[0001] Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung für die Herstellung einer lösbaren
Verbindung zwischen der Schürfleiste und der Pflugschar eines Schneeräumfahrzeuges.
[0002] Die bekannten Befestigungsvorrichtungen, mit denen die Schürfleiste am unteren Rand
von Schneeräumfahrzeugen befestigt wird, sind als Schraubverbindungen ausgebildet.
Hier wird die Schürfleiste mit Hilfe einer Klemmschraube an einer am unteren Rand
der Pflugschar angeschweißten Verstärkungsleiste angeschraubt.Um die Befestigung zu
sichern,ist es bekannt, die Schürfleiste zwischen eine Klemmschiene, die auf der in
Fahrtrichtung des Schneeräumfahrzeuges vorne gelegenen Oberfläche der Schürfleiste
anliegt und die genannte Verstärkungsleiste einzuklemmen. Um aber die Stabilität dieser
Befestigungsart zu gewährleisten, überdeckt der an der Schürfleiste anliegende Schenkel
der Klemmleiste einen relativ großen oberen Bereich der Schürfleiste. Hierdurch wird
aber der Abnützungsbereich der Schürfleiste stark verkleinert mit der Folge, daß ein
häufiger Wechsel der Schürfleiste vorgenommen und der nicht mehr verwertbare, relativ
große Rest der Schürfleiste als Materialverlust in Kauf genommen werden muß.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Befestigungsvorrichtung zu schaffen,
die es ermöglicht, die vorhandenen Schürfleisten länger in Betrieb zu nehmen, da eine
größere Fläche für den beim Räumeinsatz erfolgenden Schürfleistenabrieb zur Verfügung
stehen soll.
[0004] Erfindungsgemäß wird dies durch einen auf in Fahrtrichtung hinten gelegenen Oberflächen
des Pfluges angeordneten zweiarmigen Klemmhebel erreicht, der mit seinem einen Ende
an der Schürfleiste arretierbar ist und an seinem anderen Ende über Schwenkarme mit
der Pflugschar verbindbar ist, wobei die Arretierung des Klemmhebels durch eine auf
den Klemmhebel einwirkende Betätigungseinrichtung erfolgt.
[0005] Vorzugsweise ist der zweiarmige Klemmhebel um eine parallel zur Unterkante der Pflugschar
verlaufende Schwenkachse schwenkbar in beidseitig des Klemmhebels angeordneten, mit
der in Fahrtrichtung des Schneeräumfahrzeuges hinten gelegenen Oberfläche der Pflugschar
fest verbundenen Flanschen gelagert und mit seinem einen Ende in der in Fahrtrichtung
des Schneeräumfahrzeuges hinten gelegenen Oberfläche der Schürfleiste arretierbar
und an seinem anderen Ende sind eine oder zwei in einem seitlichen Abstand voneinander
angeordnete in der gleichen Ebene wie der Klemmhebel schwenkbare Schwenkarme vorgesehen,
deren freies , bzw. freie Ende(n) an der in Fahrtrichtung hinten gelegenen Oberfläche
der Pflugschar arretierbar ist, bzw. sind, wobei zur Arretierung des Klemmhebels die
Betätigungseinrichtung auf den einen Hebelarm des Klemmhebels einwirkt.
Der besondere Vorteil der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung liegt darin, daß
sich die gesamte Befestigungseinrichtung auf den in Fahrtrichtung des Schneepfluges
hinten gelegenen Oberflächen von Pflugschar und Schürfleiste befindet, d.h. mit anderen
Worten, die Schürfleiste wird von hinten gegen den unteren Bereich der Pflugschar
gedrückt und es wird vermieden, daß bereits ein großer Flächenbereich der Schürfleiste
durch Teile der Befestigungsvorrichtung vorne abgedeckt wird und daher für den Arbeitseinsatz
gar nicht mehr zur Verfügung steht.
Infolge der erfindungsgemäßen Ausbildung des Klemmhebels erfolgt somit die gesamte
Arretierung der Schürfleiste auf der in Fahrtrichtung hinten gelegenen Seite der Pflugschar.
