[0001] Die Erfindung betrifft ein Betätigungsgetriebe zum Einbau in Kopfstücke bzw. Gehäuse
von Kniehebelspannvorrichtungen, bestehend aus einem ersten, linear geführten, von
einem Antrieb betätigbaren Stellglied, einem daran angelenkten Zwischenglied, einem
zweiten drehbar gelagerten, mit dem Zwischenglied geleßkig verbundenen Stellglied
für die Anbringung eines Spannarmes, welches aus zwei einen Spalt einschließenden
Kreisscheiben gebildet ist, die durch ein zentrales, den Spalt durchgreifendes erstes
Wellenstück und ein exzentrisch dazu angeordnetes zweites Wellenstück miteinander
fest aber lösbar verbunden sind.
[0002] Abgesehen davon, daß ein derartiger Getriebeaufbau für Kniehebelspannvorrichtungen
ganz allgemein gilt, sind solche Betätigungsgetriebe, dies allerdings in Verbindung
mit einem speziell daran angepaßten Gehäuse bspw. nach der US-A-5171001, bekannt,
da bei deren Spannvorrichtung ebenfalls zwei durch ein Zwischenglied gekoppelte Stellglieder
vorliegen, von denen eines linear und das andere drehend verstellbar ist. Wie bei
allen anderen Kniehebelspannvorrichtungen auch, wird bei dieser Spannvorrichtung,
die bei Spannstellung auftretende Höchstbelastungen via Zwischenglied und linearem
Stellglied aus dem Getriebe bzw. dem Getriebe heraus auf das Gehäuse übertragen. Einerseits
muß dieser Gegebenheit bezüglich der Gehäusedimensionierung immer Rechnung getragen
werden, andererseits werden sehr häufig seitens der Benutzer solcher Spannvorrichtungen
besondere Formgebungen der Gehäuse bzw. Kopfstücke verlangt, so daß in solchen Fällen
immer wieder Konstruktionsanpassungen erforderlich sind, die, wie gesagt, stets auch
den üblichen Belastungsanforderungen genügen müssen. Was die vorerwähnten Sonderformgebungen
betrifft, so führt dies in der Regel dazu, daß der Hersteller solcher Spannvorrichtungen
trotz vorhandener umfangreicher Angebotspaletten immer wieder Sonderanfertigungen
vornehmen muß, weil bspw. statt serienmäßiger Typen abgeänderte Anschlußgegebenheiten
gewünscht werden oder weil andere Abfragesysteme (für Schließen und Öffnen) erforderlich
sind usw., was in der Regel auch dazu führt, daß Eingriffe in bzw. Abänderungen an
serienmäßigen Teilen der Betätigungsgetriebe vorgenommen werden müssen. Bei der vorerwähnten
Spannvorrichtung nach der US-A- 5 171 001 kann etwaigen Änderungs- bzw. Anpassungswünschen
noch weniger Rechnung getragen werden, da Kopfstück und Antrieb sogar zu einem Gehäuse
zusammengefaßt sind, das Linearstellglied sich zwingend an einer inneren Gehäuseflanke
abstützen muß und außerdem kann der Spannarm nur seitlich außen angeordnet werden,
d.h., das ganze Betätigungsgetriebe dieser Spannvorrichtung stellt eine zwingend an
das Gehäuse angepaßte Konstruktion dar.
[0003] Nach der FR-A- 2 588 494 ist weiterhin zwar ein Betätigungsgetriebe bekannt, bei
dem Kopfstück und Antrieb separarierbar sind, aber auch bei diesem Betätigungsgetriebe
wird die gesamte Belastung in Spannstellung auf das Gehäuse übertragen, wobei allerdings
für die Abstützung des Linearstellgliedes im oberen Gehäusebereich ein spezielles
Widerlager (Rollenlager) angeordnet ist.
[0004] Weiterhin ist in der DE-A- 42 36 670 A1 eine Kniehebelspannvorrichtung mit Betätigungsgetriebe
beschrieben, dass aus mindestens einem auch von einem Linearstellglied angetriebenen
drehbeweglichen Stellglied besteht, wobei die Bewegung kinematisch durch eine Kulissenführung
definiert ist. Auch bei diesem Betätigungsgetriebe wird die Belastung im wesentlichen
direkt über die Drehachse des Stellgliedes an die Vorrichtung übertragen. Die einleitend
genannten Kreisscheiben sind nicht vorhanden.
