[0001] Die Erfindung bezieht sich auf Tiefkühlkost mit Nahrungsmitteln aus der Gruppe Torten,
Kuchen, Obst und Gemüse und mit einer im Herstellerbetrieb geschlossenen Umverpackung
für jedes tiefgefrorene Nahrungsmittel.
[0002] "Tiefkühlkost" ist der Fachbegriff für tiefgefrorene Lebensmittel, die im Handel
und im Haushalt in Gefrierschränken und Tiefkühltruhen bei Temperaturen unter -18°C
ohne wesentliche Qualitätseinbuße über viele Monate gelagert werden kann (BROCKHAUS,
Kompaktausgabe, 1983, Band 22, Seite 49).
[0003] Tiefkühlkost ist ein wichtiger Eckpfeiler in der Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung.
Sofern die Kühlkette vom Hersteller bis zum Endverbraucher nicht unterbrochen wird,
garantiert die Tiefkühlkost eine zeitlich fast nicht begrenzte Lagerfähigkeit. Der
Gesetzgeber schreibt dafür eine Temperatur von höchstens -24°C vor.
[0004] Die Lagerhaltung von Tiefkühlkost verschafft in Gastronomiebetrieben und Haushalten
die Möglichkeit der raschen Versorgung von unerwarteten Gästen und beseitigt das Problem
von Fehlplanungen in Ausflugsrestaurants, wenn sich beispielsweise das Wetter schlagartig
verschlechtert.
[0005] Durch das DE 78 34 976 U1 ist ein sechseckiger Faltkarton bekannt, der sowohl als
Gebäck- und Flaschenverpackung als auch als Flaschenklühler oder Abfallbehälter vorgesehen.
ist. Die Kühlhaltewirkung kann dabei durch eine Kaschierung mit einer Aluminiumfolie
verbessert werden. Der bekannte Faltkarton hat jedoch keine Speicherwirkung und ist
nicht für das Einlegen eines aktiven, tiefgekühlten Kühlkörpers im Herstellerwerk
von Tiefkühlkost für deren Transportbegleitung vorgesehen.
[0006] Durch das DE 80 07 232 U1 ist eine mehreckige, beispielsweise sechs- oder achteckig
Stülpfaltschachtel bekannt, die auch zum Versand von tiefgefrorenen Eistorten verwendet
werden soll. Zum teilweisen Verbrauch der Eistorte sollen die einzelnen Wandabschnitte
unabhängig voneinander aufklappbar sein. Auch diese bekannte Faltschachtel hat keine
Speicherwirkung und ist nicht für das Einlegen eines aktiven, tiefgekühlten Kühlkörpers
zusätzlich zur Eistorte im Herstellerwerk vorgesehen.
[0007] Durch die JP 07223677 A ist eine wiederverwendbare Kühlbox in Form eines tiefgezogenen
Kunststoffbehälters mit inneren Schaumstoffwänden für die Anlieferung zahlreicher
Getränkeflaschen bekannt, wie dies von Camping-Taschen her geläufig ist. Die Kühlbox
ist keine Umverpackung in Sinne einer Einweg-Verpackung vom Hersteller zum Verbraucher.
Die Flaschengruppe, die keine Tiefkühlkost ist, und nicht die einzelne Flasche, ist
dabei von einer sog. Kältebatterie umgeben, die vom Benutzer erst betriebsbereit gemacht
werden muß. Nach dem Aufsaugen von Wasser, Quellenlassen und Gefrieren in einem Haushaltskühlschrank
wird die Kältebatterie auf die Flaschengruppe aufgelegt und auch um diese herumgestellt
und bildet ein aktives Kühlmedium mit Speicherwirkung. Da die Flaschen eine wässrige
Füllung wie beispielsweise Milch enthalten sollen, ist eine wesentliche Unterschreitung
der Gefriertemperatur von Wasser wegen einer Gefährdung von Flaschen aus Glas nicht
möglich. Beim Auftauen tritt aus der Kältebatterie Wasser aus, so daß dieses Kühlmaterial
nicht für Tiefkühlkost geeignet ist, die nicht wasserdicht eingepackt ist. Außerdem
besteht die erhebliche Gefahr, daß das Kühlmedium bei Temperaturen merklich unter
0°C mit der Tiefkühlkost zusammenfrieren würde. Sobald einzelne Milchflaschen entnommen
werden, ist für diese die Kühlkette endgültig abgerissen, da einzelne Umverpackungen
mit Kühlspeichern fehlen.
