[0001] Die Erfindung betrifft einen Kran, insbesondere einen schienengebundenen Mobilkran
mit einem beidseitig teleskopierbaren Wippausleger, der mit seinem im Bereich seiner
Enden jeweils auf einem hebe- und senkbaren Schwenklager am Fahrzeug abgestützten
Grundausleger auf- und abschwenkbar sowie heb- und senkbar ist und der im Bereich
der Schwenklager um vertikale Achsen verschwenkbar ist.
[0002] Krane der gattungsgemäßen Art werden zumeist als Eisenbahnkrane im Gleis- und Brückenbau
eingesetzt. Diese Krane zeichnen sich dadurch aus, daß sie bei hohen Traglasten auf
engstem Raum manövrierbar sind. Das ist insbesondere erforderlich bei Arbeiten auf
Strecken mit Nachbargleisen oder im Tunnel, wo seitliche Abstände zwingend einzuhalten
sind und deshalb keine Gegengewichte ausgefahren werden können. Die geforderte hohe
Tragkraft muß auch bei ausgefahrenem Ausleger, selbst wenn dieser zum seitlichen Heben
von Lasten seitlich verschwenkt ist, erhalten bleiben. Andererseits ist die Traglast
eines gattungsgemäßen Kranes nicht beliebig erhöhbar; denn das Eigengewicht des Fahrzeuges
ist in der Regel nach oben limitiert und/oder durch Vorschriften der Betreiber des
Schienennetzes eingeschränkt. Das bedeutet, daß eine Verringerung des Eigengewichtes
des Fahrzeuges einer Traglasterhöhung zugute kommen kann.
[0003] Ein gattungsgemäßer Mobilkran ist durch die europäische Patentanmeldung 0665185 A1
bekannt geworden. Der dort beschriebene Kran besteht aus einem sich über die Fahrzeuglänge
erstreckenden Grundrahmen, der an beiden Enden auf Fahrwerken mehrachsiger Starrachslaufwerke
aufliegt. Der Grundausleger des teleskopierbare Wippauslegers wird im Bereich seiner
Enden in Schwenklagern aufgenommen, die an beiden Enden des Fahrzeugrahmens abgestützt
sind und im wesentlichen aus Kolben-Zylindereinheiten bestehen, mit denen der Wippausleger
heb- und senkbar ist. In der Mitte des Grundauslegers ist zur Verschwenkung des Wippauslegers
in einer vertikalen Ebene ein Hubantrieb vorgesehen, mit dem der Ausleger wahlweise
nachdem jeweils eines der Grundauslegerenden mit dem Schwenklager verbolzt wurde auf
der einen oder anderen Seite angehoben werden kann. Darüber hinaus ist der Wippausleger
im Bereich der Schwenklager um vertikale Achsen seitlich versohwenkbar, um Lasten
neben dem Fahrgleis aufnehmen und absetzen zu können.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, den gattungsgemäßen Kran so zu vereinfachen,
daß er bei gleichbleibend hohen Traglasten und hoher Standsicherheit sowie unter Beibehaltung
aller seiner Funktionen wesentlich leichter gebaut werden kann und vor allem kostengünstiger
herstellbar ist.
[0005] Zur Lösung der Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß jedes Schwenklager an
einem von zwei separaten mehrachsigen Fahrwerken quer zur Längsachse des Mobilkranes
verschiebbar abgestützt ist und beide Fahrwerke über den mit den Schwenklagern verbundenen
Grundausleger des Wippkranes miteinander gekoppelt sind.
[0006] Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, den bisher zwingend erforderlichen,
sich über die gesamte Fahrzeuglänge erstreckenden Fahrzeugrahmen aufzugeben und lediglich
zwei separate mehrachsige Fahrwerke vorzusehen, die über den Grundausleger des Wippkranes
miteinander verbunden sind. Auf diese Weise läßt sich bei der Herstellung eines solchen
Kranes eine erhebliche Gewichtseinsparung erzielen, ohne die Tragfähigkeit des Kranes
negativ zu beeinflussen. Die Schwenklager sind weiterhin heb- und senkbar ausgebildet
und in der Lage, den Grundausleger des Wippauslegers sowohl parallel zu seiner Längserstreckung
anzuheben und abzusenken als auch durch einseitiges Heben und/oder Senken eines der
Schwenklager eine Neigung des Wippauslegers herbeizuführen.
