[0001] Die Erfindung betrifft ein profiliertes Walzgut, insbesondere Fahr- oder Eisenbahnschiene,
aus einer Eisenbasislegierung enthaltend Kohlenstoff, Silizium, Mangan, gegebenenfalls
Chrom, sonderkarbidbildende sowie das Umwandlungsverhalten des Werkstoffes beeinflussende
Elemente undloder Mikrolegierungszusätze, Rest Eisen und herstellungsbedingte sowie
übliche Verunreinigungen, mit über den Querschnitt zumindest teilweise durch beschleunigte
Abkühlung aus dem Austenitgebiet der Legierung gebildeter Gefügestruktur.
[0002] Weiters umfaßt die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von profiliertem Walzgut,
insbesondere von Fahr- oder Eisenbahnschienen, aus einer Eisenbasislegierung mit über
den Querschnitt zumindest teilweise durch beschleunigte Abkühlung aus dem Austenitgebiet
der Legierung gebildeter Gefügestruktur, wobei zumindest Teile der Oberfläche des
Walzgutes mit Kühlmittel beaufschlagt oder in dieses eingebracht werden.
[0003] Walzgut kann als Bauteil entsprechend der jeweiligen Verwendung verschiedenartig
belastet sein, wobei auf Grund der allgemeinen Materialeigenschaften im wesentlichen
die höchste Einzelbeanspruchung die Dimensionierung des Teiles fordert und/oder dessen
Haltbarkeit bestimmt. Technisch und auch wirtschaftlich kann es dafür von Vorteil
sein, wenn das Eigenschaftsprofil des Bauteiles an die Anforderungen an diesen angepaßt
ist bzw., wenn entsprechend den ausgeprägten Einzelbelastungen an den Teil dieser
spezifisch besonders hohe Werkstoffkennwerte aufweist.
[0004] Am Beispiel von Fahr- oder Eisenbahnschienen kann eine vielschichtige Materialbelastung
deutlich erkannt werden. Für den schienengebundenen Verkehr sollen die Schienen einerseits
einen hohen Verschleißwiderstand im Kopfbereich bzw. an der die Räder tragenden Oberfläche
haben und andererseits, der Biegebeanspruchung im Gleis wegen, hohe Zähigkeit, Festigkeit
und Bruchsicherheit im übrigen Querschnittsbereich aufweisen.
[0005] Um die Gebrauchseigenschaften der Schienen bei steigendem Verkehrsaufkommen und immer
größeren Achslasten zu verbessem, wurden eine Vielzahl von Vorschlägen gemacht, deren
Kopfhärte zu erhöhen.
[0006] Aus der AT- 399346 -B ist zur Erfüllung dieser Erfordernisse ein Verfahren bekannt,
bei welchem der Schienenkopf aus dem Austenitgebiet der Legierung in einem einen synthetischen
Kühlmittelzusatz aufweisenden Kühlmittel bis zu einer Oberflächentemperatur zwischen
450°C und 550°C eingetaucht und anschließend ausgebracht wird, wodurch im Kopfbereich
ein feinperlitisches Gefüge mit erhöhter Materialhärte gebildet wird. Zur Durchführung
des Verfahrens ist gemäß EP 441166-A eine Vorrichtung offenbart, die auf einfache
Weise ein Eintauchen des Schienenkopfes in ein eine Kühlflüssigkeit beinhaltendes
Tauchbecken ermöglicht.
[0007] Ein weiteres Verfahren zur Ausbildung einer stabilen Perlitstruktur in Schienen ist
aus der EP-186373 -B1 bekannt geworden, bei welchem Verfahren im wesentlichen eine
Düsenanordnung für ein Kühlmittel zur beschleunigten Abkühlung der Schiene verwendet
und der Abstand zwischen Düsenanordnung und Schienenkopf in Abhängigkeit von dem für
den Schienenkopf zu erzielenden Härtewert und dem Kohlenstoffäquivalent des Stahles
eingestellt wird.
[0008] Ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zur Wärmebehandlung
von profiliertem Walzgut, insbesondere von Schienen, ist der EP-693562-A zu entnehmen,
wobei insbesondere im Schienenkopf ein feinperlitisches Gefüge mit erhöhter Härte
und Abriebfertigkeit gebildet wird. Ein weiteres Verfahren zur Erstellung einer feinperlitischen
Gefügeausbildung im Kopfbereich der Schiene ist in der EP-293002 offenbart. Dabei
wird der Schienenkopf durch Heißwasserstrahlen bis 420 °C abgekühlt und anschließend
mittels eines Luftstromes behandelt.
