[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerüst, insbesondere für eine Plattform oder eine
Bühne oder eine Deckenschalung, aufweisend:
(a) aufrechte Steher;
(b) und Traversen, die als versteifende Querverbindungen mit ihren Enden an den betreffenden
Stehern befestigt sind.
[0002] Gerüste sind in zahlreichen Ausführungsformen bekannt. So ist es aus dem Bereich
der Schalungen für Decken in größerer Höhe (auch Deckenschalungstische genannt) zum
Beispiel bekannt, als versteifende Querverbindungen Traversen vorzusehen, die mit
in Längsnuten des Stehers greifenden Klemmklauen an dem betreffenden Steher befestigt
werden. Diese Art der Befestigung ist gegenüber Kräften in Längsrichtung des Stehers
nicht formschlüssig. Auf dem Gebiet der Fassadengerüste ist es zum Beispiel bekannt,
Steher mit tellerartigen, angeschweißten Querauskragungen zu versehen, an denen Traversen
befestigt werden können. Diese Art der Befestigung setzt das Vorhandensein der Querauskragungen
voraus, die aufwendig an die Steher angeschweißt werden müssen.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gerüst der eingangs genannten Art zu
schaffen, das sich durch hohe Stabilität und Belastbarkeit in Kombination mit besonders
rationeller Herstellbarkeit auszeichnet.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe ist das Gerüst erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet,
(c) daß mindestens bei einem erheblichen Teil der Steher/Traversenende-Verbindungsstellen
eine formschlüssige Festlegung zwischen dem betreffenden Steher und dem betreffenden
Traversenende gegenüber Kräften aller drei Raumrichtungen vorgesehen ist;
(d) und daß der betreffende Steher an der betreffenden Verbindungsstelle frei von
Querauskragung über seine Außenbegrenzung ist.
[0005] Infolge dieser Maßnahmen besitzt das erfindungsgemäße Gerüst eine umfassende, formschlüssige
Festlegung der betreffenden Traverse an dem betreffenden Steher, ohne daß eine mit
Aufwand zu fertigende Querauskragung vorgesehen wäre. Die formschlüssige Festlegung
speziell auch in Längsrichtung des betreffenden Stehers führt dazu, daß die Traversen
auch in Vertikalrichtung hoch belastbar sind, ohne ein Sicherheitsrisiko einzugehen.
[0006] Es wird darauf hingewiesen, daß die Ausdrucksweise "gegenüber Kräften aller drei
Raumrichtungen" nicht die Momente um die drei Raumachsen einschließt. Das weiter unten
genauer beschriebene Ausführungsbeispiel wird z.B. zeigen, daß gegenüber Drehmomenten
um die Längsachse der betreffenden Traverse keine formschlüssige Festlegung vorhanden
ist. Wenn ein Gerüst die erfindungsgemäße, formschlüssige Festlegung gegenüber Kräften
aller drei Raumrichtungen besitzt, ist formschlüssige Festlegung gegenüber Momentenbelastungen
um die drei Raumachsen nicht mehr von primärer Wichtigkeit. Andererseits ist es durchaus
möglich, das erfindungsgemäße Gerüst auch mit formschlüssiger Festlegung gegenüber
Momenten um eine, zwei oder drei Raumachsen auszustatten.
[0007] Ferner wird darauf hingewiesen, daß der Begriff "Traverse" auch eine Anordnung von
zwei oder mehr Horizontalstreben übereinander, die durch Verbindungsstreben miteinander
verbunden sind, umfaßt; derartige Anordnungen werden normalerweise Rahmen genannt,
die als versteifende Querverbindungen zwischen Stehern eingebaut werden können.
[0008] Vorzugsweise ist die formschlüssige Festlegung gegenüber Kräften in Längsrichtung
des betreffenden Stehers durch den Eingriff eines Vorstehelements in eine Öffnung
gebildet, wobei das Vorstehelement an dem betreffenden Traversenende vorsteht und
die Öffnung an dem betreffenden Steher ausgebildet ist oder umgekehrt. Die erstgenannte
dieser beiden Möglichkeiten ist besonders bevorzugt, weil man - das gesamte Gerüst
betrachtet - zahlreichere Eingriffsmittel an den Stehern als an den Traversenenden
hat und weil gerade bei den Stehern Öffnungen besonders leicht herstellbar sind.
[0009] Vorzugsweise ist eine Reihe von Vorstehelementen oder von Öffnungen längs mindestens
eines Teils des Stehers vorgesehen, um einen Traversenanschluß an wählbarer Stelle
der Höhe vornehmen zu können. Besonders günstig ist es, wenn die Vorstehelemente bzw.
Öffnungen in einem Rastermaßabstand vorgesehen sind; außerdem kann man günstig vorsehen,
daß es sich um Öffnungen handelt, die auch für die Festlegung von zwei teleskopisch
verstellbaren Steherteilen eine Funktion haben.
