TECHNISCHES GEBIET
[0001] Bei der Erfindung wird ausgegangen von einem Überspannungsableiter nach dem Oberbegriff
von Patentanspruch 1.
[0002] Ein derartiger Überspannungsableiter wird in Mittel- oder Hochspannungsanlagen für
Mess-, Schutz- oder Steueraufgaben eingesetzt und weist ein in einem Isolierstoffgehäuse
angeordnetes Aktivteil auf, welches mindestens einen Varistor auf der Basis von gezielt
mit ausgewählten Elementen, wie Bi, Sb, Co und Mn, dotiertem Zinkoxid enthält. Das
Aktivteil ist mittels eines Schicht aus Isoliermaterial im Gehäuseinneren festgesetzt.
STAND DER TECHNIK
[0003] Ein Überspannungsableiter der eingangs genannten Art ist in EP 0 103 454 B1 angegeben.
Dieser Überspannungsableiter besteht aus einem mit Wetterschirmen versehenen Porzellangehäuse
mit einer Zylinderbohrung, in die ein zylinderförmiges Aktivteil auf der Basis von
mehreren säulenförmig gestapelten Varistoren auf der Basis von dotiertem Zinkoxid
eingeführt ist. Das Aktivteil ist mit Hilfe einer zwischen der Wand der Bohrung und
der Mantelfläche des Aktivteils vorgesehenen Haftschicht auf der Basis von Glas festgesetzt.
Zwei an die Stirnflächen des Aktivteils geführte Metallarmaturen schliessen das Gehäuseinnere
nach aussen ab und dienen als Stromanschlüsse. Bei der Herstellung dieses Überspannungsableiters
ist das Porzellangehäuse hohen Temperaturen ausgesetzt, da bei der Bildung der Haftschicht
flüssiges Glas in das Porzellangehäuse eingegossen wird. Zudem ist es erforderlich,
die Armaturen mit einem Zement an den Enden des Porzellangehäuses anzubringen.
[0004] Ein weiterer Überspannungsableiter mit einem zylinderförmigen Aktivteil auf der Basis
von Metalloxidvaristoren ist in EP 0 335 479 B1 beschrieben. Dieser Überspannungsabieiter
weist als Gehäuse ein fadengewickeltes und von zwei Metallarmaturen abgeschlossenes
Isolierstoffrohr und einen elastomeren Wetterschutz auf, welcher auf der Mantelfläche
des Isolierstoffrohres gehalten ist. Bei der Herstellung dieses Überspannungsableiters
wird das Isolierstoffrohr durch Bewickeln des die beiden Armaturen und die Varistoren
enthaltenden Aktivteils gebildet.
KURZE DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0005] Der Erfindung, wie sie in Patentanspruch 1 angegeben ist, liegt die Aufgabe zugrunde,
einen Überspannungsableiter der eingangs genannten Art anzugeben, welcher sich durch
eine hohe mechanische Festigkeit auszeichnet und dennoch in einfacher und kostengünstiger
Weise hergestellt werden kann.
[0006] Der erfindungsgemässe Überspannungsableiter zeichnet sich dadurch aus, dass er in
wenigen und leicht auszuführenden Verfahrensschritten rasch und in äusserst kostengünstiger
Weise hergestellt werden kann und dennoch über hervorragende mechanische und elektrische
Eigenschaften verfügt. Dies ist vor allem dadurch bedingt, da die wesentlichen Verfahrensschritte
leicht zu automatisieren sind. Typische Verfahrensschritte sind das Herstellen eines
thermoplastischen und eines elastomeren Rohres, sowie das Ineinanderstecken und Verschrauben
aufeinander abgestimmter Teile unter Bildung des das Aktivteil aufnehmenden Ableitergehäuses
sowie das Füllen des Ableitergehäuses mit einer Isoliermaterial bildenden, vorzugsweise
raumtemperaturhärtbaren Flüssigkeit. Durch geeignete Wahl des thermoplastischen und
des elastomeren Materials können die mechanische Festigkeit und das dielektrische
Verhalten des Überspannungsableiters optimiert werden.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0007] In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung vereinfacht dargestellt,
und zwar zeigt:
- Fig.1
- eine Aufsicht auf ein in axialer Richtung geschnittenes erstes Ausführungsbeispiel
des Überspannungsableiters nach der Erfindung mit einem in einem Isolierstoffgehäuse
befindlichen und zwischen zwei zylinderförmigen Armaturen angeordneten, zylinderförmigen
Aktivteil,
- Fig.2
- eine Draufsicht auf die dem Aktivteil des Überspannungsableiters gemäss Fig.1 zugewandte
Stirnseite einer der beiden Armaturen,
- Fig.3
- eine Seitenansicht der Armatur gemäss Fig.2, und
- Fig.4
- eine Aufsicht auf ein in axialer Richtung geschnittenes zweites Ausführungsbeispiel
des Überspannungsableiters nach der Erfindung.
