[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Färben von textilen Substraten
mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1.
[0002] Neben der klassischen Färberei im wäßrigen System wird heute zunehmend auf ein Färbeverfahren
hingewiesen, bei dem das wäßrige System durch ein überkritisches Fluid ersetzt wird.
[0003] Die DE 39 06 724 beschreibt die allgemeinen Parameter, die für die Färbung von Polyester
in überkritischen Fluiden zu berücksichtigen sind. Konkret wird dann im Beispiel 1
der DE 39 06 724 die Färbung eines Polyestergewebes beschrieben, derart, daß dieses
Polyestergewebe mit einer Farbstoffkombination, bestehend aus drei Dispersionsfarbstoffen,
bei einem Flottenverhältnis von 1:7 in einem Laborfärbeapparat unter Anwendung von
überkritischem Kohlendioxid gefärbt wird. Hierbei läßt diese DE 39 06 724 A offen,
wie dieser Laborfärbeapparat aufgebaut ist.
[0004] Ein Verfahren mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1 ist aus einer
Veröffentlichung in Chemiefasern/Textilindustrie 41./93. Jg. Februar 1991 mit dem
Titel "Färbung von Polyester in überkritischem CO
2" zu entnehmen. In dieser Veröffentlichung wird schematisch in Abbildung 10 ein entsprechender
Färbeautoklave gezeigt, wobei fußseitig im Färbeautoklave ein Rührer positioniert
ist. Oberhalb des Rührers befindet sich ein rohrförmiger Warenträger, auf den das
zu färbende Polyestergewebe aufgewickelt wird. Nachdem der Färbeautoklave dann mit
dem den Farbstoff enthaltenden überkritischen Fluid gefüllt ist, wird diese überkritische
Färbeflotte durch den fußseitig angeordneten Rührer umgewälzt.
[0005] Die zuvor beschrieben bekannte Färbeapparatur mag zwar eine Färbung von Polyestergarnen
in überkritischen Fluiden im Labormaßstab ermöglichen, ist jedoch nicht dazu geeignet,
im Praxismaßstab textile Substrate zu färben. Dies hängt damit zusammen, daß bei der
Färbung im Praxismaßstab abhängig von der jeweiligen Farbtiefe erhebliche Mengen Farbstoff
dem überkritischen Fluid zugesetzt werden müssen, um so die erwünschte Farbe einzustellen.
Desweiteren ist es bei Praxisfärbungen erforderlich, durch Zusatz von einem Farbstoff
oder mehreren Farbstoffen die einmal erzielte Farbe zu nuancieren, was jedoch dann
nicht gegeben ist, wenn der jeweils verwendete Färbeautoklave bereits mit der überkritischen
Farbstoffflotte gefüllt ist.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der angegebenen
Art zur Verfügung zu stellen, mit dem es möglich ist, innerhalb von kürzester Zeit
eine einstellbare Farbstoffmenge dem für die Färbung verwendeten überkritischen Fluid
zuzusetzen.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0008] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Färben eines textilen Substrates, insbesondere
zum Färben von auf mindestens einer Spule aufgewickeltem Polyestergarn, wird zunächst
das zu färbende textile Substrat in einem Autoklaven angeordnet. In dem Autoklaven
wird das zu färbende textile Substrat dann mit einem, mindestens einen Farbstoff aufweisenden
überkritischen Fluid durchströmt und/oder angeströmt. Um bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren das hierfür eingesetzte überkritische Fluid mit dem jeweiligen Farbstoff
bzw. der Farbstoffkombination, mit dem bzw. mit der die Färbung durchgeführt werden
soll, zu beladen, wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zunächst ein Hilfsfluid
mit dem entsprechenden Farbstoff bzw. der Farbstoffkombination beaufschlagt. Anschließend
wird dieses mit Farbstoff bzw. Farbstoffen beladene Hilfsfluid mit dem bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren eingesetzten überkritischen Fluid in Kontakt gebracht, so daß hiernach das
textile Substrat mit dem den mindestens einen Farbstoff aufweisenden überkritischen
Fluid angeströmt bzw. durchströmt wird.
[0009] Auf diese Weise gelingt es, bei dem erfindungsgemäßen Verfahren innerhalb kürzester
Zeit eine ausreichende und insbesondere eine maximale Beladung des für die Färbung
eingesetzten überkritischen Fluid mit dem Farbstoff bzw. der Farbstoffkombination
in besonders einfacher Weise zu erreichen.
