[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung gemäss dem Oberbegriff der Ansprüche
1 und 18.
[0002] Solche Anordnungen eignen sich beispielsweise zur Abfrage von Messdaten eines Elektrizitätszählers
und zur Übertragung der Messdaten über ein zellulares Kommunikationsnetz hin zu einer
Auswertestation, in der die Messdaten zur Verrechnung von Energiekosten verwendet
werden. Im weiteren ist eine Schnittstelleneinrichtung dieser Art allgemein zur Bedienung
von Geräten oder Anlagen wie etwa Gaszähler, Regler oder Leitsysteme der Heizungs-,
Lüftungs- und Klimatechnik, Einrichtungen zur Minimierung von Lastspitzen in Energieverteilsystemen,
Verkaufsautomaten, Payphones, Pay-TV-Apparate, Zutrittskontrollsysteme oder Überwachungsanlagen
einsetzbar.
[0003] Im allgemeinen werden solche Anordnungen immer in Gebäuden oder gebäudeähnlichen
Strukturen benutzt. Die Anlage versorgt Gebäude oder gebäudeähnliche Strukturen.
[0004] Es ist eine derartige Anordnung bekannt (US 5 546 444), bei der Daten eines Gerätes
von einer Radiotelefonstation aus über ein zellulares Radionetz geleitet werden. Dabei
werden die Daten des Gerätes in einem gewissen Datentelegramm integriert welches auch
zur Identifizierung der Radiotelefonstation im zelluaren Radionetz dient.
[0005] Es ist auch bekannt (WO 93/04451), Messdaten mehrere Messstationen eines Gebietes
von einer Stelle aus abzufragen und die im Gebiet gesammelten Daten über ein öffentliches
Kommunikationsnetz an eine Zentrale zu übermitteln.
[0006] Es ist weiter ein Alarmsystem bekannt (US 4 993 059), bei dem Signale eines Alarmsensors
über ein Radiotelefonnetz an eine Zentrale übermittelt werden.
[0007] Es sind auch Art und Verwendbarkeit verschiedenartiger zellularer Radionetze bekannt
und zu einem grossen Teil auch genormt. Bekannte Nonnen sind beispielsweise NMT 900,
IS 95-CDMA, JTACS, WAGS, CT-2, ESMR, RC2000, NMT450, ETACS und TACS. So ist auch ein
sogenannter GSM-Standard bekannt (Michel Mouly, Marie-Bernadette Pautet: The GSM System
For Mobile Communications, 1992), der insbesondere auch in Europa angewandt wird,
wobei je nach verwendeter Frequenz GSM900, GSM1800 oder GSM1900 einsetzbar ist.
[0008] Aus EP 0 645 941 ist schliesslich ein Funkgerät zum Senden und Empfangen von Kurznachrichten
bekannt, das nach dem GSM-Standard arbeitet.
[0009] Insbesondere folgende Ziele sollen durch die erfindungsgemässe Anordnung erfüllt
werden:
- Die Übermittlungskosten für Daten und die Fertigungskosten für die Schnittstelleneinrichtung
sollen erwartungsgemäss etwa um einen Faktor 10 gesenkt werden, gegenüber einer Übertragung
über bekannte zellulare Telefonschnittstellen für Datenübertragungen.
- Pro Zelle des Kommunikationsnetzes wird erwartet, dass eine wesentlich höhere Anzahl
Schnittstelleneinheiten bedienbar ist, als dies bei bekannten zellularen Telefonschnittstellen
der Fall ist; beispielsweise wird eine 10-fache Erhöhung der Anzahl gefordert.
- Die Zuverlässigkeit der Datenübertragung soll gegenüber einer Übertragung mittels
bekannter Telefonschnittstellen für Datenübertragungen an einem zellularen Netz erhöht
werden.
- In gewissen Fällen ist innerhalb einer Antwortzeit von einigen Sekunden eine Rückmeldung
zu übertragen.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine kostengünstige und zuverlässige Anordnung
mit einer Schnittstelleneinrichtung für ein zellulares Radionetz zu schaffen durch
welche eine hohe Sicherheit auch bezuglich Authentizität und Anonymität der übertragenen
Daten erreichbar ist.
[0011] Die genannte Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die Merkmale der Ansprüche 1 und
18 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sieh aus den abhängigen Ansprüchen.
[0012] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher
erläutert.
[0013] Es zeigen:
- Fig. 1a
- ein zellulares Kommunikationsnetz mit zwei Exemplaren einer Schnittstelleneinheit,
- Fig. 1b
- das zellulare Kommunikationsnetz mit einem mit einem Modul einer Anlage verbundenen
Exemplar der Schnittstelleneinheit,
- Fig. 2
- den prinzipiellen Aufbau der Schnittstelleneinheit,
- Fig. 3
- eine Variante der Schnittstelleneinheit, welche mit mehreren Geräten verbunden ist,
- Fig. 4
- ein Datenflussdiagramm zu einem vorteilhaften Aufbereitungsverfahren von Datenströmen,
- Fig. 5
- eine Tabelle zum Prinzip des Aufbereitungsverfahrens,
- Fig. 6
- ein Diagramm zu einem adaptiven Verarbeitungsverfahren für mehrere zeitlich nacheinander
anfallende Signaleinheiten und
- Fig. 7
- ein Datenflussdiagramm zum adaptiven Verarbeitungsverfahren.
[0014] In der Fig. 1a bedeutet 1 eine Schnittstelleneinheit, die einerseits über eine Antenne
2 an ein zellulares Kommunikationsnetz 3 angeschlossen und andererseits über ein Verbindungsmittel
4 mit mindestens einem Modul 5 verbindbar ist.
[0015] Das Modul 5 ist eine steuerbare Einrichtung oder ein steuerbares Gerät, beispielsweise
ein Elektrizitäts- oder ein Gaszähler, eine Leitstelle eines Gebäudeüberwachungssystems
oder auch ein Verkaufssystem für Waren oder Dienstleistungen.
