[0001] Die Erfindung betrifft eine Verschalung, insbesondere für Tür- und Fensteraussparungen
in einer Gebäudewand mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruches 1.
[0002] Verschalungen werden benötigt, wenn z.B. beim Aufbau einer Hauswand Raum für eine
Tür oder ein Fenster ausgespart werden soll. Üblicherweise wird zum Einschalen eine
Verschalung vor Ort mit Brettern gezimmert. Dies gewährleistet eine individuelle Anpassung
der Aussparung an die jeweils geforderten Abmessungen. Eine auf diese Weise erzielte
Verschalung benötigt jedoch einen relativ hohen Zeitaufwand. Darüber hinaus ist sie
nicht wiederverwendbar, sondern wird nach ihrem Gebrauch zum Ausschalen einfach abgeschlagen,
im günstigsten Fall können einzelne Bretter erneut für eine weitere Verschalung verwendet
werden. Auch spielt der Vorteil einer individuellen Ausgestaltung nur eine untergeordnete
Rolle, da die überwiegende Mehrheit aller Türen und Fenster genormte Abmessungen aufweisen
und nur noch im Einzelfall davon abweichende Sonderanfertigungen verwendet werden.
[0003] Aus der DE 88 00 441.4 U1 ist eine Schalungseinrichtung zur Aussparung von Deckendurchführungen
für Heizungs-, Lüftungs- und Installationsleitungen bekannt. Der quadratische Rahmen
dieser Verschalung wird dabei aus acht gleich großen Rahmenteilen gebildet, wobei
benachbarte Rahmenteile über Scharniere gelenkig miteinander verbunden sind und wobei
jeweils zwei Rahmenteile eine Seitenwand des quadratischen Rahmens bilden. Die Scharniere
zwischen den Rahmenteilen einer Seitenwand sind über Arme jeweils mit einem den Rahmen
parallel zu den Seitenwänden durchsetzenden Innenkreuz verbunden, wobei die Arme sowohl
mit dem Innenkreuz als auch mit den jeweiligen Scharnieren gelenkig verbunden sind.
[0004] An einem Handgriff kann das Innenkreuz entlang seiner Längsachse verstellt werden,
wobei über die Arme die damit verbundenen Scharniere in Richtung auf das Innenkreuz
verstellt werden. Dabei verschwenken gleichzeitig die Rahmenteile bezüglich der Ecken
des Rahmens ebenfalls auf das Innenkreuz hin, wodurch sich insgesamt die Außenabmessungen
der bekannten Schalungseinrichtung verkleinern, so daß sie z.B. aus einer damit hergestellten
Ausnehmung in einer Betondecke herausnehmbar ist.
[0005] Damit die herzustellende Ausnehmung oder Aussparung gerade Seitenwände und rechtwinklige
Ecken aufweist, müssen die Arme sehr genau gearbeitet, positioniert und bemessen sein.
Dies gilt um so mehr, je größer die herzustellende Aussparung - z.B. ein Türeingang
- ist.
[0006] Eine andere Verschalung dieser Art ist aus der AT 331 492 bekannt. Sie ist grundsätzlich
gleich aufgebaut wie die vorbeschriebene Schaleinrichtung. Jedoch sind die Arme derart
an den jeweiligen, die Rahmenteile einer Seitenwand verbindenden Scharnieren und am
Innenkreuz angelenkt, daß bei einer Drehbewegung des Innenkreuzes um dessen Längsachse
die über die Arme mit dem Innenkreuz gekoppelten Scharniere auf das Innenkreuz zu
bewegt werden. Auf diese Weise werden auch bei dieser Schalung die Außenmaße verkleinert.
Auch hier stellt sich das Problem, daß für maßgenaue Aussparungen sehr enge Toleranzen
bei der Herstellung der Schalung eingehalten werden müssen.
[0007] Des weiteren ist aus der DE-OS 26 50 700 eine Verschalung für Betonkörper bekannt,
die einen aus zwei, durch Fugen voneinander getrennten Rahmenteilen gebildeten Rahmen
aufweist. In der Fuge ist ein Werkstoffstreifen aus elastisch verformbarem Material
angeordnet, der es ermöglicht, die Rahmenteile zum Ausschalen zusammenzudrücken und
dann, bei verkleinerten Außenabmessungen, die Verschalung aus der Aussparung herauszunehmen.
