[0001] Die Erfindung betrifft ein indirektes Plasmatron zur Behandlung von Oberflächen gemäss
dem Anspruch 1.
[0002] Als indirekte Plasmatrons werden Plasmaerzeuger mit einem aus einer Düse ausströmenden,
elektrisch nicht stromführenden Plasmastrahl bezeichnet, wobei der Lichtbogen, im
Gegensatz zu direkten Plasmatrons, nicht auf das Werkstück übertragen wird.
[0003] Plasmatrons dienen der Erzeugung von Plasmen sehr hoher Temperatur, die im Bereich
von bis zu mehreren 10'000 Kelvin liegen kann.
[0004] Herkömmliche, indirekte Plasmatrons verfügen üblicherweise über eine Düse, aus der
ein im wesentlichen kegelförmiger Plasmastrahl austritt. Die mit einem solchen Plasmatron
auf einem Substrat beaufschlagte Fläche weist demzufolge einen kreisrunden Umriss
auf. Dies ist in vielen Fällen jedoch unerwünscht, insbesondere dann, wenn grosse,
rechteckige Flächen mit dem Plasmatron erwärmt oder beschichtet werden sollen.
[0005] Ein weiterer Nachteil, der den bekannten Plasmatrons anhaftet, besteht darin, dass
die beaufschlagte Fläche relativ klein ist, da die Öffnung der Austrittsdüse einen
beschränkten Durchmesser aufweist und ein vorbestimmter Abstand zwischen Düse und
Substrat eingehalten werden muss.
[0006] Aus der US-Patentschrift Nr. 5 239 161 ist ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum
Beschichten von Substratoberflächen durch Plasmaspritzen bekannt, mittels welchem
bzw. welcher die vorgängig erwähnten Nachteile weitgehend behoben werden können. Die
Vorrichtung weist dazu eine längliche Plasmakammer auf, welche von einem einteiligen
Körper begrenzt wird. Auf der einen Stirnseite der Plasmakammer ist die Anode und
auf der anderen die Kathode angeordnet. Die Auslassdüse der Vorrichtung bzw. der Plasmakammer
ist schlitzförmig ausgebildet und verläuft parallel zur Längsachse der Plasmakammer.
Durch diese Merkmale soll erreicht werden, dass der austretende Plasmastrahl eine
im wesentlichen rechteckige Kontur besitzt und relativ breit ist.
[0007] Obwohl die Grundidee eines solchen Brenners an und für sich interessant ist, hat
sich in der Praxis gezeigt, dass die Vorrichtung keinen zuverlässigen Betrieb ermöglicht
und dass insbesondere gravierende Probleme bei der Stabilisierung des Lichtbogens
und der Lebensdauer des Plasmabrenners auftreten.
[0008] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, ein indirektes Plasmatron derart zu verbessern,
dass ein stabiler Lichtbogen aufrechterhalten werden kann und dass die Lebensdauer
der Elektroden, insbesondere der Anode, erhöht wird, wobei das Plasmatron sehr flexibel
einsetzbar sein soll.
[0009] Diese Aufgabe wird durch ein indirektes Plasmatron gelöst, welches die im Anspruch
1 in Kombination aufgeführten Merkmale aufweist.
[0010] Durch den kaskadierten Aufbau des indirekten Plasmatrons, dessen Neutrodenanordnung
aus einer Mehrzahl von plattenförmigen Neutroden besteht, die gegeneinander isoliert
sind, wird sichergestellt, dass der Lichtbogen den Weg durch den Plasmakanal wählt
und nicht sukzessive von Neutrode zu Neutrode fliesst. Ein kaskadierter Aufbau der
Neutrodenanordnung ermöglicht darüber hinaus, die Breite des Neutrodenstapels und
damit die Breite der Austrittsöffnung den Anforderungen entsprechend zu variieren.
