[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb von Verpackungsmaschinen, insbesondere
für die Fertigung von Zigarettenpackungen, mit wenigstens einem Faltaggregat, zum
Beispiel Faltrevolver, einem Speicher für Verpackungsgüter, zum Beispiel Zigarettenmagazin,
mit Förderorganen für das Verpackungsgut, zum Beispiel Taschenkette für Zigarettengruppen,
Förderorganen für Verpackungsmaterial, zum Beispiel Zuschnittaggregate, und mit Förderorganen
für ganz oder teilweise fertiggestellte Packungen, zum Beispiel Abförderer. Weiterhin
betrifft die Erfindung eine Verpackungsmaschine, insbesondere für die Fertigung von
Zigarettenpackungen.
[0002] Verpackungsmaschinen für die Fertigung von Zigarettenpackungen, beispielsweise des
Typs Weichbecher, sind komplex aufgebaut. Dadurch sind Betriebsunterbrechungen, beispielsweise
wegen Beendigung einer Arbeitsschicht, wegen Formatwechsel der Packungen oder wegen
Wechsel der (Zigaretten-)Marke problematisch. Der Grund hierfür liegt darin, daß sich
stets eine große Menge an Verpackungsgut (Zigaretten) und Verpackungsmaterial innerhalb
der Verpackungsmaschine befindet.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe Zugrunde, Maßnahmen vorzuschlagen, die den Betrieb
von Verpackungsmaschinen bei Betriebsunterbrechung erleichtern.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe ist das erfindungsgemäße Verfahren dadurch gekennzeichnet,
daß zum Leerfahren der Verpackungsmaschine die beteiligten Aggregate und Organe hinsichtlich
der Arbeitsabläufe aufeinander abgestimmt sind, derart, daß beim Einleiten des Betriebszustands
Leerfahren der Verpackungsmaschine bei vorzugsweise reduzierter Arbeitsgeschwindigkeit
bzw. Taktzahl eine letzte Einheit des Packungsinhalts, insbesondere eine Zigarettengruppe,
identifiziert wird und entsprechend dem Durchlauf durch die Verpackungsmaschine die
beteiligten Aggregate und Organe gesteuert werden, derart, daß jedes Aggregat oder
Organ entsprechend dem Verpackungsfortschritt abgeschaltet wird, nachdem die letzte
Einheit des Verpackungsinhalts, gegebenenfalls mit Zuschnitten, das betreffende Aggregat
oder Organ passiert hat.
[0005] Erfindungsgemäß ist demnach die Verpackungsmaschine darauf eingerichtet, daß bei
einer Betriebsunterbrechung aus den genannten Gründen der Betrieb der Verpackungsmaschine
fortgesetzt wird, bis eine "letzte" Verpackungseinheit alle Aggregate und Organe,
also den gesamten Verpackungsprozeß, durchlaufen hat. Während des Durchlaufs dieser
letzten Einheit, insbesondere einer Zigarettengruppe, werden die beteiligten Aggregate
und Organe hinsichtlich ihrer Funktion gestoppt bzw. angehalten, wenn der Packungsinhalt
das betreffende Aggregat oder Organ passiert hat.
[0006] Bei der Herstellung von Zigarettenpackungen wird der Inhalt, nämlich eine Zigarettengruppe,
im Bereich eines Magazins gebildet durch Ausschieben der Zigarettengruppe aus dem
Zigarettenmagazin. Zum Leerfahren einer derartigen Verpackungsmaschine für Zigaretten
wird nach Einleiten des entsprechenden Betriebszustands als erstes der Schieber zum
Ausstoßen der Zigarettengruppen aus dem Zigarettenmagazin stillgesetzt. Danach folgen
Aggregate und Organe wie Taschenkette für die Zigarettengruppen, Zuschnittaggregate
zur Übergabe von Innenzuschnitten und Papierzuschnitten (für Weichbecherpackungen)
an einen Faltrevolver, ein Überführungsrevolver und ein hieran anschließender Trockenrevolver
zur Aufnahme fertiggestellter Zigarettenpackungen in langgestreckten Trockenschächten.
[0007] Zweckmäßigerweise wird so vorgegangen, daß nach Einleiten des Betriebszustands Leerfahren
der geschilderte Prozeß bei einer bestimmten Position der bewegbaren Organe der Verpackungsmaschine
konkret eingeleitet wird. Bei einer Definition der Positionen bewegbarer Organe auf
der Grundlage von 360° Bewegungszyklus je Takt kann beispielsweise bei 20° der Prozeß
des Leerfahrens im Bereich des Zigarettenmagazins eingeleitet werden.
[0008] Organe zum positionsgenauen Anhalten der Schieber für das Zigarettenmagazin sind
erfindungsgemäß in besonderer Weise ausgebildet. Weiterhin ist der Trockenrevolver
eine Besonderheit, um sicherzustellen, daß alle sich in den Trockenschächten befindenden
Zigarettenpackungen ordnungsgemäß ausgeschoben werden. Der Trockenrevolver wird zu
diesem Zweck während der Endphase des Leerfahrens taktweise angetrieben.
[0009] Bei Inbetriebnahme der Verpackungsmaschine nach dem Leerfahren wird in analoger,
umgekehrter Weise verfahren hinsichtlich der Betriebsaufnahme der Aggregate und Organe.
