[0001] Die Erfindung betrifft eine Serviette, insbesondere eine Einmalserviette aus Papier.
[0002] Bei der Verwendung von Servietten, insbesondere leichten Papierservietten, ergibt
sich vielfach das Problem, daß die Serviette nicht an der gewünschten Stelle bleibt,
sondern verrutscht oder ganz herunterfällt, womit der erwünschte Schutzzweck verloren
geht. Ein weiterer Nachteil ist darin zu sehen, daß, wenn derartige Servietten in
Form eines Stapels bereit gehalten werden, der Stapel bereits durch einen leichteren
Windstoß oder durch leichte Berührung etc. eingeworfen werden kann, wobei die einzelnen
Servietten unkontrolliert umherflattern können.
[0003] Hiervon ausgehend ist es daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Serviette
mit einfachen und kostengünstigen Mitteln so auszubilden, daß die obigen Nachteile
vermieden sind.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Serviette mit einer mit
einer Unterlage in Haftverbindung bringbaren Hafteinrichtung versehen ist, die durch
wenigstens einen mit einer trockenklebenden Beschichtung versehenen, randnah angeordneten
Haftbereich gebildet wird, der von der Unterlage rückstandsfrei abziehbar ist.
[0005] Die so ausgebildete Serviette ergibt einen nach Art der bekannten Notizzettel ausgebildeten
Heftling, der einfach durch Andrücken seines Haftbereichs an eine Unterlage, bei der
es sich um ein Bekleidungsstück des Benutzers oder um eine darunterliegende Tischdecke
oder um eine innerhalb eines Serviettenstapels darunter sich befindende Serviette
etc. handeln kann, sicher an der Unterlage festlegbar ist und so zuverlässig an der
gewünschten Position gehalten werden kann und der später ohne Beschädigungsgefahr
von der Unterlage abnehmbar ist. Es ist daher auch möglich, diesen Vorgang mehrfach
zu wiederholen, um beispielsweise die günstigste Position zu ermitteln. Die erfindungsgemäßen
Maßnahmen stellen somit sicher, daß eine einmal angelegte Serviette nicht verloren
geht und so ihren Schutzzweck zuverlässig erfüllt. Der Benutzer muß daher nicht dauern
auf die Serviette achten, sondern kann seine Aufmerksamkeit anderen Dingen zuwenden.
Außerdem bieten die erfindungsgemäßen Maßnahmen auch die Möglichkeit, mehrere aufeinander
gestapelte Servietten in gegenseitiger Haftverbindung zu halten, so daß sich ein massiver,
zusammenhängender Stapel ergibt, von dem einzelne Servietten einfach abziehbar sind,
was die Lagerhaltung und Verteilung erleichtert. Da die erfindungsgemäßen Servietten
in folge der vorhandenen Hafteinrichtung weder bei der Benutzung noch bei der Lagerhaltung
bzw. Verteilung verloren gehen bzw. kontaminiert werden können, sind in vorteilhafter
Weise auch eine hohe Hygiene sowie ein sparsamer Materialeinsatz gewährleistet. Die
erfindungsgemäßen Maßnahmen ergeben somit nicht nur einen hohen Benutzungskomfort,
sondern gewährleisten auch eine ausgezeichnete Wirtschaftlichkeit.
[0006] Vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmäßige Fortbildungen der übergeordneten Maßnahmen
sind in den Unteransprüchen angegeben und aus der nachstehenden Beispielsbeschreibung
anhand der Zeichnung näher entnehmbar.
[0007] In der nachstehend beschriebenen Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- eine Person mit angehefteter Serviette,
- Figuren 2-5
- Draufsichten auf mit unterschiedlichen Haftbereichen versehene Servietten und
- Figur 6
- einen Serviettenstapel.