[0011] Durch das weitere Merkmal, dass jede Elektrode von einer Kammer umgeben ist, über
welche ein Inertgas zuführbar ist, kann die thermische Belastung der Elektroden reduziert
werden, indem letztere von einem Inert-Gas, beispielsweise Argon, umspült werden.
Dies bewirkt einerseits eine verbesserte Kühlung der Elektroden und ermöglicht zum
anderen die Beeinflussung des Lichtbogenansatzes an den Elektroden, indem die Fläche
des Bogenansatzes durch die Wahl des Gases verändert werden kann. Um einen möglichst
diffusen, grossen Fusspunkt zu erhalten, hat sich Argon sehr bewährt.
[0012] Schliesslich kann durch den Einsatz eines oder mehrerer Permanentmagneten-Paare die
Form und die Position des Lichtbogens beeinflusst werden. Dies ist bei einem Plasmatron,
bei dem die Plasmastrahl-Austrittsöffnung parallel zur Längsachse des Plasmakanals
verläuft, sehr wichtig, da der Lichtbogen durch die quer zur Brennerachse verlaufende
Gasströmung in eine gekrümmte Form gezwungen wird. Ohne die Wirkung eines Magnetfeldes
wird der Lichtbogen jeweils soweit ausgelenkt und gekrümmt, dass er starken Schwankungen
unterliegt und sogar abreisst. Durch die Magnetanordnungen kann dies verhindert werden,
indem die Magnetfelder auf den Lichtbogen eine Kraft ausüben, die der durch die Strömung
des Plasmagases auf den Lichtbogen ausgeübten Kraft entgegenwirkt. Durch die Anzahl,
Plazierung und Feldstärke der eingesetzten Magnete kann auf Betriebsparameter wie
beispielsweise Gasmenge und Gasgeschwindigkeit Rücksicht genommen werden und der Lichtbogen
in einer vorbestimmten Position gehalten werden.
[0013] Durch die in einem bevorzugten Ausführungsbeispiel vorgeschlagene Ausbildungsform
des indirekten Plasmatrons, bei der die in einzelnen Neutroden angeordneten Öffnungen
an eine erste Gasquelle anschliessbar sind, und die die Elektroden umgebenden Hohlräume
an eine zweite Gasquelle anschliessbar sind, kann eine Trennung zwischen dem die Elektroden
umströmenden Gas und dem eigentlichen Plasmagas erreicht werden. Dies hat beispielsweise
den Vorteil, dass ein reaktives Gas über die in den Neutroden angeordneten Öffnungen
zugeführt werden kann, ohne dass dies negative Auswirkungen auf die Lebensdauer der
Elektroden hätte, da die Elektroden mit einem inerten Gas umspült werden können, und
dadurch abgeschirmt werden.
[0014] Nachfolgend soll ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand von Zeichnungen näher
erläutert werden. In diesen Zeichnungen zeigt:
- Fig. 1
- einen Längsschnitt durch das indirekte Plasmatron;
- Fig. 1a
- eine Frontansicht des indirekten Plasmatrons;
- Fig. 2
- einen ersten Querschnitt durch das indirekte Plasmatron entlang der Linie A-A in Fig.
1;
- Fig. 3
- einen zweiten Querschnitt durch das indirekte Plasmatron entlang der Linie B-B in
Fig. 1;
- Fig. 3a
- eine Frontansicht einer Neutrode, und
- Fig. 4
- einen dritten Querschnitt durch das indirekte Plasmatron entlang der Linie C-C in
Fig. 1.
[0015] Fig. 1 zeigt ein schematisch dargestelltes, indirektes Plasmatron, anhand dessen
die im Zusammenhang mit der Erfindung wesentlichen Merkmale näher erläutert werden
sollen. Das Plasmatron besteht im wesentlichen aus einer zentralen Neutrodenanordnung
1, an die sich auf beiden Seiten je ein Elektrodenkörper 2, 3, ein Isolationskörper
4, 5 und ein Anschlusselement 6, 7 anschliessen. Die Anschlusselemente 6, 7 dienen
der Aufnahme der Elektroden 9, 10, wobei im vorliegenden Beispiel die linke Elektrode
9 die Kathode und die rechte Elektrode 10 die Anode darstellt.
