[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung aniontensidhaltiger
wasch- und reinigungsaktiver Tensidgranulate sowie aniontensidhaltige Wasch- und Reinigungsmittel,
die diese Granulate enthalten..
[0002] Bei der Herstellung synthetischer Aniontenside werden diese oft in ihrer Säureform
erhalten, die dann durch Neutralisation in die waschaktiven Salze überführt werden.
Eine wäßrige Neutralisation hat dabei den Nachteil, daß die Mischungen entweder erst
getrocknet werden müssen, bevor sie in feste Wasch- und Reinigungsmittel eingearbeitet
werden können, oder aber, daß die fertigen Wasch- und Reinigungsmittel zur Herstellung
oder zum Aufrechterhalten der Rieselfähigkeit und Lagerstabilität getrocknet werden
müssen. Eine Neutralisation mit festen Neutralisationsmitteln, beispielsweise Natriumcarbonat,
führt häufig zu starker Wärmeentwicklung, die zu einer Verfärbung der Tenside oder
zu einer Erweichung der Reaktionsmischung und damit zu Verbackungen und Verklebungen
führen kann.
[0003] Zahlreiche Verfahrensvarianten sind entwickelt worden, um diese Nachteile zu vermeiden.
So beschreibt die deutsche Patentanmeldung DE 22 03 552 (Colgate-Palmolive) ein Verfahren,
bei dem die Aniontensidsäure zu einem Überschuß eines gepulverten Neutralisationsmittels
gegeben wird und bei der anschließenden Granulierung in einem Mischer ein Gas durch
die Mischung geblasen wird, das zumindest einen Teil des durch die Neutrlisation gebildeten
Wassers aus der Reaktionszone transportiert.
[0004] Die europäische Patentanmeldung EP-A-0 352 135 (Droguet) schlägt hingegen ein Verfahren
vor, bei dem die Aniontenside in ihrer Säurform in einem Mischer mit einem alkalischen
Feststoff, der im Überschuß vorliegt, neutralisiert werden, wobei der alkalische Feststoff
in dem Mischer vorgelegt und das Aniontensid in Säureform langsam zugegeben wird.
Während der Neutralisationsreaktion soll die Temperatur 55°C nicht überschreiten,
was gegebenenfalls durch Kühlung des Reaktormantels erreicht werden muß.
[0005] Die internationale Patentanmeldung WO93/23520 (Henkel) beschreibt ein Verfahren zur
Herstellung wasch- und reinigungsaktiver Tensidgranulate durch Granulierung einer
bis mindestens 20°C fließ- und pumpfähigen aniontensidhaltigen Mischung, die durch
teilweise bis vollständige Neutralisation eines oder mehrerer Aniontenside in ihrer
Säureform mit einem basisch wirkenden, anorganischen oder organischen Neutralisationsmedium
in einem Mischer hergestellt wird, wobei in dem Mischer ein Feststoff oder ein Feststoffmischung
vorgelegt und die aniontensidhaltige Mischung zu diesem Feststoff oder der Feststoffmischung
zugegeben wird. In diesem Verfahren können zur Neutralisation sämtliche gängigen Neutralisationsmittel,
unabhängig von ihrem Aggregatzustand eingesetzt werden.
[0006] Unabhängig vom Herstellungsverfahren ist es ein ständiges Bedürfnis, Waschmittelzusammensetzungen
zu erhalten, die sich einerseits durch ein hohes Schüttgewicht, andererseits aber
durch eine gute Löslichkeit auszeichnen. Die nach den vorstehend genannten Verfahren
liefern Granulate, die diese Forderung nicht immer voll erfüllen.
[0007] Der Einsatz von Natriumsilikaten als teilchenförmige, wasserlösliche anorganische
Alkalikomponente ist im Stand der Technik zur Verhinderung der Korrosion an den Metallteilen
von Waschmaschinen und dem schnellen Entfernen schwermetallhaltiger Spuren aus dem
Wasser und den Verschmutzungen, die sonst die Bleichmittel destabilisieren würden,
lange bekannt. EP 639 639 (Procter & Gamble) beispielsweise offenbart den Einsatz
eines speziellen Percarbonats, das die Einarbeitung von Silikaten einer Teilchengröße
unterhalb von 425 µm in granulare Wasch- und Reinigungsmittel erlaubt.
[0008] Es wurde nun gefunden, daß der Einsatz von feinstgemahlenen und mit Tensid beaufschlagten
Silikaten mit Teilchengrößen deutlich unter 100 µm im Granulationsschritt bei der
Herstellung von aniontensihaltigen Waschmitteln zu Formulierungen führt, die sich
durch eine herausragende Kaltwasserlöslichkeit, Einspülbarkeit und Reinigungswirkung,
insbesondere für Fettverschmutzungen, auszeichnen.
[0009] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung wasch- und reinigungsaktiver
Tensidgranulate durch Granulierung einer aniontensidhaltigen Mischung, die durch teilweise
bis vollständige Neutralisation eines oder mehrerer Aniontenside in ihrer Säureform
mit einem basisch wirkenden, anorganischen oder organischen Neutralisationsmedium
in einem Mischer hergestellt wird, wobei in dem Mischer ein Feststoff oder ein Feststoffmischung
vorgelegt und die aniontensidhaltige Mischung zu diesem Feststoff oder der Feststoffmischung
zugegeben wird, dadurch gekennzeichnet, daß die im Mischer vorgelegte Feststoffmischung
0,5 bis 30 Gew.-% des Gewichts des entstehenden Granulats an einem oder mehreren feinteiligen,
mit 3 bis 30 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des Silikats, beaufschlagten Silikaten
enthält, die vor der Beaufschlagung mit Tensid absolute Teilchengrößen unterhalb 100
µm aufweisen.