[0005] Schließlich ist nach der DE-A- 196 04 976 A1 eine Spannvorrichtung bekannt, die gegen
Verschmutzung abgedichtet und bei der das zweite Stellglied auch als Kreisscheibe
ausgebildet ist. Wie schon bei allen zuvor genannten Vorrichtungen wird auch hierbei
die vom Spannarm ausgehende Belastung an das sich an der rückwärtigen Gehäusewand
abstützende Linearstellglied übertragen.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ausgehend von einem Betätigungsgetriebe
der eingangs genannten Art, dieses dahingehend zu verbessern, daß die beim Spannen
auftretenden Kräfte im wesentlichen vom Getriebe selbst aufgenommen, d.h., differentiell
verteilt und damit reduziert an das Gehäuse bzw. Kopfstück weitergegeben werden, so
daß von der Belastungsseite her gesehen bzgl. der Gehäuseausbildung größere Freiheiten
gegeben sind, man dabei aber immer wieder auf das gleiche Betätigungsgetriebe zurückgreifen
kann.
[0007] Diese Aufgabe ist mit einem Betätigungsgetriebe der eingangs genannten Art nach der
Erfindung durch die im Patentanspruch 1 genannten Merkmale gelöst. Vorteilhafte weitere
Ausgestaltungen ergeben sich nach den Unteransprüchen.
[0008] Unter dem im Patentanspruch 1 verwendeten Begriff "Spalt" ist hierbei nicht etwa
ein Freiraum zwischen den Scheiben von nur Millimeterbreite zu verstehen oder gar
ein Spalt, wie er sich ergäbe, wenn die beiden Kreisscheiben unmittelbar aneinanderlägen,
sondern die Spaltbreite ist so dimensioniert, daß mindestens der hier wesentliche
Fortsatz des Linearstellgliedes zwischen die Kreisscheiben eingreifen kann, der in
seiner Stärke seinerseits an der aufzunehmenden Belastung beim Spannvorgang zu orientieren
ist. Der Fortsatz übernimmt beim Ganzen die via Spannarm und Zwischenglied in das
Linearstellglied eingehende Spannbelastung auf und stützt sich dabei am ersten, zentralen
Wellenstück ab, d.h., die Belastung bleibt gewissermaßen im Getriebe und wird differentiell
auf den Umfang der Kreisscheiben verteilt auf das Kopfstück bzw. Gehäuse übertragen,
wie auch immer dies, abgesehen von den Lageröffnungen für die beiden Kreisscheiben,
ansonsten gestaltet sein mag.
[0009] Eine solche "Kreisscheibenlagerung" im Gehäuse weist zwar auch die Spannvorrichtung
nach der vorerwähnten US-A- 5 171 001 auf, aber hierbei handelt es sich bei dem drehenden
Stellglied für den Spannarm nicht um Kreisscheiben, sondern um einen zylindrischen
Drehkörper mit Eingriffsnut für das Zwischenglied und das Linearstellglied, das, wie
bei Spannvorrichtungen allgemein üblich, mit einem aufgesetzten Gleitstück im Gehäuse
geführt und abgestützt wird. Abgesehen davon kann hierbei der Spannarm nur außen am
Drehkörper angesetzt werden. Im Gegensatz dazu und dank der Spannbelastungsaufnahme
durch Fortsatz und zentrales erstes Wellenstück braucht das erfindungsgemäße Betätigungsgetriebe
keine solche rückseitige Abstützung.
[0010] Da das drehbar gelagerte zweite Stellglied aus zwei Kreisscheiben gebildet ist, muß
auch der Spannarm nicht zwingend außen an einer der Kreisscheiben angesetzt werden,
sondern es besteht auch die Möglichkeit, was noch näher erläutert wird, den Spannarm
zwischen den Kreisscheiben anzuordnen, d.h., der Spannarm würde dann zentrisch aus
dem Getriebe herausragen.
[0011] Eine von der vorbeschriebenen Lösung abweichende Lösung ergibt sich nach dem unabhängigen
Anspruch 9.
