[0001] Die Erfindung betrifft eine verstellbare Zahnringpumpe nach dem Oberbegriff von Anspruch
1, die in ihrer spezifischen Fördermenge [Fördervolumen/Drehzahl] verändert werden
kann.
[0002] Bekannte Zahnradpumpen weisen eine systembedingt konstante spezifische Fördermenge
auf, weil die Geometrie der Verdrängerzellen nicht verändert werden kann. Die expandierenden
und die komprimierenden Förderzellen schwanken während der Drehung des Zahnradsatzes
von einem Minimum zu einem Maximum und wieder zurück zum Minimum, weil die Zähne starr
und nicht veränderbar sind. Aus dieser Konstanz der spezifischen Fördermenge ergibt
sich automatisch eine Proportionalität der Fördermenge der Pumpe über der Drehzahl,
solange der Füllgrad der Forderzellen 100 % ist.
[0003] In vielen Anwendungsfällen ist jedoch diese Proportionalität störend und unerwünscht.
Bei einer Presse beispielsweise ist zwar für den Eilgang eine hohe Liefer` menge an
Drucköl notwendig, in der Endphase des Arbeitshubes jedoch wird nur noch hoher Druck
gefordert, der Bedarf an Öl-Fördermenge geht jedoch auf Null zurück. Da die Antriebsdrehzahl
solcher Pumpen in der Regel konstant bleibt, entsteht ein unter hohem Druck stehender
Ölstromüberschuß, der energieverlustbehaftet in den Öltank zurückströmt.
[0004] Besonders störend ist dieser Ölstromüberschuß beispielsweise bei Motorschmierpumpen,
bei Kraftfahrzeugen und bei den Ölversorgungspumpen von automatischen Getrieben. Diese
benötigen zwar bei niedriger Motor- und damit niedriger Pumpendrehzahl eine bei Leerlauf
erforderliche Mindestfördermenge und bei hoher Drehzahl einen Mindestöldruck, der
Ölmengenbedarf bei höherer Drehzahl liegt aber weit unterhalb der Proportionalitätslinie,
bei maximalen Drehzahlen meistens unter einem Drittel der Proportionalitätsmenge.
[0005] Abgesehen von vielen Bemühungen, dieses Problem durch Saugdrosselung zu lösen, hat
man Lösungen mit verstellbaren Flügelzellenpumpen vorgeschlagen. Lösungen mit Zweiregisterpumpen
zur Erzielung von wenigstens zwei Förderstufen oder mit zwei variabel gegeneinander
arbeitenden Laufsätzen sind auch bekannt geworden.
[0006] Ein guter Lösungsansatz ist eine Zahnringpumpe als Innenzahnradpumpe, die keine Mondsichel
benötigt, weil die Zahnform so gewählt ist, daß durch Zahnkopfberührung jede Zahnkammer
von den benachbarten Zahnkammern zuverlässig abgedichtet ist, so daß ein guter volumetrischer
Wirkungsgrad erzielt wird. Bei derartigen Zahnringpumpen besteht die Möglichkeit,
daß der Achsabstand des Innenläufers zum Außenläufer bzw. die Winkellage der Exzenterachse,
gegenüber dem Gehäuse und somit gegenüber den Zu- und Abflußöffnungen im Gehäuse verändert
werden kann.
[0007] Eine konstruktive Lösung könnte darin bestehen, daß der Außenläufer in einem Exzenterring
gelagert ist, der im Gehäuse drehbar angeordnet und verstellbar ist. Für eine für
die praktische Anwendung notwendige Fördermengenverstellung bis nahe an den Wert Null
heran, was beim Kaltstart sehr erwünscht ist, ist eine Winkelverstellung der Exzenterachse
von 90° erforderlich. Dies bedeutet, daß der Exzenterring zur Verstellung der Exzentrizitätsachse
des Laufsatzes um 90° und somit um große Umfangswege verdreht werden muß. Damit müßte
auch die Regelfeder sehr große Wege durchfahren, was wegen der erforderlichen weichen
Kennlinie zu schwierig zu realisierenden Abmessungen führen würde. Da speziell bei
Kraftfahrzeugmotoren und Automatikgetrieben sehr häufige und schnelle Drehzahlwechsel
stattfinden, müßte der Exzenterring hohe Drehbeschleunigungen und Verzögerungen erfahren,
was zu großen Verstellkräften, zu großen Verstellwiderständen und zu hohem Verschleiß
führen würde. Auch ist die Verschmutzungsgefahr der großen Regelräume groß.
[0008] Die Erfindung löst das Problem kleiner Regelwege und schneller Reaktionsfähigkeit
der Regelung variabler Zahnringpumpen durch die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch
1.
[0009] Nach den Gesetzen der Innengetriebe ist das negative Verhältnis des Drehwinkels der
Exzenterachse bzw. des Planetenträgers zum Drehwinkel des Ritzels bzw. des Planetenrades
gleich der Zähnezahl des Ritzels, wenn die Zähnezahldifferenz zwischen Hohlrad und
Ritzel gleich eins ist. Da gemäß Anspruch 1 der Umfangskreis bzw. der Teilkreis der
Außenverzahnung am Verstellring verhältnismäßig groß ist, z.B. eine Zähnezahl von
16 aufweist, ist die negative Winkelverstellung der Exzenterachse das 16-fache des
Drehwinkels des Verstellringes um seine eigene Achse. Dementsprechend führt der Verstellring
kleine Winkeldrehungen und somit kleine Verstellwege aus, weil er lediglich eine kleine
Abrollbewegung im Gehäuse ausführt.
[0010] Hierbei ist lediglich die Forderung zu erfüllen, daß die Durchmesserdifferenz der
innen aneinander abrollenden Kreise gleich der doppelten Exzentrizität des Zahnradlaufsatzes
ist, damit der Achsabstand der Zahnräder während des ganzen Regelweges genau konstant
bleibt. Ferner rollen die Kreise schlupffrei aneinander ab.
[0011] Um dieses schlupffreie Abrollen zu gewährleisten, wird erfindungsgemäß eine Ausführung
gemäß Anspruch 2 vorgeschlagen.
[0012] Wegen der kleinen Verstellbewegung des Verstellringes besteht nunmehr auch die Möglichkeit,
daß mit vertretbarem Bauaufwand eine Reversierpumpe realisiert werden kann gemäß Unteranspruch
6, eine Voraussetzung für den Bau hydrostatischer Antriebe und Steuerungen, die stets
auch eine Drehrichtungsumkehr verlangen.
[0013] Vorzugsweise ist die Verzahnung eines als Innengetriebe ausgebildeten Verstellgetriebes
zwischen dem Verstellring und dem Gehäuse eine Trochoiden- oder eine Zykloiden-Innenverzahnung.
[0014] Im Exzenterwinkelbereich mit stark reduzierter Schluckmenge der Pumpe entsteht in
dem Bereich, wo die Zähne des Zahnringlaufsatzes der Pumpe die Stege zwischen Nieder-
und Hochdrucköffnungen bildenden nierenförmigen Gehäuseöffnungen überstreichen, die
Gefahr der Kavitation auf der Saugseite und die des Quetschöles auf der Druckseite.
Um die damit verbundenen unerwünschten Begleiterscheinungen zu mindern, weist der
Verstellring in axialer Richtung gesehen auf der Gegenseite zu den nierenförmigen
Niederdruck- und Hochdrucköffnungen eine umlaufende, durch die Gehäusewand geschlossene
Verbindungsnut auf, die zusammen mit in der Gehäusewand eingearbeiteten Verbindungsnuten
die im Bereich der Stege expandierenden und komprimierenden Förderzellen miteinander
verbindet. Es wird zwischen diesen Arbeitskammern eine Kanalverbindung vorgeschlagen,
die einen Ausgleichölfluß ermöglicht, so daß übermäßige Druckspitzen an der Quetschölstelle
und extreme Unterdrücke an der Kaviationsstelle vermieden werden.
[0015] Besonders bei Pumpen, die sehr niedrigviskose Flüssigkeiten, beispielsweise Motorenöl
im heißen Zustand, fördern sollen, ist eine gute Abdichtung aller Arbeits-, Regel-
und Druckausgleichsräume unerläßlich. Soll beispielsweise, wie in Anspruch 5 offenbart,
der Raum zwischen dem inneren Umfangskreis des Gehäuses und dem äußeren Umfangskreis
des Verstellringes als Regelkolben dienen, ist es vorteilhaft, besondere Vorkehrungen
entsprechend Anspruch 7 und/oder 8 zu treffen.