[0010] Der Begriff Farbstoff umfaßt in der vorliegenden Anmeldung nicht nur einen einzelnen
Farbstoff sondern auch eine Mischung von Farbstoffen, wobei eine derartige Mischung
von Farbstoffen, die in der Regel aus drei bis zwölf Farbstoffen besteht, üblicherweise
in der Praxis zum Färben eingesetzt wird.
[0011] Der Begriff überkritisches Fluid umfaßt in der vorliegenden Anmeldung alle die Fluide,
die sich oberhalb ihres kritischen Punktes befinden, wobei konkrete überkritische
Fluide in der DE 39 06 724 aufgeführt sind. Vorzugsweise wird bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren als überkritisches Fluid Kohlendioxid eingesetzt.
[0012] Das zuvor beschriebene erfindungsgemäße Verfahren weist eine Reihe von weiteren Vorteilen
auf. So ist zunächst festzuhalten, daß durch Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens
das für die Färbung eingesetzte überkritische Fluid, insbesondere Kohlendioxid, mit
einer maximalen Farbstoffmenge, insbesondere bis zur Sättigung des überkritischen
Fluids, beladen werden kann. Dies wiederum führt dazu, daß das erfindungsgemäße Verfahren
erheblich zur Verkürzung der Färbezeit des textilen Substrates beiträgt, da hierbei
eine Farbstoffverarmung des überkritischen Fluid während des Durchströmens und/oder
Anströmens des jeweils zu färbenden textilen Substrates nicht auftritt. Hierin ist
auch ein wesentlicher Grund zu sehen, warum durch Anwendung des erfindungsgemäßen
Verfahrens Fehlfärbungen vermieden werden, wodurch wiederum die Wirtschaftlichkeit
und Reproduzierbarkeit gesteigert wird. Bedingt dadurch, daß bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren der jeweils verwendete Farbstoff nicht als Pulver dem überkritischen Fluid
vorgelegt wird, kann es bei dem erfindungsgemäßen Verfahren auch nicht zu einem Zusammenklumpen
oder sogar Zusammensintern von Farbstoff kommen, so daß dementsprechend abhängig von
den jeweils gewählten Bedingungen eine mit konstanten, aber einstellbaren Farbstoffmengen
beladene überkritische Fluid-Färbeflotte das jeweils zu färbende textile Substrat
durchströmt bzw. anströmt. Weiterhin ist festzuhalten, daß die nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren erstellten Färbungen verbesserte Echtheiten aufweisen und daß das erfindungsgemäße
Verfahren in der Regel eine gesteigerte Farbstoffausbeute ermöglicht.
[0013] Bezüglich des bei dem erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzten Hilfsfluids ist festzuhalten,
daß hier jedes Hilfsfluid eingesetzt werden kann, daß einen einwandfreien Transport
des Farbstoffes bis zur Kontaktstelle mit dem überkritischen Fluid sicherstellt. Vorzugsweise
wird jedoch bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ein flüssiges Hilfsfluid verwendet,
in dem der Farbstoff gelöst wird, wobei dann eine derartige Farbstofflösung in dem
flüssigen Hilfsfluid weitestgehend gewährleistet, daß nach Kontakt des überkritischen
Fluids mit dem flüssigen Hilfsfluid das überkritische Fluid bis zu seiner Sättigungsgrenze
mit Farbstoff beladen ist. Desweiteren lassen sich bei dieser Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Verfahrens besonders genau und reproduzierbar die zu dosierenden
Farbstoffmengen einstellen, da es hierzu lediglich erforderlich ist, die Durchflußrate
(Umwälzrate) des Hilfsfluids auf die Durchflußrate des überkritischen Fluids am Mischungspunkt
einzustellen.
[0014] Zur Verhinderung einer Entmischung zwischen dem Hilfsfluid und dem überkritischen
Fluid und zur Erleichterung des Farbstofftransfers vom Hilfsfluid zum überkritischen
Fluid wird bei einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ein solches
Hilfsfluid ausgewählt, das in dem überkritischen Fluid löslich ist.
[0015] Ebenso ist es auch möglich, bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ein solches Hilfsfluid
auszuwählen, das in dem jeweils eingesetzten überkritischen Fluid dispergierbar oder
emulgierbar, vorzugsweise in monodisperser Form, ist.