[0012] Das erfindungsgemäße Betätigungsgetriebe und dessen vorteilhafte Weiterbildungen
werden nachfolgend anhand der zeichnerischen Darstellung von Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
[0013] Es zeigt
- Fig. 1
- in Seitenansicht das Betätigungsgetriebe;
- Fig. 2
- in Seitenansicht das linear geführte Stellglied (nur Fortsatz ohne Stellstange);
- Fig. 3
- das Stellglied gesehen in Pfeilrichtung P gemäß Fig.2;
- Fig. 4, 5
- schematisch und vereinfacht teilweise im Schnitt und in Draufsicht Ausführungsformen
des Betätigungsgetriebes;
- Fig. 6
- in Seitenansicht das Betätigungsgetriebe gemäß Fig. 1, eingebaut in einem Kopfstück;
- Fig. 6 A, B
- schematisch in Seiten- und Vorderansicht eine "abgemagerte" Ausführungsform eines
Kopfstückes;
- Fig. 7
- perspektivisch und vergrößert das linear geführte Stellglied in besonderer Ausführungsform;
- Fig. 8
- eine unabhängige Lösung der Vorrichtung in Seitenansicht;
- Fig. 9
- einen der beiden Ringe in Innenansicht;
- Fig. 10
- die Vorrichtung nach Fig. 8 in rückseitiger Ansicht und
- Fig. 11
- eine der beiden Kreisscheiben in Innenansicht.
[0014] Das Betätigungsgetriebe zum Einbau in Kopfstücke von Kniehebelspannvorrichtungen
besteht, unter Verweis auf Fig. 1 bis 4, nach wie vor und grundsätzlich aus einem
ersten, linear geführten, von einem Antrieb A betätigbaren Stellglied 1, einem daran
angelenkten Zwischenglied 2, einem zweiten drehbar gelagerten, mit dem Zwischenglied
2 gelenkig verbundenen Stellglied 3 für die Anbringung eines Spannarmes 4, welches
aus zwei einen Spalt 5 einschließenden Kreisscheiben 3' gebildet ist, die durch ein
zentrales, den Spalt 5 durchgreifendes erstes Wellenstück 6 und ein exzentrisch dazu
angeordnetes zweites Wellenstück 7 miteinander fest aber lösbar verbunden sind, einem
Fortsatz 9, mit dem das in den Spalt 5 neben dem ersten Wellenstück 6 eingreifende
und durch das Zwischenglied 2 mit dem zweiten Wellenstück 7 verbundene Stellglied
1 versehen ist, und einem im Fortsatz 9 vorgesehenen zum ersten Wellenstück 6 hin
offenen Schlitz 8, dessen Breite B dem Durchmesser D des ersten Wellenstückes 6 entspricht
und dessen Längsmittellinie 10 die Achse 6' des ersten Wellenstückes 6 schneidet,
wobei der Fortsatz 9 mit seiner Innenflanke 9' in Spannstellung am Wellenstück 6 anliegt.
[0015] Dargestellt ist in den Fig. 1 und 7 die Totpunkt- bzw. Übertotpunktstellung des Getriebes,
d.h. bei am festzulegenden Werkstück angelegtem Spannarm 4. Beim Öffnungsvorgang des
Spannarmes 4 in Pfeilrichtung P' (siehe Fig. 1) bewegt sich die von einem Querbolzen
2'' gebildete Umlenkachse 2' geradlinig nach unten und das zweite Wellenstück 7 bspw.
bei Rückschwenkung um 90° auf einem Viertelkreisbogen im Uhrzeigersinn.
[0016] Die sowohl zum Antrieb A (siehe Fig. 6) als auch zum Stellglied 1 gehörende Stellstange
12 muß nicht zwingend, wie dargestellt, mit ihrer Achse die des zentralen ersten Wellenstückes
6 schneiden, sondern kann auch so angeordnet werden, daß ihre Achse mit der Bewegungsgeraden
G des Querbolzens 2'' zusammenfällt.
[0017] Bevorzugt wird jedoch die diesbezüglich dargestellte Ausführungsform, da damit das
ganze Getriebe konzentriert dem Antrieb A (bspw. Pneumatikzylinder) zugeordnet ist
und die spannarmfernen Teile, d.h., der rechts neben dem ersten Wellenstück 6 befindliche
Teil des Stellgliedes 3 für noch zu erläuternde vorteilhafte Weiterbildungen frei
bleibt.