[0016] Die Ausführung einer Nullhubpumpe gemäß Anspruch 9 reduziert den Bauaufwand, weil
danach nur der Verdichtungsraum in der Zahnringpumpe selbst den Hochdruck führt. Da
sich jedoch beim Abregeln der Fördermenge der Momentanpol, das ist der Wälzpunkt,
um den sich bei jeder Drehstellung der Verstellring dreht, verändert, in der Weise,
dass in der abgeregelten Stellung des Verstellringes die hydrostatische Kraftkomponente
des verdichtenden Arbeitsraums kein Moment mehr auf den Verstellring ausübt, wird
die Pumpe bei Anwendung einer Feder nicht ganz auf Null abregeln. In diesem Falle
weist auch der unter Hochdruck stehende Arbeitsraum die größte Querschnittsfläche
in axialer Richtung auf, was unter Umständen zu unzulässig großer axialer Ausbiegung
des Gehäuses und insbesondere des Deckels führt. Deshalb werden vorzugsweise Abdichtungsmaßnahmen
nach den Ansprüchen 7 und/oder 8 vorgenommen. Diese Merkmale der erfindungsgemäßen
Zahnringpumpe sind, unter Umständen auch noch mit bekannten Mitteln, um so vorteilhafter,
als im Motorenbau aus Kostengründen das Gehäuse meist in Leichtmetalldruckguß, der
Laufsatz und der Verstellring mittels Sinterverfahren und der Deckel oftmals als Blechteil
ausgeführt sind. Ferner sollte der Bearbeitungaufwand am Gehäuse minimal gehalten
werden, der sich weitgehend auf Dreh- und Bohr- sowie sowie auf Fräsbearbeitungen
mit angetriebenen Werkzeugen auf NC-Drehmaschinen beschränken sollte.
[0017] Die Außenverzahnung des Verstellgetriebes wird vorzugsweise einstückig mit dem Verstellring,
insbesondere durch Sintern, hergestellt. Die Außenverzahnung kann grundsätzlich auch
durch einen gestanzten Blechring am Verstellring gebildet werden. Die Innenverzahnung
kann vorteilhaft am Gehäuse durch einen gestanzten Blechring gebildet werden. In einer
anderen Ausführungsform wird die Innenverzahnung des Verstellgetriebes einstückig
mit dem Gehäuse ausgeführt, das dann vorzugsweise zusammen mit der Innenverzahnung
ebenfalls gesintert ist. Der Innenläufer der Pumpe kann auf die Welle aufgeschrumpft
sein, wobei vorzugsweise zwischen Wellenschrumpfsitz und Innenläufer axiale Verbindungskanäle
vorgesehen sind. In einer alternativen Ausführungsform ist der Innenläufer einstückig
mit der Welle ausgeführt.
[0018] Soll die erfindungsgemäße Zahnringpumpe als Hochdruckpumpe eingesetzt werden, dann
müssen hohe Ansprüche an die Konstruktion erfüllt werden. Besonders vorteilhaft ist
es, die Zähne des Zahnringlaufsatzes zur Vermeidung von schnellem Verschleiß an einem
der beiden Läufer als Rollen auszubilden. Dies bewährt sich auch bei langsam laufenden
Hochdruck-Kreiselkolben-Maschinen.
[0019] Damit die Maschine dabei im Durchmesser nicht zu groß wird, sind die Rollen bevorzugt
am Innenläufer angeordnet.
[0020] Dabei entstehen besonders robuste Verhältnisse und kleine, kompakte Abmessungen dann,
wenn der Innenläufer als Lagerung für die Rollen einstückig mit der Welle ausgeführt
wird.
[0021] Beim Betrieb solcher Zahnringpumpen treten durch die großen Flächen, auf die der
Hochdruck einwirkt, beträchtliche Verformungskräfte auf, insbesondere am Verstellring.
Da dieser zugleich das radiale Gleitlager für den hochbelasteten Außenläufer bilden
muss, wird die hydrostatische, von innen nach außen wirkende Kraft von außen her nach
innen zu so weit als möglich kompensiert. Dies kann dadurch erreicht werden, dass
sich der Verstellring und damit die Verzahnung des Verstellgetriebes über die ganze
Breite des Pumpenlaufsatzes erstrecken und die Verzahnung des Verstellgetriebes druckdichte
Kammern bildet, die vom Arbeitsdruck oder von einem Hochdruck partiell beaufschlagt
werden können. Dadurch werden am Verstellring radial die Kräfte ausgeglichen, so dass
die Verformungen zumindest stark reduziert werden können.
[0022] Die radiale Ausgleichskraft kann dann auch zum Verstellen der Fördermenge der Zahnringpumpe
vorteilhafterweise herangezogen werden, wenn die Kammern in der Verzahnung des Verstellgetriebes
über Kanäle und vorzugsweise ein Steuer-Drehventil in Grenzen beliebig sowohl in ihrer
Anzahl als auch in ihrer Verdrehlage verändert werden können, wie dies ebenfalls bei
den oben erwähnten langsam laufenden Hochdruck-Kreiskolben-Maschinen zum Einsatz kommen
kann. Das Steuer-Drehventil ist über Verstellmittel winkelverstellbar zur Verstellung
der Lage der hochdruck- und niederdruckbeaufschlagten Kammern. Das zur Verstellung
des Verstellringes notwendige Verstellmoment entsteht dadurch, dass der resultierende
Kraftvektor des partiellen Druckfeldes in den unter Druck, vorzugsweise unter Hochdruck,
stehenden Kammern der Verzahnung des Verstellgetriebes seitlich am Momentanpol M als
Drehpunkt vorbeiweist, so dass durch die Drehung des Druckfeldes gleichzeitig ein
Hebelarm entsteht. Der Verstellring wird sich dann so weit in der Verzahnung des Verstellgetriebes
drehen, bis Momentengleichgewicht herrscht zwischen dem Verstellmoment und dem Moment,
das das Arbeitsdruckfeld bezüglich des neuen Momentanpols M in Gegendrehrichtung ausübt.
[0023] Insbesondere bei einer Zahnringpumpe für einen geschlossenen Kreislauf ist es vorteilhaft,
auf dem dem Antriebsstummel gegenüberliegenden Ende der Welle der Pumpe eine Spül-
und Regelpumpe vorzusehen, die in bekannter Weise über Rückschlagventile in den Niederdruckbereich
mit stark vermindertem Druck das externe Lecköl ersetzt.
[0024] Vorzugsweise sind in den Kanälen zum Steuer-Drehventil Drosseln vorgesehen, und das
Steuer-Drehventil weist Steuerbohrungen auf, um die Kammern in die Leckräume zum Tank
zu verbinden.
[0025] Diese Art der Druckkompensation und Verstellung der erfindungsgemäßen, regelbaren
Zahnringpumpe erfordert eine genaue Fertigung der Verzahnung des Verstellgetriebes,
damit die Leckverluste aus dem Kompensations- und Regelfeld in den Ansaugbereich bzw.
in die Leckräume, die sogenannten äußeren Leckverluste der Zahnringpumpe, in zulässigen
Grenzen bleiben. Dies ist bei einer Verstellpumpe umso bedeutsamer, weil bei abgeregelter
Pumpe bei gleichem Druck der prozentuale Leckanteil an der wirksamen Fördermenge ohnehin
ansteigt, so dass der volumetrische Wirkungsgrad entsprechend stark abfällt.
[0026] Wird hingegen die Verstellung des Verstellringes nicht direkt hydraulisch wie oben
beschrieben, sondern mechanisch vorgenommen gemäß Anspruch 6, dann dienen die hochdruckbeaufschlagten
Zellen zwischen der Verzahnung des Verstellgetriebes lediglich dem Kräfte- und somit
dem Spannungsausgleich im Verstellring, um dessen Verformung zu minimieren. In diesem
Fall kann die Anzahl und die Auswahl der hochdruckbeaufschlagten Zellen so gewählt
werden, dass der Verstellring durch das interne Arbeitsdruckfeld stets dichtend die
Zahnköpfe der Verzahnung des Verstellgetriebes auf Berührungskontakt hält. In diesem
Fall können beide Teile, der Verstellring mit seiner Außenverzahnung und der Gehäusering
mit seiner Innenverzahnung, ausreichend genau im Sinterverfahren hergestellt werden.
Es kann nämlich dann genügend Zahnspiel vorgesehen werden zur Überbrückung der Fertigungstoleranzen.
[0027] Bei einer Hochdruckpumpe ist eine äußerst kompakte Ausführung unerläßlich. Die druckbelasteten
Räume dürfen keine großen druckbelasteten Wirkungsflächen aufweisen. Deshalb wird
im Falle einer Nullhubpumpe eine Ausführung mit dem Merkmal von Anspruch 15 bevorzugt.
