[0001] Die Erfindung betrifft ein mehrpoliges Installationsschaltgerät, insbesondere einen
mehrpoligen Leitungsschutzschalter oder Fehlerstromschutzschalter gemäß dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
[0002] Mehrpolige Leitungsschutzschalter sind im allgemeinen so aufgebaut, daß jeder Pol
ein kompletter einpoliger Leitungsschutzschalter ist, der jeweils eine Auslöseeinheit
mit elektromagnetischem und thermischem Auslöser, je ein Schaltschloß mit einer Verklinkungsstelle
und mit einem damit gekoppelten Betätigungsglied sowie je einen Kontaktapparat, eine
Löschkammer und Anschlußklemmen aufweist. Zur Bildung eines mehrpoligen Leitungsschutzschalters
sind die einzelnen Leitungsschutzschalterpole aneinandergereiht und mittels Schrauben-
oder Nietverbindungen, die die Gehäuse quer zur Aneinanderreihung durchgreifen, miteinander
fest verbunden.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Installationsschaltgerät der eingangs genannten
Art, insbesondere einen mehrpoligen Leitungsschutzschalter oder Fehlerstromschutzschalter,
zu schaffen, der im Aufbau vereinfacht ausgebildet ist.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das mehrpolige Installationsschaltgerät
ein einziges Betätigungselement und ein einziges, eine Verklinkungsstelle aufweisendes
Schaltschloß aufweist, das mittels eines allen Auslösern gemeinsamen Übertragungsgliedes
entklinkbar ist. Ein derartiges Installationsschaltgerät ist dann in ein einziges
Gehäuse einzubauen, wobei für jeden Pol die Kontaktstellen, die Löschkammern sowie
die Auslöseeinheit, jedoch für alle Pole lediglich ein einziges Schaltschloß und ein
einziges Betätigungselement vorhanden sind. Dadurch kann ein derartiges Schaltgerät
erheblich einfacher hergestellt werden.
[0005] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform besitzt das Installationsschaltgerät
eine drehbar gelagerte Kontaktwelle, an der eine der Anzahl der Pole entsprechende
Anzahl von Kontakthebeln gelagert ist; mit dem Schaltschloß ist ein Koppelelement
verbunden, das mit der Kontaktwelle gekoppelt ist, so daß bei Entklinkung die Kontaktwelle
mit den Kontakthebeln in Ausschaltstellung verdreht wird. Die Kontaktwelle kann einstückig
oder mehrstückig unterteilt sein; dann wäre zwischen den Kontaktwellenteilen je ein
Kopplungselement vorgesehen, so daß die einzelnen Wellenstücke als einheitliche Kontaktwellen
gekoppelt sind und sich wie eine einstückige Kontaktwelle drehen. Damit sind die Kontakthebel
je in einem zugehörigen Kontaktwellenstück gelagert.
[0006] In besonders vorteilhafter Ausgestaltung ist in dem als Druckknopf ausgebildeten
Betätigungselement eine Klinke drehbar gelagert, die das Koppelelement gegen einen
Ansatz am Betätigungselement drückt, und dieses dort abstützt, wodurch eine Art Verklinkungsstelle
gebildet ist.
[0007] Am Betätigungselement ist in besonders vorteilhafter Ausführungsform weiterhin ein
Auslösehebel gelagert, der mit einem von den Elektromagneten und thermischen Auslösern
betätigbaren Schlaghebel zusammenwirkt und mit dem die Klinke die Verklinkungsstelle
bildet.
[0008] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung kann dahin gehen, daß der Auslösehebel
ein Doppelarmhebel ist, dessen einer Arm von dem Schlaghebel antreibbar und an dessen
anderem Arm die Klinke zur Bildung der Verklinkungsstelle anliegt.
[0009] Darüberhinaus ist zwischen der Klinke und dem Druckknopf ein Anschlag vorgesehen,
gegen den im eingeschalteten Zustand das Koppelglied anliegt.
[0010] Damit der Druckknopf in Einschaltstellung in eingedrückter Stellung verbleibt, ist
in besonders vorteilhafter Weise gemäß Anspruch 11 am Druckknopf eine Gleitflächenanordnung
angeformt, gegen die ein Rastelement federnd angedrückt wird.
[0011] Die besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Gleitflächen ist dem Anspruch 12 zu
entnehmen.
[0012] Das Rastelement besitzt in vorteilhafter Ausgestaltung einen Rasthaltehebel oder
einen Rasthaltearm mit einer senkrecht dazu verlaufenden Nase, der um eine Achse,
die senkrecht zu den Gleitflächenebenen verläuft, schwenkbar und in der gleichen Achse
entgegen dem Druck einer Feder von dem beweglichen Kontakthebel verschiebbar und damit
von den Gleitflächen abdrückbar ist.