[0008] Durch die DE 44 15 946 A1 ist eine flexible Kühlpackung mit einen flüssigen Inhalt
bekannt, die nach dem Gefrieren des Inhalts insbesondere für medizinische Kühlbehandlungen
von Körperteilen vorgesehen ist. Auch die Verwendung solcher Kühlpackungen für die
Flaschenkühlung ist erwähnt. Die Kühlsubstanz soll bei Ausgangstemperatur in der festen
Phase vorliegen und während der Kühlbehandlung unter Aufnahme von Wärme eine Phasenumwandlung
in den flüssigen Zustand vollziehen. Die Phasenumwandlungstemperatur soll dabei zwischen
-25°C und 10°C liegen. Der Kühlflüssigkeit können dabei Salze oder Glykole zugesetzt
sein. Diese bekannte Kühlpackung ist jedoch nicht Teil einer Fertigpackung, die auf
dem Wege vom Hersteller bis zum Verbraucher ungeöffnet bleibt. Außerdem sind nicht
alle Salze ungefährlich und Glykole sind im Nahrungsmittelbereich nicht zugelassen.
[0009] Durch das DE 82 16 053.9 U1 ist eine wiederverwendbare, alternativ zum Wärmen und
Kühlen vorgesehene Manschette bekannt, die zum Austausch des flüssigen Inhalts mit
einem Wiederverschluß versehen ist. Als Inhalt werden beispielhaft heißes oder kaltes
Wasser, aber auch Kältemischungen in Form wässriger Lösungen aus Kalkammonsalpter
und Harnstoff vorgeschlagen. Die zuletzt genannten Stoffe sind jedoch nicht lebensmittelverträglich
sondern sogar gesundheitsschädlich und dürfen haher unter keinen Umständen zusammen
mit Lebensmitteln verpackt werden, die nicht absolut dicht eingeschlossen sind. Als
Anwendungsfälle werden das Temperieren von Flaschen, insbesondere von Getränkeflaschen,
und von Konservendosen angegeben, außerdem die Behandlung von Körperteilen mittels
einer kühlenden oder wärmenden Kompresse. Als Einweg-Beigabe für nicht hermetisch
abgedichtete Tiefkühlkost vom Hersteller zum Verbraucher eignet sich eine solche Manschette,
die mehr die Funktion einer Wärmflasche und eines Eisbeutels hat, nicht.
[0010] Im Gegensatz dazu handelt es sich beim Erfindungsgegenstand um Tiefkühlkost, die
im Herstellerbetrieb in Serienfertigung fertig verpackt und bei etwa -24°C tiefgefroren
und anschließend tiefgefroren in den Handel gebracht wird. Sie wird beispielsweise
in Lebensmittelabteilungen von Supermärkten in Tiefkühltruhen dem Endverbraucher feilgeboten
oder durch spezielle Tiefkühlfahrzeuge von Handelsketten in größeren Mengen an den
Endverbraucher, darunter auch Haushalte und Bewirtungsbetriebe, ausgeliefert. Was
nicht sofort verbraucht wird, wird in Gefrierschränken oder Tiefkühltruhen weiter
gelagert. Die Verpackungen sind so gestaltet, daß ein Öffnen sofort erkennbar ist,
so daß die Ware unverkäuflich wird.
[0011] Es ist also unmöglich, auf dem Transportweg eines der Kühlmittel nach dem Stande
der Technik in eine solche Verpackung einzubringen. Der Erfindungsgegenstand ist vom
Hersteller zum Verbraucher - also innerhalb der sogenannten "Kühlkette" - eine untrennbare,
geschlossene Einheit. Dies gilt insbesondere für tiefgefrorene Torten, die ohne stabile
Verpackung überhaupt nicht versandt werden können.
[0012] Die Schwachstelle einer solchen Kühlkette ist folgende: Ein auch nur teilweises Antauen
des Nahrungsmittels, das auch bereits beim Öffenen der Verpackung geschehen kann,
ist irreparabel und führt zum kurfristigen Verderben der Ware.
