitung einfacher oder doppelter Blechplatinen
Anwendung.
Es sind bereits zahlreiche Lösungen zum Innenhochdruckumformen von rotationssymmetrischen
Hohlkörpern der von zwei randseitig miteinander verbundenen Blechen bekannt. Das Umformen
einer Blechplatine unter Einwirkung eines hydraulischen Druckmittels zeigt DE 44 34
799 A1.
Dabei ist das Werkzeug in ein Ober- und Unterwerkzeug geteilt. In der Trennebene wird
die Platine angeordnet.
Im Unterwerkzeug ist dabei der Hochdruckraum und im Oberwerkzeug die Formkontur angeordnet.
Durch den hydraulischen Druck wird die Platine bis zum vollständigen Anliegen an die
Formkontur umgeformt. Eine Lösung zum Lochen mit Innendruck wird in DE 43 22 063 C1
beschrieben, wobei das Ausschneiden des Ausschnittes unmittelbar nach dem Innenhochdruckumformen
vorgenommen wird. Bei einem maximalen Innendruck erfolgt dabei ein Vorschneiden bis
auf eine Restwanddicke und bei einem verringerten Innendruck das Fertigschneiden.
Nachteil aller bekannten Verfahren ist, daß mit den bekannten Werkzeugen jeweils nur
eine Verfahrensvariante realisierbar ist.
[0002] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein flexibel einsetzbares Werkzeug zum
Innenhochdruckumformen zu entwickeln, mit welchem wahlweise eine Kombination der Verfahren
Umformen und/oder Schneiden mit Innendruck und das herkömmliche Umformen mit einem
Formstempel möglich ist.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des ersten Patentanspruches und den weiteren
Merkmalen in den Unteransprüchen gelöst. Das flexibel einsetzbare Werkzeug zum Innenhochdruckumformen
ist dabei in ein Werkzeugoberteil und ein Werkzeugunterteil in welchem der Innenhochdruck
erzeugt wird, unterteilt. Erfindungsgemäß sind im Werkzeugoberteil wahlweise Werkzeugelemente
in Form eines axial verschiebbaren Stempels und/oder einer Matrize angeordnet sind.
Im Werkzeugunterteil, dem Stempel und/oder der Matrize gegenüberliegend, befindet
sich der Hochdruckraum, der über eine Hochdruckbohrung mit einem Druckübersetzer des
Hochdrucksystems in Verbindung steht, so daß das zwischen Werkzeugoberteil und Werkzeugunterteil
angeordnete Blech durch örtliches Aufbringen des Druckes im Hochdruckraum entsprechend
der Wahl und Gestaltung der Werkzeugelemente in Form des Stempels und/oder der Matrize
umgeformt und/oder gelocht wird. Entsprechend der gewünschten Anforderungen kann der
Stempel als Schneidstempel, Formstempel oder Auswerfer ausgebildet sein.
Die im Werkzeugoberteil in Richtung zum Blech angeordnete Matrize dient dabei gleichzeitig
zur Führung des Stempels und weist ein zur Herstellung von Ausprägungen oder zur Kalibrierung
von Radien dienendes Formelement mit einer definierten Höhe auf, wobei der Stempel
um die Höhe des Formelementes verkürzt ist. Der Stempelweg des Stempels kann einmal
über integrierte Wegmeßsysteme am Lochzylinder oder über Distanzringe unter einem
direkt in die Matrizenhalteplatte eingebauten Kolben eingestellt bzw. begrenzt werden.
Zum mehrfachen Lochen des Bleches oder zum Einbringen mehrerer zusätzlicher Formelemente
können an der Kolbenstange des Zylinders mehrere Stempel in Form von Schneidstempeln
oder Formstempeln angeordnet sein.
Weiterhin können Stempel und Lochzylinder in einem definierten Winkel zur Blechoberfläche
geneigt sein.
