[0001] Die Erfindung betrifft, Verfahren zur Herstellung eines verstärkten Formteils, ein
danach hergestelltes Formteil und dessen Verwendung. Sie betrifft ins-besondere mindestens
teilweise hohle Formteile mit ggf. in Form und/oder Größe unterschiedlichen Längs-
und/oder Querschnitten mit einer hohlen Außenform und einer Füllung mit einem offen-
oder geschlossenzelligen Metall-Schaumstoff.
[0002] Trägerelemente aus Hohlmaterial, wie Rohre, Stangen, Hohlträger (bspw. mittels des
Innenhochdruckumformverfahrens hergestellte Trägerteile für Fahrräder, Autohinterachsen,
Abgasrohre etc.) sind für die verschiedensten Anwendungsgebiete bekannt - so für Bauwerke,
insbesondere Brücken oder auch Häuser - als stützende und tragende Elemente oder auch
für den Bau von Luft - Land- und Wasserfahrzeugen, Regalsysteme, Möbel, u. dgl.
[0003] Sie haben unter anderem den Vorteil, eine leichte aber dennoch gegenüber Belastungen
widerstandsfähige Bauweise zu ermöglichen.
[0004] Bspw. werden bei Kraftfahrzeugen neuerdings zur Gewichtsersparnis wieder Fachwerkrahmen
eingesetzt, um eine besonders leichte, widerstandsfähige und torsionssteife Bauweise
zu ermöglichen. Auch bei Flugzeugen, bei denen Gewichtsersparnis ein wesentlicher
Gesichtspunkt bei der Konstruktion ist, wurde häufig eine Fachwerkbauweise mit hohlen
oder massiven Fachwerktragteilen eingesetzt.
[0005] Die bekannten Tragkonstruktionen und -teile sind insofern noch verbesserungsfähig,
als es immer erwünscht ist, diese noch widerstandsfähiger - insbesondere mit besserer
Knickfestigkeit - herzustellen.
[0006] Ferner war es nachteilig, daß für tragende Hohlteile immer noch hohe Wandstärken
und große Dimensionen verwendet mußten, die zu unerwünscht hohen Gewichten und Abmessungen
dieses Teils führten - insbesondere, wenn eine erhöhte Knickfestigkeit bzw. Belastbarkeit
erwünscht war. Bei hohen Wanddicken traten auch Probleme bei der Herstellung komplizierter
Formen auf, da dann einfache Umformverfahren, die nur für Material geringer Stärke
eingesetzt werden konnten, nicht mehr eingesetzt werden konnten.
[0007] Es ist bereits bekannt, Hohlteile auszuschäumen, um bspw. deren Schwingungseigenschaften
zu verändern. So werden Kardanwellen ausgeschäumt, um ihre Laufeigenschaften und Schwingungseigenschaften
zu verbessern. Bei diesem Ausschäumen von Hohlteilen trägt der Polymerschaum, der
dort keinen hohen Deformationswiderstand aufweist, zu den Deformationseigenschaften
der Welle nichts bei und wirkt lediglich als schwingungsverändernder Zusatz.
[0008] Es ist Aufgabe der Erfindung, Komponenten herzustellen, die leichter und belastbarer
als bekannte Bauteile.
[0009] Aus dem US-A-4,200,326 (WILCOX) sind mit Polyurethan oder Epoxidharz ausgeschäumte
mehrteilige Stahi-Eisenbahnachsen bekannt geworden, bei denen der Kunststoffschaum
dazu dient, in einem mehrstückigen hohlen Achs- oder Radteil dessen Außenwand mit
dessen Innenwand an den Enden zu verbinden und so der Antriebskraftübertragung und
der Aufnahme von Biegekräften zu dienen. Diese Kunststoffe vermögen aber keine größeren
Kompressionskräfte aufzunehmen und dienen als zusätzliche elastische Verbindung mit
Rückstellkräften zwischen den Einzelkomponenten der Eisenbahnachse und des Rades.
