(19)
(11) EP 0 852 288 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
21.05.2003  Patentblatt  2003/21

(21) Anmeldenummer: 97122229.4

(22) Anmeldetag:  17.12.1997
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7F02D 11/10

(54)

Verfahren zur Adaption des Sollwertes zur Regelung der Position eines motorisch betätigten Stellelements

Method of adaptation of the set point to control the position of motorised actuator

Méthode d'adaptation de valeur de consigne pour la commande d'un actuateur motorisé


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE ES FR GB IT

(30) Priorität: 04.01.1997 DE 19700210

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
08.07.1998  Patentblatt  1998/28

(73) Patentinhaber: Hella KG Hueck & Co.
59552 Lippstadt (DE)

(72) Erfinder:
  • Irle, Henning
    59557 Lippstadt (DE)
  • Krüger, Dietmar
    59558 Lippstadt (DE)
  • Overmann, Peter
    59557 Lippstadt (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 572 951
DE-A- 4 005 255
DE-A- 3 608 555
DE-A- 4 303 560
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Adaption des Sollwertes zur Regelung der Position eines motorisch betätigten Stellelementes, insbesondere einer motorisch betätigten Drosselklappe in einem Kraftfahrzeug.

    [0002] Der Stellbereich motorisch betätigter Stellelemente ist zumeist durch Endanschläge begrenzt. Diese Endanschläge stellen ein besonderes Problem dar, da die bisher lineare Regelstrecke hier abrupt abgebrochen wird. Ohne Berücksichtigung dieser Anschläge kann es bei der Regelung an diesen zu Klemm-, Schwing-, bzw. Prelleffekten des Stellelementes kommen.

    [0003] Man ist daher bemüht, die Positionen dieser Anschläge zu kennen, um gegebenenfalls geeignete Maßnahmen zur Vermeidung dieser Effekte zu unternehmen. Mögliche Maßnahmen sind z. B. Ausmessen beim End-of-line Test, Ausmessen oder Adaption im Betrieb des Stellelementes oder die Anbringung von Endschaltern im Bereich der Endanschläge.

    [0004] Die Positionen der Endanschläge können sich allerdings während des Betriebs des Stellelementes verändern, z. B. durch Drift des die Position des Stellelementes detektierenden Sensors, mechanischen Veränderungen, nach Austausch des Stellelementes, durch Alterung oder durch in den Stellbereich eingedrungene Fremdkörper. Wird in einem solchen Fall das Stellelement gegen einen Endanschlag bestromt, kann es je nach Krafteinwirkung zu mechanischen Beschädigungen des Stellelementes oder der Endanschläge kommen.

    [0005] Bei als besonders sicherheitsrelevant eingestuften Stellelementen (wie z. B. einer motorisch betätigten Drosselklappe in einem Kraftfahrzeug) kann ein nicht erkanntes Anschlagen des Stellelementes an einem Endanschlag als sicherheitskritisch betrachtet werden (Fehlermeldung "Drosselklappe kann nicht geschlossen werden"), was schwerwiegende Konsequenzen für den Fahrer mit sich bringen kann, und zwar angefangen bei der Einschaltung der Warnlampe, über die Einschaltung des Notlaufes bis hin zur Stillsetzung der Motorsteuerung.

    [0006] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung ein Verfahren zu schaffen, das die Robustheit von Regelsystemen bezüglich derartiger Fehler erhöht. Insbesondere soll die uneingeschränkte Verfügbarkeit des Systems auch beim Auftreten solcher Fehler erhalten bleiben, und zwar ohne daß dabei die Sicherheit des Betreibers beeinträchtigt wird.

    [0007] Diese Aufgabe wird durch die die Erfindung kennzeichenenden Verfahrensschritte gelöst.

    [0008] Die dem Verfahren zugrundeliegende Idee besteht darin, daß sobald ein die Ansteuerung des Stellelementes kennzeichnender Wert (Motorstrom, Pulsweitenmodulation der Motoransteuerung oder der Integralanteil der Regelgröße) einen vorgegebenen, über dem normalen Niveau liegenden Grenzwert überschreitet, der Sollwert der Stellelementposition auf deren aktuellen Istwert (mit einem kleinen Abstand) gesetzt wird, so daß die Stellelementansteuerung begrenzt wird. Das Stellelement wird dabei unverzüglich auf eine Position, die vor der Blockierposition liegt, zurückgefahren, wodurch das Anschlagen des Stellelementes gegen einen Endanschlag bzw. das Blockieren unverzüglich aufgehoben wird. Damit kann eine Beschädigung der Mechanik sowie eine Überlastung der Ansteuerelektronik durch einen andauernden hohen Motorstrom wirkungsvoll vermieden werden.

