[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum feuchtigkeitsdichten Anbringen eines
Verbindungselements an einem Hochfrequenzkabel, das zumindest einen rohrförmigen elektrischen
Leiter aufweist, der von einem aus Isoliermaterial bestehenden Mantel umgeben ist,
mit welchem zunächst das Ende des Leiters vom Mantel befreit wird, mit welchem danach
ein buchsenförmiges, metallisches Kontaktteil an diesem Ende des Leiters elektrisch
leitend festgelegt wird und mit welchem zwischen Kontaktteil und Leiter einerseits
sowie Kontaktteil und Mantel andererseits ein abdichtendes Material angebracht wird
(DE-PS 19 43 885).
[0002] "Hochfrequenzkabel" - im folgenden kurz "HF-Kabel" genannt - können Hohlleiter oder
koaxiale HF-Kabel sein. Der Leiter bzw. Außenleiter dieser HF-Kabel besteht beispielsweise
aus Kupfer. Er kann glatt ausgeführt oder mit einer quer zu seiner Längsachse verlaufenden
Wellung versehen sein, durch welche das HF-Kabel gut biegbar ist und in großer Länge
auf eine Spule aufgewickelt werden kann. Das am Leiter des HF-Kabels angebrachte Kontaktteil
dient zum Anschluß des HF-Kabels an ein anderes HF-Kabel bzw. an ein Gerät. Bei dem
Kontaktteil kann es sich beispielweise um einen Steckverbinder handeln, der im Falle
eines koaxialen HF-Kabels auch einen Steckerstift für den Innenleiter desselben aufweist
Zur Vermeidung von Kontaktschwierigkeiten durch Korrosion oder Kurzschluß muß verhindert
werden, daß Feuchtigkeit in die Verbindungsstelle gelangt Dazu muß auch der Übergang
vom HF-Kabel zum Kontaktteil ausreichend abgedichtet sein.
[0003] Bei dem bekannten Verfahren nach der eingangs erwähnten DE-PS 19 43 885 werden alle
Hohlräume des Verbindungselements, die bei montiertem Kontaktteil zwischen demselben
und den umschlossenen Teilen Leiter und Mantel bestehen, mit einer zähelastischen
Masse ausgefüllt. Das Kontaktteil ist dazu mit mehreren Kanälen ausgerüstet, mittels
derer die Masse über den ganzen Umfang des Leiters verteilt wird Durch die Masse ist
auch der Übergang vom Mantel zum blanken Leiter abgedichtet. Die Masse füllt dabei
auch Vertiefungen aus, welche gegebenenfalls durch eine Wellung des Leiters gegeben
sind. In den Spalt zwischen Mantel und Leiter eingedrungenem Wasser wird durch die
Masse der Weg versperrt Es kann nicht in die Verbindungsstelle zwischen Leiter und
Kontaktteil gelangen. Der insgesamt zu treibende Aufwand ist bei diesem bekannten
Verbindungselement relativ hoch Es muß ein Kontaktteil mit Kanälen verwendet werden
und die zahelastische Masse muß mit einem Spezialwerkzeug in die Hohlraume des Verbindungselements
eingepreßt werden
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs geschilderte Verfahren so
weiterzubilden, daß die Abdichtung zwischen Leiter und Mantel des HF-Kabels und dem
Kontaktteil auf einfache Weise erreicht werden kann
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß als abdichtendes Material
ein aus mindestens zwei Komponenten bestehendes Dichtmaterial verwendet wird, das
nach Montage des Kontaktteils sein Volumen derart vergrößert, daß ein umlaufender
Hohlraum zwischen Kontaktteil und Leiter sowie zwischen Kontaktteil und Mantel zumindest
im Übergangsbereich vom Leiter zum Mantel durch dasselbe ausgefüllt wird.
[0006] Mit diesem Verfahren ergibt sich eine sehr einfache Montage des Kontaktteils, das
selbst einfach aufgebaut sein kann. Das Ende des HF-Kabels wird in üblicher Technik
behandelt. Dazu wird der Mantel auf einer vorgegebenen Länge vom Leiter entfernt,
der danach gegebenfalls noch blank gemacht wird. Anschließend wird das buchsenförmige
Kontaktteil so montiert, daß es elektrisch gut leitenden Kontakt zum Leiter hat Das
in dem Zwischenraum zwischen Kontaktteil und HF-Kabel - Leiter einerseits und Mantel
andererseits - befindliche Dichtmaterial vergrößert nach fertiger Montage des Kontaktteils
sein Volumen derart, daß der Zwischenraum zumindest an einer Stelle umlaufend ausgefüllt
ist, und zwar im kritischen Bereich am Übergang vom Leiter zum Mantel des HF-Kabels.
