[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Auftragwerk zum direkten oder indirekten Auftragen
eines flüssigen oder pastösen Streichmediums auf eine laufende Materialbahn, insbesondere
aus Papier oder Karton, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Des weiteren betrifft
die Erfindung ein Verfahren zum direkten oder indirekten Auftragen eines flüssigen
oder pastösen Streichmediums auf eine laufende Materialbahn, insbesondere aus Papier
oder Karton, mittels eines solchen Auftragwerks.
[0002] Gattungsgemäße Auftragwerke werden im Rahmen von sogenannten Streichanlagen eingesetzt,
um eine laufende Materialbahn, die beispielsweise aus Papier, Karton oder einem Textilwerkstoff
besteht, ein- oder beidseitig mit einer oder mehreren Schichten des Streichmediums,
beispielsweise Farbe, Stärke, Imprägnierflüssigkeit oder dergleichen, zu versehen.
[0003] Beim sogenannten direkten Auftrag wird das flüssige oder pastöse Streichmedium von
einer Auftragseinrichtung direkt auf die Oberfläche der laufenden Materialbahn aufgetragen,
die während des Auftrags auf einer umlaufenden Gegenfläche, beispielsweise einem Endlosband
oder einer Gegenwalze, gestützt wird. Beim indirekten Auftrag des Mediums wird das
flüssige oder pastöse Streichmedium hingegen zunächst auf eine als Trägerfläche dienende
Gegenfläche, z.B. die Oberfläche einer als Auftragwalze ausgestalteten Gegenwalze,
aufgebracht, um von dort in einem Walzenspalt, durch den die Materialbahn hindurchläuft,
von der Auftragwalze auf die Materialbahn übertragen zu werden.
[0004] Aus der DE 43 36 365 A1 ist ein gattungsgemäßes Auftragwerk zum direkten Auftragen
eines flüssigen oder pastösen Streichmediums auf eine laufende Materialbahn, insbesondere
aus Papier oder Karton, bekannt, mit einem als Freistrahldüse ausgebildeten Dosierspalt,
aus dem das Streichmedium in einem durch die Umgebungsatmosphäre verlaufenden freien
Strahl austritt, sowie mit einer der Freistrahldüse gegenüberliegenden Gegenfläche
in Form der von einer Gegenwalze gestützten Materialbahn, die von dem Freistrahl beaufschlagt
wird. Zur Vermeidung von insbesondere bei hohen Materialbahngeschwindigkeiten auftretenden
Qualitätsminderungen infolge von in die Auftragschicht mitgerissener Luft wird gemäß
der DE 43 36 365 A1 der Freistrahl gegen die Laufrichtung der Materialbahn gerichtet.
Beim Auftreffen des Freistrahls auf die Materialbahn spaltet sich der Freistrahl in
eine gegen die Laufrichtung der Materialbahn verlaufende Rückströmung und eine in
Laufrichtung der Materialbahn verlaufende Beschichtungsmischströmung auf. Hierbei
beträgt der erzielbare Anteil des Rückstroms am Gesamtfluß des Freistrahls etwa 30
bis 60 Prozent. Das aufgetragene Streichmedium wird anschließend durch ein der Freistrahldüse
nachgeschaltetes Rakelelement profiliert. Aufgrund der zuvor genannten Maßnahmen wird
der DE 43 36 365 A1 zufolge ein gutes Eindringen des Streichmediums in die Materialbahn
erreicht sowie ein Mitreißen von Luft in das Streichmedium und somit das Auftreten
von unerwünschten Luftblasen vermieden.
[0005] Bei konventionellen Auftragwerken der zuvor beschriebenen Art hat es sich indes gezeigt,
daß insbesondere zur Herstellung geringer Strichgewichte, d.h. geringer Auftragsmengen
beziehungsweise eines dünnen Auftrags, die Breite des die Freistrahldüse bildenden
Dosierspalts primär aus fertigungstechnischen Gründen nicht beliebig klein ausgebildet
werden kann, ohne daß dies zu einem unsauberen oder ungleichmäßigen Freistrahl oder
zu einer Verstopfung der Düse und somit zu einem schlechten Auftragsergebnis und einem
hohen Wartungsaufwand führt. Aus diesem Grund muß bei bekannten gattungsgemäßen Auftragwerken
zur Erzeugung eines sauberen Auftrags auch erst eine größere Menge an flüssigem oder
pastösen Streichmedium im Überschuß aufgetragen und anschließend wieder abgerakelt
werden als dies für den gewünschten Auftrag mit einem geringen Strichgewicht an sich
erforderlich wäre. Dies wiederum bedingt einen höheren Leistungsbedarf und ein größeres
Bauvolumen des Auftragwerks und erfordert zudem aufwendigere Zusatzeinrichtungen.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde ein gattungsgemäßes Auftragwerk
derart weiterzubilden, daß die dem bekannten Stand der Technik anhaftenden Nachteile
möglichst weitgehend vermieden werden und auf einfache Art und Weise insbesondere
die Herstellung eines qualitativ hochwertigen Auftrags mit niedrigem Strichgewicht
realisierbar ist.