So besitzt bspw. Aluminiumschaum einen E-Modul (GPa) von 10, während aufgeschäumtes
Polyurethan gerade einen E-Modul von 0,38 (GPa) bei einer Dichte von 0,53 g/cm
3 besitzt - daraus läßt sich absehen, daß Kunststoffschaum keine hohe Belastungsfähigkeit
übermitteln kann. Die Verwendung von Metallschäumen mit hohem Deformationswiderstand
als Aufprallschutz für Kraftfahrzeugverkleidungsteile ist aus dem DE-U-94 02 743 bekannt,
wo ein Metallschaum als Deformationskissen eingesetzt wird. Dort wirkt der Metallschaum
alleine als energievernichtender Bestandteil, als "Kissen" eines Deformationsteils
- es handelt sich dabei nicht um ein tragendes Teil, sondern um ein Deformationsteil,
wobei der Schaum selbst keine Verstärkung eines Außenteils oder eines tragenden Teils
ist. Der dort verwendete Aluminiumschaum ist unelastisch, wie dort auf Seite 3, Zeile
29 - 30 erläutert wird. Derartige spröde Aluminiumschäume besitzen zwar einen hohen
E-Modul, verformen aber nicht elastisch/plastisch sondern nur durch undefiniertes
Brechen. Sie vermögen also keine Lehre zu geben, das elastische Verhalten eines Fomteils
zu verbessern. Aus dem US-A-3,275,424 ist bekannt, offenzellige Metallschäume, die
in hohlen Außenteilen hergestellt werden, als Filter zu verwenden - es handelt sich
dabei um den Spezialfall eines Filters mit offenzelligem Schaum, keinesfalls aber
um ein tragendes Teil.
[0010] Aus der US-A-4774117 (OEFNER) ist ein Lastträger bekannt geworden, der aus einer
Faser-Composit-Struktur besteht, die relativ starr mindestens im Zentrum des Trägers
und an den Enden elastisch ist, was dadurch erreicht wird, daß lamellen/sandwhichartig,
durch Zwischenwände voneinander getrennt, über die gesamte Breite des Trägers vorgesehen
sind. Es handelt sich somit um eine mehrschichtige Konstruktion, die besonders zur
elastischen Aufnahme von Biege- und Torsionskräften geeignet ist - nicht aber, um
auch hohe Kompressionswiderstandsfähigkeit zu liefern. sind.
[0011] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren gemäß Patentanspruch 1 gelöst.
[0012] Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0013] Als hohles Außenformteil können dabei an sich bekannte hohle Formteile, wie nahtlose
oder geschweißte Rohre oder andere bekannte Profile eingesetzt werden - es ist aber
auch möglich, derartige Formteile speziell herzustellen und entsprechend den Anforderungen
auszulegen. Als Material dafür bieten sich Metalle, aber auch Kunststoffe, eingeschlossen
Keramiken und Glas, an. Es ist besonders vorteilhaft, wenn bspw. Hohlteile mit Spezialformen,
die bspw. gegen Knicke besonders widerstandsfähig sind, wie längsgewellte hohle Rohre,
gebogene Rohre od. dgl. verstärkt werden.
[0014] Dabei ist es aus Festigkeitsgründen vorteilhaft, wenn der Faserverlauf des Materials
der Außenform im wesentlichen parallel zu den Außenkonturen des Formteils verläuft,
wie dies bspw. durch die Herstellung des Außenformteils mit dem bekannten IHV-Verfahren
möglich ist. Dafür sind dann die entsprechenden, kalt umformbaren Materialien dem
Fachmann geläufig.
[0015] Es kann dabei günstig sein, daß das Außenformteil mehrere parallel zueinander verlaufende,
aufeinanderliegende Schichten gleicher oder unterschiedlicher Materialien aufweist,
deren Faserverlauf zumindest teilweise parallel zueinander ist.
[0016] Insbesondere zur Gewichtsersparnis kann das gesamte Bauteil im wesentlichen aus dem
gleichen oder unterschiedlichen Leichtmetallen bestehen. Bspw. kann das Leichtmetall
Aluminium oder Magnesium oder eine Legierung derselben sein, womit auch eine günstige
Korrosionsfestigkeit verbunden sein kann.