[0016] Die Neutrodenanordnung 1 weist eine Vielzahl von plattenförmig ausgebildeten Neutroden
la bis li auf, welche einen Plasmakanal 8 begrenzen. Die beiden Elektroden 9, 10 sind
koaxial zur Längsachse L des Plasmakanals 8 angeordnet. Um den elektrischen Längs-Widerstand
der Neutrodenanordnung 1 zu erhöhen, sind die einzelnen Neutroden la bis li elektrisch
gegeneinander isoliert. Als Isolation dienen zwischen die Neutroden la bis li eingefügte
Isolierscheiben, welche zugunsten einer übersichtlichen Darstellung nicht eingezeichnet
sind.
[0017] Die Neutrodenanordnung 1 wird auf beiden Seiten vom Elektrodenkorper 2, 3 begrenzt,
an den sich nach aussen jeweils der Isolationskörper 4, 5 sowie das Anschlusselement
6, 7 anschliesst.
[0018] Beide Elektrodenkörper 2, 3, sind aus einem Isoliermaterial gefertigt.
[0019] Zur Kühlung des Plasmatrons sind sowohl die Neutroden la bis li wie auch die beiden
Elektrodenkörper 2, 3 mit Kühlwasserkanälen 16, 21, 31 versehen. Auch die beiden Elektroden
9, 10 sind über in ihrem Innern angebrachte Kühlwasserkanäle 38, 39 an einen extern
vorgesehenen Kühlwasserkreislauf angeschlossen.
[0020] Von den neun Neutroden la bis li sind deren fünf lc bis lg mit einen zentral in den
Plasmakanal 8 mündenden Plasmagaskanal 18 versehen.
[0021] Die beiden Elektrodenkörper 2, 3 weisen je eine zentrale, sich zum Plasmakanal 8
hin verengende Bohrung 11, 12 auf, in welche die jeweilige Elektrode 9, 10 derart
hineinragt, dass zwischen der Elektrode 9, 10 und der Bohrungswandung ein Hohlraum
in Form eines Ringkanals 19, 20 gebildet wird. Diese beiden Ringkanäle 19, 20 sind
über in den Isolationskörpern 4, 5 angeordnete Bohrungen 23, 24 mit je einem Anschlusskanal
14, 15 verbunden, über welchen ein Gas G zugeführt werden kann.
[0022] Fig. la zeigt eine Frontansicht des indirekten Plasmatrons. Aus dieser Darstellung
ist ersichtlich, dass sich die Plasmastrahl-Austrittsöffnung 40 über die Breite von
fünf Neutroden lc bis 1g erstreckt.
[0023] Figur 2 zeigt einen Querschnitt durch das Plasmatron bzw. eine Neutrode la entlang
der Linie A-A in Fig. 1. Anhand dieser Darstellung ist ersichtlich, dass die Neutrode
la mit einer zentralen Querbohrung 26 versehen ist, welche einen Teil des Plasmakanals
bildet und der Führung des Lichtbogens dient. Neben den jeweils letzten Neutroden
la, li des Neutrodenstapels sind auch die beiden sich nach innen anschliessenden Neutroden
1b, lh mit je einer Bohrung versehen, welche einen Teil des Plasmakanals 8 (Fig. 1)
bilden und der Stabilisierung des Lichtbogens dienen. Sämtliche Neutroden sind zur
Kühlung mit Kühlkanälen 16 versehen, welche an einem Kühlwasserkreislauf angeschlossen
werden. Über die Bohrungen 27 können die einzelnen Neutroden, unter Dazwischenfügen
von Isolierplatten, miteinander verbunden und zu der Neutrodenanordnung zusammengefügt
werden. Auf die Darstellung der notwendigen Verbindungselemente sowie allenfalls vorhandener
Dichtelemente wurde bewusst verzichtet.
