[0001] Die Erfindung betrifft einen Imlochhammer, umfassend ein im wesentlichen zylindrisches
Gehäuse, einen in einer Kolbenkammer des Gehäuses axial hin- und herbewegbaren druckmittelbetätigten
Schlagkolben, einen austauschbar angeordneten Arbeitskopf, auf den die Schlagenergie
des Schlagkolbens übertragbar ist, und ein mit dem Gehäuse drehfest verbundenes Anschlußstück
zur drehfesten Verbindung des Imlochhammers mit einem Bohrgestänge und zum Anschluß
einer Druckmittelleitung.
[0002] Imlochhämmer werden im allgemeinen eingesetzt, um Bohrungen in kiesigen und steinigen
Böden, vor allem aber in Fels durchzuführen. Dabei wird der Imlochhammer über das
Bohrgestänge von hinten unter Vorspannung gehalten und kontinuierlich gedreht.
[0003] Das Druckmittel, im allgemeinen Druckluft dringt von hinten in den Imlochhammer ein
und bewegt im Inneren den Schlagkolben. Der Schlagkolben prallt auf den Arbeitskopf,
beispielsweise eine Bohrkrone, die nicht starr mit dem Gehäuse verbunden ist, sondern
über einen mit einer Längsverzahnung versehenen Schaft drehfest aber längsverschieblich
in dem Gehäuse geführt ist. Diese Längsverzahnung muß relativ lang sein, damit sie
die hohen Drehmomente bei gleichzeitigem dynamischen Schlag dauerhaft übertragen kann.
Dementsprechend sind herkömmliche Imlochhämmer relativ lang, da die Längesverschieblichkeit
zwischen Gehäuse und Bohrkrone sichergestellt sein muß. Die Bohrkrone selbst ist wegen
ihrer Länge relativ schwer und teuer. Da die Bohrkrone ein Verschleißteil ist und
häufig ausgetauscht werden muß, führt dies zu relativ hohen laufenden Kosten für den
Betrieb des Imlochhammers.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen relativ kurzen kompakten Imlochhammer
anzugeben, bei dem die Kosten für den Arbeitskopf gesenkt werden können.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Arbeitskopf an dem dem
Anschlußstück fernen vorderen Ende des Gehäuses lösbar, aber starr befestigt ist und
daß die Aufprallfläche für den Schlagkolben eine im wesentlichen achsnormale Stirnwand
der Kolbenkammer ist.
[0006] Die erfindungsgemäße Lösung ermöglicht es, den Arbeitskopf kurz und relativ leicht
auszubilden. Da der bisher erforderliche Schaft an der Bohrkrone entfällt, wird die
Bohrkrone nicht nur preiswerter sondern es verkürzt sich auch die gesamte Länge des
Imlochhammers um mindestens einen Teil der Länge des bisher notwendigen Schaftes,
da der Schlagkolben nun nicht auf das hintere Schaftende sondern auf die Stirnwand
der Kolbenkammer schlägt. Ein kurzer Imlochhammer ist insbesondere dann von Vorteil,
wenn aus beengten Pressgruben oder sogar aus bestehenden Kanalisationsrohren, die
üblicherweise einen Durchmesser von 1200 bis 1600 mm haben, gearbeitet werden soll,
um beispielsweise quer zum Kanalisationsrohr einen Hausanschluß zu verlegen.
[0007] Um das Auswechseln des Arbeitskopfes zu erleichtern, ist dieser vorzugsweise auf
einen Gewindefortsatz des Gehäuses aufgeschraubt. Um diese Schraubverbindung, die
durch die kombinierte Schlagdrehbewegung während des Betriebes des Imlochhammers außerordentlich
fest angezogen wird, auch wieder lösen zu können, ist es zweckmäßig, zwischen dem
Arbeitskopf und dem Gehäuse einen Trennring anzuordnen. Dieser wird beim Lösen der
Schraubverbindung durch Ausschleifen zerstört, so daß anschließend der Arbeitskopf
von dem Gewindefortsatz wieder abgeschraubt werden kann.
