| (19) |
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(11) |
EP 0 852 660 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.12.2003 Patentblatt 2003/50 |
| (22) |
Anmeldetag: 27.09.1996 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: F01K 23/16 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9601/862 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9701/2126 (03.04.1997 Gazette 1997/15) |
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GAS- UND DAMPFTURBINENANLAGE IN EINWELLENANORDNUNG
GAS AND STEAM TURBINE SYSTEM IN SINGLE SHAFT CONFIGURATION
INSTALLATION DE TURBINES A GAZ ET A VAPEUR DANS UNE CONFIGURATION A UN ARBRE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB |
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Priorität: |
29.09.1995 DE 19536488
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.07.1998 Patentblatt 1998/29 |
| (73) |
Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- KESSLER, Alfred
D-90562 Heroldsberg (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 095, no. 001, 28.Februar 1995 & JP 06 288204 A (HITACHI
LTD;OTHERS: 01), 11.Oktober 1994,
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 007, no. 287 (M-264), 21.Dezember 1983 & JP 58 160503
A (HITACHI SEISAKUSHO KK), 24.September 1983,
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 095, no. 007, 31.August 1995 & JP 07 102908 A (TOSHIBA
CORP;OTHERS: 01), 18.April 1995,
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Gas- und Dampfturbinenanlage in Einwellenanordnung mit
einer Welle, die mit einer ersten Gasturbine, einer zweiten Gasturbine, einer Dampfturbine
und einem Generator in Verbindung ist, wobei die erste Gasturbine am ersten Ende der
Welle angeordnet ist.
[0002] Eine Gas- und Dampfturbinenanlage, bei der am ersten Ende der Welle die Gasturbine
und am zweiten Ende derselben Welle der Generator vorgesehen, ist aus der EP 0 407
132 A1 bekannt. Dazwischen befinden sich eine Hochdruckteil- und eine Niederdruckteil-Dampfturbine,
die jeweils mittels Schaltkupplungen trennbar mit der Welle verbunden sind. Die den
Generator antreibende Welle wird durch die Gas- und ggf. zusätzlich durch die Dampfturbinen
in Drehbewegung versetzt. Der zum Antrieb der Dampfturbinen notwendige Dampf wird
zur Verfügung gestellt, indem die heißen Abgase der Gasturbine einem Dampferzeuger
zugeführt werden. Diese Anlage erfordert einen hohen Platzbedarf, da zur Erzielung
einer heutigen Ansprüchen genügenden Kraftwerksgesamtleistung von bis zu über 1000
MW elektrischer Leistung üblicherweise eine Mehrzahl der obigen Anlagen notwendig.
Die Zielsetzung der EP 0 407 132 A1 liegt in einer Verbesserung der Relativwärmedehnungen
zwischen Turbinengehäuse und Turbinenwelle, was durch eine geeignete Wahl eines Fixpunktes
erreicht werden soll.
[0003] In der DE 33 16 070 A1 ist eine einzige Gasturbine bestehend aus einer Hochdruck-Teilturbine
(HD-Turbine) und einer Niederdruck-Teilturbine (ND-Turbine), beschrieben. Diese Teilturbinen
sind jeweils unmittelbar an jeweils einer Seite eines gemeinsamen Generators angekuppelt.
Die einheitliche Gasturbine weist eine komplexe Leitungsführung zur Führung der Gasströme
zwischen den einzelnen Teilturbinen auf. Durch die Bildung einer einzigen Gasturbine
ist eine Gasströmung realisiert, die beginnend in einem ND-Verdichter über den HD-Verdichter,
die HD-Brennkammer, die HD-Turbine, die ND-Brennkammer in die ND-Turbine und von dort
gegebenenfalls in einen Abhitzekessel führt.
