[0001] Die Erfindung betrifft eine Trocknereinheit gemäß dem Oberbegriff des Anspruches
1.
[0002] Eine derartige Trocknereinheit ist in der DE 44 42 940 A1 beschrieben.
[0003] Bei ihr besteht der Rahmen in der Praxis aus Metallteilen, die für jede Rahmengröße
und den jeweiligen Einsatzzweck hergestellt wird. Aus diesem Grunde ist der Rahmen
verhältnismäßig teuer.
[0004] Durch die vorliegende Erfindung soll eine Trocknereinheit gemäß dem Oberbegriff des
Anspruches 1 so weitergebildet werden, daß der Rahmen preiswerter herstellbar ist.
[0005] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch eine Trocknereinheit mit den im Anspruch
1 angegebenen Merkmalen.
[0006] Bei der erfindungsgemäßen Trocknereinheit werden die parallel zu den Heizleisten
verlaufenden Rahmenseiten durch Abschnitte eines Hohlprofiles gebildet, wie es auch
für die Herstellung von Leistenhauptkörpern der Heizleisten verwendet wird. Man kann
somit ein- und dasselbe Hohlprofilmaterial für unterschiedliche Zwecke verwenden,
was Lagerhaltung und Einkaufspreis günstig beeinflußt. Da das verwendete Hohlprofil
neben einem geschlossenen mittigen Kanal, der bei den Leistenhauptkörpern als Luftkanal
verwendet wird, noch weitere Verrippungen aufweist, hat das Hohlprofil hohe mechanische
Festigkeit.
[0007] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in Unteransprüchen angegeben.
[0008] Die im Anspruch 2 angegebene Ausrichtung der zu den Heizleisten parallelen Rahmenteile
ist im Hinblick auf hohe mechanische Belastbarkeit dieser Rahmenteile von Vorteil:
Bei dieser Ausrichtung liegen die vom Hohlprofil getragenen Blasrippen unter Abstand
parallel zur Rahmenebene, so daß man gegen Durchbiegungen ein durch die Blasrippen
verbessertes Flächenträgheitsmoment erhält.
[0009] Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 3 wird zum einen erreicht, daß
man Standard-Hohlprofilabschnitte wahlweise als Leistenhauptkörper und als zu den
Heizleisten parallele Rahmenteile verwenden kann. Darüber hinaus kann man durch die
zu den Heizleisten parallelen Rahmenteile auch zusätzlich Luft ausblasen, was die
Trocknung etwa von Druckbogen oder beschichteten Blechen verbessert, das Abführen
verbrauchter Trockenluft begünstigt und zur Kühlung der mechanischen Teile der Trocknereinheit
beiträgt.
[0010] Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 4 wird auf einfache Weise ein
zu den Heizleisten transversaler Verteilerkasten gebildet, über welchen die in den
Leistenkörpern vorgesehenen Luftkanäle gleichermaßen mit einer Luftquelle verbindbar
sind. Dabei erhält man auf einfache Weise - falls gewünscht - auch eine strömungsmäßige
Ankopplung der randständigen, zu den Heizleisten parallelen, Rahmenteile mit der Verteilerkammer.
[0011] Dabei kann man an den Stirnteilen dieser Teilerkammer gemäß Anspruch 5 auf einfache
Weise Wandplatten positionieren und festlegen, welche beabstandet parallel zur Rahmenebene
verlaufen und die untere bzw. obere Begrenzungswand der Verteilerkammer bilden.
[0012] Gemäß Anspruch 6 kann man eine Verteilerkammer unterschiedlicher Länge einfach unter
Verwendung von Standardabmessung aufweisenden Wandplattensegmenten aufbauen.
[0013] Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 7 ist wiederum im Hinblick auf geringe
Herstellungskosten der Wandplattensegmente bei hoher Formgenauigkeit von Vorteil.
Die hohe Formgenauigkeit ist im Hinblick auf ein im wesentlichen luftdichtes Zusammensetzen
einer Wandplatte aus Wandplattensegmenten ohne zusätzliche Dichtmaßnahmen von Vorteil.
[0014] Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 8 gestattet es auf einfache Weise
und ohne zusätzliche mechanische Bearbeitung der Wandplattensegmente, diese mit den
senkrecht zur Rahmenebene verlaufenden Wandplatten des Verteilerkanales zu verbinden.