Damit entfällt auch der für die nach oben gerichtete Strömung der Schneemassen unerwünschte
Widerstand, der sonst durch die bei den bekannten Befestigungen nach vorne gerichteten
Ausmaße der Kantenbefestigungsvorrichtungen vorhanden ist.
Um den Klemmhebel in Eingriff mit der Pflugschar und der Schürfleiste zu bringen,
können verschiedene Betätigungseinrichtungen eingesetzt werden.
Gemäß einer vorzugsweisen Ausbildung kann diese Betätigungseinrichtung in Form einer
Klemmschraube ausgebildet sein, die die Pflugschar von ihrer vorderen Oberfläche ausgehend
durchsetzt und sich mit dem Ende ihres längenverstellbaren Gewindeschaftes gegen den
Hebelarm des Klemmhebels abstützt. Anstelle der Klemmschraube kann auch ein Hydraulik-Kolbenaggregat
eingebaut sein. die Versorgungshydraulik ist bereits im Fahrzeug vorhanden, so daß
die Betätigung des genannten Aggregats leicht bewerkstelligbar ist.
Um den Wechsel der Schürfleisten zu erleichtern, ist es aber wünschenswert, eine Betätigungseinrichtung
zu wählen, die von der Bedienungsperson ohne Verwendung von Spezialwerkzeug ausgewechselt
und in Betrieb genommen werden kann. Hierfür ist nach einer vorzugsweisen Ausbildung
der Erfindung vorgesehen, als Betätigungseinrichtung einen dehnbaren Schlauch zu wählen,
der zwischen der hinten gelegenen Oberfläche der Pflugschar und dem Klemmhebel parallel
zur Unterkante der Pflugschar verläuft und mit einer Pneumatik oder Hydraulik verbunden
ist.
[0006] Der besondere Vorteil dieser Betätigungseinrichtung liegt darin, daß das Lösen des
bereits abgeriebenen Schürfleistenrestes vorgenommen werden kann, ohne vereiste Schraubverbindungen
lösen zu müssen. Außerdem können alle abgenutzten Schürfleisten auf einmal gelöst
werden.
[0007] Da es ferner wünschenswert ist, zu Gewichts- und Materialersparnis die Stärke der
Schürfleisten zu verringern und damit gleichzeitig auch ein besseres Ergebnis bei
der sogenannten Schwarzräumung zu erhalten, ist vorzugsweise die Befestigungsvorrichtung
so ausgebildet, daß sie dazu geeignet ist, Schürfleisten an der Pflugschar zu befestigen,
deren Stärke relativ gering ist und die mit einem Abstützfuß kombiniert sind. Für
die als Klemmverbindung ausgebildete, erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung stellt
diese Abart der Schürfleiste kein Problem dar.
[0008] Einzelheiten über vorzugsweise Ausbildungen der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung
und deren Einsatz in einem Schneeräumfahrzeug ergeben sich aus den Merkmalen der Unteransprüche
sowie aus der nachstehenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung.
[0009] Hierin zeigen:
- Fig. 1
- einen Längsschnitt durch eine Verbindung von Pflugschar und Schürfleiste unter Verwendung
einer Befestigungsvorrichtung, die mittels einer Stellschraube zu betätigen ist,
- Fig. 2
- eine abgebrochene Ansicht der Rückseite einer Pflugschar mit zwei in Abstand voneinander
angeordneten Befestigungsvorrichtungen gemäß Fig. 1,
- Fig.2a
- einen vergrößerten Auschnitt aus Fig.2, aus dem die Arretierung zwischen Klemmhebel
und Schürfleiste erkennbar ist,
- Fig. 3
- einen Längsschnitt durch eine Verbindung von Pflugschar und Schürfleiste unter Verwendung
einer Befestigungsvorrichtung, die hydraulisch oder pneumatisch betätigbar ist,
- Fig. 4
- einen Längsschnitt durch eine Verbindung von Pflugschar und Schürfleiste unter Verwendung
einer Befestigungsvorrichtung, die mittels eines Drehkeiles betätigbar ist,
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf den Drehkeil mit Stellglied nach Fig. 4,
- Fig. 6
- einen Längsschnitt durch eine Verbindung von Pflugschar und Schürfleiste unter Verwendung
einer Befestigungsvorrichtung, die mit Hilfe eines gegenüber der Ausbildung nach Fig.