[0024] Die in der Fig. 3 dargestellte Neutrode 1c ist anstelle einer zentralen Querbohrung
mit einer schlitzförmigen Ausnehmung 33 versehen, welche ebenfalls einen Teil des
Plasmakanals 8 (Fig. 1) bildet. Die nach aussen führende Ausnehmung 33 bildet gleichzeitig
auch einen Teil der Plasmastrahl-Austrittsoffnung, welche sich im vorliegenden Beispiel
über die Breite von fünf mit solchen Ausnehmungen 33 versehenen Neutroden lc bis lg
(Fig. la) erstreckt. Die Innenseite der Ausnehmung 33 wird durch eine, im Querschnitt
gesehen, halbkreisfömig ausgebildete Wandung 34 begrenzt. Im Zentrum dieser halbkreisfömig
ausgebildeten Wandung 34 mündet der Plasmagaskanal 18 in die Ausnehmung 33.
[0025] Fig. 3a zeigt eine Frontansicht der in Fig. 3 geschnitten dargestellten Neutrode
1c. Aus dieser Darstellung sind sowohl die Ausnehmung 33 wie auch die Mündung des
Plasmagaskanals 18 ersichtlich.
[0026] Die in der Figur 4 dargestellte Neutrode 1d entspricht weitgehend derjenigen der
Figur 3, wobei zusätzlich zwei Permanentmagnete 36, 37 vorgesehen sind, wovon der
eine Magnet unterhalb und der andere oberhalb der Ausnehmung 33 angeordnet sind. Die
Nord-Süd-Achsen A der jeweiligen Magnete 36 bzw. 37 fallen zusammen und verlaufen
zumindest annähernd unter einem rechten Winkel zur Längsachse L des Plasmakanals 8,
wobei die Magnete 36, 37, in Strömungsrichtung des Plasmastrahls gesehen, nach der
Längsachse L des Plasmakanals 8 angeordnet sind. Durch diese Platzierung wird bewirkt,
dass die Magnetfelder auf den Lichtbogen eine der Strömung des Plasmagases entgegengerichtete
Kraft ausüben, wodurch der Lichtbogen in einer vorbestimmten Lage stabilisiert wird.
Es versteht sich, dass jeweils ungleiche Pole der einzelnen Magnete 36, 37 einander
gegenüberliegen; also N-S bzw. S-N.
[0027] Die Anzahl derjenigen Neutroden, die mit einem Permanentmagneten-Paar versehen sind,
kann von verschiedenen Betriebsparametern, wie z.B. Bogenstrom, Plasmagasmenge, Plasmagasgeschwindigkeit,
sowie auch von geometrischen Abmessungen der Neutrodenanordnung usw. abhängig gemacht
werden. Als weitere Variationsmöglichkeit können Magnete mit unterschiedlicher Feldstärke
verwendet werden. In der Praxis hat sich bewährt, etwa zwei oder drei Neutroden mit
Magneten zu versehen, wobei diese Zahl keinesfalls einschränkenden Charakter aufweisen
soll. Wichtig ist zudem, dass die Neutroden, bei der vorgeschlagenen Anordnung der
Magnete, aus einem nichtmagnetisierbaren Material, vorzugsweise aus Kupfer oder einer
Kupferlegierung, gefertigt sind. Der Vorteil von Permanent- gegenüber Elektromagneten
besteht u. a. darin, dass keine externe Energiezufuhr notwendig ist, dass der Aufbau
kompakter und einfacher gestaltet werden kann und dass eine gezieltere Beeinflussung
des Lichtbogens möglich ist.