[0008] Die schweren Rahmenteile werden dabei nur von den Werkstoffstreifen aus elastischem
Material zusammengehalten, was dazu führt, daß mit dieser Verschalung sehr sorgsam
umgegangen werden muß, damit die Verbindung der Rahmenteile nicht beschädigt wird.
Um diese Verschalung in der Einschalstellung zu halten, müssen umfangreiche Arretierungen
verwendet werden, die zum Ausschalen wieder zu entfernen sind.
[0009] Bei anderen Verschalungen werden Arretierungen verwendet, die aus vielen Einzelteilen
bestehen, so daß die Verschalungen kompliziert zu bedienen sind. Außerdem kann eine
solche Verschalung schon durch den Verlust eines der vielen Einzelteile unbrauchbar
werden. Mit derartigen Verlusten ist aber beim hektischen Betrieb einer Baustelle
ständig zu rechnen.
[0010] Aufgabe der Erfindung ist es, eine wiederverwendbare Verschalung der eingangs genannten
Art anzugeben, welche die Herstellung einer maßgenauen Aussparung mit geraden Seitenwänden
und rechtwinkligen Ecken gewährleistet, die einfach und schnell ein- und ausschalbar
ist, preiswert herstellbar ist und einen robusten Aufbau aufweist.
[0011] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Verschalung mit den Merkmalen des Anspruches
1 gelöst.
[0012] Mit Hilfe dieser Merkmale erhält man eine Verschalung, deren geradlinige Rahmenteile
eine Aussparung erzeugen, deren Seitenwände und Ecken mit hoher Güte gerade bzw. recktwinklig
sind. Dabei besteht die komplette, beliebig oft wiederverwendbare Verschalung aus
einer einheitlichen Baugruppe, bei der kein Einzelteil verloren gehen kann. Außerdem
ermöglichen diese Maßnahmen einen besonders einfachen Aufbau der Verschalung, der
sich beispielsweise mit handelsüblichen Vierkantrohren als Rahmenteile durchführen
läßt. Gleichzeitig wird die Konstruktion dadurch stabiler und von Außen auf den Rahmen
einwirkende Kräfte können besser aufgenommen werden.
[0013] Bei einer anderen bevorzugten Ausgestaltungsform der erfindungsgemäßen Verschalung
können die Verbindungsmittel wenigstens einen Bolzen aufweisen, der im Bereich der
Fuge einenends am jeweiligen Rahmenteil befestigt ist und anderenends in einer am
benachbarten Rahmenteil angeordneten Öffnung verschiebbar eingebracht sein. Aufgrund
dieser Verbindungsmittel können die benachbarten Rahmenteile in ihrem Fugenbereich
gegeneinander verstellt werden, wobei sich die Fugenbreite entsprechend verändert,
d.h. der Umfang des Rahmens wird durch die Verstellung der Rahmenteile variiert.
[0014] Entsprechend einer Weiterentwicklung dieser Ausführungsform kann die Verstellbewegung
des Bolzens durch einen daran angeordneten Anschlag begrenzt sein, der mit der Öffnung
zusammenwirkt, wodurch die Einhaltung genauer Abmessungen für die Aussparung sowie
erhöhte Stabilität des Rahmens in der Einschalstellung gewährleistet werden.
[0015] Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung kann die Strebe wenigstens in einem
Abschnitt aus zwei ineinander verstellbaren Rohren bestehen und die Mittel zur Längenverstellung
können einen an einem der Rohre angebrachten radial abstehenden Bolzen aufweisen,
der durch eine als Führungskulisse dienende Aussparung im anderen Rohr durchgeführt
ist, außerdem können die Mittel zur Längenverstellung einen als Handgriff dienenden
Hebel aufweisen, der an einem der Rohre befestigt ist. Eine mit diesen Merkmalen ausgestattete
Strebe läßt sich auf besonders einfache Weise in ihrer Länge verstellen, in dem am
Griff das äußere Rohr gegenüber dem inneren Rohr verdreht wird. Dabei wird der Bolzen
in der zweckmäßig gestalteten Kulisse zwangsgeführt und die Rohre entlang ihrer gemeinsamen
Längsachse gegeneinander verschoben. Die Kulissenaussparung ist beispielsweise in
der Form eines Spiralenabschnittes ausgeführt.
