[0001] Die Erfindung betrifft eine Aufspulmaschine zum Aufwickeln eines kontinuierlich anlaufenden
Fadens gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eine derartige Aufspulmaschine ist aus der EP 0 374 536 bekannt. Hierbei werden die
Antriebe für die Spulspindel, den Revolver und die Changierung mittels einer Antriebselektronik
gesteuert. Darüber hinaus weist die bekannte Aufspulmaschine weitere Elektronikkomponenten
auf, die zur Steuerung des Spulvorgangs sowie des Spulenwechsels dienen. Wie beispielsweise
aus dem Firmenprospekt der Anmelderin "Elektronik-Systeme, Elektronik-Komponenten"
bekannt ist, sind derartige Elektronikkomponenten sowie die Elektrik zur Steuerung
der Antriebe in einem Schaltschrank angeordnet, der in der Nähe der Aufspulmaschine
aufgestellt ist. Die Bedienung der Aufspulmaschine erfolgt jedoch direkt an der Maschine
an einem hierfür vorgesehenen Bedientableau. Es hat sich nun herausgestellt, daß insbesondere
zu Diagnosezwecken diese Anordnung zu dem Problem führt, daß die Bedienperson vom
Schaltschrank aus nicht den Arbeitsablauf der Maschine steuern kann. Desweiteren ist
eine individuelle Einstellung der Antriebsparameter nur bedingt möglich, da die steuerungsrelevanten
Parameter aus einer zentralen Maschinensteuerung der Aufspulmaschine vorgegeben werden.
[0003] Demgegenüber ist es Aufgabe der Erfindung, eine Aufspulmaschine der eingangs genannten
Art derart weiterzubilden, daß die Prozeßsteuerung zentral an der Aufspulmaschine
durch eine Bedienperson vorgebbar, veränderbar und prüfbar ist.
[0004] Ein weiteres Ziel der Erfindung ist es, eine möglichst kurze und kompakte Aufspulmaschine
zu schaffen.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Antriebselektronik und
die Steuerungselektronik zu je einer Elektronikeinheit zusammengefaßt und an dem Träger
über eine Teillänge verteilt angeordnet sind. Die Steuerungselektronik umfaßt hierbei
die üblicherweise auf Steckkarten integrierten Schaltungen und deren Bauteile. Die
Antriebselektronik umfaßt im wesentlichen die zur Energieversorgung der Antriebe erforderlichen
Bauteile wie beispielsweise Wechselrichter. Durch die Anordnung der Elektronikeinheiten
an dem Träger, an welchem auch das Bedientableau zur Bedienung der Aufspulmaschine
angeordnet ist, wird eine zentrale Bedienung der durch die Steuerungselektronik und
Antriebselektronik bewirkten Maschinenfunktionen möglich. Die Befestigung der Elektroeinheit
an dem Träger, der gleichzeitig die Changierung aufnimmt, führt zu einer sehr kompakten
und raumsparenden Bauweise der Aufspulmaschine. Die Elektronikeinheiten sind dabei
derart an dem Träger befestigt, daß die im Träger auftretenden Schwingungen nicht
zu Störungen des Elektronikaufbaus führen.
[0006] Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, daß im wesentlichen sämtliche
Elektronikkomponenten der Aufspulmaschine zu einer Elektronikeinheit zusammengfaßt
sind, wobei die Elektronikeinheit einen Zentralprozessor aufweist. Diese Elektronikeinheit
ist mit einem Anschluß zur Energieversorgung sowie mit einem Anschluß zum Datentransfer
ausgesattet. Der Vorteil dieser erfindungsgemäßen Aufspulmaschine liegt darin, daß
die Steuerung durch nur einen Zentralprozessor erfolgt. Damit kann die Aufspulmaschine
unabhängig von einer externen zentralen Maschinensteuerung individuell programmiert
und betrieben werden. Insbesondere für Diagnose- und Testzwecken ist eine derartige
Anordnung vorteilhaft.
[0007] Indem alle Elektrofunktionen in einer Einheit zusammengefaßt sind, entfallen doppelt
installierte Unterfunktionen, wie z. B. Schnittstellenanschlüsse und Spannungsversorgung.