[0010] Vorzugsweise ist das Vorstehelement oder ein die Öffnung aufweisendes Element in
einer Richtung hin und her verlagerbar, die im wesentlichen der Traversenlängsrichtung
entspricht. Aufgrund dieser Maßnahme kann man die betreffende Traverse besonders umproblematisch
zwischen zwei quer zu verbindende Steher einbringen, indem z.B. die beiden Vorstehelemente
an den beiden Traversenenden eingefahren werden, so daß die Traverse mit der so etwas
verkürzten Lange gerade zwischen die zwei Steher hineinpaßt. Dann kann man z.B. die
beiden Vorstehelemente in Traverserlängsrichtung ausfahren und in die passenden Öffnungen
in den beiden Stehern einsetzen. Es wird allerdings darauf hingewiesen, daß es auch
Lösungen ohne derartige Verlagerbarkeit der Vorstehelemente oder der die Öffnung aufweisenden
Elemente gibt, z.B. ein horizontales Quereinbringen der Traverse, wobei sich die Vorstehelemente
in schlitzartige Steheröffnungen hineinbewegen.
[0011] Vorzugsweise ist für die formschlüssige Festlegung zwischen dem betreffenden Steher
und dem betreffenden Traversenende gegenüber Kräften in zu der Längsrichtung des betreffenden
Stehers rechtwinkligen Richtungen ein Eingriff zwischen einem Eingriffsteil an dem
betreffenden Traversenende und einer hinterschnittenen Längsvertiefung oder einem
hinterschnittenen Längsvorsprung des betreffenden Stehers vorgesehen. Diese Art der
formschlüssigen Festlegung hat den Vorteil, daß sie sich unkompliziert erstellen und
bei der Demontage des Gerüsts lösen läßt.
[0012] Vorzugsweise ist das im letzten Absatz beschriebene Eingriffsteil im wesentlichen
in Traverserlängsrichtung hin und her verlagerbar. Hier gelten ganz analoge Gesichtspunkte,
insbesondere hinsichtlich Einbringbarkeit der betreffenden Traverse zwischen zwei
zu verbindende Steher, wie sie weiter vorn im Zusammenhang mit dem Vorstehelement
oder dem die Öffnung aufweisenden Element beschrieben worden sind.
[0013] Nach einer wegen ihrer Einfachheit besonders bevorzugten Ausführung ist vorgesehen,
daß im Bereich des betreffenden Traversenendes ein Bolzen angeordnet ist, der sich
in Längsrichtung der betreffenden Traverse erstreckt und um seine Längsachse drehbar
ist und einen Bolzenkopf aufweist, der in einer ersten Querrichtung schmaler ist als
in einer zweiten Querrichtung, sodaß der Bolzenkopf in einer ersten Drehposition in
die Längsvertiefung einbringbar ist und in einer zweiten Drehposition gegen Herausziehen
in Traversenlängsrichtung festgelegt ist. Aufgrund dieser Ausbildung gestaltet sich
die Erstellung der formschlüssigen Festlegung gegenüber Kräften in zu der Längsrichtung
des betreffenden Stehers rechtwinkligen Richtungen besonders einfach. Vorzugsweise
hat man über den Umfang des Stehers verteilt mehrere hinterschnittene Längsvertiefungen
oder hinterschnittene Längsvorsprünge, insbesondere vier.
[0014] Nach einer besonders wichtigen, bevorzugten Weiterbildung ist im Endbereich des Eingriffsteils
das Vorstehelement oder die Öffnung ausgebildet. Aufgrund dieser Ausbildung kann man
durch Manipulation allein des Eingriffsteils die günstige Verlagerung des Vorstehelements
bzw. des die Öffnung aufweisenden Elements und des Eingriffsteils in Traversenlängsrichtung
bewerkstelligen und außerdem die formschlüssige Festlegung gegenüber Kräften aller
drei Raumrichtungen bewerkstelligen. Alternativ ist es allerdings möglich, das dem
Traversenende zugeordnete Vorstehelement bzw. Öffnung an von dem Bolzen beabstandeter
Position vorzusehen und nicht in den Bolzen zu integrieren.
[0015] Vorzugsweise ist dem Eingriffsteil ein Querelement zugeordnet, mit dem das Eingriffsteil
in seiner Längsrichtung verlagerbar und um seine Längsachse drehbar ist. Dieses Querelement
erlaubt somit ein bequemes Manipulieren des Eingriffsteils.
[0016] Vorzugsweise weist der Bolzen eine längliche Durchgangsöffnung auf und ist ein die
Durchgangsöffnung durchsetzendes Keilelement vorgesehen, durch dessen Bewegung der
Bolzenkopf in der hinterschnittenen Längsvertiefung festklemmbar ist. Außerdem ist
der Bolzen vorzugsweise in dem Zustand ohne Keilkraftaufbringung mittels des Keilelements
um seine Längsachse drehbar. Das Keilelement erfüllt somit eine Doppelfunktion, indem
der Bolzen zunächst ohne Erzeugung einer Keilkraft um seine Achse gedreht wird und
dann mittels Keilkraft in Richtung von dem betreffenden Steher fortgezogen wird. Bei
entsprechender Ausbildung kann als dritte Funktion hinzukommen, daß man mittels des
Keilelements den Bolzen in Längsrichtung hin und her verlagern kann. Schließlich kann
bei entsprechender Ausbildung als vierte Funktion hinzukommen, daß man durch Längsverlagerung
des Bolzens mittels des Keilelements zugleich auch das an dem Bolzen vorgesehene Vorstehelement
in Eingriff mit der gewünschten Öffnung des Stehers bringen kann.