    [0009] Durch diese Korrekturmaßnahme kann zudem ein Abschalten der Ansteuerung des Stellelementes vermieden werden, so daß die Funktionfähigkeit des Regelsystems vorteilhafterweise weitgehend erhalten bleibt.

    [0010] Das erfindungsgemäße Verfahren kann insbesondere je nach Anwendungsgebiet durch weitere Maßnahmen noch vorteilhaft ergänzt werden.
    So kann z. B. auch der Betrag des Offsetwertes für den Sollwert von der Bestromungsrichtung des Motors abhängig gemacht werden, so daß die Weite des Zurücksetzens des Stellelementes von einem Anschlag davon abhängt, ob ein oberer oder ein unterer Endanschlag angefahren wurde.

    [0011] Besonders vorteilhaft ist es, die erfindungsgemäße Sollwertadaption zusätzlich von der Bedingung abhängig zu machen, daß das Blockieren des Stellelementes in einem vorgegebenen Bereich um die vom Regelsystem erwarteten Positionen der Endanschläge herum erfolgt. Diese erwarteten Positionen der Endanschläge können in dem System entweder fest gespeichert sein oder zum Beispiel auch jeweils bei der Inbetriebnahme ausgemessen oder auch aus den Daten des mit dem Stellelement verbundenen Positionsgebers über vorgegebene Toleranzketten berechnet werden.

    [0012] Der Vorteil dieser zusätzlichen Bedingung liegt darin, daß eine Sollwertanpassung nur am Anfang und Ende des Stellbereiches erfolgt, nicht dagegen im mittleren Stellbereich. Ein Blockieren des Stellelementes im mittleren Stellbereich hängt sicherlich nicht mit der Positionierung der Endanschläge zusammen, so daß in einem solch ungewöhnlichen Fall eine andere Fehlerbehandlung, insbesondere ein Abschalten des gesamten Regelsystems, angebrachter sein kann.

    [0013] Vorteilhaft ist auch, wenn der adaptierte Sollwert als neue Position des Endanschlages für die jeweilige Bestromungsrichtung gespeichert wird. Das erfindungsgemäße Verfahren bewirkt zunächst ein Zurücksetzen des Stellelementes bei jedem Anschlagen an ein Hindernis, wobei ein andauerndes Blockieren jedesmal vermieden wird. Allerdings speichert das Regelsystem nicht die Position des Stellelementes im Moment des Anschlagens, so daß das Stellelement immer mal wieder gegen einen z. B. verstellten Endanschlag anlaufen kann, wodurch dann jedesmal die Adaptionsfunktion den Sollwert erneut anpaßt.

    [0014] Durch diese ergänzende Maßnahme wird nun der adaptierte Sollwert als neue Position des Endanschlages in der jeweiligen Bestromungsrichtung des Stellelementes gespeichert, so daß ein mehrfaches Anschlagen des Stellelementes gegen den Endanschlag vermieden wird, es sei denn, daß sich der Endanschlag zwischenzeitlich weiter verstellt hätte oder verstellt worden wäre.

    [0015] Ebenfalls vorteilhaft ist, abhängig von der Bestromungsrichtung unterschiedliche Grenzwerte für das Wirksamwerden der Adaptionsfunktion vorzusehen, um so ein Schwingen des Eingreifens der Sollwertadaption zu verhindern.

    [0016] Um zudem ein mehrfaches schwingendes Umschalten zwischen dem adaptierten Sollwert und dem externen Sollwert am Sollwerteingang des Reglers zu verhindern, ist es darüber hinaus vorteilhaft, die Umschaltung vom adaptierten Sollwert auf den externen Sollwert erst nach Ablauf einer vorgegebenen Entprellzeit vorzunehmen bzw. explizit zu prüfen, ob der durch das externe System vorgegebene Sollwert das Stellelement weiter weg von der Blockierstellung führt, als der adaptierte Sollwert.

