[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur seitlichen Registeranpassung
einer Materialbahn, im besonderen einer auf beiden Seiten bedruckten Materialbahn.
[0002] Die Broschüre

Register Correction Wheel, Model 460", herausgegeben von der Tochtergesellschaft Baldwin
Gegenheimer, 417 Shippan Avenue, Stamford, Connecticut 06902, U.S.A., zeigt ein Registerkorrekturrad
zur Feineinstellung des Seitenregisters einer Materialbahn. Das Registerkorrekturrad
ist in einer Stütze gelagert, die mittels einer durch ein Handrad nach oben und unten
bewegbaren Spindel befestigt ist. Die Stützen sind auf einer sich über die Breite
der Materialbahn erstreckenden Stange angebracht. Das Registerkorrekturrad ist aus
Nylon hergestellt und mit verschlossenen, dauerhaft geschmierten Kugellagern versehen,
um Schmierstellen auf der Bahn zu vermindern und ein problemloses Reinigen zu gewährleisten.
Jedoch müssen die Betätigungen zur seitlichen Registeranpassung vom Bediener der Maschine
manuell ausgeführt werden, d. h. daß den Registerkorrekturrädern zwischen der zentralen
Maschinensteuerung und den jeweiligen Stellen, wo die Registerkorrekturräder gelagert
sind, viel Aufmerksamkeit gewidmet werden muß.
[0003] DE 31 19 398 C2 beschreibt eine Vorrichtung zur Anpassung der Länge eines Bahnpfades
in einer Rollenrotationsdruckmaschine, in welcher eine Materialbahn von Druckwerk
zu Druckwerk auf unterschiedlichen Pfaden geführt werden kann. In dieser Offenbatung
sind mehrere Walzen beschrieben, die in einem kleineren oder größeren Ausmaß eine
Spannkraft auf die Materialbahn ausüben, und zwar in Abhängigkeit von dem jeweiligen
Pfad, auf dem sich die Bahn auf ihrem Weg durch die Rollenrotationsdruckmaschine zu
bewegen hat.
[0004] Registerkurrekturräder, die auch als Bildregler-Räder bezeichnet werden, werden in
Rollenrotationsdruckmaschinen angewandt, um die seitliche Position oder Druckbreite
einer Materialbahn zu ändern, wenn ein Druckdefekt festgestellt worden ist. Bei der
Ausführung eines Druckauftrags auf einer Rollenrotationsdruckmaschine sollte des Bedieners
Aufmerksamkeit im besonderen auf die Qualitätsanforderungen und eine korrekte Voreinstellung
aller Anpassungen gerichtet sein, um Makulatur zu minimieren und Zeit beim Einrichten
zu sparen; der Bediener sollte nicht mit der manuellen Einstellung von Registerkorrekturrädern
beschäftigt sein müssen, insbesondere nicht dann, wenn einer Vielzahl von Registerkorrekturrädern
an verschiedenen Stellen in der Rotationsdruckmaschine verwendet werden. Beispielsweise
werden in jedem Druckwerk einer Rollenrotationsdruckmaschine im allgemeinen zwei Registerkorrekturräder,
nämlich ein linkes und ein rechtes verwendet, und die Maschine umfaßt vier Druckwerke,
nämlich eines für jede Primärfarbe (Schwarz, Blau, Rot und Gelb); somit ist die manuelle
Verstellung von bis zu acht Registerkorrekturrädern erforderlich. Der manuelle Verstellprozeß
ist zeitraubend und kann sinnvoller für die Operationen korrekter Voreinstellungen
verwendet werden, wobei ein Beitrag zur Qualitätskontrolle geleistet ist.
[0005] Gemäß vorliegender Erfindung umfaßt eine Vorrichtung für die Anpassung der Druckbreite
einer Materialbahn, im besonderen einer bedruckten Materialbahn, ein Registerkorrekturrad
zum Auslenken der Materialbahn, eine Betätigungseinheit zum Antreiben des Registerkorrekturrads
und eine Positionsüberwachungsschaltung, welche die Position des Registerkorrekturrads
ermittelt und letzteres verstellt. Das Registerkorrekturrad ist dem Pfad der Materialbahn
zugeordnet, auf dem eine automatische Druckbreitenanpassung stattfindet. Die Betätigungseinheit
kann in automatische Maschinensteuerungen integriert werden und wird vom Bediener
z. B. durch Benutzung einer sich im Maschinensteuersystem befindlichen Bedientafel
aktiviert. Die Steuerung der Betätigungseinheit könnte auch separat vom Maschinensteuersystem
eingerichtet sein. Außerdem kann die Betätigungseinheit durch automatische Maschinensteuerungen
und ohne Eingreifen des Bedieners aktiviert werden Die Positionsüberwachungsschaltung
kann ein Potentiometer für veränderlichen Widerstand umfassen, das die Bewegung des
Registerkorrekturrads in Abhängigkeit von entsprechenden Spannungsveränderungen im
Potentiometer ermittelt. Die Vorrichtung gemäß vorliegender Erfindung kann zusätzlich
einen seitlichen Verstellmechanismus zur manuellen oder automatischen seitlichen Positionierung
des Registerkorrektorrads umfassen.