[0015] Gemäß Anspruch 9 erhält man auf einfache Weise eine präzise Ausrichtung der Heizleisten
und der zu diesen parallelen Rahmenteile bei geringen Kosten.
[0016] Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 10 erlaubt es, einen Rahmen wahlweise
ganz oder gemischt mit IR-Strahlerelementen tragenden Heizleisten (Infrarot-Heizleisten)
und Heißluft-Heizleisten zu bestücken. Eine Änderung der Bestückung kann noch am Einsatzort
nach Erfordernis erfolgen.
[0017] Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 11 gestattet es, die Heizleisten einer
Trocknereinheit unter unterschiedlichem Abstand von einer Bezugsfläche (in der Regel
die Förderfläche zu trocknender Produkte) anzuordnen. Dies ermöglicht es insbesondere,
für IR-Strahlerelemente tragende Heizleisten und Heißluft-Heizleisten unterschiedlichen
Abstand von der Referenzfläche vorzugeben. Man kann so aber auch Heizleisten ein-
und derselben Art längs des Förderweges der Produkte an der Trocknereinheit vorbei
unter unterschiedlichem Abstand von der Förderebene anordnen und so zunächst ein schonendes
Trocknen und im letzten Teil der Förderstrecke ein hartes Rest-Trocknen durchführen.
[0018] Verwendet man gemäß Anspruch 12 für die verschiedenen extrudierten Profilmaterialien
Aluminium, so zeichnen sich die aus ihnen hergestellten Teile durch gute Wärmeleitung
und hohe mechanische Belastbarkeit, insbesondere auch Unempfindlichkeit gegen Stöße
und Ermüdungsbruch, aus. Diese Profilmaterialien lassen sich auch zu besonders günstigen
Preisen herstellen.
[0019] Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 13 ist im Hinblick auf ein übersichtliches
und kompaktes Verlegen von elektrischen Leitungen auf der Trocknereinheit (z.B. zu
von dieser getragenen Heizpatronen oder IR-Strahlerelementen) von Vorteil.
[0020] Nachstehend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen:
- Figur 1:
- eine seitliche Ansicht einer Infrarot-Heizleiste zur Verwendung in einem Trockner
für eine Druckmaschine, teilweise in unterschiedlichen Ebenen geschnitten;
- Figur 2:
- eine Aufsicht auf die Unterseite eines Leistenhauptkörpers der in Figur 1 gezeigten
Heizleiste;
- Figur 3:
- eine Aufsicht auf die eine Stirnseite der in Figur 1 gezeigten Heizleiste;
- Figur 4:
- eine seitliche Ansicht einer Heißluft-Heizleiste zur Verwendung in einem Trockner
für eine Druckmaschine, teilweise geschnitten;
- Figur 5:
- eine Aufsicht auf die Stirnseite eines Gehäusehauptkörpers der Heizleiste nach Figur
4 ;
- Figur 6:
- einen transversalen Schnitt durch die in Figur 4 gezeigte Heizleiste längs der dortigen
Schnittlinie VI-VI;
- Figur 7:
- eine Aufsicht auf eine Trocknereinheit, die sowohl mit Heißluft-Heizleisten als auch
mit IR-Heizleisten bestückt ist;
- Figur 8:
- eine seitliche Ansicht der in Figur 7 gezeigten Trocknereinheit;
- Figur 9:
- eine Aufsicht auf die innenliegende Wandplatte eines Verteilerkanales der in Figur
1 gezeigten Trocknereinheit;
- Figur 10:
- eine Aufsicht auf eine außenliegende Wandplatte, welche zusammen mit der in Figur
9 gezeigten Wandplatte den Verteilerkanal in Längsrichtung begrenzt;
- Figur 11:
- eine Aufsicht auf eine innenliegende Wandplatte eines hohlen seitlichen Rahmenteiles
der in Figur 1 gezeigten Trocknereinheit;
- Figur 12:
- eine Aufsicht auf eine außenliegende Wandplatte, die zusammen mit der Wandplatte nach
Figur 11 das hohle Rahmenteil in Längsrichtung begrenzt;
- Figur 13:
- eine Aufsicht auf die Stirnseite eines Hohlprofil-Abschnittes, wie er zum Verschließen
der Enden des Verteilerkanales verwendet wird;