[0010] Weitere Einzelheiten des Verfahrens und der Verpackungsmaschine werden nachfolgend
anhand des in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels einer Verpackungsmaschine
näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- wichtige Einzelheiten einer Verpackungsmaschine für Zigaretten in vereinfachter Seitenansicht,
- Fig. 2
- einen Ausschnitt der Verpackungsmaschine gemäß Fig. 1 im Bereich eines Trockenrevolvers,
in vergrößertem Maßstab,
- Fig. 3
- eine Einzelheit im Bereich eines Zigarettenmagazins in perspektivischer Darstellung,
bei deutlich vergrößertem Maßstab,
- Fig. 4
- die Einheit gemäß Fig. 3 im Grundriß,
- Fig. 5
- eine Grundrißdarstellung analog zu Fig. 4 bei veränderter Position von Organen,
- Fig. 6
- eine Einzelheit im Bereich des Trockenrevolvers in Seitenansicht, teilweise geschnitten,
- Fig. 7
- eine Einzelheit des Trockenrevolvers gemäß Fig. 6 in radialgerichteter Ansicht entsprechend
Pfeil VII in Fig. 6.
[0011] Die in den Zeichnungen dargestellten Einzelheiten beziehen sich auf ein bevorzugtes
Anwendungsbeispiel, nämlich auf die Fertigung von Zigarettenpackungen 10 des Typs
Weichbecherpackung, Bei diesem Packungstyp ist eine Zigarettengruppe 11 von einem
Innenzuschnitt aus Papier oder Stanniol vollständig umgeben. Ein so gebildeter Zigarettenblock
12 ist außen von einem oben offenen Becher aus Papier, Folie oder dergleichen teilweise
umgeben.
[0012] Fig. 1 zeigt das Grundkonzept einer Verpackungsmaschine für die Fertigung derartiger
Zigarettenpackungen 10. Die Zigaretten werden der Verpackungsmaschine im Bereich eines
Zigarettenmagazins 13 übergeben. Hierbei handelt es sich um ein bei Verpackungsmaschinen
für Zigaretten übliches Organ zur Speicherung von Zigaretten und zur Abgabe von Zigarettengruppen
11 entsprechend dem Inhalt einer Zigarettenpackung 10. Das Zigarettenmagazin 13 ist
zu diesem Zweck im unteren Bereich mit Magazinschächten versehen, die als Schachtgruppen
14 zusammengefaßt sind. Aus jeder Schachtgruppe 14 wird eine Zigarettengruppe 11 durch
Schieber 32 aus- und in Taschen 15 einer Taschenkette 16 eingeschoben, und zwar im
Bereich eines unteren Fördertrums 17.
[0013] Die Taschenkette 16 transportiert die Zigarettengruppen 11 zu einem Faltrevolver
18, dem sie durch Ausschub aus den Taschen 15 der Taschenkette 16 übergeben werden.
Einzelheiten über den Aufbau sowohl des Zigarettenmagazins 13 als auch der Taschenkette
16 als auch des Faltrevolvers 18 ergeben sich aus EP 226 812.
[0014] Der Faltrevolver 18 ist längs des Umfangs mit einer Vielzahl von Faltdornen 19 versehen.
Diese dienen zur Aufnahme von Zuschnitten aus Papier oder Stanniol für die Innenumhüllung
und für die Außenumhüllung bzw. den Becher. Im Inneren der Faltdorne 19 wird jeweils
eine Zigarettengruppe 11 bereitgehalten und in Längsrichtung zusammen mit den gefalteten
Zuschnitten aus- bzw. abgeschoben.
[0015] Dem Faltrevolver sind Organe zugeordnet zum Zuführen des Verpackungsmaterials. Bei
dem vorliegenden Ausführungsbeispiel handelt es sich zum einen um ein Aggregat zum
Zuführen von Zuschnitten für die Innenumhüllung, also um ein Stanniolaggregat 20.
Dieses entspricht zweckmäßigerweise dem Gegenstand von DE 196 44 079.3. Die Zuschnitte
werden dabei von einer Materialbahn 21 abgetrennt. Der Transport bzw. Vorschub der
Materialbahn wird durch Vorschubwalzen 22 bewirkt.
[0016] Analog hierzu ist ein Aggregat zum Zuführen der Außenumhüllung zum Faltrevolver 18
ausgebildet, nämlich ein Papieraggregat 23. Bei diesem wird eine Materialbahn 24 ebenfalls
durch Vorschubwalzen 25 gefördert.
[0017] Die - bis auf eine Außenumhüllung aus Folie - fertigen Zigarettenpackungen 10 werden
nach Verlassen des Faltrevolvers 18 einem Trockenrevolver 26 übergeben. In diesem
werden die hinsichtlich von Leimstellen noch nicht abgebundenen Zigarettenpackungen
10 über einen längeren Zeitraum unter Aufrechterhaltung der exakten quaderförmigen
Gestalt stabilisiert. Der Trockenrevolver ist beispielsweise so ausgebildet wie aus
EP 605 838 ersichtlich. Nach dem Formatieren und Verfestigen der Zigarettenpackungen
10 werden diese über einen Bandförderer 27, dessen Einzelheiten sich ebenfalls aus
EP 605 838 ergeben, vom Trockenrevolver 26 übernommen und einem Abförderer 28 für
die fertigen Zigarettenpackungen 10 zugeführt.