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein erfindungsgemäßes Auftragwerk mit den Merkmalen
des Anspruchs 1.
[0008] Dieses Auftragwerk zum direkten oder indirekten Auftragen eines flüssigen oder pastösen
Streichmediums auf eine laufende Materialbahn, insbesondere aus Papier oder Karton,
umfaßt wenigstens eine Freistrahldüse, aus der das Streichmedium in einem durch die
Umgebungsatmosphäre verlaufenden freien Strahl austritt, und wenigstens eine der Freistrahldüse
gegenüberliegende und von dem Freistrahl zu beaufschlagende laufende Gegenfläche,
wobei in einem zwischen dem Ausgang der Freistrahldüse und der Gegenfläche befindlichen
Bereich wenigstens eine im Freistrahl angeordnete Strahlteilungseinrichtung vorgesehen
ist, die den Freistrahl in mindestens einen Ableitstrahl und mindestens einen Auftragstrahl
aufteilt, der auf die Gegenfläche strömt. Der Ableitstrahl wird zweckmäßigerweise
in einen Pumpenkreislauf zurückgeführt und wiederverwendet. Grundsätzlich ist es auch
denkbar mehrere Strahlteilungseinrichtung in Serie zu schalten. Bei der Freistrahldüse
des erfindungsgemäßen Auftragwerks handelt es sich vorzugsweise um einen zwischen
zwei Lippen gebildeten Dosierspalt, dessen Spaltbreite einstellbar ist. Des weiteren
kann die Freistrahldüse mit wenigstens einer sich an den Ausgang des Dosierspalts
anschließenden Leit- oder Umlenkfläche ausgestattet sein. Die Freistrahldüse oder
Teile davon können zudem zur Einstellung des Auftreffwinkels des Freistrahls auf die
Strahlteilungsfläche gleichmäßig über im wesentlichen die gesamte Maschinenbreite
und/oder zonenweise dreh- oder schwenkbar ausgebildet sein. Generell ist es auch empfehlenswert,
vor einem zulaufseitigen Abschnitt der Strahlteilungseinrichtung eine Einrichtung
zum Abhalten der von der Gegenwalze bzw. der Materialbahn mitgeschleppten Luftgrenzschicht
vorzusehen, die das Auftreten von negativen Grenzschichtphänomenen vermeidet und so
zu einer weiteren Erhöhung der Auftragsqualität beiträgt.
[0009] Das erfindungsgemäße Auftragwerk gestattet aufgrund seiner Strahlteilungseinrichtung
auf vorteilhafte, einfache und effektive Art und Weise die Herstellung eines qualitativ
hochwertigen, dünneren Auftrags, bzw. geringeren Strichgewichtes, als dies fertigungstechnisch
durch die Vorgabe oder Einstellung der Breite der Düsenöffnung allein erreichbar wäre.
Somit können zur Vermeidung einer Düsenverstopfung größere Düsenöffnungsbreiten gefahren
und trotzdem sehr geringe Strahldicken des Auftragstrahls erzielt werden. Auch wird
eine Fertigdosierung zu geringen Strichgewichten begünstigt, wodurch aufwendige und
teure Zusatzeinrichtungen vermeidbar sind. Überdies eröffnet die Strahlteilungseinrichtung
gegenüber konventionellen Auftragwerken eine weitere Möglichkeit zur Einstellung und
Manipulation des Strichgewichtes. Je nach Ausgestaltungsweise der Strahlteilungseinrichtung
ist hierbei der Anteil des Auftragstrahls am Gesamtfluß des Freistrahls prinzipiell
von 0 bis 100 Prozent wählbar, was ein sehr breites Einstellungsspektrum eröffnet
(Bei Bedarf kann die Strahlteilungseinrichtung also auch so eingestellt werden, daß
kein Ableitstrahl auftritt, der Freistrahl also nicht geteilt wird und als reiner
Auftragstrahl auf die Gegenfläche strömt, wobei eine Umlenkung des Freistrahls stattfinden
kann oder auch nicht). Ferner läßt sich mit dem erfindungsgemäßen Auftragwerk die
für eine hochwertige Beschichtung auf die Gegenfläche aufzubringende Auftragsmenge
deutlich reduzieren. Dies wiederum ermöglicht eine Verringerung des erforderlichen
Leistungsbedarfs und Bauvolumens sowohl von einzelnen Auftragwerkskomponenten, wie
etwa Pumpen, Sammelbehälter usw., als auch des gesamten Auftragwerks und damit eine
Senkung der Herstellungs-, Betriebs- und Wartungskosten.