4 abgewandelten Dreh keiles betätigbar ist,
- Fig. 7
- eine Draufsicht auf den Drehkeil mit Stellglied nach Fig.6,
- Fig. 8
- einen Längsschnitt eines Flachkeils, der in der Pflugschar von oben nach unten verschiebbar
ist und
- Fig. 9
- eine Draufsicht auf den Drehkeil der Fig. 8.
[0010] In der nachstehenden Beschreibung sind sich entsprechende Teile der Figuren mit übereinstimmenden
Bezugszeichen gekennzeichnet.
[0011] An einer Pflugschar 1 ist längs ihres unteren Randes eine Verstärkungsleiste 2 in
Form eines L-Profiles angeschweißt, deren einer Schenkel 2a die Länge der Pflugschar
1 nach unten fortsetzt und dessen in Fahrtrichtung vorne gelegene Oberfläche mit der
Oberfläche der Pflugschar 1 auf gleicher Höhe liegt. Der andere Schenkel 2b ragt nach
hinten und weist Aussparungen 2c an den Stellen der Verstärkungsleiste 2 auf, wo Befestigungsvorrichtungen
3 für eine Verbindung zwischen der Pflugschar 1 und einer Schürfleiste 4 angeordnet
werden sollen.
[0012] Die Schürfleiste 4 ist im Beispiel der Fig. 1 als eine sogenannte Kombileiste ausgebildet.
Diese Kombileiste kann innen hohl oder mit Gummi, Kunststoff, Mineralstoffen, Guß-
oder sonstigen Gemischen gefüllt sein. Die Ummantelung dieser Schürfleiste 4 ist vorwiegend
aus verschleißarmen Stahl gebildet, doch kennt man auch Schürfleisten, die aus entsprechend
hartem Kunststoff hergestellt sind.
[0013] Der in Fahrtrichtung des Schneeräumfahrzeuges vorne gelegene Teil 4a dieser Schürfleiste
4 kann bei einer Kombileiste aus einem wesentlich dünneren Material bestehen als bei
massiven Schürfleisten, da die Stabilität der Schürfleiste durch den hinten gelegenen
Abstützfuß 4b, der etwa die Länge der Schürfleiste 4a hat, gewährleistet ist. Hierdurch
wird der Vorteil erreicht, daß durch die geringere Stärke der Schürfleiste 4a Material
gespart, das Gewicht der Schürfleiste geringer und damit der Energieaufwand vermindert
ist und trotzdem die Räumleistung infolge der dünneren Schürfleiste 4a, insbesondere
die sogenannte Schwarzräumung, gegenüber den herkömmlichen Schürfleisten verbessert
wird. Die Form der Kombileiste 4 ist in diesem Beispiel konisch, sich nach unten verjüngend
ausgebildet.
[0014] Wie aus Fig. 4 zu erkennen ist, können aber die vorne gelegene Schürfleiste 4a und
der hinten gelegene Abstützfuß 4b auch parallel zueinander verlaufen.
[0015] Bei der in abgebrochener Darstellung in Fig. 2 gezeigten Pflugschar sind zwei im
Abstand voneinander angeordnete Befestigungsvorrichtungen 3 für die Schürfleiste 4
dargestellt.Nur im Bereich jeder Befestigungsvorrichtung 3 ist die Schürfleiste 4
hier als Kombileiste mit Abstützfuß 4b ausgebildet.
[0016] Die Breitenausdehnung des Abstützfußes 4b übersteigt die Breiten der Befestigungsvorrichtungen
3 geringfügig. Die Schürfleiste 4a ist im Beispiel einstückig ausgebildet, ihre Breite
entspricht der Breite der Pflugschar 1.
[0017] Die Befestigungsvorrichtung 3 umfaßt als wichtigste Komponente einen als zweiarmiger
Hebel ausgebildeten Klemmhebel 5, der um eine Schwenkachse 6 in der in Fahrtrichtung
des Schneeräumfahrzeuges liegenden vertikalen Ebene schwenkbar ist. Für die Halterung
des Klemmhebels 5 sind an der hinten gelegenen Oberfläche der Pflugschar 1 Befestigungslaschenpaare
7 angeschweißt, die in einem Abstand voneinander angeordnet sind und die Lagerung
für die Enden der Schwenkachse 6 des Klemmhebels 5 bilden, der zwischen beiden Befestigungslaschen
7 schwenkbar gehalten ist. Die Schwenkachse 6 ist durch Splinte 8 gegen Verrutschen
gesichert.