[0016] Selbstverständlich kann bei dem erfindungsgemäßen Verfahren das zuvor genannte Hilfsfluid
auch durch eine Hilfsfluidmischung ersetzt werden, wobei eine derartige Hilfsfluidmischung
dann bevorzugt wird, wenn mehrere Farbstoffe verwendet werden, die in den entsprechenden
Hilfsfluiden der Hilfsfluid-Mischung unterschiedlich gut löslich sind.
[0017] Der vorstehend verwendete Begriff Lösung des Farbstoffes in dem Hilfsfluid umfaßt
bevorzugt eine echte Lösung, soll jedoch auch Farbstoffemulsionen und Farbstoffdispersionen
in dem Hilfsfluid abdecken.
[0018] Besonders vorteilhaft ist es, wenn bei dem erfindungsgemäßen Verfahren als Hilfsfluid
ein natürliches und/oder synthetisches Öl ausgewählt wird. Derartige natürliche und/oder
synthetische Öle weisen einerseits den Vorteil auf, daß sie üblicherweise in der Lage
sind, eine Vielzahl von chemisch unterschiedlich aufgebauten Farbstoffen, so insbesondere
auch Dispersionsfarbstoffe, zu lösen, wodurch der Farbstofftransfer vom öligen Hilfsfluid
zum überkritischen Fluid erheblich verbessert wird. Desweiteren sind diese öligen
Hilfsfluide in der Regel gegenüber einer Vielzahl von überkritischen Fluiden, insbesondere
auch gegenüber überkritisches Kohlendioxid, inert, so daß während des erfindungsgemäßen
Verfahrens keine unerwünschten Veränderungen des Hilfsfluids auftreten.
[0019] Flüssige Polyalkylenoxide, insbesondere ethoxylierte Polyethylenglykole und/oder
ethoxylierte Polypropylenglykole, haben sich als besonders geeignet zur Anwendung
beim erfindungsgemäßen Verfahren als Hilfsfluid erwiesen. Insbesondere dann, wenn
derartige Polyalkylenoxide ein mittleres Molekulargewicht zwischen etwa 200 und etwa
2.000, vorzugsweise zwischen etwa 600 und etwa 1.200, aufweisen, ist im besonderen
Maße sichergestellt, daß derartige ölige Hilfsfluide auch nach einer vielfachen Anwendung
noch eine hinreichende Stabilität besitzen.
[0020] Besonders geeignet ist es für den Farbstofftransfer vom Hilfsfluid zum überkritischen
Fluid, wenn das mit dem mindestens einen Farbstoff beladene flüssige Hilfsfluid bei
dem erfindungsgemäßen Verfahren in einer Zweistoffdüse mit dem überkritischen Fluid
vermischt wird. Insbesondere dann, wenn die Strömungsgeschwindigkeiten der miteinander
in Kontakt zu bringenden und somit zu vermischenden Fluiden, d.h. die Strömungsgeschwindigkeit
des Hilfsfluids sowie des überkritischen Fluids, derart gewählt werden, daß während
des Vermischens eine hohe Turbulenz entsteht, läßt sich unter den jeweils gewählten
Bedingungen (Temperatur, Druck und Art des überkritischen Fluids) eine maximale Sättigung
des überkritischen Fluids mit dem Farbstoff herbeiführen.
[0021] Bezüglich der Temperatur, bei der das Hilfsfluid mit dem überkritischen Fluid in
Kontakt gebracht und vorzugsweise vermischt wird, ist festzuhalten, daß ein besonders
schneller Farbstofftransfer aus dem Hilfsfluid in das überkritische Fluid dann stattfindet,
wenn diese Temperatur, insbesondere die Mischungstemperatur zwischen 100 °C und 170
°C, vorzugsweise zwischen 120 °C und 160 °C, liegt.
[0022] Grundsätzlich bestehen bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zwei Möglichkeiten, um
das Hilfsfluid, das zum Transport des Farbstoffes zum überkritischen Fluid hin benötigt
wird, wieder zu entfernen.
[0023] Für den Fall, daß das Hilfsfluid den eigentlichen Färbeverlauf des textilen Substrates
nicht negativ beeinflußt, bietet es sich an, dieses Hilfsfluid in dem überkritischen
Fluid bis zum Ende des eigentlichen Färbevorganges zu belassen. Dies bedeutet jedoch,
daß das im Autoklaven und durch das zu färbende textile Substrat strömende überkritische
Fluid bei Zugabe von Farbstoff mit dem hierfür erforderlichen Hilfsfluid angereichert
wird, so daß mit zunehmender Färbezeit sich in dem überkritischen Fluid auch eine
zunehmende Menge an Hilfsfluid befindet. Diese Verfahrensvariante des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird vorzugsweise für solche Färbungen angewendet, die in hellen Tönen
oder mittleren Tönen durchgeführt werden und/oder bei denen das jeweils verwendete
Hilfsfluid für den entsprechenden Farbstoff eine solch gute Löslichkeit besitzt, daß
relativ kleine Menge Hilfsfluid nur erforderlich sind, um die für die Färbung benötige
Farbstoffmenge dem überkritischen Fluid zuzuführen.