[0013] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist der Rasthaltehebel an einem
drehbar gelagerten Haltezapfen angebracht, der federnd gegen diesen drückt, so daß
die federnd gegen die Gleitflächen angedrückt ist, und auf dessen Stirnseite der Kontakthebel,
an dem das bewegliche Kontaktstück angebracht ist, drückt. Weiterhin ist der Rasthaltehebel
federnd um den Haltezapfen drehbar derart beaufschlagt, daß die Nase von der ersten
Gleitfläche sicher in den Rastsack und dann wieder in die zweite Gleitfläche gedrückt
ist, oder bei einer Freiauslösung direkt von der ersten Gleitfläche über die Trennwandung
auf die zweite bewegt wird. Beide Federkräfte bzw. -wirkungen können durch eine einzige
Feder erzeugt werden.
[0014] Wenn der Rasthaltehebel mit der Rastnase bei eingedrücktem Zustand in den Rastsack
eingreift, dann ist dies die Einschaltstellung und der Druckknopf wird von dem Rasthaltehebel
in der Einschaltstellung festgehalten. Wenn der Druckknopf weiter eingedrückt wird,
dann gleitet der Rasthaltehebel mit seiner Rastnase aus dem Rastsack heraus und der
Druckknopf wird zum Ausschalten freigegeben, so daß der Druckknopf aus der Frontwand
des Installationsschaltgerätes herausgleiten kann.
[0015] Von besonderer Bedeutung ist eine sog. Freiauslösestellung; in dieser Stellung muß
dafür gesorgt werden, daß beim Einschalten beispielsweise auf einen Kurzschluß oder
einen Überstrom der Rasthaltehebel mit der Rastnase nicht in den Rastsack hineingelangt,
sondern sofort wieder in die zweite Gleitfläche gelangen kann so daß das Installationsgerät
nicht einschaltbar ist; dies erfolgt dadurch, daß durch den Kontakthebel der Rasthaltehebel
von der ersten Gleitfläche abgedrückt werden kann, so daß aufgrund der Feder, die
auf den Rasthaltehebel einwirkt, der Rasthaltehebel über die Trennwandung zwischen
den beiden Gleitflächen in die zweite Gleitfläche gelangt.
[0016] Dadurch wird die Stellung der Kontakthebel Ein-Aus eindeutig durch den Druckknopf
erkennbar. Zwischenpositionen nimmt der Druckknopf nicht ein (z. B. bei Verchweißung
der Kontaktstücke).
[0017] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen der Erfindung sind den weiteren
Unteransprüchen zu entnehmen.
[0018] Anhand der Zeichnung, in der einige Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt
sind, sollen die Erfindung, weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen
der Erfindung und weitere Vorteile näher erläutert und beschrieben werden.
[0019] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erste Ausführungsform eines Leitungsschutzschalters, in teilweiser Ansicht, in
Einschaltstellung,
- Fig. 2
- eine Ansicht ähnlich der der Fig. 1 einer weiteren Ausführungsform, in Einschaltstellung,
- Fig. 3
- den Schalter gemäß Fig. 1, bei Ansprechen des elektromagnetischen Auslösers bei einem
Kurzschlußstrom,
- Fig. 4
- die Anordnung gemäß Fig. 2 bei Ansprechen des thermischen Auslösers,
- Fig. 5
- den Schalter gemäß Fig. 2 in Ausschaltstellung, und
- Fig. 6
- den Schalter gemäß Fig. 2 in der sog. Freiauslösestellung,
- Fig. 7
- eine perspektivische Ansicht eines Druckknopfes als Betätigungselement, und
- Fig. 8 bis 19
- unterschiedliche Stellungen des Druckknopfes gemäß Fig. 7 im Schalter nach den Fig.
1 bis 6.
[0020] Der Leitungsschutzschalter gemäß Fig. 1, der in der Gesamtheit die Bezugsziffer 10
aufweist, ist lediglich bezüglich der Komponenten Schaltschloß, Betätigungselement,
thermischer und magnetischer Auslöser sowie Kontaktstelle dargestellt. Anschlußklemmen
und Löschkammer sind aus Vereinfachungsgründen nicht dargestellt.