[0017] Es ist möglich und in vielen Anwendungsfällen erwünscht, daß das Bauteil faserverstärkte
Werkstoffe aufweist, die bei leichtem Gewicht eine hohe mechanische Belastbarkeit
aufweisen.
[0018] Selbstverständlich können auch Materialien für das Außenformteil eingesetzt werden,
die in bekannter Weise warmgeformt wurden, bspw. warmverformte Kunststoffe, wie geblasene
oder auch gegossene Kunststoffe, auch faserverstärkte Kunststoffe, die durch den Innenschaum
erheblich an Tragfestigkeit gewinnen. Auch natürliche Polymere, können erfolgreich
eingesetzt werden. Ein besonderer Anwendungsfall ist Glas, das sehr elastisch und
leicht ist.
[0019] Das Bauteil kann unterschiedliche Längsschnitte und auch unterschiedliche Querschnitte
aufweisen.
[0020] Es kann vorteilhaft sein, daß die Einzelkomponenten des ausgeschäumten Formteils
aus unterschiedlichen Materialien wie bspw. Metall/Keramik; Metallschaum/Kunststoffaußenwand,
eingeschlossen natürliche Polymere, wie Papier oder Cellulose oder Kunststoffe etc.
bestehen.
[0021] Es kann günstig sein, daß mindestens ein hohles Außenteil Vertiefungen oder Erhebungen
aufweist.
[0022] Die Aufgabe wird auch durch ein ein Formteil nach Patentanspruch 11 gelöst. Es kann
ein hohles Teil über ein an sich bekanntes Formverfahren hergestellt und sodann in
dieses ein Schaumkörper so eingebracht werden, so daß der Schaumkörper am hohlen Teil
zumindest teilweise anliegt und im hohlen Teil durch Paßsitz oder aber durch ein bekanntes
Befestigungsverfahren befestigt wird.
[0023] Zur Herstellung von hohlen Formteilen kann eine hohle Auβenform in an sich bekannter
Weise durch Ziehen, Gießen, Extrudieren, Innenhochdruckumformen hergestellt werden
und danach mit dem Schaumausgangsmaterial ausgeschäumt werden. Dabei kann das hohle
Außenteil zumindest teilweise aus Metall bestehen, das durch ein Innenhochdruckumformverfahren
hergestellt und anschließend mit einem Schaummaterial gefüllt wird.
[0024] Es ist aber auch möglich, den Schaum getrennt in einer Form auszuschäumen und dann
mittels eines Schrumpfverfahrens od.durch Einziehen des Außenformteils od. dgl. in
das Auβenformteil einzubringen, wobei darauf zu achten ist, daß bei den zu erwartenden
Betriebsbedingungen keine Auftrennung der Materialien erfolgen wird.
[0025] Die einfache Herstellung von Metallschäumen ist neuerdings möglich, wobei bspw. eine
Treibmittel/Metallmischung in an sich bekannter Weise in der hohlen Außenform aufgeschäumt
wird (s. Studiengesellschaft Stahlanwendung e.V. Forschung für die Praxis; P 286-Prospektive
Marktstudie zur Anwendung von Stahlschäumen von Dipl.-Ing. Markus Weber, Verlag und
Vertriebsgesellschaft mbH, Düsseldorf 1995.)
[0026] Der Metallschaum kann bspw. ein Stahl- oder Aluminiumschaum oder irgendein anderer
Metall-Schaum sein, der aufgrund der Erfordernisse und des beabsichtigten Einsatzzweckes
und seiner dementsprechenden Eigenschaften des Hohlteiles ausgewählt wird.
[0027] Es ist sinnvoll sein, daß die Schaumfüllung ein Metallschaum ist, falls sie bspw.
hohen Temperaturen ausgesetzt werden soll oder das Außenformteil abstützen/stabilisieren
soll. Das Ausschäumen des Außenformteils verbessert außerdem das elastische Verhalten
der Außenwände sowie die thermische und akustische Isolation.
[0028] Der Schaum kann auch offenzellig derart sein, daß zB. ein Durchleiten von Fluiden
zur Kühlung oder Erwärmung des Formteils ermöglicht.