[0008] Die in Figur 1 dargestellte Person trägt eine Serviette 1. Dabei soll es sich um
eine leichte Papierserviette handeln, die in der Regel einmal benutzt und anschließend
entsorgt wird, wie es beispielweise in gastronomischen Betrieben üblich ist. Die Serviette
1 ist im Bereich ihrer nach oben weisenden Ecke am Hemd 2 des Trägers angeheftet,
so daß sie nicht abfällt, auch wenn der Träger, wie hier, sich erhebt. Hierzu ist
die Serviette 1 mit einer auf ihrer Rückseite angebrachten und daher in Figur 1 nicht
sichtbaren Hafteinrichtung versehen, die mit der Unterlage, hier mit dem Hemd 2 des
Trägers in eine lösbare Haftverbindung bringbar und rückstandsfrei hiervon wieder
abziehbar ist.
[0009] Die genannte Hafteinrichtung umfaßt, wie die Figuren 2 bis 5 erkennen lassen, wenigstens
einen im Bereich des Rands der Serviette 1 angeordneten, selbsklebenden Haftbereich
3,4,5,6. Dieser wird durch eine auf die Serviette 1 direkt oder auf ein hieran angebrachtes
Etikett etc. aufgebrachte, aus einem trockenklebenden Leim bestehende Beschichtung
gebildet. Diese ermöglicht eine lokale Klebverbindung der Serviette 1 mit einer mit
dem Haftbereich 3 bzw. 4 bzw. 5 bzw. 6 in Kontakt gebrachten Unterlage. Der verwendete
Leim ist dabei so ausgebildet, daß die Klebverbindung ohne Rückstände auch wieder
lösbar ist, ohne daß die Klebwirkung verlorengeht, so daß die Serviette 1 mehrfach
angeheftet und abgenommen werden kann, was zur Ermittlung einer günstigen Position
vorteilhaft ist.
[0010] Ein Leim vorstehend genannter Art ist an sich bekannt und findet beispielsweise auch
bei als sogenannte Heftlinge ausgebildeten Notizzetteln Verwendung, die ebenfalls
mehrfach lösbar an einer Unterlage anheftbar sind.
[0011] Es wird nur auf einer Seite der Serviette 1 wenigstens ein Haftbereich benötigt.
Es genügt daher, wenn der Beschichtungsträger nur auf einer Seite an der gewünschten
Stelle mit dem genannten Leim beschichtet ist. Sofern die Serviette 1 nicht selbst
der Beschichtungsträger ist, sondern dieser an der Serviette 1 angebracht wird, kann
es zweckmäßig sein, wenn dieser beidseitig klebend ist und damit einfach anbringbar
ist.
[0012] Der Haftbereich kann, wie die Figuren 2 bis 5 erkennen lassen, unterschiedliche Konfigurationen
aufweisen. Bei der Ausführung gemäß Figur 2 ist der Haftbereich 3 als entlang einer
Randkante vorgesehener Randstreifen ausgebildet, der über die ganze Kantenlänge durchgeht.
Bei der Ausführung gemäß Figur 3 ist der Haftbereich 4 als im Bereich einer Serviettenecke
vorgesehener, winkelförmiger Randstreifen ausgebildet, dessen beide Schenkel gegenüber
der zugeordneten Randkante verkürzt sind und im Bereich einer Serviettenecke zusammenstoßen.
Bei der Ausführung gemäß Figur 4 ist der Haftbereich 5 als im Bereich einer Ecke der
Serviette 1 vorgesehenes Feld ausgebildet.
[0013] Den Ausführungen gemäß Figuren 2 bis 4 ist gemeinsam, daß die den Haftbereich 3 bzw.
bzw. 4 bzw. 5 jeweils bildende Leimbeschichtung direkt auf den zugeordneten Randbereich
der Rückseite der Serviette 1 aufgebracht ist. Es ist aber auch denkbar, die Serviette
1 mit einem den zugeordneten Haftbereich enthaltenden Ansatz zu versehen. Eine derartige
Ausführung liegt der Figur 5 zugrunde. Der hier den Haftbereich 6 enthaltende Ansatz
7 kann an die Serviette 1 angeformt oder an diese angesetzt sein.