[0010] Zur Ausführung des Granulationsschrittes im erfindungsgemäßen Verfahren sind die
für Granulationszwecke üblichen Mischer einsetzbar. Geeignete Mischer sind beispielsweise
Eirich®-Mischer der Serien R oder RV (Warenzeichen der Maschinenfabrik Gustav Eirich,
Hardheim), die Fukae® FS-G-Mischer (Warenzeichen der Fukae Powtech, Kogyo Co., Japan),
die Lödige® FM-, KM- und CB-Mischer (Warenzeichen der Lödige Maschinenbau GmbH, Paderborn)
oder die Drais®-Serien T oder K-T (Warenzeichen der Drais-Werke GmbH, Mannheim). Bevorzugt
werden im erfindungsgemäßen Verfahren Mischer und Arbeitsbedingungen gewählt, die
eine Einstellung der Granulierung auf die Erreichung von Schüttgewichten oberhalb
von 750 g/l gestatten.
[0011] Die im Mischer vorgelegte Feststoffmischung enthält 0,5 bis 30 Gew.-% des Gewichts
des entstehenden Granulats an einem oder mehreren feinteiligen, mit Tensid beaufschlagten
Silikaten. Die erfindungsgemäß eingesetzten feinteiligen Silikate können dabei sowohl
kristallin als auch amorph sein, wobei amorphe Silikate bevorzugt sind. Geeignete
kristalline, schichtförmige Natriumsilikate besitzen die allgemeine Formel NaMSi
xO
2x+1 · y H
2O, wobei M Natrium oder Wasserstoff bedeutet, x eine Zahl von 1,9 bis 4 und y eine
Zahl von 0 bis 20 ist und bevorzugte Werte für x 2,3 oder 4 sind. Derartige kristalline
Schichtsilikate werden beispielsweise in der europäischen Patentanmeldung EP-A-0 164
514 (Hoechst) beschrieben. Bevorzugte kristalline Schichtsilikate der angegebenen
Formel sind solche, in denen M für Natrium steht und x die Werte 2 oder 3 annimmt.
Insbesondere sind sowohl β- als auch δ-Natriumdisilikate Na
2Si
2O
5·yH
2O bevorzugt, wobei β-Natriumdisilikat beispielsweise nach dem Verfahren erhalten werden
kann, das in der internationalen Patentanmeldung WO-A-91/08171 (Henkel) beschrieben
ist.
[0012] Einsetzbar sind vor allem amorphe Natriumsilikate mit einem Modul Na
2O : SiO
2 von 1:2 bis 1:3,3, vorzugsweise von 1:2 bis 1:2,8 und insbesondere von 1:2 bis 1:2,6,
welche löseverzögert sind und Sekundärwascheigenschaften aufweisen. Die Löseverzögerung
gegenüber herkömmlichen amorphen Natriumsilikaten kann dabei auf verschiedene Weise,
beispielsweise durch Oberflächenbehandlung, Compoundierung, Kompaktierung/ Verdichtung
oder durch Übertrocknung hervorgerufen worden sein. Im Rahmen dieser Erfindung wird
unter dem Begriff "amorph" auch "röntgenamorph" verstanden. Dies heißt, daß die Silikate
bei Röntgenbeugungsexperimenten keine scharfen Röntgenreflexe liefern, wie sie für
kristalline Substanzen typisch sind, sondern allenfalls ein oder mehrere Maxima der
gestreuten Röntgenstrahlung, die eine Breite von mehreren Gradeinheiten des Beugungswinkels
aufweisen. Es kann jedoch sehr wohl sogar zu besonders guten Buildereigenschaften
führen, wenn die Silikatpartikel bei Elektronenbeugungsexperimenten verwaschene oder
sogar scharfe Beugungsmaxima liefern. Dies ist so zu interpretieren, daß die Produkte
mikrokristalline Bereiche der Größe 10 bis einige Hundert um aufweisen, wobei Werte
bis max. 50 nm und insbesondere bis max. 20 nm bevorzugt sind. Derartige sogenannte
röntgenamorphe Silikate, welche ebenfalls eine Löseverzögerung gegenüber den herkömmlichen
Wassergläsern aufweisen, werden beispielsweise in der deutschen Patentanmeldung DE-A-
44 00 024 (Henkel) beschrieben. Insbesondere bevorzugt sind verdichtete/kompaktierte
amorphe Silikate, compoundierte amorphe Silikate und übertrocknete röntgenamorphe
Silikaten Die Silikat-Compounds können dabei beispielsweise auch andere Gerüststoffsubstanzen
in Mengen unter 10 Gew.-%, bezogen auf das Compound, enthalten. Vorteilhaft eingesetzt
werden Silikat/Soda/Niotensid-Compounds.
[0013] Die erfindungsgemäß im Granulationsschritt eingesetzten mit Tensid(en) beaufschlagten
Silikate weisen vor der Beaufschlagung mit Tensid(en) eine absolute Teilchengröße
von unter 100 µm auf, wobei Silikate mit einer Teilchengröße unterhalb 50 µm bevorzugt
sind. Absolute Teilchengröße bedeutet hierbei, daß der Siebrückstand auf einem Sieb
der angegeben Maschenweite unter 1 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des gesiebten Gutes,
beträgt. Insbesondere bevorzugt sind Silikate, deren d
90-Wert unter 50 µm liegt, während sich der d
50-Wert unterhalb 25µm befindet. Die d
xy-Werte geben an, wieviel Prozent des gegebenen Silikats unter der angegebenen Korngröße
liegen. Bevorzugt, aber nicht zwingend erforderlich, ist ein Schüttgewicht der eingesetzten
Silikate oberhalb von 800 g/l.
[0014] Die Beaufschlagung des Silikats mit Tensid erfolgt in Mengen zwischen 3 und 30, vorzugsweise
zwischen 5 und 20 Gew.-% Tensid, bezogen auf das Gewicht des Silikats. In einer besonders
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird das feinteilige Silikat nur mit 10
bis 12 Gew.-% seines Gewichts an Tensiden beaufschlagt, wobei ein Beaufschlagung mit
10 bis 12 Gew.-% seines Eigengewichts an Niotensid wiederum bevorzugt ist.