[0013] Herstellung, Transport, Lagerung und Zubereitung sind jedoch kostenintensiv. Beim
Tiefkühlen und Auftauen wird jeweils viel Zeit und eine Menge Energie benötigt, da
die Nahrungsmittel schlechte Wärmeleiter sind. Aber auch Lagerung und Transport sind
teuer, da die Kühlung ständig aufrecht erhalten werden muß und durch große Volumina
der herkömmlichen Verpackungen große Transport- und Lagervolumina benötigt werden.
Besonders gefährdet sind Kanten und Ecken der Nahrungsmittel, da dort am schnellsten
ein Antauen stattfindet.
[0014] Die Gefahr einer Unterbrechung der Kühlkette besteht insbesondere beim Einkauf und
beim Transport zur eigenen Tiefkühleinrichtung. Warteschlangen an den Kassen und der
Transport im Kofferraum eines Autos sind die Hauptursachen für die Unterbrechung der
Kühlkette. Transportbehälter bzw, Kühlboxen mit sogenannten Kältebatterien sind zwar
bekannt, wie sich aus dem oben genannten Stand der Technik ergibt, sie reichen aber
in der Regel bei weitem nicht aus, um eine Unterbrechung der Kühlkette sicher zu verhindern,
denn die Transportbehälter werden erst mit Lebensmitteln gefüllt, nachdem die Kühlkette
bereits unterbrochen ist.
[0015] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, fertig verpackte Tiefkühlkost der
eingangs beschriebenen Gattung anzugeben, die einen wirksamen Schutz gegen vorzeitiges
Antauen bei einer kurzzeitigen Unterbrechung der Kühlkette besitzt
[0016] Die Lösung der gestellten Aufgabe erfolgt bei der eingangs angegebenen Tiefkühlkost
erfindungsgemäß dadurch, daß sich zwischen der Umverpackung und dem triefgefrorenen
Nahrungsmittel auf mindestens einem Teil der Oberfläche des Nahrungsmittels ein ebenfalls
tiefgefrorener Kühlkörper befindet, der aus einer geschlossenen Folienhülle mit einem
Kältemittel aus einer wässrigen Lösung mindestens eines Stoffes besteht, durch den
die Einfriertemperatur der wässrigen Lösung auf Werte unterhalb von 0°C abgesenkt
ist.
[0017] Es ist dabei besonders vorteilhaft, wenn - entweder einzeln oder in Kombination -
:
* die wässrige Lösung mindestens einen Stoff aus der Gruppe Zucker, Zuckerarten, Zuckerstoffe,
zuckerhaltige Gemische, Saccharose, körperverträgliche Salze mit einer solchen Konzentration
enthältt, daß der Kühlkörper bei einer Temperatur erstarrt, die zwischen -10°C und
-24°C liegt,
* der Kühlkörper eine im Querschnitt flache Folienhülle aufweist, die das Nahrungsmittel
auf seinem Außenumfang nach Art eines Gürtels umgibt,
* das tiefgefrorene Nahrungsmittel einen polygonalen Grundriß mit Eckkanten aufweist
und wenn in der Folienhülle durch Schweißnähte einzelne Kammern gebildet sind, wobei
mindestens ein Teil der Schweißnähte parallel zu den Eckkanten des Nahrungsmittels
verläuft und in einem Rastermaß (L) angeordnet ist, das der Kantenlänge (K) des Polygons
des tiefgefrorenen Nahrungsmittels entspricht,
* der Innenraum der Folienhülle durch weitere Schweißnähte unterteilt ist, die zu
den Schweißnähten an den Eckkanten des tiefgefrorenen Nahrungsmittels rechtwinklig
verlaufen,
* sich das Nahrungsmittel in radialer Richtung an dem Kühlkörper abstützt,
* Die Umverpackung - jeweils in der Draufsicht gesehen - einen sechseckigen und das
Nahrungsmittel einen achteckigen Umriß aufweisen, und wenn sich das Nahrungsmittel
im Bereich seiner Eckkanten in radialer Richtung an dem Kühlkörper abstützt,
* das Kältemittel mit mindestens einem Aromastoff aus der Gruppe der Fruchtsäuren
versetzt ist, und/oder
* das Kältemittel mit einem lebensmittelverträglichen Farbstoff versetzt ist.