[0007] Durch Verschieben eines der Schwenklager quer zur Fahrzeuglängsachse wird das seitliche
Verschwenken des Wippauslegers bewirkt. Abstandsänderungen zwischen den beiden Fahrgestellen
infolge des seitlichen Ausschwenkens des Wippkranes werden dadurch kompensierbar,
daß das Fahrgestell, dessen Schwenklager die vertikale Schwenkachse für den Wippausleger
bildet, ungebremst verfahrbar ist und somit den Längenausgleich selbsttätig herbeiführt.
[0008] In einer besonders günstigen Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, die Antriebs-
und Versorgungsaggregate des Mobilkranes in einem dafür vorgesehenen Gehäuse anzuordnen,
das an der Unterseite des Grundauslegers zwischen den Fahrgestellen aufgehängt ist.
[0009] Während bei konventionellen Mobilkranen der gattungsgemäßen Art die Versorgungsaggregate
und die Antriebe des Kranes auf dem Grundrahmen des Fahrzeuges angeordnet sind, sind
diese Aggregate bei dem erfindungsgemäßen Kran unterhalb des Grundauslegers in einem
Gehäuse aufgehängt. Dieses Gehäuse verschwenkt zusammen mit dem Wippausleger und dient
vorteilhafterweise gleichzeitig als Ballast für den Ausleger.
[0010] Um die seitliche Verschwenkbarkeit des Wippauslegers zu gewährleisten ist nach einem
weiteren Merkmal der Erfindung jedes Schwenklager auf einem Schlitten abgestützt,
der auf quer zum Fahrzeug seitlich ausschiebbaren Fahrschienen verfahr- oder verschiebbar
ist. Diese Fahrschienen sind während des Transportes des Kranes in entsprechende Führungen
am Fahrgestellrahmen eingeschoben und werden auf der der Last zugewandten Seite des
Kranes ausgefahren, sobald der Kran in seine Arbeitsposition gebracht wird. Die Fahrschienen
können als stabile Doppel-T-Träger gestaltet sein, um eine hohe Biege- und Torsionssteifigkeit
zu erhalten.
[0011] Vorzugsweise sind nach einem weiteren Merkmal der Erfindung die Fahrschienen in prismatischen
Führungen am Fahrwerk abgestützt geführt und an ihren freien Enden mit Abstützelementen
versehen. Die prismatischen Führungen erlauben eine sichere Abstützlagerung der auch
im ausgefahrenen Zustand in den Führungen verbleibenden Fahrschienenenden und somit
die Aufnahme hoher Kippmomente. Die Abstützelemente am freien Ende der Fahrschienen
können im eingefahrenen Transportzustand der Fahrschienen am Fahrzeug verbleiben,
so daß die Rüstzeiten des erfindungsgemäßen Kranes äußerst niedrig sind.
[0012] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß jeweils mindestens
zwei Schienen auf jeder Seite des Fahrzeuges ausfahrbar sind, die im Bereich ihrer
freien Enden durch eine Quertraverse miteinander verbunden sind, an der als Abstützelemente
zwei druckgeregelte Kolben-Zylindereinheiten mit vertikal ausfahrbaren Kolbenstangen
und daran angelenkten Abstützplatten befestigt sind. Die Fahrschienen gegenüberliegender
Fahrzeugseiten sind in einer gemeinsamen Ebene angeordnet, aber in ihrer Längserstreckung
seitlich zueinander versetzt. Die Kolben-Zylindereinheiten zum Abstützen sind konventionell;
neu an der vorliegenden Konstruktion ist die gleichzeitige Verwendung der Fahrschienen
als Ausleger für die Abstützung und als Fahrbahn für den die Schwenklager aufnehmenden
Schlitten.