[0010] Gemäß einem vorteilhaften Ausgestaltungsmerkmal der Erfindung umfaßt die Strahlteilungseinrichtung
des Auftragwerks wenigstens eine Strahlteilungsfläche, auf die der Freistrahl unter
einem vorbestimmten Auftreffwinkel α auftrifft, und von der der Auftragstrahl unter
einem Winkel β und der Ableitstrahl unter einem Winkel γ abströmt. Die Geometrie der
Strahlteilungsfläche ist den jeweils gewünschten Strahlteilungseigenschaften sowie
den Strömungseigenschaften des Streichmediums angepaßt. So kann die Strahlteilungsfläche
im Querschnitt symmetrisch oder asymmetrisch geformt sein und überdies auch spezielle
strömungsgünstige Strahlteilungselemente, wie etwa in den Freistrahl ragende keil-,
klingen oder schneidenförmige oder abreißkantenartige Abschnitte umfassen. Die Strahlteilungsfläche
sowie die von der Gestalt und Anordnung der Strahlteilungsfläche abhängenden Winkel
α, β und γ, die je nach Wahl der Bezugsflächen oder -ebenen, an denen man die Winkel
mißt, gleich oder unterschiedlich sein können, gestatten somit eine gezielte Aufteilung
und Manipulation des aus der Düsenöffnung ausgestoßnen Streichmediums. Der Abströmwinkel
β des Auftragstrahl gibt auch den Auftreffwinkel ϕ auf die zu beaufschlagende Gegenfläche
vor.
[0011] Ausführungsformen, bei denen die Strahlteilungsfläche bei Betrachtung im Querschnitt
gerade, konvex, konkav oder doppelkonkav geformt ist, haben zu besonders günstigen
Strahlteilungs- und Manipulationseigenschaften geführt. Die Erfindung ist jedoch nicht
auf diese speziellen Formen beschränkt. Ebenso können beliebige andere geeignete Formen
zur Anwendung kommen.
[0012] Die Geometrie der Strahlteilungsfläche ist vorzugsweise verstellbar ausgebildet,
so daß sowohl im Stillstand als auch im laufenden Betrieb des Auftragwerks eine Anpassung
der Strahlteilungsflächengestalt an geänderte oder sich ändernde Betriebsbedingungen
vorgenommen werden kann. Die Position der Strahlteilungsfläche relativ zur Freistrahldüse
und/oder zur Gegenfläche kann hierbei konstant gehalten oder, wie nachfolgend noch
im Detail erläutert, variiert werden.
[0013] Die Strahlteilungsfläche ist gemäß einer weiteren positiven Ausführungsform der Erfindung
mit einer vorbestimmten Oberflächenstruktur und/oder Oberflächenbeschichtung versehen.
Je nach Anwendungsfall kann somit die Oberfläche der Strahlteilungsfläche zum Beispiel
hydraulisch glatt oder aber aufgerauht oder mit einer speziellen Oberflächenstruktur
ausgestattet sein, zum Beispiel mit einer geriffelten oder gewellten Oberfläche, die
dazu dienen kann ein bestimmtes Schergefälle in dem an der Strahlteilungsfläche entlangstromenden
Streichmedium aufzubauen. Des weiteren ist es demnach auch möglich die Strahlteilungsfläche
zur Verringerung des Abriebs mit einer abriebfesten Beschichtung, beispielsweise einer
Oxydkeramikschicht, zu versehen.
[0014] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen Auftragwerks
ist die Strahlteilungsfläche relativ zur Freistrahldüse und/oder relativ zur zu beschichtenden
Gegenfläche beweglich angeordnet. Die Beweglichkeit der Strahlteilungsfläche gestattet
nicht nur eine exakte Einstellung des Aufteilungsverhältnisses der Volumen- bzw. Massenströme
von Ableitstrahl und Auftragstrahl oder die zuvor bereits angesprochene Variation
des Auftreffwinkels des Auftragstrahl, sondern auch eine Anpassung einer einzelnen
Strahlteilungseinrichtung an geänderte oder sich verändernde Betriebsbedingungen,
wie zum Beispiel die Wahl eines anderen Streichmediums und dergleichen. Die Einsatzmöglichkeiten
der Strahlteilungseinrichtung werden damit erheblich erweitert.
[0015] In diesem Zusammenhang hat es sich auch als positiv herausgestellt, die Strahlteilungsfläche
bezogen auf die Strahlrichtung des Freistrahls gleichmäßig über im wesentlichen die
gesamte Maschinenbreite dreh- oder schwenkbar und/oder translatorisch beweglich anzuordnen.
Diese Verstellmöglichkeiten sind konstruktiv besonders einfach zu realisieren und
bewirken mit der jeweils gewählten Geometrie der Strahlteilungsfläche bestimmte gewünschte
Strahlteilungseigenschaften. Im Bedarfsfall kann die Strahlteilungsfläche bezogen
auf die Strahlrichtung des Freistrahls auch zonenweise dreh- oder schwenkbar und/oder
zonenweise translatorisch beweglich angeordnet sein. Zu diesem Zweck ist die Strahlteilungsfläche
vorteilhafterweise zonenartig unterteilt oder über zonenartige Abschnitte hinweg entsprechend
elastisch deformierbar. Eine zonenweise unterschiedliche Verstellung der Strahlteilungsfläche
ist primär zum Ausgleich von lokalen Fertigungstoleranzen sowie zur Herstellung und
Manipulation eines gewünschten Querprofils des aufgetragenen oder aufzutragenden Streichmediums
geeignet.