[0014] Bei der Ausführung gemäß Figur 5 ist der Ansatz 7 als an die Serviette 1 angesetztes,
knopfförmiges Etikett ausgebildet. Dieses ist durch geeignete Verbindungsmittel mit
der Serviette 1 verbunden. Im dargestellten Beispiel ist das Etikett 7 an einen Eckbereich
der Serviette angeklebt. Hierzu kann das auf einer Seite die den Haftbereich 6 bildende
Leimbeschichtung tragende Etikett einfach so an die Serviette 1 angelegt sein, daß
die beleimte Fläche teilweise die Serviette 1 kontaktiert und hierdurch das Etikett
7 mit der Serviette 1 verbindet, und teilweise außerhalb des Rands der Serviette 1
liegt und so den für eine Anbringung der Serviette 1 auf einer Unterlage wirksamen
Haftbereich 6 bildet. Die von der Serviette 1 abgewandte Seite des Etiketts 7 bleibt
hier voll sichtbar und eignet sich dementsprechend ausgezeichnet als Werbeträger.
Eine Ausführung dieser Art liegt der Figur 5 zugrunde.
[0015] Es wäre aber auch denkbar, das Etikett 7 beidseitig mit einer Leimbeschichtung zu
versehen, wobei die von der Serviette 1 abgewandte Seite den Haftbereich 6 bilden
und die der Serviette 1 zugewandte Seite als Verbindungsmittel fungieren kann. Es
wäre aber auch denkbar, das Etikett 7 durch Verzinken etc. mit der Serviette 1 zu
verbinden.
[0016] Sofern die Servietten 1 einzeln verpackt bzw. bereit gehalten werden, kann der Haftbereich
durch eine abziehbare Folie geschützt sein. Zweckmäßig werden die Servietten 1 jedoch,
wie Figur 6 erkennen läßt, in Form eines Stapels 8 bereit gehalten. Die Servietten
1 sind dabei so aufeinander gestapelt, daß sie mit ihrem jeweiligen Haftbereich, der
hier dem streifenförmigen Haftbereich 3 der Figur 2 entspricht, aufeinander liegen
und dementsprechend im Bereich dieses Haftbereichs 3 miteinander verbunden sind, sodaß
sich ein massiver, blockförmiger Stapel ergibt, von dem die jeweils oberste Serviette
1 einfach unter Überwindung der Haftverbindung abgezogen werden kann, wie dies beispielsweise
auch bei den oben schon erwähnten Notizzetteln der Fall ist.
1. Serviette, insbesondere Einmalserviette aus Papier, mit einer mit einer Unterlage
in Haftverbindung bringbaren Hafteinrichtung, die durch wenigstens einen mit einer
trockenklebenden Beschichtung versehenen, randnah angeordneten Haftbereich (3,4,5,6)
gebildet wird, der von der Unterlage rückstandsfrei abziehbar ist.
2. Serviette, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nur im Berich einer Seite der Serviette (1) wenigstens ein Haftbereich (3,4,5,6)
vorgesehen ist.
3. Serviette nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Haftbereich (3,4,5) als direkt auf die Rückseite der Serviette (1) aufgebrachte
Beschichtung mit einem trockenklebenden Leim ausgebildet ist.
4. Serviette nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein im Bereich eines Rands der Serviette (1) angebrachter Ansatz (7) vorgesehen
ist, der wenigstens einseitig eine den Haftbereich (6) bildende Beschichtung mit einem
trocken - klebenden Leim aufweist.
5. Serviette nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansatz (7) lösbar an der Serviette (1) anbringbar ist.
6. Serviette nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Haftbereich (3,4,5,6) gegenüberliegende Seite, insbesondere die von der Serviette
(1) abgewandte Seite des Ansatzes (7), als Werbefläche ausgebildet ist.
7. Serviettenstapel mit mehreren Servietten nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Servietten (1) des Serviettenstapels (8) mit ihrem Haftbereich (3) deckend übereinander
angeordnet und in gegenseitiger Haftverbindung sind.