[0018] Im Gegensatz zu allen bisherigen und insoweit bekannten Spannvorrichtungen dieser
Art erfolgt die Lastaufnahme beim eigentlichen Spannvorgang, wie einleitend vorbeschrieben,
nun nicht mehr auf der rechten Seite (bezogen auf die Darstellungen) des Stellgliedes
1, sondern durch die Innenflanke 9' des Fortsatzes 9 am Stellglied 1, der sich am
ersten Wellenstück 6 anlegt, das in geeigneter Weise und montagefreundlich fest aber
lösbar mit den beiden Kreisscheiben 3' (siehe Fig. 4) verbunden ist, die differentiell
auf den ganzen Umfang verteilt die Belastung an das Kopfstück K weitergeben, von dem
eine Ausführungsform in Fig. 7 dargestellt ist.
Ohne am Betätigungsgetriebe etwas ändern zu müssen, könnte dabei das Kopfstück K im
Extremfall bis auf eine in Fig. 6 A, B "abgemagerte" Form reduziert werden, wobei
lediglich im Anflanschteil AT eine Durchgriffsöffnung 16 für das Stellglied 1 vorgesehen
sein müßte.
[0019] Bis auf eine Längenänderung der beiden mit den Kreisscheiben 3' fest verbundenen
Wellenstücken 6, 7 läßt das Getriebe auch eine Ausbildung dahingehend zu, daß diesem
der Spannarm 4, wie schematisch in Fig. 5 dargestellt, mittig zugeordnet wird, wobei
das kreisscheibenseitige Ende des Spannarmes 4' bswp. gabelartig ausgebildet ist und
die Schenkel 4' das Wellenstück 6 umgreifen. Von den Außenflanken der Kreisscheiben
3' her sind dann die Schenkel 4' mit diesen fest durch Schrauben verbunden.
[0020] Wie ebenfalls aus den Fig. 4, 5 ersichtlich, sind die Umfangsflächen der beiden Kreisscheiben
3' im Querschnitt gesehen, zur Spaltseite hin in Form einer Stufe 3'' ausgebildet.
Dadurch sind die beiden Kreisscheiben 3' axial gesichert, und außerdem ergibt sich
dadurch eine bequeme Montage am entsprechende Einsatz- bzw. Lageröffnungen 17 aufweisenden
Kopfstück K für die Kreisscheiben 3'.
[0021] Mit Rücksicht auf die Belastung des Wellenstückes 6 durch den Fortsatz 9, der im
übrigen nicht zwingend, wie in Fig. 1, 3 dargestellt, so in seiner Länge bemessen
sein muß - wesentlich ist nur, daß dieser in Spannstellung noch am Wellenstück 6 anliegt
- ist das erste Wellenstück 6 im Durchmesser reduziert und auf diesem, gut passend
aber noch drehbar, ein Ring 6'' angeordnet, dessen Außendurchmesser im wesentlichen
der Breite B des Schlitzes 8 entspricht. Dadurch wird eine Permanentbelastung immer
an der gleichen Stelle des Wellenstückes 6 vermieden, abgesehen davon, daß der Ring
bei Verschleiß leicht ausgetauscht werden kann.
[0022] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung besteht in Folgendem: Die Distanz H der Anlenkachse
2' des Zwischengliedes 2 ist am Stellglied 1 zur Unterkante 1'' des Fortsatzes 9 größer
bemessen als der maximale Hubweg des Stellgliedes 1, d.h., das Stellglied ist in seiner
Gesamthöhe nicht unwesentlich größer als sonst übliche Aufsätze an Stellstangen zur
Anlenkung des Zwischengliedes 2. Eine solche Bemessung bietet insofern vorteilhafte
Weiterbilungsmöglichkeiten als zum einem im unteren (antriebsseitigen) Bereich des
ersten Stellgliedes 1 in einer Seitenflanke eine zur unteren (antriebsseitigen) Fläche
des Stellgliedes 1 hin offene Stellnut 13 angeordnet werden kann und als zum anderen
bequem im rückwärtigen (zwischengliedseitigen), belastungsfreien Teil 1''' des Stellgliedes
1 ein Schließstellungsnocken 14 einstellbar und in einer parallelen ebenfalls nutförmigen
Ausnehmung 15' ein verstellbarer Öffnungswinkelanschlag 15 angeordnet werden kann
(siehe hierzu Fig. 6 aber auch Fig. 7).