[0024] Bei der anderen Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das in dem überkritischen
Fluid befindliche Hilfsfluid während und insbesondere nach dem Aufziehen des Farbstoffes
auf das zu färbende textile Substrat teilweise oder weitestgehend aus dem überkritischen
Fluid entfernt. Diese Verfahrensvariante des erfindungsgemäßen Verfahrens wird immer
dann angewendet, wenn die Löslichkeit des Hilfsfluids in dem überkritischen Fluid
begrenzt ist, wenn die Löslichkeit des jeweils verwendeten Farbstoffe in dem Hilfsfluid
relativ niedrig ist und wenn nach dem erfindungsgemäßen Verfahren dunkle Farbtöne
erstellt werden sollen, d.h. wenn in diesem Fall das Hilfsfluid eine relativ große
Farbstoffmenge dem verwendeten überkritischen Fluid zur Verfügung stellen muß. Um
bei den zuvor beschriebenen beiden Möglichkeiten des erfindungsgemäßen Verfahrens
das in dem überkritischen Fluid vorhandene Hilfsfluid zu entfernen, bietet es sich
an, dieses Hilfsfluid durch eine Druckabsenkung, vorzugsweise in einem nachgeschalteten
Separator, vom überkritischen Fluid abzutrennen.
[0025] Eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens, die vorzugsweise zur
Färbung von mit Polyestergarn bewickelten Spulen, insbesondere X-Spulen, dient, sieht
vor, daß bei dieser Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens eine Vielzahl
von mit Polyestergarn bewickelten Spulen in dem Autoklaven, vorzugsweise in einem
zylindrischen Autoklaven, unter Ausbildung mindestens einer Spulensäule angeordnet
wird.
[0026] Insbesondere dann, wenn zwei bis zwanzig der zuvor genannten Garnspulen derart unter
Ausbildung der Spulensäule in dem Autoklaven angeordnet werden, daß die Spulen unter
Verwendung eines zentralen Wickelkerns gehaltert und axial zusammengepreßt werden,
ermöglicht das erfindungsgemäße Verfahren einen optimalen Transport des mit dem Farbstoff
beladenen überkritischen Fluids an jede Stelle der Spulensäule, so daß dementsprechend
auch besonders egale Färbungen resultieren. Vorzugsweise wird eine derartige Spulensäule
dann nicht, wie aus dem wäßrigen Verfahren bekannt, radial sondern axial durchströmt,
so daß dementsprechend die Strömung des mit Farbstoff beladenen überkritischen Fluids
innerhalb des Autoklavens von der unteren Stirnfläche der untersten Spule zur oberen
Stirnfläche der obersten Spule oder umgekehrt hierzu erfolgt. Überraschend hat sich
dabei gezeigt, daß bei einer derartigen axialen Strömung die Färbezeiten im Vergleich
zu einer entsprechenden radialen Durchströmung erheblich, d.h. zwischen 20 % und 50
%, verkürzt werden, ohne daß hierdurch eine Unegalität resultiert.
[0027] Eine besonders günstige Verfahrensweise erlaubt eine weitere Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Verfahrens, wobei bei dieser Ausführungsform ein Autoklave verwendet
wird, der jeweils nur eine einzige Spulensäule aufnimmt. Der Vorteil dieser Verfahrensvarianten
ist darin zu sehen, daß ein derartiger Autoklave gemessen an seiner axialen Länge
einen relativ geringen Durchmesser hat, so daß die Herstellungskosten für einen derartigen
Autoklaven auch entsprechend vermindert sind. Selbstverständlich ist es möglich, mehrere
Spulensäulen in mehreren zylindrischen, parallel geschalteten Autoklaven anzuordnen,
die dann gleichzeitig und/oder zeitversetzt mit dem mit Farbstoff beladenen überkritischen
Fluid durchströmt werden.