[0018] Dem Trockenrevolver 26 ist ein Banderolenapparat 29 zugeordnet, der (Steuer-)Banderolen
30 an den Trockenrevolver 26 übergibt zur Positionierung an einer Stirnfläche der
Zigarettenpackung 10. Der Aufbau des Banderolenapparats 29 ergibt sich aus DE 196
47 670.4. Die Übergabe der Banderolen 30 ist im Detail aus EP 437 201 in Verbindung
mit EP 605 838 entnehmbar.
[0019] Zwischen dem Faltrevolver 18 und dem Trockenrevolver 26 befindet sich ein Überführungsrevolver
31 zur Übernahme der Zigarettenpackungen 10 vom Faltrevolver 18 und zur Überführung
an den Trockenrevolver 26. Die Gestaltung des Überführungsrevolvers 31 ergibt sich
als Beispiel aus EP 96 112 395.7.
[0020] Die Besonderheit der im Konzept beschriebenen und dargestellten Verpackungsmaschine
besteht darin, daß diese aus verschiedenen betriebsbedingten Gründen leergefahren
werden kann. Zu diesem Zweck ist ein Programm "Leerfahren" installiert, das beispielsweise
durch Betätigen eines entsprechenden Schalters eingeleitet wird. Das Programm "Leerfahren"
ist auf den Arbeitstakt bzw. Zyklus der gesamten Verpackungsmaschine abgestimmt. Diese
wird - wie grundsätzlich bekannt - hinsichtlich der Stellungen der bewegbaren Organe
unter Berücksichtigung von 360° als kompletter Arbeitstakt definiert, wobei jedem
bewegbaren Organ zu jeder Zeit eine bestimmte Stellung zukommt, definiert in Winkelgraden.
[0021] Wenn der Betriebszustand "Leerfahren" eingeleitet wird, fährt die Maschine bis zu
einer bestimmten Position, ausgedrückt beispielsweise durch eine 20°-Stellung. Beginnend
mit dieser Ausgangsposition wird die Maschine hinsichtlich der Arbeitsgeschwindigkeit
heruntergefahren, beispielsweise auf 50% Geschwindigkeit. Als erster Schritt wird
sodann der Ausschub von Zigarettengruppen 11 aus dem Zigarettenmagazin 13 gestoppt.
Die zuletzt in Taschen 15 der Taschenkette 16 eingeschobenen Zigarettengruppen 11
werden noch komplett durch die Verpackungsmaschine hindurchgefahren, bis diese vollständig
leer ist.
[0022] Die als letzte Zigarettengruppe identifizierte Zigarettengruppe 11 wird in der beschriebenen
Weise an den Faltrevolver 18 übergeben. Nach dem Zuführen des Stanniolzuschnitts im
Bereich des Stanniolaggregats 20 wird dieses stillgesetzt. Es werden also keine weiteren
Stanniolzuschnitte dem Faltrevolver 18 zugeführt. Beispielsweise werden zu diesem
Zweck die Vorschubwalzen 22 positionsgenau angehalten.
[0023] In gleicher Weise wird bei dem Papieraggregat 23 verfahren. Wenn der letzte Zigarettenblock
12 mit einem Papierzuschnitt versehen ist, wird das Papieraggregat 23 abgeschaltet,
insbesondere durch Anhalten der Vorschubwalzen 25.
[0024] Die sich im Bereich des Faltrevolvers 18 befindenden Zigarettenpackungen 10 werden
beleimt und fertiggefaltet sowie über den Überführungsrevolver 31 an den Trockenrevolver
26 übergeben. Auch dieser wird danach leergefahren. Der Banderolenapparat 29 wird
positionsgerecht abgeschaltet.
[0025] Eine funktionelle und konstruktive Besonderheit ist im Bereich des Zigarettenmagazins
13 gegeben hinsichtlich der Ausstoßorgane für die Zigarettengruppen 11. Bei dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel sind vier Schachtgruppen 14 an der Unterseite des Zigarettenmagazins
13 vorgesehen zum gleichzeitigen Ausschub von vier Zigarettengruppen 11 und Einschub
in eine entsprechende Anzahl von Taschen 15 der Taschenkette 16.
[0026] Für den Ausschub der Zigarettengruppen 11 ist jeder Schachtgruppe 14 ein Schieber
32 zugeordnet. Dementsprechend sind vier Schieber 32 vorgesehen. Jeder Schieber besteht
aus einer Anzahl von Stegen 33, die jeweils in einen Schacht der Schachtgruppe 14
eintreten. Jeder Steg 33 erfaßt zwei oder drei übereinanderliegende Zigaretten im
Schacht und schiebt diese aus.
[0027] Die vier Schieber 32 sind positionsgerecht mit einem Träger, nämlich einer Traverse
34 verbunden und bilden so ein Schieberorgan 35. Dieses wird als Einheit hin- und
herbewegt zum Ausschieben der Zigarettengruppen 11 aus den Schachtgruppen 14 (Endstellung
gemäß Fig. 4) und zur Rückkehr in eine Ausgangsstellung entsprechend Fig. 5.
[0028] Das Schieberorgan 35 ist zur Durchführung der geradlinigen Bewegung mit einem Schlitten
36 verbunden. Dieser ist verschiebbar auf Führungen gelagert, nämlich auf Führungsstangen
37, 38. Die Traverse 34 sitzt auf der Oberseite des plattenförmigen Schlittens 36.