[0006] Die Vorrichtung gemäß vorliegender Erfindung weist mehrere Vorteile auf. Da nun die
Druckbreiteneinstellung automatisch durchgeführt wird, braucht der Bediener nicht
mehr zwischen den Druckwerken hin und her zu eilen, um jedes Registerkorrekturrad
und das Maschinensteuersystem manuell zu verstellen, so daß die hohe Druckqualität
von Signaturen aufrechterhalten werden kann. Beispielsweise können bei Feststellung
eines Druckdefektes die Anpassung der Druckbreite über die Registerkorrekturräder
von einer zentralen Stelle aus schnell und automatisch durchgeführt werden. Auf diese
Weise kann die Anzahl der zu Makulatur werdenden gedruckten Signaturen bedeutend reduziert
werden. Ferner wird durch die Automation der Registerkurrekturrad-Verstellungen die
Zeit, in der ein Druckdefekt entdeckt und jedes Registerkorrekturrad entsprechend
verstellt werden kann, reduziert. Die automatische Druckbreitenanpassung liefert auch
einen Beitrag zur Sicherheit des Bedieners, da es für ihn nicht mehr notwendig ist,
sich während des Maschinenlaufs in die Druckwerke zu begeben und die nötige Verstellung
der Registerkorrekturräder manuell vorzunehmen.
[0007] Nach einem weiteren Merkmal der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die Betätigungseinheit
für jedes Registerkorrekturrad in das Maschinensteuersystem integriert, so daß das
Registerkurrekturrad selbst während der Maschinenvoreinstellung in eine korrekte Arbeitsposition
gebracht werden kann, d. h., daß es automatisch seitliche Positionen erreicht, in
denen es die Materialbahn in den Zonen kontaktiert, die im Vergleich zu anderen Zonen
weniger Farbe tragen. Somit können zeitraubende manuelle Anpassungen während der Maschinenvoreinstellung
vermieden werden, wenn die Betätigungseinheiten für die Registerkorrekturräder in
das Maschinensteuersystem integriert sind.
[0008] Durch automatisches Verstellen des Registerkorrekturrades nach oben und unten ist
mit der Vorrichtung gemäß vorliegender Erfindung das Risiko eines Bahnbruchs während
des Verbindens der Bahnen bedeutend vermindert. Da die Bahn an der Verbindungs- oder
Klebestelle etwas dicker ist, ist es bei herkömmlichen, manuell zu verstellenden Registerkorrekturrädern
schwierig, sich in ihrer nach oben gerichteten Position schnell an ihre Rückzugsposition
anzupassen, damit die Bahnklebestelle das Registerkurrekturrad kontaktlos passieren
kann, um ein mögliches Einreißen der Bahn zu vermeiden. Bei der automatischen Steuerung
gemäß vorliegender Erfindung kann der Rückzug des Registerkorrekturrades in dem Moment
erfolgen, in dem die Bahnklebestelle das Registerkorrekturrad passiert; danach kann
es wieder in seine ursprüngliche Rückzugsposition gebracht werden. Das Registerkorrekturrad
kann z. B. bei der Herstellung einer Bahnverbindung oder beim Einziehen der Bahn in
die Rotationsdruckmaschine zurückgezogen werden.
[0009] Eine automatisch durchgeführte Registerkorrekturrad-Verstellung gemäß vorliegender
Erfindung kann auch durch eine bekannte, in ein herkömmliches Druckmaschinen-Steuerungssystem
integrierte Registermarken-Erkennungseinrichtung eingeleitet werden. Die Registermarken-Erkennungseinrichtung
stellt fest, daß eine Registerkorrektur erforderlich ist und identifiziert das spezifische
Registerkorrekturrad, welches verstellt werden muß. Wenn die Größe der erforderlichen
Korrektur festgestellt ist, erzeugt das Maschinensteuersystem ein Signal und sendet
dieses an die dem spezifischen Registerkorrekturrad zugeordnete Betätigungseinheit(en),
und das Registerkorrekturrad wird automatisch senkrecht und/oder seitlich verstellt.
Alternativ kann der Bediener nach Feststellung eines Druckdefekts auf einer aus der
Auslage der Maschine auftauchenden Signatur eine ferngesteuerte Registerkorrekturrad-Verstellung
einleiten, indem er die Größe der erforderlichen Korrektur in einen in das Maschinensteuersystem
integrierten Terminal eingibt. Es können also automatische Verstellungen der Registerkorrekturräder
gemäß vorliegender Erfindung entweder über eine geschlossene Steuerschaltung oder
durch des Bedieners Initiative erfolgen.
[0010] Die Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung werden in der folgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsbeispiele im Zusammenhang mit den beigefügten, nachstehend
erklärten Zeichnungen näher erläutert.
[0011] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Materialbahn mit Registermarken, die einen Druckdefekt bezüglich des Seitenregisters
in einem ersten Stadium andeuten, wie in der unteren Hälfte der Fig. 1 gezeigt, und
die Korrektur des Defekts in einem zweiten Stadium , wie in der oberen Hälfte der
Fig. 1 gezeigt;
- Fig. 2
- eine schematische Ansicht einer Registerkorrekturrad-Anordnung gemäß vorliegender
Erfindung;
- Fig. 3
- eine entsprechende Draufsicht der in Fig. 2 gezeigten Registerkorrekturrad-Anordnung;
- Fig. 4
- eine schematische Ansicht eines geschlossenen Regelkreises für die Steuerung der Registerkorrekturräder
gemäß vorliegender Erfindung;
- Fig. 5
- eine Ansicht einer Offsetdruckmaschine mit einer Registerkorrektur-Anordnung gemäß
vorliegender Erfindung; und
- Fig. 6
- eine Darstellung einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
für seitliche Druckbreitenanpassung.