[0004] Die DE 39 07 217 A1 zeigt ebenfalls einen kombinierten Gasturbinen-/Dampfturbinen-Prozeß
auf, bei dem eine Gasturbine mit einer Niederdruck-Teilturbine und einer Hochdruck-Teilturbine
vorhanden ist. Die Teilturbinen sind mit einem einzigen Generator an einer jeweiligen
Generatorseite verbunden. Die Dampfturbine hingegen ist auch in diesem Fall räumlich
von der Gasturbine getrennt angeordnet und an einen eigenen Generator angeschlossen.
Gleiches trifft auch für den Artikel "Gasturbinenkraftwerke und Kombi-Kraftwerke kleiner
Leistung" von K. W. Förster in VGB Kraftwerkstechnik 70, 1990, Heft 4 zu, in dem ein
Kombi-Kraftwerk mit einer elektrischen Leistung von maximal etwa 20 MW für eine Rübenzukkerfabrik
beschrieben ist. Der Artikel weist zudem ausdrücklich auf die prinzipiellen technischen
Unterschiede zwischen Kraftwerks-Kombiprozessen und Industrie-Kombiprozessen hin.
Die Gasturbinenanlage ist von der Dampfturbinenanlage räumlich strikt getrennt. Gasturbinenanlage
sowie Dampfturbinenanlage verfügen jeweils über einen eigenen Generator.
[0005] Aus der JP 06288204 A ist eine Gas- und Dampfturbinenanlage in Einwellenanordnung
bekannt, bei der ein zwei Gasturbinen umfassender Gasturbinenteil einem Dampfturbinenteil
auf einer gemeinsamen Welle vorgeschaltet ist.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Gas- und Dampfturbinenanlage in Einwellenanordnung
anzugeben, die einen geringen Platzbedarf bei gleichzeitig hoher elektrischer Leistungsabgabe
aufweist.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Merkmalen der Patentansprüche
2 bis 9.
[0008] Nach Maßgabe der Erfindung ist vorgesehen, daß die Welle an ihrem zweiten Ende mit
der zweiten Gasturbine in Verbindung steht, insbesondere starr oder schaltbar daran
gekuppelt ist.
[0009] Dies hat den Vorteil, daß bei nur unwesentlich erhöhtem Platzbedarf der Anlage wesentlich
mehr Elektrizität erzeugt werden kann. Aufgrund des durch die zweite Gasturbine zusätzlich
auf die Welle aufgebrachten Drehmoments ist es möglich, einen Generator höherer elektrischer
Leistung anzutreiben. - Somit kann zur Erzielung einer vergleichbaren Kraftwerksgesamtleistung
eine Mehrzahl von bekannten Anlagen durch eine einzige erfindungsgemäße Anlage ersetzt
werden. Es ist möglich, daß die erste Gasturbine und die zweite Gasturbine jeweils
zur Erzeugung gleicher elektrischer Leistung oder unterschiedlicher elektrischer Leitung
ausgelegt sind. Durch Gasturbinen für große elektrische Leistung ( z. B. bis über
200 MW) können mit der Gas- und Dampfturbinenanlage elektrische Leistungen bis über
1000 MW erzeugt werden.
[0010] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Drehrichtungen der
ersten Gasturbine und der zweiten Gasturbine entgegengesetzt. Alternativ dazu kann
aber die Drehrichtung der ersten Gasturbine und der zweiten Gasturbine auch gleich
sein, wobei zwischen der ersten Gasturbine oder der zweiten Gasturbine ein Wendegetriebe
angeordnet ist, so daß diese mit entgegengesetztem Drehsinn, d.h. in Gegeneinanderschaltung,
an die Welle angekuppelt werden kann.
[0011] Insbesondere bei kleineren Anlagen, vorzugsweise zwischen 100 MW und 300 MW elektrischer
Leistung, können vorzugsweise zwei Gasturbinen mit gleichgerichtetem Drehsinn in Hintereinanderschaltung
eingesetzt werden, wobei die eine Gasturbine verdichterseitig und die andere Gasturbine
turbinenseitig an den Wellenstrang angekuppelt ist. In diesem Fall sind die in Richtung
der gegenüberliegenden Gasturbine abströmenden heißen Abgase der ersten Gasturbine
oder der zweiten Gasturbine um etwa 90° umzulenken. Vorzugsweise erfolgt allerdings
eine axiale Abströmung der heißen Abgase.