[0029] An der freien, rückwärtigen Seite des Schieberorgans 35 bzw. der Traverse 34 greift
ein Betätigungsgetriebe 39 an. Dieses besteht aus einem Antriebsorgan, nämlich einem
schwenkbaren Betätigungshebel 40. Der ortsfest und schwenkbar gelagerte Betätigungshebel
40 ist über eine Koppelstange 41 gelenkig mit dem Schieberorgan 35 verbunden. Hin-
und hergehende Schwenkbewegungen des Betätigungshebels 40 bewirken demnach über die
Koppelstange 41 eine entsprechende hin- und hergehende Bewegung des Schieberorgans
35.
[0030] Die Antriebsbewegungen werden von einem Antriebshebel 42 auf den Betätigungshebel
40 übertragen. Der Antriebshebel ist fest, also unverdrehbar, auf einer Welle 43 gelagert.
Die ebenfalls in einem Winkelbereich von beispielsweise 30° hin- und hergehenden Schwenkbewegungen
des Antriebshebels 42 werden von einem drehenden Kurvengetriebe erzeugt, nämlich von
einer drehend angetriebenen Kurvenscheibe 44. An dessen Außenkontur liegt der Antriebshebel
42 mit einer Stützrolle 45 an. Die Kurvenscheibe 44 wird kontinuierlich drehend angetrieben
über einen ortsfesten Antriebszapfen 46.
[0031] Zur Sicherung der ständigen Anlage der Stützrolle 45 an der Kurvenscheibe 44 ist
bei diesem Ausführungsbeispiel das Prinzip einer "doppelten Zwangsläuferkurve" verwirklicht.
Ein unter einem vorgegebenen Winkel zum Antriebshebel 42 auf der Welle 43 gelagerter
Stützhebel 47 liegt mit einer Stützrolle 48 an der Kontur einer zweiten Kurvenscheibe
49 an. Diese ist so gestaltet, daß über die Welle 43 der Antriebshebel 42 mit der
Stützrolle 45 stets zuverlässig an die Kontur der Kurvenscheibe 44 angedrückt wird.
[0032] Der Antrieb für das Schieberorgan 35 ist zum Stillsetzen desselben vom kontinuierlich
fortgesetzten Antrieb aufgrund des Antriebshebels 42 abkoppelbar. Bei dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel wird so verfahren, daß der ßetätigungshebel 40 frei drehbar auf
der Welle 43 gelagert ist, so daß bei stillstehendem Betätigungshebel 40 die Welle
43 gleichwohl hin- und herdrehend angetrieben wird. Zur Übertragung von Bewegungen
auf das Schieberorgan 35 wird der Betätigungshebel 40 mit dem Antriebshebel 42 (lösbar)
verbunden.
[0033] Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel besteht der Betätigungshebel 40 aus zwei
übereinstimmenden Teilhebeln 50, 51, die deckungsgleich und mit axialem Abstand voneinander
drehbar auf der Welle 43 gelagert sind. Zwischen den Teilhebeln 50, 51 ist ein Kupplungsorgan
gelagert, nämlich ein Kupplungsegment 52. Dieses ist über ein Drehlager 53 schwenkbar
am Betätigungshebel 40 gelagert, nämlich zwischen den Teilhebeln 50, 51. Das Kupplungssegment
52 ist durch ein Stellorgan schwenkbar, und zwar durch einen Druckmittelzylinder 54.
Dieser ist mit einem Ende gelenkig am Betätigungshebel 40 gelagert. Eine Kolbenstange
55 ist mit einem Ende des als zweiarmiger Hebel ausgebildeten Kupplungssegments 52
verbunden.
[0034] Das Kupplungssegment ist mit dem Betätigungshebel 40 hin- und herbewegbar. In der
Betriebsstellung tritt ein Verbindungsorgan als Rastelement in eine Ausnehmung bzw.
Vertiefung 56 des Kupplungssegments 52 ein. Durch den Rasteingriff (Fig. 4) wird die
Antriebsverbindung zum Antriebshebel 42 hergestellt.
[0035] Zu diesem Zweck ist auf der Welle 43 ein Verbindungshebel 57 gelagert, und zwar unverdrehbar,
also mit der Welle 43 drehend. Am freien Ende des Verbindungshebels 57 ist schwenkbar
ein Rastklotz 58 angebracht. Dieser ist konvergierend gestaltet und tritt in der Raststellung
(Fig. 4) formschlüssig in die entsprechend ausgebildete Vertiefung 56 des Kupplungssegments
52 ein. Auf diese Weise wird eine feste Verbindung zwischen dem Antriebshebel 42 und
dem Betätigungshebel 40 hergestellt, nämlich über den Verbindungshebel 57, der mit
dem Kupplungssegment 52 verbunden ist.
[0036] Zum Stillsetzen des Schieberorgans 35 wird der Betätigungshebel 40 vom Antrieb abgekoppelt.
Zu diesem Zweck wird das Kupplungssegment 52 im Uhrzeigersinn (Fig. 4) verschwenkt.
Die Rastverbindung wird dadurch gelöst. Der Rastklotz 58 verläßt die Vertiefung 56.
Bei der weiteren hin- und hergehenden Bewegung gleitet der Rastklotz 58 außerhalb
des Bereichs des Kupplungssegments 52 an dessen Außenkontur entlang (Fig. 5).