[0016] Um die Effektivität der Längenverstellung zu verbessern und/oder den dazu notwendigen
Kraftaufwand zu verringern, können die ineinander verstellbaren Rohre jeweils an den
Enden der Strebe angeordnet sein, wobei die an den zugehörigen Rahmenteilen angelenkten
Rohre einem gemeinsamen Rohr zugeordnet sein können, an dem der Griff befestigt ist,
und wobei die jeweiligen Führungskulissen gegenläufig ausgebildet sein können.
[0017] Bei einer Fortbildung der Erfindung kann in den Fugen bündig zur Außenseite der Verschalung
ein gummieelastisches Schalelement angeordnet sein, wodurch im Bereich der Fugen die
Außenkontur des Rahmens in jeder Stellung kontinuierlich verläuft und eine einfache
Verstellung gewährleistet ist.
[0018] Vorteilhafterweise können bei einer erfindungsgemäßen Verschalung an einem der Rahmenteile
Haltemittel angeordnet sein, die zum Anbringen und Entfernen der Verschalung mit Hebezeug,
insbesondere einem Kranhaken, zusammenwirken. Die Verschalung wird dadurch leicht
transportierbar , um z.B. in oberen Etagen verwendet zu werden.
[0019] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltungsform der vorliegenden Erfindung kann an
einem der Rahmenteile Mittel zum Ausrichten der Verschalung aufweisen, insbesondere
eine oder zwei Wasserwaagen oder ein Lot, mit deren Hilfe schnell die richtige Einbaulage
der Verschalung eingerichtet werden kann.
[0020] Um ein ungewolltes, versehentliches Verstellen der Verschalung zwischen ihren Stellungen
zu vermeiden, können Mittel zur Sicherung des Rahmens wenigstens in der Einschalstellung
vorgesehen sein.
[0021] Eine weitere verbesserte Ausgestaltungsform ist die Anordnung von mit Nagellöchern
versehenen Laschen, mit deren Hilfe sich die Verschalung an Außen- oder Innenwandverschalungen
fixieren läßt.
[0022] Entsprechend einer Weiterentwicklung kann für die Verbindungsmittel im Bereich der
jeweiligen Fuge ein Schutz gegen Verschmutzung angeordnet sein. Ein derartiger Schutz
kann beispielsweise aus einem die Fuge im wesentlichen ausfüllenden, nachgiebigen
Schaumstoff bestehen oder aus einem die Fuge überdeckenden Schutzblech gebildet sein.
Ebenso kann eine Art Faltenbalg den Bolzen schützend umgeben.
[0023] Die erfindungsgemäße Verschalung kann zusätzlich verbessert werden, indem auf der
Außenseite des Rahmens an jedem Rahmenteil ein Schalbrett angeordnet ist, vorzugsweise
kann das Schalbrett mit Befestigungsmitteln lösbar am zugehörigen Rahmenteil angebracht
sein, wodurch je nach den herrschenden Anforderungen unterschiedlich ausgeführte Schalbretter
verwendet werden können. Bei einer besonders vorteilhaften Verschalung können an den
außenliegenden Seitenkanten des Schalbrettes nach Außen abstehende Dreiecksprofile
angeordnet sein, wodurch sich an einer aus Beton gegossenen Wand Fasen ausbilden bzw.
wodurch die in einer Betonmauer gebildete Aussparung angefaste Kanten aufweist.
[0024] Eine andere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Verschalung sieht vor, daß insbesondere
am unteren horizontalen Rahmenteil ein Vergrößerungselement ankoppelbar ist, wodurch
sich die Verschalungsmaße, insbesondere die Verschalungshöhe, z.B. an unterschiedliche
Normmaße des Estrichbelages anpassen läßt.