[0028] Besonders gute Färbeergebnisse erzielt man bei der zuvor beschriebenen Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens, wenn Spulen mit einer Wickelhöhe zwischen 150 mm
und 900 mm, vorzugsweise zwischen 250 mm und 500 mm, ausgewählt werden. Diese Spulen
werden dann unter Ausbildung der zuvor beschriebenen Spulensäule übereinander angeordnet
und anschließend bei dem erfindungsgemäßen Verfahren vorzugsweise axial durchströmt.
Hierbei entspricht die Wickelhöhe der axialen Länge der Spule.
[0029] Bezüglich der Durchmesser der Spulen ist festzuhalten, daß diese Durchmesser vorzugsweise
bei einer axialen Durchströmung der Spulen zwischen 100 mm und 800 mm, insbesondere
zwischen 200 mm und 400 mm, variieren.
[0030] Besonders wirtschaftlich lassen sich nach dem erfindungsgemäßen Verfahren dann auf
Spulen gewickelte Garne färben, wenn zuvor Spulen erstellt werden, deren Wickeldichte
zwischen 250 g/l und 900 g/l, vorzugsweise zwischen 350 g/l und 650 g/l, variiert.
[0031] Wie bereits vorstehend im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erläutert
ist, werden bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die als textile Substrate ausgewählten
Garnspulen vorzugsweise axial durchströmt, was bedeutet, daß die Vielzahl, insbesondere
zwei bis zwanzig, von übereinander angeordneten Spulen derart durchströmt werden,
daß die mit Farbstoff beladene überkritische Flotte von der unteren Spulenstirnfläche
der untersten Spule zu der oberen Spulenstirnfläche der obersten Spule und/oder von
der oberen Spulenstirnfläche der obersten Spule zu der unteren Spulenstirnfläche der
untersten Spule geführt wird.
[0032] Um bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die Beschickung des Autoklavens mit der Spulensäule
zu erleichtern und desweiteren sicherzustellen, daß bei einer axialen Durchströmung
ein Vorbeiströmen des mit Farbstoff beladenen überkritischen Fluids an den Außenlage
der Spulen ausgeschlossen wird, sieht eine andere Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens vor, daß hierbei die Spulensäule innerhalb einer Kartusche angeordnet wird,
wobei die Innenmantelfläche der Kartusche dicht am äußeren Spulenmantel anliegt. Diese,
von einer entsprechenden Kartusche umhüllten Spulensäule wird dann in den zylindrischen
Autoklaven derart eingebracht, daß die äußere Mantelfläche der Kartusche dicht an
der Innenmantelfläche des Autoklaven anliegt.
[0033] Besonders dann, wenn bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die Spulen mit einer Leerrohrströmungsgeschwindigkeit
zwischen 5 mm/s und 100 mm/s, vorzugsweise zwischen 10 mm/s und 60 mm/s, axial durchströmt
werden, lassen sich nach dieser Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen Verfahrens
innerhalb von kürzester Zeit besonders egale Färbungen erstellen.
[0034] Bezüglich der, im eingangs genannten Stand der Technik aufgeführten überkritischen
Fluiden ist festzuhalten, daß bei dem erfindungsgemäßen Verfahren vorzugsweise mit
überkritischen Kohlendioxid dann gearbeitet wird, wenn das erfindungsgemäße Verfahren
zur Färbung von Polyestergarnen (Polyethylenterephthalat) mit Dispersionsfarbstoffen
eingesetzt wird. Hierbei wird dann vorzugsweise eine Färbezeit zwischen 15 Minuten
und 150 Minuten, ein Druck zwischen 200 bar und 400 bar sowie eine Temperatur zwischen
100 °C und 170 °C ausgewählt.
[0035] Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich insbesondere auch dazu, um auf Spulen
aufgewickelte Polyester-Nähgarne, insbesondere in Form Ihrer Aufmachung als X-Spulen,
zu färben. Hierbei fallen unter den Begriff Nähgarne insbesondere polyesterhaltige
Garne oder Polyestergarne, wobei derartige Nähgarne dann die an sich für Nähgarne
übliche und bekannte Konstruktionen besitzen.
[0036] Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in den Unteransprüchen
angegeben.
[0037] Das erfindungsgemäße Verfahren wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels
in Verbindung mit der Zeichnung näher erläutert. Hierbei zeigen die Figuren 1 bis
3 der Zeichnung Fließschemen von Anlagen.