[0017] Vorzugsweise ist der betreffende Steher unter Verwendung von Stahlblech-Hohlprofil
aufgebaut. Derartige Steher lassen sich preisgünstiger fertigen als aus Aluminium
und sind bei guter Querschnittsgestaltung und guter Materialausnutzung nicht unbedingt
schwerer als Aluminiumsteher.
[0018] Vorzugsweise weist der betreffende Steher mindestens auf einem Teil seiner Länge
einen im wesentlichen quadratischen Querschnitt mit vier hinterschnittenen Längsvertiefungen
auf.
[0019] Vorzugsweise weist der betreffende Steher mindestens zwei Teile auf, die teleskopisch
relativ zueinander verstellbar sind. Auf diese Weise kann man sich unterschiedliche
Steherlängen einstellen. Bei den Stehern können ferner weitere, übliche Bestandteile
vorhanden sein, wie Kopfplatte, Fußteil, Spindel-Höhenverstelleinrichtung zur Feineinstellung.
[0020] Vorzugsweise hat der innere Steherteil einen im wesentlichen quadratischen Querschnitt,
der insbesondere auch besonders gut zu einem äußeren Steherteil mit im wesentlichen
quadratischem Querschnitt und vier hinterschnittenen Längsvertiefungen paßt.
[0021] Vorzugsweise weist die betreffende Traverse an jedem Traversenende einen Traversenkopf
auf, der ein gegossenes oder ein geschmiedetes Werkstuck ist und der die der Festlegung
der betreffenden Traverse an dem betreffenden Steher dienenden Mittel enthält. Infolgedessen
kann man die Traverse als sehr einfaches Profil ausbilden; die der Festlegung dienenden
Mittel sind ausschließlich an dem betreffenden Traversenkopf gehaltert, der die hierfür
erforderliche, kompliziertere Formgebung ohne Schwierigkeiten haben kann.
[0022] Weiter vorn ist bei der Wiedergabe der erfindungsgemäßen Lösung die Ausdrucksweise
gewählt worden, daß "mindestens bei einem erheblichen Teil der Steher/Traversenende-Verbindungsstellen"
eine bestimmte Festlegung vorgesehen sei. Hiermit soll zum Ausdruck gebracht werden,
daß es für die Verwirklichung der Erfindung nicht unerläßlich ist, daß alle Steher/Traversenende-Verbindungsstellen
in der beschriebenen Weise ausgebildet sind. So wäre es z.B. möglich, nur bei jeden
zweiten Traverse die spezielle formschlüssige Festlegung vorzusehen. Insgesamt ist
aber bevorzugt, bei dem öffnungsgemäßen Gerüst durchgängig die erfindungsgemäße Maßnahme
vorzusehen. Analoges gilt für viele der beschriebenen Vorzugsmerkmale. Sie können
an einzelnen Stellen des betrachteten Gesamtgerüsts verwirklicht sein, vorzugsweise
jedoch durchgängig an den in Frage kommenden Stellen.
[0023] Das erfindungsgemäße Gerüst kommt für zahlreiche technische Gebiete in Betracht.
Zuerst sei der Baubereich genannt, wo man insbesondere Deckenschalungen, ganz besonders
solche in beträchtlicher Höhe, errichten kann (was häufig Schalungstisch genannt wird).
Ein weiteres Feld sind die Arbeitplattformen, insbesondere in erheblicher Höhe (die
häufig Lasttürme genannt werden). Dort kann man z.B. große und schwere Bauteile zusammenbauen
und anschließend an einem daneben stehenden Gebäude befestigen. Oder man denke an
die Durchführung von Arbeiten von unten her an einem Brückbogen. Ein weiteres Gebiet
sind Arbeitsbühnen, aber auch Bühnen für Vorführungen, Ansprachen oder dergleichen.
Auch Gerüste für Zuschauertribünen, die Begehflächen auf mehreren Höhen aufweisen,
gehören ausdrücklich zum Bereich der Erfindung. Schließlich seien Fassadengerüste
genannt, bei denen normalerweise die Traversen, mindestens zum Teil, aufgelagerte
Arbeitsplattformen tragen.
[0024] Die Erfindung und Weiterbildungen der Erfindung werden nachfolgend anhand eines zeichnerisch
dargestellten Ausführungsbeispiels noch näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines Teils einer Deckenschalung;
- Fig. 2
- eine Seitenansicht eines oberen Bereichs der Deckenschalung von Fig. 1;
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung eines unteren Bereichs eines Stehers;
- Fig. 4
- eine Ansicht eines Traversen-Endstücks gemäß Pfeil IV in Fig. 1, in vergrößertem Maßstab.