[0015] Die im erfindungsgemäßen Verfähren hergestellten wasch- und reinigungsaktiven Tensidgranulate
besitzen einen Tensidgehalt oberhalb von 5 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des Granulats.
Das in das erfindungsgemäße Verfahren eingebrachte Tensid kann je nach eingesetzter
Menge an Silikat und Tensid ganz oder teilweise auf das feinteilige Silikat aufgegeben
sein. Hierbei soll das Silikat mit 3 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 5 bis 20 Gew.-% Tensid,
bezogen auf das Gewicht des Silikats, beaufschlagt sein. Zusätzliche Mengen an Tensid
können mit den anderen Bestandteilen des Granulats eingearbeitet werden, wobei die
Tenside sowohl über die aniontensidhaltige Mischung als auch über die im Mischer vorgelegte
Feststoffmischung in das Verfahren eingebracht werden können.
[0016] Zur Beaufschlagung der Silikate geeignete Tenside sind insbesondere Niotenside wie
ethoxylierte Alkohole mit Kettenlängen zwischen 10 und 18 Kohlenstoffatomen und Ethoxylierungsgraden
von 4 bis 26 Mol Ethylenoxid pro Mol Alkohol. In Kombination mit diesen oder auch
ohne sie einsetzbare Niotenside können aber auch ausgewählt sein aus der Gruppe der
Alkylglykoside, alkoxylierten Fettsäurealkylester, Aminoxide, Fettsäurealkanolamine,
Polyhydroxyfettsäureamide und weiterer nichtionischer oberflächenaktiver Verbindungen.
Auch anionische, kationische oder amphotere Tenside oder Mischungen aus diesen mit
oder ohne Niotensid können auf das Silikat aufgegeben werden. Bevorzugt wird das Silikat
mit einer Mischung aus anionischen und nichtionischen Tensiden beaufschlagt, wobei
Alkylbenzolsulfonat/Niotensid-Gemische besonders bevorzugt sind.
[0017] In das Verfahren eingebrachte Tenside stammen -unabhängig davon, ob sie zur Beaufschlagung
des Niotensids dienen, oder über die aniontensidhaltige Mischung oder das im Mischer
vorgelegte Feststoffgemisch in das Verfahren gelangen- aus der Gruppe der anionischen,
nichtionischen, kationischen und amphoteren Tenside, wobei anionische und nichtionische
Tenside sowie Mischungen aus diesen bevorzugt sind.
[0018] Als anionische Tenside werden beispielsweise solche vom Typ der Sulfonate und Sulfate
eingesetzt. Als Tenside vom Sulfonat-Typ kommen dabei vorzugsweise C
9-13-Alkylbenzolsulfonate, Olefinsulfonate, d.h. Gemische aus Alken- und Hydroxyalkansulfonaten
sowie Disulfonaten, wie man sie beispielsweise aus C
12-18-Monoolefinen mit end- oder innenständiger Doppelbindung durch Sulfonieren mit gasförmigem
Schwefeltrioxid und anschließende alkalische oder saure Hydrolyse der Sulfonierungsprodukte
erhält, in Betracht. Geeignet sind auch Alkansulfonate, die aus C
12-18-Alkanen beispielsweise durch Sulfochlorierung oder Sulfoxidation mit anschließender
Hydrolyse bzw. Neutralisation gewonnen werden. Ebenso sind auch die Ester von α-Sullofettsäuren
(Estersulfonate), z.B. die α-sulfonierten Methylester der hydrierten Kokos-, Palmkern-
oder Talgfettsäuren geeignet.
[0019] Weitere geeignete Aniontenside sind sulfierte Fettsäureglycerinester. Unter Fettsäureglycerinestern
sind die Mono-, Di- und Triester sowie deren Gemische zu verstehen, wie sie bei der
Herstellung durch Veresterung von einem Monoglycerin mit 1 bis 3 Mol Fettsäure oder
bei der Umesterung von Triglyceriden mit 0,3 bis 2 Mol Glycerin erhalten werden. Bevorzugte
sulfierte Fettsäureglycerinester sind dabei die Sulfierprodukte von gesättigten Fettsäuren
mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, beispielsweise der Capronsäure, Caprylsäure, Caprinsäure,
Myristinsäure, Laurinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure oder Behensäure.
[0020] Geeignete Tenside vom Sulfat-Typ sind die Schwefelsäuremonoester aus primären Alkoholen
natürlichen und synthetischen Ursprungs. Als Alk(en)ylsulfate werden die Alkali- und
insbesondere die Natriumsalze der Schwefelsäurehalbester der C
12-18-Fettalkohole beispielsweise aus Kokosfettalkohol, Talgfettalkohol, Lauryl-, Myristyl-,
Cetyl- oder Stearylalkohol oder der C
10-20-Oxoalkohole und diejenigen Halbester sekundärer Alkohole dieser Kettenlänge bevorzugt.