[0013] Nach der Erfindung ist vorgesehen, die Kolben-Zylindereinheiten kolbenstangenseitig
an einer gemeinsamen Stützplatte anzulenken, die infolge der Anlenkung in der Lage
ist, kleine Schrägstellungen der Stützplatte auszugleichen.
[0014] Vorzugsweise ist jeder Schlitten an den Fahrschienen formschlüssig quer zum Fahrzeug
verschiebbar in Vertikalrichtung geklammert. Obgleich der Wippausleger mit den Schwenklagern
ein sehr hohes Auflagegewicht auf dem Fahrzeug aufweist, wird durch die Verklammerung
des Schlittens dennoch sichergestellt, daß beim Anheben großer Lasten der Schlitten
nicht von den Fahrschienen abgehoben wird, sondern an diesem sauber geführt ist.
[0015] Eine wesentliche Voraussetzung für die ordnungsgemäße und sichere Funktion eines
erfindungsgemäßen Kranfahrzeuges ist die exakte horizontale Ausrichtung des Fahrzeuges
während des Arbeitsbetriebes. Bei Kranen und insbesondere bei schienengebundenen Mobilkranen
sind häufig Schrägstellungen des Fahrzeuges dadurch gegeben, daß die Fahrbahn oder
die Schienen in Kurvenstrecken überhöht sind. In einem solchen Fall muß ein Neigungsausgleich
für das Fahrzeug am Fahrwerk vorgesehen werden, mit dem diejenigen Fahrwerkrahmenteile
in die Horizontale zurückgeführt werden können, auf denen die Schwenklagerung des
Grundauslegers und der Schlitten abgestützt sind. Aus diesem Grund ist nach einem
weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, daß zur Horizontalausrichtung des Fahrzeuges
jedes Fahrwerk mit einem Neigungsausgleich versehen ist, der aus einer allseitig kippgelenkigen
Lagerung jedes die Schwenklagerung des Grundauslegers aufnehmenden Fahrwerkrahmenteiles
gegenüber dem die Radsätze aufnehmenden Fahrwerkrahmenteil besteht, und daß beide
Fahrwerkrahmenteile über Kolben-Zylindereinheiten miteinander verbunden sind.
[0016] Um den Neigungsausgleich konstruktiv günstig zu verwirklichen ist nach einem weiteren
Merkmal der Erfindung vorgesehen, daß das die Schwenklagerung des Grundauslegers aufnehmende
Fahrwerkrahmenteil in Längsrichtung beidseitig, mit senkrecht nach unten ragenden
Zapfen versehen ist, die in unmittelbar über der Schienenebene an dem die Drehkränze
aufnehmende Fahrwerkrahmenteilen angeordneten Widerlagern allseitig gelenkig abgestützt
sind. Auf diese Weise gelingt es, den Schwenkpunkt für den Neigungsausgleich so tief
zu legen, daß er der optimalen Lage in der Schienenebene so nah wie möglich kommt.
[0017] Durch die Erfindung wird ein Kran, insbesondere ein schienengebundener Mobilkran
geschaffen, der sich durch geringes Gewicht bei hohen Traglasten auszeichnet. Dadurch,
daß der über die gesamte Fahrzeuglänge verlaufende Grundrahmen entfällt, läßt sich
der Kran nicht nur viel leichter gestalten, er ist auch konstruktiv einfacher und
damit preisgünstiger in der Herstellung. Die neuartige Abstützung des Kranes in Verbindung
mit dem Schwenkantrieb des Wippauslegers ist relativ einfach und leicht herzustellen.
Die verwendeten Fahrschienen für den Schlitten der Schwenklager benötigen keine Krümmung,
um dem Schwenkradius des Wippauslegers zu folgen, sondern können gerade verlaufen
und sind dadurch in den Bereich des Fahrzeuges einschiebbar und mit dem Fahrzeug zusammen
transportierbar.