[0012] Fig. 1 zeigt eine Draufsicht einer bedruckten Materialbahn. In der unteren Hälfte
der Fig. 1 ist ein erstes Stadium der bedruckten Materialbahn gezeigt. Die in die
Richtung des Pfeiles 2 laufende Materialbahn 1 weist eine linke Registermarke 3 auf,
die keinen Druckdefekt bezüglich des Seiten- oder Umfangsregisters zeigt. Jedoch die
rechte Registermarke 4 deutet einen seitlichen Druckqualitätsmangel durch fehlausgerichtete
Linien 4.1 und 4.2 an.Die rechte Registermarke deutet an, daß eine Druckbreitenanpassung
erforderlich ist und die Druckbreite in der Weise korrigiert werden muß, daß die fehlausgerichteten
Linien 4.1 und 4.2 der rechten Registermarke 4 die Gestalt einer Registermarke 6 auf
der rechten Seite der Materialbahn 1 annehmen, wobei die Linien 4.1 und 4.2 ununterscheidbar
übereinander liegen, wie dies in der oberen Hälfte der Fig. 1 gezeigt ist, die ein
zweites Stadium der Materialbahn 1 darstellt. Die durch die Registermarke 4 indizierte
Druckbreitenanpassung hat keinen Einfluß auf die Position der in der oberen Hälfte
der Fig. 1 gezeigten linken Registermarke 5.
[0013] Die Registerkorrekturrad-Anordnung 100 umfaßt z. B. ein Registerkorrekturrad 8, eine
Betätigungseinheit 21 und ein Positionsüberwachungsgerät 20. Der mittels der fehlausgerichteten
Linien 4.1 und 4.2 in der Defekt-Registermarke 4 in übertriebener Form dargestellte
Druckdefekt kann durch die in den Figuren 2 und 3 gezeigte Registerkorrekturrad-Anordnung
gemäß vorliegender Erfindung behoben werden. Um zu gewährleisten, daß die Materialbahn
korrekt auf die in dem vorhergehenden Druckwerk auf die Materialbahn 1 gedruckte Farbe
ausgerichtet ist, berührt das Registerkorrekturrad 8 die Materialbahn 1 auf ihrer
Unterseite, um sie bezüglich der seitlichen Druckbreite 7 ein wenig auszulenken. Ein
seitlicher Druckbreitendefekt kann bis zu mehreren Mil eines Inches oder Zentimeters
entsprechend kompensiert werden. Wie in Fig. 2 gezeigt, wird die Materialbahn 1 durch
eine sich in Richtung des Pfeiles 2 horizontal erstreckende Förderebene bewegt. Unter
der Materialbahn 1 befindet sich mindestens ein Registerkorrekturrad, obschon normalerweise
zwei Registerkorrekturräder, nämlich ein linkes und ein rechtes für jedes Druckwerk
einer Druckmaschine vorgesehen sind.
[0014] Das eine in Fig. 2 gezeigte Registerkorrekturrad 8 dreht sich um eine auf einem Hebel
11 gelagerte Drehachse 10. Der Hebel ist z. B. auf einer Stütze 13 bewegbar montiert
und bewegt sich auf und ab, wie durch die Pfeile 16 angedeutet. Folglich bewegt sich
der Hebel 11 mit dem darauf gelagerten Registerkorrekturrad 8 auf und ab, so daß die
Außenumfangsfläche 9 des Registerkorrekturrads 8 die Unterseite der Materialbahn 1
berührt. Beim Kontakt des Registerkorrekturrads 8 mit der Materialbahn 1 wird diese
ein wenig nach oben bewegt, wobei eine etwas geringere Druckbreite im folgenden Druckwerk
erzielt wird.
[0015] Die Stütze 13, auf welcher der Hebel 11 bewegbar montiert ist, ist auch mit einem
konischen Ende, das eine Luftdüse 14 ausweist, ausgerüstet. Am unteren Ende der Stütze
13 ist eine Luftquelle 18 gezeigt, von welcher Luft in die Stütze 13 und durch die
Luftdüse 14 zugeführt wird, um ein Luftkissen unter der Materialbahn 1 zu bilden.
Die Luftdüse 14 kann in die Registerkorrekturrad-Anordnung 100 der vorliegenden Erfindung
integriert und als Alternative zu dieser verwendet werden.
[0016] Wenn z. B. eine Signatur, d. h. ein bedruckter Teil der Bahn keine

tote Zone" (z. B. eine unbedruckte Stelle in der Signatur) aufweisen würde, dann würde
der Gebrauch eines Registerkorrekturrads 8 ein Verschmieren der Farbe in der Signatur
verursachen. In solch einem Fall kann der aus der Luftdüse 14 ausströmende Druckluftstrom
manuell auf die Materialbahn 1 gerichtet werden, was eine Auslenkung der Bahn verursacht
und somit eine Druckbreitenanpassung bewirkt.
[0017] Die Registerkorrekturrad-Anordnung 100 gemäß vorliegender Erfindung kann z. B. in
einem jeweiligen Druckwerk 40, 41, 42, 43 einer Offsetdruckmaschine 70 untergebracht
sein, wie in Fig. 5 gezeigt. Obschon vier Druckwerke in Fig. 5 gezeigt sind, versteht
es sich von selbst, daß die Druckmaschine 70 eine andere Anzahl von Druckwerken umfassen
kann. Jedes Druckwerk 40, 41, 42, 43 weist einen oberen und unteren Plattenzylinder
40.1, 41.1, 42.1, 43.1 und einen mit dem jeweiligen Plattenzylinder zusammenwirkenden
oberen und unteren Gummituchzylinder 40.2, 41.2, 42.2, 43.2 auf. Während der Bewegung
der Materialbahn durch jedes einzelne Druckwerk drucken das obere und das untere Gummituch
auf beide Seiten der Bahn. Mit jeder der Registerkurrekturanordnungen 100, wovon eine
linke und eine rechte für jedes Druckwerk 40, 41, 42, 43 vorgesehen sind, kann eine
Druckbreitenanpassung der durch das Druckwerk laufenden Materialbahn 1 ausgeführt
werden.