- Figur 14:
- eine seitliche Ansicht eines Wandplattensegmentes in einer Ausrichtung, wie sie zur
Bildung einer unteren Verteilerkanal-Wandplatte verwendet wird;
- Figur 15:
- eine seitliche Ansicht eines Wandplattensegmentes in einer Ausrichtung, wie sie zur
Bildung einer oberen Verteilerkanal-Wandplatte verwendet wird;
- Figur 16:
- einen Quermittelschnitt einer ausschließlich mit IR-Heizleisten ausgerüsteten abgewandelten
Trocknereinheit;
- Figur 17:
- eine Aufsicht auf die Trocknereinheit gemäß Anspruch 16;
- Figur 18:
- einen Quermittelschnitt einer Trocknereinheit, welche ausschließlich mit Heißluft-Heizleisten
ausgestattet ist;
- Figur 19:
- eine Aufsicht auf die in Figur 18 gezeigte Trocknereinheit;
- Figur 20:
- eine Aufsicht auf die im eingebauten Zustand innenliegende Seite eines Adapterstückes
zum Anbringen von Heißluft-Heizleisten an dem Verteilerkanal der Trocknereinheit nach
Figur 7;
- Figur 21:
- eine Aufsicht auf das in Figur 20 gezeigte Adapterstück; und
- Figur 22:
- eine seitliche Ansicht des in Figur 20 gezeigten Adapterstückes.
[0021] In den Figuren 1-3 ist eine Infrarot-Heizleiste 6 wiedergegeben, die ein insgesamt
mit 10 bezeichnetes Gehäuse aufweist, welches einen IR-Strahlerstab 12 trägt.
[0022] Das Gehäuse 10 hat einen Leistenhauptkörper 14, der durch Ablängen eines extrudierten
Endlosprofiles aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung erhalten ist. Das Endlosprofil
hat einen mittigen Luftkanal 16. An die in Figur 1 untenliegende ebene Begrenzungsfläche
des Leistenhauptkörpers 14 sind zwei in Längsrichtung verlaufende parallele Blaskanalrippen
18, 20 angeformt und in diese sind in regelmäßigem Abstand unter Verwendung eines
Bohrwerkes Blaskanäle 22 eingebohrt, deren obere Enden in den Luftkanal 16 ausmünden.
[0023] Zwischen den Blaskanalrippen 18, 20 liegend sind an die untere Begrenzungsfläche
des Leistenhauptkörpers 14 zwei niedere Positionierrippen 24 angeformt, zwischen denen
bei den beiden Enden des Leistenhauptkörpers 14 zwei Halteblöcke 26 Aufnahme finden,
die über Schrauben 28 an Gewindebohrungen 30 festgeschraubt sind, die zwischen den
Positionierrippen 24 in den Endabschnitten des Gehäusehauptkörpers 24 vorgesehen sind.
Die Halteblöcke 26 tragen jeweils zwei Haltefedern 32, die mit einander zugewandten
U-förmigen Endabschnitten jeweils eine der Seiten des ovalen Querschnitt aufweisenden
Strahlerstabes 12 federnd umgreifen.
[0024] Die Stirnseiten des Leistenhauptkörpers 14 sind mit Adapterteilen 34 verbunden, wobei
zwischen letzteren und der Stirnfläche des Leistenhauptkörpers 14 jeweils eine Flachdichtung
36 aus Silikongummi angeordnet ist. Die Adapterteile 34 sind über Schrauben 38 mit
dem Gehäusehauptkörper 14 lösbar verbunden und weisen jeweils einen eingeformten Luftkanal
40 auf, der mit einer nicht dargestellten Blasluftquelle verbindbar ist.
[0025] Bei den beiden Seitenflächen sind auf dem Leistenhauptkörper 14 Haltenuten 42 angeformt,
die zur Aufnahme einer Mutter oder eines Schraubenkopfes dienen so daß an den Seiten
des Leistenhauptkörpers weitere Bauteile nach Bedarf angeschraubt werden können, z.B.
Abdeckbleche.
[0026] In Figur 4 ist eine Heißluft-Heizleiste 8 wiedergegeben, die nach ähnlichem Prinzip
aufgebaut ist wie die in den Figuren 1-3 gezeigte Infrarot-Heizleiste. Funktionell
äquivalente Leistenhauptkomponenten sind wieder mit denselben Bezugszeichen versehen
und werden nicht nochmals detailliert beschrieben, auch wenn sie sich in baulichen
Einzelheiten vom ersten Ausführungsbeispiel unterscheiden.