Auch hier besteht das Problem, dass die Fördermenge nicht ganz auf Null abgeregelt
werden kann, falls lediglich der Druckraum der Innenzahnringpumpe als Verstellkraft
in Richtung Nullhub genutzt wird, da in dieser Stellung kein Verstellmoment bezüglich
des Momentanpols des Verstellrings mehr zur Verfügung steht. Als Abhilfe steht das
Mittel zur Verfügung, dass mit zunehmender Verdrehung des Verstellrings dieser geeignete
Kanäle oder wenigstens einen solchen Kanal freigibt, die bzw. der den Hochdruck in
solche Zellen in der Hilfsverzahnung zwischen Verstellring und Gehäuseteil leiten
bzw. leitet, die das Verdrehen des Verstellringes in Richtung Nullhub begünstigen.
[0028] Bei einer im Sinterverfahren hergestellten Verzahnung zwischen dem Verstellring und
dem Gehäuseteil ist man darauf angewiesen, wie bereits erwähnt, dass eine optimale
Abdichtung stattfindet durch Zahnkopfberührung in der Verzahnung. Diese wird nicht
nur durch das Arbeitsdruckfeld bei Unterkompensation, sondern auch durch die Radialkomponente
der Zahnkraft am Momentanpol M bewirkt. Es ist deshalb vorteilhaft, wenn man für die
Verzahnung des Verstellgetriebes eine Zahnform auswählt, die an der Stelle tiefsten
Zahneingriffs einen großen Eingriffswinkel aufweist. Diese Bedingung ist bei einer
Trochoiden-Verzahnung mit kreisförmigen oder hypozykloiden-förmigen Zähnen im Hohlrad
erfüllt.
[0029] Vorteilhafterweise ist das Axialspiel des Verstellringes im Gehäuse wesentlich kleiner
ausgeführt als das Axialspiel des Zahnringlaufsatzes.
[0030] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand von Zeichnungen
erläutert. Es zeigen:
- Figur 1a
- ein erstes Ausführungsbeispiel einer Reversierpumpe in einer ersten Endstellung maximalen
Fördervolumens,
- Figur 1b
- die Reversierpumpe der Figur 1a in ihrer Nullstellung,
- Figur 1c
- die Reversierpumpe der Figuren 1a und 1b in einer zweiten Endstellung maximalen Fördervolumens,
- Figur 2
- einen Langsschnitt der Pumpe nach den Figuren 1a-1c,
- Figur 3a
- ein erstes Ausführungsbeispiel einer Nullhubpumpe in ihrer Endstellung für maximales
Fördervolumen,
- Figur 3b
- die Nullhubpumpe der Figur 3a in ihrer Nullstellung,
- Figur 4a
- ein zweites Ausführungsbeispiel für eine Nullhubpumpe in ihrer Endstellung für maximales
Fördervolumen,
- Figur 4b
- die Nullhubpumpe der Figur 4a in ihrer Nullstellung,
- Figur 5
- einen Längsschnitt durch die Pumpe der Figur 4a,
- Figur 6a
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Regelpumpe, insbesondere für Hochdruck Anwendungen,
- Figur 6b
- einen Längsschnitt der Pumpe nach Figur 6a,
- Figur 7a
- einen Querschnitt der Pumpe nach den Figuren 6a und 6b,
- Figur 7b
- eine Ansicht der Pumpe nach den Figuren 6a bis 7a mit teilweisem Schnitt,
- Figur 8a
- die Regelpumpe nach Fig. 6a in einer ersten Endstellung maximalen Fördervolumens mit
positiver Förderrichtung,
- Figur 8b
- die Pumpe nach Figur 8a in ihrer Nullstellung,
- Figur 8c
- die Pumpe nach den Figuren 8a und 8b in ihrer zweiten Endstellung für maximales Fördervolumen
mit negativer Förderrichtung,
- Figur 9a
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Nullhubpumpe,
- Figur 9b
- die Pumpe nach Figur 9a in ihrer Nullstellung und
- Figur 9c
- einen Längsschnitt der Pumpe nach Figur 9a und 9b,
- Figur 10
- eine Variante des Ausführungsbeispiels nach Fig. 9a,
- Figur 11
- den Schnitt A-A nach Figur 10,
- Figur 12
- den Schnitt B-B nach Figur 10,
- Figur 13
- die Ansicht X nach Figur 11.
[0031] Eine in den Figuren 1a bis 2 dargestellte Zahnringpumpe weist einen Innenläufer 3
und einen Außenläufer 4 auf, die mit ihrer Außen- und Innenverzahnung einen Zahnringlaufsatz
5 bilden. Die Außenverzahnung des Innenläufers 3 weist einen Zahn weniger als die
Innenverzahnung des Außenläufers 4 auf.
[0032] Der Innenläufer 3 ist auf eine drehangetriebene Welle 2 aufgeschrumpft. Zwischen
dem Wellenschrumpfsitz und dem Innenläufer 3 sind axiale Verbindungskanäle 48 vorgesehen.
[0033] Sowohl die Welle 2 und damit der Innenläufer 3 als auch der Außenläufer 4 sind in
einem Pumpengehäuse, wovon Teile mit 1, 1' und 1'' bezeichnet sind, drehbar gelagert.
Die Drehachse des Außenläufers 4 verläuft parallel beabstandet, d.h. exzentrisch,
zur Drehachse des Innenläufers 3. Die Exzentrizität bzw. der Abstand zwischen diesen
beiden Drehachsen ist mit 17 bezeichnet.
[0034] Der Innenläufer 3 und der Außenläufer 4 bilden zwischen sich einen Fluidförderraum.
Dieser Fluidförderraum ist in gegeneinander druckdicht abgeschlossene Förderzellen
7 unterteilt. Die einzelnen Förderzellen 7 sind jeweils zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Zähnen des Innenläufers 3 und der Innenverzahnung des Außenläufers 4 gebildet, indem
je zwei aufeinanderfolgende Zähne des Innenläufers Kopf- oder Flankenberührung 6 mit
je zwei aufeinanderfolgenden, gegenüberliegenden Zähnen der Innenverzahnung des Außenläufers
4 haben.
[0035] Im Gehäuse sind seitlich an die Förderzellen 7 sich anschließende nierenförmige Nuten
8 und 9 ausgenommen, die einen Fluidzufluss und einen Fluidabfluss zu und von den
Förderzellen 7 bilden. In der in Figur 1a dargestellten Stellung des Außenläufers
4 bildet die Nut 8 die Niederdrucköffnung zum Zuführen des Fluids und die Nut 9 die
Hochdrucköffnung für den Fluidabfluss. Die Nut 8 erstreckt sich von nahe eines Ortes
tiefsten Zahneingriffs im Bereich eines gehäuseseitigen Stegs 11 nahezu halbkreisringförmig
bis nahe an einen Ort geringsten Zahneingriffs, der von einem dem Steg 11 diametral
gegenüberliegenden weiteren gehäuseseitigen Steg 10 überdeckt wird. Die Nut 9 auf
der Hochdruckseite in Figur 1a erstreckt sich im Gehäuse spiegelsymmetrisch zur Nut
8 auf der gegenüberliegenden Seite von den beiden Stegen 10 und 11. Vom Ort tiefsten
Zahneingriffs beim Steg 11 bis zum Ort geringsten Zahneingriffs beim Steg 10 werden
die Förderzellen 7 in Drehrichtung D zunehmend größer, um anschließend vom Ort geringsten
Zahneingriffs bis zum Ort tiefsten Zahneingriffs wieder abzunehmen. Beim Drehantreiben
des Innenläufers 3 wird somit durch die expandierenden Förderzellen 7 im Bereich der
Niederdrucköffnung 8 Fluid angesaugt, über den Ort geringsten Zahneingriffs transportiert
und durch die Hochdrucköffnung 9 unter höherem Druck wieder abgefördert. In der in
Figur 1a gezeigten Stellung liegt die Drehachse des Außenläufers 4 auf der vom Ort
tiefsten Zahneingriffs über die Drehachse des Innenläufers 3 zum Ort geringsten Zahneingriffs
gezogenen Geraden, und zwar zum Ort geringsten Zahneingriffs hin gegenüber der Drehachse
des Innenläufers 3 versetzt. In dieser Lage der Exzentrizität 17 und Drehrichtung
D wird die maximale Förderrate bzw. maximale Fördervolumen von der Niederdruckseite
8 zur Hochdruckseite 9 erreicht.
[0036] Um die Förderrate "V" verändern zu können, ist der Außenläufer 4 in einem Ring 14
aufgenommen, der seinerseits dem Gehäuse gegenüber verstellt werden kann. In diesem
Verstellring 14 ist der Außenläufer 4 über seinen äußeren Umfang 13 mittels eines
Gleitdrehlagers 12 frei drehbar gelagert. Der Verstellring 14 weist eine Außenverzahnung
24 auf, die mit einer Innenverzahnung 24' kämmt. Die Innenverzahnung 24' ist drehfest
mit dem Gehäuse verbunden. Ihr Zentrum fällt mit der Drehachse des Innenläufers 3
zusammen. Im Ausführungsbeispiel ist die Innenverzahnung 24' an einem gestanzten Blechring
27 ausgebildet, der am Gehäuseteil 1'' oder am Gehäuseteil 1 (Fig. 2) starr befestigt
ist. Die Innenverzahnung 24' könnte jedoch auch unmittelbar einstückig am Gehäuse
ausgebildet sein.