[0018] Wie in Fig. 5 gezeigt, weist jedes Druckwerk 40, 41, 42, 43 die erfindungsgemäße
Registerkorrekturrad-Anordnung 100 auf, die mit einem jeweiligen zugeordneten Mikroprozessor
60, 61, 62, 63 (z. B. in Form eines eingebetteten Reglers) verbunden ist, der mit
einem jeweiligen Computerspeicher 50, 51, 52, 53 kommuniziert. Da Mikroprozessoren
zum Stand der Technik gehören und kommerziell erhältlich sind, sind deren interne
Struktur und Wirkungsweise wohlbekannt. Deshalb werden die Mikroprozessoren 60, 61,
62 und 63 hier nicht im Detail beschrieben. Jeder der Mikroprozessoren 60, 61, 62,
63 ist mit dem Maschinensteuersystem 27 verbunden.
[0019] Wie in Fig. 2 gezeigt, wird der Hebel 11, an welchem das Registerkorrekturrad 8 befestigt
ist, z. B. über eine Spindel 22, die ein Gewinde 15 aufweist, bewegt. Die Spindel
22 erstreckt sich durch einen Rahmen 19 und ist mit einem Potentiometer 20 und einer
Betätigungseinheit 21 verbunden, die jeweils über elektrische Leitungskabel 20.1 und
20.2 z. B. an ein zentrales Maschinensteuersystem 27 angeschlossen sind. Das zentrale
Maschinensteuersystem 27 - wie im Stand der Technik bekannt - steuert den Bahneinzug,
die Klebevorgänge, die Voreinstellung von Farbzonenschrauben und viele andere automatische
Funktionen der Druckmaschine. Beispielsweise kann das zentrale Maschinensteuersystem
ein Steuerungssystem für eine M1000 oder M850 Rollenoffsetdruckmaschine der Heidelberg
Web Press, Inc. umfassen.
[0020] Die Spindel 22 wird durch die Betätigungseinheit 21, beispielsweise durch einen elektrischen
Motor oder ein beliebiges anderes geeignetes Betätigungsmittel, in Entsprechung eines
von dem Maschinensteuersystem 27 über das Kabel 20.2 übertragenen Steuersignals angetrieben.
Zusätzlich wird die Bewegung der Spindel 22 durch das Potentiometer 20 überwacht,
und der Bewegungsmeßwert kann über das Kabel 20.1 an das Maschinensteuersystem 27
zurückgeleitet werden. Beispielsweise kann das Potentiometer 20 einen regelbaren Drehspannungsteiler
umfassen, der eine Spannung in Abhängigkeit von der Spindelposition ausgibt, (z. B.
verursacht die Bewegung der Spindel 22 eine Veränderung der Spannung des Potentiometers
20, wobei das ursprüngliche Spannungsniveau einer Bezugsposition der Spindel 22 und
somit dem Registerkorrekturrad 8 zugeordnet wird). Wenn also ein Druckdefekt festgestellt
wird, sendet das Maschinensteuersystem 27 ein Steuersignal zur Betätigungseinheit
21, durch welche die Spindel 22 angetrieben und dabei das Registerkorrekturrad 8 bewegt
wird, um die Druckbreite in der Signatur in geeigneter Weise anzupassen.
[0021] Es kann z. B. das Steuersignal von dem Maschinensteuersystem 27 auf einen eingebetteten
Regler des jeweiligen Druckwerks, wo die Druckbreitenanpassung vorgenommen werden
muß, übertragen werden, d. h., daß der eingebettete Regler ebenfalls mit dem Maschinensteuersystem
27 verbunden ist. Der eingebettete Regler, z. B. der in Fig. 5 gezeigte Mikroprozessor
60, 61, 62, 63, leitet dann das Steuersignal beispielsweise vom Maschinensteuersystem
27 über einen im Stand der Technik bekannten I/O-Treiber 60.1, 61.1, 62.1, 63.1 zur
Betätigungseinheit 21 weiter, was eine Bewegung der Spindel 22 in Reaktion auf das
Steuersignal auslöst. Die Position der Spindel 22 wird vom Potentiometer 20, welches
seine Spannung dem eingebetteten Regler auch über den I/O-Treiber kontinuierlich zuführt,
ermittelt, so daß durch den eingebettete Regler bestimmt werden kann, wann das Registerkorrekturrad
die gewünschte Position erreicht hat. Diese Position des Registerkorrekturrads kann
z. B. über eine LED-Anzeige auf einem Anzeigefeld des Maschinensteuersystems 27 angezeigt
werden.
[0022] Am unteren Ende des Rahmens 19 ist ein Verstellrad 17 angebracht, so daß der Bediener
das Registerkorrekturrad 8 manuell steuern kann, wenn dies erwünscht ist. Jedoch auch
bei manueller Steuerung des Registerkorrekturrads 8 wird seine Position durch das
Potentiometer 20 in der hier oben beschriebenen Weise ermittelt. Außerdem kann das
Steuersignal von einer Steuereinheit übertragen werden, die separat vom Maschinensteuersystem
27 und nur für die Registerkorrekturrad-Anordnung vorgesehen ist. Somit wird mit der
Registerkorrekturrad-Anordnung nach vorliegender Erfindung verhindert, daß z. B. eine
verbundene Bahn, deren Dicke an der Verbindungs- oder Klebestelle bedeutend erhöht
ist, beim Lauf durch die Druckmaschine an der Klebestelle bricht, indem die Registerkorrekturräder
abgesenkt und mit der Klebestelle in Kontakt gebracht werden. Außerdem ist dem Zurückkehren
der Registerkorrekturräder in deren frühere Position Rechnung getragen, da diese frühere
Position eines jeden Registerkorrekturrads durch die Spannung des mit diesem verbundenen
Potentiometers 20 angedeutet wird und im Maschinensteuersystem 27 gespeichert werden
kann. Gleichermaßen ist das Absenken der Registerkorrekturräder und das automatische
Zurückkehren in deren frühere Position auch bei den Vorgängen des Bahneinzugs und
des Gummituchwaschens möglich.