[0012] Vorzugsweise ist zwischen der ersten Gasturbine und/oder zweiten Gasturbine und der
Welle eine Kupplung vorgesehen.
[0013] Zwischen der Dampfturbine und dem Generator ist vorteilhafterweise ebenfalls eine
Kupplung vorgesehen. Je nach den vorgegebenen technischen Notwendigkeiten kann es
sich bei der Kupplung um eine schaltbare oder um eine starre Kupplung handeln.
[0014] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im
folgenden näher beschrieben.
[0015] Es zeigen
- Fig. 1
- ein Blockschaltbild eines ersten Ausführungsbeispiels,
- Fig. 2
- ein Blockschaltbild eines zweiten Ausführungsbeispiels,
- Fig. 3
- ein Blockschaltbild eines dritten Ausführungsbeispiels,
- Fig. 4
- ein Blockschaltbild eines vierten Ausführungsbeispiels,
- Fig. 5
- ein Blockschaltbild eines fünften Ausführungsbeispiels,
- Fig. 6
- ein Blockschaltbild eines sechsten Ausführungsbeispiels,
- Fig. 7
- ein Blockschaltbild eines siebten Ausführungsbeispiels und
- Fig 8
- ein Blockschaltbild eines achten Ausführungsbeispiels.
[0016] Bei der nachfolgenden Beschreibung der Figuren sind der Übersichtlichkeit halber
funktionsgleiche Komponenten mit jeweils denselben Bezugszeichen versehen.
[0017] Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer kombinierten Gas- und Dampfturbinenanlage
22 in Einwellenanordnung. Mit einer Welle 1 stehen nacheinander eine erste Gasturbine
2, ein Generator 3 mit einem Transformatorblock 3a, eine Niederdruckdampfturbine 4,
eine Hochdruckdampfturbine 5 und eine zweite Gasturbine 6 über entsprechende Kupplungen
8,9,11 in Verbindung. Die erste Gasturbine 2 ist an einem ersten Ende 23 mit der Welle
1 über ein Wendegetriebe 7 und eine nachgeschaltete erste Schaltkupplung 8 trennbar
verbunden. Der nachgeschaltete Generator 3 ist über eine starre Kupplung 9 mit den
Nieder- und Hochdruckteil-Dampfturbinen 4 und 5 verbunden. Die zweite Gasturbine 6
ist über ein Getriebe 10 mittels einer zweiten Schaltkupplung 11 an einem zweiten
Ende 24 auf die Welle 1 aufgeschaltet. - Die erste Gasturbine 2 und die zweite Gasturbine
6 stehen mit jeweils einer endständig angeordneten ersten Abhitzekesselanlage 12 bzw.
einer zweiten Abhitzekesselanlage 13 in Verbindung. Diese Abhitzekesselanlagen 12,
13 sind mittels einer Rohrleitungstrasse 14 miteinander verbunden. Von der Rohrleitungstrasse
14 zweigen erste Versorgungsleitungen 15 zur Versorgung der Hochdruck-Teilturbine
5 und eine zweite Versorgungsleitung 16 zur Versorgung der Niederdruck-Teilturbine
4 ab. Eine weitere Versorgungsleitung 16 führt von der Hochdruck-Teilturbine 5 zur
Niederdruck-Teilturbine 5. Die Niederdruck-Teilturbine 4 (mit zugehörigem nicht dargestelltem
Kondensator) steht über Überströmleitungen 17 mit einem Kühlwasservorrat 18 in Verbindung.
Die Gasturbinen 2,6 liegen vorzugsweise in der Leistungsklasse von ca. 40 MW bis 70
MW. Die Leistung der Dampfturbine beträgt etwa die Hälfte der Gesamtleistung beider
Gasturbinen 2,6 zusammen.