[0037] Die Antriebsverbindung für den Betätigungshebel 40 wird in einer zurückgezogenen
Stellung der Schieber 32 gemäß Fig. 5 durchgeführt. In dieser Stellung befindet sich
ein ortsfestes Rastorgan, nämlich eine drehbare Rastrolle 60, hinsichtlich des Kupplungssegments
52 in einer Raststellung, nämlich benachbart zu einer muldenförmigen Rastvertiefung
61. In diese tritt die Rastrolle 60 aufgrund der Schwenkbewegung des Kupplungssegments
52 im Uhrzeigersinn ein (Fig. 5). Das Schieberorgan 35 ist nun in der zurückgezogenen
Stellung fixiert. In der Betriebsstellung (Fig. 4) befindet sich die Rastrolle 60
außerhalb des Bewegungsbereichs des Kupplungssegments 52.
[0038] Um die Betriebsstellung des Antriebs für den Schieberkopf 35 zu sichern bzw. zu überwachen,
ist ein berührungsloser Taster 62 vorgesehen, ein sogenannter Initiator. Dieser wird
in korrekter Betriebsstellung durch das Kupplungssegment 52 beaufschlagt. Hat das
Kupplungssegment 52 diese Stellung nicht, kann die Maschine nicht in Betrieb gesetzt
werden.
[0039] Im Betriebszustand "Leerfahren" wird das Schieberorgan 35 in die zurückgezogene Stellung
gemäß Fig. 5 gefahren, wenn die letzten Zigarettengruppen 11 an die Taschenkette 16
übergeben worden sind.
[0040] Eine weitere Besonderheit betrifft den Bereich des Trockenrevolvers 26.
[0041] Der Trockenrevolver 26 besteht aus einer Vielzahl von längs des Umfangs angeordneten,
achsparallelen Aufnahmen für je eine Mehrzahl von Zigarettenpackungen 10. Es handelt
sich dabei um langgestreckte Schächte 63 oder Kammern. Diese sind im wesentlichen
so ausgebildet wie in EP 605 838 beschrieben. Wie aus Fig. 6 ersichtlich, besteht
jeder Schacht 63 aus einem im Querschnitt U-förmigen, achsparallel positionierten
Packungskanal 64. Dieser umgibt die Zigarettenpackungen 10 in einem Teilbereich des
Querschnitts. Im Bereich der offenen Seite - in Drehrichtung des Trockenrevolvers
26 vorn - ist jeweils ein Andrückorgan angeordnet, nämlich eine Andrückleiste 65.
Diese kommt an einer schmalen, in Längsrichtung verlaufenden Seitenfläche der Zigarettenpackungen
10 innerhalb des Packungskanals 64 zur Anlage. Die Abmessungen des Packungskanals
64 sind auf diejenigen der Zigarettenpackungen 10 abgestimmt, so daß diese innerhalb
der Schächte 63 formiert werden. Die Andrückleisten 65 sind um ein Drehlager 66 schwenkbar.
Die Andrückstellung bzw. die Relativstellung der Andrückleiste 65 wird über einen
Schwenkhebel 67 gesteuert, der mit einer Tastrolle 68 auf einer Kurvenscheibe abläuft.
[0042] Dem Trockenrevolver 26 ist ein Übernahmerevolver 79 zugeordnet, der die Zigarettenpackungen
10 unmittelbar vom Überführungsrevolver 31 übernimmt. In Fig. 7 ist dieser Übernahmerevolver
79 angedeutet anhand einer Tasche 80 desselben. Der Übernahmerevolver 79 ist Bestandteil
des Trockenrevolvers 26 bzw. mit diesem zu einer Einheit verbunden. Die in den Taschen
80 des Übernahmerevolvers 79 aufgenommenen Zigarettenpackungen 10 werden in achsparalleler
Richtung in die benachbarten und jeweils zugeordneten Schächte 63 eingeschoben.
[0043] Beim Einschub einer Zigarettenpackung 10 in einen Schacht 63 werden die sich in diesem
Schacht 63 befindenden Zigarettenpackungen - beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
drei Zigarettenpackungen 10 - um einen entsprechenden Abschnitt in achsparalleler
Richtung innerhalb des Schachtes 63 weiter verschoben. Dabei verläßt eine auf der
zur Einschubseite gegenüberliegenden Seite positionierte Zigarettenpackung 10 den
Schacht 63 und gelangt auf den Bandförderer 27, der diese fertige Zigarettenpackung
10 abtransportiert.
[0044] Wenn sich die Verpackungsmaschine im Zustand des Leerfahrens befindet, werden in
der Endphase keine weiteren Zigarettenpackungen 10 vom Faltrevolver 18 dem Trockenrevolver
26 zugeführt. Die sich noch innerhalb der Schächte 63 befindenden Zigarettenpackungen
10 müssen gleichwohl in der beschriebenen Weise entnommen werden.
[0045] Zu diesem Zweck ist ein Ausschuborgan vorgesehen, welches während des Betriebszustands
Leerfahren in Aktion tritt, und zwar nachdem die letzte Zigarettenpackung 10 in einen
Schacht 63 eingeschoben worden ist. Ein Ausschuborgan 69 ist ortsfest außerhalb der
Bewegungsbahn des Trockenrevolvers 26 positioniert, und zwar im Arbeitsbereich des
Bandförderers 27. Das Ausschuborgan 69 besteht aus einem hier U-förmig gestalteten
Mitnehmer 70, der mit einem quergerichteten Finger 71 in den jeweils benachbarten
Schacht 63 bzw. in den Packungskanal 64 eintritt und die Zigarettenpackungen 10 auf
der Einschubseite, also auf der Rückseite in Bewegungsrichtung, erfaßt und um einen
Abschnitt entsprechend der Länge einer Zigarettenpackung 10 verschiebt. Dadurch tritt
auf der gegenüberliegenden Seite eine Zigarettenpackung 10 aus dem Packungskanal 64
aus und gelangt auf den Bandförderer 27.