[0018] Das eine Ende 5a des Klemmhebels 5 ist als Klemmpratze ausgebildet, die in Klemmstellung
in eine Aussparung 9 auf der hinteren Oberfläche der Schürfleiste 4a eingreift. In
Fig.2a ist in vergrößerter Darstellung die Ansicht des oberen Teiles der Schürfleiste
4a mit einer geschliffenen, gefrästen oder erodierten Aussparung 9 gezeigt, in die
das Ende 5a des Klemmhebels 5, ausgebildet als Klemmpratze eingreift.Dabei kann selbstverständlich
die Form der Aussparung verschieden gewählt sein. Da hier die Breite der Aussparung
9 nur unwesentlich größer als die Breite der Klemmpratze 5a ist, ist ein seitliches
Verschieben der Schürfleiste 5 relativ zur Pflugschar 1 nicht möglich, wenn einmal
durch ein Hindernis auf die Schürfleiste 4 ein in seitlicher Richtung ausgeübter Druck
so groß sein sollte, daß er die Flächenpressung durch die Kraft der Verklemmung übersteigt.
Als zusätzliche Sicherung gegen ein Herausrutschen der Schürfleiste 5 aus der Verklemmung
ist es möglich, die Schürfleiste im Bereich ihrer in der Klemmung befindlichen Kante
abzuwinkeln. Dann kann die Schürfleiste 4 auch beim Lösen der Verklemmung nicht nach
unten herausfallen. Siehe hierzu Pos.10.
[0019] Am anderen Hebelarm 5b des Klemmhebels 5 sind zwei Schwenkarme 11 angelenkt, die
um die Gelenkachse 12 in der gleichen Ebene wie der Klemmhebel 5 schwenkbar sind.
Die Schwenkarme 11 befinden sich zu beiden Seiten des Klemmhebels 5 und greifen in
Klemmstellung des Klemmhebels 5 in eine von mehreren übereinander an der Pflugschar
1 vorgesehenen Aussparungen 13 ein. Durch eine relativ schwache Zugfeder 14, die an
der Pflugschar 1 bei 15 eingehängt ist und mit dem Klemmhebel 5 verbunden ist, wird
dieser in angehobener Stellung gehalten und zwar unabhängig von der Einstellung einer
Betätigungseinrichtung 16. Nachdem die Schürfleiste 4 nach oben bis an den rechten
Winkel des L-Profils 2 eingeschoben wurde, bewirkt diese Betätigungseinrichtung 16,
daß der Klemmhebel 5 die Verbindung zwischen der Schürfleiste 4 und der Pflugschar
1 herbeiführt.
[0020] Nach Fig. 1 ist die Betätigungseinrichtung 16 durch eine Schraube 17 gebildet, die
von der Vorderseite der Pflugschar 1 ausgehend, durch einen mit der hinteren Oberfläche
der Pflugschar 1 verschweißten Befestigungsklotz 18 hindurchgeschraubt wird. Das Ende
ihres Gewindeschaftes 17a legt sich dabei an dem einen Arm 5b des Klemmhebels 5 an
und bewirkt eine Verschwenkung des Klemmhebels 5 dergestalt, daß die Klemmpratze 5a
in die Aussparung 9 der sich an den L-Profilschenkel 2a anlehnenden Schürfleiste 4a
gelangt. Gleichzeitig gleiten auch die freien Enden der Schwenkarme 11 längs der rückwärtigen
Oberfläche der Pflugschar und rasten in eine der Aussparungen 13 ein. Die Schürfleiste
4 ist somit mit der Pflugschar 1 fest verbunden.