[0029] Eine bevorzugte Ausführungsform des Herstellungsverfahrens für Bauteil weist folgende
Schritte auf:
Vorlegen eines Hohlprofils, ggf. mit unterschiedlichen Durchmessern;
Einlegen eines Hohlprofilabschnitts in eine Form mit einer Erweiterung im Umformbereich;
Anlegen eines Innenhochdrucks an das Rohr, so daß die Rohrwand im Bereich der Formerweiterung
erweitert wird; Herausnehmen des umgeformten Hohlteils mit Erweiterungen sowie ggf.
Einbringen einer Schaumausgangsmischung aus Schaummaterial und Treibmittel in das
Hohlteil und Aktivieren des Treibmittels, sodaß der Schaum das Hohlteil ausschäumt.
[0030] Es ist aber auch möglich, den Schaum getrennt vom Hohlteil in einer Aufschäumform
herzustellen und dann das schwammartige Gebilde im hohlen Außenteil bspw. durch ein
Schrumpfverfahren oder Einziehen des Außenteils zu befestigen oder nach thermischem
Aufweiten des Hohlteils einzubringen, wobei die Befestigung dann bei der thermischen
Schrumpfung des Außenteils erfolgt.
[0031] Unter dem erwähnten Innenhochdruckverfahren oder auch IHV-Verfahren wird hier das
Verfahren verstanden, das beispielsweise im Industrieanzeiger Nr. 20 vom 9.3.1984
beschrieben worden ist oder auch in "Metallumformtechnik", Ausgabe 1D/91, Seite 15
ff: A. Ebbinghaus: Präzisionswerkstücke in Leichtbauweise, hergestellt durch Innenhochdruckumformen"
oder auch Werkstoff und Betrieb
123 (1990), 3, Seite 241 bis 243: A. Ebbinghaus: "Wirtschaftliches Konstruieren mit innenhochdruckumgeformten
Präzisionswerkstücken" oder auch "Werkstoff und Betrieb
122, (1991), 11, (1989), Seite 933 bis 938. Nachfolgend wird zur Vermeidung von Wiederholungen
auf deren Offenbarung in vollem Umfang Bezug genommen wird, beschrieben ist. Dieses
Verfahren wurde bisher für die Herstellung von verschiedenen geformten Hohlteilen,
wie bzw. zur Herstellung von gebauten Nockenwellen zur Befestigung von Nocken an einem
Rohr, zur Herstellung von hohlen Nockenwellen, aber auch zur Herstellung von Kraftfahrzeugrahmenteilen
eingesetzt. Überraschenderweise lassen sich durch dieses Innenhochdruckverfahren völlig
neuartige hohle Metall-Bauteile, bei denen der Faserverlauf im Bereich der Kreuzung
sowie der Wände im wesentlichen parallel zur Außenkontur verläuft, ohne daß Ausknickungen
oder andere Schwächungen vorliegen, bilden. Diese hohlen Formteile können demzufolge
aufgrund der hohen Wandfestigkeit durch den günstigen Faserverlauf sowie die Vestärkung
durch die Innenausschäumung in leichterer Form als bisher ausgebildet werden und ermöglicht
dadurch eine erhebliche Gewichtsersparnis. Es ist auch möglich, für die Außenform
laminierte Werkstoffe einzusetzen, sofern sich diese gemeinsam umformen lassen. Laminate
können durch geeignete Materialauswahl leichter sein als Vollmaterialien und haben
noch dazu den Vorteil, vibrationsdämpfend zu wirken oder auch an den Oberflächen entsprechend
den Umgebungsbelastungen (Korrosion durch Säuren etc.) oder aus ästhetischen Gründen
(Farbe) andere Schichten aufzuweisen, sodaß ein derartiges Teil noch dazu günstige
Schwingungsdämpfungseigenschaften besitzt, da die Ausschäumung je nach Material elastisch
an den Außenwänden anliegt - also die Materialien weniger durch Schwingungen belastet
werden.
[0032] Es kann auch ein mehrschichtiges Metallrohr als Ausgangsteil, je nach den Anforderungen
an das Material, gewählt werden.