Neben den Formelementen im Werkzeugoberteil kann auch die in Richtung zum Blech weisende
Oberfläche des Werkzeugunterteiles im Bereich des Hochdruckraumes vom Blech wegweisende
Formelemente in Form von Radien oder ringförmigen Abschrägungen aufweisen, so daß
beim Lochen gleichzeitig ein Durchzug oder ein ähnliches Formelement erzeugt wird.
Weiterhin kann im Hochdruckraum ebenfalls ein Formeinsatz angeordnet sein.
Der zur Erzeugung des Hochdruckes dienende Druckübersetzer, der über Hochdruckbohrungen
mit dem Hochdruckraum in Verbindung steht, ist direkt im Werkzeugunterteil angeordnet
und dessen Druckstange mit der zum Hochdruckraum führenden Hochdruckbohrung direkt
verbunden. Dadurch können die Kosten für das Hochdrucksystem wesentlich reduziert
werden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen und zugehörigen Zeichnungen
näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1a:
- Werkzeug mit einem Lochstempel vor dem Umformvorgang
- Fig. 1b:
- Werkzeug mit einem Lochstempel nach dem Umformen und Lochen
- Fig. 2a:
- Werkzeug mit einem Umformstempel vor dem Umformvorgang
- Fig. 2b:
- Werkzeug mit einem Umformstempel nach dem Umformvorgang
- Fig. 3:
- Werkzeug mit einem Stempel, dessen Oberfläche zur Herstellung der Formkonturen beim
Innenhochdruckumformen genutzt wird
- Fig. 4:
- Werkzeug, bei welchem durch den Stempel gegen Innendruck umgeformt wird
- Fig. 5:
- Werkzeug mit zwei Stempeln
- Fig. 6a:
- Werkzeug mit einem axial verschiebbaren Formstempel und einem Lochstempel in Ausgangsstellung
- Fig. 6b:
- Werkzeug gem. Fig. 6a nach dem ersten Umformvorgang mit dem Stempel
- Fig. 6c:
- Werkzeug gem. Fig. 6a nach Abschluß des Umformvorganges und des Lochens
- Fig. 7:
- Darstellung des Werkzeugen mit integriertem Hydraulikzylinder
- Fig. 8:
- Regelung des Stempelweges über Distanzringe
[0003] Das Werkzeug zum Innenhochdruckumformen weist gem. Fig. 1a und 1b ein Werkzeugoberteil
1 und ein Werkzeugunterteil 2 auf. Zwischen diesen beiden Werkzeughälften 1 und 2
wird die Blechplatine 3 eingelegt. Im Werkzeugunterteil 2 befindet sich ein Hochdruckraum
4, der über eine Hochdruckbohrung 5 mit dem Hochdrucksystem in Verbindung steht. Erfindungsgemäß
ist im Werkzeugoberteil 1 eine Matrize 6 mit einem axial verschiebbaren Stempel 7
angeordnet. Die Oberfläche 6a der Matrize 6 weist in Richtung zum Blech 3 die herzustellenden
Formelemente mit der Höhe h auf. Der Stempel 7 ist um die Hohe h des Formelementes
der Oberfläche 6a, zurückgesetzt bzw. verkürzt. Vor und während des Umformvorganges
(Fig. 1a) liegt die Stempelfläche 7a des Stempels 7 in einer Ebene mit der Oberfläche
6a, d.h. dem höchsten Punkt des Formelementes, der Matrize 6. Nach dem Innenhochdruckumformen
hat sich das Blech 3 vollständig an die Oberfläche 6a der Matrize 6 und an die Stempelfläche
7a des Stempels 7 angelegt.
