[0001] Die Erfindung betrifft eine Dichtung für eine Duschabtrennung mit mindestens einem
beweglichen Element, das im geschlossenen Zustand an seinen Längskanten mit Dichtungsleisten,
die Magnetstreifen beinhalten, ausgestattet ist. Dabei können die Elemente auch als
Flügel ausgeführt sein.
[0002] Derartige Magnet- und Dichtungsleisten sind beispielsweise den Figuren der deutschen
Patentschrift 41 06 235 zu entnehmen. Dabei ist deutlich gezeigt, daß die Dichtungsleisten
auf die Längskanten der verschwenk- oder verfahrbaren Flügel aufgedrückt werden und
somit beim Auftreffen der Längskanten zweier Flügel eine Abdichtung zwischen beiden
Flügeln gewährleisten. Diese Dichtungsleisten beinhalten jedoch keine Magnetstreifen.
[0003] In dem deutschen Gebrauchsmuster 81 26 649 wird ein Magnetleistenverschluß insbesondere
für Duschabtrennungs-Schiebetüren beschrieben. Dabei ist eine Magneteinlage innerhalb
einer aus flexiblem Material bestehenden Umhüllung verwendet worden. Zwischen der
Magneteinlage und dem eigentlichen Befestigungsbereich der Dichtungsleiste an einem
Metallprofil , nämlich einer Halteleiste, befindet sich eine Balgleiste, die dazu
dient, Toleranzen der Duschkonstruktion und des Gebäudes bei der Anpressung der Magnetleisten
gegeneinander auszugleichen. Die Balgleiste ist dabei als in sich geschlossene Leiste
ausgeführt und kann aufgrund der Konstruktion nur für bestimmte Anwendungsbereich
eingesetzt werden, dieses insbesondere unter Einsatz zusätzlicher Metallprofile.
[0004] Ein flexibler Magnetstreifen, der durch eine Klebeschicht an einem Fensterrahmen
befestigt werden kann, zeigt die US 4,510,986. Nach Aufbringung eines solchen Streifens
kann davor eine weitere Scheibe oder ein Fliegengitter angebracht werden.
[0005] Bei den seit Jahren auf dem Markt befindlichen Dichtungsleisten, die alle auf die
Längskanten der Flügel aufgesteckt oder aufgeschoben werden, ist die Konstruktion
so angelegt, daß die Dichtungsleiste aus einem Kunststoff besteht, der U-förmig einerseits
geformt ist, um entsprechend der Glasstärke hier ohne weitere Klebstoffe auf den Scheibenrand
aufgedrückt zu werden. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich innerhalb der
Dichtungsleiste eine Magneteinlage, vorzugsweise aus Magnetgummi, die mit einer zweiten
auf der gegenüberliegenden Seite befindlichen Magneteinlage des zweiten Flügels die
sichere Abdichtung einer Duschkabine gegen austretendes Wasser sicherstellt. Da die
U-förmigen Schenkel der Dichtungsleiste eine entsprechende Vorspannung haben, damit
eine dauerhafte Befestigung mit der Glasscheibe der Flügel sichergestellt ist, und
dieser Teil der Dichtung insbesondere ins Auge fällt, wobei der anschließende Teil
mit der Magneteinlage einen anderen Koeffizienten in seiner Flexibilität beinhalten
muß, werden derartige Dichtungen aufgrund der im Laufe der Jahre austretenden Weichmacher
aus dem Kunststoff unansehnlich, d.h. sie vergilben, wobei ferner diese selbsthaftende
Dichtungsleiste auch in dem Klemmbereich Schmutz zwischen dem Glas und dem Kunststoff
aufnimmt, welches durch Reinigung nicht oder nur sehr schwer zu entfernen ist. Ein
anderes Material zur Anwendung zu bringen ist nicht möglich, denn selbst bei der Verwendung
von Metalleisten würde sich im Klemmbereich auch dort Schmutz zwischen Glas und Klemmleiste
im Laufe der Jahre niederschlagen. Da die Ansichtsfläche für den Betrachter relativ
groß ist, wirken sich derartige Materialverfärbungen im Laufe der Zeit sehr unschön
auf das Gesamterscheinungsbild der ansonsten stets mit gleichbleibender Qualität erhaltenden
übrigen Duschteile.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung ist es, die aufgezeigten Mängel des Standes der Technik,
nämlich die breite Ansichtsfläche und die damit verbundenen Materialveränderungen,
insbesondere in der Farbe, auszumerzen. Darüber hinaus soll die Befestigung der Dichtung
schnell und einfach ohne Silikon für alle Ausführungen (unterschiedliche Winkelstellungen)
von Duschkabinen durchführbar sein, ohne zusätzliche Bearbeitung der Längskanten (anschrägen).