[0037] Das Gehäuse mit der Innenverzahnung 24' und der Verstellring 14 mit der Außenverzahnung
24 bilden ein Verstellgetriebe 20 zum Verstellen der Winkellage des Außenläufers 4
zum Innenläufer 3. Hierzu weist die Innenverzahnung 24' wenigstens einen Zahn mehr
auf als die Außenverzahnung 24 des Verstellrings 14. Im Ausführungsbeispiel beträgt
die Zähnedifferenz genau eins. Darüberhinaus ist die Differenz der Durchmesser des
Fußkreises der Innenverzahnung 24' und des Kopfkreises der Außenverzahnung 24 das
Doppelte der Exzentrizität 17.
[0038] Indem nun der Verstellring 14 im Drehsinn D des Innenläufers 3 um den vergleichsweise
kleinen Winkel γ unter ständigem gegenseitigen Eingriff der beiden Verzahnungen 24
und 24' des Verstellgetriebes 20 gedreht wird, so dass der Kopfkreis 15 des Verstellrings
14 und der Fußkreis 16 der Innenverzahnung 24' schlupffrei aneinander abrollen, wandert
die Drehachse des Außenläufers 4 aus der Stellung von Figur 1a entgegen dem Drehsinn
des Innenläufers 3 um 90° um die Drehachse des Innenläufers 3 zunächst in die in der
Figur 1b gezeigte Stellung. Die in Figur 1b gezeigte Stellung ist die Nullstellung
der Pumpe, in der im Idealfall kein Fluid gefördert wird. In der Nullstellung erstrecken
sich die Nutöffnungen 8 und 9 symmetrisch zu beiden Seiten der Orte tiefsten und geringsten
Zahneingriffs.
[0039] In Figur 1c ist die Pumpe der Figuren 1a und 1b in ihrer zweiten Endstellung gezeigt.
In dieser Stellung wird das Fluid von der dann als Niederdrucköffnung wirkenden Nutöffnung
9 zur entsprechend als Hochdrucköffnung wirkenden Nutöffnung 8 gefördert. Hierzu wurde
der Verstellring 14 ein weiteres Mal um den Winkel γ im Uhrzeigersinn weitergedreht.
[0040] Die Pumpe des Ausführungsbeispiels nach den Figuren 1c bis 2 wird durch mechanische
Betätigungsmittel verstellt. Hierzu ist ein zweiarmiger Kipphebel 41, 43 um eine von
der Drehachse des Innenläufers 3 parallel beabstandete Achse 42 zwischen zwei Endstellungen,
nämlich denen der Figur 1a und 1c, hin und her schwenkbar. Die Schwenkbewegung des
Kipphebels 41, 43 wird über nicht dargestellte Mittel motorisch bewirkt. Die Lagerung
des Kipphebels 41, 43 erfolgt in dem zwischen den beiden seitlichen Gehäuseteilen
1' und 1'' geklemmten mittleren Gehäuseteil 1. Die Drehachse 42 des Kipphebels 41,
43 liegt, in der Nullstellung der Figur 1b gesehen, in der gleichen Ebene wie die
Drehachse des Außenläufers 3 und die Drehachse des Innenläufers 4. Der vordere, von
der Kipphebel-Drehachse 42 zu den beiden genannten Drehachsen weisende Kipphebelarm
41 ist an seinem vorderen Ende drehbar um eine zur Kipphebelachse 42 parallele Achse
44, die in der Nullstellung der Figur 1b ebenfalls in der bereits genannten Ebene
liegt, mit dem Verstellring 14 gekoppelt. Aus dieser Nullstellung heraus ist der vordere
Arm 41 des Kipphebels nach beiden Seiten schwenkbar.
[0041] Der zuvor genannte Winkel γ ist der Winkel, um den sich der Verstellring 14 um seine
eigene Achse dreht bei Betätigung des Kipphebelarms 41.
[0042] In Figur 2 ist die Pumpe im Schnitt A-A der Figur 1b dargestellt. Die drehangetriebene
Welle 2 ist in den beiden Gehäusehälften 1' und 1'', die in Längsrichtung der Welle
2 gesehen nebeneinander angeordnet sind und zwischen sich die drehenden Teile der
Zahnringpumpe einschließen, drehbar gleitgelagert und mittels einer Dichtung nach
außen abgedichtet. Die Fluidzu- und abführung sind im Gehäuseteil 1'' vorgesehen;
die beiden Nutöffnungen 8 und 9 in beiden Gehäusehälften 1' und 1''. Der Verstellring
14 ist lediglich an einem axialen Ende mit der Außenverzahnung 24 versehen. Der Blechring
27 seinerseits ist an einem Kreisringzylinder 1 angebracht, der den Verstellring 14
umgibt und ein Zwischengehäuse zwischen den beiden Gehäusehälften 1' und 1'' bildet.
Die innere Umfangsfläche des Zwischengehäuses 1 und die äußere Umfangsfläche des Verstellrings
14 bilden in ihren nicht gezahnten Bereichen Abrollzylinderflächen 26 und 29, über
die der Verstellring 14 infolge des Verstellgetriebes 20 schlupffrei gegenüber dem
kreisringzylindrischen Zwischengehäuse 1 abrollt. Die Teilkreise 15, 16 des Verstellgetriebes
liegen in den Abrollzylinderflächen 26 und 29.
[0043] Der Verstellring 14 weist in axialer Richtung gesehen auf der Gegenseite zu den nierenförmigen
Niederdruck- und Hochdrucköffnungen 8, 9 eine ganz oder halbkreisförmig umlaufende,
durch die Gehäusewand 1' geschlossene Verbindungsnut 45 auf, die zusammen mit in der
Gehäusewand eingearbeiteten Verbindungsnuten 46 und 47 (Figur 5) die im Bereich der
Stege 10, 11 expandierenden und komprimierenden Förderzellen 7 miteinander verbindet.
[0044] Die Figuren 3a und 3b zeigen eine Nullhubpumpe, die zwischen einer abgeregelten Stellung,
der Nullstellung, und einer einzigen Endstellung für maximale Förderrate verstellbar
ist. Zusätzlich sind Maßnahmen getroffen, um die Förderrate V mit steigender Drehzahl
des Innenläufers 3 zu begrenzen. Das aus Verstellring 14 und Außenläufer 4 gebildete
Bauteil wird dazu gegen die Kraft einer als Druckfeder ausgebildeten Regelfeder 36
verstellt, und zwar indem der Hochdruck-Arbeitsraum 35 der Pumpe als Zylinderraum
über dem Außenläufer 4 als Regelkolben genutzt wird.
[0045] Die Regelfeder 36 ist zwischen einer ersten, drehstarren Anlenkung am äußeren Umfang
des Verstellrings 14 und einer zweiten als Drehlager ausgebildeten Anlenkung am Gehäuse
auf Druck vorgespannt, derart, daß sie den Verstellring 14 stets in seine Endstellung
für maximale Förderung zu drücken trachtet. Um den Außenläufer 4 bzw. den Verstellring
14 als Regelkolben verwenden zu können, muß der Hochdruck-Arbeitsraum der Pumpe, der
gleichzeitig als Zylinderarbeitsraum 35 genutzt werden soll, über der inneren Umfangsfläche
des Außenläufers 4 so liegen, dass der Verstellring 14 gegen die Kraft der Regelfeder
36 im Verstellgetriebe 20 verdreht wird. Die Pumpe regelt sich dadurch mit zunehmender
Drehzahl und damit einhergehendem zunehmenden Druck auf der Druckseite selbsttätig
bis idealerweise in die in Figur 3b dargestellte Nullstellung ab.
[0046] Die Nutzung des Pumpenarbeitsraums 35 als Zylinderraum für die Verstellung des Verstellgetriebes
20 reduziert den Bauaufwand der Pumpe.
[0047] Der Hochdruck-Arbeitsraum 35 ist ferner mit wenigstens einem Raum 86 zwischen dem
Verstellring 14 und der inneren Wandung des Zwischengehäuses 1, an dem auch die Innenverzahnung
des Verstellgetriebes 20 ausgebildet ist, verbunden. Das so über dem Hochdruck-Arbeitsraum
35 gebildete Druckfeld 86 drückt den Verstellring 14 gegen die dem Druckfeld 86 und
dem Arbeitsraum 35 radial gegenüberliegenden Zähne 87 der Innenverzahnung 24' des
Verstellgetriebes 20. Die Druckräume liegen so, daß in der Stellung von Fig. 3b bezüglich
des Momentanpols M des Verstellgetriebes 20 ein die Feder 36 ausreichend belastendes
Moment entsteht.