Alle Elektronikfunktionen der Spulmaschine werden somit nur vom Zentralprozessor gesteuert.
Die Anbindung an eine externe zentrale Maschinensteuerung, die die Aufspulmaschine
einer Anlage überwacht, besteht nur zur Datenübermittlung.
[0008] Die Anordnung der Elektronikeinheit auf der Bedienseite der Maschine ist insbesondere
von Vorteil, um neben der Bedienung auch die Diagnose direkt vom Bedientableau durchzuführen.
Dabei kann die Diagnoseinformation direkt auf dem Display des Bedientableaus angezeigt
werden.
[0009] Diese Anordnung führt zudem zu einer wesentlichen Erhöhung der Maschinensicherheit,
da alle von der Bedienperson auszuführenden Tätigkeiten vor Kopf an der Aufspulmaschine
vorgenommen werden können. Der aufgrund der rotierenden Teile besonders gefährliche
Bereich an der Längsseite des Spulkopfes braucht von der Bedienperson nicht durchquert
werden.
[0010] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Aufspulmaschine sieht vor, daß die Leistungselektronik
und die Steuerelektronik in der Elektroeinheit voneinander gekapselt angeordnet sind.
Damit läßt sich eine elektrische Abschirmung verwirklichen, so daß eine gegenseitige
Beeinflussung bzw. Störung, insbesondere die Einwirkung der Leistungselektronik auf
die Steuerelektronik, vermieden wird.
[0011] Die Anordnung der Leistungselektronik an einer mit einem Kühlkörper in wärmeleitendem
Kontakt stehenden Platte oder direkt an dem Kühlkörper besitzt den Vorteil, daß die
Verlustwärme dort, wo sie entsteht, direkt an die Umgebung abgeführt werden kann.
Der Kühlkörper kann hierbei eine Vielzahl von Kühlrippen aufweisen, um eine möglichst
große Kühlfläche zu erzeugen. Zur Unterstützung der Kühlwirkung ist es ebenso von
Vorteil, wenn der Kühlkörper mittels eines Kühlluftstromes angeblasen wird.
[0012] Der Kühlkörper kann vorteilhaft direkt am Träger ausgebildet sein. Beispielsweise
könnte der Kühlkörper ein Deckel sein, der einen die Elektronikeinheit aufhehmenden
Hohlträger verschließt.
[0013] Die Ausbildung des Trägers als U-Profil bietet einen Einbauraum für die Elektronikeinheit
ohne zusätzliches Gehäuse.
[0014] Eine weitere vorteilhalte Ausbildung der Aufspulmaschine ermöglicht es, daß die in
jeder Spinnstelle eingesetzten Fadenbruchwächter direkt über eine Signalleitung mit
dem Zentralprozessor der Elektroeinheit verbunden ist. Dadurch erfolgt eine Auswertung
der Signale direkt in der Aufspulmaschine, so daß eine entsprechend schnelle Reaktion
auf etwaige Fadenbrüche erfolgen kann. Des weiteren minimiert sich der Verdrahtungsaufwand
zur Überwachung der Fadenbruchwächter, da eine Anbindung an die externe zentrale Maschinensteuerung
nicht benötigt wird.
[0015] Weitere Vorteile sowie ein Ausführungsbeispiel sind im folgenden unter Hinweis auf
die beigefügten Zeichnungen näher beschrieben.
[0016] Es stellen dar:
- Fig. 1
- schematisch eine Aufspulmaschine mit Elektronikeinheit;
- Fig. 2
- ein schematisches Blockschaltbild der Elektronikeinheit aus Fig. 1;
- Fig. 3
- eine schematische Anordnung der Leistungselektronik und Steuerelektronik innerhalb
der Elektroeinheit;
- Fig. 4
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Aufspulmaschine mit Elektronikeinheiten.
[0017] In Fig. 1 ist schematisch ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Aufspulmaschine
gezeigt.
[0018] Die Aufspulmaschine weist ein Maschinengestell 1 auf. In dem Maschinengestell 1 ist
ein drehbarer Spindelträger (hier nicht dargestellt) gelagert. Der beispielsweise
als Revolver ausgeführte Spindelträger wird mittels dem Revolverantrieb 6 bewegt.