[0008] Zweckmäßigerweise ist in dem vorderen Ende des Gehäuses und in dem Arbeitskopf mindestens
ein Abflußkanal zum Abführen des Druckmittels aus der Kolbenkammer ausgebildet. Das
ausströmende Druckmittel dient beim Bohren dazu, das Bohrklein (pulverisiertes Gestein)
durch Aussparungen in der Bohrkrone nach hinten zu fördern. Hierzu kann die Austrittsöffnung
mindestens eines Abflußkanals an der in Vorschubrichtung des Imlochhammers weisenden
Vorderseite des Arbeitskopfes vorgesehen sein. In gemischten Böden, die beispielsweise
Lehmanteile enthalten, besteht die Gefahr, daß diese Öffnungen verstopft werden. Um
dies zu vermeiden, wird vorgeschlagen, daß mindestens ein Abschlußkanal seine Austrittsöffnung
an einer Seiten- oder Rückfläche des Arbeitskopfes hat.
[0009] Der Arbeitskopf kann entweder, wie vorstehend erwähnt, eine mit Hartmetallelementen
versehene Bohrkrone oder auch ein Rammkopf sein, der zum Einrammen von Rohren dient
und eine konische Mantelfläche zur Kopplung mit einem Rohr oder mit Rammringen hat,
die in durchmessergrößere Rohre einsetzbar sind.
[0010] Für gerade Bohrungen ist die Bohrkrone üblicherweise mit einer achsnormalen Stirnfläche
versehen, auf der die Hartmetallelemente angeordnet sind. Um die Vorschubrichtung
des Imlochhammers aber auch zumindest im geringen Umfange steuern zu könne, kann der
Bohrkopf mit einer Steuerfläche versehen sein, welche die im wesentlichen achsnormale
Stirnfläche unter einem von 90° verschiedenen Winkel schneidet und ebenso wie die
Stirnfläche mit Hartmetallelementen besetzt ist.
[0011] Das Schlagwerk des Imlochhammers ist vorzugsweise so ausgebildet, daß der Schlagkolben
eine nach rückwärts offene erste Bohrung hat, in die ein erstes Steuerrohr eingreift,
das starr mit dem Gehäuse verbunden ist, koaxial zu diesem innerhalb der Kolbenkammer
mit radialem Abstand von deren Innenwand angeordnet ist und seinerseits einen axialen
Druckmittelzuflußkanal hat, daß der Schlagkolben ferner eine nach vorne offene zweite
Bohrung hat, in die ein zweites Steuerrohr eingreift, das mit dem Gehäuse starr verbunden
ist, koaxial zu diesem innerhalb der Kolbenkammer mit radialem Abstand von deren Innenwand
angeordnet ist und einen axialen Druckmittelabflußkanal hat, und daß in dem jeweiligen
die erste bzw. die zweite Schlagkolbenbohrung umgebenden Wandabschnitt mindestens
eine Steueröffnung ausgebildet ist, welche im Zusammenwirken mit dem freien Ende des
jeweiligen Steuerrohres den Druckmittelzufluß zu dem bzw. den Druckmittelabfluß aus
dem Raum zwischen dem vorderen Ende des Schlagkolbens und der Aufprallfläche steuert.
[0012] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist zwischen dem ersten Steuerrohr
und der Innenwand der Kolbenkammer ein abgeschlossener gasgefüllter Ringraum vorgesehen,
in dem der Schlagkolben mit seinem das erste Steuerrohr umgebenden Wandabschnitt geführt
ist. Das in dem Ringraum enthaltene Gas, üblicherweise Luft, wird beim Rücklauf des
Schlagkolbens komprimiert und dämpft dabei die Rückwärtsbewegung des Schlagkolbens.
Gleichzeitig dient der Ringraum als Druckspeicher, indem das durch den Rückwärtslauf
des Schlagkolbens komprimierte Gas die anschließende Vorwärtsbewegung des Schlagkolbens
unterstützt. Dies führt zu einer deutlichen Erhöhung der Schlagenergie und zu einem
satteren Aufprall des Schlagkolbens auf der vorderen Aufprallfläche.
[0013] Da bei dem erfindungsgemäßen Imlochhammer die Schlagenergie auf das gesamte Hammergehäuse
übertragen wird, würde sie bei einer starren Verbindungen des Gehäuses mit dem Bohrgestänge
auch auf das Gestänge übertragen. Dadurch bestünde die Gefahr, daß das Gestänge bricht.