[0016] In bekannter Art weist das zellulare Kommunikationsnetz 3 mehrere Kommunikationszellen
6 auf, welche je über eine Radioantenne 7 verfügen über welche die Kommunikationszellen
6 untereinander und weiter auch Benutzersysteme des zelluaren Kommunikationsnetzes
3 mit dem zellularen Kommunikationsnetz 3 über Radiowellen verbindbar sind. Dabei
deckt ein einzelnes Exemplar der Kommunikationszellen 6 jeweils ein gewisses geographisches
Gebiet ab; die Kommunikationszellen 6 sind derart angeordnet, dass sie zusammen ein
grösseres, zusammenhängendes Gebiet abdecken.
[0017] Die Anzahl der mit dem zellularen Kommunikationsnetz 3 verbundenen Exemplare der
Schnittstelleneinheit 1 ist grundsätzlich nicht begrenzt; sie richtet sich in erster
Linie nach der Übertragungskapazität des zellularen Kommunikationsnetzes 3. Zur Vereinfachung
der Darstellung sind in der Fig. 1a lediglich zwei Exemplare der Schnittstelleneinheit
1 dargestellt.
[0018] Eine Station 8 ist über eine Verbindungseinrichtung 9 mit dem zellularen Kommunikationsnetz
3 verbunden. Die Verbindungseinrichtung 9 ist ein verfügbarer Datenkommunikationskanal
über eine Draht-, Licht- oder Radiowellenverbindung.
[0019] Die Schnittstelleneinheit 1 dient der sicheren und zuverlässigen bidirektionalen
Übertragung von digitalen Datenströmen zwischen der Station 8 und einem oder mehreren
mit der Schnittstelleneinheit 1 verbundenen Exemplar bzw. Exemplaren des Modules 5
über das zellulare Kommunikationsnetz 3.
[0020] Das Modul 5 ist also Teil einer Anlage 10 (Fig. 1b). Wenigstens eine Messeinrichtung
11, durch welche Prozessgrössen oder Messwerte der Anlage 10 erfassbar sind, ist dem
Modul 5 zugeordnet, wobei die Messeinrichtung 11 im Modul 5 angeordnet oder Teil der
Anlage 10 ist.
[0021] Mit der Bezeichnung Anlage 10 ist klar eine ortsfest installierte technische Einrichtung
- wie beispielsweise eine Energieproduktionsanlage, eine Energieverteilungsanlage,
eine Energieverbrauchsanlage, ein Leitsystem für Energie oder Verkehr, ein Gebäudeleitsytem,
eine Alarmierungs- oder Überwachungsanlage, eine Fabrikations- oder Verkaufsanlage
usw. - gemeint.
[0022] Eine vorteilhafte Anordnung zu der von einer Station 8 aus fernmessbaren und/oder
fernsteuerbaren Anlage 10 umfasst also die Schnittstelleneinheit 1, das Modul 5 und
wenigstens ein Exemplar der Messeinrichtung 11.
[0023] Eine vorteilhafte Ausführung der Schnittstelleneinheit 1 (Fig. 2) weist ein erstes
mit der Antenne 2 verbundenes Modul 21 zum Senden und Empfangen von Radiosignalen,
ein zweites Modul 22 zum Entzerren von Radiosignalen, ein drittes Modul 23 zur Authentifizierung
von Kommunikationspartnern, ein viertes Modul 24 zur Verschlüsselung und Entschlüsselung
von Datenströmen und ein fünftes Modul 25 zur Ausbildung und Verschachtelung von Datenpakten
auf. Die Schnittstelleneinheit 1 umfasst zudem mindestens eine Prozessoreinheit 26,
einen ersten Speicherbereich 27 mit Read Only Memory (ROM) und einen zweiten Speicherbereich
28 mit Random Access Memory (RAM), welcher mit Vorteil mindestens zum Teil als nichtflüchtiger
Speicher (Nonvolatilc RAM) verwirklicht ist.
[0024] Eine Einrichtung zum Entzerren von Radiosignalen wird in der Übertragungstechnik
auch Equalizer genannt.
[0025] Die Schnittstelleneinheit 1 weist eine Datenschnittstelle 30 für das Verbindungsmittel
4 (Fig. 1a, Fig. 1b) auf über welches die Schnittstelleneinheit 1 mit dem Modul 5
(Fig. 1a, Fig. 1b) verbunden wird.
[0026] Die Datenschnittstelle 30 ist beispielsweise eine bidirektionale serielle Datenschnittstelle.
[0027] Die Schnittstelleneinheit 1 umfasst ferner ein erstes Anschlusselement 31 für eine
Spannungsquelle 32 und mit Vorteil auch ein zweites Anschlusselement 33 für eine in
der Zeichnung gestrichelt dargestellte Hochleistungsantenne 34, welches mit Vorteil
eine Antenne mit strahlungsgekoppelten Stäben - also eine sogenannte YAGI-UDA-Antenne
- ist.
[0028] In der Fig. 3 ist das Verbindungsmittel 4 als Datenkommunikationsnetz verwirklicht,
über das die Schnittstelleneirrheit 1 mit verschiedenartigen Ausführungen des Modules
5 verbunden ist. Eine erste Ausführung 5.1 des Modules 5 ist ein Elektrizitätszähler,
dessen Messwerte über die Schnittstelleneinheit 1 für Verrechnungszwecke auf die Station
8 (Fig. 1a, Fig. 1b) übertragbar sind. Die Messeinrichtung 11 ist hier also zweckentsprechend
eine Einrichtung zur Erfassung einer bezogenen Leistung oder Energiemenge bzw. eine
Einrichtung zur Erfassung einer Leistungsspitze. Das Übertragen der Messwerte wird
typischerweise von der Station 8 oder von der ersten Ausführung 5.1 ausgelöst. Es
versteht sich jedoch von selbst, dass die Schnittstelleneinheit 1 derart ausgestaltbar
ist, dass das Übertragen der Messwerte auch durch die Schnittstelleneinheit 1 ausgelöst
werden könnte.