[0023] Bei entsprechender Gestaltung des Kopfstückes K kann dadurch, falls dies gefordert
wird, und wie in Fig. 6 dargestellt, im Kopfstück K ein von Hand zu betätigender Hebel
18 eingebaut und schwenkbar gelagert werden, der mit einem Stellnocken 18' in die
Stellnut 13 eingreift und der mit einem auf einen Außenvierkant 18'' aufsteckbaren
Hebel betätigbar ist. Ein solcher Hebel 18 übernimmt dann die Funktion des Antriebes
A.
[0024] Was den Schließstellungsnocken 14 und den Öffnungswinkelanschlag 15 betrifft, die,
wie aus Fig. 7 ersichtlich am rückwärtigen Teil 1''' des Stellgliedes 1 in einer nutenförmigen
Ausnehmung 15' angeordnet sind, was möglich geworden ist, da dieses Teil keine Abstützpunkte
mehr zum Kopfstück K zu übernehmen hat, so ist diesen beiden Elementen am Kopfstück
K ein geeigneter Sensor 19 (bspw. Mikroschalter mit zwei Schaltnocken) für die Endstellungsanzeige
zugeordnet.
[0025] Bezüglich einer weiteren unabhängigen Lösung wird auf Fig. 8 bis 11 verwiesen, in
denen Bezugszeichen ab 101 verwendet sind. Bei dieser unabhängigen Ausführungsform
besteht das Betätigungsgetriebe aus einem ersten, linear geführten, von einem Antrieb
A betätigbaren Stellglied 101, einem daran angelenkten Zwischenglied 102, einem zweiten
drehbar gelagerten, mit dem Zwischenglied 102 gelenkig verbundenen Stellglied 103
für die Anbringung eines Spannarmes, welches aus zwei einen Spalt 105 einschließenden
Kreisscheiben 103' gebildet ist, die durch zwei vis-a-vis exzentrisch angeordnete,
den Spalt 105 durchgreifende Wellenstücke 106, 107 miteinander fest aber lösbar verbunden
sind, wobei das eine Wellenstück 106 die Anlenkachse für das Zwischenglied 102 bildet
und wobei ferner die beiden Kreisscheiben 103' in ebenfalls auf gleicher Spaltdistanz
angeordneten, koaxial zueinander fixierbaren Ringen 108 geführt sind, die spaltseitig
parallel zur Erstreckungs- und Bewegungsgeraden des Stellgliedes 101 eine Führungsnut
109 mit Spannkraftwiderlagerflanke 110 aufweisen.
[0026] Auch diese Ausführungsform stellt ein in sich geschlossenes Betätigungsgetriebe dar,
das in sich via Kreisscheiben die Spannbelastung an den Ringen 108 bzw. deren Spannkraftwiderlagerflanken
110 aufnimmt und das als in sich geschlossene System in Kopfstücke bzw. Gehäuse eingebaut
werden kann, die nur entsprechend kreisförmige Öffnungen für die Aufnahme der Ringe
108 aufweisen müssen. Dabei ist es sogar möglich, das ganze Getriebe bspw. nur einseitig
an einen Träger anzuordnen. Das beim Ausführungsbeispiel in Fig. 10 dargestellte Zwischenglied
102 besteht aus zwei Laschen 102', die durch ein Wellenstück 106' am Ende des Stellgliedes
101 angelenkt sind.
[0027] Die Spannbelastungsübertragung auf die beiden Widerlagerflanken 110 der Ringe 108
erfolgt bspw. durch außen neben den Laschen 102' auf dem Wellenstück 106' aufgesetzte
Kugellager 111.