[0016] Die Erfindung ist nicht auf die oben beschriebenen Arten der beweglichen Anordnung
der Strahlteilungsfläche beschränkt. Ebenso ist es beispielsweise denkbar die Strahlteilungseinrichtung
und damit die Strahlteilungsfläche zur Änderung und/oder Einstellung des Volumen-
oder Massenstroms des Auftragstrahls und/oder des Ableitstrahls in einer die Strahlrichtung
des Freistrahls kreuzenden Richtung beweglich anzuordnen.
[0017] Zur Verstellung der Strahteilungsfläche in der zuvor beschriebenen Art und Weise
ist das erfindungsgemäße Auftragswerk mit wenigstens einer Verstelleinrichtung ausgestattet.
[0018] Das erfindungsgemäße Auftragwerk umfaßt zweckmäßigerweise wenigstens eine Regeleinrichtung
mit einem Regelkreis, in den die zuvor genannte Verstelleinrichtung eingebunden ist.
Dies gestattet insbesondere während des laufenden Betriebs des Auftragwerks eine schnelle
und zuverlässige Anpassung der jeweiligen Strahlteilungsflächenposition an sich ändernde
Betriebsbedingungen.
[0019] Schließlich ist gemäß einem anderen vorteilhaften Ausgestaltungsmerkmal des erfindungsgemäßen
Auftragwerks vorgesehen, daß die Strahlteilungseinrichtung wenigstens eine Heizeinrichtung
und/oder wenigstens eine Kühleinrichtung umfaßt. Auf diese Weise kann die Strahlteilungseinrichtung
bei Bedarf beheizt und/oder gekühlt werden, um so beispielsweise die Viskosität und/oder
den Immobilisierungspunkt des die Strahlteilungseinrichtung kontaktierenden Streichmediums
zu beeinflussen.
[0020] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird des weiteren gelöst durch ein erfindungsgemäßes
Verfahren zum direkten oder indirekten Auftragen eines flüssigen oder pastösen Streichmediums
auf eine laufende Materialbahn, insbesondere aus Papier oder Karton, mit den Merkmalen
des Anspruchs 13. Dieses Verfahren besitzt die bereits im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen
Auftragwerk geschilderten Vorteile.
[0021] Gemäß einem vorteilhaften Ausgestaltungsmerkmal des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird zur Änderung und/oder Einstellung des Volumen- oder Massenstroms des Auftragstrahls
und/oder des Ableitstrahls und/oder zur Einstellung oder Änderung des Auftreffwinkels
des Auftragstrahls auf die Gegenfläche der Auftreffwinkel des Freistrahls auf die
Strahlteilungseinrichtung verändert. Diese Winkeländerung ist sowohl durch ein entsprechendes
Bewegen der Strahlteilungseinrichtung selbst als auch durch ein Bewegen der Freistrahldüse
oder Teilen davon relativ zur Strahlteilungseinrichtung durchführbar. Des weiteren
kann diese Winkeländerung gleichmäßig über im wesentlichen die gesamte Maschinenbreite
oder aber bei Bedarf zonenweise unterschiedlich erfolgen.
[0022] Das erfindungsgemäße Verfahren wird vorteilhafterweise durch einen Schritt ergänzt,
demgemäß der den Ableitstrahl bildende Streichmediumanteil gesammelt und in einen
Streichmediumkreislauf zurückgeführt wird; hierzu sind entsprechende Sammel- sowie
Leitungs-, Pumpen- und Filtereinrichtungen vorgesehen. Dies ermöglicht eine Weiterverwendung
des abgeleiteten Streichmediumanteils. Es soll an dieser Stelle nochmals angemerkt
werden, daß infolge der durch das erfindungsgemäße Auftragsverfahren deutlich reduzierbaren
Auftragsmenge auch die zum Umwälzen des Streichmediums erforderlichen, zuvor genannten
Auftragwerkskomponenten wesentlich verkleinert werden können.
[0023] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung mit zusätzlichen Ausgestaltsdetails
und weiteren Vorteilen sind nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
näher beschrieben und erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Querschnittsdarstellung einer ersten bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Auftragwerks im Bereich einer mit einer Freistrahldüse und einer
Strahlteilungseinrichtung ausgestatteten Dosiereinrichtung,
- Fig. 2a
- eine schematische Querschnittsdarstellung der Strahlteilungseinrichtung von Fig. 1
in einer ersten Verstellposition,
- Fig. 2b
- eine schematische Querschnittsdarstellung der Strahlteilungseinrichtung von Fig. 1
in einer zweiten Verstellposition,
- Fig. 3
- eine schematische Querschnittsdarstellung einer Strahlteilungsfläche einer Strahlteilungseinrichtung
gemäß einer zweiten Ausführungsform, und
- Fig. 4
- eine schematische Querschnittsdarstellung einer Strahlteilungsfläche einer Strahlteilungseinrichtung
gemäß einer dritten Ausführungsform.
[0024] In der nachfolgenden Beschreibung und in den Figuren werden zur Vermeidung von Wiederholungen
gleiche Bauteile und Komponenten auch mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet, sofern
keine weitere Differenzierung erforderlich ist.