[0028] Nachfolgend sollen einige Erläuterungen zur Wirkungsweise eines mit den erfindungsgemässen
Merkmalen versehenen Plasmatrons angefügt werden. Da die prinzipielle Funktionsweise
von gattungsgemässen Plasmatrons jedoch bekannt ist, wird nur auf die im Zusammenhang
mit der Erfindung wesentlichen Merkmale und Betriebsparameter eingegangen:
[0029] Über die in den beiden Anschlusselementen 6, 7 ausgebildeten Anschlusskanäle 14,
15 wird koaxial zur Längsachse des Plasmakanals 8 ein inertes Gas zugeführt, welches
über den Ringkanal 19, 20 des jeweiligen Elektrodenkörpers 2, 3 von zwei Seiten in
den Plasmakanal 8 strömt. Dieses Gas umspült die beiden Elektroden 9, 10, was sich
positiv auf deren Kühlung auswirkt. Zudem schirmt dieses Gas die Elektroden 9, 10
gegenüber dem eigentlichen Plasmastrahl ab, was insbesondere dann wichtig sein kann,
wenn über die zentralen Plasmagaskanäle 18 ein reaktives Gas zugeführt wird.
[0030] Durch die Wahl des die Elektroden 9, 10 umspülenden Gases kann der Fusspunkt des
an den Elektroden 9, 10 ansetzenden Lichtbogens, insbesondere desjenigen an der Anode
10, variiert, namentlich vergrössert, werden, was sich in einer punktuell verringerten
thermischen Belastung der Elektroden 9, 10 niederschlägt.
[0031] Durch das Vorsehen von getrennten Gaszufuhrkanälen 14, 15, 18, eröffnen sich zudem
neue Möglichkeiten. Beispielsweise kann, wie bereits vorgängig erwähnt, über die beiden
seitlich in den Plasmakanal mündenden Kanäle 14, 15 ein inertes Gas zugeführt werden,
währenddem über die zentralen Plasmagaskanäle 18 der Neutroden 1c bis 1g ein reaktives
Gas zugeführt werden kann, ohne dass dies negative Auswirkungen auf die Standzeiten
der Elektroden 9, 10 hätte. Durch die Zufuhr eines reaktiven Gases kann ausserdem
ein zusätzlicher Leistungsgewinn realisiert werden.
[0032] Ein weiterer Leistungsgewinn kann durch die Verwendung von brennbaren Gasen, beispielsweise
Butan, erreicht werden, die durch die zentralen Plasmagaskanäle 18 zugeführt werden.
Damit steht zusätzlich zu dem vorgängig erwähnten Leistungsgewinn die chemische Energie
des exothermen Reaktionsprozesses zur Verfügung.
[0033] Das Vorsehen einer Mehrzahl von mit zentralen Plasmagaskanälen 18 versehenen Neutroden
lc bis 1g ermöglicht es, die Form des austretenden Plasmastrahls zu verändern, indem
ggf. die Gasmenge und die Gasgeschwindigkeit von Plasmagaskanal zu Plasmagaskanal
18 variiert wird.
[0034] Durch die spezifische Anordnung der Permanentmagnete 36, 37 kann der Lichtbogen innerhalb
des Plasmakanals 8 stabilisiert werden. Dies macht sich u.a. in einer konstanten Betriebsspannung
und damit einer konstanten Brennerleistung, einem sehr leisen Betrieb sowie einer
erhöhten Lebensdauer der Elektroden bemerkbar.
[0035] Durch den kaskadierten Aufbau der Neutrodenanordnung kann die geometrische Abmessung
des Plasmatrons auf einfachste Weise verändert werden, indem beispielsweise die Anzahl
und/oder die Ausbildung der Neutroden verändert wird. Beispielsweise könnten anstelle
von fünf mit einer schlitzförmigen Ausnehmung versehenen Neutroden deren sieben verwendet
werden, wodurch die Breite des austretenden Plasmastrahls entsprechend verändert würde.
Denkbar ist beispielsweise auch, dass Neutroden Verwendung finden, deren schlitzförmige
Ausnehmung anders gestaltet ist, oder dass Neutroden verwendet werden, deren zur Lichtbogenstabilisierung
vorgesehene Bohrungen unterschiedlich ausgestaltet sind.