An dem Spindelträger sind die Spulspindeln 2 und 3 auskragend drehbar gelagert. Die
Spulspindel 2 wird hierbei mittels dem Spindelmotor 4 angetrieben. Die Spulspindel
3 ist mit dem Spindelmotor 5 verbunden. Auf der Spulspindel 2 werden die Spulen 8
gewickelt. Hierzu läuft in jeder Wickelstelle ein Faden 12 über einen Kopffadenführer
11 zu einer Changiereinrichtung 10. Dem Kopffadenführer 11 ist ein Fadenbruchwächter
13 vorgeschaltet. Die Changiereinrichtung ist an dem Träger 7 befestigt. In Fadenlaufrichtung
hinter der Changiereinrichtung läuft der Faden 12 auf eine Andrückwalze 9 auf und
wird mittels der Andrückwalze 9 auf der Spulenoberfläche der Spule 8 abgelegt. Hierzu
wird die Andrückwalze 9 von dem Faden 12 teilumschlungen. Die Andrückwalze 9 liegt
auf der Spulenoberfläche der Spule 8 mit einem bestimmten Anpreßdruck an. Während
der Aufspulung wird der Spindelmotor 4 derart geregelt, daß die Umfangsgeschwindigkeit
der Spule konstant bleibt. Hierzu wird die Umfangsgeschwindigkeit der Andrückwalze
zur Regelung ständig erfaßt. Die dargestellte Aufspulmaschine weist hier insgesamt
6 Aufwickelstellen auf, die alle gleich aufgebaut sind, so daß die Beschreibung analog
zu jeder Spinnstelle gilt.
[0019] An dem Träger 7 ist eine Elektroeinheit 15 befestigt. Die Elektroeinheit 15 steht
mit einem Kühlkörper 14 in wärmeleitendem Kontakt. Auf der Bedienseite der Aufspulmaschine,
von der aus die Spulen 8 nach erfolgter Vollwicklung durch Leerhülsen ausgetauscht
werden, weist die Elektronikeinheit 15 ein Bedientableau 16 auf. Die Elektronikeinheit
ist mit den Antrieben 4, 5 und 6 durch die Leitungen 35 verbunden. Ebenso ist der
Changierantrieb sowie ein Antrieb der Andrückwalze mit der Elektroeinheit verbunden.
Eine Signalleitung führt zu den Fadenbruchwächtern 13 zu der Elektronikeinheit.
[0020] In der gezeigten Betriebsstellung der Aufspulmaschine aus Fig. 1 befindet sich die
Spulspindel 2 in der Betriebsstellung. Die Spulspindel 3 mit den aufgespannten Leerhülsen
34 ist in Warteposition. Sobald die Spulen 8 auf der Spulspindel 2 vollgewickelt sind,
werden die Positionen der Spulspindeln 2 und 3 durch Drehung des Revolvers gewechselt.
[0021] In Fig. 2 ist ein schematisches Blockschaltbild von der Elektronikeinheit aus in
Fig. 1 gezeigt. Hierbei sind die Antriebselektronik 36, die Steuerungselektrik 37
und das Bedientableau 16 zusammengeführt. Die Antriebselektronik 36 weist im wesentlichen
die Bauteile zur Energieversorgung der Antriebe auf, wobei die Wechselrichter innerhalb
der Antriebselektronik zu einer Leistungselektronik als Einheit zusammengefaßt sind.
Die Steuerungselektronik umfaßt im wesentlichen die Schaltungen zur Steuerung der
Maschinenfunktionen sowie die Schaltungen zur Datenkopplung mit einer externen Maschinensteuerung,
die beispielsweise einen gesamten Spinnprozeß steuert und überwacht. Hierbei können
die Schaltungen als einzelne Steuerkarten ausgeführt sein. Das Kernstück der Elektronikeinheit
15 stellt der Zentralprozsssor 17 dar, der sowohl die Antriebselektronik 36 als auch
die Steuerungselektronik 37 steuert. Der Zentralprozessor 17 ist über einen Stecker
27 mit einer Signalleitung 18 verbunden. Die Signalleitung 18 führt zur zentralen
Maschinensteuerung. Hierüber werden Daten der Maschine sowie des Prozesses an die
zentrale Maschinensteuerung weitergeleitet. Diese Daten sind insbesondere zur gesamten
Prozeß- und Transportleittechnik erforderlich.