[0029] Eine zweite Ausführung 5.2 des Modules 5 ist ein Gaszähler, dessen Messwerte über
die Schnittstelleneinheit 1 auf die Station 8 (Fig. 1a, Fig. 1b) übertragbar sind.
Die Messeinrichtung 11 ist hier also zweckentsprechend beispielsweise eine Einrichtung
zur Erfassung einer bezogenen Gasmenge oder eine Einrichtung zur Erfassung des Zustandes
eines Stellgliedes.
[0030] Eine dritte Ausführung 5.3 des Modules 5 ist ein Heizungsregler, dessen Parameter
und dessen Funktionsweise von der Station 8 (Fig. 1a, Fig. 1b) aus veränderbar bzw.
programmierbar sind. Die Messeinrichtung 11 ist hier also zweckentsprechend beispielsweise
eine Einrichtung zur Erfassung von Klimagrössen, eine Einrichtung zur Erfassung des
Zustandes eines Stellgliedes oder eine Einrichtung zur Erfassung von Energiemengen.
[0031] Eine vierte Ausführung 5.4 des Modules 5 ist ein Terminal eines Gebäudeleitsystems,
dessen Funktionsweise von der Station 8 (Fig. 1a, Fig. 1b) aus veränderbar oder programmierbar
ist, und von dem Betriebsdaten, Prozessgrössen oder Messwerte aufdie Station 8 übertragbar
sind. Die Messeinrichtung 11 ist hier also zweckentsprechend beispielsweise eine Einrichtung
zur Erfassung von Raumklimawerten, eine Einrichtung zur Erfassung der Position eines
Stellgliedes, eine Einrichtung zur Erfassung der Anwesenheit von Personen oder eine
Einrichtung zur Erfassung von Energiemengen.
[0032] Eine fünfte Ausführung 5.5 des Modules 5 ist ein Payphone. Die Messeinrichtung 11
ist hier also zweckentsprechend beispielsweise eine Einrichtung zur Erfassung eines
Guthabens zur Abgeltung einer Dienstleistung.
[0033] Eine sechste Ausführung 5.6 des Modules 5 ist ein Alarmsystem, wobei das Alarmsystem
von der Station 8 (Fig. 1a, Fig. 1b) aus steuerbar ist und Alarmmeldungen auf die
Station 8 übertragbar sind. Die Messeinrichtung 11 ist hier also zweckentsprechend
beispielsweise eine Einrichtung zur Erfassung eines Alarmzustandes.
[0034] Eine siebte Ausführung 5.7 des Modules 5 ist ein Pay-TV-Apparat, für den über die
Schnittstelleneinheit Programmangebote angefordert und/oder abgegolten werden. Die
Messeinrichtung 11 ist hier also zweckentsprechend beispielsweise eine Einrichtung
zur Erfassung einer gewählten Dienstleistung oder eine Einrichtung zur Erfassung eines
Guthabens zur Abgeltung der Dienstleistung.
[0035] Eine achte Ausführung 5.8 des Modules 5 ist ein Verkaufsautomat von Waren oder Dienstleistungen,
die über die Schnittstelleneinheit abgegolten werden. Die Messeinrichtung 11 ist hier
also zweckentsprechend beispielsweise eine Einrichtung zur Erfassung einer gewählten
Dienstleistung oder eine Einrichtung zur Erfassung eines Guthabens zur Abgeltung der
Dienstleistung.
[0036] Eine weitere Ausführung des Modules 5 ist ein Terminal eines Energieleitsystems,
dessen Funktionsweise von der Station 8 (Fig. 1a, Fig. 1b) aus veränderbar oder programmierbar
ist, und von dem Betriebsdaten, Prozessgrössen oder Messwerte auf die Station 8 übertragbar
sind. Die Messeinrichtung 11 ist hier also zweckentsprechend beispielsweise eine Einrichtung
zur Erfassung von Leistungsspitzen oder Energiemengen oder auch eine Einrichtung zur
Erfassung des Zustandes von Stellgliedern.
[0037] Bei Bedarf verfügt das Modul 5 über eine Einrichtung zum Lesen und Verändern von
Daten einer Chipkarte, welche zur Identifizierung eines Benutzers oder zur Abgeltung
von Waren oder Dienstleistungen verwendet wird.
[0038] Grundsätzlich ermöglicht die mit dem Modul 5 verbundene Schnittstelleneinrichtung
1 ein Steuern des Modules 5 von der Station 8 aus über das zellulare Kommunikationsnetz
3, wobei hier der Begriff "Steuern" sehr breit gefasst ist und beispielsweise Programmieren,
Parametrieren und Abfragen von Daten umfasst.
[0039] Es zeigt sich, dass beim Übertragen eines Datenstromes in einem Funknetz oftmals
mehrere nahe beieinanderliegende Bits des Datenstromes verfälscht werden. Der derart
verfälschte Datenstrom ist in einem Empfänger oft nicht mehr rekonstruierbar, so dass
die Übertragung wiederholt werden muss, was Zeit kostet und das Funknetz zusätzlich
überlastet.
[0040] Die Fig. 4 zeigt ein Datenflussdiagramm zu einem vorteilhaften Aufbereitungsverfahren
für einen durch das Modul 5 (Fig 1a, Fig. 1b) über das Verbindungsmittel 4 an die
Schnittstelleneinheit 1 übergebenen Datenstrom DS. Im Aufbereitungsverfahren wird
der Datenstrom DS in eine Form transformiert, in welchem die bei einer anschliessenden
Übertragung im zellularen Kommunikationsnetz 3 erwarteten Fehler bis auf ein vertretbares
Mass in einer Empfangseinrichtung korrigierbar werden.