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0008] In allen Figuren bezeichnen gleiche Bezugszeichen auch gleichwirkende Teile. Der
in Fig.1 dargestellte Überspannungsableiter weist ein zweiteiliges Isolierstoffgehäuse
1 auf, welches von einem Isolierstoffrohr 2 und einem auf die Mantelfläche des Rohrs
2 mit Hilfe einer Fettschicht in wasserdichter Weise aufgeschobenen, beschirmten Wetterschutz
3 gebildet ist. Das Isolierstoffrohr 2 enthält überwiegend ein thermoplastisches Polymer,
wie vorzugsweise ein Polyamid, und in den Thermoplasten eingelagerten Füllstoff, vorzugsweise
Glasfasern mit einem Anteil von 20 - 60, beispielsweise 30 oder 50, Gew% am Isolierstoffrohr.
Ein solches Rohr kann in besonders einfacher und kostengünstiger Weise durch Extrudieren
oder Spritzgiessen hergestellt werden.
[0009] Der Wetterschutz 3 ist von einem elastomeren Polymer, vorzugsweise auf der Basis
eines Äthylen-, Propylen-, Silikon-, Fluorsilikon- oder Fluor-Kautschuks, gebildet
und wird mit Vorteil durch Spritzgiessen hergestellt. Von besonderem Vorteil ist es
hierbei, wenn die Schirme 4 des Wetterschutzes 3 radial geführt sind. Die für das
Giessen des Wetterschutzes 3 notwendige Form kann dann so ausgebildet werden, dass
die nicht zu vermeidende Giessnaht den Aussenrand der Schirme 4 bildet und zwischen
den Schirmen verläuft, nicht aber in den dielektrisch am stärksten belasteten Bereichen
oberhalb des obersten und unterhalb des untersten Schirmes 4.
[0010] Das zwischen dem Isolierstoffrohr 2 und dem Wetterschutz 3 vorgesehene Fett ist vorzugsweise
ein Silikonfett. Dieses Fett dichtet das Isolierstoffrohr 2 und den Wetterschutz 3
gegeneinander ab, wodurch das Eindringen von Feuchtigkeit zwischen Isolierstoffrohr
2 und Wetterschutz 3 -verhindert wird. Zugleich erleichtert das Fett das Aufschieben
des Wetterschutzes 3 auf das Isolierstoffrohr 2 bei der Montage des Überspannungsableiters
und verbessert zudem auch die dielektrischen Eigenschaften des Isolierstoffgehäuses
1.
[0011] Bei der Herstellung des Isolierstoffrohrs 2 durch Spntzgiessen oder Extrudieren wird
eine das untere Ende des Rohres 2 abschliessende, zylinderförmige Armatur 5 aus einem
elektrischen Strom gut leitenden Material, wie etwa legiertem oder unlegiertem Aluminium
oder Kupfer, in das Rohr 2 eingeformt. Eine entsprechend ausgebildete Armatur 6 aus
dem gleichen Material schliesst das Isolierstoffrohr 2 nach oben ab.
[0012] Beim Herstellen des Isolierstoffrohrs 2 werden in die Innenseite des Rohrs 2 zugleich
mindestens drei in Richtung der Rohrachse ausgerichtete Führungsschienen 7 eingeformt.