[0022] Des weiteren ist der Zentralprozessor 17 über den Stecker 26 mit der Signalleitung
20 verbunden. Die Signalleitung 20 verbindet den Fadenbruchwächter 13 mit dem Zentralprozessor
17. Die Energieversorgung der Elektronikeinheit 15 erfolgt über die Leitung 19. Der
Zentralprozessor 17 übernimmt nun die Steuerung aller elektrischen Funktionen des
Spulkopfes. Hierzu sind die Wechselrichter 21.1 bis 21.5 mit dem Zentralprozessor
17 gekoppelt. Über die Wechselrichter 21 werden die Antriebe 22 angesteuert. Die Anbindung
der Antriebe 22 erfolgt durch die Leitung 35. Als Antriebe im Spulkopf sind hierbei
die bereits in Fig. 1 gezeigten Antriebe der Spulspindel und des Revolvers angesteuert.
Des weiteren werden hierüber die Antriebe der Changierung sowie der Andrückwalze gesteuert.
Der Zentralprozessor 17 ist ebenfalls mit einem Signaleingang 23 und einem Signalausgang
24 verbunden. Hierüber erfolgt die Anbindung von Sensoren und Aktoren der Aufspulmaschine.
Zur Übermittlung von Analogdaten ist ein Analogeingang, -ausgang 25 vorgesehen. Der
Analogeingang, -ausgang könnte biespielsweise zum Anbinden einer Anpreßdruckregelung
der Andrückwalze dienen. Weiterhin ist der Zentralprozessor 17 mit dem Bedientableau
16 gekoppelt. Durch diese Integration der Elektrokomponenten ist es mit wenig Aufwand
möglich, eine Diagnose (Prozeßablauf, Steuerungsablauf, Troubleshooting) an dem integrierten
Bedientableau durchzuführen. Der Zentralprozessor 17 übernimmt die komplette elektronische
Anbindung des Spulkopfes.
[0023] In Fig. 3 ist ein Längsschnitt der Elektronikeinheit schematisch dargestellt. Hierbei
ist innerhalb der Elektronikeinheit ein Abschirmblech 31 zwischen der Leistungselektronik
38 und der Steuerungselektronik 37 angeordnet. Innerhalb der Leistungselektronik 38
sind die Leistungshalbleiter bzw. die Wechselumrichter 21.1 bis 21.5 an einem Kühlkörper
14 befestigt. Der Kühlkörper 14 weist an der gegenüberliegenden Seite zur Leistungselektronik
hierbei parallel zueinander ausgerichtete Kühlrippen 32 auf. Die Anbindung der Spulkopfkomponenten
erfolgt über den Stecker 33, der innerhalb der Leistungseleketronik angeordnet ist.
Die Leistungseleketronik 38 umfaßt ferner die Leistungsmodule 29, die als Wechselrichtermodul
für die Ansteuerung der Antriebe eingesetzt sind. Auf der zum Träger 7 hingewandten
Seite befindet sich die Steuerungselektronik 37. Die Steuerungselektronik 37 umfaßt
die Steuerkarten 30 sowie den Zentralprozessor 17. Ebenso ist das Bedientableau 16
im Bereich der Steuerelektronik angeordnet. Die Dateneingabe und/oder - ausgabe erfolgt
über den Stecker 27.
[0024] Bei dieser Anordnung werden alle Sensor- und Motorleitungen in einem Steckerteil
33 zusammengefaßt. Alle internen Spulkopfverbindungen werden somit ohne zusätzliche
Schraubanschlüsse hergestellt. An der vorgesehenen Einbaustelle wird die komplett
vorgeprüfte Elektronikeinheit auf dem Träger eingeschoben und arretiert.