[0025] Die dargestellte Deckenschalung ist zugleich die Veranschaulichung eines Gerüsts,
wenn man sich vorstellt, daß die später zu beschreibenden Platten nicht eine Schalung
für das Betonieren sind.
[0026] Der in Fig. 1 gezeichnete Ausschnitt einer Deckenschalung besteht aus folgenden Kernbestandteilen:
vertikale Steher 2, horizontale Hauptträger 4, die sich jeweils mit ihren beiden Endbereichen
an zwei Stehern 2 abstützen, horizontalen Nebenträgem 6, die sich normalerweise jeweils
auf zwei Hauptträgern 4 abstützen, Schalplatten 8, die jeweils auf Nebenträgern 6
aufgelagert sind, und Traversen 10, die - wenn und wo für die Stabilität der Deckenschalung
erforderlich - als versteifende Querverbindungen von Stehern 2 vorgesehen sind. Der
gezeichnete Steher 2 ist nur mit einem oberen Teil seiner Länge gezeichnet; ein unterer
Bereich seiner Länge ist in Fig. 3 gezeichnet.
[0027] Der gezeichnete Ausschnitt der Deckenschalung zeigt nur einen Steher 2. Für die Deckenschalung
in ihrer Gesamtheit ist eine Vielzahl von Stehern 2 in einem Gitterpunktmuster vorgesehen,
z. B. mit einem Abstand in Hauptträger-Längsrichtung von 1,5 m und einem Abstand in
Nebenträger-Längsrichtung von 3 m.
[0028] Der Steher 2 hat in seinem in Fig. 1 unteren Teil 11 einen im wesentlichen quadratischen
Querschnitt mit vier schwalbenschwanzförmigen Längsvertiefungen 14, jeweils mittig
in einer Quadratseite. In seinem in Fig. 1 oberen Teil 12 hat der Steher 2 einen quadratischen
Querschnitt, der mit den zum Inneren des Stehers 2 weisenden Oberflächen der Längsvertiefungen
14 zusammenpaßt. Der obere Teil 12 ist teleskopisch in den unteren Teil 11 des Stehers
2 eingeschoben. Der obere Teil 12 weist in jeder seiner Quadratseiten eine vertikale
Reihe von Öffnungen 16 auf, der untere Teil 11 weist im Grund jeder Längsvertiefung
14 ebenfalls eine in Längsrichtung verteilte Reihe von Öffnungen 18 auf, wobei das
Abstands-Rastermaß bei beiden Öffnungsreihen gleich ist. Man kann den oberen Teil
12 weiter in den unteren Teil 11 hineinschieben oder weiter herausziehen. Mittels
eines durch zwei Öffnungspaare 16, 18 hindurchgeschobenen Stifts 20 kann man den Steher
in der gewünschten Länge fixieren.
[0029] Als oberen Abschluß weist der Steher 2 ein Kopfstück 22 mit einem plattenartigen,
etwas vergrößerten, oberen Ende auf.
[0030] Ein Stück unterhalb des Kopfstücks 22 ist an dem Steher 2 ein Fallkopf 24 befestigt,
der an zwei Seiten des Stehers 2 eine auskragende Abstützfläche 26, jeweils für einen
Endbereich eines Hauptträgers 4 auf. Von jeder Abstützfläche 26 ragen zwei Kurzbolzen
42 als Vorstehelemente nach oben.
[0031] Es wird darauf hingewiesen, daß das Kopfstuck 22 gewünschtenfalls gegen ein leich
abgewandeltes Kopfstuck mit verkleinertem, plattenartigen, oberen Ende ausgetauscht
werden kann. Dann läßt sich bei ganz nach oben verschobenem Fallkopf 24 eine durchgehende
Abstützfläche 26 schaffen, sodaß ein darüber hinwegführender Hauptträger in seinem
mittleren Bereich abgestützt werden kann.
[0032] Bis auf weiter unten noch zu beschreibende Unterschiede sind die Hauptträger 4 (von
denen in Fig. 1 einer gezeichnet ist) und die Nebenträger 6 (von denen in Fig. 1 zwei
gezeichnet sind) gleich ausgebildet. Sie bestehen jeweils aus zwei Halbträgern mit
im wesentlichen U-förmigem, zur Seite offenen Profil. Die beiden Halbträger 4a, 4b
bzw. 6a, 6b sind mit den Rücken einander zugewandt und mit Abstand miteinander verbunden.
Die Verbindung der Halbträger ist durch Schrauben oder Bolzen 30 vorgenommen, wobei
Abstandshalter 32 aus Kunststoff zwischen die beiden Halbträger zwischengesetzt sind
(Fig. 2). Über die Länge der Träger 4, 6 verteilt sind Verbindungsbolzen 30 und Abstandshalter
32 an mehreren Stellen vorgesehen.