[0025] Das erfindungsgemäße Auftragwerk, das im vorliegenden Fall als Auftragwerk zum indirekten
Auftragen eines flüssigen oder pastösen Streichmediums 2 auf eine laufende Materialbahn,
insbesondere aus Papier oder Karton, ausgelegt ist, umfaßt eine Dosiereinrichtung
mit einem als Freistrahldüse ausgebildeten Dosierspalt 4, der zwischen zwei Lippen
6, 8 gebildet ist. Eine solche, an sich bekannte Dosiereinrichtung wird beispielsweise
von der Anmelderin unter der Handelsbezeichnung "Jet-Flow-F" vertrieben. Dem Dosierspalt
4, aus dem das Streichmedium 2 in einem durch die Umgebungsatmosphäre verlaufenden
freien Strahl 10 austritt, liegt eine als Trägerfläche dienende und von dem Freistrahl
10 zu beaufschlagende Auftragswalze 12 gegenüber. Die Drehrichtung der Walze 12 ist
durch einen Pfeil angedeutet.
[0026] Von der Auftragwalze 12 wird das Streichmedium 2 in einem nicht gezeigten Walzenspalt,
durch den die Materialbahn hindurchläuft, auf die Materialbahn übertragen. Diejenige
der beiden den Dosierspalt 4 bildenden Lippen 6, 8, die auf der Seite des Dosierspalts
4 liegt, auf der die Auftragwalze 12 auf die Dosiereinrichtung zuläuft, wird übrigens
auch als zulaufseitige Lippe 6 bezeichnet. Entsprechend wird die zweite Lippe 8, die
auf der Seite des Dosierspalts 4 liegt, von der die Auftragwalze 12 wegläuft, als
ablaufseitige Lippe 8 bezeichnet.
[0027] Wie in der Figur 1 zu erkennen, ist in einem zwischen dem Ausgang des Dosierspalts
4 der Freistrahldüse und der Auftragswalze 12 befindlichen Bereich eine im Freistrahl
10 liegende Strahlteilungseinrichtung D vorgesehen, die den Freistrahl 10 in einen
Ableitstrahl 10.4 und einen Auftragstrahl 10.2 aufteilt, der auf die Auftragswalze
12 strömt. Die Strahlteilungseinrichtung D, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel
in der Art einer verstellbar angeordneten Prallplatte mit einer im wesentlichen ebenen
Strahlteilungsfläche 14 ausgestaltet ist, auf die der aus dem Dosierspalt 4 austretende
Freistrahl 10 unter einem Auftreffwinkel α auftrifft und von der gemäß der Darstellung
in Fig. 1 der Auftragstrahl 10.2 nach rechts oben unter einem Winkel β und der Ableitstrahl
10.4 nach links unten unter einem Winkel γ abströmt. Der Auftreffwinkel α ist hierbei
zwischen einer im Auftreffpunkt P1 des Freistrahls 10 auf die Strahlteilungsfläche
14 an diese angelegten Tangente und dem mittleren Strömungsfaden des Freistrahls 10,
und die Winkel β bzw. γ zwischen dem mittleren Strömungsfaden des Freistrahls 10 und
dem mittleren Strömungsfaden des die Strahlteilungsfläche 14 verlassenden Auftragstrahls
10.2 bzw. Ableitstrahls 10.4 gemessen. Der Abströmwinkel β des Auftragstrahls 10.2
gibt gleichzeitig den Auftreffwinkel ϕ des Auftragstrahls 10.2 auf die Auftragswalze
12 vor, wobei der Winkel ϕ in Auftreffpunkt P2 des Auftragstrahl 10 zwischen einer
an die Auftragswalze 12 gelegten Tangente T und dem mittleren Strömungsfaden des Auftragstrahls
10.2 gemessen ist. Der Auftragstrahl 10.2 trifft bei dieser Konfiguration schräg in
Laufrichtung der Auftragswalze 12 auf diese auf. Der Auftrag erfolgt ohne Überschuß
als Fertigdosierung, d.h. es ist bei dieser Variante prinzipiell kein dem Auftragsort
nachgeschaltetes Rakelelement erforderlich.
[0028] Die Strahlteilungsfläche 14 teilt also den Gesamtstrom (Volumenstrom bzw. Massenstrom)
des aus dem Dosierspalt 4 austretenden Freistrahls 10 in zwei Teilströme auf, nämlich
den Auftragstrahl 10.2 und den Ableitstrahl 10.4, die je nach Einstellung der Strahlteilungsfläche
14 jeweils kleiner gleich dem Gesamtstrom sind. Der Anteil des Auftragstrahls 10.2
am Gesamtstrom des Freistrahls 10 ist hierbei generell von 0 bis 100 Prozent einstellbar,
wie nachfolgend noch im Detail erläutert wird.
[0029] Der den Ableitstrahl 10.4 bildende Streichmediumanteil wird in einer Sammeleinrichtung
16 aufgefangen und wieder in den Streichmediumkreislauf zurückgeführt, was eine Weiterverwendung
des abgeleiteten Streichmediumanteils ermöglicht. Die zu der Sammeleinrichtung 16
gehörenden Leitungen sowie Pumpen- und Filtereinrichtungen sind in der Zeichnung zusammenfassend
mit dem Bezugszeichen 18 gekennzeichnet.