[0018] Die Begriffe "Zucker" und "Zuckerarten" sind vom Gesetzgeber definiert und finden
sich im "RÖMPP CHEMIE LEXIKON", 9. Auflage, 1995, Seiten 5164 bis 5165, Georg Thieme
Verlag, Stuttgart - New York.
[0019] Die Folienhülle kann dabei extrem dünnwandig ausgebildet sein, da das Kältemittel
keine gesundheitsschädlichen Stoffe wie z.B. Glykol und andere Frostschutzmittel enthält.
Durch die Verwendung mindestens eines der obigen Stoffe im Kältemittel wird ein gefahrloses
Medium gebildet, das durch seine Zusammensetzung und/oder Konzentration gezielt auf
einen Erstarrungsbereich und einen Auftaubereich eingestellt werden kann und selbst
bei einem Auslaufen und bei einer Berührung des Kältemittels mit dem Nahrungsmittel
im Falle einer Verletzung der Folienhülle keine gesundheitsgefährdenden Eigenschaften
entfaltet, sondern allenfalls den Geschmack verändert.
[0020] Die Konzentration mindestens eines der genannten Stoffe wird dabei so gewählt, daß
das Kältemittel beispielsweise bei Temperaturen bis hinab zu -12°C flüssig ist, zwischen
-12°C und -18°C noch plastisch verformbar und unterhalb vom -18°C hart ist. Es wird
betont, daß diese Temperaturbereiche nur beispielhaft sind und Abweichungen nach unten
oder oben zulassen. Der Kühlkörper bildet durch seine Schmelzwärme eine aktive Wärmeisolation,
die im Schmelzbereich ihre Temperatur zumindest weitgehend beibehält.
[0021] Der Kühlkörper soll bei Verarbeitungs- bzw. Produkttemperatur verformbar sein und
sich dem Nahrungsmittel anschmiegen können. In jedem Fall benötigt ein solches Kältemittel
enorme Wärmemengen pro Volumenseinheit zum Auftauen und ist daher ein sehr wirksamer
Schutz gegen Antauen, insbesondere schon deswegen, weil sich der Kühlkörper - im Gegensatz
zum Stande der Technik - innerhalb der Umverpackung befindet und mit der Tiefkühlkost
eine Einheit bildet. Außerdem erfolgt dadurch eine Ausnutzung von Leerräumen durch
Umwandlung in Kühlzellen. Schließlich bildet der tiefgefrorene Kühlkörper auch einen
sehr wirksamen Transportschutz gegen Beschädigungen des Inhalts. Der Kühlkörper kann
auch weiter verwendet werden, beispielsweise zum Kühlen von Getränken etc.
[0022] Weiterhin ist es von Vorteil, wenn - jeweils in der Draufsicht gesehen - die Umverpackung
einen sechseckigen und das Nahrungsmittel einen achteckigen Umriß aufweist, und wenn
sich das Nahrungsmittel im Bereich seiner Ecken in radialer Richtung an dem Kühlkörper
abstützt. Dadurch wird ein Antauen der thermisch besonders gefährdeten Ecken des Nahrungsmittels
wirksam verhindert.
[0023] Dadurch läßt sich eine gegebene Menge an Tiefkühlkost nicht nur in kleineren Schachteln
unterbringen, sondern die Schachteln selbst lassen sich in kleineren Stauräumen unterbringen
und weisen trotz der Möglichkeit einer Verringerung der Wandstärke eine deutlich erhöhte
Stapelfähigkeit auf.
[0024] Die Weiterverwendung wird dann gefördert, wenn das Kältemittel mit mindestens einem
Aromastoff aus der Gruppe der Fruchtsäuren versetzt ist, und/oder wenn das Kältemittel
mit einem lebensmittelverträglichen Farbstoff versetzt ist.
[0025] Das Kältemittel eignet sich dann nach dem Abziehen der Folienhülle als weiteres Nahrungsmittel
zum Lutschen und/oder als Getränkezusatz, wird also restlos ausgenutzt.
[0026] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Figuren 1 bis 7
näher erläutert.