[0023] Fig. 3 zeigt eine Draufsicht eines Registerkorrekturrads 8 - in Bahnbewegungsrichtung
gesehen -, das im Vergleich zur Fig. 2 um 90° gedreht ist. Wie in Fig. 3 dargestellt,
wird das an dem Hebel 11 montierte Registerkorrekturrad 8 mit seinem Außenumfang 9
in einer Höhe eingesetzt, die unter der Bahnhöhe, auf gleicher Höhe mit der Bahn oder
über der Bahnhöhe liegt, während die Luftdüse 14 keinen Kontakt hat und somit in einer
Höhe unter der Bahnhöhe eingesetzt wird. Das Registerkorrekturrad 8 ist beispielsweise
von einem an dem Rahmen 19 montierten Träger 23 umgeben, der das Registerkorrekturrad
8 stützt. Der Hebel 11 mit dem daran befestigten Registerkorrekturrad 8 erstreckt
sich durch eine Ausnehmung 24 im Träger 23.
[0024] Die erfindungsgemäße Registerkorrekturrad-Anordnung 100 läßt sowohl eine seitliche
als auch eine senkrechte Bewegung des Registerkorrekturrads 8 zu. Wie in Fig. 6 gezeigt,
kann eine seitliche Bewegung in gleicher Weise wie eine senkrechte Bewegung des Registerkorrekturrads
8 ausgeführt werden. Es kann z. B. der Rahmen 19 über ein Gewindeverbindungsstück
15.2 mit einer Gewindestange 15.1 bewegbar verbunden sein. Eine Betätigungseinheit
21 und eine Bewegungssteuereinheit 20 sind z. B. über elektrische Leitungskabel 20.1
und 20.2 mit der Gewindestange 15.1 und dem Maschinensteuersystem 27 verbunden, so
daß ein Steuersignal vom Maschinensteuersystem 27 an die Betätigungseinheit 21 gesandt
werden kann. Die Betätigungseinheit 21 gibt den Antrieb zur Umdrehung der Gewindestange
15.1, um über die Gewindeverbindung 15.2 den Rahmen 19 und damit die mit dem Rahmen
19 verbundene Registerkorrekturrad-Anordnung 100 seitlich zu bewegen. Die Bewegungsüberwachungsschaltung
20, wie z. B. ein Potentiometer für veränderlichen Widerstand, ermittelt die seitliche
Position des Rahmens 19 über die Spannung des Potentiometers und leitet die Bewegungsdaten
dem eingebetteten Regler des Druckwerks in der gleichen Weise zu, wie dies im Zusammenhang
mit der senkrechten Bewegung der Registerkorrekturrad-Anordnung 100 beschrieben ist.
[0025] Fig. 4 ist eine schematische Darstellung von Schritten für eine Druckbreitenanpassung
nach vorliegender Erfindung. Im herkömmlichen Offsetdruckbetrieb zieht der Maschinenbediener
30 laufend Mustersignaturen, um die Qualität des Druckproduktes zu prüfen. Die geprüften
Kriterien sind z. B. die Genauigkeit der Falze, die umfängliche und seitliche Registerhaltigkeit,
korrekte Übergabe oder Längsschnitte oder beides etc.. Bei der Feststellung eines
Druckdefekts, wie dies in der unteren Hälfte der Fig. 1 bei der Registermarke 4 gezeigt
ist, bestimmt der Bediener 30, daß eine Korrektur der Druckbreite erforderlich ist.
[0026] Die Inspektion der Signaturen auf Druckdefekte kann entweder manuell durchgeführt
werden, indem der Bediener eine Mustersignatur in der oben beschriebenen Weise prüft,
oder sie kann mittels einer bekannten Registermarken-Erkennungseinrichtung 31, wie
der von Web Controls, Inc. hergestellte MICROTRAK CCR Register Detektor, auch automatisch
durchgeführt werden. Die Registermarken-Erkennungseinrichtung 31 analysiert z. B.
die in Fig. 1 gezeigten jeweiligen Registermarken 3, 4 oder 5, 6 und bestimmt automatisch,
daß beispielsweise der Passer der Signatur geändert werden muß und eine Druckbreitenanpassung
der Signatur erforderlich ist. Herkömmliche Registermarken-Erkennungseinrichtungen
können auch durch Analysieren von Sequenzen der im jeweiligen Druckwerk der Maschine
70 gedruckten Bildpunkte Druckdefekte in Signaturen identifizieren, wobei die in den
einzelnen Druckwerken jeweils gedruckten Bildpunktsequenzen aneinander ausgerichtet
sein sollen, eine Fehlausrichtung jedoch bedeutet, daß über das Registerkorrekturrad
8, welches der Stelle des Druckdefekts zugeordnet ist, eine Druckbreitenanpassung
notwendig ist. Alternativ können vom zentralen Maschinensteuersystem 27 automatisch
Steuersignale an die Betätigungseinheit 21 ergehen, die auf Daten beruhen, welche
andeuten, daß ein gewisser Zustand oder Vorgang, wie z. B. eine Bahnklebestelle oder
eine Gummituchwaschung bevorsteht.