[0027] Das extrudierte Profil aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung, aus welchem der
Leistenhauptkörper 14 hergestellt ist, hat in transversaler Schnittansicht gesehen
die Form eines Rechteckes mit unten aufgesetztem Dreieck. An die tiefste Stelle des
Leistenhauptkörpers ist eine einzige Blaskanalrippe 18 angeformt, zu beiden Seiten
derselben ist jeweils eine Haltenut 42 eingeformt.
[0028] In der Oberseite des Leistenhauptkörpers sind zwei im wesentlichen rechteckige Fenster
44 eingefräst, und in diese sind Wandsegmente 46 eingesetzt, die eine glatte Fortsetzung
sowohl der Luftkanal 16 als auch der Gehäuseaußenfläche gewährleisten. Hierzu haben
die Wandsegmente 46 eine gemäß der Luftkanal 16 gekrümmte Innenfläche 48 und eine
ebene Außenfläche 50. In die Außenfläche 50 ist eine Kabelnut 52 eingestochen, die
zu einer Kabelbohrung 54 hinführt, welche zur Innenfläche 48 hin ausmündet.
[0029] Durch die Kabelbohrung 54 und die Kabelnut 52 erstrecken sich die in der Zeichnung
nicht wiedergegebenen Anschlußleiter für eine Heizpatrone 56, die ähnlichen Aufbau
aufweisen kann, wie von Heißluftgebläsen zum Trocknen von Haaren her bekannt. Die
Heizpatronen 56 sind an den Wandsegmenten 46 befestigt, z.B. an diesen verklebt. Über
den in den Leistenhauptkörper 14 eingesetzten Wandsegmenten 46 ist jeweils eine Flachdichtung
58 aus Silikongummi angeordnet, und hierüber liegt eine äußere Deckplatte 60, die
über Schrauben 62 mit dem Leistenhauptkörper 14 verbunden ist.
[0030] In der Mitte des Leistenhauptkörpers 14 ist eine Sperrscheibe 64 angeordnet, deren
Außenkontur der Querschnittskontur der Luftkanal 16 entspricht und welche durch zwei
ihre Stirnflächen übergreifende Schrauben 68, 70 axial positioniert ist.
[0031] Wie in Figur 6 durch gestrichelte Linien angedeutet, umgibt ein Außengehäuse 72,
welches aus Blech gebogen ist, unter Abstand die Außenflächen des Leistenhauptkörpers
14 und ist durch in den Haltenuten 42 verschiebbar gehaltene Muttern 74 und mit diesen
zusammenarbeitende Schrauben 76 mit dem Leistenhauptkörper 14 verbunden.
[0032] In Figur 7 ist mit 110 insgesamt eine Trocknereinheit bezeichnet, welche zum Trocknen
von Druckfarben und/oder Drucklacken in einer Mehrfarbendruckmaschine bestimmt ist
(für die Zwischentrocknung oder die Endtrocknung). Der Förderweg der Druckprodukte
ist durch einen Pfeil 112 angedeutet. In der Praxis kann eine Mehrzahl von Trocknereinheiten
110 längs des Förderweges der Druckprodukte aufeinanderfolgend angeordnet sein. In
diesem Falle kann man diese Trocknereinheiten dann zunächst mit Heißluft-Heizleisten
und in einem späteren Abschnitt des Förderweges mit IR-Heizleisten ausstatten, um
zunächst den größten Teil der zu entfernenden Flüssigkeit zu verflüchtigen und anschließend
eine Resttrocknung durchzuführen.
[0033] Bei der in Figur 7 gezeigten Trocknereinheit, die z.B. als Zwischentrocknereinheit
zwischen aufeinanderfolgenden Druckstationen einer Druckmaschine Verwendung finden
kann, ist ein stromaufseitiger Abschnitt mit Heißluft-Heizleisten 8 bestückt, wie
sie obenstehend unter Bezugnahme auf die Figuren 4 bis 6 erläutert wurden, und ein
stromabseitiger Abschnitt ist mit IR-Heizleisten 6 bestückt, wie sie unter Bezugnahme
auf die Figuren 1 bis 3 oben erläutert wurden.