[0021] Der Leitungsschutzschalter besitzt ein Gehäuse 11, in dem je nach Polzahl mehrere,
wenigstens zwei Kontaktstellen (siehe weiter unten) eingesetzt sind. Das Gehäuse 11
besitzt die bei Leitungsschutzschaltern übliche Außenkontur mit einer Frontseite 12,
aus der ein als Druckknopf 13 ausgebildetes Betätigungselement herausragt; die Frontwand
12 ist parallel zur Bodenfläche ausgerichtet, welche in an sich bekannter, hier aber
nicht dargestellter Weise eine Ausnehmung zum Aufschnappen auf eine Hutprofiltragschiene
aufweist. Senkrecht zur Frontwand verlaufen zwei Seitenwandabschnitte 14 und 15, die
in parallel zur Bodenwand oder zur Frontwand verlaufende Wandabschnitte 16 und 17
übergehen, die nicht dargestellte Öffnungen aufweisen, durch die die Klemmschrauben
von Anschlußklemmen zugänglich sind. An die Wandabschnitte 16 und 17 anschließende,
senkrecht zur Frontwand 12 verlaufende Seitenwandabschnitte, die parallel zu den Seitenwandabschnitten
14 und 15 verlaufen, enthalten Ausnehmungen, um Anschlußleiter oder Sammelschienen
unter die Anschlußklemmen festzuklemmen. In dem Bereich nahe der Frontwand 12 ist
ein elektromagnetischer Auslöser 18 eingesetzt, wobei die Mittelachse der Spule 19
des Auslösers 18 etwa parallel zur Frontwand 12 verläuft. Der magnetische Auslöser
18 besitzt einen Schlagstift 20, der aus dem Steg 21 eines U-förmigen Joches 22 herausragt,
welches einen ersten Schenke 23 und einen zweiten Schenkel 24 aufweist, die ebenfalls
parallel zur Frontwand 12 verlaufen. Der Schenkel 23 besitzt in Richtung zur Frontwand
hin abgebogene Laschen 25, in der die Drehachse 26 eines L-förmigen Schlaghebels 27
gelagert ist. Der längere Steg 28 des Schlaghebels verläuft parallel zum Steg 21 und
übergreift diesen, wogegen der kurze Steg 29, der in gleiche Richtung von dem längeren
Steg 28 vorspringt wie der Schenkel 23, die Drehachse 26 trägt. Der Schlagstift 20
ist so ausgebildet bzw. so angeordnet, daß er gegen den längeren Schenkel 28 des Schlaghebels
27 zum Anliegen kommt und beim Auslösen bzw. Ansprechen diesen um seine Achse 26 im
Uhrzeigersinn verschwenkt.
[0022] An dem Schenke 24 sind Fortsätze 30 angeformt, die in Längsrichtung der Spule 19
verlaufen und über diese hinausragen, wobei an der Lasche 30 ein V-förmiges Trägerelement
31 befestigt ist, dessen beide Schenke 32 und 33 parallel zur Längsachse der Spule
19 verlaufen. Der Schenke 33 ist an der Lasche 30 befestigt oder daran angeformt und
der näher zur Frontwand 12 liegende Schenkel 32 trägt einen thermischen Auslöser 34
in Form eines Thermobimetalls. Am Schenke 32 ist somit das Thermobimetall 34 eingespannt.
Durch den Schenkel 32 greift senkrecht dazu eine Einstellschraube 35, die gegen die
Innenfläche des anderen Schenkels 33 zum Anliegen kommt; beim Verdrehen der Justierschraube
35 kann der Abstand der beiden Schenkel 32 und 33 und damit die Stellung des Thermobimetalls
34 eingestellt bzw. justiert werden.
[0023] Das Thermobimetall 34 verläuft parallel zur Längsachse der Spule 19 und überragt
den Steg 21.
[0024] An der Lasche 30 ist ein Auslösehebel 36 über eine Drehachse 37 drehbar gelagert,
der mit einer Nase 38 gegen das Thermobimetall 34 auf der Seite anliegt, in die sich
das Thermobimetall 34 auslenkt. Mit der Achse 37 ist verdeckt ein Vorsprung 39 verbunden,
dergestalt, wenn der Hebel 36 entgegen dem Uhrzeigersinn dadurch verdreht wird, daß
das Thermobimetall 34 gegen die Nase 38 drückt, der Vorsprung 39 gegen einen Ansatz
40 anschlägt, der an dem Schenkel 28 angeformt ist, so daß bei Verdrehen des Auslösehebels
36 über den Vorsprung 39 der Schlaghebel 27 in Uhrzeigersinn um die Achse 26 verdreht
wird.
[0025] In der Frontwand 12 ist der Druckknopf 13 geführt, wobei die Bewegung des Druckknopfes
13 senkrecht zur Frontwand 12 verläuft. Der Druckknopf 13 besitzt einen zylindrischen
Abschnitt 42, in dem eine Sacklochbohrung 43 von der der Drückfläche 44 entgegengesetzt
liegenden Seite eingebracht ist; in dieser Sacklochbohrung 43 befindet sich eine Druckfeder
45.
[0026] Etwa im Bereich der Mittelachse des Druckknopfes 13 ist quer dazu eine Drehachse
46 vorgesehen, um die eine Klinke 47 schwenkbar ist; aufgrund der Zuordnung der Druckfeder
45 zur Achse 46 der Klinke 47 wird diese dauernd entgegen dem Uhrzeigersinn in Drehung
beaufschlagt.
[0027] Am Druckknopf 13, in Richtung der Betätigungsbewegung, ist ein Vorsprung 48 angeformt,
an dem über einen Drehzapfen 49 ein Doppelarmhebel 50 angelenkt ist, der etwa L-förmig
ausgebildet ist und mit einem Arm 51 gegen die Außenfläche des Schenkels 28 anliegt,
wogegen am anderen Arm 52 eine Ausnehmung 53 vorgesehen ist, wodurch eine Kante 54
gebildet ist, gegen die eine Nase 56 der Klinke 47 anliegt; die Nase 56 bildet mit
der Kante 54 eine Verklinkungsstelle.