[0038] Die insgesamt mit 1 bezeichnete Anlage weist einen Ansatzbehälter 2 auf, wobei der
Ansatzbehälter 2 zur Aufnahme der in dem Hilfsfluid aufgenommenen, vorzugsweise gelösten,
Farbstoffen dient. Aus dem Ansatzbehälter 2 wird das mit Farbstoff versehene Hilfsfluid
über eine Pumpe 3 zu einer stirnseitig an einem Autoklaven 5 angeordnete Zweistoffmischdüse
4 geführt. Unterhalb der Mischdüse 4 (Figur 1) und mit Abstand von derselben ist eine
Säule von Garnspulen 6 vorgesehen, wobei von der Garnspulensäule 6 nur eine einzige
X-Spule 6 eingezeichnet ist. Hierbei ist der Außenumfang der Garnspule an den Innenumfang
des Autoklaven 5 derart angepaßt, daß abweichend von der Zeichnung die äußere Mantelfläche
der Garnspule 6 an der inneren Mantelfläche des Autoklaven 5 anliegt.
[0039] Die Garnspulen werden axial in Pfeilrichtung 7 durchströmt, wie dies beispielsweise
für die Garnspule 6 durch den Pfeil 7 angedeutet ist.
[0040] Unterhalb und mit Abstand von der Spule 6 ist eine Rohrleitung 8 positioniert. Ein
Abschnitt 8 a der Rohrleitung 8 erstreckt sich durch eine Sintermetallplatte 8 b und
mündet in einen Tangentialabscheider 8 c. Die Rohrleitung 8 führt über entsprechende
Ventile, einen Wärmetauscher WT2, eine Kolbenpumpe 9, einen Pufferbehälter 10 und
einen Wärmetauscher WT1 zur Mischdüse 4.
[0041] In dieser Rohrleitung 8 (dick eingezeichnet) zirkuliert das für die jeweilige Färbung
eingesetzte überkritische Fluid. Dieses überkritische Fluid wird in der Zweistoffmischdüse
4 mit dem mit Farbstoffen beladenen Hilfsfluid vermischt.
[0042] Um die gewünschte Färbung durchzuführen, werden die ausgewählten Dispersionsfarbstoffe
bei 2 mit dem Hilfsfluid vermischt. Gleichzeitig wird das jeweils verwendete überkritische
Fluid in den Autoklaven sowie die Rohrleitungen 8 eingespeist, wobei die Kolbenpumpe
9 eine Zirkulation des überkritischen Fluids bewirkt.
[0043] Nachdem die Luft über das eingeführte überkritische Fluid aus dem Autoklaven entfernt
ist und die Pumpe 9 eine Zirkulation des überkritischen Fluids bewirkt, erfolgt über
das Hilfsfluid und die Pumpe 3 eine Zuführung des mit Farbstoff beladenen Hilfsfluids
zur Mischdüse 4.
[0044] In der Mischdüse 4 werden das mit Farbstoffen beladene Hilfsfluid mit dem jeweils
ausgewählten überkritischen Fluid intensiv vermischt, was dazu führt, daß eine Sättigung
bzw. eine nahezu Sättigung des überkritischen Fluids mit Farbstoffen und Hilfsfluid
erfolgt. Dieses überkritische, mit Farbstoffen und Hilfsfluid beladene Fluid durchströmt
dann axial in Pfeilrichtung 7 die Spulen 6, so daß dementsprechend die Farbstoffe
aus dem überkritischen Fluid auf das jeweils zu färbende Garnmaterial übertragen werden.
[0045] Nachdem das überkritische Fluid, das fußseitig der Spulen 6 allenfalls mit einer
geringen Restmenge Farbstoff noch beladen ist, die Spulen 6 axial durchströmt hat,
wird dieses überkritische Fluid dann über die Leitungen 8 a und 8 der Mischdüse 4
erneut zugeführt, um dort mit weiteren Farbstoffen und Hilfsfluid beladen zu werden.
[0046] Desweiteren weist die in Figur 1 gezeigte Anlage einen Abscheiderbypass auf, wobei
dieser Abscheiderbypass die Leitungen 11, das Drosselventil 12, den Wärmetauscher
WT 3, einen Abscheider 13 sowie eine Reihe von Ventilen (nicht beziffert) umfaßt.
Hierbei dient der Abscheiderbypass 11 zur Entfernung des Hilfsfluids, wobei das Hilfsfluid
immer dann entfernt wird, wenn es die Färbung stört oder wenn die Konzentration des
Hilfsfluids in dem überkritischen Fluid einen vorgegebenen Grenzwert überschritten
hat. Reste des Hilfsfluids, die nicht in Lösung gegangen sind, können auch fußseitig
am Tangentialabscheider 8 c über ein Austragsventil 8 d entfernt werden.