[0034] Die Heizleisten 6 und 8 sind von einem insgesamt mit 114 bezeichneten Rahmen getragen.
[0035] Der Rahmen 114 hat ein in Figur 7 links gelegenes hohles Rahmenteil 116 sowie ein
in Figur 7 rechts gelegenes seitliches Rahmenteil 118, welches ebenfalls hohl ist
und einen Luftverteilerkanal 120 bildet. Zu den Heizleisten 6, 8 parallele Rahmenteile
122, 124 verbinden die Rahmenteile 116, 118 zu einem festen Rahmen. Die Rahmenteile
122, 124 sind aus demselben Hohlprofilmaterial hergestellt, welches auch für die Herstellung
von Leistenhauptkörpern verwendet wird. Beim hier betrachteten Ausführungsbeispiel
wird für die Rahmenteile 122, 124 das Leistenkörperprofil für die IR-Heizleisten verwendet,
wie es in Figur 3 gezeigt ist. Dieses Profil zeichnet sich aufgrund der außermittigen
Blasrippen 18, 20 durch besonders hohe Festigkeit bei niederem Gewicht aus.
[0036] Wie aus der Zeichnung ersichtlich, sind die IR-Heizleisten 6 über die Adapterteile
34 mit den Rahmenteilen 116 und 118 verbunden. Gleiche Adapterteile 34 liegen auch
zwischen den Enden der Rahmenteile 122, 124 und den Rahmenteilen 116 und 118. Auch
die Rahmenteile 122, 124 sind mit Blaskanälen 22 ausgebildet. Damit kann man die gleichen
Profilabschnitte wahlweise als Leistenhauptkörper für IR-Heizleisten oder als Rahmenteil
122 bzw. 124 verwenden.
[0037] Das Rahmenteil 118 besteht aus zwei seitlichen, also parallel zur Förderrichtung
112 und senkrecht zu den Achsen der Heizleisten verlaufenden Wandplatten, nämlich
einer innenliegenden Wandplatte 128 und einer außenliegenden Wandplatte 130. Ferner
gehört zu ihm eine segmentierte untere Wandplatte 132 und eine in Figur 7 nur teilweise
gezeigte segmentierte obere Wandplatte 134. Die Enden des Rahmenteiles 118 sind durch
Endstücke 136 verschlosse, welche sandwichartig und dicht zwischen die Wandplatten
128 und 130 eingefügt sind.
[0038] Wie aus Figur 7 ersichtlich, sind die Rahmenteile 122, 124 gegenüber den Heizleistenkörpern
der IR-Heizleisten 6 um +/-90
o verdreht, so daß ihre Blasrippen 18, 20 zur Rahmenaußenseite weisen und zur Rahmenebene
parallel sind.
[0039] Wie aus Figur 9 ersichtlich, hat die Wandplatte 128 Durchbrechungen 138, über welche
sie mit den Längskanälen 16 der IR-Heizleisten 6 bzw. der Heißluft-Heizleisten 8 in
Verbindung steht. Die Durchbrechungen 138 sind jeweils von vier Durchgangsöffnungen
140a, 140b, 140c, 140d für Befestigungsschrauben (nicht gezeigt) umgeben, welche die
Adapterstücke 34 durchsetzen und in die Enden der IR-Heizleisten 6 eingeschraubt sind
bzw. mit den Adapterteilen 126 verschraubt sind.
[0040] Ferner ist für jede Heizleiste ein Satz von Durchgangsöffnungen 142a, 142b vorgesehen,
der zum Anbringen von Wandplattensegmenten dient, wie später noch genauer beschrieben
wird.
[0041] Die Wandplatte 128 hat in ihren Endabschnitten Durchbrechungen 144, die den Durchbrechungen
138 in der Geometrie entsprechen, jedoch um 90
o verkippt sind, so daß sie mit den Längskanälen der Rahmenteile 122, 124 fluchten.
Die Durchbrechungen 144 sind von Durchgangsöffnungen 146a, 146b, 146c und 146d umgeben,
an welchen die Rahmenteile 122, 124 festgeschraubt werden.