[0018] In Fig. 2 ist ein zweites Ausführungsbeispiel dargestellt. Dabei handelt es sich
im wesentlichen um eine Anlage 22 nach Fig. 1, wobei allerdings sowohl das Wendegetriebe
7 als auch das Getriebe 10 nicht vorgesehen sind. Aufgrund der axialen und endständigen
Anordnung der ersten Abhitzekesselanlage 12 bzw. der zweiten Abhitzekesselanlage 12
weisen die in diesem Ausführungsbeispiel gezeigte erste Gasturbine 2 und zweite Gasturbine
6 eine entgegengesetzte Drehrichtung auf.
[0019] Fig. 3 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel der Erfindung. Dabei handelt es sich
um eine kombinierte Gas- und Dampfturbinenanlage 22 in Einwellenanordnung, die insbesondere
für kleinere Einheiten zur Erzeugung von Elektrizität Verwendung findet. Im Unterschied
zu der in Fig. 1 gezeigten Anordnung ist hier zwischen dem Generator 3 und der Niederdruck-Teilturbine
4 eine dritte Schaltkupplung 19 statt der starren Kupplung 9 vorgesehen. Die Leistung
der Gasturbinen 2,6 beträgt jeweils etwa bis ca. 30 MW.
[0020] Fig. 4 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel der Erfindung. Es handelt sich dabei
um eine Anlage 22 nach Fig. 1, wobei allerdings kein Getriebe 10 vorgesehen ist, da
in diesem Fall die Gasturbinen mit Generatordrehzahl betrieben werden.
[0021] In Fig. 5 ist ein fünftes Ausführungsbeispiel dargestellt. Dabei handelt es sich
im wesentlichen um eine Anordnung nach Fig. 1, wobei weder ein Getriebe 10 noch ein
Wendegetriebe 7 vorgesehen ist. Die erste Abhitzekesselanlage 12 und die zweite Abhitzekesselanlage
13 sind im Gegensatz zur Anlage 22 nach Fig. 1 nicht axial, sondern in einem Winkel
von etwa 90° gegenüber der Welle 1 angeordnet. Eine der ersten Gasturbine 2 zugeordnete
erste Luftansaugung 20 und eine der zweiten Gasturbine 6 zugeordnete zweite Luftansaugung
21 sind ebenfalls in einem Winkel von etwa 90° gegenüber der Welle 1 angeordnet. Die
Gasturbinen 2,6 liegen vorzugsweise in der Leistungsklasse über 100 MW elektrischer
Leistung.
[0022] Fig. 6 zeigt ein sechstes Ausführungsbeispiel der Erfindung. Dabei handelt es sich
im wesentlichen um eine Anlage 22 nach Fig. 5, wobei allerdings die starre Kupplung
9 durch eine dritte Schaltkupplung 19 ersetzt worden ist. Die Gasturbinen 2,6 drehen
hierin ebenfalls mit Generatordrehzahl und liegen vorzugsweise in der Leitungsklasse
von bis etwa 60 MW.
[0023] In Fig. 7 ist eine siebtes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, welches
sich von dem in Fig. 6 gezeigten dadurch unterscheidet, daß zwischen der ersten Gasturbine
2 und der ersten Schaltkupplung 8 ein Wendegetriebe 7 vorgesehen ist.
[0024] Fig. 8 zeigt schließlich ein achtes Ausführungsbeispiel der Erfindung. Dabei handelt
es sich im wesentlichen um eine Anlage 22 nach Fig. 7, wobei allerdings die der ersten
Gasturbine 2 zugeordnete Abhitzekesselanlage 12 axial zur Welle 1 angeordnet ist.
[0025] Die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist folgende.