[0033] Durch die waagerechten, oberen Schenkel der beiden Halbträger 4a, 4b wird bei dem
Hauptträger 4 eine obere Lagerfläche 34 gebildet. Analog wird durch die unteren, waagerechten
Schenkel der Halbträger 6a, 6b bei dem Nebenträger 6 eine untere Lagerfläche 36 gebildet.
Auch der Nebenträger 6 hat eine obere Lagerfläche 38, analog dem Hauptträger 4.
[0034] Alle vier waagerechten Schenkel des Hauptträgers 4 und alle vier waagerechten Schenkel
des Nebenträgers 6 sind jeweils mit einer Reihe von in einem Rastermaß beabstandeten,
kreisrunden Öffnungen 40 versehen, das Rastermaß a ist überall gleich. Jeweils mittig
zwischen benachbarten Öffnungen 40 sind in allen waagerechten Schenkeln kreisrunde,
weitere Öffnungen 41 kleineren Durchmessers vorhanden. In den in den zwei oberen waagerechten
Schenkeln des Hauptträgers 4 vorgesehenen, weiteren Öffnungen 41 sind Kurzbolzen 42
vorzugsweise aus Kunststoff befestigt (z. B. durch Schulteranlage oben und Heißumdrücken
unten hinter der weiteren Öffnung 41), die in ihren nach oben fortragenden Bereich
einen kreisrunden Querschnitt hineinpassend jeweils in eine Öffnung 40 des Partnerträgers
haben, aber sich leicht konisch verjüngend nach oben. Dies war der erste Unterschied
zwischen dem Hauptträger 4 und dem Nebenträger 6 (der keine Kurzbolzen 42 aufweist);
ein zweiter Unterschied liegt in der etwa doppelt so großen Länge des Nebenträgers
6, wie bereits weiter vom angedeutet.
[0035] Man erkennt, daß jeder der gezeichneten Nebenträger 6 mit zwei Öffnungen 40 in seiner
unteren Lagerfläche 36 zwei Kurzbolzen 42 aufgenommen hat, die aus der oberen Lagerfläche
34 des Hauptträgers 4 nach oben vorstehen. Hierdurch ist eine formschlüssige Festlegung
des betreffenden Nebenträgers 6 auf dem betreffenden Hauptträger 4 gegenüber Kräften
beliebiger Richtung in der Lagerflächenebene (d. h. die durch die Lagerflächen 34,
36 gebildete Ebene) gebildet.
[0036] Ferner erkennt man in Fig. 1 zwei Schalplatten 8, die mit einem Stoß 50 aneinander
anschließen. Die Schalplatten 8 sind auf Nebenträger 6 aufgelagert. Gezeichnet ist,
daß eine Schalplatte 8 mit einem Rand auf dem Halbträger 6a des Nebenträgers 6 aufliegt,
während die andere Schalplatte 8 mit einem Rand auf dem anderen Halbträger 6b des
Nebenträgers 6 aufliegt derart, daß der Stoß 50 über den Abstandsraum zwischen den
Halbträgern 6a, 6b zu liegen kommt. Man erkennt ferner, daß die Schalplatten 8 in
ihren Auflagerungsrändern mit nach unten vorstehenden Kurzbolzen 52 versehen sind,
die in Öffnungen 40 in der oberen Lagerfläche 38 des Nebenträgers 6 eingeführt sind,
so daß die Schalplatten 8 formschlüssig festgelegt sind.
[0037] Hauptträger 4 und Nebenträger 6 sind, mit Ausnahme der geschilderten zwei Unterschiede,
identisch aufgebaut infolgedessen können sie auf der gleichen Fabrikationsstraße gefertigt
werden, wobei die beschriebenen Öffnungen 40 und 41 und die weiter unten noch zu beschreibenden
Öffnungen gestanzt werden, ehe die Halbträger in die Form des U-förmigen Profils gebogen
werden. In der oberen Lagerfläche 34 nur des Hauptträgers 4 werden dann die Kurzbolzen
42 angebracht. Wenn man es aus Gründen gesteigerter Tragfähigkeit für günstiger hält,
könnten die Öffnungen 40 in der oberen Lagerfläche 34 und/oder die Öffnungen 40 und
41 in der unteren Lagerfläche des Hauptträgers 4 gänzlich weggelassen werden, weil
sie beim gezeichneten Ausführungsbeispiel funktionslos sind. Es wird ausdrücklich
darauf hingewiesen, daß bei der Festlegung Steher 2/Hauptträger 4, Hauptträger 4/Nebenträger
6, Nebenträger 6/Schalplatte 8 die Rolle von Vorstehelement 42 bzw. 52 und Öffnung
40 jeweils umgekehrt sein kann als weiter vorn beschrieben. An der Funktion ändert
sich hierdurch nichts. Es wird ferner ausdrücklich darauf hingewiesen, daß man alternativ
auch so vorgehen kann, daß die Kurzbolzen in dem Hauptträger 4 einen derartigen Abstand
voneinander haben, daß ein Kurzbolzenpaar die zwei Außenränder 54 der unteren Lagerfläche
36 des aufgelagerten Nebenträgers 6 zwischen sich einschließt. Hierdurch wäre noch
keine formschlüssige Festlegung in Längsrichtung des Nebenträgers 6 erreicht, aber
man könnte z.B. Kurzbolzen in der unteren Lagerfläche 36 des Nebenträgers 6 anbringen,
die mit Längsrändern 56 eines Halbträgers 4a des Hauptträgers zusammenwirken.