Für das fertige Verbindungselement ist sichergestellt, daß keine Feuchtigkeit mehr
an die Kontaktstelle zwischen Kontaktteil und Leiter gelangen kann
[0007] Das Dichtmaterial besteht aus mindestens zwei Komponenten. Die Komponenten können
so gewählt werden, daß sich eine variable Reaktionszeit ergibt. Nach Ablauf der Reaktionszeit,
die für den jeweiligen Anwendungsfall eingestellt werden kann, vergrößert das Dichtmaterial
sein Volumen. Dazu kann es beispielweise vor der Montage des Kontaktteils außen auf
das HF-Kabel aufgebracht oder auch innen im Kontaktteil angebracht werden. Das Dichtmaterial
kann aber auch so angewendet werden, daß beispielsweise nur eine seiner Komponenten
auf die innere Oberfläche des Kontaktteils aufgebracht wird. Die Reaktion zur Vergrößerung
des Volumens erfolgt dann durch eine zweite, in den Zwischenraum zwischen Kontaktteil
und HF-Kabel einzubringende Komponente.
[0008] Das Verfahren nach der Erfindung wird anhand der Zeichnungen als Ausführungsbeispiel
erläutert.
[0009] Es zeigen
Fig. 1 und 2 zwei unterschiedliche Verbindungsstellen eines HF-Kabels.
Fig 3 ein mit dem Verfahren nach der Erfindung montiertes Verbindungselement im Schnitt.
[0010] In Fig. 1 ist ein HF-Kabel 1 gezeigt, das an ein elektrisches Gerät 2 angeschlossen
ist. Das HF-Kabel 1 kann ein Koaxialkabel mit beliebigem Aufbau oder auch ein Hohlleiter
sein. Am Ende des HF-Kabels 1 ist ein Verbindungselement 3 angebracht, mittels dessen
es an ein passendes Verbindungselement 4 des Gerätes 2 angeschlossen werden kann.
[0011] Fig. 2 zeigt die Verbindungsstelle zwischen zwei HF-Kabeln 1 und 5. Hier ist das
Verbindungselement 3 mit einem am HF-Kabel 5 angebrachten, korrespondierenden Verbindungselement
6 verbunden.
[0012] Gemäß Fig. 3 ist das Verbindungselement 3 am Ende eines koaxialen HF-Kabels 1 angebracht.
Das HF-Kabel 1 hat einen im dargestellten Ausführungsbeispiel gewellt ausgeführten,
rohrförmigen Außenleiter 7, der unter Zwischenschaltung eines Dielektrikums 8 einen
Innenleiter 9 konzentrisch umgibt Über dem Außenleiter 7 ist ein aus Isoliermaterial
bestehender Mantel 10 angeordnet. Das Verbindungselement 3 ist als buchsenförmiges
Kontaktteil ausgebildet. Es besteht im dargestellten Ausführungsbeispiel aus einem
Rohrstück 11 und einem Anschlußteil 12, das beispielsweise auf das Rohrstück 11 aufschraubbar
ist Zwischen beiden Teilen kann ein Dichtung 13 angebracht sein. Am freien Ende des
Anschlußteils 12 kann eine Überwurfmutter 14 drehbar angeordnet sein. Das Kontaktteil
umgibt das Ende des HF-Kabels 1. Im Zwischenraum zwischen beiden Teilen ist ein Dichtmaterial
15 angebracht Die elektrisch gut leitende Verbindung zum Außenleiter 7 ist durch einen
umlaufenden Ring 16 des Anschlußteils 12 hergestellt, der durch die Schraubverbindung
zum Rohrstuck 11 und mittels eines rohrförmigen, federnden Druckelements 17 an den
Außenleiter 7 gepreßt wird.