Weiterhin bevorzugt sind Alk(en)ylsulfate der genannten Kettenlänge, welche einen
synthetischen, auf petrochemischer Basis hergestellten geradkettigen Alkylrest enthalten,
die ein analoges Abbauverhalten besitzen wie die adäquaten Verbindungen auf der Basis
von fettchemischen Rohstoffen. Aus waschtechnischem Interesse sind C
16-18-Alk(en)ylsulfate insbesondere bevorzugt. Dabei kann es auch von besonderem Vorteil
und insbesondere für maschinelle Waschmittel von Vorteil sein, C
16-C
18-Alk(en)ylsulfate in Kombination mit niedriger schmelzenden Aniontensiden und insbesondere
mit solchen Aniontensiden, die einen niedrigeren Krafft-Punkt aufweisen und bei relativ
niedrigen Waschtemperaturen von beispielsweise Raumtemperatur bis 40 °C eine geringe
Kristallisationsneigung zeigen, einzusetzen. In einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung enthalten die Mittel daher Mischungen aus kurzkettigen und langkettigen
Fettalkylsulfaten, vorzugsweise C
12-18-Fettalkylsulfate bzw. Mischungen aus C
12-14-Fettalkylsulfaten oder C
12-18-Fettalkylsulfaten mit C
16-18-Fettalkylsulfaten und insbesondere C
12-16-Fettalkylsulfaten mit C
16-18-Fettalkylsulfaten. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden
jedoch nicht nur gesättigte Alkylsulfate, sondern auch ungesättigte Alkenylsulfate
mit einer Alkenylkettenlänge von vorzugsweise C
16 bis C
22 eingesetzt. Dabei sind insbesondere Mischungen aus gesättigten, überwiegend aus C
16 bestehenden sulfierten Fettalkoholen und ungesättigten, überwiegend aus C
18 bestehenden sulfierten Fettalkoholen bevorzugt, beispielsweise solche, die sich von
festen oder flüssigen Fettalkoholmischungen des Typs HD-Ocenol® (Handelsprodukt der
Firma Henkel) ableiten. Dabei sind Gewichtsverhältnisse von Alkylsulfaten zu Alkenylsulfaten
von 10:1 bis 1:2 und insbesondere von etwa 5:1 bis 1:1 bevorzugt. Weiterhin sind 2,3-Alkylsulfate,
die beispielsweise durch Anlagerung von Schwefelsäure an α-Olefine hersgestellt werden
können, geeignet.
[0021] Auch die Schwefelsäuremonoester der mit 1 bis 6 Mol Ethylenoxid ethoxylierten geradkettigen
oder verzweigten C
7-21-Alkohole, wie 2-Methyl-verzweigte C
9-11-Alkohole mit im Durchschnitt 3,5 Mol Ethylenoxid (EO) oder C
12-18-Fettalkohole mit 1 bis 4 EO, sind geeignet. Sie werden in Reinigungsmitteln aufgrund
ihres hohen Schaumverhaltens nur in relativ geringen Mengen, beispielsweise in Mengen
von 1 bis 5 Gew.-%, eingesetzt.
[0022] Weitere geeignete Aniontenside sind auch die Salze der Alkylsulfobernsteinsäure,
die auch als Sulfosuccinate oder als Sulfobernsteinsäureester bezeichnet werden und
die Monoester und/oder Diester der Sulfobernsteinsäure mit Alkoholen, vorzugsweise
Fettalkoholen und insbesondere ethoxylierten Fettalkoholen darstellen. Bevorzugte
Sulfosuccinate enthalten C
8-18-Fettalkoholreste oder Mischungen aus diesen. Insbesondere bevorzugte Sulfosuccinate
enthalten einen Fettalkoholrest, der sich von ethoxylierten Fettalkoholen ableitet,
die für sich betrachtet nichtionische Tenside darstellen (Beschreibung siehe unten).
Dabei sind wiederum Sulfosuccinate, deren Fettalkohol-Reste sich von ethoxylierten
Fettalkoholen mit eingeengter Homologenverteilung ableiten, besonders bevorzugt. Ebenso
ist es auch möglich, Alk(en)ylbernsteinsäure mit vorzugsweise 8 bis 18 Kohlenstoffatomen
in der Alk(en)ylkette oder deren Salze einzusetzen.
[0023] Als weitere anionische Tenside kommen insbesondere Seifen in Betracht. Geeignet sind
gesättigte Fettsäureseifen, wie die Salze der Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure,
Stearinsäure, hydrierte Erucasäure und Behensäure sowie insbesondere aus natürlichen
Fettsäuren, z.B. Kokos-, Palmkern- oder Talgfettsäuren, abgeleitete Seifengemische.
[0024] Die anionischen Tenside einschließlich der Seifen können in Form ihrer Natrium-,
Kalium- oder Ammoniumsalze sowie als lösliche Salze organischer Basen, wie Mono-,
Di- oder Triethanolamin, vorliegen. Vorzugsweise liegen die anionischen Tenside in
Form ihrer Natrium- oder Kaliumsalze, insbesondere in Form der Natriumsalze vor.
[0025] Als nichtionische Tenside werden vorzugsweise alkoxylierte, vorteilhafterweise ethoxylierte,
insbesondere primäre Alkohole mit vorzugsweise 8 bis 18 C-Atomen und durchschnittlich
1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) pro Mol Alkohol eingesetzt, in denen der Alkoholrest
linear oder bevorzugt in 2-Stellung methylverzweigt sein kann bzw. lineare und methylverzweigte
Reste im Gemisch enthalten kann, so wie sie üblicherweise in Oxoalkoholresten vorliegen.
Insbesondere sind jedoch Alkoholethoxylate mit linearen Resten aus Alkoholen nativen
Ursprungs mit 12 bis 18 C-Atomen, z.B. aus Kokos-, Palm-, Talgfett- oder Oleylalkohol,
und durchschnittlich 2 bis 8 EO pro Mol Alkohol bevorzugt. Zu den bevorzugten ethoxylierten
Alkoholen gehören beispielsweise C
12-14-Alkohole mit 3 EO oder 4 EO, C
9-11-Alkohol mit 7 EO, C
13-15-Alkohole mit 3 EO, 5 EO, 7 EO oder 8 EO, C
12-18-Alkohole mit 3 EO, 5 EO oder 7 EO und Mischungen aus diesen, wie Mischungen aus C
12-14-Alkohol mit 3 EO und C
12-18-Alkohol mit 5 EO. Die angegebenen Ethoxylierungsgrade stellen statistische Mittelwerte
dar, die für ein spezielles Produkt eine ganze oder eine gebrochene Zahl sein können.
Bevorzugte Alkoholethoxylate weisen eine eingeengte Homologenverteilung auf (narrow
range ethoxylates, NRE). Zusätzlich zu diesen nichtionischen Tensiden können auch
Fettalkohole mit mehr als 12 EO eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind Talgfettalkohol
mit 14 EO, 25 EO, 30 EO oder 40 EO.