[0048] Eine andere Möglichkeit der Abregelung einer Zahnringpumpe mit steigender Drehzahl
zeigen die Figuren 4a, 4b und 5. In diesem Ausführungsbeispiel ist ferner das jetzt
mit 21 bezeichnete Verstellgetriebe als partielles Innengetriebe ausgebildet mit einem
nur teilweise außenverzahnten Verstellring 14 und einem entsprechend nur zum Teil
innenverzahnten Blechring 27. Die Teilaußenverzahnung ist mit 22 und die Teilinnenverzahnung
mit 23 bezeichnet. Die beiden Teilverzahnungen 22 und 23 dienen zum schlupffreien
Abrollen der Abroll-Kreiszylinderflächen 26 und 29 des Verstellrings 14 und des Gehäuses
im Regelbereich.
[0049] Am Gehäuse ist ein sich über die Breite des Verstellrings 14 erstreckendes Dichtstück
89 angeordnet. Das Dichtstück 89 ist im Querschnitt zylindrisch, im Ausführungsbeispiel
kreiszylindrisch. Das Dichtstück 89 drückt dichtend gegen eine ihm gegenüberliegend
am Verstellring 14 ausgebildete als Gegendichtstück wirkende Verdickung bzw. zahnkopfähnliche
Stelle 88. Dichtstück 89 und Verdickung 88 sind den Teilverzahnungen 22 und 23 in
etwa diametral gegenüberliegend angeordnet, so dass sich zwischen der derart gebildeten
Dichtstelle 88, 89 und der Teilverzahnung 22, 23 über der äußeren Umfangsfläche des
Verstellrings 14 innerhalb eines Raums 28 ein Druck aufbauen kann, der auf den äußeren
Umfang des Verstellrings 14 drückend und den Verstellring so als Verstellkolben nutzend
gegen die Kraft einer Regelfeder 32, die der Regelfeder 36 des vorhergehenden Beispiels
vergleichbar ist, verstellt. Das Dichtstück 89 ist, von der Regelfeder 32 aus gesehen,
an der Rückseite der zum Anlenken der Regelfeder 32 am Verstellring ausgebildeten
wulstförmigen Verdickung 88, gegen diese Verdickung 88 drückend, am Gehäuse gelagert.
Auf den Rücken 85 des Dichtstücks 89 wirkt ein Fluiddruckfeld, das zwischen dem Dichtstuckrücken
85 und dem Gehäuse aufgebaut wird und das Dichtstuck 89 fest an das Gegendichtstück
88 auch bei dessen Bewegung unter dem Dichtstück 85 hindurch im Zuge der Verstellung
des Verstellrings 14 fest und dicht andrückt.
[0050] In dem als Verstellzylinder genutzte Druckraum 28 über dem äußeren Umfang des Verstellrings
14 herrscht der Pumpenhochdruck. Der Raum 28 liegt am äußeren Umfang des Verstellrings
14 in etwa über der Hochdruck-Nutöffnung 9 und ist mit der Nutöffnung 9 durch im Gehäuse
ausgenommene, radiale Kanäle 9a verbunden.
[0051] Wie am besten im Längsschnitt der Figur 5 zu erkennen ist, wird das Dichtstück 89
durch eine Dichtbüchse gebildet, die um eine zur Drehachse des Innenläufers 3 parallele
Achse im Gehäuse drehbar gelagert ist. Auch die Verbindung der expandierenden und
komprimierenden Förderzellen der Pumpe durch die umlaufende Verbindungsnut 45 und
die beiden radialen Verbindungsnuten 46 und 47, wie sie im Zusammenhang mit dem Ausführungsbeispiel
der Figur 1 beschrieben wurden, sind in Figur 5 sehr schön zu erkennen.
[0052] In den nachfolgenden Figuren 6a bis 9c sind Regelpumpen dargestellt, die sich insbesondere
für den Einsatz als Hochdruckpumpen eignen. Die Zähne des Innenläufers 51 werden durch
Rollen 50, im Ausführungsbeispiel kreiszylindrische Rollen, gebildet, die um Achsen
parallel zur Drehachse des Innenläufers 51 drehgelagert sind. Der Innenläufer 51 ist
mit seiner Antriebswelle einstückig ausgeführt, wie insbesondere in Figur 6b zu erkennen
ist.
[0053] Um die Verformungskräfte auf den Verstellring 14 weiter zu reduzieren, erstreckt
sich die Verzahnung 52, 53 des Verstellgetriebes 20 über die gesamte Breite des Verstellrings
14. Gleichzeitig bildet dadurch das hohlradähnliche Gehäuseteil 55 mit der Innenverzahnung
53 das Zwischengehäuse zwischen den beiden Gehäuseteilen 1' und 1''.
[0054] Um die Belastung insbesondere des Verstellrings 14 weiter zu verringern, wird der
Verstellring 14 im Bereich seiner äußeren Umfangsfläche, die sich radial gesehen über
der Hochdruckseite der Pumpe erstreckt, mit dem Druck der Hochdruckseite beaufschlagt.
Die sich über der Niederdruckseite der Pumpe erstreckende äußere Umfangsfläche des
Verstellrings 14 wird mit dem Niederdruck beaufschlagt. Hierzu bildet das Verstellgetriebe
20 mittels seiner Verzahnung 52, 53 druckdichte Kammern 56' auf der Hochdruckseite
und druckdichte Kammern 56'' auf der Niederdruckseite.
[0055] Die druckdichten Kammern 56' und 56'' sind über Kanäle 58 in einem Gehäuseteil 57
(Figur 6b) mit den Druck- und Saugräumen, d.h. mit der Hochdruck- und der Niederdruckseite
der Pumpe verbunden. Die Kanäle 58 münden in die Zahnfußbereiche der Innenverzahnung
53 im Zwischengehäuse 55. Im Gehäuseteil 57 sind wenigstens ein Verbindungskanal 60
zur einen Nutöffnung 9 und ein diametral gegenüberliegender weiterer Verbindungskanal
61, der in die andere Nutöffnung 8 mündet, vorgesehen.
[0056] Die Verbindungskanäle 60 und 61 werden mittels eines Steuer-Drehventils 59 mit den
Kanälen 58 verbunden. Wie in den Figuren 6b, 7a und 7b gezeigt, weist das Steuer-Drehventil
59 einen kreisringzylindrischen Drehkörper auf, der im Gehäuseteil 57 konzentrisch
zur Welle 2 verdrehbar aufgenommen und in dieser Aufnahme gesteuert winkelverstellbar
ist. Durch Verbinden der Kanäle 60 und 58 bzw. 61 und 58 sind dementsprechend die
beiden Nutöffnungen 8 und 9 jeweils mit ihren rückwärtigen, durch die Verzahnung 52,
53 des Verstellgetriebes gebildeten Druckkammern 56' und 56'' verbunden. Diese Kammern
56' und 56'' stehen somit unter dem Druck der ihnen zugeordneten Nutöffnung. Die Verbindung
zwischen den Kanälen 60 und 58 bzw. 61 und 58 wird über Drosseln 74 und 75 in den
Kanälen 60 und 61 und Kanalendabschnitte 62 und 63 hergestellt, wobei diese Kanalendabschnitte
62 und 63, im Ausführungsbeispiel einfache Bohrungen, über Verbindungskanäle im Drehkörper
des Steuer-Drehventils 59 an die nahe dem Fußkreis der Innenverzahnung 53 mündenden
Kanäle 58 anschließbar sind.
[0057] Durch Verdrehung des Steuer-Drehventils 59 wird die Lage der mit dem Hochdruck und
dem Niederdruck beaufschlagten Kammern 56' und 56'' verändert, d.h. es werden der
Winkellage des Steuer-Drehventils entsprechend selektiv Kammern 56' und 56'' beaufschlagt.
Im Ausführungsbeispiel ist, wie in Figur 7a zu erkennen ist, je in der Nachbarschaft
der Kanäle 60 und 61 ein weiterer Kanal 77 und 79 vorhanden. Durch das Steuer-Drehventil
59 bzw. dessen Drehkörper und darin vorgesehenen Steuernuten werden wahlweise die
Kanäle 60 und 61 mit den ihnen zugeordneten Kanälen 58 oder mittels Steuerbohrungen
76, 78 im Drehkörper das zweite Paar von Kanälen 77 und 79 mit den Leckräumen 80 zum
Tank 81 verbunden. Hierdurch werden die Druckkammern 56', 56'' wahlweise bedruckt
oder mit den Leckräumen verbunden. Indem das Druckfeld in der Verzahnung 52, 53 des
Verstellgetriebes veränderbar ist und mittels des Steuer-Drehventils 59 der daraus
resultierende Kraftvektor zumindest bzgl. seiner Richtung ebenfalls gesteuert verändert
werden kann, derart, daß er seitlich an dem den Drehpunkt des Verstellrings 14 darstellenden
Momentanpol M vorbeiweist, wirkt der Kraftvektor des partiellen Druckfeldes der Kammern
56' und 56'' über den derart gebildeten Hebelarm als Verstellmoment auf den Verstellring
14. Der Verstellring 14 dreht sich unter der Einwirkung dieses Moments in seine Gleichgewichtslage`
in der das von außen angreifende Verstellmoment und das Moment des Arbeitsdruckfeldes
zwischen dem Innen- und dem Außenläufer 51, 54 bezüglich des jeweiligen Momentanpuls
M im Gleichgewicht stehen. Hierdurch kann eine bedarfsorientierte Förderrate erzielt
werden.