[0041] In der für die Zeichnung gewählten, aus der Literatur bekannten Darstellungsart für
Datenflussdiagramme (dazu beispielsweise D. J. Hatley, I. A. Pirbhai: Strategies for
Real-Time System Specification, Dorset House, NY 1988) bedeutet ein Kreis eine Aktivität,
ein Viereck ein angrenzendes System und ein Pfeil einen Kanal zur Übertragung von
Daten und/oder Ereignissen, wobei die Pfeilspitze in die wesentliche Datenflussrichtung
zeigt. Ein Datenspeicher, der allgemein mehreren Aktivitäten zur Verfügung steht,
ist durch zwei gleich lange, parallele Linien dargestellt. Mit dem Begriff Datenspeicher
wird hier eine Einrichtung zur Speicherung von Daten bezeichnet, welche auch Mittel
zur Verhinderung von Konflikten bei zeitlich parallelem Zugriff mehrerer Aktivitäten
auf die Daten aufweist. Im weiteren ist beispielsweise eine Anordnung aus zwei durch
einen Kanal verbundenen Aktivitäten mit einer einzigen Aktivität, welche alle Aufgaben
der besagten beiden Aktivitäten erfüllt, äquivalent. Eine Aktivität ist allgemein
in mehrere über Kanäle und/oder Datenspeicher verbundene Aktivitäten zerlegbar. Weitere
in der Literatur der Datenflussdiagramme benutzte Bezeichnungen sind "Terminator"
für das angrenzende System, "Process" oder "Task" für die Aktivität, "Data Flow" oder
"Channel" für den Kanal und "Pool" oder "Data Pool" für den Datenspeicher.
[0042] Eine Aktivität kann als elektronische Schaltung oder auch softwaremässig als Prozess,
Programmstück oder Routine verwirklicht werden, wobei die Aktivität bei einer softwaremässigen
Ausführung auch die Zielhardware umfasst.
[0043] Der in einem Systemteil 40 der Schnittstelleneinheit 1 anfallende digitale Datenstrom
DS wird in einer Aktivität 41 in mehrere Pakete P1 bis Pn unterteilt. Die einzelnen
Bits eines Paketes Pi werden auf mehrere Dateneinheiten B1 bis Bm, sogenannte Bursts
verteilt und einem weiteren Systemteil 42 übergeben.
[0044] Die Aktivität 41 führt also auf den digitalen Datenstrom DS eine Verschachtelungs-Transformation
aus, in der die Bits des Datenstromes DS aufmehrere Dateneinheiten B1 bis Bm verteilt
werden. Die Dateneinheiten B1 bis Bm umfassen nicht nur die Bits des Datenstromes
DS.
[0045] Fig. 5 zeigt eine Tabelle 43 mit vier Zeilen Z1 bis Z4 und acht Spalten S1 bis S8
zur Veranschaulichung des Prinzips der durch die Aktivität 41 ausgeführten Verschachtelungs-Transformation.
Der Datenstrom DS wird zeilenweise in einen Speicher 43 geschrieben. Im Beispiel umfasst
der Datenstrom DS die Bits b00 bis b07 der ersten Zeile Z1, die Bits b10 bis b17 der
zweiten Zeile Z2, die Bits b20 bis b27 der dritten Zeile Z3 und die Bits b30 bis b37
der vierten Zeile Z4. Zur Bildung der Dateneinheiten B1 bis Bm, wobei m hier die Spaltenzahl
acht ist, werden die im tabellenartig strukturierten Speicher 43 spaltenweise ausgelesen.
In einer ersten Dateneinheit B1 werden die Bits b00 bis b30 der ersten Spalte S1 angeordnet,
in einer zweiten Dateneinheit B2 die Bits b01 bis b31 usw. Die letzte Dateneinheit
B8 weist die Bits b07 bis b037 der achten Spalte S8 auf
[0046] Die Anzahl Dateneinheiten auf welche die Bits des Datenstromes DS aufgeteilt werden,
wird als Verschachtelungtiefe bezeichnet. Im Beispiel beträgt die Verschachtelungstiefe
acht.
[0047] Die Verschachtelungs-Transformation wird in der Übertragungstechnik auch als Interleaving
und die Verschachtelungstiefe entsprechend Interleave Depth bezeichnet.
[0048] In der Fig. 6 sind mehrere, vom Modul 21 (Fig. 2) zum Senden und Empfangen von Radiosignalen
zeitlich nacheinander empfangene Dateneinheiten Bt1 bis Bt4 auf einer Zeitachse t
dargestellt. In der stationär angeordneten Schnittstelleneinheit 1 wird das Modul
22 zum Entzerren von Radiosignalen mit Vorteil so verwirklicht, dass Interferenzen,
welche in benutzbaren Modulationsverfahren auftreten, beseitigt werden Eine vorteilhafte
Signalgewinnung, welche minimale Prozessorleistung erfordert wird ermöglicht, indem
das Modul 22 bei der Analyse und Verarbeitung einer im Zeitpunkt t3 anfallenden Dateneinheit
Bt3 auch Informationen benutzt, welche aus Dateneinheiten Bt1 und Bt2 gewonnen wurden,
die vor der aktuell Verarbeiteten Dateneinheit Bt3 empfangen worden sind. So sind
hier nach einem Zeitpunkt t2* - also bevor die Dateneinheit Bt3 empfangen wird - ausgewählte
Informationen aus der Analyse und der Verarbeitung der Dateneinheit Bt2 verwendbar.
Ausgewählte, bei der Verarbeitung der aktuellen Dateneinheit Bt3 anfallenden Information
wird beim Analysieren und Verarbeiten einer nach der Dateneinheit Bt3 empfangenen
und Dateneinheit Bt4 nutzbar.
[0049] Insbesondere sogenannte Inter-Symbol-Interferenzen beim sogenannten Gaussian Minimum-Shift
Keying, das beim GSM angewendet wird, sind durch das beschriebene adaptive Verfahren
ausräumbar, welches bei der Analyse und Verarbeitungen einer Dateneinheit auch Informationen
von mindestens einer zu einem früheren Zeitpunkt analysierten und verarbeiteten Dateneinheit
verwendet.