[0026] Außerdem können als weitere nichtionische Tenside auch Alkylglykoside der allgemeinen
Formel RO(G)
X eingesetzt werden, in der R einen primären geradkettigen oder methylverzweigten,
insbesondere in 2-Stellung methylverzweigten aliphatischen Rest mit 8 bis 22, vorzugsweise
12 bis 18 C-Atomen bedeutet und G das Symbol ist, das für eine Glykoseeinheit mit
5 oder 6 C-Atomen, vorzugsweise für Glucose, steht. Der Oligomerisierungsgrad x, der
die Verteilung von Monoglykosiden und Oligoglykosiden angibt, ist eine beliebige Zahl
zwischen 1 und 10; vorzugsweise liegt x bei 1,2 bis 1,4.
[0027] Eine weitere Klasse bevorzugt eingesetzter nichtionischer Tenside, die entweder als
alleiniges nichtionisches Tensid oder in Kombination mit anderen nichtionischen Tensiden
eingesetzt werden, sind alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder ethoxylierte
und propoxylierte Fettsäurealkylester, vorzugsweise mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
in der Alkylkette, insbesondere Fettsäuremethylester, wie sie beispielsweise in der
japanischen Patentanmeldung JP 58/217598 beschrieben sind oder die vorzugsweise nach
dem in der internationalen Patentanmeldung WO-A-90/13533 beschriebenen Verfahren hergestellt
werden.
[0028] Auch nichtionische Tenside vom Typ der Aminoxide, beispielsweise N-Kokosalkyl-N,N-dimethylaminoxid
und N-Talgalkyl-N,N-dihydroxyethylaminoxid, und der Fettsäurealkanolamide können geeignet
sein. Die Menge dieser nichtionischen Tenside beträgt vorzugsweise nicht mehr als
die der ethoxylierten Fettalkohole, insbesondere nicht mehr als die Hälfte davon.
[0029] Weitere geeignete Tenside sind Polyhydroxyfettsäureamide der Formel (I),

in der RCO für einen aliphatischen Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, R
1 für Wasserstoff, einen Alkyl- oder Hydroxyalkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
und [Z] für einen linearen oder verzweigten Polyhydroxyalkylrest mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen
und 3 bis 10 Hydroxylgruppen steht. Bei den Polyhydroxyfettsäureamiden handelt es
sich um bekannte Stoffe, die üblicherweise durch reduktive Aminierung eines reduzierenden
Zuckers mit Ammoniak, einem Alkylamin oder einem Alkanolamin und nachfolgende Acylierung
mit einer Fettsäure, einem Fettsäurealkylester oder einem Fettsäurechlorid erhalten
werden können.
[0030] Zur Gruppe der Polyhydroxyfettsäureamide gehören auch Verbindungen der Formel (II),

in der R für einen linearen oder verzweigten Alkyl- oder Alkenylrest mit 7 bis 12
Kohlenstoffatomen, R
1 für einen linearen, verzweigten oder cyclischen Alkylrest oder einen Arylrest mit
2 bis 8 Kohlenstoffatomen und R
2 für einen linearen, verzweigten oder cyclischen Alkylrest oder einen Arylrest oder
einen Oxy-Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen steht, wobei C
1-4-Alkyl- oder Phenylreste bevorzugt sind und [Z] für einen linearen Polyhydroxyalkylrest
steht, dessen Alkylkette mit mindestens zwei Hydroxylgruppen substituiert ist, oder
alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder propoxylierte Derivate dieses Restes.
[0031] [Z] wird vorzugsweise durch reduktive Aminierung eines reduzierten Zuckers erhalten,
beispielsweise Glucose, Fructose, Maltose, Lactose, Galactose, Mannose oder Xylose.
Die N-Alkoxy- oder N-Aryloxy-substituierten Verbindungen können dann beispielweise
nach der Lehre der internationalen Aumeldung WO-A-95/07331 durch Umsetzung mit Fettsäuremethylestern
in Gegenwart eines Alkoxids als Katalysator in die gewünschten Polyhydroxyfettsäureamide
überführt werden.
[0032] Neben den erfindungsgemäß eingesetzten Silikaten können auch andere Builder- und
Co-buildersubstanzen in den Waschmittelzusammensetzungen eingesetzt werden. Hierzu
zählen insbesondere Zeolithe, Citrate und polymere Polycarboxylate.
[0033] Der eingesetzte feinkristalline, synthetische und gebundenes Wasser enthaltende Zeolith
ist vorzugsweise Zeolith A und/oder P. Als Zeolith P wird Zeolith MAP
(R) (Handelsprodukt der Firma Crosfield) besonders bevorzugt. Geeignet sind jedoch auch
Zeolith X sowie Mischungen aus A, X und/oder P. Der Zeolith kann als sprühgetrocknetes
Pulver oder auch als ungetrocknete, von ihrer Herstellung noch feuchte, stabilisierte
Suspension zum Einsatz kommen. Für den Fall, daß der Zeolith als Suspension eingesetzt
wird, kann diese geringe Zusätze an nichtionischen Tensiden als Stabilisatoren enthalten,
beispielsweise 1 bis 3 Gew.-%, bezogen auf Zeolith, an ethoxylierten C
12-C
18-Fettalkoholen mit 2 bis 5 Ethylenoxidgruppen, C
12-C
14-Fettalkoholen mit 4 bis 5 Ethylenoxidgruppen oder ethoxylierten Isotridecanolen.
Geeignete Zeolithe weisen eine mittlere Teilchengröße von weniger als 10 µm (Volumenverteilung;
Meßmethode: Coulter Counter) auf und enthalten vorzugsweise 18 bis 22 Gew.-%, insbesondere
20 bis 22 Gew.-% an gebundenem Wasser.