[0013] Das Verbindungselement 3 wird mit dem Verfahren nach der Erfindung beispielsweise
wie folgt montiert:
[0014] Am Ende des HF-Kabels 1 wird der Mantel 10 auf einer vorgegebenen Länge vom Außenleiter
7 entfernt. Anschließend wird entsprechend der Darstellung in Fig. 3 im Bereich der
Übergangsstelle vom Außenleiter 7 zum Mantel 10 das Dichtmaterial 15 so angebracht,
daß es ohne axiale Unterbrechung zumindest auf einer kurzen axialen Strecke rundum
sowohl am Außenleiter 7 als auch am Mantel 10 anliegt. Danach werden das Rohrstück
11 des Kontaktteils mit darin liegendem Druckelement 17 über das Ende des HF-Kabels
1 geschoben und das Anschlußteil 12 mit demselben verschraubt. Dabei werden der Ring
16 und das Druckelement 17 auf unterschiedlichen Seiten gegen den Außenleiter 7 gepreßt.
Das Kontaktteil ist damit montiert. Das Dichtmaterial 15 kann jetzt sein Volumen vergrößern
[0015] Das Dichtmaterial 15 besteht aus mindestens zwei Komponenten, die nach Initialisierung
zu einer Vergrößerung des Volumens desselben führen. Geeignete Basismaterialien sind
beispielweise Polyurethan und Methylmethacrylat (MMA), die unter Zugabe an sich bekannter
Reaktionskomponenten ihr Volumen vergrößern. Die Basismaterialien und auch die Reaktionskomponenten
sollen so ausgewählt bzw. eingestellt werden, daß sich ein dauerelastisches Dichtmaterial
15 ergibt. Die beiden Komponeten können kurz vor Aufbringung auf das HF-Kabel 1 im
geschilderten Sinne zum Dichtmaterial 15 zusammengefügt werden, und zwar beispielweise
derart, daß die Reaktion zur Voluinenvergroßerung nach zehn Minuten beginnt. Für den
Monteur bleibt dann genügend Zeit, um das Kontaktteil in Ruhe zu montieren Nach erfolgter
Reaktion füllt das Dichtmaterial 15 rundum den vom Rohrstück 11 umschlossenen Raum
zum HF-Kabel 1 aus. Es liegt dabei dicht am Außenleiter 7, am Mantel 10 und am Rohrstück
1 an An. dieser an sich kritischen Stelle kann keine Feuchtigkeit mehr in das Verbindungselement
3 eindringen. Die Kontaktstelle zwischen Kontaktteil und Außenleiter 7 ist wirksam
gegen Feuchtigkeit geschützt.
[0016] Abweichend von der in Fig 3 dargestellten Ausführungsform kann das Dichtmaterial
15 auch so angebracht werden, daß der ganze Zwischenraum zwischen HF-Kabel 1 und Kontaktteil
auf dessen ganzer axialer Länge ausgefüllt wird. Das Kontaktteil kann bei geeigneter
Kontaktierung mit dem Außenleiter 7 auch einteilig ausgeführt sein. Der Außenleiter
7 kann auch ein glattes Rohr sein
[0017] Mit entsprechenden Materialien ist es auch möglich, eine der Komponenten des Dichtmaterials
15 in einer Art Vorfertigung auf der inneren Oberfläche des Rohrstücks 11 anzubringen.
Die Reaktion erfolgt dann mit einstellbarer Zeit mit der zweiten Komponente, die vor
Montage des Kontaktteils auf die Oberflache des HF-Kabels 1 aufgebracht wird. Die
Komponenten des Dichtmaterials 15 können auch zunächst getrennt in einem vorgefertigten
Bauteil, beispielweise in einem Ring, untergebracht sein, der bei der Montage des
Verbindungselements 3 zwangsweise so deformiert wird, daß die Komponenten zusammengebracht
werden. Danach bzw. wieder mit entsprechender Verzögerung beginnt die Volumenvergrößerung
des Dichtmaterials 15. Bei dieser Variante ist es beispielweise möglich, eine der
Komponenten in Mikrokapseln anzubringen, die bei der Montage des Verbindungselements
3 aufgebrochen werden.
