[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Vorraumüberwachung für Fahrtreppen und
Fahrsteige zur Steuerung des Antriebes.
[0002] Bei bekannten Steuerungen für Fahrtreppen wird der Antrieb bei einer unbenutzten
Fahrtreppe ausgeschaltet. Nähern sich Fahrgäste der Fahrtreppe, so wird zum Beispiel
beim Durchschreiten einer Lichtschranke ein Impuls ausgelöst und der Antrieb eingeschaltet.
Nach Ablauf einer vorgegebenen Zeitdauer, frühestens nach Verlassen des letzten Fahrgastes
der Fahrtreppe wird der Antrieb wieder abgeschaltet.
[0003] Beispielsweise ist aus der US 1 985 563 ein Steuerungssystem für Antriebe von Fahrtreppen
bekanntgeworden, bei dem am Zugang zur Fahrtreppe Säulen mit einer Lichtschranke angeordnet
sind. Durchschreitet ein Fahrgast den Lichtstrahl, so wird die im unbenutzten Zustand
stehende Fahrtreppe eingeschaltet.
[0004] Bei der vorstehend beschriebenen Lösung wird die Lichtschranke von der Fahrtreppe
distanziert auf separaten Säulen angeordnet. Dies erfordert einen zusätzlichen und
unnötigen Material- und Installationsaufwand. Desweitern wird ein Fahrgast nicht zwingend
durch die Lichtschranke geleitet. Eine Person, die das Steuerungssystem nicht kennt
und sich der stehenden Fahrtreppe von der Seite her nähert, kann durch umgehen der
Lichtschranke die Fahrtreppe betreten, ohne das diese eingeschaltet wird. Dies kann
den nachteiligen Eindruck einer defekten oder unzuverlässigen Fahrtreppe erwecken.
[0005] Weiter ist mit der EP 0 621 225 eine Anzeige- und Informationseinrichtung für eine
Fahrtreppe bekanntgeworden, die in die Balustrade eingebaut wird. Diese paneelenartige
Einrichtung wird lösbar an der Balustrade verbunden. Diese Einrichtung enthält mehrere
Bauteile, wie Lichtschranken, Anzeigeelemente usw..
[0006] Eine Betriebsart wie bereits oben beschrieben ist durch diese Lichtschranke nicht
mehr möglich. Betritt ein Fahrgast die stehende Fahrtreppe und durchbricht auf Höhe
der Handlaufumlenkung die Lichtschranke würde dadurch der Antrieb eingeschaltet. In
diesem Fall entsteht ein unangenehmer, möglicherweise sogar gefährlicher und dadurch
dem Fahrgast unzumutbarer Zustand, da dieser beim Anfahren bereits auf den Stufen
der Fahrtreppe steht. Desweitern ist auch bei dieser Lösung eine zusätzliche Paneele
notwendig um Bauteile, wie die Lichtschranke, unterzubringen. Diese Paneele mindert
zudem die Optik der möglicherweise aus Glas bestehenden Balustrade und bietet praktisch
keinen Schutz gegen Vandalismus.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Vorraumüberwachung für Fahrtreppen
zur Steuerung des Antriebes der eingangs genannten Art vorzuschlagen, welche die vorgenannten
Nachteile nicht aufweist und auf einfache Art und Weise ein frühzeitiges Erkennen
von Fahrgästen ermöglicht.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 gekennzeichnete Erfindung gelöst.
[0009] Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen,
dass im Bereich der Handlaufumlenkung Lichtsensoren mit Sendern und Empfängern angeordnet
werden, welche den gesamten Vorraum der Fahrtreppe überwachen.
[0010] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Massnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen der im Anspruch 1 angegebenen Vorraumüberwachung für Fahrtreppen
möglich. Durch die unauffällige Anordnung der Lichtsensoren werden Beschädigungen
durch Vandalismus oder auch unbeabsichtigt, weitgehendst vermieden. Der optische Eindruck
der Fahrtreppe bleibt unverändert. Zudem sind keine zusätzlichen Bauelemente an der
Balustrade oder im Vorraum mehr notwendig.
[0011] In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt und im
folgenden näher erläutert. Es zeigen:
- Fig.1
- eine schematische Darstellung einer Fahrtreppe,
- Fig.2
- einen Ausschnitt des Grundrisses einer Fahrtreppe im Bereich der Antrittsplatte,
- Fig.3
- eine detaillierte Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels, und
- Fig.4
- eine detaillierte Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels.