[0025] In Fig. 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Aufspulmaschine
mit Elektronikeinheiten gezeigt. Der mechanische Aufbau der Spulmaschine ist im wesentlichen
zu dem Aufbau der Aufspulmaschine aus Fig. 1 identisch. Somit haben funktionsgleiche
Bauteile gleiche Bezugszeichen erhalten. Ebenso wird auf die Beschreibung aus der
Fig. 1 Bezug genommen.
[0026] Die Aufspulmaschine weist ein Maschinengestell 1 auf, das mit einem im wesentlichen
horizontal auskragenden Träger 7 verbunden ist. An dem Träger 7 ist eine Platte 45
befestigt, die zur Aufnahme einer Changiereinrichtung 10 und einer Andrückwalze 9
dient. Die Andrückwalze 9 ist an einem Ende einer Schwinge 41 drehbar gelagert. Die
Schwinge 41 ist mit der Platte 45 über ein Schwenklager 44 gekoppelt. An der Schwinge
41 ist der Träger 42, der die Changiereinrichtung 10 trägt, angeordnet.
[0027] Die Andrückwalze 9 liegt an einer zu wickelnden Spule 8 an. Die Spule 8 ist auf einer
angetriebenen Spulspindel 2 aufgespannt. Die Spulspindel 2 ist drehbar auskragend
an einem Spulrevolver 40 gelagert. An dem Spulrevolver 40 ist exzentrisch um 180°
versetzt zu der Spulspindel 2 eine weitere Spulspindel 3 auskragend drehbar gelagert.
Die Spulspindel 3 trägt eine Vollspule 39.
[0028] Der Träger 7 ist in der Fig. 4 im Querschnitt gezeigt. Der Träger 7 besitzt einen
U-förmigen Querschnitt. Zwischen den Schenkeln des U-förmigen Trägers 7 ist die Antriebselektronik
36 und die Steuerungselektronik 37 jeweils als Elektronikeinheit angeordnet. Hierbei
ist die Einheit der Steuerungselektronik 37 am Nutgrund des Trägers 7 befestigt. Die
Einheit der Antriebselektronik 36 ist auf der gegenüberliegenden Seite an einem Deckel
43 angebracht. Der Deckel 43 ist an den freien Enden der Schenkel des Trägers 7 angeordnet
und bildet mit dem Träger 7 einen geschlossenen Innenraum. Zwischen der Antriebselektronik
36 und der Steuerungselektronik 37 ist eine Isolierwand 31 angeordnet. Durch die Isolierwand
31 wird sowohl eine elektromagnetische Abschirmung sowie eine Wärmedämmung zwischen
der Antriebselektronik 36 und der Steuerelektronik 37 realisiert. Der Deckel 43 ist
als Kühlkörper ausgeführt, der auf der Außenseite mehrere Kühlrippen 32 angeformt
hat.
[0029] Die Anbindung der Antriebselektronik sowie der Steuerelektronik an die außerhalb
der Einheiten angeordneten Elektronik wie beispielsweise Sensoren und Aktoren ist
in der Fig. 4 nicht gezeigt.
[0030] Bei dieser Ausführung ist ebenfalls das Bedientableau in Nähe der Steuerungselektronik
37 angeordnet. Die Antriebselektronik 36 und die Steuerungselektronik 37 sind über
Steckanschlüsse miteinander gekoppelt. Somit lassen sich alle Maschinenfunktionen
über eine zentrale Stelle bedienen.
[0031] Bei der in Fig. 4 gezeigten Ausführung sind die Elektroeinheiten der Antriebselektronik
36 und der Steuerungselektronik 37 übereinander an dem Träger 7 angebracht. Grundsätzlich
können die Elektronikeinheiten auch in Längsrichtung hintereinander an dem Träger
7 befestigt sein.