[0027] Es zeigen:
- Figur 1
- eine Draufsicht auf ein erstes Ausführungsbeispiel der Tiefkühlkost bei abgenommenem
Deckel der Umverpackung,
- Figur 2
- einen Ausschnitt aus einer Lage von Tiefkühlpackungen mit abgenommenem Deckel in einem
Transportbehälter,
- Figur 3
- eine Draufsicht auf ein zweites Ausführungsbeispiel der Tiefkühlkost bei abgenommenem
Deckel der Umverpackung,
- Figur 4
- eine Seitensicht eines Ausschnitts aus dem Kühlkörper nach Figur 3,
- Figur 5
- einen teilweisen Längsschnitt durch den Gegenstand von Fig. 4,
- Figur 6
- einen teilweisen Längsschnit analog Figur 3 durch ein weiteres Ausführungsbeispiel
eines Kühlkörpers, und
- Figur 7
- einen teilweisen Axialschnitt durch eine vollständige Verpackung mit Nahrungsmittel.
[0028] In Figur 1 ist eine steife Umverpackung 2 in Form eines sechseckigen Kartons dargestellt,
in dem sich konzentrisch das Nahrungsmittel 1 in Form einer achteckigen Torte befindet.
Die Ecken 7 bilden eine Teilungshilfe für die Anlage von Schnittlinien 8, die hier
nur gestrichelt dargestellt sind.
[0029] Zwischen dem Umfang bzw. den Ecken 7 des Nahrungsmittels 1 und der Umverpackung 2
befindet sich ein Kühlkörper 3 in Form eines im Querschnitt flachen, kreisförmig gebogenen
Schlauchs aus einer hauchdünnen Folienhülle 4, in der sich das vorstehend beschriebene
Kältemittel 5 befindet. Die längste Achse des Schlauchquerschnitts verläuft senkrecht
zur Zeichenebene. Die Enden der Folienhülle 4 treffen an einer Trennstelle 9 aneinander.
Die Enden können sich auch überlappen. Es ist zu erkennen, daß sich das Nahrungsmittel
1 im Bereich seiner Ecken 7 in radialer Richtung an dem Kühlkörper 3 abstützt, der
eine wirksame, aktive Wärmeisolation darstellt.
[0030] Figur 2 zeigt, daß sich solche Sechseck-Packungen ohne Zwischenräume ineinander fügen
und daß sich deren Inhalt über den hart gefrorenen Kühlkörper 3 und die Schachtelwände
auf den kürzesten Wegen gegeneinander abstützen.
[0031] In Figur 3 ist eine steife Umverpackung 2 in Form eines sechseckigen Kartons dargestellt,
in dem sich konzentrisch das Nahrungsmittel 1 in Form einer achteckigen Torte befindet.
Die Ecken 7 bilden eine Teilungshilfe für die Anlage von Schnittlinien 8, die hier
nur gestrichelt dargestellt sind.
[0032] Zwischen dem Umfang bzw. den Ecken oder Eckkanten 7 des Nahrungsmittels 1 und der
Umverpackung 2 befindet sich ein Kühlkörper 3 in Form eines im Querschnitt flachen,
polygonal gefalteten Schlauchs aus einer hauchdünnen Folienhülle 4a, in der sich das
vorstehend beschriebene Kältemittel 5 befindet. Die längste Achse des Schlauchquerschnitts
verläuft senkrecht zur Zeichenebene. Die Enden der Folienhülle 4a treffen an einer
Trennstelle 9 aneinander, können sich aber auch überlappen und/oder miteinander verbunden
sein. Es ist zu erkennen, daß sich das Nahrungsmittel 1 im Bereich seiner ebenen polygonalen
Flächen 10 zwischen den Ecken 7 in radialer Richtung flächig an dem Kühlkörper 3 abstützt,
der eine wirksame, aktive Wärmeisolation darstellt. Die (maximale) Kantenlänge des
polygonalen Nahrungsmittels 1 hat das Maß "K". Die Dicke des Kühlkörpers 3 kann zwischen
4 und 10 mm, vorzugsweise zwischen 5 und 7 mm liegen, wobei diese Maße aber nicht
kritisch sind.
[0033] Figur 4 zeigt eine teilweise Seitenansicht, d.h. einen Umfangs-Ausschnitt aus einem
Kühlkörper 3, bei dem durch achsparallele erste Schweiß- oder Siegelnähte 11 im Abstand
"L", der im wesentlichen dem Maß "K" in Figur 3 entspricht, einzelne Kammern und Faltlinien
gebildet werden. Hierzu rechtwinklig verlaufen zweite Schweiß- oder Siegelnähte 12,
durch die einzelne Kammern 13 gebildet werden, in denen das Kältemittel 5 allseitig
eingeschlossen ist. Die Schweißnähte 11 und 12 können dabei in Bezug auf den Querschnitt
asymmetrisch liegen (Figur 5) oder symmetrisch (Figur 6).