[0009] Aus der EP -358362-A ist ein Verfahren bekannt geworden, bei welchem der Schienenkopf
aus dem Austenitgebiet der Legierung mit hoher Intensität und der Maßgabe abgekühlt
wird, daß die Oberflächentemperatur über dem Martensitpunkt verbleibt. Nach einem
Erreichen einer gewählten Temperatur erfolgt eine Begrenzung der Kühlwirkung, so daß
eine vollständige isotherme Umwandlung in der unteren Perlitstufe und zwar Austenit-
feiner Perlit abläuft. Entsprechend der chemischen Zusammensetzung des Stahles soll
diese Gefügeänderung ohne Bainitbildung erfolgen.
[0010] Eine Schiene mit hoher Verschleißfestigkeit am Kopf und hoher Bruchsicherheit im
Fuß wird gemäß EP-136613-A bzw. DE- 33 36 006-A durch ein Verfahren erreicht, bei
welchem die Schiene nach dem Walzen und Abkühlen an Luft bei 810 bis 890 °C austenitisiert
und anschließend beschleunigt abgekühlt wird. Dabei erfolgt die Abkühlung derart,
daß im Bereich des Kopfes ein feinperlitisches Gefüge und im Bereich des Fußes ein
martensitisches Gefüge entsteht, das anschließend angelassen wird.
[0011] Um nun ein Walzgut mit vorteilhaften mechanischen Eigenschaften, vorzugsweise eine
Fahr- oder Eisenbahnschiene mit hoher Abriebfestigkeit , insbesondere des Kopfes,
und hoher Zähigkeit der übrigen Bereiche zu erreichen, ist gemäß dem Stand der Technik
im Werkstoff eine feinperlitische Gefügestruktur einzustellen und ein Zwischenstufengefüge
bzw. Bainitgefüge, gegebenenfalls mit Martensitanteilen, zu vermeiden.
[0012] Vorgesagtes ist auch wissenschaftlich begründbar, weil bei der Perlitumwandlung,
bei welcher eine Diffusion der Atome erfolgt, mit sinkender Temperatur die Keimbildungsgeschwindigkeit
für die lamellaren Phasen Karbid und Ferrit zunimmt, wodurch das Gefüge zunehmend
feiner und dadurch bei hoher Zähigkeit härter sowie abriebfester wird. Die Perlitbildung
erfolgt also über Keimbildung und Wachstum, die durch das Ausmaß der Unterkühlung
und die Diffusionsgeschwindigkeit, insbesondere der Kohlenstoff- und Eisenatome, bestimmt
werden.
[0013] Wird die Abkühlungsgeschwindigkeit weiter erhöht bzw. die Umwandlungstemperatur weiter
gesenkt, erfolgt eine Umwandlung von kohlenstoffhältigen niedriglegierten Eisenbasiswerkstoffen
in das Zwischenstufengefüge. Obwohl eine strenge wissenschaftliche Klärung noch aussteht,
wird vielfach angenommen, daß bei einer Zwischenstufen- oder Bainitumwandlung die
Grundgitteratome eingefroren sind und die Gefügestrukturänderung durch ein Umklappen
des Gitters erfolgt, wobei jedoch die Kohlenstoffatome noch diffundieren können und
in der Folge Karbide bilden. Eine unmittelbar unter dem Temperaturgebiet der Umwandlung
zu feinem lamellaren Perlit, also bei der Zwischenstufenumwandlung gebildeten Gefügestruktur
weist eine wesentlich gröbere Form auf. Auch die entstandenen Karbide sind deutlich
größer ausgebildet, zwischen den Ferritlamellen angeordnet, verschlechtern wesentlich
die Materialzähigkeit und begünstigen die Materialermüdung sowie erhöhen die Bruchgefahr
des Teiles insbesondere bei stoßartigen Belastungen. Aus diesem Grund sollen Schienen
keine Bainitanteile im Gefüge aufweisen.
[0014] Ein karbidfreier bainitischer Stahl mit hoher Abriebfestigkeit und verbesserter Kontaktermüdungsbeständigkeit
ist aus der WO 96/22396 bekannt geworden. Mittels hoher Silizium und/oder Aluminiumgehalte
von 1,0 bis 3,0 Gew.-% in einem niedriglegierten- 0,05 bis 0,5 Gew.-% Kohlenstoff
sowie 0,5 bis 2,5 Gew.-% Mangan und 0,25 bis 2,5 Gew.-% Chrom aufweisenden Stahl soll
im Walzgut durch kontinuierliches Abkühlen von der Walztemperatur eine im wesentlichen
karbidfreie Mikrostruktur des Typs " Oberer Bainit", das ist ein Mischgefüge aus bainitischem
Ferrit, Restaustenit und hochkohlenstoffhältigem Martensit, eingestellt werden. Bei
tiefen Temperaturen und/oder bei mechanischen Beanspruchungen können jedoch zumindest
Teile des Restaustenits im Gefüge unter Bildung von Martensit und/oder einem sogenannten
Verfomungsmartensit umklappen, wodurch an den Phasengrenzen die Rißinitiationsgefahr
erhöht ist.