Um dies zu vermeiden, hat das Anschlußstück bei der erfindungsgemäßen Lösung einen
mit dem Bohrgestänge und der Druckmittelzuflußleitung verbindbaren Kupplungsabschnitt
sowie einen Führungsabschnitt, mit dem das Anschlußstück in dem Gehäuse zwischen zwei
Endstellungen axial verschiebbar geführt ist, wobei in dem Gehäuse ein den Führungsabschnitt
auf einem Teil seiner Länge umgebender Ringraum ausgebildet ist, der in axialer Richtung
durch einen mit dem Gehäuse fest verbundenen Dichtring einerseits und durch einen
mit dem Führungsabschnitt fest verbundenen Dichtring andererseits abgeschlossen ist
und der über eine radiale Bohrung in dem Führungsabschnitt mit einem das Anschlußstück
durchsetzenden Druckmittelkanal in Verbindung steht. Dadurch kann sich das Imlochhammergehäuse
in einem gewissen Umfange relativ zu dem Anschlußstück und damit auch zu dem mit diesem
verbundenen Bohrgestänge axial bewegen. Die Axialbewegung wird dabei durch die zwischen
den Dichtringen eingeschlossene Druckluft gedämpft. Ferner bewirkt die durch die Radialbohrung
in den Ringraum zwischen den Dichtringen einströmende Druckluft, daß das Gehäuse in
seine hintere Endstellung verstellt wird, indem die Druckluft die beiden Dichtringe
auseinander drückt.
[0014] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung,
welche in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen
erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- einen teilweise schematischen die Längsachse enthaltenden Schnitt durch ein Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Imlochhammers mit dem Schlagkolben in seiner rückwärtigen
Stellung,
- Figur 2
- eine der Figur 1 entsprechende Darstellung mit dem Schlagkolben in seiner vorderen
Stellung,
- Figur 3
- eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Imlochhammers mit einer im Schnitt dargestellten
Bohrkrone gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung,
- Figur 4
- eine Vorderansicht der in Figur 3 dargestellten Bohrkrone,
- Figur 5
- eine der Figur 3 entsprechende Darstellung mit einer zweiten Ausführungsform der Bohrkrone,
- Figur 6
- eine Frontansicht der in Figur 5 dargestellten Bohrkrone,
- Figur 7
- eine schematische teilweise geschnittene Darstellung eines erfindungsgemäßen Imlochhammers
beim Einsatz in einem ausgekleideten Bohrloch und
- Figur 8
- eine der Darstellung der Figuren 3 und 5 entsprechende Ansicht eines erfindungsgemäßen
Imlochhammers mit einem im Schnitt dargestellten Rammkopf.
[0015] Der in den Figuren 1 und 2 dargestellte Imlochhammer umfaßt ein zylindrisches rohrförmiges
Gehäuse 10, das an seinem in den Figuren 1 und 2 linken vorderen Ende bis auf eine
axiale Bohrung 12 geschlossen ist und in eine mit einem Außengewinde 14 versehenen
Ansatz 16 ausläuft. An seinem in den Figuren 1 und 2 rechten rückwärtigen Ende ist
das rohrförmige Gehäuse 10 durch ein Bodenteil 18 verschlossen, welches mit einem
Gewindeansatz 20 in das mit einem Innengewinde versehene rückwärtige Ende des Gehäuses
10 eingeschraubt ist.
[0016] Das Gehäuse 10 umgibt eine Kolbenkammer 22, in der ein allgemein mit 24 bezeichneter
Schlagkolben axial verschiebbar geführt ist.