[0028] An dem Vorsprung bzw. Arm 48 ist eine Anliegefläche 57 angeformt, gegen die von einer
am Kontakthebel 54 angeordneten Feder (nicht gezeigt) ein Schenke 59 eines Übertragungsbügels
60 angedrückt und von einer Druckfläche 58 festgehalten ist; der Übertragungsbügel
60 ist mit dem anderen Schenkel 61 mit dem Hebelarm 62 eines Kontaktträgers 63 verbunden,
in dem ein Kontakthebel 64 mit dem beweglichen Kontaktstück 65 drehbar gelagert ist.
Der Kontakthebel 64 besitzt weiterhin auf der der Kontaktstelle entgegengesetzten
Seite einen Betätigungsarm 66, der, wie weiter unten dargestellt ist, bei einer Auslösung
gegen den Zapfen 67 eines Rastarmes 68 anschlägt, so daß der Rastarm 68 in der Zeichnung
Fig. 1 nach links bewegt werden kann. Das bewegliche Kontaktstück 65 wirkt mit einem
Festkontaktstück 69 zusammen.
[0029] Es sei auf die Fig. 2 Bezug genommen; diese Anordnung unterscheidet sich lediglich
in der Fixierung und Justierung des Thermobimetalls von der Anordnung nach Fig. 1,
siehe weiter unten. An dem Druckknopf 13 ist außerdem eine Gleitfläche 70 (siehe unten)
angeformt, die zur Verrastung einer am Rasthebel 68 angeformten Nase 71 dient. Diese
Gleitfläche 70 ist eine geschlossene Gleitfläche, auf der die Nase 71 beim Hineindrücken
und Loslassen gleitet. Beim Hineindrücken gelangt die Nase 71 hinter einen Rastsack
an der Trennwandung, die innerhalb der geschlossenen Gleitfläche liegt, so daß der
Druckknopf 13 in seiner gedrückten Stellung festgehalten wird. Bei nochmaligem Drücken
gelangt die Nase 71 aus dem Rastsack und der Druckknopf 13 kann wieder in seine herausgesprungene
Stellung gehen, siehe auch weiter unten; anhand der Fig. 7 und folgende wird dies
näher erläutert.
[0030] Bei der Ausführung gemäß Fig. 2 ist ein magnetischer Auslöser 70 vorgesehen, dessen
Joch 71a einen kürzeren, dem Schenkel 23 der Fig. 1 entsprechenden Schenkel 72 aufweist;
der andere Schenkel 73 ist länger ausgebildet und überragt die Spule 74; am freien
Ende des längeren Schenkels 73 ist eine Abkröpfung 75 vorgesehen, an der das Thermobimetall
34 befestigt ist. Zur Justierung des Thermobimetalls ist ein Drehhebel 76 in einer
an dem Steg 73 angeformten Lasche 77 gelagert; der Drehhebel 76 kann mittels einer
Rasteinrichtung 78 und 79 dergestalt justiert werden, daß eine Drehachse 80 für einen
dem Hebel 36 entsprechenden Hebel 81 verstellt wird. Die übrigen Elemente entsprechen
denen der Fig. 1. Nachzutragen ist, daß in dem Knie des Schlaghebels 27 eine Ausnehmung
82 eingebracht ist, durch die hindurch eine Kupplungsleiste (nicht dargestellt) gesteckt
werden kann, mit der die Schlaghebel 27 der nebeneinanderliegenden Auslöser gekoppelt
sind. Wenn nämlich zwei oder mehrpolige Leitungsschutzschalter gebildet werden, dann
sind selbstverständlich eine der Anzahl der Pol entsprechende Anzahl von elektromagnetischen
und thermischen Auslösern vorhanden. Darüberhinaus ist auch ein Kontaktträger 63 vorhanden,
der eine der Anzahl der Pole entsprechende Anzahl von Kontakthebeln trägt. Daß bei
mehrpoliger Ausgestaltung auch eine der Anzahl der Pole entsprechende Anzahl von Anschlußklemmen
und von Löschkammern vorgesehen ist, ist selbstverständlich.
[0031] Wenn nun ein Kurzschlußstrom abgeschaltet werden soll, dann wird der Schlagstift
20 aus der Spule 19 nach links bewegt und trifft dort auf den Schenkel 28 des Schlaghebels
27 und verdreht diesen um seine Achse 26. Der Schenkel 28 legt sich gegen den Arm
51 des Auslösehebels 50 und verschwenkt diesen entgegen dem Uhrzeigersinn, wobei der
andere Arm 52 von der Nase 56 der Klinke freikommt; diese kann sich dabei im Uhrzeigersinn
um die Achse 46 verschwenken und den Bügel 60 freigeben, so daß der Schenke 59 des
Bügels in einem Schlitz 95 am Vorsprung 48 entlanggleiten kann; dadurch kann der Kontaktträger
63 sich entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenken, so daß der Schalter in Öffnungsstellung
geht. Selbstverständlich ist die Schlagwirkung des Schlagstiftes 20 über den Schenke
28 so, daß der Schenke 28 gegen den Hebel bzw. gegen den Vorsprung 66 des Kontakthebels
anschlägt und so unabhängig von der Entklinkung der Verklinkungsstelle 54, 56 den
Kontakthebel öffnet.