    [0017] Im folgenden soll ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung dargestellt und näher erläutert werden.

    [0018] Die einzige Figur zeigt ein Blockdiagramm eines Systems zur Regelung eines motorisch betätigten Stellelementes, welche das erfindungsgemäße Verfahren zur Sollwertadaption ausführt.

    [0019] Die Figur zeigt ein System zur Regelung eines durch einen Motor (M) betätigten Stellelementes (S), wobei beispielhaft angenommen werden kann, daß es sich hierbei um eine Drosselklappe in einem Kraftfahrzeug handelt.

    [0020] Das Stellelement (S) ist zwischen einem unteren und einem oberen Endanschlag (U, O) beweglich. Die Position (IW) des Stellelementes (S) wird durch einen Istwertgeber (P), ausführbar und hier dargestellt als Potentiometer, erfaßt und an den Eingang eines Reglers (R) gegeben, welcher anhand der Differenz zwischen einem ebenfalls am Eingang des Reglers (R) anliegenden Sollwert (SW) und dem Positionsistwert (IW) ein Ansteuersignal für den Motor (M) erzeugt. Dieses Ansteuersignal kann ein analoges oder wie hier ein digitales Signal sein, welches die Informationen über die Pulsweitenmodulation (PWM) und die Bestromungsrichtung (DIR) beeinhaltet. Dem Regler (R) zugeordnet ist eine Adaptionsfunktion (A), die hier symbolisch als Baugruppe dargestellt ist, tatsächlich aber vorzugsweise durch eine Softwarefunktion realisiert wird.

    [0021] Die Adaptionsfunktion (A) erhält Signale über die Ansteuerung des Motors (M), durch den Regler (R) (Betrag des Motorstroms bzw. Pulsweite der Motoransteuerung (PWM) bzw. den Integralanteil der Regelgröße) sowie auch eine Information über die Bestromungsrichtung des Motors (M), zum Beispiel über ein logisches Richtungssignal (DIR), sowie auch den Istwert (IW) der Position des Stellelementes (S) zugeführt. Die Adaptionsfunktion berechnet einen sogenannten "adaptierten Sollwert" (ASW), welcher sich aus dem Istwert (IW) der Position des Stellelementes (S) zuzüglich eines Offsetwertes (OS_SW) in Richtung auf das Innere der Regelstrecke, ergibt.

    [0022] Der Regler (R) erhält seinen Sollwert (SW) überlicherweise von einem externen System (ES) zum Beispiel einem Motorsteuersystem als externen Sollwert (ESW) vorgegeben. Auch dieser externe Sollwert (ESW) wird der Adaptionsfunktion (A) zugeführt.

    [0023] Unter vorgegebenen Bedingungen, nämlich wenn die Pulsweite der Motoransteuerung (PWM) einen für die jeweilige Bestromungsrichtung (DIR) vorgegebenen Grenzwert überschreitet, erhält der Eingang des Reglers (R) als Sollwert (SW) den adaptierten Sollwert (ASW) zugeführt. Dieses wird in der Figur durch den symbolischen Umschalter (US) dargestellt, welcher durch die Ansteuerungsfunktion (A) betätigt wird. Die Realisierung dieses Umschalters (US) besteht vorzugsweise aus einem logischen Entscheidungsschritt im Adaptionsalgorithmus.

    [0024] Das dargestellte Regelsystem funktioniert nun folgendermaßen:

    [0025] Die Lage der Endanschläge (U, O) ist in dem Regler (R) gespeichert. Zur Erhöhung der Genauigkeit kann zudem vorgesehen werden, daß die Endpositionen (U, O) bei jeder Inbetriebnahme des Regelsystems angefahren werden und die zugeordneten Positionswerte gespeichert werden. Im ungestörten Betrieb erhält der Regler (R) als Sollwert (SW) den externen Sollwert (ESW) des externen Systems (ES) zugeführt und steuert das Stellelement (S) in diese Sollposition, wobei der Eingang des Reglers (R) ebenfalls ein Signal vom Istwertgeber (P) über die aktuelle Position (IW) des Stellelementes (S) zugeführt bekommt.