[0015] Ein Steigen des Verkehrsaufkommens auf den Bahnstrecken sowie höhere Achslasten und
Zugsgeschwindigkeiten fordern allgemein höhere Materialgüten und sollten auch durch
bessere Gebrauchseigenschaften von Schienen erreicht werden.
[0016] Dem bisher bekannten Walzgut aus niedrig legierten Eisenbasiswerkstoffen sowie den
Verfahren, insbesondere Wärmebehandlungsverfahren, zur Herstellung desselben mit verbesserten
Gebrauchseigenschaften liegt allgemein der Nachteil zugrunde, daß dem Stand der Technik
gemäß eine weitere Erhöhung der Abriebfestigkeit und Zähigkeit des Werkstoffes nur
durch teure legierungstechnische Maßnahmen erreicht werden kann.
[0017] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen und setzt sich zum Ziel, ein profiliertes
Walzgut, insbesondere eine Schiene, mit einer optimalen Kombination von hoher Abriebfestigkeit
bzw. hohem Verschleißwiderstand bei erhöhter Zähigkeit und Materialhärte sowie Beständigkeit
gegen Kontaktermüdung anzugeben.
[0018] Femer ist es Aufgabe der Erfindung, ein neues Verfahren zu schaffen, mit welchem
die Gebrauchseigenschaften von profiliertem Walzgut bei wirtschaftlichem Legierungseinsatz
verbessert werden.
[0019] Dieses Ziel wird bei einem gattungsgemäßen Gegenstand der eingangs genannten Art
dadurch erreicht, daß die Eisenbasislegierung eine Konzentration der Elemente in Gew.-%
Silizium MAX 0,93, vorzugsweise 0,21 bis 0,69
Aluminium MAX 0,06 , vorzugsweise unter 0,03 und
Silizium plus Aluminium unter 0,99 aufweist und daß zumindest in Teilbereichen des
Walzgutquerschnittes über dessen Längserstreckung eine Gefügeausbildung mit einer
Struktur, die bei der im wesentlichen isothermen Gefügeumwandlung vom Austenit im
Bereich der unteren Zwischenstufe bzw. der unteren Bainitstufe gebildet wird, vorliegt.
[0020] Die mit der Erfindung erreichten Vorteile liegen insbesondere darin, daß, wie gefunden
wurde, ein Walzgut mit einer Gefügeausbildung entsprechend einer Umwandlung in der
unteren Zwischenstufe wesentlich verbesserte mechanische Eigenschaften aufweist. Voraussetzung
dafür sind nach oben streng begrenzte Silizium-und/oder Aluminiumgehalte des Werkstoffes.
Höhere Silizium-und/oder Aluminiumkonzentrationen wirken in niedrig legierten Eisenbasiswerkstoffen
abschnürend auf das Gammagebiet im Zustand des Stoffsystems, so daß eine weitgehend
vollständige Umwandlung des Gefüges von Austenit im Bereich der unteren Zwischenstufe
nur bei Gehalten an Silizium in Gew.-% von MAX 0,93 und Aluminium von MAX 0,06 sowie
Silizium plus Aluminium unter 0,99 ermöglicht wird. Die überraschend große Verbesserung
der Materialeigenschaften zwischen oberer und unterer Zwischenstufengefügestruktur
ist derzeit noch nicht ausreichend erklärbar und wird von einem Teil der Fachwelt
wissenschaftlich damit begründet, daß im oberen Temperaturbereich der Zwischenstufenumwandlung,
in welcher zwar eine Selbstdiffusion der Gitteratome eingefroren ist, der Kohlenstoff
noch leicht diffundieren kann. Dies bewirkt grobe, lichtmikroskopisch sichtbaren Karbidausscheidungen,
die zwischen den Ferritnadeln liegen, was in der Folge zu einer nachteiligen Beeinflussung
der Werkstoffeigenschaften führt. Im Temperaturbereich der unteren Zwischenstufenumwandlung
erscheint hingegen die Kohlenstoffdiffusion weitgehend verringert bzw. ebenfalls weitgegend
eingefroren, wodurch die Karbide in den Nadeln des Zwischenstufenferrits gebildet
und so fein verteilt vorliegen, daß sie lichtmikroskopisch nicht mehr feststellbar,
sondem nur noch elekronenmikroskopisch zu erkennen sind. Diese vorteilhafte Karbidausbildung
und Karbidverteilung im Gefüge der unteren Zwischenstufe führt offensichtlich zu einer
wesentlichen Verbesserung der Härte und Festigkeit, der Zähigkeit, der Bruchsicherheit,
der Abriebfestigkeit und des Verschleißwiderstandes sowie zu einer hohen Kontaktermüdungsbeständigkeit
des Walzgutes.