[0042] Die hintere Wandplatte 128 ist ebenfalls mit einem Muster an Durchgangsöffnungen
versehen, welche den Durchgangsöffnungen 142 und 146 entsprechen. Ferner hat die hintere
Wandplatte 130 eine große Durchbrechung 148, die (vergleiche Figur 7) mit einem Anschlußteil
150 in Verbindung steht.
[0043] Das Anschlußteil 150 umfaßt eine Axialanschlußöffnung und eine in der Zeichnung nach
unten weisende Anschlußöffnung, von denen jeweils eine (gemäß den jeweiligen Einsatzbedingungen)
durch eine Blindplatte 152 verschlossen ist, während die andere einen Anschußstutzen
154 trägt.
[0044] Die Endstücke 136 sind aus einem Hohlprofilmaterial durch Ablängen hergestellt, welches
den in Figur 13 gezeigten Querschnitt hat.
[0045] Ein seitlicher Basisabschnitt 156 ist mit zwei in Figur 13 horizontalen Schenkeln
158, 160 verbunden. Die Übergangsbereiche zwischen dem Basisabschnitt 156 und den
Schenkeln 158, 160 sind dreieckig ausgebildet, so daß in ihnen Befestigungsbohrungen
162c und 162d vorgesehen werden können. Ähnliche Befestigungsbohrungen 162a, 162b
befinden sich in verdickten Bereichen der Schenkel 158, 160. Die Lage der Befestigungsbohrungen
162 entspricht der Lage der Durchgangsöffnungen 146. Auf diese Weise können die Endstücke
136 über nicht dargestellte lange Schrauben mit den Wandplatten 128 und 130 sowie
durch die Adapterteile 34 hindurch mit den Rahmenteilen 122, 124 verbunden und verspannt
werden.
[0046] Von dem obenliegenden Schenkel 158 verläuft ein Steg 170 nach oben, in welchem eine
weitere Befestigungsbohrung 172 und eine in Figur 13 horizontale Aufnahmenut 174 vorgesehen
ist. Ähnlich ist im verdickten Endabschnitt des unteren Schenkels 160 eine Befestigungsbohrung
176 und eine Aufnahmenut 178 vorgesehen. Über die Befestigungsbohrungen 172, 176,
deren Abstand dem Abstand zwischen Durchgangsöffnungen 146a und 146c bzw. 146b und
146d entspricht, können die Endstücke 136 zusätzlich mit den Wandplatten 128, 130
verbunden werden.
[0047] Das in Figur 7 linksgelegene hohle Rahmenteil 216 ist ähnlich ausgebildet wie das
Rahmenteil 218; nur sind die Endstücke 136 etwas schmaler.
[0048] Falls gewünscht kann man das Rahmenteil 216 aber exakt spiegelbildlich zum Rahmenteil
218 vorsehen, also auch mit einem zweiten Anschlußteil. Diese Alternative ist besonders
geeignet für Trocknereinheiten, die durchgehend mit Heißluft-Heizleisten bestückt
sind.
[0049] In weiterer Abwandlung kann man dem Rahmenteil 216 auch nur rein mechanisch tragende
Funktion geben und dann aus Wandplatten 128' und 130' aufbauen, wie sie in den Figuren
11 und 12 gezeigt sind. Diese entsprechen vom Muster der Durchgangsöffnungen 140,
142, 146 den Wandplatten 128 und 130, haben jedoch keine Durchbrechungen 138, 144,
148, so daß sie die Heizleisten 6 und 8 sowie die Rahmenteile 122, 124 am benachbarten
Ende verschließen. Diese Alternative ist für reine IR-Trocknereinheiten geeignet.
[0050] Die untere Wandplatte 132 und die obere Wandplatte 134 bestehen aus einzelnen ineinandergreifenden
Wandplattensegmenten 180 (vgl. Figuren 14 und 15), die durch Ablängen von einem extrudierten
Aluminiumprofil hergestellt sind.
[0051] Figur 14 zeigt eine Ausrichtung der Wandplattensegmente, wie sie zur Realisierung
der unteren Wandplatte 132 verwendet wird, in Figur 15 ist ein identisches, jedoch
um 180
o verdrehtes Wandplattensegment dargestellt, wie es zur Realisierung der oberen Wandplatte
134 dient.