[0025] Zum besseren Verständnis wird im folgenden anhand von Zeichnungen ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung näher beschrieben. Es zeigen, jeweils schematisch,
- Fig. 1:
- eine Frontansicht auf eine Verschalung nach der Erfindung in ihrer Einschalstellung,
- Fig. 2:
- eine Frontansicht auf die Verschalung aus Fig. 1 jedoch in ihrer Ausschalstellung,
- Fig. 3:
- eine Detailansicht auf eine Fuge entsprechend dem Bereich A aus Fig. 1,
- Fig. 4:
- eine Frontansicht auf den unteren Abschnitt einer Variante zur Verschalung aus Fig.
1,
- Fig. 5:
- einen Querschnitt auf ein erfindungsgemäßes Schalbrett und
- Fig. 6:
- eine Detailansicht auf eine Strebe entsprechend dem Bereich B aus Fig. 1.
[0026] Entsprechend den Fig. 1 und 2 besteht eine in einer Mauer 46 eingebrachte Verschalung
10 für Fenster- oder Türaussparungen im wesentlichen aus einem rechtwinkligen Rahmen
12. Der Rahmen 12 ist aus vier geraden Rahmenteilen 14, zwei horizontalen 14a und
zwei vertikalen 14b, gebildet, die zwischen ihren Enden im Bereich der Ecken des Rahmens
12 Fugen 20 bilden, in denen benachbarte Rahmenteile 14 zueinander verstellbar zusammengefügt
sind.
[0027] Im Bereich jeder Fuge 20 sind dazu weiter unten näher beschriebene Verbindungsmittel
angeordnet, die eine Verstellung der Rahmenteile 14 aufeinanderzu bzw. voneinanderweg
ermöglichen, wobei sich unter Aufrechterhaltung seiner Rechtwinkligkeit die Außenmaße
des Rahmens 12 verändern. Dementsprechend ist in Fig. 1 die Stellung mit großen, der
beabsichtigten Aussparung entsprechenden Außenabmessungen, die Einschalstellung, wiedergegeben,
während in Fig. 2 die Ausschalstellung mit kleinen Außenabmessungen wiedergegeben
ist, die zum Herausnehmen der Verschalung 10 nach ihrem Gebrauch dient.
[0028] Um die Rahmenteile 14 einfach und rasch von der Einschalstellung in die Ausschalstellung
und umgekehrt zu verstellen, sind im Ausführungsbeispiel zwei, in ihrer Länge verstellbare
Diagonalstreben 26 und 28 vorgesehen. Sie sind im Bereich diametral gegenüberliegender
Ecken an gegenüberliegenden Rahmenteilen 14a bzw. 14b jeweils z.B. an einem Auge angelenkt.
Die Streben 26, 28 bestehen im wesentlichen aus einem Rohr 30, in dessen Enden jeweils
eine Stange 32 verstellbar eingebracht ist, wobei die Stangen 32 an dem entsprechenden
Rahmenteil 14 gelagert ist.
[0029] Zum Verstellen des Rahmens 12 werden die Streben 26, 28 mit Hilfe weiter unten beschriebener
Mittel in ihrer Länge verändert, in dem die Stangen 32 im Rohr 30 in dessen Längsrichtung
verstellt werden. Um beispielsweise den Rahmen 12 von der Ausschalstellung, Fig. 2,
in die Einschalstellung, Fig. 1, zu überführen, werden die Stangen 32 aus dem Rohr
30 herausbewegt, wodurch sich die Länge der betreffenden Strebe 26 bzw. 28 vergrößert.
Dabei werden die daran angeschlossenen Rahmenteile 14 voneinander wegbewegt, siehe
die Pfeile a in Fig. 1, und der Rahmen 12 erhält die größeren Außenabmessungen der
Einschalstellung. Zum Erhalt der Ausschalstellung, werden die Stangen 32 in entsprechender
Weise in das Rohr 30 zurückgezogen, siehe die Pfeile b in Fig. 2.