    [0026] Es sei nun angenommen, daß sich die Position zumindest eines Endanschlages (U bzw. O) während des Betriebs des Regelsystems verändert oder daß ein Fremdkörper in den Stellbereich des Stellelementes (S) eingedrungen ist. Hierdurch kommt es zu einem Anschlagen des Stellelementes (S) an den Endanschlag (U bzw.O) oder gegen den Fremdkörper und zu einem Blockieren des Motors (M). Überschreitet dabei eine für die Motoransteuerung charakteristische Größe (hier die Pulsweite der Motoransteuerung (PWM)) einen vorgegebenen Grenzwert, so setzt die Adaptionsfunktion (A) über den Umschalter (US) den Sollwert (SW) am Reglereingang vom externen Sollwert (ESW) auf einen adaptierten Sollwert (ASW), welcher dem derzeitigen Istwert der Position des Stellelementes (S) zuzüglich eines von der Bestromungsrichtung (DIR) des Motors (M) abhängigen Offsetwertes (OS_SW) entspricht.

    [0027] Hierdurch wird also die Betätigung des Stellelementes (S) nun auf die erkannte Blockierposition begrenzt und durch den Offsetwert (OS_SW) wird das Stellelement (S) darüber hinaus noch von dem Endanschlag (U bzw. O) oder dem Hindernis, welches zum Blockieren führte, zurückgesetzt.

    [0028] Entsprechend besitzt der Offsetwert (OS_SW) ein negatives Vorzeichen, wenn die Bewegung des Stellelementes (S) vor dem Blockieren in Richtung zu einem größerem Sollwert (SW) führte und ein positives Vorzeichen, wenn Bewegung des Stellelementes (S) in Richtung zu einem kleineren Sollwert (SW) führte.

    [0029] Das Umschalten auf den adaptierten Sollwert (ASW) beendet damit das Blockieren sofort nach dem Erkennen desselben, wodurch ein den Motor (M) und das Stellelement (S) schädigendes Dauerblockieren einfach und wirkungsvoll vermieden wird. Das Regelsystem gibt damit sozusagen einem erkannten Hindernis nach, so daß eine Notabschaltung im allgemeinen nicht erforderlich wird und das System weiterhin verfügbar bleibt.

    [0030] Das System verbleibt dabei nicht bei der Ansteuerung mittels eines adaptierten Sollwertes (ASW), sondern schaltet, allerdings frühestens nach einer vorgegebenen Endprellzeit, die Sollwertvorgabe auf das externe System (ES) zurück, sobald dieses einen Sollwert (ESW) vorgibt, welcher das Stellelement (S) in eine Position steuert, die weiter von der Blockierposition entfernt ist, als die durch den adaptierten Sollwert (ASW) vorgegebene Position.

    [0031] Bei einem erneuten Anschlagen des Stellelementes (S) gegen den "unerwarteten" Endanschlag (U bzw. O) oder das Hindernis wiederholt sich die Umschaltung auf den adaptierten Sollwert.

    [0032] Es kann überdies vorgesehen werden, die erkannte Blockierposition, d. h. die Position (IW) des Stellelementes (S) im Moment des Blockierens als neuen Wert des oberen bzw. unteren Endanschlages (U bzw. O) zu speichern, so daß während des weiteren Betriebes des Regelsystems ein erneutes Anschlagen des Stellelementes (S) gegen das Hindernis vermieden wird. Allerdings bleibt in diesem Fall der Stellbereich des Stellelementes (S) auch nach einem eventuellen Fortfall des Hindernisses während des weiteren Betriebs des Regelsystems eingeschränkt.

    Bezugszeichenliste



    [0033] Verfahren zur Adaption des Sollwerts zur Regelung der Position eines motorisch betätigten Stellelementes, insbesondere einer motorisch betätigten Drosselklappe in einem Kraftfahrzeug
    A
    Adaptionsfunktion
    ASW
    adaptierter Sollwert
    DIR
    Bestromungsrichtung (Richtungssignal)
    ES
    externes System
    ESW
    externer Sollwert
    IW
    Position des Stellelementes (Istwert)
    M
    Motor
    O
    oberer Endanschlag
    P
    Istwertgeber (Potentiometer)
    PWM
    pulsweitenmoduliertes Signal (Reglerausgangsgröße)
    R
    Regler
    S
    Stellelement
    SW
    Sollwert
    U
    unterer Endanschlag
    US
    Umschalter



    Ansprüche

    1. Verfahren zur Adaption des Sollwertes (SW) zur Regelung der Position eines motorisch betätigten Stellelementes (S), insbesondere einer motorisch betätigten Drosselklappe in einem Kraftfahrzeug, gekennzeichnet durch die sich wiederholende Abfolge folgender Verfahrensschritte

    - Erfassung des Motorstromes oder der Pulsweite der Motoransteuerung (PWM)oder des Integralanteils der Reglerausgangsgröße.