[0007] Die Aufgabe wird gemäß der Lehre der Patentansprüche 1 und 3 gelöst. Dafür wird eine
Dichtung verwendet, die aus einer mit entsprechender Viskosität ausgestatteten Ummantelung
einer Magnetanlage so gestaltet ist, daß sie auf der der Anlagefläche vorzugsweise
gegenüberliegenden Seite eine selbstklebende Schicht aufweist, die dazu geeignet ist,
auf der Längsseite, d.h. auf der Kante eines Flügels oder feststehenden Elementes
aufgeklebt zu werden, d.h. es brauchen keine Profile, ob in Kuststoff oder Metall,
eingesetzt werden. Die Verklebung kann durch einen entsprechenden innerhalb eines
geringen Rücksprunges, d.h. durch leichte Vorsprünge definierten Bereich geschehen,
wobei es je nach Klebstoff auch möglich ist, die Vorsprünge entfallen zu lassen, jedoch
kann auch als Ersatz einer Klebeschicht ein doppelseitiges Klebeband verwendet werden,
was zum einen mit der Dichtung und zum anderen später bei der Montage der Dichtung
durch Abziehen eines Schutzbandes mit der Glaskante des Flügels oder des Elementes
bzw. beider Glaskanten verbunden wird. Durch diese Art der Ausführung einer Dichtung
wird der sichtbare Bereich der Dichtung wesentlich verringert, so daß dem Betrachter
keine vergilbenden Dichtungsleisten mehr ins Auge stechen, d.h. es liegt durch die
Dichtung keine Glasüberdeckung vor.
[0008] Eine derartige Dichtung kann beispielsweise so aufgebaut sein, daß sie eine Seitenwand,
die starr oder leicht verformbar ist, mit der die Verklebung auf den Längskanten der
Glasscheiben durchgeführt wird, aufweist, und sich daran weiche, verformbare Seitenwände
anschließen, die in einem Bereich enden, in dem die Magneteinlage eingebettet ist.
Durch die weichen, verformbaren Seitenwände wird gleichzeitig ein Hohlraum geschaffen,
der sowohl abgeschlossen als auch einseitig offen sein kann, und somit die Möglichkeit
bietet, Toleranzausgleiche sicherzustellen, zum einen bei der Montage und darüber
hinaus auch dazu geeignet ist, derartige Dichtungen bei Duschen abzuwenden, die keine
Türflügel haben, die in einer Flucht aneinanderstoßen z.B. Ecklösungen einer Duschabtrennung.
[0009] In Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gedankens ist es auch möglich, daß die Anlagefläche
mit der Magneteinlage eine gewölbte Form aufweist, um so eine ästhetische Anpassung
an entsprechend gestaltete Duschen sicherzustellen. Dabei kann die Dichtung sowohl
aus Kunststoff als auch aus einem entsprechend zu verarbeitenden Gummi bzw. Gummigemisch
bestehen. Eine derartige Dichtung ist für alle Arten von Duschabtrennungen (Ecklösungen,
Rundduschen usw.) einsetzbar.