[0050] Das Modul 22 zum Entzerren von Radiosignalen umfasst vorteilhafterweise eine weitere
Aktivität 45 (Fig. 7) und eine Speichereinheit 46, in welcher gewisse bei der Analyse
und Verarbeitung anfallende Information speicherbar und zu einem späteren Zeitpunkt
nutzbar ist. Die Aktivität 45 generiert aus den vom Modul 21 zum Senden und Empfangen
von Radiosignalen zeitlich nacheinander gelieferten Dateneinheiten Bt1 bis Bt4 ein
digitales Signal 47, das einem dem Modul 21 nachgeschalteten Systemteil 48 übergeben
wird.
[0051] Die erfindungsgemässe Schnittstelleneinheit dient der bidirektionalen Übertragung
von digitalen Datenströmen zwischen einem - oder mehreren - mit der Schnittstelleneinheit
verbundenen Gerät - bzw. Geräten - und einer über ein zellulares Kommunikationsnetz
erreichbaren Station.
[0052] Ein digitaler Datenstrom weist hier unterschiedliche Längen auf und beinhaltet typischerweise
Steuerbefehle, Zustandsinformation oder eine Reihe von Messdaten.
[0053] Bei den in den beschriebenen Anwendungen bzw. Ausführungen 5.1 bis 5.8 des Moduls
1 (Fig. 3) zu erwartenden geringen Signalstärken ist mit erhöhten Bitfehlerraten zu
rechnen, da die Empfangsverhältnisse bei stationär installierten Anlagen oft nicht
optimal wählbar sind. Dadurch erwartet man mindestens, dass eine höhere Verschachtelungstiefe
erforderlich ist, um die nötige Übertragungsqualität zu erreichen. Die Kombination
der Eigenschaften der beanspruchten Schnittstelleneinheit, inklusive der beanspruchten
niederen Werte für die Verschachtelungstiefe und die paketweise Übertragung sind optimal
zur Erreichung der erforderlichen Übertragungsqualität zusammen mit den geforderten
Kostensenkungen.
[0054] Beispielsweise bei einer Tarifumschaltung in der Energieversorgung sind in zahlreichen
ortsfest installierten Anlagen Umschaltungen erforderlich, welche mit hoher Zuverlässigkeit
über die Schnittstelleneinheiten auszuführen sind, wobei die Umschaltungen bei hoher
Artlagendichte innerhalb einer geographischen Region durchzuführen ist.
[0055] In Ausnahmesituationen, beispielsweise bei einem Chemieunfall oder bei einem Brand,
sind über die Schnittstelleneinheiten Schutzmassnahmen wie das Schliessen von Fenstern
oder das Steuern von Lüftungskanälen an Anlagen innerhalb einer begrenzten Region
in Sekundenfrist zu realisieren, wobei im besonderen Fall hohe Anlagendichten vorliegen
und auch zuverlässige Rückmeldungen durch Sensoren erforderlich sind.
[0056] In Leitsystemen der Energieversorgung sind bei lokalen Überlastungsphasen Energienetze
in Sekundenfrist neu zu konfigurieren, wobei Lasten je nach Priorität zu schalten
sind.
[0057] Üblicherweise braucht man bei zellularen Netzen gewisse Massnahmen um zu erreichen,
dass Teilnehmerstationen, welche sich im Grenzbereich von zwei oder mehreren Zellen
befinden, ihre Daten an die ausgewählte Zelle übermitteln können. Es gibt auch Störungen,
beispielsweise durch Strassenverkehr, Wetter oder Bewegung der Teilnehmerstation.
Diese gewissen Massnahmen umfassen eine Übergabemöglichkeit, um die Daten über die
temperär optimal erreichbare Zelle auszutauschen. Auch sind Daten paketweise mit Adressinformation
von Sender und/oder Empfänger übertragbar, so dass unabhängig vom Weg eine zuverlässige
Übertragung gewährleistet ist. Es wurde gefünden, dass eine paketweise Übertragung
in Kombination mit insbesondere einer Verschlüsselung der übertragenen Daten für erfindungsgemässen
Anwendungen ausreichend ist. Insbesondere ist die genannte Übergabemöglichkeit für
quasistationäre Teilnehmerstationen - also für die im Zusammenhang mit der Fig. 3
beschriebenen Anwendungen - nicht erforderlich. Damit wird wiederum eine Vereinfachung
der Schnittstelleneinheit und eine damit verbundene Senkung der Fertigungskosten erreichbar.
[0058] Für eine Datenübertragung von Geräten innerhalb eines Gebäudes oder innerhalb einer
gebäudeähnlichen Struktur wird meistens ein Schutz der Privatsphäre gefordert. Die
durch Sicherheitsbedingungen schon erforderliche Verschlüsselung und paketweise Übertragung
unterstützt auch für die zum Schutz der Privatsphäre erforderliche Anonymität, selbst
unter den schwierigen, durch die grosse Benutzerzahl hervorgerufenen Bedingungen,
denn sie sichert auch die Authentizität der Schnittstelleneinheit und der Station.
Darüber hinaus werden die Möglichkeiten für eine Korrektur derjenigen Übertragungsfehler
optimiert welche bei der Übertragung der Datenströme über das zellulare Kommunikationsnetz
mit hoher Wahrscheinlichkeit auftreten.
[0059] Die hohen Anforderungen bezüglich der Korrektur der erwarteten Übertragungsfehler
im Datenstrom sind dann erreichbar, wenn der Datenstrom in kleinere Datenpakete aufgeteilt
und die Datenpakete vor der Übertragung in Dateneinheiten angeordnet und die Dateneinheiten
auf eine gewisse Art verschachtelt werden.
[0060] Durch die besagte Aufteilung und Anordnung in Dateneinheiten, verbunden mit der Verschachtelung
der Dateneinheiten, wird für die Datenkommunikation zwischen der Schnittstellenschaltung
und der Station ein Verfahren mit sogenanntem Mehrfachzugriff im Zeitmultiplex ermöglicht,
was auch unter dem Begriff "time-division multiple access" bekannt ist.