[0027] Wie in Fig. 4 gezeigt, aktiviert der Bediener 30 über eine Schnittstelleneinheit
26 das zentrale Maschinensteuersystem 27, das wiederum die einem Registerkorrekturrad
7 eines bestimmten Druckwerks zugeordnete Betätigungseinheit 21 steuert. Die Schnittstelleneinheit
26 umfaßt z. B. eine Fernsteuerung oder andere Daten-Inputeinrichtungen, wie eine
Tastatur oder ein Kontaktfeld. In Entsprechung der durch den Bediener 30 in die Schnittstelleneinheit
26 eingegebenen Korrekturwerte treibt beispielsweise die Betätigungseinheit 21 die
Spindel 22 an, die wiederum das Registerkorrekturrad 8 über Windungen 15 in eine obere
Position bewegt, was bewirkt, daß der Außenumfang 9 des Registerkorrekturrads 8 die
Unterseite der Materialbahn 1 berührt. Somit ist die Materialbahn 1 um ein geringes
Maß aus ihrer Förderebene ausgelenkt mit dem Effekt, daß sich beim Eintritt in das
nächste Druckwerk die Druckbreite 7 in dem vom Bediener bestimmten Maße verengt. Die
Folge ist, daß beispielsweise die in der unteren Hälfte der Fig. 1 ersichtliche Registermarke
4 die in der oberen Hälfte der Fig. 1 ersichtliche Registermarke 6 wird, was bedeutet,
daß das Seitenregister korrekt ist und keiner weiteren Anpassung bedarf. In ähnlicher
Weise kann durch den Bediener 30 eine zusätzliche Betätigungseinheit 21 und eine mit
dem Rahmen 19 verbundene Positionsüberwachungseinheit 20 z. B. über die in Fig. 6
gezeigte Gewindestange 15.1 aktiviert werden, um das Registerkorrekturrad 8 in seiner
seitlichen Position zu bewegen.
[0028] Wenn durch eine Aufwärtsbewegung des Registerkorrekturrads 8, so daß dessen Außenumfang
9 die Materialbahn 1 berührt, die Druckbreite 7 korrigiert ist, wird infolge der Bewegung
der Spindel 22 die neue Senkrechtposition des Registerkorrekturrads 8 durch den Potentiometer
20 überwacht. Die Position des jeweiligen Registerkorrekturrads 8 wird an den Mikroprozessor
60, 61, 62, 63 zurückgemeldet, so daß durch den eingebetteten Regler eines jeweiligen
Druckwerks 40, 41, 42, 43 bestimmt werden kann, wann das Registerkorrekturrad 8 in
der gewünschten Position ist. Das zentrale Maschinensteuersystem 27 sendet die Positionsinformation
an die Schnittstelleneinheit 26 für den Bediener, so daß ihm die Positionsdaten angezeigt
werden können. Das Maschinensteuersystem kann beispielsweise ein auf der Balkengraphik
basierendes Anzeigefeld mit einer Vielzahl von Spalten von Leuchtdioden (LED) umfassen,
wobei die Anzahl der angezeigten Leuchtdioden-Balken der Position des Registerkorrekturrads
entspricht.
[0029] Bei Verwendung der Registermarken-Erkennungseinrichtung 31, die z. B. mit der Schnittstelleneinheit
26 und dem zentralen Maschinensteuersystem 27 verbunden ist, kann die Feststellung
und Korrektur von Druckdefekten ohne Eingreifen des Maschinenbedieners erzielt werden.
Die Registermarken-Erkennungseinrichtung 31 kann z. B. einen optischen Abtaster umfassen,
welcher die in Fig. 1 gezeigten Registermarken 3 und 4 überwacht und die seitliche
Registerhaltigkeit der Signatur dahingehend bewertet, ob die Linien einer jeden Registermarke
in der genauen Passung gehalten sind, oder ob über das Registerkorrekturrad 8 eine
Anpassung der Druckbreite der Signatur in der Weise erfolgen muß, daß daraus korrekte
Registermarken 5 und 6 entstehen. Alternativ kann die Registermarken-Erkennungseinrichtung
31 eine Sequenz von Farbbildpunkten überwachen, wie im Stand der Technik bekannt,
um eine etwaige Fehlausrichtung der Signatur in einem der Druckwerke für jede gedruckte
Farbe festzustellen und das entsprechende Maß der Anpassung der Druckbreite zu bestimmen.
[0030] Der Vorteil bei der in der vorliegenden Erfindung dargelegten schnellen Aktivierung
des Registerkorrekturrads zur Anpassung der Druckbreite nach Feststellung eines Druckdefekts
ist eine beträchtliche Reduzierung der Makulatur, die zwischen der Feststellung eines
Defekts und seiner Korrektur bei längerer Maschinenlaufzeit produziert wird. Gemäß
vorliegender Erfindung besteht für den Bediener 30 nicht mehr die Notwendigkeit, ein
bestimmtes Registerkorrekturrad 8 manuell zu verstellen, dann zum Steuerpult zurückzukehren,
um ein weiteres Muster zu prüfen, dann wieder ein Registerkorrekturrad 8 zu verstellen
etc. Folglich kann eine größere Anzahl Exemplare von hoher Qualität in einem kürzeren
Zeitraum gedruckt und die Makulatur wesentlich reduziert werden.
[0031] Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist die Voreinstellung eines jeden
Registerkorrekturrads 8. Beim Einrichten eines neuen Druckauftrags kann beispielsweise
das Registerkorrekturrad 8 bezüglich der Druckbreite 7 automatisch eine gewisse vorbestimmte
seitliche und senkrechte Position einnehmen. Die Daten für die seitliche und senkrechte
Positionierung des Registerkorrekturrads 8 aus vorhergehenden Druckaufträgen können
z. B. in einem sich in dem zentralen Maschinensteuersystems 27 befindlichen Datenträger
gespeichert werden. Die Daten können durch den Bediener 30 über das zentrale Maschinensteuersystem
27 aus dem Datenträger abgerufen werden. Somit kann eine rasche Voreinstellung des
Registerkorrekturrads 8 erfolgen, wenn ein gleicher Druckauftrag auszuführen ist.