[0038] Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel sind die Kurzbolzen 42 bzw. 52 in der Abstützfläche
26 des Stehers 2, in der oberen Lagerfläche 34 des Hauptträgers 4, und unten an den
Platten 8 hinsichtlich ihres Durchmessers im vorragenden Bereich, hinsichtlich ihrer
leichten Konizität und hinsichtlich ihres Materials (Kunststoff) gleich. Das ist kein
zwingendes Erfordernis. Außerdem könnte man die Kurzbolzen z.B. auch aus Metall vorsehen.
[0039] Der gegenseitige, formschlüssige Eingriff zwischen dem Steher 2, einem Hauptträger
4, einem Nebenträger 6 und einer Platte 8 ist in Fig. 2 anschaulicher erkennbar. Nach
oben abgebogene Laschen 27 an den Abstützflächen 26 des Stehers 2 greifen hinter Abstandshalter
32 der Hauptträger 4 und ergeben so ein besseres Hinführen zum Festlegen mittels der
Kurzbolzen 42.
[0040] In den Fig. 1 und 2 sieht man ferner Öffnungen 44 größeren Durchmessers und weitere
Öffnungen 45 kleineren Durchmessers, angeordnet in insgesamt drei Reihen, in den vertikalen
Stegen der Träger 4 und 6. Hier können Anschlußbefestigungen vorgenommen werden, wie
weiter vorn geschildert.
[0041] In Fig. 3 ist ein unterer Bereich des Stehers 2 von Fig. 1 und 2 dargestellt. In
den Steherteil 11 ist von unten ein Fußteil 94 eingeschoben, das einen quadratischen
Querschnitt wie der obere Teil 12 besitzt, und mittels eines durch Öffnungen 16, 18
hindurchgesteckten Zapfens 20 gesichert. Am unteren Ende weist das Fußteil 94 einen
Spindelbereich 96 zum genauen Einstellen der Länge des Stehers 2 auf.
[0042] Die in Fig. 1 gezeichneten Traversen 10 haben jeweils einen U-förmigen, zur Seite
hin offenen Querschnitt. An jedem Traversenende ist ein Traversenkopf 60 befestigt,
z. B. festgeschweißt. Die Traversenköpfe 60 sind jeweils zu der eingezeichneten Vertikalebene
62-62 symmetrisch und können ohne Umorientierung für beide Traversenenden eingesetzt
werden. Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel sind die Traversenköpfe 60 als gegossene
oder geschmiedete Teile ausgeführt. An dem von der Traverse 10 abgewandten Ende hat
jeder Traversenkopf 60 zwei waagrechte, vorstehende Rippen 74.
[0043] Einige Einzelheiten des Traversenkopfs 60 kann man in Fig. 4 besser sehen.
[0044] Etwa in seiner Mitte weist der Traversenkop 60 eine durchgehende Bohrung auf, in
die längsverschiebbar ein Bolzen 64 eingesetzt ist. Die Längsrichtung des Bolzens
64 fallt mit der Längsrichtung der Traverse 10 zusammen. Der Bolzen 64 weist einen
Bolzenkopf 66 auf, der bei der ganz rechts in Fig. 1 gezeichneten Traverse 10 in der
gezeichneten Drehposition des Bolzens 64 gemessen in waagerechter Richtung schmaler
ist als gemessen in senkrechter Richtung. In dieser gezeichneten Drehposition läßt
sich der Bolzenkopf 66, wie weiter Unten noch genauer beschrieben werden wird, von
vorn her in eine der Längsvertiefungen 14 des Stehers 2 einführen. Wenn man dann den
Bolzen 64 um etwa 90° um seine Längsachse dreht, verriegelt sich der Bolzenkopf 66
in der schwalbenschwanzförmig hinterschnittenen Längsvertiefung 14, ohne jedoch schon
darin festgeklemmt zu sein.
[0045] Am von der Traverse 10 abgewandten Endbereich des Bolzens 64 ist integral ein Vorstehelement
68 mit kreisrundem Querschnitt vorgesehen, vorstehend in Längsrichtung des Bolzens
64 über den bisher beschriebenen Bolzenkopf 66 hinaus. Das Vorstehelement 68 ist von
seinem Durchmesser her auf die Öffnungen 18 bzw. 16 im Steher 2 abgestimmt. Ferner
sind die Abmessungen so gewählt, daß man die beschriebene Drehung des Bolzens 64 um
seine Längsachse nur vollziehen kann, wenn der Bolzen 64 so weit nach rechts in Fig.