BEZUGSZEICHENAUFSTELLUNG
[0032]
- 1
- Maschinengestell
- 2
- Spulspindel
- 3
- Spulspindel
- 4
- Spindelmotor
- 5
- Spindelmotor
- 6
- Revolverantrieb
- 7
- Träger
- 8
- Spule
- 9
- Andrückwalze
- 10
- Changiereinrichtung
- 11
- Fadenführer
- 12
- Faden
- 13
- Fadenbruchwächter
- 14
- Kühlkörper
- 15
- Elektronikeinheit
- 16
- Bedientablleau
- 17
- Zentralprozessor
- 18
- Signalleitung
- 19
- Energieversorgungsleitung
- 20
- Signalleitung
- 21
- Wechselrichter
- 22
- Antrieb
- 23
- Signaleingang
- 24
- Signalausgang
- 25
- Analogeingang, -ausgang
- 26
- Stecker
- 27
- Stecker
- 28
- Deckel
- 29
- Leistungsmodul
- 30
- Steuerkarten
- 31
- Abschirmwand, Isolierwand
- 32
- Kühlrippen
- 33
- Stecker
- 34
- Leerhülse
- 35
- Leitung
- 36
- Antriebselektronik
- 37
- Steuerungselektronik
- 38
- Leistungselektronik
- 39
- Vollspule
- 40
- Spulrevolver
- 41
- Schwinge
- 42
- Träger
- 43
- Deckel
- 44
- Schwenklager
- 45
- Platte
1. Aufspulmaschine zum Aufwickeln mehrerer kontinuierlich anlaufender Fäden (12) auf
Spulen (8), welche hintereinander fluchtend auf einer angetriebenen auskragend gelagerten
Spulspindel (2) aufgespannt sind,
mit einer der Fadenzahl entsprechenden Zahl von angetriebenen Changiereinrichtungen
(10), die an einem balkenförmigen Träger (7) angebracht sind, welcher Träger (7) auskragend
an einem Machinengestell (1) angebracht ist,
mit einer Antriebselektronik (36) zur Energieversorgung der Antriebe (22),
mit einer Steuerungselektronik (37) zur Steuerung der Aufspulmaschine und zur Datenkopplung
der Ein- und Ausgänge an eine zentrale Maschinensteuerung und mit einem an dem Träger
(7) angeordneten Bedientableau (16) zur Bedienung der Aufspulmaschine,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Antriebselektronik (36) und die Steuerungselektronik (37) zu je einer Elektronikeinheit
zusammengefaßt und an dem Träger (7) über eine Teillänge verteilt angeordnet sind.
2. Aufspulmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Antriebselektronik (36), die Steuerungselektronik (37) und das Bedientableau (16)
zu einer Elektronikeinheit (15) zusammengefaßt sind, daß die Elektronikeinheit (15)
mit einem Energieversorgungsanschluß und einem Signaltransferanschluß ausgestattet
ist, daß die Elektronikeinheit (15) einen Zentralprozessor (17) aufweist und daß der
Zentralprossezor (17) alle Maschinenfunktionen steuert.
3. Aufspulmaschine nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Elektronikeinheit (15) auf der Bedienseite der Maschine, von der aus die Vollspulen
(34) gegen die Leerhülsen getauscht werden, angebracht ist.
4. Aufspulmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Antriebselektronik (36) eine Leistungselektronik (38) aufweist, welche mehrere
die Antriebe (22) versorgende Wechselrichter (21) aufnimmt, und daß die Leistungselektronik
(38) und die Steuerungselektronik (37) in der/die Elektronikeinheit/en (15) gekapselt
zueinander angeordnet sind.
5. Aufspulmaschine nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Leistungselektronik (38) wärmeübertragend an einem Kühlkörper (14) befestigt ist.
6. Aufspulmaschine nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Kühlkörper (14) durch den Träger (7) gebildet wird.
7. Aufspulmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Träger (7) zur Aufnahme der Elektronikeinheit/en (15) einen U-förmigen Querschnitt
aufweist, wobei die Elektronikeinheit/en (15) zwischen den Schenkeln des Trägers (7)
angeordnet ist/sind.
8. Aufspulmaschine nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
an den freien Enden der Schenkel des Trägers (7) ein Deckel (28) angebracht ist, der
als Kühlkörper aus gebildet.
9. Aufspulmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
ein Fadenbruchwächter (13) über eine Signalleitung (20) mit dem Zentralprozessor (17)
der Elektronikeinheit (15) verbunden ist.