Der Stempel 7 dient nun entsprechend der Anforderungen und seiner Ausbildung entweder
zum Lochen des umgeformten Bleches 3 unter Innendruck p oder nach dem Öffnen beider
Werkzeughälften 1 und 2 zum Auswerfen des umgeformten Teiles. Beim Lochen vollführt
der Stempel 7 unter Innendruck P entweder einen positiven Hub +H in Richtung des Bleches
3 und/oder einen negativen Hub -H in die entgegengesetzte Richtung. Dient der Stempel
7 als Auswerfer, erfolgt das Auswerfen nach dem Öffnen der Werkzeughälften 1 und 2
ohne Druck durch einen positiven Stempelhub in Richtung des Bleches 3. Gem. Fig. 1b
fungiert der Stempel 6 als Lochstempel. Durch einen negativen Rückhub -H in Pfeilrichtung
wurde durch den Innendruck das Blech gelocht.
In Fig. 2a und 2b ist der Stempel 7 als Formstempel ausgebildet. Er schließt ebenfalls
gem. Fig. 2a beim Innenhochdruckumformen mit seiner Stempelfläche 7a mit der in Richtung
zum Blech 3 weisenden zurückgesetzten Oberfläche 6a der Matrize 6 ab. Nach dem Innenhochdruckumformen
erfolgt eine axiale Vorschubbewegung V des Stempels 7 um den positiven Hub +H, so
daß das Blech 3 in einer zweiten Umformstufe durch den Stempel 7 unter Innendruck
P umgeformt wird (Fig. 2b).
Bei den vorgenannten Ausführungsbeispielen ist es auch möglich, den Stempel 7 in der
Matrize 6 noch weiter zurückzusetzen, so daß beim Innenhochdruckumformen ein zusätzliches
Formelement gebildet wird. Die ist auch in zwei Stufen möglich, d.h. in der ersten
Stufe schließt der Stempel 7 mit der Matrize 6 ab und wird nach dem Hochdruckumformen
zurückgefahren und in der zweiten Umformstufe wird das Blech in den dadurch entstandenen
freien Raum gezogen.
[0004] Eine weitere Ausführungsvariante, bei welchen der Stempel 7 über die Oberfläche 6a
der Matrize 6 in den Umformraum hinein ragt und an seiner Stempelfläche 7a Oberflächenelemente
zur Herstellung der gewünschten Oberflächenkontur enthält, zeigt Fig. 3. Durch das
Innenhochdruckumformen legt sich das Blech 3 an die Oberfläche 6a der Matrize und
an die Stempelfläche 7a des Stempels 7 an (gestrichelte Darstellung). Hierbei ist
es ebenfalls möglich das Blech 3 mit Innendruck in einer zweiten Umformstufe durch
einen entsprechenden positiven Hub +H des Stempels 7 weiter umzuformen.
In Fig. 4 weist die Matrize 6 eine ebene am Blech anliegende Oberfläche 6a ohne Formelement
auf. In der Matrize 6 ist der Stempel 7 ebenfalls axial beweglich angeordnet. Durch
den Stempel 7 erfolgt unter Innendruck ein Tiefziehen des Bleches 3 in Richtung des
Hochdruckraumes 4.
Eine Ausführungsvariante, bei welcher zum mehrfachen Lochen des Bleches oder zum Einbringen
mehrerer zusätzlicher Formelemente an der Kolbenstange 8 des Zylinders 9 mehrere Stempel
7 angeordnet sind zeigt Fig. 5.
Die Stempel 7 werden dabei über Klemmplatten 8 mit der Kolbenstange 9 des Lochzylinders
10 verbunden. Geführt wird der Stempel 7 in der Matrize 6.
[0005] Eine Kombination des erfindungsgemäßen Werkzeuges mit einem verschiebbaren Formstempel
7 , der einen mittig angeordneten, ebenfalls axial verschiebbaren Lochstempel 7.1
aufweist, zeigt Fig. 6a bis 6c. Im Werkzeugunterteil 2 ist ein Formelement 11 angeordnet.
Die Fig. 6a stellt die Ausgangsposition dar. Der Formstempel 7 und der Lochstempel
7.1 sind dabei beide um das Maß h zurückgesetzt.