[0018] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend
beschrieben. Es zeigt:
- Figur 1
- einen erfindungsgemäßen schienengebundenen Mobilkran in Seitenansicht,
- Figur 2
- den Mobilkran nach Figur 1 in der Draufsicht,
- Figur 3
- eine Seitenansicht des Mobilkrans nach Figuren 1 und 2 im Bereich eines Schwenklagers,
- Figur 4
- die Draufsicht auf die Darstellung nach Figur 3,
- Figur 5
- einen Querschnitt durch den Mobilkran im Bereich des Schwenklagers mit Abstützung,
- Figur 6
- einen Querschnitt durch den Mobilkran im Bereich der Abstützung in Transportstellung,
und
- Figur 7
- einen Querschnitt durch den Mobilkran im Bereich des Neigungsausgleichs.
[0019] In Figur 1 ist mit 1 der schienengebundene Mobilkran bezeichnet, der mit den Starrachslaufwerken
2 auf den Schienen 3 verfahrbar ist. Jeweils vier Radsätze 2 sind zu einem mehrachsigen
Fahrwerk 4 zusammengefaßt, von denen jeweils eines am vorderen und eines am hinteren
Ende des Mobilkrans 1 vorgesehen ist. Jedes dieser Fahrwerke 4 stützt ein mit 5 bezeichnetes
Schwenklager, das seinerseits auf einem Schlitten 6 abgestützt, senkrecht zur Zeichnungsebene
auf starre Fahrschienen 7 verschiebbar ist. Die Schwenklager 5 sind am Grundausleger
8 des Wippauslegers, dessen Schwenkbewegung ermöglichend, befestigt, wobei der Grundausleger
8 die einzige Verbindung zwischen den Fahrwerken 4 herstellt. In dem Grundausleger
8 ist nach beiden Seiten teleskopierbar der Teleskopausleger 9 geführt, der an seinem
auskragenden Ende ein Lastanschlagmittel aufnimmt. Unterhalb des aus dem Grundausleger
herausragenden Teleskopauslegers 9, ist über ein Parallelogrammhebelsystem 10 an jeder
Seite des Mobilkranes 1 eine Fahrerkabine 11 vorgesehen, die über den Parallelogrammhebeln
10 zugeordnete Hydraulikzylinder 12 heb- und senkbar ist. Die Hydraulikzylinder ermöglichen
ein Anheben der Fahrerkabinen 11 zum Absenken des Grundauslegers während des Transports
des Mobilkranes 1. An der unteren Seite des Grundauslegers 8 ist in dessen mittlerem
Bereich das Gehäuse 13 vorgesehen, in dem alle Antriebs- und Versorgungsaggregate
14 für das gesamte Fahrzeug aufgenommen sind. Das Gehäuse 13 ist am Grundausleger
8 aufgehängt und dient gleichzeitig als Ballast für den Wippausleger.
[0020] Die Schwenklager sind gleichzeitig als Kolben-Zylindereinheiten ausgebildet, die
beidseitig des Grundauslegers 8 angeordnet, ein Heben und Senken des Grundauslegers
8 ermöglichen.
[0021] In Figur 2 ist in einer Draufsicht auf den Kran nach Figur zu erkennen, daß im Bereich
der Schwenklager 5 Fahrschienen 15 vorgesehen sind, auf denen das Schwenklager, auf
dem Schlitten 6 abgestützt, verschiebbar ist. Durch Verschieben des einen Schlittens
6 mit dem Schwenklager 5 bei gleichzeitigem Fixieren des jeweils anderen Schlittens
mit dem anderen Schwenklager auf den Fahrschienen wird eine Schrägstellung des Grundauslegers
8 zur Längsachse des Fahrzeuges erreicht, um neben dem Gleis 3 Arbeiten ausführen
zu können.
