[0001] Die Erfindung betrifft einen Bündelkopf nach der Gattung des Oberbegriffs des Anspruchs
1.
[0002] Ein solcher Bündelkopf ist durch die US-3 547 737-A bekannt, der den Nachteil aufweist,
daß ein straffes Umwickeln mit Klebeband um lange Gegenstände nicht möglich ist, da
lediglich Druckkräfte auf das Band wirken.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgleichen Bündelkopf
zu schaffen, der den oben genannten Nachteil nicht aufweist.
[0004] Gelöst wird diese Aufgabe nach dem kennzeichnenden Merkmal des Anspruchs 1. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
[0005] Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels näher beschrieben. Es zeigt:
- Figur 1
- in einer Seitenansicht einen Bündelkopf in einer ersten Position (Anfangsposition);
- Figur 2
- in einer Seitenansicht eine zweite Position;
- Figur 3
- in einer Seitenansicht eine dritte Position;
- Figur 4
- in einer Seitenansicht eine vierte Position;
- Figur 5
- in einer Draufsicht den Bündelkopf;
- Figur 6
- in einer Schnittdarstellung den Bündelkopf nach der Figur 5, und
- Figur 7
- in einer Seitenansicht den in einem Handgerät angeordneten Bündelkopf.
[0006] Die Figur 1 zeigt einen Bündelkopf 1 für eine Vorrichtung 27 (Figur 7) zum Bündeln
von länglichen Gegenständen 2, zum Beispiel von Kabeln, wobei durch axiale Rotation
um die Gegenstände 2 mittels eines einseitig klebenden Bandes 3 eine Bündelumwicklung
der Gegenstände 2 und eine Andruckeinrichtung 4 zum Andrücken des Bandes 3 auf die
Gegenstände 2 vorgesehen sind. Innerhalb des Bündelkopfs 1 ist eine Bandzugeinrichtung
5 angeordnet. Durch ein Zahnrad 14 ist der Bündelkopf 1 axial drehbar ausgebildet,
wobei das Zahnrad 14 samt Bündelkopf 1 eine Öffnung 15 aufweist zum Einlegen der länglichen
Gegenstände 2 in den Bündelkopf 1. Die Bandzugeinrichtung 5 weist eine erste und eine
zweite gegenüberliegende Schwenkbacke 6, 7 auf, die von einer dazu mittig angeordneten,
mittels einer Druckfeder 16 federbelasteten Schiebebacke 8 gesteuert werden, wobei
die Schiebebacke 8 durch Einführen der Gegenstände 2 über die Öffnung 15 in den Bündelkopf
1 verschiebbar ausgebildet ist und die Schwenkbacken 6, 7 derart ausgebildet sind,
daß sie auf das Band 3 gegenseitig drücken und damit einen Klemmzug auf das dazwischenliegende
Band 3 bewirken. Die beiden Schwenkbacken 6, 7 sind mit je einer Schenkelfeder 17,
18 versehen und werden von jeweils einer Kulisse 19, 20 an der Schiebebacke 8 gesteuert.
Nachdem die Gegenstände 2 und der Bandanfang 3' mit der Klebeseite 21 in Kontakt gebracht
sind (gestrichelt angedeutet), werden die Gegenstände 2 zusammen mit dem Band 3 durch
die Öffnung 15 auf die gummiartige Schicht 10 der Schiebebacke 8 gedrückt.
[0007] Dadurch verbindet sich das Band 3 im Bereich der Kontaktstelle der Schiebebacke 8
mit den Gegenständen 2.
[0008] Durch weiteres Einbringen der Gegenstände 2 in den Bündelkopf 1 gegen die Kraft der
Druckfeder 16 verschiebt sich die Schiebebacke 8 in eine zweite Position nach der
Figur 2, wobei die erste Schwenkbacke 6 ungefähr auf eine entgegengesetzte Stelle
das Band 3 auf die Gegenstände 2 mittels der Schenkelfeder 17 drückt, wobei die zweite
Schwenkbacke 7 durch das fest gespannte (zum Beispiel mittels einer in der DE 195
32 487 A1 veröffentlichten Bremseinrichtung 6) Klebeband 3 in der oberen Stellung
gehalten wird.
