[0001] Die Erfindung betrifft eine Fahrzeugleuchte mit einem Freiflächenreflektor mit Oberflächenrillen
in zur Horizontalebene durch die optische Achse im rechten Winkel stehenden Ebenen.
[0002] Aus der DE-OS 3107420 ist ein Scheinwerfer, insbesondere Kfz-Scheinwerfer, bekannt,
bei dem ein äußerer Paraboloidreflektor vorgesehen ist, in dem oberhalb des Glühlampenbereichs
ein Innenreflektorsegment vorgesehen ist, das ebenfalls Paraboloidprofil aufweist
und zur zentralen Wärmeabschirmung des Außenreflektors dient. Das Innenreflektorsegment
weist Rillen auf, die in zueinander und zur optischen Achse parallelen Vertikalebenen
verlaufen und dazu dienen, eine Konzentration des Lichtbündels auf dem Zentralbereich
der Scheinwerferfrontscheibe zu verhindern - mit anderen Worten nach der Seite streuen.
[0003] In der DE-PS 382 726 ist ein Scheinwerfer gezeigt, dessen Reflektor senkrechte, zueinander
parallele Rillen aufweist.
[0004] Die DE 3836382 A1 betrifft einen Flachscheinwerfer, dessen horizontal verlaufende
Flachbereiche jeweils zueinander parallele, senkrechte Rinnen tragen.
[0005] Die US-A 5577 833 betrifft einen Flachscheinwerfer, dessen Reflektor im Horizontalschnitt
ein asymmetrisches Komplexflächenprofil mit zwischen Vertikalstufen verlaufenden Abschnitten
aufweist. In den einzelnen Abschnitten sind Vertikalrillen vorgesehen, deren Verteilung
innerhalb eines Abschnitts jeweils unverändert ist und deren Anzahl pro Längeneinheit
von einem Zentralabschnitt zum Reflektorrand hin abnimmt, wobei die Randabschnitte
rillenfrei sind. Entsprechend der Ausbildung des Reflektors mit einer Freifläche ist
die Scheinwerferfrontscheibe glatt.
[0006] Ausgehend von diesem Stand der Technik mit Rillen in Vertikalebenen parallel zur
optischen Achse wird erfindungsgemäß die Möglichkeit eröffnet, eine weitaus bessere
Einstellbarkeit des Lichtmusters in Abhängigkeit von der Reflektorprofilierung dahingehend
zu erzielen, daß die Rillenebenen in unterschiedlichen Winkeln zur Vertikalebene durch
die optische Achse verlaufen - mit anderen Worten deren Winkel zur Vertikalebene durch
die optische Achse über die Lateral- und/oder Höhenerstreckung des Reflektors variieren.
[0007] Dabei ist unter Rillenebene die Normalebene auf die Tangente an den Rillenboden unter
Annahme eines symmetrischen Rillenquerschnitts zu verstehen.
[0008] Bevorzugt entsprechen dabei die Rillen der Reflektorkrümmung, d.h. die Tangente an
den Rillenboden ist parallel zur Tangente an den Reflektor - dies muß aber nicht so
sein und auch entlang einer einzigen Rille kann sich die Rillenebene ändern, wobei
sich der Winkel zur Vertikalebene durch die optische Achse ändert - und zwar vorzugsweise
über einen Winkelbereich von etwa -20° bis etwa + 20°.
[0009] Die von den Rillenebenen mit der Vertikalebene durch die optische Achse eingeschlossenen
Winkel betragen höchstens etwa 50°.
[0010] Bevorzugt ist eine Fahrzeugleuchte mit in der oder parallel zur optischen Achse verlaufenden
linearen Lichtquelle, wobei pro Rille die Abbildungen des dem Reflektor zugewandten
Lichtquellenendes über oberhalb der Horizontalebene durch die optische Achse liegende
Rillenbereiche auf einer Abbildungsfläche höher und die des vom Reflektor abgewandten
Lichtquellenendes tiefer, sowie die Abbildungen des vom Reflektor abgewandten Lichtquellenendes
über unterhalb der Horizontalebene durch die optische Achse liegende Rillenbereiche
auf einer Abbildungsfläche höher und die des dem Reflektor zugewandten Lichtquellenendes
tiefer liegen. Dabei soll z.B. bei einen Nebelscheinwerfer das hintere Lichtquellenende
bei einer Abbildung über einen Punkt der oberen Reflektorhälfte nicht nur höher, sondern
an der Hell-Dunkel-Grenze liegen, ebenso wie das vordere Lichtquellenende bei einer
Abbildung über einen Punkt der oberen Reflektorhälfte tiefer, aber auch an der Hell-Dunkel-Grenze.