[0022] In Figur 3 ist dieser Bereich des Schwenklagers 5, in dem der Grundausleger 8 abgestützt
ist, vergrößert dargestellt. Erkennbar ist eine der Kolben-Zylindereinheiten, mit
der das Schwenklager 5 für den Grundausleger 8 gehoben und gesenkt werden kann. Die
Kolbenstange 16 der Kolben-Zylindereinheit ist bei 17 an ein Schlittenoberteil 18
angelenkt, der auf den ausschiebbaren Fahrschienen 19 senkrecht zur Zeichnungsebene
verschiebbar ist. Um die notwendige Abstützbreite des Mobilkranes herbeizuführen,
können die ausschiebbaren Fahrschienen 19 auf der der Last zugewandten Seite des Mobilkranes
aus dem Fahrgestellrahmenteil 27 herausgeschoben werden, wie dies in Figur 4 dargestellt
ist. Die ausschiebbaren Fahrschienen 19 auf beiden Seiten des Mobilkranes 1 sind in
einer gemeinsamen horizontalen Ebene, aber nebeneinander versetzt, angeordnet und
können vollständig in den Umriß 26 des Mobilkranes eingeschoben werden. An den freien
Enden der ausschiebbaren Fahrschienen 19 sind über eine Traverse 21 verbunden zwei
vertikal wirkende Kolben-Zylindereinheiten 22 befestigt, die an ihren kolbenstangeseitigen
Enden die beiden Kolben-Zylindereinheiten 22 gemeinsame Stützplatte 23 tragen.
[0023] Wie in Figur 5 besser zu erkennen, werden die Fahrschienen 19 über Kolben-Zylindereinheit
24 ein- und ausgefahren; die Stützplatte 23 ist in der angehobenen Stellung zum Transport
verriegelbar. In der dargestellten abgestützten Stellung kann das Schlittenunterteil
20 des Schwenklagers 5 über auf den ausschiebbaren Fahrschienen 19 geführte Rollen
25 bewegt werden, wobei sich der Grundausleger 8 mit dem den Wippausleger bildenden
Teleskopteil 9 quer zur Fahrzeuglängsachse einstellt, wenn das Schwenklager am anderen
Ende des Grundauslegers 8 in seiner Position verbleibt.
[0024] In Figur 6 ist im Querschnitt erkennbar die gesamte Abstützung innerhalb des Lichtraumprofils
26 des Kranfahrzeuges eingefahren.
[0025] Fig. 7 zeigt, wie der Neigungsausgleich des Mobilkranes herbeigeführt wird. Zu diesem
Zweck ist der die Schwenklagerung des Grundauslegers 8 aufnehmende Fahrwerkrahmenteil
27 mit dem die Radsätze aufnehmenden Fahrwerkrahmenteil 28 über die Kolben-Zylindereinheiten
29 verbunden. Der erstgenannte Rahmenteil 27 ist, wie in Figur 3 ersichtlich, an seinen
beiden Enden mit nach unten ragenden,gekröpften Zapfen 30 versehen, die in einem unmittelbar
oberhalb der Ebene der Gleise 3 angeordneten dreidimensionalen Widerlager 31 abgestützt
sind. Vor Betätigung des Neigungsausgleichs wird mittels Hydraulikzylinder 33 (Fig.
3) ein im Fahrwerkrahmenteil 27 gelagerter Riegel 34 aus dem Fahrwerkrahmen 28 gezogen
und damit die Arretierung der Fahrposition gelöst. Durch Betätigen der Kolben-Zylindereinheiten
29 im gegenläufigen Sinn kann das Fahrwerkrahmenteil 27 gegenüber dem Fahrwerkrahmenteil
28 quer zur Fahrzeuglängsrichtung geneigt werden, so daß bei schräg auf den Schienen
3 aufliegenden Starrachslaufwerken 2 ein horizontales Ausrichten des die Schwenklagerung
des Grundauslegers aufnehmenden Fahrwerkrahmenteiles 27 ermöglicht wird. Auf diese
Weise können die ausschiebbaren Fahrschienen 19 mit der gesamten Abstützung auch bei
Schrägstellung der Fahrgestelle horizontal bleiben, wobei der tiefliegende Widerlagerpunkt
des Zapfens 30 als besonders günstig hervorzuheben ist.