[0030] Der Fig. 1 ist des weiteren zu entnehmen, daß in der Nähe eines zulaufseitigen Abschnitts
der Strahlteilungseinrichtung D eine Einrichtung 20 zum Abhalten der von der Auftragswalze
12 mitgeschleppten Luftgrenzschicht vorzusehen ist. Diese Einrichtung, die im vorliegenden
Fall als eine sich im wesentlichen über die gesamte Breite der Auftragswalze erstreckende
Blaseinrichtung 20 ausgelegt ist, die durch das Ausblasen von Luft in einer gegen
die Rotationsrichtung der Auftragswalze 12 gerichteten Richtung eine Art "Grenzschichtvorhang"
erzeugt, vermeidet den Einfluß von sich negativ auf die Auftragsqualität auswirkenden
Grenzschichtphänomenen.
[0031] In der Fig. 2a ist eine schematische Querschnittsdarstellung der Strahlteilungseinrichtung
D von Fig. 1 in einer ersten Verstellposition und in Fig. 2b in einer zweiten Verstellposition
dargestellt. Die Dosiereinrichtung sowie die Sammeleinrichtung 16 und die Einrichtungen
18 und 20 sind hierbei der Einfachheit halber nicht gezeigt. Wie in diesen beiden
Figuren zu erkennen, ist die Strahlteilungsfläche 14 der Strahlteilungseinrichtung
D relativ zur Auftragswalze 12 sowie relativ zum Dosierspalt der Freistrahldüse und
damit bezogen auf die Strahlrichtung des aus dem Dosierspalt austretenden Freistrahls
10 beweglich angeordnet, und zwar ist die Strahlteilungsfläche 14 sowohl gleichmäßig
über im wesentlichen die gesamte Maschinenbreite als auch bei Bedarf zonenweise unterschiedlich
drehbar. Die zonenweise Verstellbarkeit wird hierbei dadurch gewährleistet, daß die
Strahlteilungsfläche 14 in sich drehelastisch ausgebildet ist. Zur Verstellung der
Strahlteilungsfläche 14 ist eine Verstelleinrichtung vorgesehen, die eine Vielzahl
von direkt oder indirekt an der Strahlteilungsfläche 14 angreifenden Stellgliedern
22 umfaßt, die in Breitenrichtung der Strahlteilungseinrichtung D und damit in Maschinenbreitenrichtung
gleichmäßig oder ungleichmäßig voneinander beabstandet sind. Diese Verstelleinrichtung
ist in einen Regelkreis einer der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellten Regeleinrichtung
eingebunden, die in Abhängigkeit von verschiedenen Meßwerten, wie etwa des aktuellen
Quer- und/oder Längsprofils des erzeugten Auftrags, die Einstellung der Strahlteilungsfläche
14 zur Realisierung eines gewünschten Quer- und/oder Längsprofils nachregelt.
[0032] Durch das Verändern des Auftreffwinkels α des Freistrahls 10 auf die Strahlteilungsfläche
14 infolge des in den Figuren 2a und 2b angedeuteten Drehens der Strahlteilungsfläche
14 kann also der Volumen- bzw. Massenstrom des Auftragstrahls 10.2 und des Ableitstrahls
10.4 geändert oder eingestellt und somit der Anteil des Auftragstrahls 10.2 am Gesamtstrom
des Freistrahls 10 in einem von der Drehung abhängigen Einstellungsbereich von 0 bis
100 Prozent frei gewählt werden. Bei der vorliegenden Ausgestaltung der Strahlteilungsfläche
14 erfolgt mit einer Änderung des Winkels α (der hier bei den gewählten Bezugslinien
bzw. Bezugsebenen dem Winkel β entspricht) gleichzeitig auch eine Anderung der Abströmwinkel
β, γ und des Auftreffwinkels ϕ des Auftragstrahls 10.2 auf die Fläche der Auftragswalze
12. Es soll an dieser Stelle angemerkt werden, daß aus einer Änderung des Auftreffwinkels
α nicht zwingendermaßen auch eine Variation der Winkel β, γ, ϕ resultieren muß, da
dies primär von der jeweiligen Ausgestaltungsweise der Strahlteilungsfläche 14 und
deren Verstellmöglichkeiten abhängt. Wird nämlich, wie bereits eingangs angedeutet,
die Geometrie der Strahlteilungsfläche 14 selbst verstellbar ausgebildet, können bei
einem variablen Auftreffwinkel α durchaus konstante Winkel β, γ, ϕ verwirklicht werden.
Ebenso ist es grundsätzlich möglich durch eine geeignete Änderung von mindestens einem
der Winkel β, γ den Anteil des Auftragstrahls 10.2 am Gesamtstrom zu beeinflussen.
[0033] Wie in der Fig. 2a angedeutet, wird durch ein Vergrößern des Winkels α der Volumen-
bzw. Massenstrom des Auftragstrahls 10.2 vergrößert und der des Ableitstrahls 10.4
verkleinert und damit ein dickerer Strich erzielt, während in der Fig. 2b durch Verkleinern
des Winkels α der Volumen- bzw. Massenstrom des Auftragstrahls 10.2 verkleinert und
der des Ableitstrahls 10.4 vergrößert und damit ein dünnerer Strich erzielt wird.