[0021] Besonders vorteilhafte Walzguteigenschaften weden erreicht, wenn die Eisenbasislegierung
im wesentlichen die Elemente in Gew.-%Kohlenstoff 0,41 bis 1,3, vorzugsweise 0,51
bis 0,98
Mangan 0,31 bis 2,55, vorzugsweise 0,91 bis 1,95
Eisen als Rest, aufweist.
Die mechanischen Eigenschaftswerte des Walzgutes können weiter gesteigert bzw. verbessert
werden, wenn die Eisenbasislegierung weiters die Elemente in Gew.-% Chrom 0,21 bis
2,45, vorzugsweise 0,38 bis 1,95
gegebenenfalls
Molybdän bis 0,88, vorzugsweise bis 0,49
Wolfram bis 1,69, vorzugsweise bis 0,95
Vanadin bis 0,39, vorzugsweise bis 0,19, weiters
Niob undloder Tantal und/oder Zirkon und/oder Hafnium undloder Titan einzeln
oder in Summe bis 0,28 , vorzugsweise bis 0,19, sowie
Nickel bis 2,4, vorzugsweise bis 0,95
Bor bis 0,006, vorzugsweise 0,004
aufweist.
Um eine weitgehend vollständige Umwandlung in der unteren Bainitstufe der Legierung
bei Vermeidung von Mischgefügen zu erreichen, kann in günstiger Weise vorgesehen sein,
daß die Eisenbasislegierung die Elemente Silizium, Aluminium und Kohlenstoff in derartigen
Konzentrationen aufweist, daß der Wert gebildet aus 2,75mal % Silizium
und/oder Aluminium minus % Kohlenstoff gleich oder kleiner ist als 2,2. Durch diese
Begrenzung bzw. Relation werden in vorteilhafter Weise die stark ferritbildenden Elemente,
Si und Al, und das wirkungsvoll austenitbildende Element C umwandlungskinetisch einander
zugeordnet bzw. aufeinander abgestimmt.
[0022] Wenn ein profiliertes Walzgut, insbesondere Eisenbahnschiene, bestehend aus einem
Schienenkopf, einem Schienenfuß und einem diese Bereiche verbindenden Steg, bei welchem
zumindest in einem Bereich des Querschnittes, insbesondere im Kopf der Schiene, die
in der unteren Zwischenstufe bzw. im unteren Bainitbereich gebildete Gefügestruktur
eine Tiefe von mindestens 10 mm, vorzugsweise von mindestens 15 mm, von der Oberfläche
aufweist, können auch besonders hoch belastete Oberflächenbereiche überragende Standfestigkeiten
erbringen.
[0023] Ein profiliertes Walzgut, insbesondere Eisenbahnschiene, bei welchem die Querschnittsbereiche
mit einer unteren Zwischenstufen- oder unteren bainitischen Gefügestruktur axsymmetrisch
oder zentrisch-symmetrisch angeordnet sind, besitzt zusätzlich die Vorteile einer
hohen Formstabilität in Längsrichtung und geringerer innerer Spannungen.
[0024] Besonders vorteilhaft betreffend die Gebrauchseigenschaften ist, wenn das profilierte
Walzgut im bzw. in den Bereich(en) mit unterer Zwischenstufen-oder unterer Bainitstruktur
eine Härte von mindestens 350 HB, vorzugsweise von mindestens 400 HB, insbesondere
von 420 bis 600 HB, aufweist.
[0025] Die weitere Aufgabe der Erfindung wird bei einem Verfahren der vorhin genannten Art
dadurch gelöst, daß die Zusammensetzung der Legierung in engen Grenzen ausgewählt
deren Umwandlungsverhalten bei der Abkühlung aus dem Gebiet der kubisch flächenzentrierten
Atomstruktur bzw. aus dem Austenitgebiet ermittelt und aus der ausgewählten Legierung
das Walzgut hergestellt werden, wonach in Längsrichtung zumindest Teile des Querschnittes
des Walzgutes aus dem Austenitgebiet auf eine Temperatur zwischen dem Martensitpunkt
der Legierung und einem diesen um höchstens 250 °C, vorzugsweise um höchstens 190
°C, überschreitenden Wert, insbesondere auf eine Temperatur im Bereich von 5° C bis
110 ° C über dem Martensitpunkt abgekühlt werden und das Gefüge im wesentlichen isotherm
umwandeln gelassen wird.
[0026] Die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erzielten Vorteile sind im wesentlichen darin
zu sehen, daß eine genaue Hestell- und Qualitätsplanung für das profilierte Walzgut
erstellt werden kann, wobei dessen mechanische Eigenschaften wesentliche verbessert
sind. Einerseits kann dabei eine kostengünstige chemische Legierungszusammensetzung,
die allenfalls das erforderliche Eigenschaftsprofil des Erzeugnisses sicherstellt,
ausgewählt werden, andererseits ist es möglich, eine genaue umfassende Erzeugungs-
und Wärmebehandlungstechnologie vorzuschreiben bzw. anzuwenden. Dies ist wichtig,
weil die Umwandlungsvorgänge beim Abkühlen aus dem Austenitgebiet der Legierung nicht
nur von der Zusammensetzung derselben sondem auch von der Höhe der Endwalz- und/oder
Austenitisierungstemperatur, vom Keimzustand sowie der Keimbildungsgeschwindigkeit
für Phasen bzw. dem Umklappmechanismus abhängen. Unter Zugrundelegung des jeweiligen
Umwandlungsverhaltens bzw. der Martensitstarttemperatur des Werkstoffes für einen
in der praktischen Erzeugung gegebenen oder einstellbaren Zustand, ist dabei die erfindungsgemäße
Umwandlungstemperaturführung festlegbar.