2 (nach links in Fig. 1 bei der dortigen, ganz rechten Traverse 10) verlagert worden
ist, daß das Vorstehelement 68 sich in einer Öffnung 18 des Stehers 2 befindet.
[0046] Der Bolzen 64 besitzt eine längliche Durchgangsöffnung 70, die in Fig. 4 mit unterbrochenen
Linien eingezeichnet ist und die Gestalt eines flachen Quaders hat. Es ist ein Keilelement
72 vorgesehen, das diese Durchgangsöffnung 70 durchsetzt.
[0047] Wenn man den Traversenkopf 60 in einem Schnitt 76-76 betrachtet (siehe Fig. 4), dann
hat der Traversenkopf 60 an der linken Seite eine obere Aussparung 78 und an der rechten
Seite eine untere Aussparung 80. Infolgedessen kann man das Keilelement 72 aus der
rechts in Fig. 1 gezeichneten, waagerechten Position in die in Fig. 2 gezeichnete,
senkrechte Position drehen. In der senkrechten Position wirkt die Vorderfläche 82
des Keilelements 72 mit einer Widerlagerfläche 84 des Traversenkopfs 60 zusammen.
Deshalb kann die gegenüber der Vorderfläche 82 schräg verlaufende Rückfläche 86 des
Keilelements 72 im Zusammenwirken mit einem Ende 88 der Durchgangsöffnung 70 eine
Längsverlagerung des Bolzens 64 nach links in Fig. 4 mit Keilkraft bewirken. Das Keilelement
72 ist durch einen Querstift 90 an einem seiner Enden unverlierbar, wodurch auch der
Bolzen 64 unverlierbar ist.
[0048] Bei der Anbringung einer Traverse 10 zwischen zwei Steher 2 geht man folgendermaßen
vor (wobei nur die Vorgänge an einem Traversenende beschrieben werden, es sich aber
versteht, daß die beschriebenen Vorgänge an beiden Traversenenden durchgeführt werden):
[0049] Zunächst wird durch Angreifen an dem Keilelement 72 der Bolzen 64 - selbstverständlich
mitsamt seinem Bolzenkopf 66 und dem daran integrierten Vorstehelement 68 - so weit
nach links in Fig. 4 verlagert, daß sich der gesamte Bolzenkopf 66 in dem Raum zwischen
den beiden Rippen 74 befindet, und wird das Keilelement 72 waagerecht gestellt. In
diesem Zustand ragt weder der Bolzenkopf 66 noch das Vorstehelement 68 über die Rippen
74 hinaus, die Traverse 10 kann von der Seite her zwischen die zwei Steher 2 eingeschoben
werden. Als nächstes wird durch Angreifen an dem Keilelement 72 der Bolzenkopf 66
aus dem Raum zwischen den Rippen 74 herausbewegt und in die Längsvertiefung 14 des
betreffenden Stehers 2 hineinbewegt, und zwar so weit, daß das Vorstehelement 68 in
eine Öffnung 18 des Stehers 2 hineinkommt. Dann wird das Keilelement 72 um etwa 90
Grad gedreht, der Bolzenkopf 66 wird in waagerechter Richtung breiter und versperrt
sich in der hinterschnittenen Längsvertiefung 14. Anschließend wird von oben in Fig.
4 mit einem Hammer auf das Keilelement 72 geschlagen, wodurch der Bolzen 64 nach links
in Fig. 4 gezogen und der Bolzenkopf in der Längsvertiefung 14 festgeklemmt wird (weil
die Rippen 74 an der Außenseite des Stehers 2 ein Widerlager bilden); das Vorstehelement
68 ist lang genug, damit es durch diesen Klemmvorgang nicht aus der Öffnung 18 herauskommt.
Das Lösen der Festlegung der Traverse 10 an dem betreffenden Steher 2 erfolgt in umgekehrter
Abfolge.
[0050] Wenn auf die beschriebenen Schalungsplatten 8 Beton gegossen werden soll, hat man,
wie beschrieben, eine Deckenschalung vor sich. Wenn hingegen die durch die Platten
8 gebildete Fläche z. B. zum Begehen durch Arbeitspersonen oder zum Auflagern eines
Anlagenteils, das hernach an einem anderen Bauwerksteil befestigt werden soll, genutzt
wird, kann man nicht mehr von einer Deckenschalung sprechen, sondern spricht besser
von einer Plattform oder einer (Arbeits-) Bühne. An dem beschriebenen, erfindungsgemäßen
Aufbau ändert sich hierdurch naturgemäß nichts.