[0032] Die Wirkungsweise des thermischen Auslösers zeigt die Fig. 4. Aufgrund eines Überstromes
biegt sich, wie ersichtlich, das Thermobimetall 34 entgegen dem Uhrzeigersinn aus
und verschwenkt den Arm 81 und über den Arm 81 und den Vorsprung 81a, der dem Vorsprung
39 entspricht, den Schlaghebel 27, der in Uhrzeigersinn sich um die Achse 26 verschwenkt,
wodurch der Auslösehebel 50 entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt wird, wodurch die
Verklinkungsstelle 56, 54 entklinkt wird; wenn sich der Bügel 60 nach oben im Schlitz
95 verschiebt, kann der Kontakthebel 64 in Ausschaltstellung gehen.
[0033] In Fig. 5 ist die Ausschaltstellung gezeigt. Nach Öffnung der Kontaktstelle 65, 69
und nach Verschieben des Rastarmes 68 ganz nach links kann der Druckknopf 13 aus seiner
Stellung

EIN" in seine Stellung

AUS" gelangen und dadurch kommt der Schenkel 59 des Bügels 60 hinter seine Anschlagstelle
57; die Klinke kann sich aus der Stellung gemäß Fig. 4 wieder in ihre ursprüngliche
Stelle bewegen, da sie durch den hinter die Anliegefläche 57 gleitenden Schenkel 59
nicht mehr nach links gehalten ist, so daß die Nase 56 wieder in ihre Verklinkungsstelle
gelangen kann. Die herausgesprungene Stellung des Druckknopfes 13, was unter dem Druck
einer nicht näher dargestellten Feder erfolgt, entspricht auch der Ausschaltstellung
des beweglichen Kontaktstückes.
[0034] Die Fig. 6 zeigt die sog. Freiauslösestellung, die eine Auslösung bei gedrückt gehaltenem
Druckknopf ermöglicht. Dabei wird der Rastarm 68 aus dem Druckknopf herausgedrückt.
[0035] Es sei nun Bezug genommen auf die Fig. 7 bis 19, in denen die Form des Druckknopfes
13 in Verbindung mit dem Schaltschloß des Leitungsschutzschalters gemäß den Fig. 1
bis 6 dargestellt ist. Insbesondere soll anhand der Fig. 7 bis 19 die Form der oben
erwähnten Gleitflächen und die Wirkungsweise näher erläutert werden.
[0036] Ein Druckknopf 13 der Fig. 7 umfaßt einen zylindrischen Abschnitt 43, dessen nicht
sichtbare, in der Zeichnung oben liegende Fläche (bei 44) eine Drückfläche aufweist.
An der entgegengesetzten Kreisfläche 113 des zylindrischen Abschnittes schließt ein
erster Vorsprung 114 und ein zweiter Vorsprung 115 an, der eine etwa rechteckige Form
aufweist und auf dem auf einer der Breitseiten eine Gleitflächenanordnung 116 vorgesehen
ist. Die Gleitflächenanordnung 116 (entspricht der Gleitfläche 70 der Fig. 2) besitzt
eine etwa parallel zur Bewegungsrichtung des Druckknopfes 13 verlaufende erste Gleitfläche
117 und eine parallel dazu verlaufende zweite Gleitfläche 118, die in ihrem drückflächenseitigen
Bereich über eine Verbindungsstelle 119 und ebenfalls über eine drückflächenabseitige
Verbindungsstelle 120 miteinander verbunden sind. Von einer nicht näher dargestellten
Bezugsebene, die parallel zu den Gleitflächen oder angenähert parallel zu den Gleitflächen
117, 118 verläuft, besitzen beide Gleitflächen 117 und 118 unterschiedlichen Abstand:
die erste Gleitfläche steigt von der Verbindungsstelle 120 leicht an bis zu einer
im Bereich der Verbindungsstelle 119 befindlichen Sattelfläche 121, die zur eigentlichen
Verbindungsstelle 119 über eine Stufe 122 abfällt. Über eine weitere Stufe 123 fällt
die Verbindungsstelle 119 ab zur zweiten Gleitfläche 118, die bis hin zur Verbindungsstelle
120 bezogen auf diese Bezugsebene ansteigt, so daß an der Verbindungsstelle 120 zwischen
der zweiten Gleitfläche und der ersten Gleitfläche eine dritte Stufe 124 vorgesehen
ist, über die die zweite Gleitfläche zur ersten Gleitfläche 117 abfällt. Zwischen
den Gleitflächen 118 und 117 befindet sich eine Trennwandung 125, die auf der der
Verbindungsstelle 119, also der drückflächennahen Verbindungsstelle 119 mit einem