[0027] Besonders vorteilhafte Materialeigenschaften werden erreicht, wenn die Umwandlung
des Gefüges im wesentlichen isotherm in einem Temperaturbereich von höchstens PLUS-MINUS
110 °C, vorzugsweise von höchstens PLUS-MINUS 60 °C, erfolgt. Daraus ergibt sich für
die meisten Stähle, die für hochbelastbare Walzprodukte, insbesondere für Eisenbahnschienen,
verwendet werden, eine Umwandlungstemperatur von höchstens 450°C, vorzugsweise von
höchstens 400°C, insbesondere von 300 bis 380°C, um ein erfindungsgemäßes Gefüge der
unteren Zwischenstufe einzustellen.
[0028] Wenn, wie vorteilhaft vorgesehen sein kann, zumindest ein Teil des Querschnittes
des profilierten Walzgutes mit erhöhter Massekonzentration einer beschleunigten Abkühlung
unterworfen wird, ist eine günstige gleichmäßige Abkühlung bezogen auf die Längsaxe
des Walzgutes erreichbar.
[0029] Die Gleichmäßigkeit der Abkühlung über den Querschnitt kann weiter, insbesondere
bei Schienenprofilen, verbessert werden, wenn das Walzgut in einem ersten Schritt
in eine Kühlflüssigkeit vollumfangsmäßig getaucht, nach einem Erreichen einer Temperatur
eines Oberflächenbereiches von mindestens 2°C, insbesondere jedoch etwa 160°C über
dem Martensitpunkt der Legierung aus dem Kühlmittel zumindest teilweise ausgebracht
und in einem zweiten Schritt ausschließlich der Bereich mit hoher Massekonzentration
gegebenenfalls zeitweise im Tauchbad belassen oder in dieses zeitweise eingebracht
wird.
[0030] Wird die Abkühlung des Walzgutes durch eine auf die Massekonzentration des Profils
abgestimmte Kühlmittelbeaufschlagung der Oberfläche durchgeführt, so kann die Wärmebehandlungstechnologie
für die üblichen legierten Schienenstähle derart festgelegt werden, daß eine Gefügeumwandlung
im Bereich der unteren Zwischenstufe über im wesentlichen den gesamten Querschnitt
erfolgt.
[0031] Insbesondere im Hinblick auf eine gleichmäßige Kühlmittelbeaufschlagung sowie eine
Verschiebung des Umwandlungsbeginnes der Legierung zu längeren Zeiten ist es bevorzugt,
wenn das Walzgut unmittelbar nach der Verformung unter Ausnutzung der Walzhitze achsfluchtend
gerichtet und einem durch Umwandlung in der unteren Zwischenstufe des Werkstoffes
besondere Materialeigenschaften über den Querschnitt erstellenden Abkühlverfahren
zugeführt wird.
[0032] Besonders vorteilhaft ist das erfindungsgemäße Verfahren anwendbar, wenn Eisenbahnschienen,
insbesondere für Hochleistungsstrecken, mit hoher Abriebfestigkeit bzw. hoher Verschleißfestigkeit,
hoher Zähigkeit und geringer Kontaktermüdung bei großer spezifischer Belastung hergestellt
werden, wobei nach dem Walzen und zumindest teilweisem thermischem Einstellen eines
Gefüges der unteren Zwischenstufe ein anschließendes Richtverfahren, insbesondere
Biegerichtverfahren bei Raumtemperatur oder geringfügig erhöhter Temperatur, zur Erhaltung
der besonderen Materialeigenschaften bei stabiler Ausrichtung der Schiene durchgeführt
wird.
[0033] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Untersuchungsergebnissen der Entwicklung
und Ausführungsbeispielen näher dargelegt.