[0034] Selbstverständlich ist auch ein Einsatz der allgemein bekannten Phosphate als Buildersubstanzen
möglich, sofern ein derartiger Einsatz nicht aus ökologischen Gründen vermieden werden
sollte. Geeignet sind insbesondere die Natriumsalze der Orthophosphate, der Pyrophosphate
und insbesondere der Tripolyphosphate. Ihr Gehalt beträgt im allgemeinen nicht mehr
als 25 Gew.-%, vorzugsweise nicht mehr als 20 Gew.-%, jeweils bezogen auf das fertige
Mittel. In einigen Fällen hat es sich gezeigt, daß insbesondere Tripolyphosphate schon
in geringen Mengen bis maximal 10 Gew.-%, bezogen auf das fertige Mittel, in Kombination
mit anderen Buildersubstanzen zu einer synergistischen Verbesserung des Sekundärwaschvermögens
führen.
[0035] Brauchbare organische Gerüstsubstanzen sind beispielsweise die in Form ihrer Natriumsalze
einsetzbaren Polycarbonsäuren, wie Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure,
Weinsäure, Zuckersäuren, Aminocarbonsäuren, Nitrilotriessigsäure (NTA), sofern ein
derartiger Einsatz aus ökologischen Gründen nicht zu beanstanden ist, sowie Mischungen
aus diesen. Bevorzugte Salze sind die Salze der Polycarbonsäuren wie Citronensäure,
Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Weinsäure, Zuckersäuren und Mischungen aus
diesen.
[0036] Auch die Säuren an sich können eingesetzt werden. Die Säuren besitzen neben ihrer
Builderwirkung typischerweise auch die Eigenschaft einer Säuerungskomponente und dienen
somit auch zur Einstellung eines niedrigeren und milderen pH-Wertes von Wasch- oder
Reinigungsmitteln. Insbesondere sind hierbei Citronensäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure,
Adipinsäure, Gluconsäure und beliebige Mischungen aus diesen zu nennen. Weitere geeignete
organische Buildersubstanzen sind Dextrine, beispielsweise Oligomere bzw. Polymere
von Kohlenhydraten, die durch partielle Hydrolyse von Stärken erhalten werden können.
Die Hydrolyse kann nach üblichen, beispielsweise säure- oder enzyinkatalysierten Verfahren
durchgeführt werden. Vorzugsweise handelt es sich um Hydrolyseprodukte mit mittleren
Molmassen im Bereich von 400 bis 500000. Dabei ist ein Polysaceharid mit einem Dextrose-Äquivalent
(DE) im Bereich von 0,5 bis 40, insbesondere von 2 bis 30 bevorzugt, wobei DE ein
gebräuchliches Maß für die reduzierende Wirkung eines Polysaccharids im Vergleich
zu Dextrose, welche ein DE von 100 besitzt, ist. Brauchbar sind sowohl Maltodextrine
mit einem DE zwischen 3 und 20 und Trockenglucosesirupe mit einem DE zwischen 20 und
37 als auch sogenannte Gelbdextrine und Weißdextrine mit höheren Molmassen im Bereich
von 2000 bis 30000. Ein bevorzugtes Dextrin ist in der britischen Patentaumeldung
94 19 091 beschrieben. Bei den oxidierten Derivaten derartiger Dextrine handelt es
sich um deren Umsetzungsprodukte mit Oxidationsmitteln, welche in der Lage sind, mindestens
eine Alkoholfunktion des Saccharidrings zur Carbonsäurefunktion zu oxidieren. Derartige
oxidierte Dextrine und Verfahren ihrer Herstellung sind beispielsweise aus den europäischen
Patentanmeldungen EP-A-0 232 202, EP-A-0 427 349, EP-A-0 472 042 und EP-A-0 542 496
sowie den internationalen Patentanmeldungen WO-A-92/18542, WO-A-93/08251, WO-A-94/28030,
WO-A-95/07303, WO-A-95/12619 und WO-A-95/20608 bekannt. Ein an C
6 des Saccharidrings oxidiertes Produkt kann besonders vorteilhaft sein.
[0037] Weitere geeignete Cobuilder sind Oxydisuccinate und andere Derivate von Disuccinaten,
vorzugsweise Ethylendiamindisuccinat. Besonders bevorzugt sind in diesem Zusammenhang
auch Glycerindisuccinate und Glycerintrisuccinate, wie sie beispielsweise in den US-amerikanischen
Patentschriften US 4 524 009, US 4 639 325, in der europäischen Patentaumeldung EP-A-0
150 930 und der japanischen Patentaumeldung JP 93/339896 beschrieben werden. Geeignete
Einsatzmengen liegen in zeolithhaltigen und/oder silikathaltigen Formulierungen bei
3 bis 15 Gew.-%.
[0038] Weitere brauchbare organische Cobuilder sind beispielsweise acetylierte Hydroxycarbonsäuren
bzw. deren Salze, welche gegebenenfalls auch in Lactonform vorliegen können und welche
mindestens 4 Kohlenstoffatome und mindestens eine Hydroxygruppe sowie maximal zwei
Säuregruppen enthalten. Derartige Cobuilder werden beispielsweise in der internationalen
Patentanmeldung WO-A-95/20029 beschrieben.
[0039] Geeignete polymere Polycarboxylate sind beispielsweise die Natriumsalze der Polyacrylsäure
oder der Polymethacrylsäure, beispielsweise solche mit einer relativen Molekülmasse
von 800 bis 150000 (auf Säure bezogen). Geeignete copolymere Polycarboxylate sind
insbesondere solche der Acrylsäure mit Methacrylsäure und der Acrylsäure oder Methacrylsäure
mit Maleinsäure. Als besonders geeignet haben sich Copolymere der Acrylsäure mit Maleinsäure
erwiesen, die 50 bis 90 Gew.-% Acrylsäure und 50 bis 10 Gew.-% Maleinsäure enthalten.
Ihre relative Molekülmasse, bezogen auf freie Säuren, beträgt im allgemeinen 5000
bis 200000, vorzugsweise 10000 bis 120000 und insbesondere 50000 bis 100000.