[0047] Um im Abscheiderbypass dieses Hilfsfluid zu entfernen, wird der Abscheiderbypass
entsprechend zugeschaltet, derart, daß die entsprechenden Ventile im Leitungssystem
8 und 11 betätigt werden. Dies führt dazu, daß das überkritische Fluid über das Drosselventil
12 entspannt wird, derart, bis im Abscheider 13 das flüssige Hilfsfluid aufgrund seiner
verringerten Löslichkeit aus dem dann nicht mehr überkritischen Fluid ausfällt, wobei
das nicht mehr überkritische Fluid dem Leitungssystem 8 wieder zugeführt wird und
über den Wärmetauscher WT2 und die Kolbenpumpe 9 in den überkritischen Zustand erneut
überführt wird.
[0048] Darüber hinaus weist die in Figur 1 gezeigte Anlage noch einen Adsorberbypass auf,
der die Leitungen 20, einen Adsorber 21 sowie eine Reihe von nicht bezifferten Ventilen
umfaßt. Über diesen Adsorberbypass werden Reste des nicht aufgezogenen Farbstoffes
adsorptiv vor Beendigung der Färbung entfernt, derart, daß das aus dem Autoklaven
austretende überkritische Fluid nach Betätigung der entsprechenden Ventile in der
Rohrleitung 8 und der Leitung 20 über den Adsorber 21 geführt wird, wo diese Reste
an nicht aufgezogenen Farbstoffen aus dem überkritischen Fluid entfernt werden. Erst
nachdem diese Reste an nicht aufgezogenem Farbstoff adsorptiv entfernt worden sind,
erfolgt eine Absenkung des Druckes und eine Überführung des überkritischen Fluids
in seinen Normalzustand, so daß dann zu diesem Zeitpunkt erst die eigentliche Färbung
beendet ist.
[0049] Die in den Figuren 2 und 3 gezeigten Anlagen unterscheiden sich von der zuvor beschriebenen
Anlage dahingehend, daß hierbei in dem Autoklaven 5 nur die Mischung von überkritischen
Fluid mit dem Hilfsfluid nicht jedoch die Färbung erfolgt, so daß diese Mischung dann
über die Leitung 31 einem bzw. mehreren Färbeautoklaven 32, 33 und 34 (Figur 3) zugeführt
wird, wobei in den Färbeautoklaven 32 bis 34 dann die Säule der Spulen 6 angeordnet
sind, die entsprechend axial durchströmt werden. Ansonsten entsprechen die Figuren
2 und 3 der zuvor beschriebenen Figur 1.
[0050] Auf der in Figur 1 schematisch abgebildeten Anlage wurden Polyestergarn-X-Spulen
gefärbt, wobei hierzu vier, zu einer Säule übereinander angeordnete Spulen 6 in den
Autoklaven 5 eingesetzt wurden.
[0051] Als überkritisches Fluid wurden Kohlendioxid bei einem Druck bei 300 bar und einer
Temperatur von 130 °C verwendet.
[0052] Als Hilfsfluid wurde Polypropylenglykol 600 eingesetzt, wobei die Konzentration des
jeweils verwendeten Farbstoffes bzw. der Farbstoffe im Polypropylenglykol bei 0,7
g Farbstoff bzw. Farbstoffe in 500 g Polypropylenglykol lag.
[0053] Die Färbezeit bei Endtemperatur und Enddruck betrug jeweils 45 Minuten.
[0054] Es wurden jeweils 0,5 %ige Färbungen mit einem stellmittelfreien Farbstoff Violett
SM1P (Hersteller: Ciba-Geigy), mit einem stellmittelfreien roten Farbstoff mit der
Bezeichnung Rot SM1P (Hersteller: Ciba-Geigy) sowie mit handelsüblichen, identischen
stellmittelhaltigen Violett- und Rot-Dispersionsfarbstoffen erstellt.
[0055] Desweiteren wurde eine 2 %ige Färbung mit den zuvor genannten beiden stellmittelfreien
und beiden stellmittelhaltigen Farbstoffen durchgeführt.
[0056] Die untersuchten Echtheiten (Reibechtheiten, naß, trocken; Wasserechtheit, schwere
Beanspruchung; Waschechtheit 60 °C; Trockenhitzefixierechtheit sowie Lichtechtheit)
waren ausgezeichnet und lagen teilweise um etwa ein bis zwei Noten über den Angaben
der jeweiligen Farbkarte.