[0030] Damit die erforderlichen Verstellbewegungen durchgeführt werden können, ist nur eine,
vorzugsweise die mit den horizontal verlaufenden Rahmenteilen 14a verbundene Strebe
26 notwendig, da dann die vertikalen Rahmenteile 14b über ihre Verbindung mit den
horizontalen Rahmenteilen 14a zwangsweise mitbewegt werden. Die Verwendung der zweiten
Strebe 28 zwischen den vertikal verlaufenden Rahmenteilen 14b steigert jedoch die
innere Stabilität, die Steifigkeit des Rahmens 12, so daß er auch hohen Querbelastungen
ausgesetzt werden kann. Somit kann die erfindungsgemäße Verschalung 10 ebenso für
Aussparungen in Betonwänden verwendet werden.
[0031] Entsprechend der Detailansicht aus Fig. 3 erstreckt sich im Fugenbereich eins der
Rahmenteile 14, hier das rechte, vertikale Rahmenteil 14b, bis zur Außenseite des
Rahmens 12; das zugehörige Ende des Rahmenteils 14 b wird im folgenden als Außenende
18 bezeichnet. Das sich bis zur Fuge 20 erstreckende Ende des benachbarten horizontalen
Rahmenteils 14a wird im folgenden als Fugenende 16 bezeichnet. Die zum Verstellen
der Rahmenteile 14 gegeneinander benötigten Verbindungsmittel bestehen aus einem am
Fugenende 16 befestigten, in Längsrichtung des zugehörigen Rahmenteils 14a verlaufenden
Bolzen 24, der sich in eine im Bereich des Außenendes 18 des benachbarten Rahmenteils
14b ausgenommene Öffnung 22 erstreckt. Die Öffnung 22 kann aus einer Hülse oder auch
aus einer Bohrung mit einem Innendurchmesser gebildet sein, der die Verschiebbarkeit
des Bolzens 24 ermöglicht.
[0032] Im Ausführungsbeispiel ist am freien Ende des Bolzens 24 eine als Anschlag dienende
Mutter 34 befestigt, mit der das einzuhaltende Außenmaß justiert wird. Darüber hinaus
bewirkt dieser Anschlag, daß der Rahmen 12 in seiner Einschalstellung mit den verlängerten
Streben 26 und 28 verspannt wird, was seine Stabilität zusätzlich erhöht. Um den Bolzen
24 und die Öffnung 22 vor Verschmutzungen zu schützen, ist der Bolzen 24 von einem
Schaumguministück 25 umgeben, das sich über die ganze Weite der Fuge 20 erstreckt.
Das Schaumgummistück 25 besteht dabei vorzugsweise aus einem weichen, nachgiebigen,
geschlossenzelligen Schaumgummimaterial, das den Bewegungen im Fugenbereich ohne weiteres
folgen kann und in das keine Feuchtigkeit oder Verschmutzung eindringt.
[0033] Im Unterschied zur dargestellten Ausführungsform kann der Bolzen 24 auch am Außenende
18 des vertikalen Rahmenteils 14b befestigt sein und in einer Öffnung 22 am Fugenende
16 des horizontalen Rahmenteils 14a geführt sein.
[0034] Gemäß Fig. 3 sind außen auf den Rahmenteilen 14 Schalbretter 36 angebracht, die die
Tiefe der auszusparenden Tür- oder Fensteröffnung aufweisen, so daß der Rahmen 12
selbst eine deutlich geringere Tiefe aufweisen kann, was zu erheblichen Material-
und Gewichtseinsparungen führt.
[0035] Wenn die Schalbretter 36, wie in Fig. 3, fest an den Rahmenteilen 14 angebracht sind,
wird der Fugenbereich bündig zu den Schalbrettern 36 mit einem gummieelastischen Schalelement
38 überbrückt. Auf diese Weise wird in der Einschalstellung für die Außenseite der
Verschalung 10 eine gleichmäßige Kontur gewährleistet. Diese Ausführungsform mit festen
Schalbrettern 36 und elastischem Schalelement 38 bietet den großen Vorteil, daß sämtliche
Bauteile der Verschalung 10 in einer Baugruppe zusammengefaßt sind und somit nicht
durch den Verlust einzelner Elemente unbrauchbar werden kann. Dabei können die Schalbretter
36 auch austauschbar am Rahmen 12 befestigt sein.