[0040] Die (co-)polymeren Polycarboxylate können entweder als Pulver oder als wäßrige Lösung
eingesetzt werden, wobei 20 bis 55 Gew.-%ige wäßrige Lösungen bevorzugt sind.
[0041] Insbesondere bevorzugt sind auch biologisch abbaubare Polymere aus mehr als zwei
verschiedenen Monomereinheiten, beispielsweise solche, die gemäß der DE-A-43 00 772
als Monomere Salze der Acrylsäure und der Maleinsäure sowie Vinylalkohol bzw. Vinylalkohol-Derivate
oder gemäß der DE-C-42 21 381 als Monomere Salze der Acrylsäure und der 2-Alkylallylsulfonsäure
sowie Zucker-Derivate enthalten.
[0042] Weitere bevorzugte Copolymere sind solche, die in den deutschen Patentanmeldungen
DE-A-43 03 320 und DE-A-44 17 734 beschrieben werden und als Monomere vorzugsweise
Acrolein und Acrylsäure/Acrylsäuresalze bzw. Acrolein und Vinylacetat aufweisen.
[0043] Weitere geeignete Buildersubstanzen sind Oxidationsprodukte von carboxylgruppenhaltigen
Polyglucosanen und/oder deren wasserlöslichen Salzen, wie sie beispielsweise in der
internationalen Patentanmeldung WO-A-93/08251 beschrieben werden oder deren Herstellung
beispielsweise in der internationalen Patentanmeldung WO-A-93/16110 beschrieben wird.
Ebenfalls geeignet sind auch oxidierte Oligosaccharide gemäß der älteren deutschen
Patentanmeldung P 196 00 018.1.
[0044] Ebenso sind als weitere bevorzugte Buildersubstanzen polymere Aminodicarbonsäuren,
deren Salze oder deren Vorläufersubstanzen zu nennen. Besonders bevorzugt sind Polyasparaginsäuren
bzw. deren Salze und Derivate, von denen in der deutschen Patentanmeldung P 195 40
086.0 offenbart wird, daß sie neben Cobuilder-Eigenschaften auch eine bleichstabilisierende
Wirkung aufweisen.
[0045] Weitere geeignete Buildersubstanzen sind Polyacetale, welche durch Umsetzung von
Dialdehyden mit Polyolcarbonsäuren, welche 5 bis 7 C-Atome und mindestens 3 Hydroxylgruppen
aufweisen, beispielsweise wie in der europäischen Patentaumeldung EP-A-0 280 223 beschrieben,
erhalten werden können. Bevorzugte Polyacetale werden aus Dialdehyden wie Glyoxal,
Glutaraldehyd, Terephthalaldehyd sowie deren Gemischen und aus Polyolcarbonsäuren
wie Gluconsäure und/oder Glucoheptonsäure erhalten.
[0046] Die Gerüststoffsubstanzen werden dem erfindungsgemäßen Verfahren dabei vorzugsweise
über die im Mischer vorgelegte Feststoffmischung zugeführt. Hierbei ist es insbesondere
bevorzugt, daß die Feststoffmischung mehr als 15 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des
entstehenden Granulats, eines oder mehrerer Gerüststoffe enthält. Ein Gehalt der Feststoffmischung
von zusätzlich mehr als 1 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des entstehenden Granulats,
eines Polycarboxylats, ist besonders bevorzugt.
[0047] Zusätzlich können die Mittel auch Komponenten enthalten, welche die Öl- und Fettauswaschbarkeit
aus Textilien positiv beeinflussen. Dieser Effekt wird besonders deutlich, wenn ein
Textil verschmutzt wird, das bereits vorher mehrfach mit einem erfindungsgemäßen Waschmittel,
das diese öl- und fettlösende Komponente enthält, gewaschen wurde. Zu den bevorzugten
öl- und fettlösenden Komponenten zählen beispielsweise nicht-ionische Celluloseether
wie Methylcellulose und Methylhydroxy-propylcellulose mit einem Anteil an Methoxyl-Gruppen
von 15 bis 30 Gew.-% und an Hydroxypropoxyl-Gruppen von 1 bis 15 Gew.-%, jeweils bezogen
auf den nichtionischen Celluloseether, sowie die aus dem Stand der Technik bekannten
Polymere der Phthalsäure und/oder der Terephthalsäure bzw. von deren Derivaten, insbesondere
Polymere aus Ethylenterephthalaten und/oder Polyethylenglykolterephthalaten oder anionisch
und/oder nichtionisch modifizierten Derivaten von diesen. Besonders bevorzugt von
diesen sind die sulfonierten Derivate der Phthalsäure- und der Terephthalsäure-Polymere.
[0048] Nach der Lehre der internationalen Patentanmeldung WO-A-94/01222 können Alkalicarbonate
auch durch schwefelfreie, 2 bis 11 Kohlenstoffatome und gegebenenfalls eine weitere
Carboxyl- und/oder Aminogruppe aufweisende Aminosäuren und/oder durch deren Salze
ersetzt werden. Im Rahmen dieser Erfindung ist es dabei möglich, daß ein teilweiser
bis vollständiger Austausch der Alkalicarbonate durch Glycin bzw. Glycinat erfolgt.
[0049] Außer den genannten Inhaltsstoffen können die Mittel bekannte, in Waschmitteln üblicherweise
eingesetzte Zusatzstoffe, beispielsweise Schauminhibitoren, Salze der Citronensäure,
Salze von Polyphosphonsäuren, optische Aufheller, Enzyme, Enzymstabilisatoren, geringe
Mengen an neutralen Füllsalzen sowie Farb- und Duftstoffe, Trübungsmittel oder Perglanzmittel
enthalten. Diese Stoffe können sowohl über die im Mischer vorgelegte Feststoffmischung
als auch über die aniontensidhaltige Mischung in das Verfahren eingebracht werden.