[0012] Fig.1 zeigt eine schematische Darstellung einer Fahrtreppe 1. Die Fahrtreppe 1 weist
eine Anzahl Stufen 2 auf, welche als endlos umlaufendes Stufenband zwischen zwei Balustradensockeln
3 eingebettet sind. Auf jedem Balustradensockel 3 ist eine Balustrade 4 aufgebaut,
auf der eine endloser Handlauf 5 synchron mit dem Stufenband läuft. Im unteren Teil
einer Handlaufumlenkung 10 wird der Handlauf 5 jeweils in den Balustradensockel 3
geführt. In diesem Bereich ist der Balustradensockel 3 mit Handlaufeinlaufkappen 11
versehen. An diesen Handlaufeinlaufkappen 11 sind Lichtsensoren 12 angeordnet. Diese
Lichtsensoren 12 überwachen den Zugang zur Fahrtreppe 1 in einem bestimmten Bereich
13 vor dem Eingang zur Fahrtreppe 1, beispielsweise den Bereich einer Antrittsplatte
14.
[0013] Fig.2 zeigt einen Ausschnitt des Grundrisses der Fahrtreppe 1 im Bereich der Antrittsplatte
14. Die Lichtsensoren 12 sind in den Handlaufeinlaufkappen 11 integriert und bestehen
jeweils aus einem Sender 15 und einem Empfänger 16. Sender 15 und Empfänger 16 arbeiten
beispielsweise auf Infrarotbasis und sprechen auf Reflexionen von Personen und Gegenständen
an. Beim Betreten des Überwachungsbereiches 13 eines Lichtsensors 12 werden die vom
Sender 15 ausgesendeten Strahlen durch die Person oder den Gegenstand reflektiert
und vom zugehörigen Empfänger 16 aufgenommen. Dieses Ansprechen des Lichtsensors 12
löst ein Signal aus, das in einem hier nicht weiter beschriebenen Elektronikteil verarbeitet
wird und zum Starten des Antriebes der Fahrtreppe 1 führt. Sollten die Lichtsensoren
12 ausfallen, so verbleibt die Fahrtreppe 1 im Dauerbetrieb.
[0014] Als weitere Ausführungsvariante kann der Lichtsensor 12 nur auf einer Seite in einer
Handlaufeinlaufkappe 11 angebracht werden. Sender 15 und Empfänger 16 müssen in diesem
Fall so ausgerichtet und dimensioniert werden, dass der Überwachungsbereich 13 wie
im oben beschriebenen Beispiel gewährleistet bleibt.
[0015] Fig.3 zeigt eine detaillierte Ansicht einer Handlaufeinlaufkappe 11 mit einem eingebauten
Lichtsensor 12. Sender 15 und Empfänger 16 werden so in die Handlaufeinlaufkappe 11
integriert, dass sie dem Benutzer praktisch verborgen bleiben. Dies hat den Vorteil,
dass Beschädigungen am Lichtsensor 12 durch Vandalismus oder auch unbeabsichtigt,
praktisch ausgeschlossen werden kann. Desweitern können in der robusten Handlaufeinlaufkappe
11 weitere Bedienungselemente, wie beispielsweise ein Nothaltschalter 20, angeordnet
werden. Ebenso wird durch diese Anordnung der Lichtsensoren 12 der Installations-
und Materialaufwand sehr gering gehalten, da bei der Montage keine zusätzlichen, von
der eigentlichen Fahrtreppe 1 oder vom Balustradensockel 3 wegführenden Leitungen
verlegt oder verdrahtet werden müssen.
[0016] Fig.4 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Vorraumüberwachung
für eine Fahrtreppe 1 oder eines Fahrsteiges. Dabei werden die Lichtsensoren 12 mit
Sender 15 und Empfänger 16, rechts oder links des Handlaufs 5 im Bereich der Handlaufumlenkung
10 in der Balustrade 4 angeordnet. Die Funktionsweise ist dieselbe wie beim oben beschriebenen
Ausführungsbeispiel.
1. Einrichtung zur Vorraumüberwachung für Fahrtreppen (1) und Fahrsteige zur Steuerung
von Antrieben, wobei beim Durchschreiten einer Lichtschranke, vor dem Betreten von
Stufen (2) der Fahrtreppe (1) oder einem Band bei Fahrsteigen, der Antrieb eingeschaltet
wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Bereich einer Handlaufumlenkung (10) Lichtsensoren (12) angebracht sind, wobei
die Lichtsensoren (12) den Eingangsbereich der Fahrtreppe oder des Fahrsteiges, insbesondere
einer Antrittsplatte (14), überwachen.
2. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lichtsensoren (12) am Ende von Balustradensockeln (3), insbesondere in Handlaufeinlaufkappen
(11) angebracht sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lichtsensoren (12) rechts oder links des Handlaufs (5) im Bereich der Handlaufumlenkung
(10) in der Balustrade (4) angebracht sind.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass nur auf einer Seite der Fahrtreppe (1) ein Lichtsensor (12) angebracht ist.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf beiden Seiten der Fahrtreppe (1) Lichtsensoren (12) angebracht sind.
6. Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Lichtsensor (12) aus einem Sender (15) und einem Empfänger (16) besteht.
7. Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Lichtsensor (12) als Infrarotsensor ausgebildet ist und auf Reflexionen der
Infrarotstrahlen anspricht.