[0036] Darüber hinaus können austauschbare Schalbretter 36, je nach den gestellten Anforderungen,
aus verschiedenen Materialien mit unterschiedlichen Oberflächen bestehen, z.B. Aluminium-,
Holz- und Kunststoffbretter. An besonders vorteilhaften Ausführungsformen der Schalbretter
36 sind entsprechend Fig. 5 an den außenliegenden Seitenkanten jedes Schalbrettes
36 Dreiecksprofile 37 angeordnet, die für den Fall einer Betonverschalung an den Außenkanten
des fertigen, gegossenen Betonrahmens eine Fase hinterlassen.
[0037] Um die Verschalung 10 beim Einbau örtlich an der Innenwandverschalung bzw. Außenwandverschalung
mit Nägeln oder Schrauben zu fixieren, sind Laschen 15, die mit Bohrungen versehen
sind, an den Rahmenteilen 14 angeordnet.
[0038] Um die Höhe des Rahmens 12 beispielsweise an unterschiedliche Norm-Estrichstärken
anzupassen, kann im einfachsten Fall unter dem unteren horizontal verlaufenden Rahmenteil
14a ein Ausgleichsbrett aus Holz angeordnet werden, das mit Nägeln oder Schrauben
befestigt werden kann, die das untere horizontale Rahmenteil 14a in darin vorgesehenen
Bohrungen durchdringen. Entsprechend Fig. 4 wird bei einer Ausgestaltungsform der
Erfindung zur Anpassung der Verschalung 10 an eine andere Normhöhe auf der Unterseite
des unteren horizontalen Rahmenteils 14a ein Vergrößerungselement 48 angebracht. Dazu
weist das Vergrößerungselement 48 auf seiner dem Rahmen 12 zugewandten Seite senkrecht
abstehende Zapfen 50 auf, die in entsprechende Öffnungen im Rahmenteil 14a einführbar
sind. Im wiedergegebenen Beispiel ist zusätzlich am Vergrößerungselement 48 etwa mittig
eine Öse 52 angeordnet, die zum Anbringen des Vergrößerungselements 48 am Rahmenteil
14a ebenfalls durch eine darin vorgesehene entsprechende Öffnung durchgeführt wird.
Zur sicheren Befestigung des Vergrößerungselementes 48 am Rahmenteil 14a ist ein quer
verlaufender, in die Öse 52 einzubringender Keil 54 vorgesehen.
[0039] Das Vergrößerungselement 48 besteht im Ausführungsbeispiel aus zwei Teilen, die an
der Außenseite der Verschalung 10, wie die festen Schalbretter 36, durch ein elastisches
Schalelement 38 miteinander Verbunden sind, so daß das Vergrößerungselement 48 schon
vorab am Rahmen 12 montiert werden kann und auch wieder gemeinsam mit diesem aus der
fertig verschalten Aussparung entfernbar ist.
[0040] Um die Stabilität des Rahmens 12 zu erhöhen, können die Rahmenteile 14 aus bezüglich
der Rahmentiefe parallel verlaufenden, mit Querstegen verbundenen (Profil-)Rohren
bestehen. Durch diese Bauweise lassen sich auch die sich kreuzenden Diagonalstreben
26 und 28 einfach aneinander vorbeiführen, indem sie entsprechend zur Mittelebenen
der Verschalung 10 versetzt an den Rahmenteilen 14 angebracht sind. Um eine möglichst
exakte Verstellung der Rahmenteile 14 gegeneinander zu ermöglichen und um auch im
Fugenbereich erhöhte Rahmensteifigkeit zu gewährleisten, sind die Bolzen 24 vorzugsweise
doppelt ausgeführt.
[0041] Entsprechend der Detailansicht aus Fig. 6 besteht jede Strebe 26, 28 aus einem Rohr
30, in dessen Enden jeweils ein Rohr oder eine Stange 32 eingeführt ist. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel weist das Rohr 30 eine spiralförmige Aussparung 40 auf, die als
Kulisse für die Verstellbewegung zwischen Stange 32 und Rohr 30 dient. An der Stange
32 ist dazu ein radial nach außen abstehender Bolzen 42 befestigt, der durch die Aussparung
40 durchgeführt ist.