In der ersten Umformstufe gem. Fig. 6b erfolgt ein Vorziehen mit dem Stempel 7 mit
einem positiven Hub +H (Fig. 6a) bei einem Innendruck in Höhe von ca. 300 bar. Das
Blech 3 bildet sich im Hochdruckumformraum 4 frei aus. In der zweiten Umformstufe
wird ein langsames zurückfahren des Stempels 7 in die Endposition bei gleichzeitig
erhöhtem Innendruck durchgeführt. Der erhöhte Innendruck kann dabei ein Vielfaches
des geringeren Druckes betragen und richtet sich nach dem Werkstoff und der herzustellenden
Oberflächenkontur des Bleches. Im Anschluß daran erfolgt mit dem Lochstempel 7.1 unter
Innendruck das Lochen (Fig. 6c).
[0006] In Fig. 7 wird die gesamte Einrichtung zum Innenhochdruckumformen dargestellt. Direkt
am Werkzeugunterteil 1 ist über eine Distanzbuchse 12 der Hydraulikzylinder 13 angeflanscht.
Von diesem wird der Druck über eine Druckstange 14 und die Druckzuführung 5 zum Hochdruckraum
4 im Werkzeugunterteil 2 geleitet. Über ein Wegmeßsystem 15 wird der Stempelweg geregelt
bzw. gesteuert. Es sind vorteilhafter Weise zwei voneinander unabhängige Lochzylinder
L1 und L2 vorgesehen, so daß voneinander unabhängig gelocht oder mit dem jeweiligen
Stempel umgeformt werden kann. Die Lochzylinder L1 und L2 sind an einer Zylinderhalteplatte
16 befestigt.
Eine weitere Möglichkeit zur Steuerung des Stempelweges wird in Fig. 8 gezeigt. Dabei
erfolgt die Wegbegrenzung über eine Distanzplatte, die wahlweise entsprechend der
Hubrichtung über oder unter der Klemmplatte angeordnet wird. entsprechend wird die
Ölzufuhr der Ölzuleitungen geregelt. Bei dieser Ausführungsvariante können die Lochzylinder
und die Zylinderhalteplatte 16 entfallen.
Der Kolben 18 wird direkt im Werkzeugoberteil 1 geführt.
Über dem Kolben 18 ist ein Dichtflansch 19 vorgesehen und unter dem Kolben 18 ist
über eine Klemmplatte 20 eine Distanzplatte 17 so angeordnet, daß zwischen der Klemmplatte
und der Matrize 6 ein Abstand entsprechend des erforderlichen Hubes vorhanden ist.
In diesen Raum führt die zweite Ölzuleitung 22. Die erste Ölzuleitung 21 wird an der
Oberseite des Kolbens 18 zugeführt. In Ausgangsstellung schlägt der Kolben 18 an der
Dichtflansch an. Bei Druckbeaufschlagung über die erste Ölzuleitung 21 wird der Kolben
18 mit dem Stempel 7 nach unten bewegt (positiver Hub), bis die Klemmplatte 20 an
der Matrize 6 anschlägt. Der Rückhub erfolgt über die zweite Ölzuleitung 22. Durch
die Dicke der Distanzplatte 17 kann dabei der Hub eingestellt werden. Bei Lochen mit
negativem Hub wird die Distanzplatte umgesetzt und schlägt in die Ausgangsstellung
an der Matrize 6 an und wird in Richtung des Dichtflansches 19 bewegt. Durch diese
erfindungsgemäße Bauform wird ein einfacher Aufbau und eine kleine Baugröße gewährleistet.