Rastsack 126 versehen ist. Wenn eine feststehende und nur quer zu den Gleitflächen
117 und 118 federnde Nase auf den Gleitflächen 117 und 118 entlanggleitet, dann gleitet
sie zunächst in Pfeilrichtung P
1 (Relativbewegung) auf der Gleitfläche 117 nach oben zur Sattelfläche 121 und rutscht
von dort über die Stufung 122 auf die Verbindungsstelle 119 und hinter den Rastsack
126, wodurch der Druckknopf 13 in der eingedrückten Stellung festgehalten wird. Die
Verbindungsstelle 119 der beiden Gleitflächen 117 und 118 ist nach oben, also zur
Drückflächenseite hin, von einer senkrecht dazu verlaufenden Stufung 127 abgeschlossen,
die unter einem Winkel von 45° zur Bewegungsrichtung des Druckknopfes verläuft und
in die Stufe 122 übergeht, wobei die Stufung 127 oder Grenzwandung 127 parallel zu
der der Gleitbahn 118 benachbarten V-Fläche 128 des Rastsackes 126 verläuft. Wenn
der Druckknopf 13 weiter hineingedrückt wird, dann verschiebt sich die Rastnase in
Pfeilrichtung P
2 und wird über die Stufung 127 und die weitere Stufe 123 hin zur zweiten Gleitfläche
118 abgelenkt und gleitet dann, wenn der Druckknopf wieder nach oben gleitet, auf
der zweiten Gleitfläche 118 bis hin zur zweiten Verbindungsstelle 120 und schnappt
über die Stufe 124 wieder auf die erste Gleitbahn 117. Die Führung der Rastnase erfolgt
also einerseits durch die Trennwandung 125, die Stufung 127 und eine parallel zur
Trennwandung 125 verlaufende Begrenzungswand 129, zwischen denen die zweite Gleitfläche
118 verläuft. Die Begrenzungswand 129 weist im Bereich der Verbindungsstelle 120 einen
zur Gleitfläche 117 hin geneigten Bogen 130 auf. Bei der Bewegung P
3 wird die Rastnase zwischen der Begrenzungswand 129 mit dem Bogen 130 und der Trennwandung
125 auf der Gleitfläche 118 geführt.
[0037] Das Rastelement (siehe weiter unten) macht somit eine Bewegung senkrecht zur Bezugsebene
und außerdem noch eine Drehbwegung um eine Drehachse, die senkrecht zu der Bezugsebene
verläuft.
[0038] An dem ersten Vorsprung 114 schließt der Arm 48 an, an dem der senkrecht dazu und
senkrecht zur Bewegungsrichtung des Druckknopfes 13 verlaufender Zapfen 48 anschließt
(siehe weiter unten). In dem Vorsprung 115 befindet sich eine axial verlaufende Bohrung
133, in der eine Druckfeder angeordnet ist (nicht gezeigt), die den Druckknopf 13
dauernd nach oben drückt. Die Eindrückbewegung ist die Bewegung in Pfeilrichtung E
und die Ausdrückbewegung ist die Bewegung gemäß Pfeilrichtung A. Die Bewegung E erfolgt
manuell und die Bewegung A aufgrund der in der Bohrung 133 befindlichen Druckfeder.
[0039] Die Fig. 8 und 9 zeigen den Druckknopf 13 mit der Gleitfläche 117, auf der das Gleitelement
134 bzw. Rastelement 134 entlanggleitet. Dieses Rastelement 134 besitzt eine Nase
135, die der Nase 71 der Fig. 2 entspricht und an dem etwa parallel zur Bewegungsrichtung
des Druckknopfes 13 verlaufenden Arm 68 angeformt ist, der mit dem quer dazu verlaufenden
Bolzen 67 verbunden ist; der Bolzen 67 ist in seiner Achsrichtung verschieblich, so
daß auch der Arm 68 verschiebbar ist; darüberhinaus ist der Bolzen 67 auch drehbar
um seine Längsachse, so daß der Arm 68 um die Bolzenachse 67 verschwenkbar ist. Um
den Bolzen 67 ist eine Feder 67a (Fig. 1, 8) gewickelt, die sowohl als Druckfeder
dient, als auch als Drehfeder, insoweit, als ein Ende 67b ortsfest und das andere
Ende 67c fest mit dem Rastarm 68 verbunden ist. Der Kontakthebel 64 mit der Nase 66
verschiebt den Bolzen 67 entgegen dem Druck der Feder 67a, wenn er in Ausschaltstellung
geht, und die Drehfederwirkung verdreht den Bolzen 67 und den Rastarm 68 so, daß die
Rastnase 134 von der ersten Gleitfläche 117 über die Trennwandung 125 in die zweite
118 gleiten kann (Freiauslösung).