[0033] Dabei haben mehrschichtige Ausgestaltungen den Vorteil unterschiedlicher Beanspruchbarkeit
der Oberflächen des Hohlteils und auch den Vorteil, Schwingungen aller Art schlechter
zu leiten, was das Vibrationsverhalten des Hohlteils im Einsatz entscheidend verbessert.
Die Innenschicht kann dabei so ausgewählt sein, daß sie unter vorbestimmten Bedingungen,
bspw. erhöhte Temperatur, eine Verbindung mit dem Schaummaterial ähnlich einem Lötverfahren
oder durch gegenseitige Diffusion eingeht und so die Befestigung des Schaums im hohlen
Außenteil bewirkt. Es ist aber auch möglich, einen Metallschaum in einem Kunststoffaußenhohlteil
oder in einem mit Kunststoff als Außenschicht aufweisenden Mehrschichtaußenhohlteil
vorzuehen, insbesondere dann, wenn die Kunststoffaußenschicht aus Korrosionsgründen
oder anderen Gründen, bspw. wegen den Schmiereigenschaften des Kunststoffes od. dgl.,
erwünscht ist.
[0034] Es ist auch möglich, das gesamte Formteil nach Einbringen des Schaums mit einem Umformverfahren
umzuformen und so weitere Formen zu erhalten, wobei es bei Einsatz eines IHV-Verfahrens
notwendig ist, offenzellige Schäume zu verwenden.
[0035] Vorteilhafte Verwendungen des erfindungsgemäßen Teils sind Land- Luft- und Wasserfahrzeuge,
Fahrrad-, Motorrad- sowie Autorahmen, Hoch- und Tiefbau, Gerüste, Regalsysteme, Möbel,
insbesondere auch als kühlbare Teile, durch deren offenzellige Schäume Kühlfluide
geführt werden können.
[0036] Insbesondere in allen Anwendungsgebieten des Leichtbaus bietet sich seine Verwendung
an.
[0037] Dadurch, daß erfindungsgemäß weitestgehend abgeschlossene ausgeschäumte Hohlteile
als Bauteile eingesetzt werden, ist es möglich, extrem leichte, aber feste und vibrationsgedämpfte
Bauteile oder auch Bauteile kleinerer Abmessungen zu ermöglichen.
[0038] Dadurch, daß ein Innenhochdruckumformverfahren eingesetzt wird, ist es möglich, bereits
in einem Formvorgang Erhebungen und Vertiefungen u. dgl. am Außenhohlteil herzustellen.
Dadurch ist es möglich, Nachbehandlungsschritte zu reduzieren.
[0039] Als Hohlteile können dabei unterschiedlichste Hohlprofile nämlich Reckteckprofile,
Winkelprofile, Rohre, gewellte Rohre etc. eingesetzt werden.
[0040] Es wird somit ein Teil mit einem gegenüber bisherigen Teilen geringerem Gewicht bei
gleicher Belastbarkeit oder auch höherer Belastbarkeit bei geringem Gewicht geschaffen,
das noch dazu mit hoher Produktionsgenauigkeit bei verminderter Ausschußquote hergestellt
werden kann.
[0041] Nachfolgend soll die Erfindung näher anhand der beigefügten Zeichnung erläutert werden,
in der bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung, auf die diese aber keineswegs beschränkt
ist, dargestellt sind. Dabei zeigt:
- Fig. 1:
- einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Bauteils schematisch in perspektivischer
Darstellung mit einem geschlossenzelligen Schaum;
- Fig. 2:
- das Bauteil nach Fig. 1 im Längsschnitt;
- Fig. 3.
- das Bauteil nach Fig. 1 im Querschnitt entlang der Linie A-A der Fig. 1;
- Figur 4.
- ein erfindungsgemäßes Bauteil mit offenzelligem Schaum im Querschnitt,
- Fig. 5.
- einen Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes Bau teil mit mehrschichtigen Außenwänden;
und
- Fig. 6
- einen Längsschnitt durch einen Abschnitt eines mit verschiedenen Querschnitten ausgebildeten
Mehrschicht-Hohlteils mit Schaumfüllung.