[0026] Die heißen Abgase der ersten Gasturbine 2 und der zweiten Gasturbine 6 gelangen zur
Erzeugung von Dampf in die jeweils zugeordnete Abhitzekesselanlage 12, 13. Der darin
erzeugte Dampf wird je nach Dampfzustand (Temperatur, Druck) über eine die Abhitzekesselanlagen
12,13 verbindende Rohrleitungstrasse 14 der Niederdruck-Teilturbine 4 oder der Hochdruck-Teilturbine
5 zum Entspannen zugeführt. Die Niederdruck-Teilturbine 4 wird durch eine zweite Versorgungsleitung
14 mit Dampf versorgt, welche von der Rohrleitungstrasse 14 abzweigt. Die Hochdruck-Teilturbine
5 wird über erste Versorgungsleitungen 15 mit Dampf versorgt, die ebenfalls von der
Rohrleitungstrasse 14 abzweigen. Das durch die erste Gastrubine 2 bzw. die zweite
Gasturbine 6 und die Hochdruck-Teilturbine 4 und Niederdruck-Teilturbine 5 auf die
Welle 1 aufgegebene Drehmoment dient zum Antrieb des Generators 3. Zur Anpassung der
Drehzahl der Dampfteil- und Gasturbinen können zwischen den gegebenenfalls höherdrehenden
Gasturbinen 2,6 und der Welle 1 Untersetzungsgetriebe vorgesehen sein. Zur Anpassung
der Drehrichtung der ersten Gasturbine 2 und/oder zweiten Gasturbine 6 kann statt
dem Getriebe 10 auch ein Wendegetriebe 7 vorgesehen sein. Je nach Ausgestaltung der
Anordnung sind zur Trennung der einzelnen Komponenten gegenüber der Welle 1 starre
und/oder schaltbare Kupplungen 8,9,11 vorgesehen.
1. Gas- und Dampfturbinenanlage (22) in Einwellenanordnung mit einer Welle (1), die mit
einer ersten Gasturbine (2), einer zweiten Gasturbine (6), einer Dampfturbine (4,
5) und einem Generator (3) in Verbindung ist, wobei die erste Gasturbine (2) am ersten
Ende (23) der Welle (1) angekuppelt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Gasturbine (6) mit dem zweiten Ende (24) der Welle (1) verbunden ist,
die Dampfturbine (4,5) axial zwischen der ersten Gasturbine (2) und der zweiten Gasturbine
(6) angeordnet ist und zwischen der Welle (1) und der ersten Gasturbine (2) oder der
zweiten Gasturbine (6) ein Wendegetriebe (7) vorgesehen ist.
2. Anlage (22) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Drehrichtung der ersten Gasturbine (2) und der zweiten Gasturbine (6) entgegengesetzt
sind.
3. Anlage (22) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Drehrichtung der ersten Gasturbine (2) und der zweiten Gasturbine (6) gleich
sind.
4. Anlage (22) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Abgasstrom der ersten Gasturbine (2) und/oder der zweiten Gasturbine (6) um etwa
90° umgelenkt ist.
5. Anlage (22) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der ersten Gasturbine (2) und/oder der zweiten Gasturbine (6) und der Welle
(1) eine Kupplung (8, 11) vorgesehen ist.
6. Anlage (22) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Dampfturbine (4, 5) und dem Generator (3) eine Kupplung (9, 19) vorgesehen
ist.
7. Anlage (22) nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung (8, 9, 11, 19) eine starre oder eine schaltbare Kupplung ist.
8. Anlage (22) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Dampfturbine eine Niederdruckteilturbine (4) und eine Hochdruckteilturbine (5)
aufweist.
9. Anlage (22) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der ersten Gasturbine (2) eine erste Vorrichtung (12) zur Erzeugung von Dampf und
der zweiten Gasturbine (6) eine zweite Vorrichtung (13) zur Erzeugung von Dampf zugeordnet
ist, wobei diese untereinander über mindestens eine Rohrleitung (14) verbunden sind.
1. Gas and steam turbine system (22) in a single-shaft arrangement with a shaft (1) that
is connected to a first gas turbine (2), a second gas turbine (6), a steam turbine
(4, 5) and a generator (3), wherein the first gas turbine (2) is coupled to the first
end (23) of the shaft (1), characterised in that the second gas turbine is connected to the second end (24) of the shaft (1), the
steam turbine (4, 5) is arranged axially between the first gas turbine (2) and the
second gas turbine (6), and a reversing gear mechanism (7) is provided between the
shaft (1) and the first gas turbine (2) or the second gas turbine (6).