[0040] Die Fig. 9 zeigt den Rastarm 68 mit der Rastnase 135 an der zweiten Verbindungsstelle
120. Wenn der Druckknopf in Pfeilrichtung E gedrückt wird, dann gleitet, wie aus Fig.
11 ersichtlich ist, die Rastnase des Rastarmes 68 hin zur Verbindungsstelle 119 und
schnappt dann, wie aus Fig. 13, 14 und 15 zu sehen ist, in den Rastsack 126; die Fig.
14 und 15 zeigen diese eingedrückte, stabile Lage.
[0041] Bei der Stellung nach Fig. 17 (unabhängig von der Stellung gemäß Fig. 16) würde die
Rastnase 135 auf der zweiten Gleitfläche 118 gleiten, bis sie, wenn der Druckknopf
in Pfeilrichtung A bewegt wird, wieder in der Stelle endet, die in der Fig. 9 dargestellt
ist.
[0042] Zusätzlich ist zum besseren Verständnis angedeutet, daß an der Drehachse 138 der
Kontaktwelle 63 drehbar gelagert ist, in der der bewegliche Kontakthebel 64 aufgenommen
ist. Am Kontakthebel 64 ist das bewegliche Kontaktstück 65 und auf der entgegengesetzten
Seite ein Anschlag 66 vorgesehen, der gegen die Stirnfläche des Bolzens 67 anliegt.
[0043] Die Fig. 8 und 9 zeigen die Anordnungen in der Ausschaltstellung, wenn also der Druckknopf
13 vollständig aus dem Schaltgerät herausragt. Die Rastnase 135 befindet sich dabei
an der Verbindungsstelle 120. Das bewegliche Kontaktstück 65 ist in seiner Ausschaltstellung.
Zum Einschalten wird der Druckknopf 13 in Pfeilrichtung E gedrückt, wodurch über den
Bügel 60 (Fig. 1) und die Kontaktwelle 13 der bewegliche Kontakthebel 64 in die Berührungsstellung
mit einem festen Kontaktstück 69 gelangt. Das Rastelement 135 befindet sich auf der
Gleitfläche 117 aber noch in gewisser Entfernung zur Verbindungsstelle 119. Wenn der
Druckknopf 13 weiter hineingedrückt wird, dann wird aufgrund der Drehwirkung der Feder
67a die Rastnase 135 im Bereich der Verbindungsstelle 119 in den Rastsack 126 einschnappen;
man erkennt in Fig. 12, daß der Druckknopf weiter hineingedrückt ist, als es nötig
wäre zum Verrasten, weil ein Abstand d zwischen dem Grund des Rastsackes 126 und der
Nase 135 vorhanden ist; wenn der Druckknopf 13 freigegeben wird, dann bewegt sich
der Druckknopf 13 kurz in Pfeilrichtung A und der Grund des Rastsackes 126 legt sich
gegen die Rastnase 135 an. Dies ist dann die Einschaltstellung.
[0044] Wenn der Schalter ausgelöst hat, d. h. wenn der elektromagnetische oder thermische
Auslöser des Leitungsschutzschalters angesprochen hat, dann wird durch Freigabe des
Bügels 60 der Kontakthebel 64 in Ausschaltstellung gelangen, wobei der Anschlag 66
den Bolzen 67 in der Zeichnung Fig. 16 nach links verschiebt, so daß die Rastnase
135 frei von der Gleitfläche 118 kommt, die Trennwandung 125 überspringt und an die
Fläche 129 stößt. Dadurch kann der Druckknopf 13 aufgrund der Kraft der nicht gezeigten
Druckfeder in Pfeilrichtung A wegwandern. Man erkennt in der Fig. 16, daß die Begrenzungswand
129 so gewählt ist, daß selbst bei der maximalen Verschiebung des Rastelementes 134
weg von der Gleitfläche 118 sich die Rastnase 135 immer noch im Bereich der Begrenzungswand
129 befindet.
[0045] Bei einem elektrischen Leitungsschutzschalter ist von wichtiger Bedeutung, daß auch
beim Einschaltvorgang eine Auslösung erfolgen kann, was als Freiauslösung zu bezeichnen
ist. Hierzu wird das Rastelement über den beweglichen Kontakthebel aus der Gleitfläche
117 herausgedrückt und über die Wandung 125 gegen die Begrenzungswand 129 mittels
einer Federanordnung, die nicht dargestellt ist, gedrückt, wodurch ein Verrasten des
Druckknopfes in der Einschaltstellung und damit eine Verklinkung des Schalters verhindert
und vermieden wird.
1. Mehrpoliges Installationsschaltgerät, insbesondere mehrpoliger Leitungsschutzschalter
oder Fehlerstromschutzschalter, mit pro Pol je einem magnetischen und einem thermischen
Auslöser, einer Kontaktstelle, einer Löschkammer sowie Anschlußklemmen, dadurch gekennzeichnet, daß lediglich ein einziges Betätigungselement (13) und lediglich ein eine Verklinkungsstelle
aufnehmendes Schaltschloß vorgesehen sind, die mittels eines allen Auslösern gemeinsamen
oder alle Auslöser verbindenden Übertragungsgliedes entklinkbar sind.
2. Installationsschaltgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine drehbar
gelagerte, einstückige oder mehrstückige Kontaktwelle (63) vorgesehen ist, an der
eine der Anzahl der Pol entsprechende Anzahl von Kontakthebeln (64) gelagert ist,
daß mit der Verklinkungsstelle (54, 56) ein Koppelelement (60) gekoppelt ist und bei
Entklinkung die Kontaktwelle (63) mit den Kontakthebeln in Ausschaltrichtung verschwenkt.
3. Installationsschaltgerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß an dem als Druckknopf (13) ausgebildeten Betätigungselement ein Auslösehebel (50)
drehbar gelagert ist, der mit einem von dem elektromagnetischen und thermischen Auslöser
betätigbaren, allen gemeinsamen, als Schlaghebel ausgebildeten Übertragungsglied zusammenwirkt.
4. Installationsschaltgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslösehebel
(50) ein Doppelarmhebel ist, dessen einer Arm (51) von dem Schlaghebel (27) antreibbar
und an dessen anderem Ende die Klinke (47) anliegt und mit ihr die Verklinkungsstelle
(54, 56) bildet.
5. Installationsschaltgerät nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
der Klinke (47) und dem Betätigungsglied (13) ein Anschlag (57) vorgesehen ist, gegen
den im eingeschalteten Zustand das Koppelelement (60) mit einem Ende anliegt.
6. Installationsschaltgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Koppelelement
ein U-förmiger Bügel ist, dessen einer Schenkel (59) am Anschlag (57) und dessen anderer
Schenkel (61) mit der Kontaktwelle gekoppelt ist.
7. Installationsschaltgerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Klinke unter dem Druck einer Feder dauernd in Richtung Schlaghebel zu Rückstellung
beaufschlagt ist.
8. Installationsschaltgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder innerhalb
des Druckknopfes angeordnet ist.
9. Installationsschaltgerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder in
einem Sackloch angeordnet ist, das im zylindrischen Bereich des Druckknopfes vorgesehen
ist.
10. Installationsschaltgerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schlaghebel (27) die Schlagstifte (20) jedes Elektromagnetsystems überdeckt
und von den thermischen Auslösern über jeweils ein Übertragungselement betätigbar
ist.
11. Installationsschaltgerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß daß ein Rastelement (134) federnd gegen eine Gleitflächenanordnung (117, 118)
am Druckknopf (13) gedrückt gleitet, daß die Gleitflächenanordnung (116, 117, 118)
zwei etwa parallele, in Verschieberichtung verlaufende Gleitflächen (117, 118) aufweist,
die eine geschlossene Gleitbahn bilden und zwischen denen eine Trennwandung (125)
liegt und von denen auf der ersten Gleitfläche (117) das Rastelement (134) beim Niederdrücken
des Druckknopfes und auf der zweiten Gleitfläche (118) das Rastelement (134) beim
Herauswandern des Druckknopfes (13) gleitet, und daß an der Trennwandung (125) im
Gleitweg an der drückflächennahen Verbindungsstelle (119) der Gleitflächen (117, 118)
ein Rastsack (126) vorgesehen ist, in den das Rastelement (134) beim Eindrücken des
Druckknopfes (13) einrastet und ihn in der gedrückten zweiten stabilen Lage (eingedrückte
Lage) festhält.
12. Installationsschaltgerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitflächen
(117, 118) unterschiedliche Abstände von einer Bezugsfläche aufweisen, wobei an der
drückflächenabseitigen Verbindungsstelle (120) der Gleitflächen eine dritte Stufe
(124) von der einen zur anderen Gleitfläche (118, 117) vorgesehen ist, die verhindert,
daß das Rastelement (134) beim Niederdrücken des Druckknopfes (13) in die zweite Gleitfläche
gelangt.
13. Installationsschaltgerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Rastelement (134) einen Rasthaltehebel (68) mit einer senkrecht dazu verlaufenden
Nase (135) aufweist, der um eine Achse, die senkrecht zu den Gleitflächenebenen verläuft,
schwenkbar und in der gleichen Achse entgegen dem Druck einer Feder von dem beweglichen
Kontaktstück (65) verschiebbar und damit von den Gleitflächen (117, 118) abdrückbar
ist.
14. Installationsschaltgerät nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Rasthaltehebel
(68) an einem drehbar gelagerten Haltezapfen (67) angebracht ist, auf dessen Stirnseite
der Kontakthebel (64), an dem das bewegliche Kontaktstück (65) angebracht ist, drückt.
15. Installationsschaltgerät nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß der
Rasthaltehebel (68) federnd um den Haltezapfen (67) drehbar beaufschlagt ist, derart,
daß die Nase von der ersten Gleitfläche (117) in den Rastsack (126) und dann wieder
in die zweite Gleitfläche (118) gedrückt ist.