[0034] Fig. 3 zeigt eine schematische Querschnittsdarstellung einer Strahlteilungsfläche
14 einer Strahlteilungseinrichtung gemäß einer zweiten Ausführungsform. Diese Strahlteilungsfläche
14 entspricht im wesentlichen der in den Fig. 1, 2a und 2b gezeigten Variante. Sie
besitzt darüber hinaus jedoch noch auf der Mitte Ihrer dem Freistrahl 10 zugeordneten
Seite ein integral eingeformtes keilförmiges Strahlteilungselement 24, dessen Spitze
in den auf die Strahlteilungsfläche 14 auftreffenden Freistrahl 10 ausgerichtet wird
und somit den Freistrahl 10 einfacher und strömungsgünstiger in den Auftragstrahl
10.2 und den Ableitstrahl 10.4 teilt.
[0035] Fig. 4 zeigt eine schematische Querschnittsdarstellung einer Strahlteilungsfläche
14 einer Strahlteilungseinrichtung gemäß einer dritten Ausführungsform. Hier besitzt
die Strahlteilungsfläche 14 in Bezug auf den auftreffenden Freistrahl 10 eine doppelkonkave
Querschnittsform, wobei der keilförmige Übergang 26 zwischen den beiden einzelnen
konkaven Abschnitten dieser Fläche bevorzugt ein Strahlteilungselement bildet, wie
es bereits im Zusammenhang mit der Fig. 3 erläutert wurde.
[0036] Die Erfindung ist nicht auf die obigen Ausführungsbeispiele, die lediglich der allgemeinen
Erläuterung des Grundgedankens der Erfindung dienen, beschränkt. Im Rahmen des Schutzumfangs
kann das erfindungsgemäße Auftragwerk vielmehr auch andere als die oben beschriebenen
Ausgestaltungsformen annehmen. Das Auftragwerk kann hierbei insbesondere Merkmale
aufweisen, die eine Kombination aus den jeweiligen Einzelmerkmalen der Ansprüche darstellen.
Im Gegensatz zu der in den Ausführungsbeispielen beschriebenen Anordnung der Freistrahldüse
und der Strahlteilungseinrichtung ist es auch grundsätzlich möglich diese Komponenten
derart in Bezug auf die zu beschichtende Gegenwalze zu positionieren, daß der von
der Strahlteilungsfläche der Strahlteilungseinrichtung abgeleitete Auftragstrahl gegen
die Laufrichtung der Gegenwalze gerichtet ist. Bei dem erfindungsgemäßen Auftragswerk
sind anstelle der oben erläuterten Dosiereinrichtung des weiteren auch andere geeignete
Freistrahldüsenauftrags- oder Dosiereinrichtung einsetzbar, so auch Einrichtungen,
die beispielsweise eine konkave oder konvexe Umlenkfläche oder eine gerade Leitfläche
aufweisen. Entgegen der oben dargelegten Variante kann ferner der Auftrag bei Bedarf
auch im Überschuß erfolgen, d.h. ein Teil des durch den Auftragstrahl aufgetragenen
Streichmediums wird wieder durch ein Rakelelement, z.B. eine Rakelklinge, eine Rollrakel
oder dergleichen, entfernt bzw. auf ein gewünschtes Quer- und/oder Längsprofil abgerakelt
und damit enddosiert. Ebenso ist es möglich, die Strahlteilungsfläche z.B. durch Drehen,
Verschwenken oder Kippen (z.B. mit einem Winkel β geringfügig größer 90°) so einzustellen,
daß keine Teilung des Freistrahls erfolgt, kein Ableitstrahl auftritt und der Freistrahl
direkt oder aber umgelenkt in voller Menge auf die Gegenfläche strömt.
[0037] Bezugszeichen in den Ansprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen dienen lediglich
dem besseren Verständnis der Erfindung und sollen den Schutzumfang nicht einschränken.
Bezugszeichenliste
[0038] Es bezeichnen:
- 2
- Streichmedium
- 4
- Dosierspalt
- 6
- zulaufseitige Lippe
- 8
- ablaufseitige Lippe
- 10
- Freistrahl des Streichmediums
- 10.2
- Auftragstrahl
- 10.4
- Ableitstrahl
- 12
- Auftragswalze
- 14
- Strahlteilungsfläche von D
- 16
- Sammeleinrichtung
- 18
- Leitungen, Pumpen- und Filtereinrichtungen
- 20
- Blaseinrichtung zur Grenzschichtbeeinflussung
- 22
- Stellglieder / Verstelleinrichtung
- 24
- keilförmiges Strahlteilungselement von 14
- 26
- keilförmiger Übergang von 14
- α
- Auftreffwinkel des Freistrahls auf 14
- β
- Abströmwinkel des Auftragstrahls 10.2
- γ
- Abströmwinkel des Ableitstrahls 10.4
- ϕ
- Auftreffwinkel des Auftragstrahls auf 12
- D
- Strahlteilungseinrichtung
- P1
- Auftreffpunkt des Freistrahsl 10 auf 14
- P2
- Auftreffpunkt des Auftragstrahls 10.2 auf 12
- T
- Tangente an 12 im Punkt P2
1. Auftragwerk zum direkten oder indirekten Auftragen eines flüssigen oder pastösen Streichmediums
(2) auf eine laufende Materialbahn, insbesondere aus Papier oder Karton, umfassend
- wenigstens eine Freistrahldüse (4), aus der das Streichmedium (2) in einem durch
die Umgebungsatmosphäre verlaufenden freien Strahl (10) austritt, und
- wenigstens eine der Freistrahldüse (4) gegenüberliegende und von dem Freistrahl
zu beaufschlagende Gegenfläche (12),
dadurch gekennzeichnet, daß
in einem zwischen dem Ausgang der Freistrahldüse (4) und der Gegenfläche (12) befindlichen
Bereich wenigstens eine im Freistrahl (10) angeordnete Strahlteilungseinrichtung (D,
14) vorgesehen ist, die den Freistrahl (10) in mindestens einen Ableitstrahl (10.4)
und mindestens einen Auftragstrahl (10.2) aufteilt, der auf die Gegenfläche (12) strömt.