2. System (22) according to claim 1, characterised in that the first gas turbine (2) rotates in the opposite direction to the second gas turbine
(6).
3. System (22) according to claim 1, characterised in that the direction of rotation of the first gas turbine (2) and of the second gas turbine
(6) are the same.
4. System (22) according to one of claims 1 to 3, characterised in that the waste gas stream from the first gas turbine (2) and/or from the second gas turbine
(6) is deflected by about 90°.
5. System (22) according to one of claims 1 to 4, characterised in that a coupling (8, 11) is provided between the first gas turbine (2) and/or the second
gas turbine (6) and the shaft (1).
6. System (22) according to one of claims 1 to 5, characterised in that a coupling (9, 19) is provided between the steam turbine (4, 5) and the generator
(3).
7. System (22) according to claim 5 or 6, characterised in that the coupling (8, 9, 11, 19) is a rigid or a disconnectable coupling.
8. System (22) according to one of claims 1 to 7, characterised in that the steam turbine comprises a low pressure turbine part (4) and a high pressure turbine
part (5).
9. System (22) according to one of claims 1 to 8, characterised in that a first device (12) for generating steam is associated with the first gas turbine
(2) and a second device (13) for generating steam is associated with the second gas
turbine (6), these being connected to one another via at least one pipeline (14).
1. Installation (22) de turbine à gaz et de turbine à vapeur dans une configuration à
un arbre comprenant un arbre (1) qui est en liaison avec une première turbine (2)
à gaz, une deuxième turbine (6) à gaz, une turbine (4, 5) à vapeur et une génératrice
(3), la première turbine (2) à gaz étant couplée au premier bout (23) de l'arbre (1),
caractérisée en ce que la deuxième turbine (6) à gaz est reliée au deuxième bout (24) de l'arbre (1 ), la
turbine (4, 5) à vapeur est disposée axialement entre la première turbine (2) à gaz
et la deuxième turbine (6) à gaz, et il est prévu entre l'arbre (1) et la première
turbine (2) à gaz ou la deuxième turbine (6) à gaz une transmission réversible (7).
2. Installation (22) suivant la revendication 1,
caractérisée en ce que les sens de rotation de la première turbine (2) à gaz et de la deuxième turbine (6)
à gaz sont inverses.
3. Installation (22) suivant la revendication 1,
caractérisée en ce que les sens de rotation de la première turbine (2) à gaz et de la deuxième turbine (6)
à gaz sont les mêmes.
4. Installation (22) suivant l'une des revendications 1 à 3,
caractérisée en ce que le courant de gaz qui sort de la première turbine (2) à gaz et/ou de la deuxième
turbine (6) à gaz est dévié d'environ 90°.
5. Installation (22) suivant l'une des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce qu'il est prévu entre la première turbine (2) à gaz et/ou la deuxième turbine (6) à gaz
et l'arbre (1) un dispositif (8, 11) d'accouplement.
6. Installation (22) suivant l'une des revendications 1 à 5,
caractérisée en ce qu'il est prévu entre la turbine (4, 5) à vapeur et la génératrice (3) un dispositif
(9, 19) d'accouplement.
7. Installation (22) suivant la revendication 5 ou 6,
caractérisée en ce que le dispositif (8, 9, 11, 19) d'accouplement est un accouplement rigide ou un accouplement
embrayable.
8. Installation (22) suivant l'une des revendications 1 à 7,
caractérisée en ce que la turbine à vapeur comprend une sous-turbine (4) basse pression et une sous-turbine
(5) haute pression.
9. Installation (22) suivant l'une des revendications 1 à 8,
caractérisée en ce qu'il est associé à la première turbine (2) à gaz un premier dispositif (12) de production
de vapeur et à la deuxième turbine (6) à gaz un deuxième dispositif (13) de production
de vapeur, ces dispositifs communiquant entre eux par au moins une canalisation (14).