[0018] Im dargestellten Ausfuhrungsbeispiels wird das Verbindungselement 3 an einem koaxialen
HF-Kabel 1 montiert. Zur Kontaktierung des Innenleiters 9 hat das Anschlußteil 12
einen zentralen Einsatz 18, der in den Innenleiter 9 hineinragt und durch einen umlaufenden
Isolator 19 gegenüber dem Anschlußteil 12 isoliert ist. Das Kontaktteil mit Rohrstück
11 und Anschlußteil 12 könnte auch für ein Verbindungselement für Hohlleiter eingesetzt
werden.
1. Verfahren zum feuchtigkeitsdichten Anbringen eines Verbindungselements an einem Hochfrequenzkabe
(1), das zumindest einen rohrförmigen elektrischen Leiter (7) aufweist, der von einem
aus Isoliermaterial bestehenden Manter (10) umgeben ist, mit welchem zunächst das
Ende des Leiters (7) vom Mantel (10) befreit wird, mit welchem danach ein buchsenförmiges,
metallisches Kontaktteil (11, 12) an diesem Ende des Leiters (7) elektrisch festgelegt
wird und mit welchem zwischen Kontaktteil (11, 12) und Leiter (7) einerseits sowie
Kontaktteil (11, 12) und Mantel (10) andererseits ein abdichtendes Material (15) angebracht
wird, dadurch gekennzeichnet, daß als abdichtendes Material (15) ein aus mindestens zwei Komponenten bestehendes Dichtmaterial
(15) verwendet wird, das nach Montage des Kontaktteils (11,12) sein Volumen derart
vergrößert, daß ein umlaufender Hohlraum zwischen Kontaktteil (11,12) und Leiter (7)
sowie zwischen Kontaktteil (11,12) und Mantel (10) zumindest im Übergangsbereich vom
Leiter (7) zum Mantel (10) durch dasselbe ausgefüllt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine Komponente des Dichtmaterials (15) vor der Montage des Kontaktteils
(11,12) auf dessen innere Oberfläche aufgebracht wird.
1. Method for the moisture-proof application of a connecting element to a radio-frequency
cable (1) that has at least one tubular electric conductor (7) that is surrounded
by a sheath (10) composed of an insulating material, with which method the end of
the conductor (7) is first freed of the sheath (10), with which method a socket-shaped
metallic contact part (11, 12) is then attached in an electrically conducting manner
to said end of the conductor (7) and with which method a sealing material (15) is
applied between contact part (11, 12) and conductor (7), on the one hand, and between
contact part (11, 12) and sheath (10), on the other hand, characterized in that the sealing material (15) is a sealing material (15) that is composed of at least
two components and that, after the contact part (11, 12) has been fitted, increases
its volume in such a way that a circumferential cavity between contact part (11, 12)
and conductor (7) and between contact part (11, 12) and sheath (10) is filled by the
same at least in the junction region between conductor (7) and sheath (10).
2. Method according to Claim 1, characterized in that at least one component of the sealing material (15) is applied, prior to fitting
the contact part (11, 12) to its inner surface.
1. Méthode pour la mise en place étanche à l'humidité, d'un élément de connexion sur
un câble haute fréquence (1) comportant au moins un conducteur électrique (7) de forme
tubulaire, qui est entouré d'une gaine (10) réalisée en un matériau isolant, méthode
selon laquelle l'extrémité du conducteur électrique (7) est tout d'abord débarrassée
de la gaine (10), selon laquelle une pièce de contact métallique (11, 12) en forme
de manchon est ensuite fixée électriquement à ladite extrémité du conducteur (7),
et selon laquelle un matériau (15) assurant l'étanchéité est mis en place entre la
pièce de contact (11, 12) et le conducteur (7) d'une part, ainsi qu'entre la pièce
de contact (11, 12) et la gaine (10) d'autre part, caractérisée en ce qu'en guise de matériau (15) assurant l'étanchéité, on utilise un matériau d'étanchéité
(15) qui est constitué d'au moins deux composants, et qui, après le montage de la
pièce de contact (11, 12), augmente de volume de manière telle qu'un espace libre
périphérique entre la pièce de contact (11, 12) et le conducteur (7) ainsi qu'entre
la pièce de contact (11, 12) et la gaine (10), soit comblé ou rempli par ledit matériau
d'étanchéité, au moins dans la zone de transition du conducteur (7) à la gaine (10).
2. Méthode selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'au moins un composant du matériau d'étanchéité (15) est appliqué sur la surface intérieure
de la pièce de contact (11, 12), avant son montage.