[0021] Wie aus der Fig. 1 ohne weiteres ersichtlich ist, ist bei der erfindungsgemäßen Verklemmung
der Schürfleiste 4 mit der Pflugschar 1 von hinten ein größerer Bereich der Schürfleiste
frei zugänglich, d.h. es ist bei dieser Art der Befestigung mehr Schürfleistenabrieb
möglich. Es handelt sich hierdurch um eine Verbesserung von ungefähr 30% und mehr
gegenüber den in herkömmlicher Weise befestigten Schürfleisten.
[0022] Somit ist eine längere Lebensdauer der Schürfleisten erreichbar, was sich in einer
beträchtlichen Kostensenkung infolge des geringeren Materialverbrauchs auswirkt.
[0023] Die in den Fig. 3 bis 6 gezeigten Befestigungsvorrichtungen unterscheiden sich im
wesentlichen nur durch die Ausbildung der Betätigungseinrichtungen 16, mit denen der
Klemmhebel 5 in Arrtierstellung gebracht wird, nicht aber in deren Wirkung auf den
Klemmhebel 5.
[0024] In Fig. 3 ist die Betätigungseinrichtung 16 in Form eines Dehnschlauches 19 ausgebildet.
Der Dehnschlauch 19 kann allen an der Pflugschar 1 vorgesehenen Befestigungsvorrichtungen
3 gemeinsam sein und von einer Pneumatik- oder Hydraulikanlage aus gesteuert werden.
Die Wandung des Dehnschlauches 19 liegt einerseits an der hinteren Oberfläche des
Pflugschar 1 und andererseits am Hebelarm 5b des Klemmhebels 5 an. Erhöhung des Innendrucks
des Dehnschlauches 19 bewirkt eine Schwenkbewegung des Klemmhebels 5 in dem Sinne,
daß die Klemmpratze 5a einerseits und die Schwenkarme 11 andererseits in die ihnen
zugeordneten Aussparungen 9 bzw. 13 einrasten. Soll die Schürfleiste 4 ausgewechselt
werden, benötigt die Bedienungsperson kein Spezialwerkzeug. Bei Absinken des Innendrucks
des Dehnschlauches 19 lösen sich alle Befestigungsvorrichtungen 3 gleichzeitig und
die Schürfleiste kann ohne Schwierigkeiten ausgewechselt werden.
[0025] Aus Fig. 3 ist auch besonders gut ersichtlich, daß der Abstützfuß 4b der Kombischürfleiste
4 durch an den Befestigungslaschen 7 nach unten vorspringende Nasen 7b einen besseren
Halt gegen ein Wegknicken bekommt.
[0026] Die Befestigungseinrichtung 3 nach Fig. 4 und 5 umfaßt als Betätigungseinrichtung
einen Drehkeil 20, dessen Keilform im Querschnitt aus Fig. 4 zu erkennen ist. Die
Ausbildung des Drehkeiles 20 in Draufsicht ergibt sich aus Fig. 5. Hier erkennt man
den mit Einbuchtungen 21 versehenen Umfang des scheibenförmigen Drehkeiles 20. Der
Drehkeil 20 liegt zwischen der hinteren Oberfläche der Pflugschar 1 und dem Hebelarm
5b des Klemmhebels 5. Er ist über einen Bolzen 22, der die Pflugschar und eine Verstärkungsscheibe
23 durchdringt, mit einer von Hand oder durch Hammereinwirkung drehbaren Lasche 24
verbunden, die auf der Vorderseite der Pflugschar 1 aufliegt. Durch Verwendung eines
Hammers oder eines anderen festen Gegenstandes kann dieser Drehkeil 20 auch im vereisten
Zustand zu einer Drehbewegung veranlaßt werden.Das heißt, man benötigt kein Spezialwerkzeug,
um den Drehkeil 20 in oder aus seiner Klemmstellung zu bewegen. Ist die gewünschte
Klemmstellung des Drehkeiles 20 erreicht, d.h. die Klemmpratzen 5a und Schwenkarme
11 rasten in ihre entsprechenden Aussparungen 9 bzw. 13 ein, dann wird ein Sicherheitsstift
25 durch eine in der Pflugschar 1 vorgesehene Bohrung 26 hindurchgesteckt und mit
seinem einen Ende in eine der Einbuchtungen 21 des Drehkeiles gebracht. Siehe hierzu
Fig. 5.