    - Erfassung der Bestromungsrichtung (DIR) des Motors (M),

    - Erfassung der Position (IW) des Stellelementes (S),

    - Vergleich, ob der Betrag des Motorstromes oder der Pulsweite der Motoransteuerung (PWM) oder der Integralanteil der Reglerausgangsgröße einen vorgegebenen Grenzwert überschreitet,

    - wobei im Falle eines zutreffenden Vergleichsergebnisses der Sollwert (SW) für die Regelung von einem externen Sollwert (ESW) auf einen adaptierten Sollwert (ASW) gesetzt wird, welcher dem aktuellen Istwert (IW) der Position des Stellelementes (S) zuzüglich eines Offsetwertes für den Sollwert (OS_SW), entspricht, wobei das Vorzeichen des Offsetwertes (OS_SW) von der Bestromungsrichtung (DIR) des Motors (M) abhängt.


     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auch der Betrag des Offset-Wertes für den Sollwert (OS_SW) von der Bestromungsrichtung (DIR) des Motors (M) abhängt.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Setzen des Sollwertes (SW) auf dem adaptierten Sollwert (ASW) nur unter der zusätzlichen Bedingung erfolgt, daß die Abweichung der Position (IW) des Stellelementes (S) von einem gespeicherten oder berechnetem Wert für die Position des Endanschlages (U bzw. O) von der jeweiligen Bestromungsrichtung (DIR) betragsmäßig kleiner ist als ein vorgegebener Wert.
     
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der adaptierte Sollwert (ASW) als neue Position des Endanschlages (U bzw. O) für die jeweilige Bestromungsrichtung (DIR) gespeichert wird.
     
    5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß abhängig von der Bestromungsrichtung (DIR) für den Motorstrom bzw. die Pulsweite der Motoransteuerung (PWM) der vorgegebene Grenzwert eine Hysterese aufweist.
     
    6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der dem Regler (R) zugeführte Sollwert (SW) vom adaptierten Sollwert (ASW) nach Ablauf einer vorgegebenen Entprellzeit auf den externen Sollwert (ESW) zurückgesetzt wird.
     
    7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der dem Regler (R) zugeführte Sollwert (SW) vom adaptierten Sollwert (ASW) auf den externen Sollwert (ESW) zurückgesetzt wird, wenn der externe Sollwert (ESW) einer Position des Stellelementes (S) entspricht, die für die aktuelle Bestromungsrichtung weiter von dem Endanschlag (U bzw. O) entfernt ist, als die dem Stellelement (S) durch den adaptierten Sollwert (ASW) vorgegebene Position.
     


    Claims

    1. Process for adapting the theoretical value (SW) for adjusting the position of a motor operated control element (S), particularly a motor operated throttle valve in a motor vehicle, characterised by the repeated sequence of the following steps of the process

    - recording the motor current or pulse width of the motor control (PWM) or the integral part of the regulator output quantity.

    - recording the direction of flow (DIR) of the motor (M),

    - recording of the position (IW) of the control element (S),

    - comparing whether the amount of the motor current or pulse width of the motor control (PWM) or the internal part of the regulator output quantity exceeds a pre-set limit value,

    - in which, in the case of an applicable comparative result, the theoretical value (SW) is set to adjust an external theoretical value (ESW) to an adapted theoretical value (ASW), which corresponds to the current actual value (IW) of the position of the control element (S) plus an offset value for the theoretical value (OS_SW), in which the prefix of the offset value (OS_SW) depends on the direction of flow (DIR) of the motor (M).


     
    2. Process according to claim 1, characterised by the fact that the amount of the offset value for the theoretical value (OS_SW) also depends on the direction of flow (DIR) of the motor (M).
     