Ein Walzgut mit im wesentlichen H-förmigem Profil sollte mit einer Harte zwischen
550 und 600 HV und höchstmöglicher Zähigkeit hergestellt werden. Dafür erfolgte die
Auswahl einer Eisenbasislegierung, die mit folgender Zusammensetzung in Gew.-% untersucht
und hergestellt wurde:
C = 1,05, Si = 0,28, Mn = 0,35, Cr = 1,55, Rest Eisen und Verunreinigungen. Mittels
Dilatometererprobung erfolgte die Erstellung von einerseits kontinuierlichen Zeit-Temperatur-Umwandlungs-Schaubildem
( kont. ZTU-Schaubildem) bei Austenitisierungstemperaturen von 860°C ( Fig. 1); 950°C;
und 1050°C ( Fig. 2) sowie andererseits von isothermischen ZTU- Schaubildem bei einer
Austenitisierung von wiederum 860°C ( Fig. 3); 950°C; und 1050 °C ( Fig. 4) der Legierung.
Die Schaubilder decken sich mit denjenigen, die für diese Stahltyp aus der Literatur
bekannt sind.
[0034] An Proben, die von einer Austenitisierungstempemtur von 860°C ( Fig. 1) beschleunigt
abgekühlt wurden, war ein Erreichen der geforderten Materialhärte ( Zahlenwert im
Kreis) von 530 - 600 HV durch entsprechendes Abkühlen nur schwer möglich, wobei das
Gefüge als Mischgefüge mit im wesentlichen oberer Zwischenstufe, unterer Zwischenstufe
und Martensit vorlag und der Werkstoff schlechte Zähigkeitswerte besaß.
[0035] Durch eine Erhöhung der Austenitisierungstemperatur letztlich auf 1050°C ( Fig. 2)
wurde die Zwischenstufenumwandlung weitestgehend unterbunden, so daß das Gefüge bei
kontinuierlicher Abkühlung im gewünschten Härtebereich aus Perlit und Martensit gebildet
war und ebenfalls nicht die erwarteten hohen Zähigkeitswerte des Werkstoffes erbrachte.
[0036] Proben der vorher genannten Legierung, die von einer Temperatur von 860°C ( Fig.
3) beschleunigt abgekühlt und erfindungsgemäß zwischen 350 °C und 300°C ( siehe Pfeil),
also 155°C bzw. 105°C oberhalb des Martensitpunktes, umwandeln gelassen wurden, erbrachten
reproduzierbar eine Materialhärte von 550 bis 600 HV, ein homogenes Gefüge der unteren
Zwischenstufe sowie wesentlich erhöhte Werkstoffzähigkeitswerte.
[0037] Es wurde weiters festgestellt, daß mit steigender Austenitisierungstemperatur die
Bereiche der Perlitumwandlung und insbesondere jene der Zwischenstufenumwandlung zu
längeren Zeiten verschoben werden, so daß eine erfindungsgemäße isotherme Umwandlung
im unteren Zwischenstufenbereich, die eine Materialhärte von 550 bis 600 HV erbringt,
zwischen 330 °C und 280°C ( siehe Pfeil) 20 bis 340 Minuten erfordert und außerordentlich
hohe Materialzähigkeitswerte bewirkt.
[0038] Aus obigen Untersuchungen ist deutlich entnehmbar, daß eine erfindungsgemäße isotherme
Umwandlung von Walzgut, vorzugsweise von Schienen, im Bereich der unteren Zwischenstufe
der Legierung einerseits hohe Materialhärte bei großer Zähigkeit erbringt und daß
andererseits durch eine entsprechende Wärmeführung bzw. Temperaturwahl die Herstellbedingungen
bzw. die erforderlichen Zeitspannen beim Materialfluß für ein sicheres Erreichen besonderer
Gütewerte des Erzeugnisses berücksichtigt werden können.
[0039] Weiters wurden aus einem Stahl mit der Zusammensetzung in Gew.-% C=0,30, Si=0,30,
Mn=1,08, Cr=1,11, Ni=0,04 Mo= 0,09, V=0,15, Al =0,016 Rest Eisen und Begleitelemente
Eisenbahnschienen hergestellt, wobei eine Walzendtemperatur der Oberfläche von im
Mittel 1045°C vorlag. Nach dem Walzen erfolgte ein genaues längsaxfluchtendes Richten
des Walzgutes und ein Verbringen der Schiene zu einer Kühleinrichtung. In dieser Kühleinrichtung
wurde in einer ersten Stufe eine vollumfängliche Kühlung der Schiene mit hoher Intensität
so lange vorgenommen, bis Teile- dies waren die peripheren Bereiche am Schienenfuß-
eine Oberflächentemperatur von 290°C aufwiesen. Danach erfolgte in diesen Bereichen
ein Absetzen der hohen Kühlintensität bzw. eine Abschaltung der Kühlmittelbeaufschlagung.
Darauf wurde in einer zweiten Stufe des Verfahrens nur in den Bereichen hoher Volumskonzentration
und vergleichsweise höherer Temperatur, dies ist insbesondere der Schienenkopf, die
intensive Kühlung bzw. eine beschleunigte Abkühlung so lange weitergeführt, bis deren
Oberflächentemperatur ebenfalls 290°C aufwies. Diese Abkühlungsart erfordert gegebenenfalls
eine intermittierende Kühlung bzw. eine Intervallkühlung oder eine Intensitätsregelung
der Kühlmittelbeaufschlagung zumindest für Bereiche der Querschnittsoberfläche.