[0034] Das Nahrungsmittel nach Figur 7, eine achteckige Torte, hat die Form eines kurzen
Pyramidenstumpfes, d.h. die Flächen 10 verlaufen unter einem spitzen Winkel zu einer
nicht gezeigten Achse. Die Kammern 13 (Figur 4) schmiegen sich beim Einlegen der Folienhülle
4a mit dem Kältmittel 5 an jede der Flächen 10 an, wie dies in Figur 7 gezeigt ist.
[0035] Dadurch wird nicht nur eine gute Kühlwirkung, sondern auch eine gute radiale Abstützwirkung
des Nahrungsmittels 1 und einer Versteifung der Umverpackung 2 in eingefrorenem Zustand
erreicht. Durch einen Deckel 14 ist die Packung verschlossen.
1. Tiefkühlkost mit Nahrungsmitteln (1) aus der Gruppe Torten, Kuchen, Obst und Gemüse
und mit einer im Herstellerbetrieb geschlossenen Umverpackung (2) für jedes tiefgefrorene
Nahrungsmittel (1),dadurch gekennzeichnet, daß sich zwischen der Umverpackung (2) und dem tiefgefrorenen Nahrungsmittel (1)
auf mindestens einem Teil der Oberfläche des Nahrungsmittels (1) ein ebenfalls tiefgefrorener
Kühlkörper (3) befindet, der aus einer geschlossenen Folienhülle (4, 4a) mit einem
Kältemittel (5) aus einer wässrigen Lösung mindestens eines Stoffes besteht, durch
den die Einfriertemperatur der wässrigen Lösung auf Werte unterhalb von 0°C abgesenkt
ist.
2. Tiefkühlkost nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wässrige Lösung mindestens einen Stoff aus der Gruppe Zucker, Zuckerarten,
Zuckerstoffe, zuckerhaltige Gemische, Saccharose, körperverträgliche Salze mit einer
solchen Konzentration enthältt, daß der Kühlkörper bei einer Temperatur erstarrt,
die zwischen -10°C und -24°C liegt.
3. Tiefkühlkost nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kühlkörper (3) eine im Querschnitt flache Folienhülle (4, 4a) aufweist,
die das Nahrungsmittel (1) auf seinem Außenumfang (6) nach Art eines Gürtels umgibt.
4. Tiefkühlkost nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das tiefgefrorene Nahrungsmittel (1) einen polygonalen Grundriß mit Eckkanten
(7) aufweist und daß in der Folienhülle (4a) durch Schweißnähte (11, 12) einzelne
Kammern (13) gebildet sind, wobei mindestens ein Teil der Schweißnähte (11) parallel
zu den Eckkanten (7) des Nahrungsmittels (1) verläuft und in einem Rastermaß (L) angeordnet
ist, das der Kantenlänge (K) des Polygons des tiefgefrorenen Nahrungsmittels (1) entspricht.
5. Tiefkühlkost nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenraum der Folienhülle (4a) durch weitere Schweißnähte (12) unterteilt
ist, die zu den Schweißnähten (11) an den Eckkanten (7) des tiefgefrorenen Nahrungsmittels
(1) rechtwinklig verlaufen.
6. Tiefkühlkost nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Nahrungsmittel (1) in radialer Richtung an dem Kühlkörper (3) abstützt.
7. Tiefkühlkost nach mindestens einem der Ansprüch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß - jeweils in der Draufsicht gesehen - die Umverpackung (2) einen sechseckigen
und das Nahrungsmittel (1) einen achteckigen Umriß aufweisen, und daß sich das Nahrungsmittel
(1) im Bereich seiner Eckkanten (7) in radialer Richtung an dem Kühlkörper (3) abstützt.
8. Tiefkühlkost nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Kältemittel (5) mit mindestens einem Aromastoff aus der Gruppe der Fruchtsäuren
versetzt ist.
9. Tiefkühlkost nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Kältemittel (5) mit einem lebensmittelverträglichen Farbstoff versetzt ist.