[0017] Der Schlagkolben 24 hat eine nach rückwärts offene erste Bohrung 26, in die ein mit
dem Bodenteil 18 einstückiges Steuerrohr 28 eingreift, das sich koaxial zu dem Gehäuse
10 in die Kolbenkammer 22 und mit einem radialen Abstand von der Gehäuseinnenwand
30 erstreckt. Bodenteil und Steuerrohr können selbstverständlich auch als getrennte
Teile hergestellt werden. Der Schlagkolben hat ferner eine zu seinem vorderen Ende
hin offene axiale zweite Bohrung 32, in welche ein vorderes Steuerrohr 34 eingreift,
das in die Bohrung 12 des Gehäuses 10 eingesetzt ist und sich mit einem radialen Abstand
von der Innenwand 30 des Gehäuses 10 koaxial zu diesem in die Kolbenkammer 22 hinein
erstreckt. In den die Bohrungen 26 und 32 umgebenden Wandabschnitten 36 bzw. 38 des
Schlagkolbens 24 sind Steueröffnungen 40 bzw. 42 ausgebildet, welche den jeweiligen
Bohrungsinnenraum mit dem Raum außerhalb des Schlagkolbens 24, d.h. der Kolbenkammer
22 verbinden.
[0018] Nur in einem rückwärtigen Endbereich 44 und in einem Kopfbereich 46 des Schlagkolbens
entspricht dessen Außendurchmesser dem Innendurchmesser des Gehäuses 10, so daß der
Schlagkolben nur in diesen Bereichen 44 und 46 an der Innenwand 30 gleitet. In den
übrigen Bereichen ist der Außendurchmesser des Schlagkolbens 24 etwas geringer als
der Innendurchmesser des Gehäuses 10. In die an der Innenwand 30 bzw. der Außenwand
des Steuerrohres 28 gleitenden Flächen des rückwärtigen Abschnittes 44 des Schlagkolbens
24 sind Dichtungen 48 bzw. 50 eingelegt, welche den Ringraum 52 zwischen der Innenwand
30 und dem Steuerrohr 28, der an seinem rechten Ende durch den Ansatz 20 des Bodenteils
18 verschlossen ist, auch auf der Seite des Schlagkolbens 24 hermetisch abdichten.
Dieser Ringraum 52 hat somit keine Verbindung nach außen.
[0019] Die Verbindung des so weit beschriebenen Imlochhammers mit einem nicht dargestellten
Bohrgestänge erfolgt über ein allgemein mit 54 bezeichnetes Anschlußstück. Dieses
besteht aus einem Kupplungsabschnitt 56 und einem Führungsabschnitt 58, der koaxial
zum Gehäuse 10 in das Bodenteil 18 eingeführt ist. Ein zylindrischer Endabschnitt
60 des Führungsabschnittes 58 greift in die Innenbohrung des Steuerrohres 28 ein.
An diesen Endabschnitt 60 schließt sich zum Kupplungsabschnitt 56 hin ein an seiner
Außenseite als Sechskant ausgebildeter Abschnitt 62 an, der in eine in dem Ansatz
20 des Bodenteils 18 ausgebildete komplementäre Aussparung 64 mit sechseckigem Querschnitt
eingesetzt ist, so daß das Anschlußstück 54 drehfest mit dem Bodenteil 18 und damit
auch dem Gehäuse 10 ist.
[0020] In dem sich rechts an den Ansatz 20 anschließenden Endabschnitt des Bodenteils 18
ist eine den Führungsabschnitt 58 des Anschlußstückes 54 umgebende Ringkammer 66 ausgebildet,
die nach außen hin von einem mit dem Bodenteil 18 starr verbundenen Dichtring 68 abgeschlossen
wird, der auf einer zylindrischen Ringfläche 70 des Anschlußstückes 54 gleiten kann.
Auf einer sich an den Sechskantabschnitt 62 des Führungsabschnittes 58 anschließenden
Ringfläche 72 des Anschlußstückes 54 sitzt ein weiterer Dichtring 74, der fest mit
dem Anschlußstück 54 verbunden ist und an der Innenseite 76 des den Ringraum 66 begrenzenden
Abschnittes des Bodenteils 18 gleiten kann. Der Ringraum 66 steht über eine in dem
Bodenteil 18 ausgebildete radiale Bohrung 78 mit der Umgebungsluft und über eine in
dem Führungsabschnitt 58 des Anschlußstückes 54 ausgebildete radiale Bohrung 80 mit
einem Kanal 82 in Verbindung, welcher das gesamte Anschlußstück 54 in axialer Richtung
durchsetzt.