[0010] Durch die erfindungsgemäße selbstklebende Dichtung wird gleichzeitig ein Kantenschutz
für die aufeinandertreffenden Flügel gewährleistet. Ferner ist es möglich, erst auf
der Baustelle nach Ausrichtung und Montage der gesamten Duschanlage durch Abziehen
eines Abdeckstreifens von dem Klebebereich der Dichtung, um die darunter befindliche
selbstklebende Beschichtung freizulegen, diese Dichtung mit dem Glasflügel bzw. feststehenden
Element zu verbinden. Neben den bereits vorerwähnten Gummi- und Kunststoffmaterialien
eignen sich auch Weich-PVC bzw. Neopren oder alle weiteren durch Wasser nicht aufquellbaren
Kunststoffe, die dauerfest und elastisch sind. Bei der nachfolgenden Beschreibung
wird der Einfachheit halber nur von Flügeln die Rede sein, wobei es sich jedoch auch
um feststehende Seitenteile in Form von Elementen analog handeln kann.
[0011] Die Erfindung wird anhand von verschiedenen möglichen schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigt:
- Figur 1:
- Universaldichtung mit offener Dämmzone
- Figur 2:
- Universaldichtung mit offener Dämmzone unter einem bestimmten Winkel
- Figur 3:
- zwei aneinanderstoßende Flügel mit Dichtungen gemäß der Figuren 1 und 2
- Figur 4 :
- Lösung mit Dichtungen mit Dämmzone unter einem Winkel von 135°
- Figur 5:
- Ecklösung mit Dichtungen mit Dämmzone
- Figur 6:
- Dichtung mit runder Anlagefläche
- Figur 7:
- Dichtung mit runder Anlagefläche
[0012] In der Figur 1 wird eine Dichtung 1 wiedergegeben, die an einer Längskante 18 eines
Flügels 2 angebracht ist. Dabei ist die Dichtung 1 so ausgeführt, daß in dem Bereich
der Längskante 18 der Flügel 2, 16 eine Klebeschicht 3 vorhanden ist, die den Verbund
zwischen der Dichtung 1 und den Flügeln 2, 16 dauerhaft sicherstellt. Die Klebeschicht
3 ist dabei innerhalb von Vorsprüngen 4 oder ohne Vorsprünge je nach Klebstoffart
derart aufgebracht, daß eine sichere Befestigung der Dichtung 1 an den Längskanten
18 möglich ist. Andererseits ist die Klebeschicht 3 mit einer Seitenwand 5 der Dichtung
1 dauerhaft verbunden. Die Seitenwand 5 kann dabei starr oder flexibel sein, wobei
im nachfolgenden Text nur noch von Seitenwand gesprochen wird. Als Klebeschicht 3
können entsprechend aufzubringende Klebstoffe bzw. auch doppelseitige Klebebänder
verwendet werden. Im Anschluß an die Seitenwand 5 schließt sich im Bereich der Vorsprünge
4 auf der entgegengesetzten Seite eine weiche, verformbare Seitenwand 14 an, die in
einer Begrenzungswand 10 endet. Der von den Seitenwänden 5, 14 sowie 10 umfaßte offene
Hohlraum 15 ist als Dämmzone ausgebildet, d.h. dieser Bereich ist verformbar. An die
Begrenzungswand 10 schließt sich eine Magneteinlage 9 an, die ebenfalls durch äußere
Begrenzungswände 11, 12 und eine Anlagefläche 8 eingeschlossen wird. Wie die Figur
3 deutlich macht, sind beim Aufeinanderfahren der Flügel 2, 16 die Dämmzonen 15 der
Dichtungen 1 jeweils wirksam geworden, und durch die Magneteinlagen 9 ist eine dauerhafte
sichere Verschließung des Duschbereiches gegen austretendes Wasser sichergestellt.
[0013] In der Figur 2 ist die gleiche Dichtung 1 noch einmal wiedergegeben, nur ist hier
deutlich die Verformbarkeit der weichen Seitenwand 14 zu erkennen, was den Einsatz
unter verschiedenen Winkelstellungen möglich macht, ohne Zusatzprofil und entsprechende
Bearbeitung der Längskanten jedoch unter bestimmten Winkelgraden. Dieses macht z.B.
das Ausführungsbeispiel der Figur 4 sehr deutlich.
[0014] Eine Ausführungsform, bei der die Flügel 2, 16 gerade vor aneinanderstoßen und mit
Dichtungen 1 der vorbeschriebenen Art ausgestattet sind, zeigt die Figur 3. Der offene
Hohlraum 15 bildet hier eine gute und sichere Pufferzone.