[0042] Wie aus Fig. 1, 2 und 3, die jeweils das gleiche Bauteil (Automobilachsträger aus
Aluminiumlegierung) zeigen, ersichtlich, besteht das dort dargestellte Bauteil aus
einer Außenwand 12 und der Ausschäumung 14 (beides hier aus Aluminiumlegierung). Das
Außenformteil wurde mittels des IHV-Verfahrens dreidimensional geformt, um bspw. als
Teil einer Raumlenkerachse eingesetzt zu werden.
[0043] Es ist zu beachten, daß in die durch das Umformverfahren hergestellten Teile - die
Außenwand - Soll-Stauchstellen durch gezielt eingeformte Rillen ausgebildet werden
können - bspw. um bei Fahrzeugen im Falle eines Unfalls durch gezielte Verformung
Energie aufzunehmen - oder auch Verstärkungsprofile eingearbeitet werden können -
bspw. durch das Ausformen von Längsrippen (Fahrgastzelle).
[0044] Dabei können die Hohlprofile des Fachwerkes unterschiedliche Durchmesser über ihre
Längserstreckung besitzen, sowie unterschiedliche Querschnitte.
[0045] In Fig. 4 ist detailliert eine andere Anwendungsform eines erfindungsgemäßen Teils
dargestellt. Es handelt sich hierbei um einen Trägerkörper für Kraftfahrzeugkatalysatoren,
der einen offenzelligen Stahlschaum in einem Stahlaußengehäuse aufweist. Bei dieser
Ausführungsform entfällt die bei diesen Trägerkörpern allgemein bekannte Problematik
der Verbindung zwischen Gehäuse und Trägerkörper sowie das Problem der Herstellung
von Gaskanälen, die dann mit dem Katalysator beschichtet werden, völlig, da aufgrund
der Tatsache, daß nun erstmals das gleiche Material für Gehäuse und Gasdurchlaßkörper
(auch häufig als Wabenkörper bezeichnet) verwendet werden kann, Spannungen im Katalysatorträgerkörper,
aufgrund der unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten der für den Trägerkörper verwendeten
Materialien, die dessen Lebensdauer bisher einschränkten, vermieden werden können.
[0046] In Fig. 5 ist eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Bauteils mit einem
gerippten Rohr dargestellt, wobei die mehrwandige Außenform eine Ausschäumung aufweist.
[0047] Dabei können die Hohlprofile sowohl aus einem einzigen Material, bspw. Stahl oder
eine Leichtmetallegierung, bestehen, es ist aber je nach Einsatzverfahren auch möglich,
Laminatmaterial, auch kunststoffbeschichtete oder überzogene Rohre umzuformen, je
nach Anwendungszweck.
[0048] Durch das Vorsehen entsprechender Schichten ist es möglich, korrosionsbeständigkeit
oder auch Farbgebung zu erreichen, ohne daß weitere Arbeitsschritte notwendig sind.
[0049] Insbesondere kann durch das Ausschäumen mit geschlossenzelligen Schäumen eine hohe
Korrosionsfestigkeit erzielt werden, da durch den geschlossenzelligen Schaum kein
korrodierendes Material Zutritt erhält.
[0050] Wie bekannt, kann Nachführen von Material entlang der Rohrlängsachsen während des
Umformens, bspw. durch bewegliche Formelemente, eine im wesentlichen gleichbleibende
Wandstärke in der Außenform erzielt werden, so daß Schwächungen der Wandstärke der
Außenform durch die Anformung von Erhebungen zumindest teilweise ausgeglichen werden
können, so daß eine Anformung von Erhebungen ohne Schwächung erfolgt.
[0051] Eine derartige Ausführungsform ist in Fig. 6 dargestellt, wobei ein mehrschichtiges
Außenformteil 12, dessen Außenschicht aus Stahl und dessen Innenschicht aus einer
Aluminium-Legierung besteht, eine flanschartige Erhebung aufweist, mit einem Aluminiumschaum
14 gefüllt ist. Selbstverständlich kann dieses Formteil der Fig. 6 auch andere Materialkombinationen
aufweisen.
[0052] Somit wird durch die erfindungsgemäße Ausbildung ein widerstandsfähigeres, leichteres
Trägermaterial als bisher möglich, geschaffen.