[0021] Der in dem Kupplungsabschnitt 56 verlaufende Teil des Kanals 82 hat einen polygonalen
Querschnitt und dient zur Aufnahme eines komplementären Zapfens an dem Bohrgestänge,
um den Imlochhammer drehfest mit dem Bohrgestänge zu verbinden. Eine Rampenfläche
84 an dem Einführungsende des Kupplungsabschnittes 56 dient dazu, einen Federbolzen
an dem Kupplungszapfen des Bohrgestänges radial nach innen zu drücken bis der Kupplungszapfen
so weit in den Kupplungsabschnitt 56 eingeschoben ist, daß dieser Bolzen in eine radiale
Bohrung 86 in dem Kupplungsabschnitt 56 einrasten kann, so daß der Kupplungszapfen
nicht mehr selbsttätig aus der Aufnahme des Kupplungsabschnittes 56 herausgleiten
kann.
[0022] Das Schlagwerk des so weit beschriebenen Imlochhammers arbeitet folgendermaßen:
[0023] Durch das nicht dargestellte, in den Kupplungsabschnitt 56 eingeführte hohle Bohrgestänge
wird Druckluft durch den Kanal 82 des Anschlußstückes 54 und die Innenbohrung des
Steuerrohres 28 in die Bohrung 56 des Schlagkolbens eingeführt, der sich zunächst
in der in Figur 1 dargestellten zurückgezogenen Stellung befinden möge. Da die Luft
aus dem Raum 26 nicht entweichen kann, wird der Schlagkolben 24 in Figur 1 nach links,
d.h. nach vorne getrieben, bis er die in Figur 2 dargestellte Stellung erreicht, in
welcher er auf die die Kolbenkammer 22 begrenzende Stirnfläche 87 aufprallt. Die Schlagenergie
des Schlagkolbens 24 wird dabei auf das Gehäuse 10 und das mit ihm verbundene Bodenteil
18 übertragen. Kurz vor Erreichen der in Figur 3 dargestellten Endstellung überfahren
die Steueröffnungen 40 in dem Wandabschnitt 36 des Schlagkolbens 24 den linken freien
Rand des Steuerrohres 28, so daß die Druckluft aus dem Steuerrohr 28 und dem Raum
26 nun durch die Steueröffnungen 40 radial nach außen entweichen kann. Nach rückwärts
kann die Druckluft nicht entweichen, da hier die Dichtungen 48 und 50 den Ringspalt
zwischen der Schlagkolbenaußenwand und der Innenwand 30 des Gehäuses 10 verschließen.
Durch den in den Figuren 1 und 2 erkennbaren Ringspalt gelangt die Druckluft aber
nach vorne, wobei sie durch achsparallele, gestrichelt angedeutete Nuten an der Außenseite
des Kopfteils 46 des Schlagkolbens 24 strömen kann. Die Luft gelangt in den vorderen
Teil der Kolbenkammer 22 und treibt nun aufgrund der Differenz der den Druck ausgesetzten
Kolbenflächen den Schlagkolben 24 aus der in Figur 2 dargestellten Stellung wieder
in Richtung auf die in Figur 1 dargestellte Stellung. Wenn die Steueröffnungen 42
in dem Wandabschnitt 38 des Kolbens 24 das rechte freie Ende des Steuerrohrs 34 überfahren,
wird eine Verbindung zwischen der Kolbenkammer 22 durch die Öffnungen 42 und das Steuerrohr
34 hindurch zur Außenwelt hergestellt, so daß die Druckluft aus der Kolbenkammer 22
entweichen kann. Zwischenzeitlich haben die Steueröffnungen 40 in dem Wandabschnitt
36 des Schlagkolbens 24 wieder die freie Kante des Steuerrohrs 28 überfahren, so daß
der Raum 26 im Schlagkolben 24 wieder geschlossen ist. Die in diesen Raum 26 einströmende
Druckluft treibt den Schlagkolben 24 wieder nach links, so daß sich das Spiel wiederholt.
[0024] Diese Bewegung des Schlagkolbens nach links wird durch den Druck der Luft unterstützt,
die sich in dem hermetisch abgeschlossenen Ringraum 52 befindet und durch die Bewegung
des Schlagkolbens 24 nach rechts verdichtet wurde. Die Luftfüllung in dem Ringraum
52 wirkt also somit als elastisches Luftkissen, das die Rückwärtsbewegung des Schlagkolbens
24 nach rechts dämpft und gleichzeitig wie ein Druckspeicher bewirkt, welcher den
Schlagkolben 24 wieder nach links treibt.