[0040] In einer dritten Stufe wurde dann die so abgekühlte Schiene in einen Ofen bzw. eine
Warmhaltekammer mit einer Temperatur im Bereich von 340°C verbracht, umwandeln gelassen
und in der Folge auf Raumtemperatur abgekühlt.
[0041] An dieser Stelle sei vermerkt, daß mittels Voruntersuchungen isotherme ZTU-Schaubilder
jeweils in Abhängigkeit von derAustenitisierungstemperatur von 850°C ( Fig. 5) sowie
von 1050°C (Fig.6) und jeweils der Martensitpunkt obiger Legierung, der 300°C bzw.
260°C betrug, ermittelt wurden. Zufolge dieser Ergebnisse war die Kühltechnologie
und die Umwandlungstemperatur mit 340°C festgelegt worden.
Nachfolgende Materialuntersuchungen erbrachten folgende Ergebnisse:
Über den gesamten Querschnitt lag ein Gefüge mit einer Struktur der unteren Zwischenstufe
bzw. Bainitstufe vor.
Die Härte am Schienenkopf betrug 475 HB und war über den gesamten Schienenquerschnitt
nur geringfügig unterschiedlich.
Die Werkstoffzähigkeit, gemessen an Kerbschlagproben, war ebenfalls wesentlich verbessert.
Die Rißbruchzähigkeitsuntersuchung erbrachte Werte Klc von über 2300 N/mm3/2.
1. Profiliertes Walzgut, insbesondere Fahr- oder Eisenbahnschiene, aus einer Eisenbasislegierung
enthaltend Kohlenstoff Silizium, Mangan, gegebenenfalls Chrom, sonderkarbidbildende
sowie das Umwandlungsverhalten des Werkstoffes beeinflussende Elemente und/oder Mikrolegierungszusätze,
Rest Eisen und herstellungsbedingte sowie übliche Verunreinigungen, mit über den Querschnitt
zumindest teilweise durch beschleunigte Abkühlung aus dem Austenitgebiet der Legierung
gebildeter Gefügestruktur, dadurch gekennzeichnet, daß die
Eisenbasislegierung eine Konzentration der Elemente in Gew.-%
Silizium MAX 0,93, vorzugsweise 0,21 bis 0,69
Aluminium MAX 0,06, vorzugsweise unter 0,03 und
Silizium plus Aluminium unter 0,99 aufweist und daß
zumindest in Teilbereichen des Walzgutquerschnittes über dessen
Längserstreckung eine Gefügeausbildung mit einer Struktur, die bei der im wesentlichen
isothermer Gefügeumwandlung vom Austenit im Bereich der unteren Zwischenstufe oder
der unteren Bainitstufe gebildet wird, vorliegt.
2. Profiliertes Walzgut nach Anspruch 1, bei welchem die Eisenbasislegierung im wesentlichen
die Elemente in Gew.-%
Kohlenstoff 0,41 bis 1,3, vorzugweise 0,51 bis 0,98
Mangan 0,31 bis 2,55, vorzugsweise 0,91 bis 1,95
Eisen als Rest,
aufweist.
3. Profiliertes Walzgut nach Anspruch 1 oder 2, bei welchem die
Eisenbasislegierung weiters die Elemente in Gew.%
Chrom 0,21 bis 2,45, vorzugsweise 0,38 bis 1,95,
gegebenenfalls
Molybdän bis 0,88, vorzugsweise bis 0,49
Wolfram bis 1,69, vorzugsweise bis 0,95
Vanadin bis 0,39, vorzugsweise bis 0,19, weiters
Niob undloder Tantal undloder Zirkon und/oder Hafnium und/oder Titan einzeln oder
in Summe bis 0,28 , vorzugsweise bis 0,19, sowie
Nickel bis 2,4, vorzugweise bis 0,95
Bor bis 0,006, vorzugsweise 0,004
aufweist.
4. Profiliertes Walzgut nach Anspruch 1 bis 3, bei welchem die Eisenbasislegierung die
Elemente Silizium, Aluminium, und Kohlenstoff in derartigen Konzentrationen aufweist,
daß der Wert gebildet aus 2,75 x% Si und/oder Al minus %Kohlenstoff gleich oder kleiner
ist als 2,2.
5. Profiliertes Walzgut nach Anspruch 1 bis 4, insbesondere Eisenbahnschiene bestehend
aus einem Schienenkopf, einem Schienenfuß und einem diese Bereiche verbindenden Steg,
bei welchem zumindest in einem Bereich des Querschnittes, insbesondere im Kopf der
Schiene, die in der unteren Zwischenstufe bzw. im unteren Bainitbereich gebildete
Gefügestruktur eine Tiefe von mindestens 10 mm, vorzugsweise von mindestens 15 mm,
von der Oberfläche aufweist.