[0046] Der Mitnehmer 70 ist zu diesem Zweck in achsparalleler Richtung verschiebbar. Hierfür
ist ein Druckmittelzylinder 72 vorgesehen, und zwar in der Ausführung eines kolbenstangenlosen
Zylinders. Ein seitlich austretender Ansatz 73 ist mit dem Mitnehmer 70 verbunden
und bewegt diesen in achsparalleler Richtung um einen Abschnitt, und zwar entsprechend
der Abmessung einer Zigarettenpackung 10 in Längsrichtung des Schachts 63. Der Mitnehmer
70 tritt dabei im Bereich eines Längsschlitzes 81 aus dem Schacht 63 bzw. aus dem
Packungskanal 64 aus. Der Längsschlitz 81 entsteht durch die Gestaltung des Schachtes
63, nämlich durch den Abstand zwischen dem U-förmigen Packungskanal 64 und der Andrückleiste
65.
[0047] Das Ausschuborgan 69 bzw. der Druckmittelzylinder 72 mit dem Mitnehmer 70 sind in
eine Außerbetriebsstellung bewegbar. Zu diesem Zweck ist der Druckmittelzylinder 72
schwenkbar an einem ortsfesten Schwenklager 74 angebracht. Ein Schwenkhebel 75 kann
den Druckmittelzylinder 72 samt Mitnehmer 70 aus der Betriebsstellung gemäß Fig. 6
in die Wartestellung gemäß Fig. 2 bewegen, und zwar durch einen Betätigungszylinder
76.
[0048] Der Trockenrevolver 26 wird aufgrund der Arbeitsweise des Ausschuborgans 69 während
dieser Phase taktweise gedreht, derart, daß nacheinander die Schächte 63 in die Ausschubstellung
gemäß Fig. 6 benachbart zum Ausschuborgan 69 bewegt werden. Der Mitnehmer 70 wird
nach jedem Ausschubtakt wieder aus dem Schacht 63 bzw. dem Packungskanal 64 herausbewegt,
so daß der Trockenrevolver 26 um einen Takt weitergeschaltet werden kann, bis schließlich
nach und nach alle Zigarettenpackungen 10 aus allen Schächten 63 herausgeschoben sind.
[0049] Wie aus Fig. 7 ersichtlich, wird der Mitnehmer 70 in einer Ebene zwischen dem Trockenrevolver
26 und dem Überführungsrevolver 31 in schwenkendem Sinne bewegt, nämlich in die Ausschubstellung
bzw. aus dieser heraus.
[0050] Die ausgeschobenen Zigarettenpackungen 10 werden von dem während dieser Betriebsphase
ebenfalls taktweise angetriebenen Bandförderer 27 an ein drehend angetriebenes Sternrad
77 übergeben. Dieses fördert die Zigarettenpackungen 10 in den Abförderer 28.
[0051] Beim Wiederanfahren der Verpackungsmaschine wird analog vorgegangen, wobei die bewegbaren
bzw. beschriebenen Organe und Aggregate in der Reihenfolge des Förderflusses der Zigarettengruppen
11 wieder angeschaltet werden. Dies bedeutet, daß zuerst bei einer gewissen Position
(Stellung innerhalb 360°) das Schieberorgan 35 wieder in Betrieb gesetzt wird und
Zigarettengruppen 11 an die Taschenkette 16 übergibt. Zu gegebener Zeit wird das Stanniolaggregat
20 und danach das Papieraggregat 23 wieder in Betrieb genommen. In gleicher Weise
werden auch die nachfolgenden Organe wirksam, also der Banderolenapparat 29.
[0052] Im Bereich des Trockenrevolvers 26 ist eine Besonderheit zu beachten. Die Banderolen
30 werden, wie in EP 605 838 beschrieben, zwischen Stirnfläche und Bodenfläche aufeinanderfolgender
Zigarettenpackungen 10 im Bereich der Schächte 63 positioniert. Da für die zuerst
ankommenden Zigarettenpackungen demnach eine Abstützung der Banderole 30 auf einer
benachbarten Zigarettenpackung 10 nicht möglich ist, wird die erste Gruppe der Zigarettenpackungen
10 ohne Banderole gefahren. Diese insoweit fehlerhaften Zigarettenverpackungen werden
im Bereich des Trockenrevolvers 26 durch ein Ausschleuseaggregat 78 ausgesondert.
Dieses Ausschleuseaggregat 78 ist in Aufbau und Funktion beschrieben in EP 96 116
464.7. Der Banderolenapparat 29 wird demnach erst dann in Betrieb gesetzt, wenn die
erste Gruppe von banderolenfreien Zigaretten in den Trockenrevolver bzw. in die Schächte
63 eingeschoben sind, so daß die ßanderolen im Bereich der Bodenflächen dieser Zigarettenpackungen
positioniert werden können.