1. Betätigungsgetriebe zum Einbau in Kopfstücke bzw. Gehäuse von Kniehebelspannvorrichtungen,
bestehend aus
einem ersten, linear geführten, von einem Antrieb (A) betätigbaren Stellglied (1),
einem daran angelenkten Zwischenglied (2),
einem zweiten drehbar gelagerten, mit dem Zwischenglied (2) gelenkig verbundenen Stellglied
(3) für die Anbringung eines Spannarmes (4), welches aus zwei einen Spalt (5) einschließenden
Kreisscheiben (3') gebildet ist, die durch ein zentrales, den Spalt (5) durchgreifendes
erstes Wellenstück (6) und ein exzentrisch dazu angeordnetes zweites Wellenstück (7)
miteinander fest aber lösbar verbunden sind,
einem Fortsatz (9), mit dem das in den Spalt (5) neben dem ersten Wellenstück (6)
eingreifende und durch das Zwischenglied (2) mit dem zweiten Wellenstück (7) verbundene
Stellglied (1) versehen ist,
und einem im Fortsatz (9) vorgesehenen zum ersten Wellenstück (6) hin offenen Schlitz
(8), dessen Breite (B) dem Durchmesser (D) des ersten Wellenstückes (6) entspricht
und dessen Längsmittellinie (10) die Achse (6') des ersten Wellenstückes (6) schneidet,
wobei der Fortsatz (9) mit seiner Innenflanke (9') in Spannstellung am Wellenstück
(6) anliegt.
2. Betätigungsgetriebe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Umfangsflächen der beiden Kreisscheiben (3') im Querschnitt gesehen, zu Spaltseite
hin in Form einer Stufe (3'') ausgebildet sind.
3. Betätigungsgetriebe nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das erste Wellenstück (6) im Durchmesser reduziert und auf diesem ein Ring (6')
angeordnet ist, dessen Außendurchmesser im wesentlichen der Breite (B) des Schlitzes
(8) entspricht.
4. Betätigungsgetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Distanz (H) der Anlenkachse (2') des Zwischengliedes (2) am Stellglied (1)
zur Unterkante (1'') des Fortsatzes (9) größer bemessen ist als der maximale Hubweg
des Stellgliedes (1).
5. Betätigungsgetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Unterseite (1'') des Fortsatzes (9) zentrisch zur Längsmittellinie (10)
des Schlitzes (8) eine Anschlußausnehmung (11) für eine Stellstange (12) angeordnet
ist.
6. Betätigungsgetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß im unteren Bereich des Fortsatzes (9) in einer Seitenflanke eine zur unteren Fläche
des Fortsatzes (9) hin offene Stellnut (13) angeordnet ist.
7. Betätigungsgetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß im rückwärtigen Teil des Stellgliedes (1) ein Schließstellungsnocken (14) einstellbar
und in einer parallelen Ausnehmung ein verstellbarer Öffnungswinkelanschlag (15) angeordnet
ist.
8. Betätigungsgetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß das kreisscheibenseitige Ende des Spannarmes (4) in den Spalt (5) zwischen den
Kreisscheiben (3') eingreift, das Wellenstück (6) umgreift und fest mit zumindest
einer der Kreisscheiben (3') verbunden ist.
9. Betätigungsgetriebe zum Einbau in Kopfstücke bzw. Gehäuse von Kniehebelspannvorrichtungen,
bestehend aus
einem ersten, linear geführten, von einem Antrieb (A) betätigbaren Stellglied (101),
einem daran angelenkten Zwischenglied (102),
einem zweiten drehbar gelagerten, mit dem Zwischenglied (102) gelenkig verbundenen
Stellglied (103) für die Anbringung eines Spannarmes, welches aus zwei einen Spalt
(105) einschließenden Kreisscheiben (103') gebildet ist, die durch zwei vis-a-vis
exzentrisch angeordnete, den Spalt (105) durchgreifende Wellenstücke (106, 107) miteinander
fest aber lösbar verbunden sind, wobei das Wellenstück (106) die Anlenkachse für das
Zwischenglied (102) bildet und wobei ferner die beiden Kreisscheiben (103') in ebenfalls
auf gleicher Spaltdistanz angeordneten, koaxial zueinander fixierbaren Ringen (108)
geführt sind, die spaltseitig parallel zur Erstreckungs- und Bewegungsgeraden des
Stellgliedes (101) eine Führungsnut (109) mit Spannkraftwiderlagerflanke (110) aufweisen.