6. Profiliertes Walzgut nach Anspruch 1 bis 5, insbesondere Eisenbahnschiene, bei welchem
die Querschnittsbereiche mit einer unteren Zwischenstufen - oder unteren bainitischen
Gefügestruktur axsymmetrisch oder zentrisch-symmetrisch angeordnet sind.
7. Profiliertes Walzgut nach einem der Ansprüche 1 bis 6, welches in bzw. in den Bereich(en)
mit unterer Zwischenstufen- oder unterer Bainitstruktur eine Härte von mindestens
350 HB, vorzugsweise von mindestens 400 HB, insbesondere von 420 bis,600 HB, aufweist.
8. Verfahren zur Herstellung von profiliertem Walzgut, insbesondere von Fahr- oder Eisenbahnschienen,
aus einer Eisenbasislegierung enthaltend Kohlenstoff, Silizium, Mangan, gegebenenfalls
Chrom, sonderkarbidbildende sowie das Umwandlungsverhalten des Werkstoffes beeinflussende
Elemente und/oder Mikrolegierungszusätze, Rest Eisen und herstellungsbedingte sowie
übliche Verunreinigungen, mit über den Querschnitt zumindest teilweise durch beschleunigte
Abkühlung aus dem Austenitgebiet der Legierung gebildeter Gefügestruktur, wobei zumindest
Teile der Oberfläche der im Austenitgebiet bereitgestellten Schiene mit Kühlmittel
beaufschlagt oder in dieses eingebracht werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung der Legierung in engen Grenzen ausgewählt deren Umwandlungsverhalten
bei einer Abkühlung aus dem Gebiet der kubisch-flächenzentrierten Atomstruktur bzw.
aus dem Austenitgebiet ermittelt und aus der ausgewählten Legierung das Walzgut hergestellt
werden, wonach in Längsrichtung zumindest Teile des Querschnittes des Walzgutes aus
dem Austenitgebiet auf eine Temperatur zwischen dem Martensitpunkt der Legierung und
einem diesen um höchstens 250° C, vorzugsweise um höchstens 190° C, überschreitenden
Wert, insbesondere auf eine Temperatur im Bereich von 5° C bis 110° C über dem Martensitpunkt
abgekühlt werden und das Gefüge im wesentlichen isotherm umwandeln gelassen wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, bei welchem die Umwandlung des Gefüges im wesentlichen
isotherm in einem Temperaturbereich von höchstens PLUS- MINUS 110 ° C, vorzugweise
von höchstens PLUS-MINUS 60 °C, erfolgt.
10. Verfahren nach Anspruch 7 oder 9, bei welchem eine Umwandlungstemperatur von höchstens
450 °C, vorzugsweise von höchstens 400 °C, insbesondere von 300 bis 380 ° C, verwendet
wird.
11. Verfahren nach Anspruch 8 bis 10, bei welchem zumindest ein Teil des Querschnittes
des profilierten Walzgutes mit erhöhter Massekonzentration einer beschleunigten Abkühlung
unterworfen wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, bei welchem die Abkühlung durch eine
auf die Massekonzentration des Profils abgestimmte Kühlmittelbeaufschlagung der Oberfläche
durchgeführt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12, bei welchem das Walzgut in einem ersten
Schritt in eine Kühlflüssigkeit vollumfangsmäßig getaucht, nach einem Erreichen einer
Temperatur eines Oberflächenbereiches von mindestens 2 °C, insbesondere jedoch etwa
160 ° C über dem Martentsitpunkt der Legierung aus dem Kühlmittel zumindest teilweise
ausgebracht und in einem zweiten Schritt ausschließlich der Bereich mit hoher Massekonzentration
gegebenenfalls zeitweise im Tauchbad belassen oder in dieses zeitweise eingebracht
wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 13, bei welchem das Walzgut unmittelbar nach
der Verformung unter Ausnutzung der Walzhitze achsfluchtend gerichtet und einem durch
die Umwandlung in der unteren Zwischenstufe des Werkstoffes besondere Materialeigenschaften
über den Querschnitt erstellenden Abkühlverfahren zugeführt wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 14, mit welchem Eisenbahnschienen, insbesondere
für Hochleistungssstrecken, mit hoher Abriebfestigkeit bzw. hoher Verschleißfestigkeit,
hoher Zähigkeit und geringer Kontaktermüdung bei großer spezifischer Belastung hergestellt
werden, wobei nach dem Walzen und zumindest teilweisen thermischen Einstellen eines
Gefüges der unteren Zwischenstufe ein anschließendes Richtverfahren, insbesondere
Biegerichtverfahren bei Raumtemperatur oder geringfügig erhöhter Temperatur, zur Erhaltung
der besonderen Materialeigenschaften bei stabiler Ausrichtung der Schiene durchgeführt
wird.