Die Führungsschienen 7 sind in Umfangsrichtung des Isolierstoffrohrs 2 gleichmässig
verteilt angeordnet und beabstanden so die Innenwand des Isolierstoffrohrs 2 von der
Mantelfläche eines im Inneren des Isolierstoffrohrs befindlichen, zylinderförmig ausgebildeten
Aktivteils 8. Dieses Aktivteil 8 enthält einen säulenförmig ausgebildeten Varistor
auf der Basis von Metalloxid oder mehrere scheibenförmig ausgebildete und unter Zwischenlage
von Kontaktscheiben säulenförmig angeordnete Varistoren jeweils auf der Basis von
Metalloxid. Der hohlzylinderförmige Raum zwischen Aktivteil 8 und Isolierstoffrohr
3 ist zur Verbesserung des dielektrischen Verhaltens des Überspannungsableiters mit
Isoliermaterial gefüllt. Mit Vorteil wird dieses Isoliermaterial von einem bei Raumtemperatur
gehärteten Harz auf der Basis eines Silikons gebildet, welches bei der Montage des
Überspannungsableiters zunächst in Form einer Flüssigkeit ins Innere des Isolierstoffgehäuses
1 gefüllt wird.
[0013] Aus Fig.1 ist ersichtlich, dass die Armaturen 5, 6 jeweils eine in eine nach aussen
weisende Stirnfläche eingeformte und auf die Mantelfläche geführte, ringförmige Einsenkung
aufweisen. Diese Einsenkung ist in Fig.3 ist mit dem Bezugszeichnen 9 gekennzeichnet.
Die Einsenkung der das untere Ende des Isolierstoffrohrs 2 abschliessenden Armatur
5 dient der Aufnahme eines radial nach innen geführten Kragens 10 des Rohrs, welcher
bei der Herstellung des Rohres 2 gebildet wird. Der Kragen 10 hintergreift die Armatur
5 und verschliesst so in die Einsenkung 9 eingeformte und in Richtung der Rohrachse
geführte Durchgangsöffnungen 11. Die Einsenkung der Armatur 6 dient der Aufnahme von
Isoliermaterial, welches nach dem Füllen des Isolierstoffgehäuses 1 mit dem zunächst
flüssigen Isoliermittel aus dem Rohr 2 tritt und danach bei Raumtemperatur zum Isoliermaterial
gehärtet wird.
[0014] Auf ihren beiden nach innen weisenden Stirnflächen weisen die beiden Armaturen 5,
6 jeweils mehrere Kontaktnocken 12 auf, während auf ihren beiden nach aussen weisenden
Stirnseiten jeweils ein Innengewinde 13 eingelassen ist, welches der Aufnahme eines
Gewindebolzens 14 zur Herstellung einer galvanischen Verbindung zu einem Stromanschlussleiter
dient (Fig.1). In die Mantelflächen der beiden Armaturen 5 und 6 ist jeweils eine
Aussengewinde 15 eingelassen. Das Aussengewinde 15 der Armatur 5 hält diese an das
Rohr 2 angeformte Armatur bei der Wirkung einer axialen Kraft ortsfest im Isolierstoffrohr
2, wohingegen das Aussengewinde 15 der Armatur 6 mit einem in das obere Ende des Rohrs
2 eingeformten Innengewinde unter Bildung einer axial wirkenden Kraft zusammenarbeitet.
[0015] Am unteren Ende des Isolierstoffgehäuses 1 angeordnete Metalldeckel 16 und 17 sind
mittels zweier auf den Gewindebolzen 14 geführter Muttern 18 gegen das Gehäuse 1 gepresst
und verhindern so, dass unerwünschte Feuchtigkeit ins Innere des Überspannungsableiters
gelangt.
[0016] Dieser Überspannungsableiter weist mit dem Aktivteil 8, dem Isolierstoffrohr 2, dem
Wetterschutz 3 , den beiden Armatur 5 und 6, dem nicht bezeichneten Isoliermaterial
zwischen Aktivteil 8 und Isolierstoffrohr 2 sowie den beiden Deckeln 16 und 17 acht
einfach zu montierende Teile auf, von denen zudem je zwei, nämlich die Armaturen 5,
6 und die Deckel 16, 17, gleichartig ausgebildet sind. Daher kann der Überspannungsableiter
rasch und in einem für eine Serienfertigung besonders geeigneten Verfahren hergestellt
werden.
[0017] Ein solches Verfahren wird mit Vorteil wie folgt ausgeführt:
In das bereits die untere Armatur 3 enthaltende und daher becherförmig ausgebildete
Isolierstoffrohr 5 wird das Aktivteil 8 eingeschoben und nachfolgend das obere Ende
des Rohrs 2 durch Einschrauben der Armatur 6 verschlossen. Zum Einschrauben kann in
den Durchgangsöffnungen 11 ein Werkzeug eingreifen. Die Armatur 6 wird soweit ins
Rohrinnere eingeschraubt bis die Kontaktnocken 12 der beiden Armaturen 5 und 6 mit
ausreichender Kontaktkraft auf den beiden Stirnflächen des Aktivteils 8 aufliegen.