[0061] Die Tiefe der Verschachtelung ist derart optimiert, dass einerseits die hohe Anforderungen
an die Korrektur der Übertragungsfehler erreichbar sind, jedoch andererseits der Bedarf
an Speicherplatz und Prozessorleistung möglichst klein gehalten wird.
[0062] Dadurch, dass der für die Verschachtelung der Dateneinheiten erforderliche Speicherplatz
möglichst klein gehalten ist, wird die Grösse des in der Schnittstelleneinheit erforderlichen
Arbeitsspeichers minimal, womit einerseits die Herstellungskosten der Schnittstelleneinheit
möglichst gering und zudem die Zuverlässigkeit der Schnittstelleneinheit insgesamt
erhöht wird.
[0063] Hohe Anforderungen werden auch an eine Einrichtung zum Empfangen und Auswerten der
vom zellularen Kommunikationsnetz ausgesendeten Radiowellen gestellt. Der Aufwand
an Mitteln für die Auswertung eines empfangenen Signales kann dann besonders klein
gehalten werden, wenn die erforderliche Entzerrereinrichtung - die in der Radiotechnik
auch mit dem Begriff Equalizer bezeichnet wird - so ausgebildet ist, dass sie adaptiv
arbeitet. Eine vorteilhalte Ausgestaltung der adaptiven Entzerrereinrichtung verwendet
zur Gewinnung eines Nutzsignales aus einer empfangenen Dateneinheit auch Informationen
von Dateneinheiten, welche zu einem früheren Zeitpunkt empfangen wurden. Bei der Verarbeitung
empfangener Dateneinheiten werden Parameter der Entzerrereinrichtung entsprechend
den herrschenden Empfangsbedingungen laufend angepasst, indem Informationen von einer
oder mehreren zu einem früheren Zeitpunkt verarbeiteten Dateneinheit bei der Verarbeitung
einer Dateneinheit berücksichtigt werden. Die vorteilhaft ausgestaltete adaptive Entzerrereinrichtung
hat den Vorteil, dass die zur Entzerrung erforderliche Prozessorleistung auch dann
klein gehalten werden kann, wenn die Schnittstelleneinheit in einem Gebiet angeordnet
ist, in welchem Radiowellen stark gestört werden. Es zeigt sich, dass die adaptive
Entzerrereinrichtung insbesondere dann mit Vorteil einsetzbar ist, wenn Veränderungen,
welche die Störungen der Radiowellen im Gebiet der stationär angeordneten Schnittstelleneinheit
hervorrufen, relativ langsam erfolgen.
[0064] Dadurch, dass die Entzerrereinrichtung adaptiv arbeitet ist die in der Schnittstelleneinheit
insgesamt erforderliche Prozessorleistung minimierbar, wodurch einerseits Kosten gespart
und andererseits die Zuverlässigkeit der eingesetzten Mittel erhöht wird.
[0065] Dadurch dass die vorgeschlagenen Massnahmen zur Erreichung der erforderlichen Rückgewinnungs-
und Korrekturqualität für die übertragenen Datenströme konsequent darauf hinzielen,
Speicherplatz und Prozessorleistung gering zu halten, kann die Schnittstelleneinheit
im wesentlichen mit einem einzigen Chip, vorteilhafterweise einem ASIC, verwirklicht
werden.
[0066] Dadurch dass die stationär angeordnete Schnittstelleneinheit mit einer Antenne mit
strahlungsgekoppelten Stäben, einer sogenannten YAGI-UDA-Antenne, ausrüstbar ist,
ist auch dann eine zuverlässige Funktionsweise der Schnittstelleneinheit erreichbar,
wenn die stationär angeordnete Schnittstelleneinheit in einem Gebiet mit relativ schlechten
Übertragungsbedingungen zum zellularen Kommunikationsnetz angeordnet ist.
[0067] Die die Schnittstelleneinheit 1, das Modul 5 und wenigstens ein Exemplar der Messeinrichtung
11 umfassende Anordnung zu der von einer Station 8 aus fernmessbaren und/oder fernsteuerbaren
Anlage 10 erbringt kostengünstig folgende Vorteile:
- Durch die Verwendung der optimalen Verschachtelungstiefe der Dateneinheiten sind für
ortsfest installierte Anlagen die notwendige Zuverlässigkeit der Datenübertragung
kombiniert mit der erforderlichen kurzen Reaktionszeit erreichbar, obwohl bei den
beschriebenen Anwendungen mitunter auf ein geographisches Gebiet bezogen ein hoher
Datenverkehr erforderlich ist. Durch die optimale Verschachtelungstiefe wird die Zuverlässigkeit
der Datenübertragung auch bei schlechter Versorgung wirksam erhöht, wodurch die Anzahl
der - durch Fehler notwendigen - Wiederholungen wesentlich reduzierbar ist. Durch
die Reduktion bzw. das Wegfallen dieser Wiederholungen sind in einem gewissen Zeitintervall
wesentlich mehr Schnittstelleneinheiten bedienbar.
- Durch den zuverlässigen bidirektionalen Datenverkehr kombiniert mit der Einbindung
der Messeinrichtung 11 wird bei Steuerungs- oder Regelfunktionen eine Rückmeldung
eines aktuellen Zustands der Anlage an die Station 8 innerhalb eines relativ kurzen
Zeitintervalls, also in Sekundenfrist, erreichbar.
- Durch die vorteilhafte Ausführung der Schnittstelleneinheit 1 sind eine Vielzahl von
Exemplaren des Moduls 5 innerhalb eines geographischen Gebietes von einer Station
8 aus in der in Ausnahmesituationen erforderlichen Sekundenfrist zuverlässig erreichbar,
wobei auch eine allenfalls erforderliche Rückmeldung der Messeinrichtung 11 zuverlässig
und zügig durchführbar ist.