[0025] Beim Aufprall des Schlagkolbens 24 auf die Fläche 87 des Gehäuses 10 wird dieses
relativ zum Bohrgestänge und dem mit ihm axial unbeweglich verbundenen Anschlußstück
54 nach vorne, d.h. in der Figur 2 nach links bewegt. Würde diese Bewegung unmittelbar
auf das Bohrgestänge übertragen, würde dieses nach kurzer Zeit zerstört. Aus diesem
Grund ist zwischen dem Imlochhammer und dem Bohrgestänge eine Längenausgleichs- und
Dämpfungsvorrichtung dadurch geschaffen, daß das Anschlußstück 54 relativ zum Gehäuse
10 und Bodenteil 18 axial beweglich ist. Bei der dargestellten Ausführungsform arbeitet
die Längenausgleichs- und Dämpfungsvorrichtung pneumatisch. In der Stellung des Imlochhammers
gemäß Figur 1 strömt Druckluft durch den Kanal 80 in den zwischen den Dichtringen
68 und 74 liegenden Teil des Ringraumes 66.
[0026] Wenn sich die Dichtringe 68 und 74 aufeinander zu bewegen, wird die zwischen ihnen
eingeschlossene Luft durch die radiale Bohrung 80 gepreßt und dadurch die Relativbewegung
des Hammergehäuses 10 relativ zu dem Anschlußstück 54 gedämpft. Zwischen dem sich
auf der Rückseite des Dichtringes 74 bildenden Hohlraum und der Umgebungsluft kann
ein Luftaustausch durch die Bohrung 78 hindurch erfolgen. Anschließend treibt die
Druckluft die Ringe 68 und 74 wieder auseinander. Bei fachgerechtem Einsatz, d.h.
wenn das Bohrgestänge immer sanft unter Vorspannung gehalten wird, berühren sich die
Dichtringe 68 und 74 während des Einsatzes des Imlochhammers nie.
[0027] Anstelle des pneumatischen Längenausgleichs könnte auch eine mechanische Lösung vorgesehen
werden, indem zwischen den beiden Dichtringen 68 und 74 eine Schraubendruckfeder angeordnet
ist.
[0028] Die Figuren 3 und 4 zeigen eine erste Ausführungsform eines Bohrkopfes oder einer
Bohrkrone 88, die auf den Gewindefortsatz 16 aufgeschraubt ist. Wie man in Figur 3
erkennt, wird beim Aufschrauben ein Trennring 90 zwischen der Bohrkrone 88 und dem
Gehäuse 10 eingespannt. Beim Betrieb des Imlochhammers wird die Schraubverbindung
zwischen der Bohrkrone 88 und dem Gehäuse 10 derart fest zugezogen, daß man die Bohrkrone
nicht mehr von dem Gehäuse 10 lösen könnte. Vor dem Abschrauben der Bohrkrone wird
der Trennring 90 zerstört, beispielsweise aufgeschliffen, dann kann die Bohrkrone
88 ohne Mühe von dem Gewindeansatz 16 abgeschraubt werden.
[0029] Bei der in Figur 3 dargestellten Ausführung hat die Bohrkrone eine achsnormale Stirnfläche
92 und eine diese schneidende Steuerfläche 94, wobei beide Flächen mit Hartmetallelementen
96 besetzt sind. Solange der Imlochhammer gedreht wird, wirkt sich die Steuerfläche
94 auf die Bohrrichtung nicht aus. Wird der Imlochhammer dagegen nicht mehr gedreht,
bewirkt die Steuerfläche 94 eine Ablenkung, so daß die Richtung des Imlochhammers
und damit die Richtung der Bohrung mit Hilfe der Steuerfläche 94 gezielt geändert
werden kann.
[0030] Bei der in Figur 3 dargestellten Ausführungsform der Bohrkrone 88 erkennt man einen
nach schräg rückwärts gerichteten Abluftkanal 98, über den durch das vordere Steuerrohr
34 austretende Abluft ins Freie gelangen kann. Die Austrittsöffnung 100 des Abluftkanales
98 liegt bei dieser Ausführungsform an der Rückseite der Bohrkrone 88, so daß sie
im laufenden Betrieb nicht durch Bohrklein oder Erdreich verstopft werden kann.