[0052] Im zusammengebauten Zustand greift jeweils ein in den Figuren 14 und 15 links gelegener
schmaler Endabschnitt eines Wandplattensegmentes 180 in eine Aufnahmenut 182 des benachbarten
Wandplattensegmentes. Ferner sind in den Wandplattensegmenten 180 in der Nachbarschaft
der Aufnahmenut 182 Befestigungsbohrungen 184 vorgesehen, über welche die Wandplattensegmente
180 mit den Durchgangsöffnungen 142a bzw. 142b der Wandplatten 128, 130 verschraubt
werden können.
[0053] Auf diese Weise lassen sich, unter Verwendung von Wandplatte 128, 130 unterschiedlicher
Länge, im übrigen aber unter Verwendung der gleichen Standard-Bauteile, Trocknereinheiten
110 realisieren, die in Förderrichtung 112 der Druckprodukte unterschiedliche Abmessung
haben.
[0054] Die Figuren 16 und 17 zeigen, wie man unter Verwendung desselben Rahmens 114, wie
er obenstehend beschrieben wurde, eine Trocknereinheit 110 realisieren kann, die ausschließlich
mit IR-Heizleisten 6 bestückt ist. Das linke Rahmenteil besteht nur noch aus der Wandplatte
128'.
[0055] Die Figuren 18 und 19 zeigen die ausschließliche Bestückung eines Rahmens 114, wie
er oben beschrieben wurde, mit Heißluft-Heizleisten 8. Das linke Rahmenteil 116* umfaßt
eine Wandplatte 128 und eine Wandplatte 130'. Die Rahmenteile 122 und 124 sind ohne
Blaskanäle 22 ausgebildet. Damit erfolgt eine Luftzufuhr zu den in der Zeichnung links
gelegenen Enden der Heizleisten 8 vom Rahmenteil 118 über die Rahmenteile 122 und
124 sowie das Rahmenteil 116*, und man benötigt nur ein Anschlußteil 150, was die
Installation in der Druckmaschine vereinfacht. Wünscht man eine genau symmetrische
Luftbeaufschlagung der Heizleisten 8, wird das Rahmenteil 116 exakt spiegelbildlich
zum Rahmenteil 116 aufgebaut und die Luftversorgung der linken Enden der Heizelemente
8 erfolgt dann über das zweite Anschlußteil 150 des Rahmenteiles 116.
[0056] Wie insbesondere aus Figur 7 ersichtlich, sind die Heißluft-Heizleisten 8 näher bei
der Förderebene der Druckprodukte angeordnet als die IR-Heizleisten 6. Dies erfolgt
dadurch, daß die Heißluft-Heizleisten 8 über die von den Adapterteilen 34 verschiedenen
Adapterteile 126 mit den seitlichen Rahmenteilen 116, 118 verbunden sind, welche die
Figuren 20 bis 22 näher zeigen.
[0057] Die Adapterteile 126 haben jeweils eine Flanschplatte 186, die mit Durchgangsöffnungen
188a, 188b, 188c, 188d versehen ist, deren Lage derjenigen der Durchgangsöffnungen
142a, 142b, 142c und 142d entspricht.
[0058] Die Flanschplatte 186 trägt ein doppelt gekröpftes rohrförmiges Übergangsstück 190
mit einem freien Endabschnitt 192, der in den Längskanal 16 der Heißluft-Heizleisten
8 paßt.
[0059] Durch Verwendung unterschiedlicher Adapterteile 126, bei denen der in der Zeichnung
mit 30
o angegebene Anstellwinkel des Übergangsstückes 190 kleiner oder größer gewählt ist,
kann man auch den Abstand der verschiedenen Heißluft-Heizleisten 8 von einer ebenen
Förderfläche der Produkte unterschiedlich wählen. Umgekehrt kann man bei gekrümmter
Förderfläche der Druckprodukte unter Verwendung unterschiedlicher Adapterstücke 126
die Enden der Blaskanäle 22 aufeinanderfolgender Heizleisten gemäß der Krümmung der
Förderfläche unterschiedlich zustellen.
[0060] Ähnliche Adapterteile wie die Adapterteile 126 kann man auch in Verbindung mit den
IR-Heizleisten 6 verwenden, wobei dann am zweiten Ende des Übergangsstückes 190 eine
zweite Flanschplatte angebracht ist, welche der Flanschplatte 186 entspricht.