Mit der erfindungsgemäßen Losung wird ein variabel einsetzbaren Werkzeug zum Innenhochdruckumformen
geschaffen, mit welchem es erstmalig möglich ist, auf elegante Weise unterschiedliche
Umformprozesse entsprechend der jeweiligen Anforderungen durchzuführen. Der Stempel
kann dabei als Formstempel, Lochstempel oder Auswerfer ausgebildet sein. Sowohl bei
der Ausbildung als Formstempel als auch bei Ausbildung als Auswerfer kann in diesen
ein weiterer Lochstempel mittig angeordnet sein.
Durch die verschiedenen Ausführungsmöglichkeiten und die Austauschbarkeit der einzelnen
Elemente wird eine vielseitige Anwendung möglich.
Die Ankopplung bzw. Integration des Hydraulikzylinders verringert die Kosten des gesamten
Werkzeuges wesentlich.
1. Flexibel einsetzbares Werkzeug zum Innenhochdruckumformen unter Anwendung eines Werkzeugoberteiles
(1) und eines Werkzeugunterteiles (2) in welchem der Innenhochdruck erzeugt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß im Werkzeugoberteil (1) wahlweise Werkzeugelemente in Form eines axial verschiebbaren
Stempels (7) und/oder einer Matritze (6) angeordnet sind und daß sich im Werkzeugunterteil
(2), dem Stempel (7) und/oder der Matritze (6) gegenüberliegend, ein Hochdruckraum
(4) befindet, welcher ebenfalls durch Formeinsätze gestaltet werden kann und der über
eine Hochdruckbohrung (5) mit einem Druckübersetzer des Hochdrucksystems in Verbindung
steht, so daß das zwischen Werkzeugoberteil (1) und Werkzeugunterteil (2) angeordnete
Blech (3) durch örtliches Aufbringen des Druckes im Hochdruckraum (4) entsprechend
der Wahl und Gestaltung der Werkzeugelemente in Form des Stempels (7) und/oder der
Matritze (6) umgeformt und/oder gelocht wird.
2. Flexibel einsetzbares Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stempel (7) als Schneidstempel, Formstempel oder Auswerfer ausgebildet ist.
3. Flexibel einsetzbares Werkzeug nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hochdruckraum (4) mit einem Formeinsatz (8) versehen ist.
4. Flexibel einsetzbares Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die in Richtung zum Blech (3) angeordnete Matritze (6) zur Führung des Stempels
(7) dient und ein zur Herstellung von Ausprägungen oder zur Kalibrierung von Radien
dienendes Formelement mit der Höhe (h) aufweist und daß der Stempel (7) um die Höhe
(h) des Formelementes verkürzt ist.
5. Flexibel einsetzbares Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet daß der Stempelweg des Stempels (7) über eine Distanzplatte (16) begrenzt bzw. eingestellt
wird.
6. Flexibel einsetzbares Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zum mehrfachen Lochen des Bleches oder zum Einbringen mehrerer zusätzlicher Formelemente
an der Kolbenstange (9) des Zylinders (10) mehrere Stempel (7) in Form von Schneidstempeln
oder Formstempeln angeordnet sind.
7. Flexibel einsetzbares Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß Stempel (7) und Lochzylinder (10) in einem definierten Winkel (α) zum Blech (3)
geneigt sind.
8. Flexibel einsetzbares Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die in Richtung zum Blech (3) weisende Oberfläche des Werkzeugunterteiles (2)
im Bereich des Hochdruckraumes (4) vom Blech (3) wegweisende Formelemente in Form
von Radien oder ringförmigen Abschrägungen aufweist, so daß beim Lochen gleichzeitig
ein Durchzug oder ein ähnliches Formelement erzeugt wird.
9. Flexibel einsetzbares Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Erzeugung des Hochdruckes dienende Hydraulikzylinder (13), der über Hochdruckbohrungen
(5) mit dem Hochdruckraum (4) in Verbindung steht, direkt im Werkzeugunterteil (2)
angeordnet und dessen Druckstange (14) mit der zum Hochdruckraum (4) führenden Hochdruckbohrung
(5) direkt verbunden ist.