[0053] Weitere Ausgestaltungen und Fortentwicklungen sind im Rahmen des Schutzumfangs der
Ansprüche dem Fachmann offensichtlich und der Schutzumfang ist keineswegs auf die
hier beispielhaft aufgeführten Ausführungsformen begrenzt, die lediglich zur Erläuterung
dienen sollen.
1. Verfahren zur Herstellung eines verstärkten Formteils mit ggf. in Form und/oder Größe
unterschiedlichen Längs- und/oder Querschnitten, wobei
ein mindestens teilweise hohles Außenformteil vorgelegt wird,
Schaummaterial und Treibmittel in das hohle Außenformteil eingebracht werden, und
das Treibmittel aktiviert wird, sodaß sich ein offen- oder geschlossenzelliger Metall-Schaumstoff
mit hohem Widerstand gegen Verformung, der am Außenformteil zumindest teilweise anliegt,
den Innenhohlraum des hohlen Außenformteils mindestens teilweise ausfüllt und dessen
Belastungseigenschaften und die Widerstandsfähigkeit gegen Verformung verbessert,
im Außenformteil bildet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Faserverlauf des Materials des Außenformteils im wesentlichen parallel zu seinen
Außenkonturen verläuft.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Außenformteil mehrere parallel zueinander verlaufende, aufeinanderliegende Schichten
gleicher oder unterschiedlicher Materialien aufweist, deren Faserverlauf vollständig
oder teilweise parallel zueinander ist.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Materialien des Außenformteils eine oder mehrere - ggf. gemeinsam umgeformte
- Schichten aus kalt- oder warmverformbarem Material aufweisen.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein kaltverformbares Material ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend
aus Metall und Leichtmetall.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das kaltverformbare Material ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Stahl, Aluminium,
Magnesium, Titan und Legierungen derselben.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es faserverstärkte Werkstoffe im Außenformteil aufweist.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das hohle Außenformteil zumindest teilweise aus Metall besteht und durch ein Innenhochdruckumformverfahren
hergestellt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das hohle Außenformteil zumindest teilweise aus einem Polymeren besteht, wobei das
Außenformteil durch Umformen seines mindestens einschichtigen Materials durch ein
an sich bekanntes Umformverfahren, wie Gießen, thermisches Formen, Blasen oder auch
Innenhochdruckumformen erzeugt und anschließend mit einem Metallschaummaterial gefüllt
wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 - 9, dadurch gekennzeichnet, daß nach Aufschäumen des Metallschaums in das Außenformteil der im Außenformteil befindliche
Metallschaum und das hohle Außenformteil gemeinsam umgeformt werden.
11. Formteil, hergestellt nach mindestens einem der Verfahren der Ansprüche 1 bis 10.
12. Verwendung des Formteils nach Anspruch 11 als tragendes Teil in Gerüsten, in Fachwerken,
bspw. im Bau, im Fahrzeugbau für Luft, Land- und Wasserfahrzeuge und in Möbel.
1. Process for producing a reinforced formed part with, if appropriate, longitudinal
and/or cross sections differing in form and/or size, in which process
an at least partially hollow outer formed part is presented,
foam material and blowing agent are introduced into the hollow outer formed part,
and
the blowing agent is activated, so that there is formed in the outer formed part an
open-cell or closed-cell metal foam with high resistance to deformation, which at
least partially bears against the outer formed part, at least partially fills the
inner cavity of the hollow outer formed part and the loading properties and resistance
to deformation of which are improved.
2. Process according to Claim 1, characterized in that the fibre orientation of the material of the outer formed part runs essentially parallel
to its outer contours.
3. Process according to Claim 1 or 2, characterized in that the outer formed part has a plurality of layers of the same or different materials
running parallel to one another and lying one on top of the other, the fibre orientation
of which is completely or partially parallel to one another.
4. Process according to one of the preceding claims, characterized in that the materials of the outer formed part have one or more - if appropriate jointly
formed - layers of cold- or hot-workable material.
5. Process according to Claim 4, characterized in that at least one cold-workable material is selected from the group comprising metal and
lightweight metal.
6. Process according to Claim 5, characterized in that the cold-workable material is selected from the group comprising steel, aluminium,
magnesium, titanium and alloys of the same.