[0015] Daß es möglich ist, mit den in den Figuren 1 und 3 beschriebenen Ausführungen der
Dichtungen nach dem erfindungsgemäßen Gegenstand auch Ausführungen im Bereich von
unterschiedlichen Gradzahlen der Flügel bzw. der feststehenden Elemente auszuführen,
zeigen die Figuren 4 und 5. Hier wird in einem Bereich von annähernd 135° und 90°
die Anwendung der Dichtungen 1 wiedergegeben.
[0016] Das gleiche gibt das Ausführungsbeispiel der Figur 5 wieder, bei dem eine Ecklösung,
nämlich von annähernd 90° wiedergegeben ist. Dagegen zeigt das Ausführungsbeispiel,
daß auch bei dieser Art keine besondere Schleifarbeit der Längskanten 18 notwendig
ist.
[0017] Um die erfindungsgemäße Dichtung noch universeller einsetzen zu können, zeigen die
Figuren 6 und 7 eine Dichtung 7, die nach vorbeschriebener Art an den Längskanten
18 der Flügel 2, 16 befestigt wird, jedoch im Bereich einer Anlagefläche 20 eine Wölbung,
die einem Radius folgen kann, aufweist. Innerhalb des Dichtungsmaterials ist wiederum
eine Magneteinlage 9 eingebettet, hinter der sich ein Hohlraum 13 zur Anlagedämmung
befinden kann, so daß aufgrund der gewölbten Ausführungsform stets unabhängig von
dem Winkel der Ausführung der Duschwände damit größtmöglicher Toleranzausgleich sichergestellt
ist, um so Ausführungen aller Duschen möglich zu machen, ohne Zusatzprofile bzw. Bearbeitung
der Längskanten 18 der Flügel.
Bezugszeichen
[0018]
- 1
- Dichtung
- 2
- Flügel (Element)
- 3
- Klebeschicht
- 4
- Vorsprung
- 5
- Seitenwand
- 7
- Dichtung
- 8
- Anlagefläche
- 9
- Magneteinlage
- 10
- Begrenzungswand
- 11
- Begrenzungswand
- 12
- Begrenzungswand
- 13
- Hohlraum
- 14
- weiche Seitenwand
- 15
- offener Hohlraum
- 16
- Flügel (Element)
- 18
- Längskante des Flügels
- 20
- gewölbte Anlagefläche
1. Dichtung für eine Duschabtrennung mit mindestens einem beweglichen Element (2, 16),
das an einer Längskante (17, 18, 19) mit einer selbstklebenden, eine Magneteinlage
(9) aufweisenden Dichtung (1) versehen ist, wobei die Dichtung (1) eine Seitenwand
(5) mit einer Klebeschicht (3) aufweist, deren Kanten mit bzw. ohne Vorsprünge (4)
versehen sind, und daß sich einseitig an der Seitenwand (5) eine weiche, verformbare
Seitenwand (14) anschließt, die in die die Magneteinlage (9) umhüllende Begrenzungswände
(10, 11, 12) und eine Anlagefläche (8) mündet.
2. Dichtung für eine Duschabtrennung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
den Seitenwänden (5, 10, 14) ein offener Hohlraum in Form einer Dämmzone vorhanden
ist.
3. Dichtung für eine Duschabtrennung mit mindestens einem beweglichen Element (2, 16),
das an einer Längskante (17, 18,. 19) mit einer selbstklebenden, eine Magneteinlage
(9) aufweisenden Dichtung (1) versehen ist, wobei die Dichtung (1) eine Seitenwand
mit einer Klebeschicht (3) aufweist, deren Kanten mit bzw. ohne Vorsprünge (4) versehen
sind, und daß auf der der Befestigungsseite gegenüberliegenden Seite eine gewölbte
Anlagefläche (20) mit darin enthaltener Magneteinlage (9) vorhanden ist.
4. Dichtung für eine Duschabtrennung nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtung (1) aus Kunststoff besteht.
5. Dichtung für eine Duschabtrennung nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtung (1) aus Gummi bzw. einer Gummimischung besteht.