[0058] Wie in Figur 6b dargestellt, ist an dem dem Antriebsstummel gegenüberliegenden Ende
der Welle 2 eine Spül- und Regelpumpe 72 angeordnet, die im Falle eines geschlossenen
Kreislaufs über Rückschlagventile 73 in dem Niederdruckbereich mit stark vermindertem
Druck das externe Lecköl ersetzt. Ferner weisen das Steuer-Drehventil und das Gehäuseteil
57, wie in Figur 7a eingezeichnet, die Steuerbohrungen 76, 77 sowie 78, 79 auf, die
die Kammern 56' und 56'' mit den Leckräumen 80 zum Fluidreservoir verbinden.
[0059] Diese Steuerung ist als Kommutierung bei Orbit-Kreiskolbenmotoren bekannt. Liegen
beispielsweise sechzehn Kammern 56' vor, dann werden dreißig Kommutatorbohrungen im
Regelring 59 vorgesehen, die abwechselnd mit den Saug- und Druck- Nutöffnungen in
Verbindung stehen. Da solche Steuerungen grundsätzlich bekannt sind, sind Erläuterungen
hierzu nicht erforderlich.
[0060] Die Winkelverstellung des Steuer-Drehventils 59 erfolgt mittels des in den Figuren
7a und 7b zu erkennenden Verstellmechanismus. Ein Kipphebel 64 wirkt in einer dem
Kipphebel 41, 43 zur Verstellung des Verstellrings 14 im Ausführungsbeispiel der Figuren
1a bis 2 vergleichbaren Weise. Der Kipphebel 64 ist im Gehäuse begrenzt schwenkbar
um eine Achse gelagert, die parallel zur Drehachse des Innenläufers 3 verläuft. Mit
einem freien Ende ist er über eine Kugellagerung mit dem Drehkörper des Steuer-Drehventils
59 gekoppelt. Der einfach gerade Kipphebel 64 ist mit seinem zur gegenüberliegenden
Seite über seine Drehachse hinaus stehenden Ende an zwei Linearverstellmittel 65 angelenkt,
die den Kipphebel 64 um seine Drehachse hin und her verschwenken. Hierdurch wird der
Drehkörper des Steuer-Drehventils 59 innerhalb eines begrenzten Winkelbereichs verstellt.
[0061] In den Figuren 8a bis 8c sind die drei wesentlichen Verstellphasen der Zahnringpumpe
nach den Figuren 6a bis 7b dargestellt. Die Pumpe nach den Figuren 8a bis 8c ist als
Hochdruck-Reversierpumpe ausgebildet.
[0062] In den Figuren 9a bis 9c ist eine selbstabregelnde Hochdruckpumpe dargestellt. Im
Ausführungsbeispiel der Figur 9a bis 9c ist explizit lediglich eine Nullhubpumpe dargestellt
mit einem federbelasteten Druckstück 93 auf einer Seite 94 des Gehäuses. Lediglich
angedeutet ist auf der dem Druckstück 93 gegenüberliegenden Seite 95 des Gehäuses
eine zweite spiegelbildliche Anordnung mit einem zweiten, federbelasteten Druckstück
93'. Durch die Anordnung des zweiten federbelasteten Druckstücks 93' wird die Pumpe,
wie sie in den Figuren 9a bis 9c dargestellt ist, zu einer Nullhubpumpe für beide
Drehrichtungen weitergebildet. Der Verstellring 14 wird über das Druckstück 93, auf
das eine Regelfeder 117 wirkt, gegen eine Flanke der Außenverzahnung 24 des Verstellrings
14 in eine Lage für maximale Förderung in eine Richtung vorgespannt. Die Regelfeder
117 wirkt in der Art der bereits zuvor beschriebenen Regelfedern 32 bzw. 36. Das zweite
Druckstück 93', das ebenfalls mitsamt seiner Regelfeder von der anderen Seite her
gegen eine Zahnflanke der Außenverzahnung 24 andrückbar ist, drückt den Verstellring
14 in Richtung auf die maximale Förderung in Gegenrichtung zu. Dabei ist wahlweise
das eine Druckstück 93 oder das andere Druckstuck 93', je nach gewünschter Drehrichtung,
im Flankeneingriff mit der Außenverzahnung 24. Indem die Druckstücke 93 und 93' federnd
nachgiebig gegen ihre jeweiligen Zahnflanken der Außenverzahnung 24 gedrückt werden,
entsteht eine selbstabregelnde Nullhubpumpe entsprechend den Ausführungsbeispielen
der Figuren 3a bis 4a. Die Nullhubpumpe kann herstellerseitig so vorbereitet sein,
daß sie je nach den Gegebenheiten am Einbauort als links- oder rechtsdrehende Pumpe
eingebaut werden kann, indem das Gehäuse für beide Drehrichtungen vorbereitet ist
und beim Einbau der Pumpe das für die gewünschte Drehrichtung erforderliche Druckstuck
samt Feder eingebaut wird. Die Pumpe könnte sogar zu einer Reversierpumpe weitergebildet
werden, indem ein Verstellmittel, beispielsweise ein Stellzylinder, auf die Regelfeder
117 drückend die Lage der Regelfeder 117 gesteuert verändert.
[0063] Der Verstellring 14 wird, wie bereits im Zusammenhang mit den Figuren 6a bis 8c beschrieben,
an seiner äußeren Umfangsfläche druckbeaufschlagt, indem durch die Verzahnung 24,
24' des Verstellgetriebes mit der Hochdruckseite und der Niederdruckseite verbundene
Kammern 91' und 91'' gebildet werden. Hierzu sind die Hochdruckseite und die Niederdruckseite
über Kanäle 92' und 92'', die im Fußbereich der Außenverzahnung 24' münden, mit den
jeweiligen Kammern 91' und 91'' verbunden. Durch wenigstens eine auf der Hochdruckseite,
im Falle einer Reversierpumpe somit auf beiden Seiten, im Gehäuse vorgesehene Nut
96, die mehrere der Kammern 91' bzw. 91'' miteinander verbindet, wird eine besonders
gute, kontinuierliche Abstimmung der äußeren Druckbeaufschlagung des Verstellrings
14 erreicht.
[0064] Die infolge des in den Pumpenarbeitsräumen 90' und 90'' herrschenden Drucks auf den
Verstellring 14 wirkende Kraft ist kleiner als die durch den Druck in den äußeren
Druckräumen 91' und 91'' auf den Verstellring 14 ausgeübte Kraft, was in gleicher
Weise auch für die anderen mit solchen Druckfeldern sich abregelnden Pumpen gilt.
Dies wird dadurch erreicht, daß die druckbeaufschlagte radial wirkende Fläche in den
Arbeitsräumen 90' und 90'' kleiner ist als die druckbeaufschlagte radial wirkende
Fläche der Druckräume 91' und 91''. Die Stellung des Verstellrings 14 wird somit durch
den resultierenden Kraftvektor infolge des Drucks in den Arbeitsräumen 90' und 90''
und den Druckräumen 91' und 91'' bestimmt.
[0065] In Figur 10 ist eine Variante der selbstabregelnden Nullhub- bzw. Reversierpumpe
der Figuren 9a - 9c dargestellt, wobei die Zähne des Innenläufers jedoch wieder einstückig
mit dem Innenläufer ausgebildet sind. Um die Fertigung der Verzahnung zwischen dem
Verstellring 14 und dem Gehäuseteil 102 zu erleichtern, sind die Außenzähne 100 im
Querstschnitt des Verstellrings 14 kreis- bzw. teilkreisförmig. Hierdurch wird insbesondere
die Fertigung der Gegenverzahnung 103 am Gehäuse 102 erleichtert. Die Gegenverzahnung
103 wird mittels eines hochtourigen Walzenfräsers geformt, dessen Radius gleich dem
Radius 104 der Außenzähne 100 ist. Die Drehachse des Walzenfräsers, d.h. dessen Mittellängsachse`
wird auf einer Hypozykloide mit derselben Exzentrizität 17 wie der Verstellring 14
geführt. Das Gehäuseteil 102 kann so zunächst im Druckgußverfahren einteilig ohne
Zwischengehäuse hergestellt werden. Die Verzahnung 103 wird dann mit dem beschriebenen
Fräsarbeitsgang herausgearbeitet. Auf diese Weise wird eine besonders wirtschaftliche
Herstellung des die Innenverzahnung des Verstellgetriebes aufweisenden Gehäuseteils
102 möglich.