[0042] Beim Verdrehen des Rohres 30 gegenüber der Stange 32 folgt der Bolzen 42 der Kulissenführung
40 und bewirkt, je nach Drehrichtung, das Ein- bzw. Ausfahren der Stange 32. Zum Aufbringen
des notwendigen Drehmoments ist am Rohr 30 ein als Griff dienender Hebel 44 befestigt.
[0043] Die Kulisse 42 kann in wenigstens einer ihrer Endstellungen einen kurzen in Umfangsrichtung
verlaufenden Bereich aufweisen, der dann keine Längenveränderung mehr bewirkt, sondern
eine Sicherung gegen selbständiges zurückdrehen, insbesondere von der Einschalstellung
in die Ausschalstellung, bildet. Als zusätzliche oder alternative Sicherung der Endstellung
können auch Feststellschrauben dienen.
[0044] Aufgrund der Anordnung gegenläufiger Führungskulissen 40 an den entgegengesetzten
Enden der Streben 26 und 28 lassen sich größere Längenverstellungen erzielen und/oder
aufgrund der anderen Übersetzung der zur Verstellung notwendige Kraftaufwand verringern.
[0045] Bei der bevorzugten Ausführungsform ist im Unterschied zum in Fig. 6 dargestellten
Ausführungsbeispiel die Kulisse 40 in der als Rohr ausgeführten Stange 32 ausgespart,
während der Bolzen 42 sich vom Rohr 30 radial nach innen erstreckt. Auf diese Weise
kann der Bolzen 42 auch von außen, beispielsweise über eine Gewindeöffnung, durch
das Rohr 30 in die Kulisse 40 der Rohrstange 32 eingebracht werden, wodurch die (De-)Montage
wesentlich erleichtert wird. Darüber hinaus ist die Kulissenführung 40 vor Verschmutzungen
geschützt.
[0046] Um die Längenverstellung zu erleichtern, ist jeweils zwischen Rohr 30 und Stange
32 eine nicht gezeigte Lagerbüchse angeordnet, so daß die Reibungskräfte zwischen
Rohr 30 und Stange 32 vernachlässigbar sind.
[0047] Bei einer anderen Ausgestaltungsform kann zur Längenverstellung jeder Diagonalstrebe
26 und 28 am Rohr 30 ein Kniehebel so um eine quer zum Rohr 30 verlaufende Lagerachse
gelagert sein, daß der eine, als Griff dienende Hebelarm des Kniehebels zwischen zwei
in Längsrichtung des Rohres 30 verlaufenden Endpositionen verstellbar ist. Der andere
Hebelarm des Kniehebels greift an der im Rohr geführten Stange 32 an, so daß er beim
Umschwenken des Griffes von einer Endposition in die andere eine axiale Verstellung
der Stange 32 bezüglich des Rohres 30 bewirkt. Dabei entsprechen die Endpositionen
des Griffes den Endstellungen der Längenverstellung.
Bezugszeichenliste
[0048]
- 10
- Verschalung
- 12
- Rahmen
- 14a
- horizontales Rahmenteil
- 14b
- vertikales Rahmenteil
- 15
- Lasche
- 16
- Fugenende eines Rahmenteils 14
- 18
- Außenende eines Rahmenteils 14
- 20
- Fuge
- 22
- Öffnung der Verbindungsmittel
- 24
- Bolzen der Verbindungsmittel
- 25
- Schutz für die Verbindungsmittel 22 und 24
- 26
- Strebe an den horizontalen Rahmenteilen 14a
- 28
- Strebe an den vertikalen Rahmenteilen 14b
- 30
- Rohr der Strebe 26, 28
- 32
- Stange am Ende der Strebe 26, 28
- 34
- Mutter am Bolzen 24
- 36
- Schalbrett
- 37
- Dreiecksprofil
- 38
- gummieelastisches Schalelement
- 39
- Seitenwange
- 40
- Führungskulisse der Längenverstellmittel
- 42
- Bolzen der Längenverstellmittel
- 44
- Handgriff
- 46
- Mauer
- 48
- Vergrößerungselement
- 50
- Zapfen
- 52
- Öse
- 54
- Keil
1. Verschalung mit einem rechtwinkligen Rahmen, der wenigstens vier umfangsmäßig angeordnete,
aneinander angrenzende, geradlinige Rahmenteile aufweist, wobei zwischen den Enden
benachbarter Rahmenteile jeweils eine Fuge ausgebildet ist, in deren Bereich Mittel
zum Verbinden dieser Rahmenteile angeordnet sind, die ein Verstellen dieser Rahmenteile
zueinander ermöglichen, und mit wenigstens einer Strebe, die an diametral gegenüberliegenden
Stellen an gegenüberliegenden Rahmenteilen angelenkt ist und die Mittel zur Längenverstellung
aufweist, mit denen die Strebe zwischen einer Einschalstellung im ausgefahrenen Zustand
und einer Ausschalstellung im eingefahrenen Zustand verstellbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Rahmen (12) vier Rahmenteile (14a,b) aufweist, die sich jeweils mit dem einen
Ende bis zur Außenseite des Rahmens (12) - Außenende (18) - und mit dem anderen Ende
bis zur jeweiligen Fuge (20) - Fugenende (16) - erstrecken, wobei die Fugen (20) im
Bereich der Ecken des Rahmens (12) ausgebildet sind und deren Breite zum Erreichen
der Ausschalstellung verkleinert wird.