[0031] Bei der in den Figuren 5 und 6 dargestellten Ausführungsform sind die Abluftkanäle
zur Stirnfläche 92 bzw. Steuerfläche 94 hin gerichtet und sind somit zur Vortriebsrichtung
hin offen. Diese Lösung hat den Vorteil, daß die austretende Luft das Bohrklein wegbläst
und nach rückwärts fördert. Diese Ausführungsform eignet sich aber nicht für gemischte
Böden, die unter Umständen auch Lehmbestandteile enthalten, da diese die Abluftkanäle
98 verstopfen könnten.
[0032] Figur 7 zeigt einen Imlochhammer mit einer Bohrkrone 102, die im Gegensatz zu der
in den Figuren 3 und 5 dargestellten Ausführungsform nur eine achsnormale Stirnfläche
und keine Steuerfläche hat. Der Hammer selbst ist in das Mittelrohr 106 einer allgemein
mit 104 bezeichneten Förderschnecke eingesetzt und mit einem Bohrgestänge 108 gekoppelt,
das seinerseits ebenfalls von einer Wendel umgeben ist und zusammen mit dieser eine
Förderschnecke 110 bildet, die ebenso wie die Förderschnecke 104 an der Innenwand
eines Rohres 112 anliegt, welches die geschaffene Bohrung auskleidet. Die Förderschnecken
104 und 110 dienen dazu, das Bohrklein nach rückwärts zu fördern.
[0033] Figur 8 schließlich zeigt einen erfindungsgemäßen Imlochhammer, wie er anhand der
Figuren 1 und 2 beschrieben wurde, der nicht mit einer Bohrkrone, sondern einem Rammkopf
114 versehen ist. Dieser hat eine konische Mantelfläche 116, mit der er in das Ende
eines einzurammenden Rohres oder in Rammringe gesteckt werden kann, die ihrerseits
in Rohre geeigneten Durchmessers eingeführt werden.
1. Imlochhammer, umfassend ein im wesentlichen zylindrisches Gehäuse (10, 18), einen
in einer Kolbenkammer (22) des Gehäuses (10, 18) hin- und herbewegbaren druckmittelbetätigten
Schlagkolben (24), einen austauschbar angeordneten Arbeitskopf (88, 102, 114), auf
den die Schlagenergie des Schlagkolbens (24) übertragbar ist, und ein mit dem Gehäuse
(10, 18) drehfest verbundenes Anschlußstück (54) zur drehfesten Verbindung des Imlochhammers
mit einem Bohrgestänge (108) und zum Anschluß einer Druckmittelleitung, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitskopf (88, 102, 114) an dem dem Anschlußstück (54) fernen vorderen
Ende des Gehäuses (10, 18) lösbar, aber starr befestigt ist und daß die Aufprallfläche
(87) für den Schlagkolben (24) eine im wesentlichen achsnormale Stirnwand der Kolbenkammer
(22) ist.
2. Imlochhammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitskopf (88, 102, 114) auf einen Gewindefortsatz (16) des Gehäuses (10,
18) aufgeschraubt ist.
3. Imlochhammer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Arbeitskopf (88, 102, 114) und dem Gehäuse (10, 18) ein Trennring
(90) angeordnet ist.
4. Imlochhammer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in dem vorderen Ende des Gehäuses (10, 18) und in dem Arbeitskopf (88, 102,
114) mindestens ein Abflußkanal (98) zum Abführen des Druckmittels aus der Kolbenkammer
(22) ausgebildet ist.
5. Imlochhammer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Abflußkanal (98) seine Austrittsöffnung (100) an der in Vorschubrichtung
des Imlochhammers weisenden Vorderseite des Arbeitskopfes (88) hat.
6. Imlochhammer nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Abflußkanal (98) seine Austrittsöffnung (100) an einer Seiten-
oder Rückfläche des Arbeitskopfes (88) hat.
7. Imlochhammer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitskopf (88) eine mit Hartmetallelementen (96) versehene Bohrkrone ist.