[0026] Wie am besten in Figur 3 erkennbar, ist jeder Schlitten 18 über Nutverbindungen 32
an den Fahrschienen 7 und 19 geklammert, um ein vertikales Abheben des Schlittens
18 von den Fahrschienen 7 und 19 auch dann zu verhindern, wenn durch große Lasten
ein Kippmoment auf den Schlitten 18 wirkt.
1. Kran, insbesondere schienengebundener Mobilkran mit einem beidseitig teleskopierbaren
Wippausleger, der mit seinem im Bereich seiner Enden jeweils auf einem heb- und senkbaren
Schwenklager am Fahrzeug abgestützten Grundausleger auf- und abschwenkbar sowie heb-
und senkbar ist und der im Bereich der Schwenklager um vertikale Achsen verschwenkbar
ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Schwenklager (5) an einem von zwei separaten mehrachsigen Fahrwerken (4)
quer zur Längsachse des Mobilkranes (1) verschiebbar abgestützt ist und beide Fahrwerke
(4) über den mit den Schwenklagern (5) verbunden Grundausleger (8) des Wippauslegers
miteinander gekoppelt sind.
2. Kran, insbesondere schienengebundener Mobilkran nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebs- und Versorgungsaggregate (14) des Mobilkranes (1) in einem dafür
vorgesehenen Gehäuse (13) angeordnet sind, das an der Unterseite des Grundauslegers
(8) zwischen den Fahrgestellen (4) aufgehängt ist.
3. Kran, insbesondere schienengebundener Mobilkran nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Schwenklager (5) auf einem Schlitten (20) abgestützt ist, der auf quer zum
Fahrzeug seitlich ausschiebbaren Fahrschienen (19) verfahr- oder verschiebbar ist.
4. Kran, insbesondere schienengebundener Mobilkran nach Anspruch 1 und 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fahrschienen (19) in prismatischen Führungen am Fahrwerk (4) abgestützt geführt
sind und an ihren freien Enden mit Abstützelementen (22,23) versehen sind.
5. Kran, insbesondere schienengebundener Mobilkran nach Anspruch 1, 3 und 4
dadurch gekennzeichnet,
daß jeweils mindestens zwei Fahrschienen (19) auf jeder Seite des Fahrzeuges ausfahrbar
sind, die im Bereich ihrer freien Enden durch eine Quertraverse (21) miteinander verbunden
sind, an der als Abstützelemente zwei druckgeregelte Kolben-Zylindereinheiten (22)
mit vertikal ausfahrbaren Kolbenstangen und daran angelenkten Abstützplatten (23)
befestigt sind.
6. Kran, insbesondere schienengebundener Mobilkran nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kolben-Zylindereinheiten (22) kolbenstangenseitig an einer gemeinsamen Abstützplatte
(23) angelenkt sind.
7. Kran, insbesondere schienengebundener Mobilkran nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Schlitten (20) an den Fahrschienen (19) formschlüssig quer zum Fahrzeug
verschiebbar in Vertikalrichtung geklammert (32) ist.
8. Kran, insbesondere schienengebundener Mobilkran nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Horizontalausrichtung des Fahrzeuges jedes Fahrwerk (4) mit einem Neigungsausgleich
versehen ist, der aus einer allseitig kippgelenkigen Lagerung (Widerlager 31) jedes
die Schwenklagerung (5) des Grundauslegers (8) aufnehmenden Fahrwerkrahmenteiles (27)
gegenüber dem die (2) aufnehmenden Fahrwerkrahmenteil (28) besteht, und daß beide
Fahrwerkrahmenteile (27,28) über Kolben-Zylindereinheiten (29) miteinander verbunden
sind.
9. Kran, insbesondere schienengebundener Mobilkran nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die die Schwenklagerung (5) des Grundauslegers (8) aufnehmenden Fahrgestellrahmenteile
(27) in Längsrichtung beidseitig mit senkrecht nach unten ragenden Zapfen (30) versehen
sind, die in unmittelbar über der Schienenebene an den die Radsätze (2) aufnehmenden
Fahrgestellrahmenteilen (28) angeordneten Widerlagern (31) gelenkig abgestützt sind.