2. Auftragwerk nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Strahlteilungseinrichtung (D) wenigstens eine Strahlteilungsfläche (14) umfaßt,
auf die der Freistrahl (10) unter einem vorbestimmten Auftreffwinkel (α) auftrifft,
und von der der Auftragstrahl (10.2) unter einem Winkel (β) und der Ableitstrahl (10.4)
unter einem Winkel (γ) abströmt.
3. Auftragwerk nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Strahlteilungsfläche (14) bei Betrachtung im Querschnitt gerade, konvex, konkav
oder doppelkonkav geformt ist.
4. Auftragwerk nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Geometrie der Strahlteilungsfläche (14) verstellbar ausgebildet ist.
5. Auftragwerk nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Strahlteilungsfläche (14) mit einer vorbestimmten Oberflächenstruktur und/oder
Oberflächenbeschichtung versehen ist.
6. Auftragwerk nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Strahlteilungsfläche (14) relativ zur Freistrahldüse (4) und/oder relativ zur
Gegenfläche (12) beweglich angeordnet ist.
7. Auftragwerk nach einem der Ansprüche 2 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Strahlteilungsfläche (12) bezogen auf die Strahlrichtung des Freistrahls (10)
gleichmäßig über im wesentlichen die gesamte Maschinenbreite dreh- oder schwenkbar
und/oder translatorisch beweglich angeordnet ist.
8. Auftragwerk nach einem der Ansprüche 2 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Strahlteilungsfläche (14) bezogen auf die Strahlrichtung des Freistrahls (10)
zonenweise dreh- oder schwenkbar und/oder zonenweise translatorisch beweglich angeordnet
ist.
9. Auftragwerk nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Strahlteilungsfläche (14) zonenartig unterteilt ist.
10. Auftragwerk nach Anspruch 7 oder 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
dieses wenigstens eine Verstelleinrichtung (22) zur Verstellung der Strahlteilungsfläche
(14) umfaßt.
11. Auftragwerk nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
dieses wenigstens eine Regeleinrichtung mit einem Regelkreis umfaßt, in den die Verstelleinrichtung
(22) eingebunden ist.
12. Auftragwerk nach einem oder mehreren der vorhergenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Strahlteilungseinrichtung (14) wenigstens eine Heizeinrichtung und/oder wenigstens
eine Kühleinrichtung umfaßt.
13. Verfahren zum direkten oder indirekten Auftragen eines flüssigen oder pastösen Streichmediums
(2) auf eine laufende Materialbahn, insbesondere aus Papier oder Karton, mittels eines
Auftragwerkes, das wenigstens eine Freistrahldüse (4), aus der das Streichmedium (2)
in einem durch die Umgebungsatmosphäre verlaufenden freien Strahl (10) austritt, und
wenigstens eine der Freistrahldüse (4) gegenüberliegende und von dem Freistrahl zu
beaufschlagende Gegenfläche (12) aufweist, umfassend folgende Schritte:
- Leiten des Freistrahls (10) auf wenigstens eine in einem zwischen dem Ausgang der
Freistrahldüse (4) und der Gegenfläche (12) befindlichen Bereich angeordnete Strahlteilungseinrichtung
(D, 14), und
- Teilen des Freistrahls (10) mittels der Strahlteilungseinrichtung (D, 14) in mindestens
einen Ableitstrahl (10.4) und mindestens einen Auftragstrahl (10.2), der auf die Gegenfläche
(12) strömt.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
gekennzeichnet durch
Verändern des Auftreffwinkels (α) des Freistrahls (10) auf die Strahlteilungseinrichtung
(D, 14) zur Änderung und/oder Einstellung des Volumen- oder Massenstroms des Auftragstrahls
(10.2) und/oder des Ableitstrahls (10.4) und/oder zur Einstellung oder Änderung des
Auftreffwinkels (ϕ) des Auftragstrahls (10.2) auf die Gegenfläche (12).
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14,
gekennzeichnet durch
Sammeln (16) des den Ableitstrahl (10.4) bildenden Streichmediumanteils und Rückführen
(18) dieses Anteils in einen Streichmediumkreislauf.