8. Imlochhammer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrkrone (88) eine im wesentlichen achsnormale Stirnfläche (92) und eine
diese schneidende und gegenüber ihr geneigte Steuerfläche (94) hat, die mit Hartmetallelementen
(96) besetzt sind.
9. Imlochhammer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitskopf ein Rammkopf (114) zum Einrammen von Rohren ist, der eine konische
Mantelfläche (116) zur Kopplung mit einem einzurammenden Rohr oder mit Rammringen
hat, die in ein einzurammendes Rohr einsetzbar sind.
10. Imlochhammer nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlagkolben (24) eine nach rückwärts offene erste Bohrung (26) hat, in
die ein erstes Steuerrohr (28), das starr mit dem Gehäuse (10, 18) verbunden ist,
koaxial zu diesem innerhalb der Kolbenkammer (22) mit radialem Abstand von deren Innenwand
(30) angeordnet ist und seinerseits einen axialen Druckmittelzuflußkanal hat, daß
der Schlagkolben (24) eine nach vorne offene zweite Bohrung (32) hat, in die ein zweites
Steuerrohr (34) eingreift, das mit dem Gehäuse (10, 18) starr verbunden ist, koaxial
zu diesem innerhalb der Kolbenkammer (22) mit radialem Abstand von deren Innenwand
(30) angeordnet ist und einen axialen Druckmittelabflußkanal hat und daß in dem jeweiligen
die erste bzw. zweite Schlagkolbenbohrung (26 bzw. 32) umgebenden Wandabschnitt (36
bzw. 38) mindestens eine Steueröffnung (40 bzw. 42) ausgebildet ist, welche im Zusammmenwirken
mit dem freien Ende des jeweiligen Steuerrohres (28, 34) den Druckmittelzufluß zu
dem bzw. den Druckmittelabfluß aus dem Raum zwischen dem vorderen Ende des Schlagkolbens
(24) und der Aufprallfläche (87) steuert.
11. Imlochhammer nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem ersten Steuerrohr (28) und der Innenwand (30) der Kolbenkammer
(22) ein abgeschlossener gasgefüllter Ringraum (52) ausgebildet ist, in dem der Schlagkolben
(24) mit seinem das erste Steuerrohr (28) umgebenden Wandabschnitt (36) geführt ist.
12. Imlochhammer nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß er eine Längenausgleichsvorrichtung hat, die eine Relativbewegung zwischen Imlochhammer
und Bohrgestänge in deren Längsrichtung ermöglicht und dämpft.
13. Imlochhammer nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlußstück (54) einen mit einem Bohrgestänge (108) und einer Druckmittelzuflußleitung
verbindbaren Kupplungsabschnitt (56) und einen Führungsabschnitt (58) hat, mit dem
das Anschlußstück (54) in dem Gehäuse (10, 18) zwischen zwei Endstellungen axial verschiebbar
geführt ist, und daß das Anschlußstück (54) in die Endstellung elastisch vorgespannt
ist, in der es mit seinem Führungsabschnitt (58) weiter in das Gehäuse (10, 18) hineinragt.
14. Imlochhammer nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Gehäuse (10, 18) ein den Führungsabschnitt (58) auf einem Teil seiner
Länge umgebender Ringraum (66) ausgebildet ist, der in axialer Richtung durch einen
mit dem Gehäuse (10, 18) fest verbundenen Ring (68) einerseits und durch einen mit
dem Führungsabschnitt (58) fest verbundenen Ring (74) andererseits begrenzt ist, wobei
zwischen den beiden Ringen (68, 74) eine Schraubendruckfeder angeordnet ist.
15. Imlochhammer nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Gehäuse (10, 18) ein den Führungsabschnitt (58) auf einem Teil seiner
Länge umgebender Ringraum (66) ausgebildet ist, der in axialer Richtung durch einen
mit dem Gehäuse (10, 18) fest verbundenen Dichtring (68) einerseits und durch einen
mit dem Führungsabschnitt (58) fest verbundenen Ring (74) andererseits abgeschlossen
ist und der über eine radiale Bohrung (80) in dem Führungsabschnitt (58) mit einem
das Anschlußstück (54) durchsetzenden Druckmittelkanal (82) in Verbindung steht.