2. Verschalung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Strebe (26, 28) an ihren Enden jeweils im Bereich des Außenendes (18) gegenüberliegender
Rahmenteile (14a,b) gelagert ist.
3. Verschalung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungsmittel (22, 24) wenigstens einen Bolzen (24) aufweisen, der im
Bereich der Fuge (20) einenends am jeweiligen Rahmenteil (14a,b) befestigt ist und
anderenends in einer am benachbarten Rahmenteil (14a,b) angeordneten Öffnung (22)
verschiebbar eingebracht ist, wobei vorzugsweise die Verstellbewegung des Bolzens
(24) durch einen daran angeordneten Anschlag begrenzt ist, der mit der Öffnung (22)
zusammenwirkt.
4. Verschalung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Strebe (26, 28) wenigstens in einem Abschnitt aus zwei ineinander verstellbaren
Rohren (30, 32) besteht und daß die Mittel zur Längenverstellung einen an einem der
Rohre (32) angebrachten radial abstehenden Bolzen (42) aufweisen, der durch eine als
Führungskulisse dienende Aussparung (40) im anderen Rohr (30) durchgeführt ist, und
einen als Handgriff dienenden Hebel (44) aufweisen, der an einem der Rohre (30) befestigt
ist, wobei vorzugsweise die ineinander verstellbaren Rohre (30, 32) jeweils an den
Enden der Strebe (26, 28) angeordnet sind, wobei die an den zugehörigen Rahmenteilen
(14a,b) angelenkten Rohre (32) einem gemeinsamen Rohr (30) zugeordnet sind, an dem
der Griff (44) befestigt ist, und wobei die jeweiligen Führungskulissen (40) gegenläufig
ausgebildet sind.
5. Verschalung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß in den Fugen (20) bündig zur Außenseite der Verschalung (10) ein gummieelastisches
Schalelement (38) angeordnet ist.
6. Verschalung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß an einem der Rahmenteile (14a,b) Mittel zum Ausrichten der Verschalung (10) und/oder
Haltemittel angeordnet sind, die zum Anbringen und Entfernen der Verschalung mit Hebezeug,
insbesondere einem Kranhaken, zusammenwirken.
7. Verschalung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß Mittel zur Sicherung des Rahmens (12) in der Einschalstellung vorgesehen sind.
8. Verschalung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß für die Verbindungsmittel (22, 24) im Bereich der jeweiligen Fuge (20) ein Schutz
(25) gegen Verschmutzung angeordnet ist.
9. Verschalung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Außenseite des Rahmens (12) an jedem Rahmenteil (14a,b) ein Schalbrett
(36) angeordnet ist, wobei vorzugsweise an den Rahmenteilen (14a,b) Laschen (15) mit
Bohrungen und/oder an den außenliegenden Seitenkanten des Schalbrettes (36) nach außen
abstehende Dreiecksprofile (37) angeordnet sind.
10. Verschalung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß insbesondere am unteren horizontalen Rahmenteil (14a,b) ein Vergrößerungselement
(48) ankoppelbar ist.