Bezugszeichenliste:
[0053]
- 10
- Zigarettenpackung
- 11
- Zigarettengruppe
- 12
- Zigarettenblock
- 13
- Zigarettenmagazin
- 14
- Schachtgruppe
- 15
- Tasche
- 16
- Taschenkette
- 17
- Fördertrum
- 18
- Faltrevolver
- 19
- Faltdorn
- 20
- Stanniolaggregat
- 21
- Materialbahn
- 22
- Vorschubwalze
- 23
- Papieraggregat
- 24
- Materialbahn
- 25
- Vorschubwalze
- 26
- Trockenrevolver
- 27
- Bandförderer
- 28
- Abförderer
- 29
- Banderolenapparat
- 30
- Banderole
- 31
- Überführungsrevolver
- 32
- Schieber
- 33
- Steg
- 34
- Traverse
- 35
- Schieberorgan
- 36
- Schlitten
- 37
- Führungsstange
- 38
- Führungsstange
- 39
- Betätigungsgetriebe
- 40
- Betätigungshebel
- 41
- Koppelstange
- 42
- Antriebshebel
- 43
- Welle
- 44
- Kurvenscheibe
- 45
- Stützrolle
- 46
- Antriebszapfen
- 47
- Stützhebel
- 48
- Stützrolle
- 49
- Kurvenscheibe
- 50
- Teilhebel
- 51
- Teilhebel
- 52
- Kupplungssegment
- 53
- Drehlager
- 54
- Druckmittelzylinder
- 55
- Kolbenstange
- 56
- Vertiefung
- 57
- Verbindungshebel
- 58
- Rastklotz
- 59
- Stützsegment
- 60
- Rastrolle
- 61
- Rastvertiefung
- 62
- Taster
- 63
- Schacht
- 64
- Packungskanal
- 65
- Andrückleiste
- 66
- Drehlager
- 67
- Schwenkhebel
- 68
- Tastrolle
- 69
- Ausschuborgan
- 70
- Mitnehmer
- 71
- Finger
- 72
- Druckmittelzylinder
- 73
- Ansatz
- 74
- Schwenklager
- 75
- Schwenkhebel
- 76
- Betätigungszylinder
- 77
- Sternrad
- 78
- Ausschleuseaggregat
- 79
- Übernahmerevolver
- 80
- Tasche
- 81
- Längsschlitz
1. Verfahren zum Betrieb von Verpackungsmaschinen, insbesondere für die Fertigung von
Zigarettenpackungen (10), mit wenigstens einem Faltaggregat, zum Beispiel Faltrevolver
(18), einem Speicher für Verpackungsgüter, zum Beispiel Zigarettenmagazin (13), mit
Förderorganen für das Verpackungsgut, zum Beispiel Taschenkette (16) für Zigarettengruppen
(11), und Förderorganen für ganz oder teilweise fertiggestellte (Zigaretten-)Packungen
(10), zum Beispiel Abförderer (28), dadurch gekennzeichnet, daß zum Leerfahren der Verpackungsmaschine die beteiligten Aggregate und Organe
hinsichtlich der Arbeitsabläufe aufeinander abgestimmt sind, derart, daß beim Einleiten
des Betriebszustands Leerfahren bei vorzugsweise reduzierter Arbeitsgeschwindigkeit
bzw. Taktzahl der Verpackungsmaschine eine letzte Einheit des Packungsinhalts, insbesondere
eine letzte Zigarettengruppe (11), identifiziert wird und entsprechend dem Durchlauf
durch die Verpackungsmaschine die beteiligten Aggregate und Organe gesteuert werden,
derart, daß jedes Aggregat oder Organ entsprechend dem Packungsfortschritt abgeschaltet
wird, nachdem die letzte Einheit des Packungsinhalts, gegebenenfalls mit Zuschnitten,
das betreffende Aggregat oder Organ passiert hat.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Aggregate und Organe für die Zuführung von Verpackungsmaterial, insbesondere
von Zuschnitten, zum Faltrevolver (18) und/oder zu einem Trockenrevolver (26) abschaltbar
sind hinsichtlich der Zuführung des Verpackungsmaterials bzw. der Zuschnitte, sobald
die letzte Einheit des Packungsinhalts mit Verpackungsmaterial bzw. Zuschnitten versorgt
worden ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daR zum Herstellen von Zigarettenpackungen (10), insbesondere des Typs (Weich-)Becherpackung,
bei Einleitung des Betriebszustands Leerfahren als erstes im Bereich des Zigarettenmagazins
(13) ein Schieberorgan (35) zum Ausschieben von Zigarettengruppen (11) aus dem Zigarettenmagazin
(13) in Taschen (15) einer Taschenkette (16) in einer zurückgezogenen Position angehalten
und daß die zuletzt gefüllten Taschen (15) der Taschenkette (16) das Anhalten der
nachfolgenden Aggregate und Organe bestimmen.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Einleiten des Betriebszustands Leerfahren eine bestimmte, festgelegte
Position der Aggregate und Organe der Verpackungsmaschine angesteuert wird, insbesondere
gemessen in Gradzahlen bei einem Gesamtzyklus bzw. Arbeitstakt von 360° - und daß
bei Erreichen dieser Position der Aggregate und Organe der Betriebszustand Leerfahren
in Gang gesetzt wird, wobei vorzugsweise unmittelbar nach Einleiten des Betriebszustands
die Verpackungsmaschine auf eine reduzierte Arbeitsgeschwindigkeit heruntergefahren
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein dem Faltrevolver (18) nachgeordneter Trockenrevolver (26) mit Schächten
(63) zur Aufnahme jeweils einer Mehrzahl von in Längsrichtung des Schachts (63) aneinanderliegenden
Zigarettenpackungen (10) zum Leerfahren taktweise angetrieben wird, wobei bei jedem
Arbeitstakt eine Zigarettenpackung (10) aus einem Schacht (63) ausgeschoben wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß beim Wiederanfahren einer leergefahrenen Verpackungsmaschine zuerst das Zigarettenmagazin
(13) bzw. das diesem zugeordnete Schieberorgan (35) wieder in Betrieb genommen wird
und danach entsprechend dem Funktionsverlauf der Verpackungsmaschine die weiteren
Aggregate und Organe.