Aus Fig. 4 ist auch die bereits vorstehend erwähnte Kombischürfleiste mit parallel
zur Schürfleiste 4a verlaufendem Abstützfuß 4b zu erkennen.
[0027] Die in Fig. 6 und 7 gezeigte Ausbildung der Befestigungsvorrichtung 3 umfaßt als
Betätigungsvorrichtung wiederum einen Drehkeil 20 entsprechend der Fig. 5. Hier wird
aber die für die Drehung des Keiles 20 vorgesehene Lasche 24, die über den Bolzen
22 fest mit dem Drehkeil 20 verbunden ist, mit Hilfe des Sicherungsstiftes 25 arretiert.
Darüber hinaus ist die Lasche 24 so weit nach unten gezogen, daß sie noch einen Teil
der Befestigungsleiste 2 abdeckt. Dies dient einer besseren Stabilisierung der Befestigung
der Schürfleiste 4.
[0028] Ferner soll darauf hingewiesen werden, daß bei diesem Beispiel die Schürfleiste 4a
aus einem besonders dünnen Stahlblech gebildet ist, auf dessen Rückwand zur Verstärkung
und Abstützung Gummi oder Kunststoffmaterial 4c aufvulkanisiert ist.
[0029] In Fig. 8 und 9 ist als Betätigungseinrichtung für den Klemmhebel 5 ein verschiebbarer
Flachteil 28 gewählt. Der Flachteil 28 ragt mit seinen Haltebacken 28a durch einen
Längsschlitz 30 der Pflugschar 1 hindurch und kann von der Bedienungsperson auf der
vorderen Oberfläche der Pflugschar 1 in der Zeichnung von oben nach unten verschoben
werden. Dabei wird durch die Keilspitze der Hebelarm 5b des Klemmhebels 5 in Klemmstellung
gebracht. Einen Stift 29, der von der vorderen Oberfläche der Pflugschar 1 aus eingeschlagen
wird und bis zum Keil 28 reicht, bildet für den Keil 28 einen Anschlag, der verhindert,
daß der Keil 28 selbsttätig nach oben rutschen kann. Es ist vorteilhaft, die Pflugschar
1 im Klemmbereich des Teiles 28 mit einer Stahlplatte 27 zu verstärken.
[0030] Abschließend ist zu erwähnen, daß die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung nicht
nur zur Befestigung der in der vorstehenden Beschreibung als Beispiele gewählten Schürfleisten
geeignet ist, sondern auch für die Verbindung der herkömmlichen Schürfleisten mit
einer Pflugschar eingesetzt werden kann. Hierfür müssen lediglich in Pflugschar und
Schürfleiste die für das Einrasten der Klemmpratzen erforderlichen Aussparungen eingefräst
werden. Die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung kann aber auch für Schürfleisten
mit profilierter Oberfläche Verwendung finden, d.h. mit anderen Worten, es handelt
sich um eine universell einsetzbare Befestigungsvorrichtung mit dem großen Vorteil,
daß sie ohne Spezialwerkzeuge und ohne besondere Kenntnisse von jeder Bedienungsperson
benützt werden kann und stets die vorstehend genannten Vorteile hinsichtlich Material-
und Kostenersparnis ermöglicht.
1. Befestigungsvorrichtung für die Herstellung einer lösbaren Verbindung zwischen der
Schürfleiste und der Pflugschar eines Schneeräumfahrzeuges, gekennzeichnet durch einen auf in Fahrtrichtung hinten gelegenen Oberflächen des Pfluges angeordneten
zweiarmigen Klemmhebel (5), der mit seinem einen Ende (5a) an der Schürfleiste (4)
arretierbar ist und an seinem anderen Ende (5b) über Schwenkarme (11) mit der Pflugschar
(1) verbindbar ist, wobei die Arretierung des Klemmhebels (5) durch eine auf den Klemmhebel
(5) einwirkende Betätigungseinrichtung (16) erfolgt.
2. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweiarmige Klemmhebel(5), um eine parallel zur Unterkante der Pflugschar
(1) verlaufende Schwenkachse (6) schwenkbar ist, die in beidseitig des Klemmhebels
angeordneten, mit der in Fahrtrichtung des Schneeräumfahrzeuges hinten gelegenen Oberfläche
der Pflugschar (1) fest verbundenen FLanschen (7) gelagert ist und mit seinem einen
Ende (5a) in der in Fahrtrichtung des Schneeräumfahrzeuges hinten gelegenen Oberfläche
der Schürfleiste (4) arretierbar ist und dass an seinem anderen Ende (5b) ein oder
zwei in einem seitlichen Abstand voneinander angeordnete, in der gleichen Ebene wie
der Klemmhebel (5) schwenkbare Schwenkarme (11) vorgesehen sind, deren freies, bzw.
freie Ende(n) an der in Fahrtrichtung hinten gelegenen Oberfläche der Pflugschar (1)
arretierbar ist, bzw. sind, wobei zur Arretierung des Klemmhebels (5) die Betätigungseinrichtung
(16) auf den einen Hebelarm (5b) des Klemmhebels (5) einwirkt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den hinten gelegenen Oberflächen von Pflugschar (1) und Schürfleiste (4)
Aussparungen (9,13) vorgesehen sind, die als Arretierungssitze für die Enden des Klemmhebels
(5) bzw. der Schwenkarme (11) dienen.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungseinrichtung (3) für den Klemmhebel (5) als Klemmschraube (17)
ausgebildet ist, die die Pflugschar (1), von ihrer vorderen Oberfläche ausgehend,
durchsetzt und sich mit dem Ende ihres längenverstellbaren Gewindeschaftes (17a) gegen
den Hebelarm (5a) des Klemmhebels (5) abstützt.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungseinrichtung als ein Hydraulikzylinder-Kolbenaggregat ausgebildet
ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungseinrichtung (3) für den Klemmhebel durch einen dehnbaren Schlauch(19)
gebildet ist, der zwischen der hinten gelegenen Oberfläche der Pflugschar (1) und
dem Klemmhebel (5) parallel zur Unterkante der Pflugschar verläuft und mit einer Pneumatik
oder Hydraulik verbunden ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungseinrichtung (3) für den Klemmhebel (5) in Form eines Keiles (20)
ausgebildet ist, der zwischen der hinteren Oberfläche der Pflugschar (1) und dem Klemmhebel
(5) angeordnet ist und über einen die Pflugschar (1) durchdringenden Bolzen (22) mit
einem auf der vorderen Oberfläche der Pflugschar anliegenden Stellglied (24) betätigbar
ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmteil des Keils (20) im Querschnitt konusförmig ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet, daß die Position des Klemmkeiles (20) mit Hilfe eines Sicherungsstiftes (25) arretierbar
ist, der das Stellglied (24) oder den Klemmkeil (20) mit der Pflugschar verbindet.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet, daß der Keil (20) in Form eines Drehkeiles (20) ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Keil (20) in Form eines verschiebbaren Keils ausgebildet ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine einstückig ausgebildete Schürfleiste (4a) mindestens zwei in einem Abstand
voneinander angeordnete Klemmhebel (5) aufweist.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet, daß bei einer in mehrere Schürfflächenbereiche unterteilte Schürfleiste bzw. Pflugschar
jeder Flächenbereich mindestens einen Klemmhebel (5) aufweist.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich jedes Klemmhebels (5) die Schürfleiste (4a) mit einem in Fahrtrichtung
hinten gelegenen Stützfuß (4b) kombiniert ist.
15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet, daß der Abstützfuß (4b) als Zusatzschürfleiste ausgebildet ist.
16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet, daß die Schürfleiste und der Abstützfuß (4b) einen konusförmigen, sich zum unteren
freien Ende der Schürfleiste hin verjüngenden Hohlkörper bilden.
17. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlkörper mit Gummi und/oder Kunststoff und/oder Mineralstoffen ausgefüllt
ist.
18. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet, daß längs des unteren Randes der Pflugschar (1) eine Verstärkungsleiste (2) in Form
eines L- oder U-Profiles angeordnet ist, dessen einer Schenkel (2a) eine Verlängerung
der Pflugschar (1) nach unten bildet und dessen anderer Schenkel (2b) zum Klemmhebel
(5) hingerichtet ist und gegebenenfalls maximal bis zum Abstützfuß (4b) der Schürfleiste
(4) reicht.