7. Process according to one of the preceding claims, characterized in that it has fibre-reinforced materials in the outer formed part.
8. Process according to Claim 7, characterized in that the hollow outer formed part at least partially consists of metal and is produced
by an internal high-pressure forming process.
9. Process according to Claim 8, characterized in that the hollow outer formed part at least partially consists of a polymer, the outer
formed part being created by forming of its at least one-layered material by a forming
process known per se, such as casting, thermoforming, blow moulding or else internal
high-pressure forming, and is subsequently filled with a metal-foam material.
10. Process according to one of Claims 8 - 9, characterized in that, after expanding the metal foam into the outer formed part, the metal foam located
in the outer formed part and the hollow outer formed part are jointly formed.
11. Formed part, produced according to at least one of the processes of Claims 1 to 10.
12. Use of the formed part according to Claim 11 as a load-bearing part in scaffolds,
in truss or lattice frameworks, for example in construction, in vehicle construction
for air, land and water craft and in furniture.
1. Procédé pour la fabrication d'une pièce préformée renforcée avec le cas échéant des
sections longitudinales et/ou transversales différentes en forme et en taille, dans
lequel on présente une pièce préformée extérieure au moins en partie creuse, on introduit
dans la pièce préformée extérieure creuse un matériau cellulaire et un agent moussant,
et on active l'agent moussant, de manière telle qu'il se forme dans la pièce préformée
extérieure, un produit alvéolaire métallique à cellules ouvertes ou fermées avec une
haute résistance à la déformation, qui s'applique au moins partiellement à la pièce
préformée extérieure, qui remplit au moins partiellement l'espace intérieur creux
de la pièce préformée extérieure creuse et qui améliore les propriétés de mise en
charge et la capacité de résistance à la déformation de celle-ci.
2. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que l'orientation des fibres de la matière de la pièce préformée extérieure est essentiellement
parallèle à ses contours extérieurs.
3. Procédé suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la pièce préformée extérieure présente plusieurs couches superposées, orientées parallèlement
les unes aux autres, en matériaux identiques ou différents, dont l'orientation des
fibres est totalement ou partiellement parallèle l'une à l'autre.
4. Procédé suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les matériaux de la pièce préformée extérieure présentent une ou plusieurs couches
- le cas échéant déformées ensemble - en matériau déformable à froid ou à chaud.
5. Procédé suivant la revendication 4, caractérisé en ce que l'on choisit au moins un matériau déformable à froid dans le groupe composé de métal
et de métal léger.
6. Procédé suivant la revendication 5, caractérisé en ce que l'on choisit le matériau déformable à froid dans le groupe composé de l'acier, l'aluminium,
le magnésium, le titane et les alliages de ceux-ci.
7. Procédé suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il présente des matériaux renforcés par des fibres dans la pièce préformée extérieure.
8. Procédé suivant la revendication 7, caractérisé en ce que la pièce préformée extérieure creuse se compose au moins partiellement de métal et
est fabriquée par un procédé de déformation sous haute pression interne.
9. Procédé suivant la revendication 8, caractérisé en ce que la pièce préformée extérieure creuse se compose au moins partiellement d'un polymère,
dans lequel la pièce préformée extérieure est produite par déformation de son matériau
en au moins une couche par un procédé de déformation connu en soi, comme le moulage,
le formage thermique, le soufflage ou aussi la déformation sous haute pression interne,
et est ensuite remplie avec un matériau cellulaire métallique.
10. Procédé suivant l'une quelconque des revendications 8 - 9, caractérisé en ce que la mousse métallique se trouvant dans la pièce préformée extérieure et la pièce préformée
extérieure creuse sont déformées ensemble après le moussage de la mousse métallique
dans la pièce préformée extérieure.
11. Pièce préformée, fabriquée suivant au moins un des procédés des revendications 1 à
10.
12. Utilisation de la pièce préformée suivant la revendication 11 comme pièce portante
dans des charpentes, dans des treillis, par exemple dans la construction, dans la
construction de véhicules pour des véhicules aériens, terrestres et aquatiques, et
pour des meubles.