7. Verpackungsmaschine, insbesondere für die Fertigung von Zigarettenpackungen (10),
mit wenigstens einem Faltaggregat, vorzugsweise einem kontinuierlich umlaufenden Faltrevolver
(18), mindestens einem Zigarettenmagazin (13), einer Taschenkette (16) mit Taschen
(15) zur Aufnahme von Zigarettengruppen (11) sowie mit dem Faltaggregat bzw. Faltrevolver
(18) zugeordneten Aggregaten für die Zuführung von Verpackungsmaterial, insbesondere
einem Stanniolaggregat (20) und einem Papieraggregat (23) zur Übergabe von Zuschnitten
an den Faltrevolver (18), dadurch gekennzeichnet, daß zum Leerfahren der Verpackungsmaschine eine bei Beginn des Betriebszustands
Leerfahren identifizierte, letzte Zigarettengruppe (11) durch die gesamte Verpackungsmaschine
hindurchförderbar ist bis zur Fertigstellung der Zigarettenpackung (10) und daß entsprechend
dem Durchlauf der letzten Zigarettengruppen (11) Stanniolaggregat (20) und Papieraggregat
(23) nacheinander abschaltbar sind.
8. Verpackungsmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß nach Einleiten des Betriebszustands Leerfahren ein dem Zigarettenmagazin (13)
zugeordnetes Schieberorgan (35) zum Ausstoßen von Zigarettengruppen (11) in einer
zurückgezogenen Position außerhalb des Zigarettenmagazins (13) arretierbar ist.
9. Verpackungsmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Schieberorgan (35) mehrere nebeneinanderliegende Schieber (32) für je eine
Schachtgruppe (14) des Zigarettenmagazins (13) aufweist, wobei die Schieber (32) zu
dem Schieberorgan (35) zusammengefaßt sind und als Einheit mit einem Schlitten (36)
auf einer Führung hin- und herbewegbar sind.
10. Verpackungsmaschine nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Schieberorgan (35) durch einen fortlaufend wirkenden Antrieb bewegbar ist,
insbesondere durch einen hin- und herschwenkbaren Antriebshebel (42) und daß das Schieberorgan
(35) zum Arretieren desselben von dem Antrieb, insbesondere dem Antriebshebel (42)
abkoppelbar ist.
11. Verpackungsmaschine nach Anspruch 10 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb des Schieberorgans (35), insbesondere der Antriebshebel (42), mit
dem Schieberorgan (35), vorzugsweise mit einem die Bewegung auf das Schieberorgan
(35) übertragenden Betätigungshebel (40) über ein bewegbares Kupplungsorgan verbunden
ist, insbesondere über ein schwenkbares Kupplungssegment (52), welches mittels in
eine Vertiefung (56) des Kupplungssegments (52) einführbarem Rastorgan, insbesondere
Rastklotz (58), getrieblich mit dem Antriebshebel (42) verbindbar ist.
12. Verpackungsmaschine nach Anspruch 11 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Kupplungsorgan, insbesondere das Kupplungssegment (52) in der vom Antrieb
abgekuppelten Stellung arretiert ist, vorzugsweise durch eine in eine Rastvertiefung
(61) des Kupplungssegments (52) eintretende Rastrolle (60).
13. Verpackungsmaschine nach Anspruch 7 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Trockenrevolver (26) mit Packungsaufnahmen, insbesondere Schächten (63),
zur Aufnahme einer Mehrzahl von aufeinander abgestützten Zigarettenpackungen (10)
und Ausschub einer Zigarettenpackung (10) aus der Packungsaufnahme durch Einschub
einer neu zugeführten Zigarettenpackung (10) die Packungsaufnahmen, insbesondere Schächte
(63), bei taktweisem Drehantrieb des Trockenrevolvers (26) leergefahren werden, wobei
durch mindestens ein Ausschuborgan (69) bei jedem Takt eine Zigarettenpackung (10)
aus dem Schacht (63) ausschiebbar ist.
14. Verpackungsmaschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ausschub einer Zigarettenpackung (10) aus dem Schacht (63) ein Mitnehmer
(70) im Bereich einer Eintrittsseite in den Schacht (63) eintritt und die sich innerhalb
desselben befindenden Zigarettenpackungen (10) um eine Strecke verschiebt, die mindestens
der Abmessung einer Zigarettenpackung (10) entspricht, derart, daß auf der gegenüberliegenden
Seite eine Zigarettenpackung (10) aus dem Schacht (63) ausschiebbar ist.
15. Verpackungsmaschine nach Anspruch 14 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmer (70) mit einem Finger (71) über eine sich in Längsrichtung des
Schachts (63) erstreckende offene Seite desselben in den Schacht (63) eintritt, insbesondere
über einen zwischen einem Packungskanal (64) und einer seitlichen Andrückleiste (65)
gebildeten Längsschlitz (81).