[0011] Die Trennlinie zwischen oberer und unterer Reflektorhälfte ist in der Regel die Horizontalebene
durch die Glühwendel bzw. optische Achse, d.h. bei einem Fern- oder Nebelscheinwerfer
- bei einem Abblendscheinwerfer nach ECE (asymmetrisch) ist sie eine quasihorizontale
Grenzkurve. Beide Trennlinienausbildungen sollen durch die Definition Horizontalebene
durch die Glühwendel bzw. optische Achse umfaßt sein.
[0012] Die Ausbildung der Rillen selbst erfolgt in üblicher Weise beim Pressen des Reflektors,
der in der Regel aus warmfestem Kunststoff besteht. Das negative Rillenmuster wird
durch Fräsen am Preßwerkzeug hergestellt. Dabei kann der Übergang zwischen den Rillen
und der Umgebungsfläche scharfkantig oder abgerundet sein und der Abstand zwischen
den einzelnen Rillen und deren Breite wird nach der angestrebten Streucharakteristik
gewählt.
[0013] In der Zeichnung ist Fig. 1 eine Ansicht der Oberfläche eines erfindungsgemäßen Flachreflektors
mit verschiedenen Streuprofilen und Fig. 2 eine schematische Darstellung eines bevorzugten
Abbildungsmodus.
[0014] In Fig. 1 erkennt man eine asymmetrische Freiflächenreflektorfläche 1, die auf ihrer
gesamten Oberfläche mit Streurillen 5 versehen ist und verschiedene Krümmungszonen
aufweist, wobei aber die Rillenführung zu beiden Seiten der Mittelebene im wesentlichen
gleich ist.
[0015] In Fig. 2 ist HK die Schnittlinie einer Horizontalebene, in der die in der optischen
Achse OA verlaufende Glühwendel GW einer Lampe liegt, mit einem Reflektor, der eine
Streurille S trägt. Die drei Achsen des Raums sind in üblicher Weise mit x, y und
z bezeichnet und es ist dargestellt, wie die Glühwendel auf einer yz-Ebene, der H/D
Ebene, abgebildet wird über einen in der oberen Hälfte des Reflektors liegenden Rillenpunkt
PO und über einen in der unteren Hälfte des Reflektors liegenden Rillenpunkt PU. Das
näher am Reflektor liegende Ende der Glühwendel GW ist mit H und das andere mit V
bezeichnet und die Abbildungen HPO und HPU liegen in einer Ebene EH, ebenso wie die
Abbildungen VPO und VPU in einer Ebene EV liegen, wobei EH und EV im rechten Winkel
auf die H/D-Ebene stehen. Der Scheinwerfer ist ein Nebelscheinwerfer mit einer Hell/Dunkellinie
D/H - man erkennt, daß VPU und HPO näher an der Hell/Dunkellinie liegen als VPO und
HPU; bevorzugt liegen sie an der Hell/Dunkellinie.
1. Fahrzeugleuchte mit einem Freiflächenreflektor mit Oberflächenrillen in zur Horizontalebene
durch die optische Achse im rechten Winkel stehende Ebenen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rillenebenen in unterschiedlichen Winkeln zur Vertikalebene durch die optische
Achse verlaufen.
2. Fahrzeugleuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rillenebenen über
den Rillenverlauf veränderte Winkel mit der Vertikalebene durch die optische Achse
einschließen, wobei der Winkelbereich vorzugsweise von etwa -20° bis zu etwa + 20°
geht.
3. Fahrzeugleuchte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die von den Rillenebenen
mit der Vertikalebene durch die optische Achse eingeschlossenen Winkel im Bereich
von bis hinauf zu etwa 50° liegen.
4. Fahrzeugleuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, mit in der oder parallel zur optischen
Achse verlaufenden linearen Lichtquelle, wobei pro Rille die Abbildungen des dem Reflektor
zugewandten Lichtquellenendes über oberhalb der Horizontalebene durch die optische
Achse liegende Rillenbereiche auf einer Abbildungsfläche höher und die des vom Reflektor
abgewandten Lichtquellenendes tiefer, sowie die Abbildungen des vom Reflektor abgewandten
Lichtquellenendes über unterhalb der Horizontalebene durch die optische Achse liegende
Rillenbereiche auf einer Abbildungsfläche höher und die des dem Reflektor zugewandten
Lichtquellenendes tiefer liegen.