1. Verfahren zum Färben eines textilen Substrates, insbesondere zum Färben von auf mindestens
einer Spule aufgewickeltem Polyestergarn, bei dem das zu färbende textile Substrat
in einem Autoklaven angeordnet und mit einem, mindestens einen Farbstoff aufweisenden
überkritischen Fluid durchströmt bzw. angeströmt wird, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Hilfsfluid mit dem mindestens einen Farbstoff beladen wird, daß das Hilfsfluid
mit dem überkritischen Fluid in Kontakt gebracht wird und daß hiernach das textile
Substrat mit dem den mindestens einen Farbstoff aufweisenden überkritischen Fluid
angeströmt bzw. durchströmt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein flüssiges Hilfsfluid verwendet
wird und daß der mindestens eine Farbstoff in dem flüssigen Hilfsfluid gelöst wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das flüssige Hilfsfluid in
dem überkritischen Fluid löslich ist.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Hilfsfluid eine Hilfsfluidmischung ist.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als
Hilfsfluid ein natürliches und/oder synthetisches Öl verwendet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Hilfsfluid ein Polyalkylenoxid,
insbesondere ein ethoxyliertes Polyethylenglykol und/oder Polypropylenglykol, ausgewählt
wird.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
mit dem mindestens einen Farbstoff beladene flüssige Hilfsfluid in einer Zweistoffdüse
mit dem überkritischen Fluid vermischt wird.
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Vermischen des Hilfsfluids mit dem überkritischen Fluid unter einer hohen Turbulenz
erfolgt.
9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Hilfsfluid mit dem überkritischen Fluid bei einer Temperatur zwischen 100 °C und 170
°C, vorzugsweise zwischen 120 °C und 160 °C, vermischt wird.
10. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß nach
dem Aufziehen des mindestens einen Farbstoffs auf das textile Substrat das überkritische
Fluid von dem Hilfsfluid abgetrennt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfsfluid durch eine
Druckabsenkung in einem nachgeschalteten Separator vom überkritischen Fluid abgetrennt
wird.
12. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Vielzahl von mit Polyestergarn bewickelten Spulen in dem Autoklaven, vorzugsweise
in einem zylindrischen Autoklaven, unter Ausbildung mindestens einer Spulensäule angeordnet
wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß zwei bis zwanzig Spulen derart
unter Ausbildung der Spulensäule in dem Autoklaven angeordnet werden, daß die Spulen
unter Verwendung eines zentralen Wickelkerns gehaltert und axial zusammengepreßt werden
und daß das mit Farbstoff beladene überkritische Fluid die Spulen axial durchströmt.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils eine einzige
Spulensäule in einem Autoklaven angeordnet wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß Spulen mit
einer Wickelhöhe zwischen 150 mm und 900 mm, vorzugsweise zwischen 250 mm und 500
mm, ausgewählt werden.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß Spulen mit
einem Durchmesser zwischen 100 mm und 800 mm, vorzugsweise zwischen 200 mm und 400
mm, ausgewählt werden.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß Spulen mit
einer Wickeldichte zwischen 250 g/l und 900 g/l, vorzugsweise zwischen 350 g/l und
650 g/l, ausgewählt werden.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Spulen
von der unteren Spulenstirnfläche zu der oberen Spulenstirnfläche und/oder von der
oberen Spulenstirnfläche zu der unteren Spulenstirnfläche axial durchströmt werden.
19. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Spulen oder die Spulensäule derart in einer Kartusche angeordnet wird bzw. werden,
daß der Spulenaußenmantel an der inneren Mantelfläche der Kartusche anliegt, und daß
die Kartusche so in den Autoklaven eingesetzt wird, daß der Kartuschenaußenmantel
an der Autoklaveninnenwandung anliegt.
20. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Spulen mit einer Leerrohrströmungsgeschwindigkeit 5 mm/s und 100 mm/s, vorzugsweise
zwischen 10 mm/s und 60 mm/s, axial durchströmt werden.
21. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als
überkritisches Fluid Kohlendioxid ausgewählt wird.
22. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß das Polyestergarn während
15 Minuten bis 150 Minuten bei einem Druck zwischen 200 bar und 400 bar und einer
Temperatur zwischen 100 °C und 170 °C gefärbt wird.
23. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als
Polyestergarn ein Nähgarn ausgewählt wird.