[0051] Alternativ kann man das in Fig. 1 Gezeichnete auch ein Gerüst nennen, und zwar spricht
man von einem Lehrgerüst, wenn das Einleiten von Lasten von den Köpfen der Steher
2 her im Vordergrund steht, und von einem Arbeitsgerüst, wenn das Einleiten von Lasten
von den Traversen 10 her im Vordergrund steht. Im Fall eines Gerüsts müssen die Platten
8 nicht zwangsläufig vorhanden sein. Bei Ausbildung als Arbeitsgerüst sind vorzugsweise
mindestens bei einem Teil der Traversen dort Arbeitsplattformen aufgelagert.
1. Gerüst, insbesondere für eine Plattform oder eine Bühne oder eine Deckenschalung,
aufweisend:
(a) aufrechte Steher (2);
(b) und Traversen (10), die als versteifende Querverbindungen mit ihren Enden an den
betreffenden Stehern (2) befestigt sind,
dadurch gekennzeichnet,
(c) daß mindestens bei einem erheblichen Teil der Steher/Traversenende-Verbindungsstellen
eine formschlüssige Festlegung zwischen dem betreffenden Steher (2) und dem betreffenden
Traversenende gegenüber Kräften aller drei Raumrichtungen vorgesehen ist;
(d) und daß der betreffende Steher (2) an der betreffenden Verbindungsstelle frei
von Querauskragung über seine Außenbegrenzung ist.
2. Gerüst nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die formschlüssige Festlegung gegenüber Kräften in Längsrichtung des betreffenden
Stehers (2) durch den Eingriff eines Vorstehelements (68) in eine Öffnung (18) gebildet
ist, wobei das Vorstehelement (68) an dem betreffenden Traversenende vorsteht und
die Öffnung (18) an dem betreffenden Steher (2) ausgebildet ist oder umgekehrt.
3. Gerüst nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Reihe von Vorstehelementen oder Öffnungen (18) längs mindestens eines Teils
des Stehers (2) vorgesehen ist.
4. Gerüst nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Vorstehelement (68) oder ein die Öffnung aufweisendes Element in einer Richtung
hin und her verlagerbar ist, die im wesentlichen der Traversenlängsrichtung entspricht.
5. Gerüst nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß für die formschlüssige Festlegung zwischen dem betreffenden Steher (2) und dem
betreffenden Traversenende gegenüber Kräften in zu der Längsrichtung des betreffenden
Stehers (2) rechtwinkligen Richtungen ein Eingriff zwischen einem Eingriffsteil (66)
an dem betreffenden Traversenende und einer hinterschnittenen Längsvertiefung (14)
oder einem hinterschnittenen Längsvorsprung des betreffenden Stehers (2) vorgesehen
ist.
6. Gerüst nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Eingriffsteil (66) im wesentlichen in Traverserlängsrichtung hin und her verlagerbar
ist.
7. Gerüst nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich des betreffenden Traversenendes ein Bolzen (64) angeordnet ist, der
sich in Längsrichtung der betreffenden Traverse (10) erstreckt und um seine Längsachse
drehbar ist und einen Bolzenkopf (66) aufweist, der in einer ersten Querrichtung schmaler
ist als in einer zweiten Querrichtung, so daß der Bolzenkopf (66) in einer ersten
Drehposition in die Längsvertiefung (14) einbringbar ist und in einer zweiten Drehposition
gegen Herausziehen in Traversenlängsrichtung festgelegt ist.
8. Gerüst nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Endbereich des Eingriffsteils (66) das Vorstehelement (68) oder die Öffnung
ausgebildet ist.
9. Gerüst nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Eingriffsteil (66) ein Querelement (72) zugeordnet ist, mit dem das Eingriffsteil
(66) in seiner Längsrichtung verlagerbar und um seine Längsachse drehbar ist.
10. Gerüst nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Bolzen (64) eine längliche Durchgangsöffnung (70) aufweist und daß ein die
Durchgangsöffnung (70) durchsetzendes Keilelement (72) vorgesehen ist, durch dessen
Bewegung der Bolzenkopf (66) in der hinterschnittenen Längsvertiefung (14) festklemmbar
ist.
11. Gerüst nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Bolzen (64) in dem Zustand ohne Keilkraftaufbringung mittels des Keilelements
(72) um seine Längsachse drehbar ist.
12. Gerüst nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß der betreffende Steher (2) unter Verwendung von Stahlblech-Hohlprofil aufgebaut
ist.
13. Gerüst nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß der betreffende Steher (2) mindestens auf einem Teil seiner Länge einen im wesentlichen
quadratischen Querschnitt mit vier hinterschnittenen Langsvertiefungen (14) hat.
14. Gerüst nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß der betreffende Steher (2) mindestens zwei Teile (11,12,94) aufweist, die teleskopisch
relativ zueinander verstellbar sind.
15. Gerüst nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß der innere Steherteil (11;94)einen im wesentlichen quadratischen Querschnitt hat.
16. Gerüst nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die betreffende Traverse (10) an jedem Traversenende einen Traversenkopf (60)
aufweist, der ein gegossenes oder ein geschmiedetes Werkstuck ist und der die der
Festlegung der betreffenden Traverse (10) an dem betreffenden Steher (2) dienenden
Mittel enthält.