[0009] Nachdem die Drehbewegung des Bündelkopfs 1 begonnen hat (Figur 3), schneidet das
ortsfeste Messer 12 einer Schneideinrichtung 11 das fest gespannte Band 3 durch Drehung
des Bündelkopfs 1 ab, zum Beispiel bei 45 Grad (Figur 4). Der Bandanfang 3' wird mit
der Klebeseite 21 vom Backenbereich 28 der ersten Schwenkbacke 6 gegen die Klebeseite
21 des Bands 3 gedrückt, wodurch das Band 3 um die Gegenstände 2 herum zunächst fixiert
wird. Daraufhin legt sich die zweite Schwenkbacke 7 mittels der Feder 18 derart auf
die erste Schwenkbacke 6, daß das Band von beiden Schwenkbacken 6, 7 gegenseitig von
den Backenbereichen 28, 29 gedrückt wird, wodurch insbesondere durch den Andruck der
Klebeseite 21 auf die erste Schwenkbacke 6 durch die zweite Schwenkbacke 7 sich ein
hoher Reibungswiderstand ergibt und damit eine hohe Zugkraft, wodurch durch weiteres
Drehen des Bündelkopfs 1 ein sehr straffes Umwickeln des Bandes 3 um die Gegenstände
2 erreicht wird. Die Zugkraft auf das Band 3 kann durch die Schenkelfedern 17, 18
eingestellt werden, wodurch das Band 3 von den Schwenkbacken 6, 7 nachgebend klemmend
gedrückt werden. Ein etwaiger Klebeschichtabrieb von der Oberfläche der ersten Schwenkbacke
6 wird fortlaufend durch das nachfolgende Band abgetragen (Selbstreinigungseffekt).
[0010] Aus der Ansicht nach der Figur 5 geht weiter eine Bandführung 22 hervor, die durch
zwei Seitenteile 23 (auch Figur 1), 24 gebildet ist.
[0011] Das Zahnrad 14 und das eine Seitenteil 23 ist einteilig in einem Spritzgußverfahren
hergestellt und mit dem anderen Seitenteil 24 verschraubt (Figur 6).
[0012] Aus der Figur 7 geht die Verwendung des Bündelkopfs 1 für eine Vorrichtung 27 zum
Bündeln von länglichen Gegenständen 2, insbesondere bei einem elektrisch angetriebenen
Handgerät 13, näher hervor, wobei eine entsprechende Bandvorratsaufnahme 25 vorgesehen
ist.
Bezugszeichenliste
[0013]
- 1
- Bündelkopf
- 2
- Gegenstände
- 3
- Band
- 3'
- Bandanfang
- 4
- Andruckeinrichtung
- 5
- Bandzugeinrichtung
- 6
- Erste Schwenkbacke
- 7
- Zweite Schwenkbacke
- 8
- Schiebebacke
- 9
- Verrutschsicherungseinrichtung
- 10
- Gummiartige Schicht
- 11
- Schneideinrichtung
- 12
- Messer
- 13
- Handgerät
- 14
- Zahnrad
- 15
- Öffnung
- 16
- Druckfeder
- 17, 18
- Schenkelfeder
- 19, 20
- Kulisse
- 21
- Klebeseite
- 22
- Bandführung
- 23, 24
- Seitenteil
- 25
- Bandvorratsaufnahme
- 26
- Umlenkband
- 27
- Vorrichtung
- 28
- Backenbereich
- 29
- Backenbereich
1. Bündelkopf (1) für eine Vorrichtung (27) zum Bündeln von länglichen Gegenständen (2),
wobei durch axiale Rotation um die Gegenstände (2) mittels eines einseitig klebenden
Bandes (3) eine Bündelumwicklung der Gegenstände (2) erfolgt, und daß eine Andruckeinrichtung
(4) zum Andrücken des Bandes (3) auf die Gegenstände (2) vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß innerhalb des Bündelkopfs (1) eine Bandzugeinrichtung (5) angeordnet ist.
2. Bündelkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandzugeinrichtung (5)
eine erste und eine zweite gegenüberliegende Schwenkbacke (6, 7) aufweist, die von
einer dazu mittig angeordneten, federbelasteten Schiebebacke (8) gesteuert werden,
wobei die Schiebebacke (8) durch Einführen der Gegenstände (2) in den Bündelkopf (1)
verschiebar ist und daß dabei die Schwenkbacken (6, 7) so ausgebildet sind, daß sie
auf das Band (3) gegenseitig drücken.
3. Bündelkopf nach mindestens Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die erste und die
zweite Schwenkbacke (6, 7) federbelastet ist und von der Schiebebacke (8) kulissenartig
gesteuert werden.
4. Bündelkopf nach mindestens Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkbacken
(6, 7) derart ausgestaltet sind, daß das Band (3) von den Schwenkbacken (6, 7) federnd
gedrückt wird.
5. Bündelkopf nach mindestens Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schiebebacke
(8) stirnseitig mit einer Verrutschsicherungseinrichtung (9) für die Gegenstände (2)
versehen ist.
6. Bündelkopf nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verrutschsicherungseinrichtung
(9) eine gummiartige Beschichtung (10) aufweist.
7. Bündelkopf nach mindestens Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bündelkopf
(1) mit einer Schneideinrichtung (11) versehen ist.
8. Bündelkopf nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Bündelkopf (1) in einem Handgerät (13) angeordnet ist.