Da das Rohr 2 eine relativ hohe Elastizität aufweist, ist gewährleistet, dass diese
Kontaktkraft während des Betriebs des Überspannungsableiters beibehalten wird.
[0018] Nachfolgend wird beispielsweise mittels einer Injektionsnadel durch die in der oberen
Armatur 6 vorgesehenen Durchgangsöffnungen 11 in den durch die Führungsschienen 7
gestützten hohlzylinderförmigen Raum zwischen dem Aktivteil 8 und dem Isolierstoffrohr
2 flüssiges Isoliermittel eingeführt. Da die in der unteren Armatur 5 vorgesehenen
Durchgangsöffnungen 11 durch den Kragen 10 verschlossen sind, kann das Isoliermittel
nicht nach unten entweichen. Beim Aushärten aus den Durchgangsöffnungen 11 der oberen
Armatur 6 austretendes flüssiges Isoliermittel wird in der Einsenkung 9 der Armatur
6 gesammelt und bildet nach Beendigung des Aushärtevorganges ebenfalls einen das Gehäuseinnere
abdichtenden Kragen. Durch die über die Enden des Wetterschutzes 3 kragenden Deckel
16 und 17 wird das Gehäuseinnere noch zusätzlich abgedichtet.
[0019] Im allgemeinen bestehen die beiden Deckel 16, 17 aus Metall, wie beispielsweise Stahl
oder Aluminium bzw. einer Aluminiumlegierung. In einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung besteht jedoch mindestens der Deckel 17 aus einem Material, welches
sich unter Bildung einer Verbindungsstelle 19 in einfacher Weise mit dem Isolierstoffrohr
2 kraftschlüssig verschweissen, verlöten oder verkleben lässt. Eine besonders feste
mechanische Verbindung wird erreicht, wenn der Deckel 17 aus dem gleichen Material
besteht, wie das Isolierstoffrohr 2, und wenn die Verbindung durch Verschweissen des
oberen Randes des Isolierstoffrohrs 2 und des Deckels 17, insbesondere mit Ultraschall,
erreicht wird. Ein solchermassen hergestellter Überspannungsableiter zeichnet sich
durch eine grosse mechanische Festigkeit aus, da vom Aktivteil 8, insbesondere bei
einer Stromimpulsbelastung, abgegebene Zugkräfte nun nicht nur über das Aussengewinde
15 sondern auch über die Verbindungssteile 19 von der Armatur 6 auf das Isolierstoffrohr
2 übertragen werden. Zugleich wird durch das Verbinden der beiden Teile 2 und 17 das
Eindringen von Wasser ins Gehäuseinnere zusätzlich erschwert.
[0020] Bei der Austührungsform nach Fig.4 ist der Wetterschutz 3 an seinem oberen Ende geschlossen
ausgebildet und weist ein Deckteil 20 auf, welches den Deckel 17 entbehrlich macht.
Darüber hinaus erhöhen bei dieser Ausführungsform durch den Wetterschutz 3 und das
Isolierstoffrohr 2 in die Armaturen 5, 6 geführte Stifte 21 die mechanische Festigkeit
der von Isolierstoffrohr 2, Wetterschutz 3 und den Armaturen 5, 6 gebildeten Umhüllung
des Aktivteils 8, insbesondere bei Zugbelastung, ganz erheblich. Um eine gleichmässige
Kraftübertragung zu gewährleisten, empfiehlt es sich, die Stifte in Umfangsrichtung
gleichmässig zu verteilen. Bereits mit drei Stiften pro Armatur wird die mechanische
Festigkeit wesentlich gesteigert. Je nach Durchmesser des Isollerstoffrohrs 2 können
aber auch mehr als drei Stifte verwendet werden.
[0021] Durch die Stifte 21 kann die mechanische Festigkeit des Überspannungsableiters gemäss
dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel noch zusätzlich verbessert werden.