1. Anordnung zu einer von einer Station (8) aus fernmessbaren und/oder fernsteuerbaren
Anlage (10),
mit einer Schnittstelleneinheit (1),
mit einem mit der Schnittstelleneinheit (1) verbundenen Modul (5) der Anlage
und mit wenigstens einer Einrichtung (11) zur Erfassung von Messdaten,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schnittstelleneinheit (1) mit der Einrichtung (11) zur Erfassung von Messdaten
verbindbar ist und
dass die Schnittstelleneinheit (1) zur bidirektionalen Übertragung von digitalen Daten
zwischen der Schnittstelleneinheit (1) und der über ein zellulares Kommunikationsnetz
(3) erreichbaren Station (8) geeignet ist und eine Einrichtung (2, 21) zum Senden
und Empfangen von Radiowellen aufweist, zudem erste Mittel (23) für eine Authentifizierung
der Kommunikationspartner aufweist, zudem zweite Mittel (26, 27, 28, 24) für eine
Verschlüsselung und Entschlüsselung von übertragenen Daten aufweist, zudem dritte
Mittel (26, 27, 28, 25) für die paketweise Übertragung digitaler Daten über das zellulare
Kommunikationsnetz aufweist, zudem vierte Mittel (25; 41, 43) zur Aufteilung der Daten
in mehrere Dateneinheiten (Bursts) und zur Verschachtlung (interleaving) der Dateneinheiten
aufweist, wobei die Verschachtelungstiefe (interleaving depth) mindestens zwei, jedoch
kleiner oder gleich neun ist, und weiter fünfte Mittel (30) zum Aufbau einer weiteren
bidirektionalen Datenverbindung zwischen der Schnittstelleneinheit (1) und dem Modul
(5) vorhanden sind.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die fünften Mittel (30) derart ausgestaltet sind, dass von der Einrichtung (11)
erfasste Messdaten über das zellulare Kommunikationsnetz (3) ablesbar und auf die
Station (8) übertragbar sind.
3. Anordnung nach einem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die fünften
Mittel (30) derart ausgestaltet sind, dass das Modul (5) oder Teile der Anlage (10)
von der Station (8) aus steuerbar oder programmierbar sind.
4. Anordnung nach einem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die vierten
Mittel (25; 41, 43) derart ausgestaltet sind, dass die Verschachtelungstiefe kleiner
als sechs, jedoch mindestens zwei ist.
5. Anordnung nach einem vorangehenden Anspruch, gekennzeichnet durch Mittel (24) zur
Verschlüsselung und Entschlüsselung von Daten, die über die bidirektionale Datenverbindung
zwischen der Schnittstelleneinheit (1) und dem Modul (5) übertragbar sind.
6. Anordnung nach einem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet,
dass die Schnittstelleneinheit (1) zur Gewinnung eines Nutzsignales aus einem von
einer Antenne (2; 34) gelieferten Signal eine Empfängereinrichtung mit einer adaptiven
Equalizereinrichtung bzw. Entzerrereinrichtung (22; 45, 46) aufweist,
wobei die adaptive Equalizereinrichtung (22; 45, 46) so ausgebildet ist, dass zur
Gewinnung des Nutzsignales aus einer übertragenen Dateneinheit (Burst) auch Information
aus einer oder mehreren zu einem früheren Zeitpunkt empfangenen Dateneinheit (Burst)
bzw. Dateneinheiten verwendbar ist.
7. Anordnung nach einem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die fünften
Mittel derart ausgestaltet sind, dass die Schnittstelleneinheit (1) sequentiell mit
mehreren Geräten verbindbar ist.
8. Anordnung nach einem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die fünften
Mittel derart ausgestaltet sind, dass die Schnittstelleneinheit (1) mit einer Einrichtung
zur Steuerung und oder Überwachung von Geräten oder Verbrauchern verbindbar ist.
9. Anordnung nach einem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet dass die fünften
Mittel derart ausgestaltet sind, dass die Schnittstelleneinheit (1) mit einer Einrichtung
zur Minimierung von Lastspitzen verbindbar ist.
10. Anordnung nach einem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die fünften
Mittel derart ausgestaltet sind, dass die Schnittstelleneinheit (1) mit einem Gebäudeleitsystem
verbindbar ist, wobei die übertragbaren Daten Prozessdaten oder Parameter des Gebäudeleitsystems
sind.
11. Anordnung nach einem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die fünften
Mittel derart ausgestaltet sind, dass die Schnittstelleneinheit (1) mit einem Energieleitsystem
verbindbar ist, wobei die übertragbaren Daten Prozessdaten, Messwerte oder Parameter
des Energieleitsystems sind.
12. Anordnung nach einem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die fünften
Mittel derart ausgestaltet sind, dass die Schnittstelleneinheit (1) mit einer Einrichtung
zum Verkaufen oder Abgelten einer Dienstleistung oder Ware verbindbar ist.
13. Anordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zum Verkaufen
oder Abgelten einer Dienstleistung oder Ware ein Payphonapparat ist.
14. Anordnung nach einem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einrichtung
zum Behandeln einer Chip-Karte verfügbar ist, über welche bezogene Waren oder Dienstleistungen
abgeltbar sind.
15. Anordnung nach einem vorangehenden Anspruch, gekennzeichnet durch Mittel zur Ankoppelung
einer Antenne mit strahlungsgekoppelten Stäben (einer sogenannte YAGI-UDA-Antenne),
wobei die Schnittstelleneinheit (1) durch die Antenne mit dem zellularen Kommunikationsnetz
verbindbar ist.
16. Anordnung nach einem vorangehenden Anspruch, gekennzeichnet durch eine selbsttätig
nachladbare Spannungsquelle, mit der die Schnittstelleneinheit (1) verbindbar ist
und durch welche die Schnittstelleneinheit (1) permanent mit elektrischer Energie
versorgbar ist.
17. Anordnung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannungsquelle von einem
elektrischen Versorgungsnetz gespeist ist, welches über das weitere mit der Schnittstelle
verbundene Gerät erreichbar ist.