1. Indirektes Plasmatron zur Behandlung von Oberflächen, gekennzeichnet durch die Kombination
der folgenden Merkmale:
- es ist ein langgestreckter Plasmakanal (8) vorgesehen, der durch eine Neutrodenanordnung
(1) gebildet ist;
- die zur Erzeugung des Lichtbogens erforderlichen Elektroden (9, 10) sind koaxial
zur Längsachse (L) des Plasmakanals (8) angeordnet;
- die Neutrodenanordnung (1) umfasst eine Mehrzahl von elektrisch gegeneinander isolierten,
plattenförmigen Neutroden (1a bis 1i);
- die Neutrodenanordnung (1) ist mit einer schlitzförmigen Plasmastrahl-Austrittsöffnung
(40) versehen, welch letztere parallel zur Längsachse (L) des Plasmakanals (8) verläuft;
- jede Elektrode (9, 10) ist von einem Hohlraum (19, 20) umgeben, über welchen ein
Inertgas zuführbar ist,
- es ist zumindest eine Permanentmagneten-Anordnung (36, 37) vorgesehen, deren Magnetfeld
auf den Lichtbogen eine der Strömung des Plasmagases entgegengerichtete Kraft ausübt.
2. Indirektes Plasmatron nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einzelne
Neutroden (1c-1g) mit einem Kanal (18) zur Zufuhr eines Gases in den Plasmakanal (8)
versehen sind.
3. Indirektes Plasmatron nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsachse
des Kanals (18) zur Zufuhr eines Gases unter einem zumindest annähernd rechten Winkel
zur Längsachse (L) des Plasmakanals (8) verläuft.
4. Indirektes Plasmatron nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Neutroden (1a-1i) aus einem nicht magnetisierbaren Material, vorzugsweise
aus Kupfer oder einer Kupferlegierung bestehen, und dass zumindest eine Neutrode (ld)
mit einem Permanentmagneten-Paar (36, 37) versehen ist.
5. Indirektes Plasmatron nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Nord-Süd-Achsen
der jeweiligen Magnete (36; 37) zusammenfallen und zumindest annähernd unter einem
rechten Winkel zur Längsachse (L) des Plasmakanals (8) verlaufen, wobei die Magnete
(36, 37), in Strömungsrichtung des Plasmastrahls gesehen, nach der Längsachse (L)
des Plasmakanals (8) angeordnet sind.
6. Indirektes Plasmatron nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest drei Neutroden (1a-1i) vorgesehen sind und dass zumindest eine Neutrode
(1c-1g) mit einem Kanal (18) zur Zufuhr eines Gases in den Plasmakanal (8) versehen
sind.
7. Indirektes Plasmatron nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
die in einzelnen Neutroden (1c-1g) angeordneten Kanäle (18) an eine erste Gasquelle
anschliessbar sind, währenddem die die Elektroden umgebenden Hohlräume (19, 20) mit
einer zweiten Gasquelle verbindbar sind.
8. Indirektes Plasmatron nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass eine Mehrzahl der Neutroden (1c-1g), zur Bildung des Plasmakanals (8) und der
Plasmastrahl-Austrittsöffnung (40), mit je einer schlitzförmigen Ausnehmung (33) versehen
sind, wobei die Kanäle (18) zur Zufuhr eines Gases zentral in die jeweilige Ausnehmung
(33) münden.
9. Indirektes Plasmatron nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Neutrodenanordnung (1) die Plasmastrahl-Austrittsöffnung (40) seitlich begrenzende
Neutroden (1a, 1b, 1h, 1i) aufweist, welche mit einer Bohrung (26) versehen sind,
die einen Teil des Plasmakanals (8) bilden und den Lichtbogen in einer vorbestimmten
Lage zu stabilisieren bestimmt sind.
10. Indirektes Plasmatron nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Anode (10) eine im wesentlichen plane Endfläche aufweist, an welcher der
Lichtbogen ansetzt.
11. Indirektes Plasmatron nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Kathode (9) eine im wesentlichen kegelförmige Spitze aufweist, an welcher
der Lichtbogen ansetzt.