[0066] Im Ausführungsbeispiel nach den Figuren 10 bis 13 ist das Gehäuse zweiteilig mit
dem die Innenverzahnung aufweisenden Gehäuseteil 102 und einem Deckelteil 111. Das
Gehäuseteil 102 könnte grundsätzlich, wie bei zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen
auch, selbst nochmals zweigeteilt sein mit einem den zuvor beschriebenen Gehäuseteilen
55 vergleichbaren Zwischengehäuseteil.
[0067] Im Ausführungsbeispiel nach den Figuren 10 bis 13 weist der Verstellring 14 wieder
zumindest auf einer seiner Axialseiten eine Umfangsnut 45 auf, die über die beiden
weiteren Axialnuten 46 und 47, die wiederum vorzugsweise im deckelartigen Gehäuseteil
111 ausgebildet sind, im Bereich der Stege zwischen dem Saugbereich 114 und dem Druckbereich
115 eine Kanalverbindung herstellt zwischen dem Quetschraum 112 und dem Kaviationsraum
113. Die Pumpe wird wiederum mittels einer Regelfeder 117 selbsttätig abgeregelt.
Wie bereits im Ausführungsbeispiel nach den Figuren 9a - 9c wirkt die Regelfeder 117
über ein Druckstück 93 auf die Außenverzahnung 100 des Verstellrings 14. In Ausbildung
einer selbstabregelnden Reversierpumpe kann wieder eine zweite Regelfeder 117 vorgesehen
sein.
[0068] Die Regelfeder 117 kann vorteilhafterweise zu einem Regelfedersystem mit wenigstens
zwei seriell geschalteten Federn weitergebildet werden. Auf diese Weise kann die erfindungsgemäße
Pumpe mit einer Fördercharakteristik gebildet werden, bei der die Pumpe
- inerhalb eines ersten Pumpendrelizahlbereichs eine schnell anwachsende Förderrate
aufweist, die in erster Näherung proportional zur Drehzahl der Pumpe ist,
- innerhalb eines zweiten höheren Drehzahlbereichs sich schnell bis zum Erreichen einer
voreingestellten Pumpendrehzahl abregelt und
- in einem sich an diese voreingestellte Pumpendrehzahl anschließenden dritten, noch
höheren Drehzahlbereich wieder stärker als im zweiten Drehzahlbereich mit der Pumpendrehzahl
steigt.
[0069] Eine Fördercharakteristik dieser Art ist insbesondere beim Einsatz für Kraftfahrzeuge
vorteilhaft, bei denen eine erfindungsgemäße Pumpe vom Kraftfahrzeugmotor angetrieben
wird, die Pumpendrehzahl also in fester Beziehung zur Motordrehzahl steht. Kraftfahrzeuge
benötigen im unteren Motordrehzahlbereich, d.h. ab Start, unmittelbar große Ölmengen.
Nach Erreichen einer vorgegebenen Motordrehzahl und der damit einhergehenden Pumpendrehzahl
und- förderung wird über den sich an die vorgegebene Motordrehzahl anschließenden
Drehzahlbereich keine oder keine nennenswerte Erhöhung der Förderrate der Pumpe benötigt.
Würde die Förderrate mit steigender Pumpendrehzahl ungedrosselt weiter steigen, würde
über den tatsächlichen Bedarf hinausgefördert werden mit einem entsprechenden unnötig
hohen Leistungsbedarf für die Pumpe. Nach Durchfahren dieses mittleren Drehzahlbereichs,
im allgemeinen ist dies der Hauptbetriebsbereich des Motors, wird bei höheren Motordrehzahlen
wieder eine höhere Ölförderrate benötigt, da mit den höheren Motordrehzahlen höhere
Fliehkräfte an den zu schmierenden Stellen einhergehen, beispielsweise an der Kurbelwelle.
Zur Überwindung dieser an Bedeutung gewinnenden Fliehkräfte wird ein höherer Öldruck
benötigt. Im allgemeinen handelt es sich bei den drei zu unterscheidenen Drehzahlbereichen
im Falle von Personenkraftfahrzeugen um den unteren Motordrehzahlbereich von 0 bis
etwa 1.500 U/min, dem sich daran anschließenden Hauptbetriebsbereich von etwa 1.500
bis etwa 4.000 U/min und dem dritten, darüber liegenden Motordrehzahlbereich ab etwa
4.000 U/min.
[0070] Zur Erzielung der gewünschten Fördercharakteristik, nämlich mit einem steilen Anstieg
der Förderrate im unteren Drehzahlbereich, einem dagegen vergleichsweise langsamen
Anstieg oder gar Nullanstieg im mittleren Drehzahlbereich und schließlich wieder einem
steileren Anstieg im oberen Drehzahlbereich, werden eine weiche erste Regelfeder und
eine demgegenüber härtere zweite Regelfeder, die zusammen ein Regelfedersystem 117
bilden, seriell hintereinander geschaltet. Die Regelfeder 117 in den Figuren 9a -
9c oder Figur 10, grundsätzlich auch die Regelfeder 36 der Figuren 3a bis 4b, werden
zur Erzielung dieser Fördercharakteristik durch die beiden genannten Regelfedern ersetzt.
Das Regelfedersystem 117 wird unter Vorspannung eingebaut, so daß es im unteren Drehzahlbereich
kaum nachgibt. Bei Überschreiten der Vorspankraft am Übergang zwischen dem unteren
und dem mittleren Drehzahlbereich beginnt die weiche erste Feder einzufedern, bis
sie am oberen Ende des mittleren Drehzahlbereichs gegen die härtere zweite Regelfeder
auf Anschlag zu liegen kommt. Bei weiterer Erhöhung der Drehzahl wird die Fördercharakteristik
dann durch die härtere zweite Regelfeder bestimmt.
[0071] Bei ihrem Einsatz als Ölpumpe für Verbrennungskraftmaschinen, insbesondere für Kraftfahrzeuge,
kann die erfindungsgemäße Pumpe nicht nur als Schmiermittelpumpe eingesetzt werden,
sie kann mit Vorteil auch das Öl für einen hydraulischen Ventilspielausgleich und/oder
insbesondere als Pumpe für eine Ventilsteuerzeitenverstellung eingesetzt werden. Sie
kann für jede der genannten Anwendungen allein oder in Kombination eingesetzt werden.
Für diese Zwecke eignet sich die erfindungsgemäße Pumpe jedoch grundsätzlich in allen
beschriebenen Ausführungsvarianten, da sie aufgrund ihrer stufenlosen Verstellbarkeit
grundsätzlich jeder gewünschten Fördercharakteristik sehr genau angepaßt werden kann.
1. Stufenlos verstellbare Zahnringpumpe mit
a) einem feststehenden Gehäuse,
b) einem in dem Gehäuse mittels einer Welle (2) drehbar gelagerten und angetriebenen
Innenläufer (3) und
c) einem ebenfalls drehbar gelagerten, mit dem Innenläufer (3) kämmenden Außenläufer
(4),
d) wobei die Zähnezahldifferenz des den Innenläufer (3) und den Außenläufer (4) umfassenden
Zahnringlaufsatzes (5) gleich eins ist, mit einer Zahnform, bei der durch Zahnkopfberührung
(6) eine Vielzahl von gegeneinander abgedichteten, expandierenden und komprimierenden
Förderzellen (7) entsteht und
e) wobei im Gehäuse feststehende, seitlich im Bereich der Förderzellen (7) angeordnete
nierenförmige Niederdruck- und Hochdrucköffnungen (8, 9) vorgesehen sind, die durch
Stege (10, 11) voneinander getrennt sind, und
f) wobei die Winkellage der Exzenterachse (Exzentrizität 17) des Zahnringlaufsatzes
(5) gegenüber dem Gehäuse verändert werden kann,
dadurch gekennzeichnet, daß
g) die Lagerung (12) des Außenläufers (4) des Zahnringlaufsatzes (5) an seinem Außendurchmesser
(13) in einem Verstellring (14), vorzugsweise gleicher Breite, erfolgt, der mit seinem
äußeren Umfangskreis oder Teilkreis (15) an einem inneren Umfangskreis oder Teilkreis
(16) schlupffrei abrollbar ist, und daß
h) die Differenz der Durchmesser der beiden Umfangs- oder Teilkreise (15, 16) gleich
der doppelten Exzentrizität (17) des Zahnringlaufsatzes (5) ist.
2. Zahnringpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aneinander schlupffrei
abrollbaren Umfangs- oder Teilkreise (15, 16) des Verstellringes (14) und des Gehäuses
durch die Teilkreise eines als vollständiges oder partielles Innengetriebe (24, 24';
22, 23; 52, 53; 100, 103) ausgebildeten Verstellgetriebes (20; 21) mit der gleichen
Exzentrizität wie die Exzentrizität (17) des Zahnringlaufsatzes (5) gebildet werden.
3. Zahnringpumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Innengetriebe
durch eine Außenverzahnung (24; 22; 52; 100) am Verstellring (14) und eine gehäuseseitige
Innenverzahnung (24'; 23; 53; 103) gebildet wird, wobei die Innenverzahnung für den
Flankeneingriff mit der Außenverzahnung wenigstens, vorzugsweise genau, einen Zahn
mehr als die Außenverzahnung aufweist, wobei diese Differenz im Falle nur partieller
Verzahnungen auf vollumlaufend gedachte Verzahnungen bezogen ist.
4. Zahnringpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
Zähne (24; 22; 52; 100) einer Außenverzahnung zur Bildung eines das schlupffreie Abrollen
bewirkenden Verstellgetriebes (20; 21) nur seitlich am Verstellring (14) angeordnet
sind und daß die Restbreite des Verstellrings (14) als Abroll-Zylinder-fläche (26,
29) dient.
5. Zahnringpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
zur Bildung einer Nullhubpumpe auf der Druckseite ein Raum (28) zwischen einer den
inneren Umfangskreis (16) bildenden Wandung des Gehäuses und einer den äußeren Umfangskreis
(15) bildenden Wandung des Verstellringes (14) druckbeaufschlagt und der Verstellring
(14) als Verstellkolben (31) gegen eine Regelfeder (32) genutzt wird zur Betätigung
der Regel-Abrollbewegung des Verstellringes (14).
6. Zahnringpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung
einer Reversierpumpe Mittel (40, 41, 42, 43, 44) vorgesehen sind, die die mechanische
Betätigung der Regel-Abrollbewegung des Verstellringes (14) in beide Richtungen aus
der abgeregelten Stellung (Nullstellung) der Zahnringpumpe in die Förderstellung ermöglichen.
7. Zahnringpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen dem Verstellring (14) und dem Gehäuse wenigstens ein abgedichtetes, mit dem
Hochdruck verbundenes, radial wirkendes Druckfeld (86) angeordnet ist, das den Verstellring
(14) auf der radial gesehenen Gegenseite mit seinen Zahnköpfen (87) oder zahnkopfähnlichen
Stellen (88) gegen die Zahnköpfe oder zahkopfähnlichen Stellen (89) des Gehäuses dichtend
andrückt.
8. Zahnringpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
am Gehäuse wenigstens ein Dichtstück (89) vorgesehen ist, das an seinem Rücken (85)
zwischen dem Gehäuse und dem Dichtstück wenigstens ein abgedichtetes Druckfeld aufweist,
welches das wenigstens eine Dichtstück (89) gegen den oder die Zahnköpfe oder zahnkopfähnlichen
Stellen (88) des Verstellrings (14) dichtend andrückt, vorzugsweise indem es mit Hochdruck
beaufschlagt wird.
9. Zahnrinpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
zur Bildung einer Nullhubpumpe der druckaufbauende Arbeitsraum (35) als Verstellzylinder
über den Außenläufer (4) auf den Verstellring (14) wirksam ist und eine Regelfeder
(36) vorgesehen ist, die bestrebt ist, den Verstellring (14) in Richtung maximales
Fördervolumen zu bewegen.
10. Zahnringpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere für hohen Arbeitsdruck,
dadurch gekennzeichnet, daß die Förderzellen bildenden Zähne des Zahnringlaufsatzes
(5) an einem der beiden Läufer (51, 54) als Rollen (50) ausgebildet sind, die in dem
jeweiligen Läufer (51, 54) drehbar gelagert sind.
11. Zahnringpumpe nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß sich
die Verzahnung (24, 24'; 22, 23; 52, 53; 100, 103) des Verstellgetriebes (20; 21)
über die gesamte Breite des Zahnringlaufsatzes (5) erstreckt.
12. Zahnringpumpe nach einem der Ansprüche 2 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Verstellgetriebe
druckdichte Kammern (56', 56'') bildet, die in einem Gehäuseteil (57) über Kanäle
(58) mit den Druck- bzw. den Saugräumen der Pumpe in Verbindung stehen.
13. Zahnringpumpe nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammern
(56', 56'') sowohl in ihrer Zahl als auch in ihrer Lage jeweils gegenüberliegend über
ein Steuer-Drehventil (59) mit dem Hochdruck und dem Niederdruck über Kanäle (58,
60, 61, 62, 63) beaufschlagbar sind.
14. Zahnringpumpe nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Summe der
hochdruckbeaufschlagten Flächen in den Druckkammern (56', 56'') zwischen dem Verstellring
(14) und dem Gehäuse in ihrer Kraftwirkung kleiner ausgeführt sind als die Summe der
druckbeaufschlagten Flächen der Arbeitskammern (35) in der Pumpenverzahnung.
15. Zahnringpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung
einer Nullhubpumpe eine Federkraft bestrebt ist, den Verstellring (14) in Richtung
maximale Förderrichtung zu verdrehen; vorzugsweise wird die Federkraft mittels eines
Druckstücks (93) auf eine Zahnflanke (94) der Außenverzahnung (24; 100) des Verstellrings
(14) übertragen.
16. Zahnringpumpe nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere
auf der Druckseite liegende Zahnkammern (91'') zwischen dem die Innenverzahnung des
Verstellgetriebes bildenden Gehäuseteil (55) und der Außenverzahnung des Verstellringes
(14) über Kanäle (92') mit dem Hochdruck und die gegenüberliegenden, korrespondierenden
Zahnkammern (91'') über Kanäle (92'') mit dem Niederdruck verbunden sind.
17. Zahnringpumpe nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanäle (92')
so angeordnet sind, daß sie nacheinander mit abnehmender Fördermenge durch die Drehbewegung
des Verstellringes (14) vom Hochdruck abgeschnitten und/oder zugeschaltet werden.
18. Zahnringpumpe nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß auf
beiden Seiten (94, 95) des Gehäuses Druckstücke (93) angeordnet sind und zur Bildung
einer Reversierpumpe die Druckstücke (93) durch Verstellzylinder betätigbar sind.
19. Zahnringpumpe nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich
des Verstellgetriebes (20; 21) zwischen dem Verstellring (14) und dem Gehäuse (1;
55) in dem seitlich angeordneten Gehäuseteil (1') in Umfangsrichtung verlaufende Nuten
(96) eingearbeitet sind, die auf der Hochdruckseite oder auf der Niederdruckseite
oder auf beiden in geeigneter Länge für die Abstimmung der hydraulischen Kräfte in
diesen Bereichen Zahnkammern (91', 91'') der Verzahnung (24, 24') miteinander verbinden.
20. Zahnringmpumpe nach einem der Ansprüche 15 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Regelfedersystem (117) zur Erzeugung der Federkraft wenigstens zwei Federn aufweist
und in einem ersten Mengenabregelbereich eine weiche Federkennlinie mit einem kleinen
Kraftzuwachs und in einem folgenden zweiten Mengenabregelbereich eine andere Kennlinie
mit einem größeren Kraftzuwachs über dem Regelweg gegeben ist.
21. Zahnringpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Verstellring (14) wenigstens auf einer Axialseite eine Umfangsnut (45) aufweist,
die über wenigstens zwei weitere Axialnuten (46, 47), die vorzugsweise in einem deckelartigen
Gehäuseteil (111) angeordnet sind, eine Kanalverbindung herstellt zwischen dem Quetschraum
(112) und dem Kavitationsraum (113) in den Stegbereichen zwischen dem Saugbereich
(114) und dem Druckbereich (115).
22. Zahnringpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Verstellring (14) an seinem Außendurchmesser zur Bildung des Verstellgetriebes
kreisförmige Außenzähne (100) aufweist und das Gehäuse (102) als Innenverzahnung (103)
durch Abrollen des Verstellrings (14) mit der mit dem Zahnringlaufsatz (5) gemeinsamen
Exzentrizität (17) gebildet wird.
23. Verfahren zur Herstellung der Zahnringpumpe nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse (102) im Druckgußverfahren hergestellt ist und die Zahnform der Innenverzahnung
(103) mittels eines Walzenfräsers geformt wird.
24. Zahnringpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
sie als Pumpe zur Versorgung eines hydraulisch betätigten Stellmittels zur Ein- und
Verstellung der Steuerzeiten von Ventilen eines ventilgesteuerten Verbrennungsmotors
verwendet wird.