    3. Process according to claim 1, characterised by the fact that the theoretical value (SW) is set on the adapted theoretical value (ASW) only under the additional condition that the difference in the position (IW) of the control element (S) of a stored or calculated value of the position of the end stop (U or O) of the relevant direction of flow (DIR) is smaller than a pre-set value.
     
    4. Process according to claims 1 and 3, characterised by the fact that the adapted theoretical value (ASW) is stored as the new position of the end stop (U or O) for the relevant direction of flow (DIR).
     
    5. Process according to claim 1, characterised by the fact that the pre-set limit value shows a hysteresis irrespective of the direction of flow (DIR) for the motor current or the pulse width of the motor control (PWM).
     
    6. Process according to claim 1, characterised by the fact that the theoretical value (SW) given to the regulator (R) by the adapted theoretical value (ASW) is put back to the external theoretical value (ESW) on expiry of a pre-set debounce time.
     
    7. Process according to claim 1, characterised by the fact that the theoretical value (SW) given to the regulator (R) by the adapted theoretical value (ASW) is put back to the external theoretical value (ESW), if the external theoretical value (ESW) corresponds to a position of the control element (S), which for the current direction of flow is further from the end stop (U or O) than the pre-set position given to the control element (S) by the adapted theoretical value (ASW).
     


    Revendications

    1. Procédé d'adaptation de la valeur de consigne (SW) en vue de régulation de la position d'un élément de réglage (S) mû par moteur, en particulier d'un papillon mû par moteur dans un véhicule automobile, caractérisé par le déroulement répété des étapes de procédé suivantes

    - détection du courant du moteur ou de la largeur d'impulsion de la commande du moteur (PWM) ou de la partie intégrale de la grandeur de sortie du régulateur,

    - détection de la direction de circulation (DIR) du moteur (M),

    - détection de la position (IW) de l'élément de réglage (S),

    - comparaison, si l'intensité du courant du moteur ou de la largeur d'impulsion de la commande du moteur (PWM) ou de la partie intégrale de la grandeur de sortie du régulateur dépasse une valeur limite prescrite,

    - dans le cas d'un résultat de comparaison exact, la valeur de consigne (SW) pour la régulation d'une valeur de consigne externe (ESW) est fixée à une valeur de consigne adaptée (ASW), qui correspond à la valeur réelle (IW) actuelle de la position de l'élément de réglage (S) par rapport à une valeur de décalage pour la valeur de consigne (OS_SW), le signe de la valeur de décalage (OS_SW) dépendant de la direction de circulation (DIR) du moteur (M).


     
    2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'également le montant de la valeur de décalage pour la valeur de consigne (OS_SW) dépend de la direction de circulation (DIR) du moteur (M).
     
    3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la fixation de la valeur de consigne (SW) à la valeur de consigne adaptée (ASW) s'effectue uniquement sous la condition supplémentaire que l'écart de la position (IW) de l'élément de réglage (S) d'une valeur mémorisée ou calculée pour la position de la butée (U ou O) est plus faible vis-à-vis de la direction de circulation respective (DIR) qu'une valeur prescrite.
     
    4. Procédé selon les revendication 1 et 3, caractérisé en ce que la valeur de consigne adaptée (ASW) est mémorisée en tant que nouvelle position de la butée (U ou O) pour la direction de circulation respective (DIR).
     
    5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'en fonction de la direction de circulation (DIR) pour le courant du moteur ou la largeur d'impulsion de la commande du moteur (PWM) la valeur limite prescrite présente un hystérésis.
     
    6. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la valeur de consigne (SW) associée au régulateur (R) est ramenée depuis la valeur de consigne adaptée (ASW) à l'expiration d'u temps de battement prescrit à la valeur de consigne externe (ESW).
     
    7. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la valeur de consigne (SW) appliquée au régulateur (R) est ramenée de la valeur de consigne adaptée (ASW) à la valeur de consigne externe (ESW), lorsque la valeur de consigne externe (ESW) correspond à une position de l'élément de réglage (S), qui est plus éloigné de la butée (U ou O) pour la direction de circulation actuelle, que la position prescrite à l'élément de réglage (S) par la valeur de consigne adaptée (ASW).
     




    Zeichnung