[0032] Ferner kann bei der erfindungsgemäßen Registerkorrekturrad-Anordnung 100 durch die
das Registerkorrekturrad 8 in die senkrechte Richtung antreibende Betätigungseinheit
21 das Registerkorrekturrad 8 gesenkt werden, wenn eine Bahnklebestelle das Registerkorrekturrad
8 passiert, da dem zentralen Maschinensteuersystem 27 bekannt ist, daß eine Bahnverbindung
stattgefunden hat, wie dies aus dem Stand der Technik zu entnehmen ist. Da eine Bahnklebestelle
im allgemeinen etwas dicker als die Materialbahn 1 ist, weil die Enden zweier Materialbahnen
sich leicht überlappen, könnte ein Registerkorrekturrad 8 in der aktivierten Position
sonst einen schädlichen Effekt auf die passierende Bahnklebestelle haben, weil es
eine unerwünschte Änderung der Druckbreite 7 herbeiführen würde. Das automatische
Senken des Registerkorrekturrads 8 vermeidet solch ein Resultat. Das automatische
Senken des Registerkurrekturrads 8 ist auch sehr nützlich beim Bahneinzug in eine
Druckmaschine, da eine Korrektur der Position der Materialbahn 1 hinsichtlich des
Seitenregisters nicht notwendig ist. Es kann also während des Bahneinzugs von dem
zentralen Maschinensteuersystem 27 ein Signal an die Betätigungseinheit 21 zur Senkung
des Registerkorrekturrads 8 ergehen.
[0033] Die in das zentrale Maschinensteuersystem 27 integrierte Registerkorrekturrad-Anordnung
gemäß vorliegender Erfindung ermöglicht somit eine schnelle Reaktion auf Druckdefekte,
welche die Registerhaltigkeit betreffen und das Korrigieren derselben in kürzester
Zeit, wodurch Einrichtezeiten und Makulatur wesentlich reduziert werden.
LISTE DER BEZUGSZEICHEN
[0034]
- 1
- Materialbahn
- 2
- Pfeil
- 3
- linke Registermarke
- 4
- rechte Registermarke
- 4.1
- Fehlausrichtungslinie
- 4.2
- Fehlausrichtungslinie
- 5
- linke Registermarke
- 6
- Registermarke
- 7
- seitliche Druckbreite
- 8
- Registerkorrekturrad
- 9
- Außenumfang des Registerkorrekturrads 8
- 10
- Drehachse
- 11
- Hebel
- 13
- Stütze
- 14
- Luftdüse
- 15
- Gewinde
- 15.1
- Gewindestange
- 15.2
- Gewindeverbindungsstück
- 16
- Pfeile
- 17
- Verstellrad
- 18
- Luftquelle
- 19
- Rahmen
- 20
- Potentiometer / Bewegungssteuereinheit / Positionsüberwachungseinheit
- 20.1
- Leitungskabel
- 20.2
- Leitungskabel
- 21
- Betätigungseinheit
- 22
- Spindel
- 23
- Träger
- 24
- Ausnehmung im Träger 23
- 26
- Schnittstelleneinheit
- 27
- Maschinensteuersystem
- 30
- Maschinenbediener
- 31
- Registermarken-Erkennungseinrichtung
- 40
- Druckwerk
- 40.1
- Plattenzylinder
- 40.2
- Gummituchzylinder
- 41
- Druckwerk
- 41.1
- Plattenzylinder
- 41.2
- Gummituchzylinder
- 42
- Druckwerk
- 42.1
- Plattenzylinder
- 42.2
- Gummituchzylinder
- 43
- Druckwerk
- 43.1
- Plattenzylinder
- 43.2
- Gummituchzlyinder
- 50
- Computerspeicher
- 51
- Computerspeicher
- 52
- Computerspeicher
- 53
- Computerspeicher
- 60
- Mikroprozessor, eingebetteter Regler
- 60.1
- I/O-Treiber
- 61
- Mikroprozessor, eingebetteter Regler
- 61.1
- I/O-Treiber
- 62
- Mikroprozessor, eingebetteter Regler
- 62.1
- I/O-Treiber
- 63
- Mikroprozessor, eingebetteter Regler
- 63.1
- l/O-Treiber
- 70
- Offsetdruckmaschine
- 100
- Registerkorrekturrad-Anordnung
1. Registerverstellsystem zum Registeranpassung einer Materialbahn 1, welches die folgenden
Merkmale umfaßt:
ein Registerkorrekturrad (8), das die Materialbahn (1) auslenkt und eine Druckbreite
der Materialbahn (1) ändert, und das im Pfad der Materialbahn (1) bewegbar angebracht
ist;
eine erste Betätigungseinheit (21), die mit dem Registerkorrekturrad (8) und einer
Steuereinheit (60) verbunden ist und das Registerkorrekturrad (8) zur Anpassung der
Druckbreite der Bahn aktiviert; und
eine erste Positionsüberwachungseinheit (20), die mit dem Registerkorrekturrad (8)
und der Steuereinheit (60) verbunden ist und die Position des Registerkorrekturrads
(8) überwacht.
2. Registerverstellsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuereinheit (60) in ein zentrales Maschinensteuersystem (27) integriert
ist.
3. Registerverstellsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ferner eine mit dem Registerkorrekturrad (8) verbundene zweite Betätigungseinheit
(21) und eine mit dem Registerkorrekturrad (8) verbundene zweite Positionsüberwachungseinheit
(20) vorgesehen sind, daß die zweite Betätigungseinheit (21) die Registerkorrekturradanordnung
bezüglich der Materialbahn (1) in die seitliche Richtung bewegt; und daß das Registerkorrekturrad
(8) durch die erste Betätigungseinheit (21) bezüglich der Materialbahn (1) automatisch
in die senkrechte Richtung bewegt wird.
4. Registerverstellsystem nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Registerkorrekturrad (8) in einem Rahmen (19) bewegbar angebracht ist; daß
der Rahmen (19) in die seitliche Richtung bewegbar ist; und daß die zweite Betätigungseinheit
(21) den Rahmen (19) und die zweite Positionsüberwachungseinheit (20), welche die
Bewegung des Rahmens (19) überwacht, bewegt.
5. Registerverstellsystem nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die erste und zweite Betätigungseinheit (21) einen Elektromotor umfassen, und
daß die erste und zweite Positionsüberwachungseinheit (20) einen Potentiometer für
variablen Widerstand umfassen.
6. Registerverstellsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Registerkorrekturrad (8) auf einem Rahmen (19), das eine Luftöffnung (14)
aufweist, bewegbar und drehbar montiert ist.
7. Registerverstellsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß während eines der Vorgänge des Einrichtens einer Druckmaschine (70), des Verbindens
der Materialbahn (1) durch einen Klebevorgang und des Bahneinzugs die Betätigungseinheit
(21) das Registerkorrekturrad (8) in eine korrekte Arbeitsposition bewegt.
8. Registerverstellsystem nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bewegung des Registerkorrekturrads (8) in die seitliche Richtung oder in die
senkrechte Richtung auf der Basis der Daten für folgende Druckaufträge eingeleitet
wird.
9. Registerverstellsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ferner eine mit der Steuereinheit (60) verbundene Registermarken-Erkennungseinrichtung
(31) vorgesehen ist, die einen Druckdefekt auf der Materialbahn (1) feststellt und
ein Steuersignal an die Steuereinheit (60) sendet, und daß das Steuersignal in Abhängigkeit
von dem Druckdefekt und der Position des Registerkorrekturrads (8) erzeugt wird.
10. Vorrichtung zur seitlichen Registeranpassung einer Materialbahn (1) in einer Druckmaschine,
welche die folgenden Merkmale umfaßt:
einen Rahmen (19);
eine Registerkorrekturrad-Anordnung (100), die auf dem Rahmen (19) bewegbar und drehbar
montiert ist und sich auf dem Pfad der Materialbahn (1) befindet;
eine mit dem Registerkorrekturrad (8) verbundene erste Positionsüberwachungseinheit
(20), die die Position des Registerkorrekturrads (8) bestimmt; und
eine mit dem Registerkorrekturrad (8) verbundene erste Betätigungseinheit (21), die
das Registerkorrekturrad (8) in eine wählbare Position bewegt, in der dieses entweder
in Kontakt oder außer Kontakt mit der Materialbahn (1) ist, wobei die Bewegung des
Registerkorrekturrads (8) den Pfad und die Druckbreite (7) der Materialbahn (1) ändert.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Positionsüberwachungseinheit (20) und die erste Betätigungseinheit (21)
mit einer Steuereinheit verbunden sind, die ein Steuersignal an die erste Betätigungseinheit
(21) sendet.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
das die erste Positionsüberwachungseinheit (20) ein Positionssignal an die Steuereinheit
sendet, und daß Steuereinheit das Steuersignal in Abhängigkeit von dem Positionssignal
erzeugt.
13. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Registerkorrekturrad (8) durch die erste Betätigungseinheit (21) bezüglich
der Materialbahn (1) automatisch in eine senkrechte Richtung bewegt wird, und daß
die erste Positionsüberwachungseinheit (20) einen Potentiometer für variablen Widerstand
umfaßt.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Rahmen (19) eine Luftöffnung (14) aufweist, durch die ein Druckluftstrom zugedient
wird.
15. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine zweite mit dem Rahmen (19) verbundene Betätigungseinheit (21) und eine zweite
mit dem Rahmen (19) verbundene Positionsüberwachungseinheit (20) vorgesehen sind,
und daß die zweite Betätigungseinheit (21) den Rahmen (19) in die seitliche Richtung
bewegt.
16. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Betätigungseinheit (21) während eines Voreinstellvorgangs das Registerkorrekturrad
(8) in eine korrekte Arbeitsposition bewegt.
17. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Registerkorrekturrad (8) während eines der Vorgänge der Materialbahnverbindung
und des Bahneinzugs automatisch in eine vorbestimmte Position bewegt wird.
18. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuereinheit (60) in ein zentrales Maschinensteuersystem (27) integriert
ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß ferner eine mit der ersten Betätigungseinheit (21) verbundene Registermarken-Erkennungseinrichtung
(31) vorgesehen ist, die einen Druckdefekt auf der Materialbahn (1) feststellt und
ein Steuersignal an die Steuereinheit (60) sendet, und daß das Steuersignal in Abhängigkeit
vom Druckdefekt und der Position des Registerkorrekturrads (8) erzeugt wird.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Registermarken-Erkennungseinrichtung (31) und die erste Betätigungseinheit
(21) in ein zentrales Maschinensteuersystem (27) integriert sind, welches automatisch
die erste Betätigungseinheit (21) in der Weise steuert, daß der Pfad der Materialbahn
(1) und die Druckbreite (7) der Materialbahn (1) geändert werden und somit der Druckdefekt
entfernt wird.