1. Trocknereinheit mit einem in Aufsicht gesehen rechteckigen Rahmen (114) und einer
Mehrzahl vom Rahmen (114) getragener Heizleisten (6, 8), welche jeweils einen Leistenhauptkörper
(14) aufweisen, der ein Abschnitt eines extrudierten Hohlprofiles ist, und mit einer
Wärmequelle (12; 56) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu den Heizleisten
(6, 8) verlaufende Rahmenteile (122, 124) durch Abschnitte eines Hohlprofiles gebildet
ist, wie es auch für die Herstellung von Leistenkörpern (14) Verwendung findet.
2. Trocknereinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Hohlprofil Blasrippen
(18, 20; 18) aufweist, und die Blasrippen (18, 20; 18) auf der Außenseite der zu den
Heizleisten (6, 8) parallelen Rahmenteile (122, 124) liegen.
3. Trocknereinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Blasrippen (18, 20)
der seitlichen Rahmenteile (122, 124) mit Blasluftkanälen (22) versehen sind.
4. Trocknereinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
eines der transversal zu den Heizleisten (6, 8) verlaufenden Rahmenteile (116, 118)
durch Wandplatten (128, 130) gebildet ist, von denen eine den Heizleisten (6, 8) und
den seitlichen Rahmenteilen (122, 124) zugewandte mit Durchbrechungen (138) versehen
ist, die mit Längskanälen (16) der Heizleisten (6, 8) und vorzugsweise auch der seitlichen
Rahmenteile (122, 124) in Verbindung stehen, und daß die Stirnseiten dieses seitlichen,
zu den Heizleisten (6, 8) transversalen, Rahmenteiles (118) durch Endstücke (136)
verschlossen ist, welche Abschnitte eines Endlosprofiles sind, das im wesentlichen
U-förmigen Querschnitt aufweist, wobei die offene Seite des U zur Innenseite des genannten
Rahmenteiles (118) weist, und die Endstücke (136) zwischen Endabschnitten der genannten
Wandplatten (128, 130) des transversal zu den Heizleisten (6, 8) verlaufenden Rahmenteiles
(118) liegen.
5. Trocknereinheit nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Endlosprofil an mindestens
einem, vorzugsweise beiden seiner Schenkel (158, 160) angeformte Aufnahmen (174, 178)
für jeweils ein Ende von parallel zur Rahmenebene liegenden Wandplatten (132, 134)
aufweist.
6. Trocknereinheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die parallel zur Rahmenebene
verlaufenden Wandplatten (132, 134) durch Wandplattensegmente (180) gebildet sind,
welche an einem ersten Ende mit einer Aufnahme (182) versehen sind, welche zum dem
ersten Ende gegenüberliegenden zweiten Ende der Wandplattensegmente (180) komplementär
ist.
7. Trocknereinheit nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandplattensegmente
(180) Abschnitte einer extrudierten Profilleiste sind.
8. Trocknereinheit nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandplattensegmente
(180) vorzugsweise bei einem ihrer Ende liegende Befestigungsbohrungen (184) aufweisen.
9. Trocknereinheit nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
den Enden der Heizleisten (6, 8) benachbarte, senkrecht zur Rahmenebene stehende Wandplatte
(128) Bohrungen (142) für Befestigungsmittel aufweist, über welche die Heizleisten
(6, 8) mit dieser Wandplatte (128) verbindbar sind.
10. Trocknereinheit nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß IR-Strahlerelemente (12)
tragende Heizleisten (6) und Heißluft-Heizleisten (8) in ihren Endflächen gleiche
Muster von Befestigungsbohrungen aufweisen.
11. Trocknereinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest
ein Teil der Heizleisten (6, 8) über hohle Adapterstücke (126) an den zu den Heizleisten
(6, 8) transversalen Rahmenteilen (116, 118) befestigt ist, welche ein Versetzen dieser
Heizleisten (8) in zur Rahmenebene senkrechter Richtung bewerkstelligen.
12. Trocknereinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
Profilmaterialien aus Aluminium extrudiert sind.
13. Trocknereinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
parallel zu den Heizleisten (6, 8) verlaufenden Rahmenteile (122, 124) von einem zwei
Blasrippen (18, 20) aufweisenden Hohlprofil abgelängt sind und der Zwischenraum zwischen
den Blasrippen (18, 20) als Kabelkanal dient.