18. Schnittstelleneinheit (1) zur bidirektionalen Übertragung von digitalen Daten zwischen
der Schnittstelleneinheit (1) und einer über ein zellulares Kommunikationsnetz (3)
erreichbaren Station (8) über das zellulare Kommunikationsnetz (3), mit einer Einrichtung
(2, 21) zum Senden und Empfangen von Radiowellen und mit ersten Mitteln (23), durch
die eine Authentifizierung der Kommunikationspartner erreichbar ist,
gekennzeichnet
durch zweite Mittel (26, 27, 28, 24), durch die eine Verschlüsselung und Entschlüsselung
von übertragenen Daten durchführbar ist,
durch dritte Mittel (26, 27, 28, 25), mit denen digitale Daten paketweise über das
zellulare Kommunikationsnetz übertragbar sind,
wobei vierte Mittel (25; 41, 43) verfügbar sind, durch welche die Daten in mehrere
Dateneinheiten (Bursts) aufteilbar und verschachtelbar (interleaved) sind und
wobei die Verschachtelungstiefe (interleaving depth) mindestens zwei, jedoch kleiner
oder gleich neun ist, und weiter
durch fünfte Mittel (30), durch welche eine weitere bidirektionale Datenverbindung
zwischen der Schnittstelleneinheit (1) und einem weiteren Modul (5) aufbaubar ist,
so dass das weitere Modul (5) über die besagte Datenverbindung bedienbar ist.
19. Schnittstelleneinheit (1) nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet,
dass die Schnittstelleneinheit (1) zur Gewinnung eines Nutzsignales aus einem von
einer Antenne gelieferten Signal eine Empfängereinrichtung mit einer adaptiven Equalizereinrichtung
bzw. Entzerrereinrichtung (22; 45, 46) aufweist,
wobei die adaptive Equalizereinrichtung bzw. Entzerrereinrichtung (22; 45, 46) so
ausgebildet ist, dass zur Gewinnung des Nutzsignales aus einer übertragenen Dateneinheit
(Burst) auch Information aus einer oder mehreren zu einem früheren Zeitpunkt empfangenen
Dateneinheit (Burst) bzw. Dateneinheiten verwendbar ist.
20. Schnittstelleneinheit (1) nach einem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet,
dass die vierten Mittel (25; 41, 43) derart ausgestaltet sind, dass die Verschachtclungstiefe
kleiner als sechs, jedoch mindestens zwei ist.
21. Schnittstelleneinheit (1) nach einem vorangehenden Anspruch, gekennzeichnet durch
Mittel (24) zur Verschlüsselung und Entschlüsselung von Daten, die über die bidirektionale
Datenverbindung zwischen der Schnittstelleneinheit (1) und dem Modul (5) übertragbar
sind.
22. Schnittstelleneinheit (1) nach einem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet,
dass die fünften Mittel derart ausgestaltet sind, dass die Schnittstelleneinheit (1)
sequentiell mit mehreren Geräten verbindbar ist.
23. Schnittstelleneinheit (1) nach einem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet,
dass die fünften Mittel derart ausgestaltet sind, dass die Schnittstelleneinheit (1)
mit einer Einrichtung zur Steuerung und oder Überwachung von Geräten oder Verbrauchern
verbindbar ist.
24. Schnittstelleneinheit (1) nach einem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet,
dass die fünften Mittel derart ausgestaltet sind, dass die Schnittstelleneinheit (1)
mit einer Einrichtung zur Minimierung von Lastspitzen verbindbar ist.
25. Schnittstelleneinheit (1) nach einem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet,
dass die fünften Mittel derart ausgestaltet sind, dass die Schnittstelleneinheit (1)
mit einem Gebäudeleitsystem verbindbar ist wobei die übertragbaren Daten Prozessdaten
oder Parameter des Gebäudeleitsystems sind.
26. Schnittstelleneinheit (1) nach einem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet,
dass die fünften Mittel derart ausgestaltet sind, dass die Schnittstelleneinheit (1)
mit einem Energieleitsystem verbindbar ist, wobei die übertragbaren Daten Prozessdaten,
Messwerte oder Parameter des Energieleitsystems sind.
27. Schnittstelleneinheit (1) nach einem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet,
dass die fünften Mittel derart ausgestaltet sind, dass die Schnittstelleneinheit (1)
mit einer Einrichtung zum Verkaufen oder Abgelten einer Dienstleistung oder Ware verbindbar
ist.
28. Schnittstelleneinheit (1) nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung
zum Verkaufen oder Abgelten einer Dienstleistung oder Ware ein Payphonapparat ist.
29. Schnittstelleneinheit (1) nach einem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet,
dass die fünften Mittel (30) derart ausgestaltet sind, dass die Schnittstelleneinheit
(1) mit einer Einrichtung zum Beziehen von Televisionsangeboten verbindbar ist.
30. Schnittstelleneinheit (1) nach einem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet,
dass eine Einrichtung zum Behandeln einer Chip-Karte verfügbar ist, über welche bezogene
Waren oder Dienstleistungen abgeltbar sind.
31. Schnittstelleneinheit (1) nach einem vorangehenden Anspruch, gekennzeichnet durch
Mittel zur Ankoppelung einer Antenne mit strahlungsgekoppelten Stäben (einer sogenannte
YAGI-UDA-Antenne), wobei die Schnittstelleneinheit (1) durch die Antenne mit dem zellularen
Kommunikationsnetz verbindbar ist.
32. Schnittstelleneinheit (1) nach einem vorangehenden Anspruch, gekennzeichnet durch
eine selbsttätig nachladbare Spannungsquelle, mit der die Schnittstelleneinheit (1)
verbindbar ist und durch welche die Schnittstelleneinheit (1) permanent mit elektrischer
Energie versorgbar ist.
33. Schnittstelleneinheit (1) nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannungsquelle
von einem elektrischen Versorgungsnetz gespeist ist, welches über das weitere mit
der Schnittstelle verbundene Gerät erreichbar ist.