Bezeichnungsliste
[0022]
- 1
- Isolierstoffgehäuse
- 2
- Isolierstoffrohr
- 3
- Wetterschutz
- 4
- Schirme
- 5, 6
- Armaturen
- 7
- Führungsschienen
- 8
- Aktivteil
- 9
- Einsenkung
- 10
- Kragen
- 11
- Durchgangsöffnungen
- 12
- Kontaktnocken
- 13
- Innengewinde
- 14
- Gewindebolzen
- 15
- Aussengewinde
- 16, 17
- Metalldeckel
- 18
- Muttern
- 19
- Verbindungsstelle
- 20
- Deckteil
- 21
- Stifte
1. Überspannungsableiter mit einem zwischen zwei stromführenden, zylinderförmigen Armaturen
(5, 6) angeordneten, mindestens einen Varistor auf der Basis von Metalloxid enthaltenden,
zylinderförmigen Aktivteil (8) und mit einem das Aktivteil (8) mantelförmig umgebenden
und von den Armaturen (5, 6) stirnseitig abgeschlossenen Isolierstoffgehäuse (1),
welches mit einem das Aktivteil (8) mantelseitig umgebenden Isoliermaterial gefüllt
ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Isolierstoffgehäuse (1) von einem spritzgegossenen
oder extrudierten Isolierstoffrohr (2) sowie von einem auf der Mantelfläche des Rohrs
(2) gehaltenen, beschirmten Wetterschutz (3) gebildet ist, dass eine erste (5) beider
Armaturen (5, 6) an einem ersten beider Enden in das Rohr (2) eingeformt ist, und
dass die zweite Armatur (6) mit einem Aussengewinde (15) unter Bildung von Kontaktkraft
in ein Innengewinde des Rohrs (2) eingeschraubt ist.
2. Überspannungsableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (2) von
einem faserverstärkten Polymer, insbesondere einem faserverstärkten Thermoplasten,
gebildet ist.
3. Überspannungsableiter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Thermoplast
ein ca. 20 - 60, vorzugsweise 30 bis 50, Gew% Glasfaser enthaltendes Polyamid ist.
4. Überspannungsableiter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
in die Innenseite des Rohrs (2) mindestens drei in Richtung der Rohrachse ausgerichtete
Führungsschienen (7) eingeformt sind.
5. Überspannungsableiter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
die beiden Armaturen (5, 6) jeweils eine in deren nach aussen weisende Stirnfläche
eingeformte und auf deren Mantelfläche geführte, ringförmige Einsenkung (9) aufweisen.
6. Überspannungsableiter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Einsenkung
(9) der ersten Armatur (5) einen radial nach innen geführten Kragen (10) des Rohrs
(2) aufnimmt.
7. Überspannungsableiter nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass in die
Einsenkung (9) mindestens eine in Richtung der Rohrachse geführte Durchgangsöffnung
(11) eingeformt ist.
8. Überspannungsableiter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Einsenkung
der zweiten Armatur (6) durch Aushärten von flüssigem Isoliermittel gebildetes Isoliermaterial
aufnimmt, wobei das flüssige Isoliermittel vorwiegend über die Durchgangsöffnungen
(11) aus dem Gehäuseinneren in die Einsenkung (9) getreten ist.
9. Überspannungsableiter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass
die beiden Armaturen (5, 6) jeweils auf ihrer nach innen weisenden Stimfläche auf
einer Stimfläche des Aktivteils (8) aufsitzende Kontaktnocken (12) enthalten.
10. Überspannungsableiter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass
der Wetterschutz (3) mindestens einen radial geführten Schirm (4) aufweist.
11. Überspannungsableiter nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass
die Stirnseiten des Isolierstoffgehäuses (1) abgeschlossen sind mit zwei über die
Enden des Wetterschutzes (3) kragenden Deckeln (16, 17).
12. Überspannungsableiter nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass einer (17) der
beiden Deckel über mindestens eine Verbindungsstelle (19) mit der zweiten Armatur
(6) verbunden ist.
13. Überspannungsableiter nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsstelle
(19) durch Schweissen, insbesondere Ultraschallschweissen, Löten oder Kleben gebildet
ist.
14. Überspannungsableiter nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass
eine der beiden Stirnseiten des Isolierstoffgehäuses (1) abgeschlossen ist mit einem
in den Wetterschutz (3) integrierten Deckteil (19).
15. Überspannungsabieiter nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens eine der beiden Armaturen (5, 6) zusätzlich mit Stiften (21) fixiert ist,
welche von aussen durch das Isolierstoffrohr (2) in die mindestens eine Armatur (6)
geführt sind.