Bevorzugt ist das Einbringen der Stoffe in das Verfahren über die im Mischer vorgelegte
Feststoffmischung.
[0050] Unter den als Bleichmittel dienenden, in Wasser H
2O
2 liefernden Verbindungen haben das Natriumperborattetrahydrat und das Natriumperboratmonohydrat
besondere Bedeutung. Weitere brauchbare Bleichmittel sind beispielsweise Natriumpercarbonat,
Peroxypyrophosphate, Citratperhydrate sowie H
2O
2 liefernde persaure Salze oder Persäuren, wie Perbenzoate, Peroxophthalate, Diperazelainsäure,
Phthaloiminopersäure oder Diperdodecandisäure. Der Gehalt der Mittel an Peroxy-Bleichmitteln
beträgt vorzugsweise 1 bis 40 Gew.-% und insbesondere 10 bis 20 Gew.-%, wobei vorteilhafterweise
Perboratmonohydrat oder Percarbonat eingesetzt wird.
[0051] Um beim Waschen bei Temperaturen von 60 °C und darunter eine verbesserte Bleichwirkung
zu erreichen, können Bleichaktivatoren in die Präparate eingearbeitet werden. Als
Bleichaktivatoren können Verbindungen, die unter Perhydrolysebedingungen aliphatische
Peroxocarbonsäuren mit vorzugsweise 1 bis 10 C-Atomen, insbesondere 2 bis 4 C-Atomen,
und/oder gegebenenfalls substituierte Perbenzoesäure ergeben, eingesetzt werden. Geeignet
sind Substanzen, die O- und/oder N-Acylgruppen der genannten C-Atomzahl und/oder gegebenenfalls
substituierte Benzoylgruppen tragen. Bevorzugt sind mehrfach acylierte Alkylendiamine,
insbesondere Tetraacetylethylendiamin (TAED), acylierte Triazinderivate, insbesondere
1,5-Diacetyl-2,4-dioxohexahydro-1,3,5-triazin (DADHT), acylierte Glykolurile, insbesondere
Tetraacetylglykoluril (TAGU), N-Acylimide, insbesondere N-Nonanoylsuccinimid (NOSI),
acylierte Phenolsulfonate, insbesondere n-Nonanoyl- oder Isononanoyloxybenzolsulfonat
(n- bzw. iso-NOBS), Carbonsäureanhydride, insbesondere Phthalsäureanhydrid, acylierte
mehrwertige Alkohole, insbesondere Triacetin, Ethylenglykoldiacetat, 2,5-Diacetoxy-2,5-dihydrofuran
und die aus den deutschen Patentanmeldungen DE 196 16 693 und DE 196 16 767 bekannten
Enolester sowie acetyliertes Sorbitol und Mannitol beziehungsweise deren in der europäischen
Patentanmeldung EP 0 525 239 beschriebene Mischungen (SORMAN), acylierte Zuckerderivate,
insbesondere Pentaacetylglukose (PAG), Pentaacetylfluktose, Tetraacetylxylose und
Octaacetyllactose sowie acetyliertes, gegebenenfalls N-alkyliertes Glucamin und Gluconolacton,
und/oder N-acylierte Lactame, beispielsweise N-Benzoylcaprolactam, die aus den internationalen
Patentanmeldungen WO 94/27970, WO 94/28102, WO 94/28103, WO 95/00626, WO 95/14759
und WO 95/17498 bekannt sind. Die aus der deutschen Patentanmeldung DE 196 16 769
bekannten hydrophil substituierten Acylacetale und die in der deutschen Patentanmeldung
DE 196 16 770 sowie der internationalen Patentanmeldung WO 95/14075 beschriebenen
Acyllactame werden ebenfalls bevorzugt eingesetzt. Auch die aus der deutschen Patentanmeldung
DE 44 43 177 bekannten Kombinationen konventioneller Bleichaktivatoren können eingesetzt
werden. Derartige Bleichaktivatoren sind im üblichen Mengenbereich, vorzugsweise in
Mengen von 1 Gew.-% bis 10 Gew.-%, insbesondere 2 Gew.-% bis 8 Gew.-%, bezogen auf
gesamtes Mittel, enthalten.
[0052] Zusätzlich zu den oben aufgeführten konventionellen Bleichaktivatoren oder an deren
Stelle können auch die aus den europäischen Patentschriften EP 0 446 982 und EP 0
453 003 bekannten Sulfonimine und/oder bleichverstärkende Übergangsmetallsalze beziehungsweise
Übergangsmetallkomplexe als sogenannte Bleichkatalysatoren enthalten sein. Zu den
in Frage kommenden Übergangsmetallverbindungen gehören insbesondere die aus der deutschen
Patentanmeldung DE 195 29 905 bekannten Mangan-, Eisen-, Cobalt-, Ruthenium- oder
Molybdän-Salenkomplexe und deren aus der deutschen Patentanmeldung DE 196 20 267 bekannte
N-Analogverbindungen, die aus der deutschen Patentanmeldung DE 195 36 082 bekannten
Mangan-, Eisen-, Cobalt-, Ruthenium- oder Molybdän-Carbonylkomplexe, die in der deutschen
Patentanmeldung DE 196 05 688 beschriebenen Mangan-, Eisen-, Cobalt-, Ruthenium-,
Molybdän-, Titan-, Vanadium- und Kupfer-Komplexe mit stickstoffhaltigen Tripod-Liganden,
die aus der deutschen Patentanmeldung DE 196 20 411 bekannten Cobalt-, Eisen-, Kupfer-
und Ruthenium-Amminkomplexe, die in der deutschen Patentanmeldung DE 44 16 438 beschriebenen
Mangan-, Kupfer- und Cobalt-Komplexe, die in der europäischen Patentanmeldung EP 0
272 030 beschriebenen Cobalt-Komplexe, die aus der europäischen Patentanmeldung EP
0 693 550 bekannten Mangan-Komplexe, die aus der europäischen Patentschrift EP 0 392
592 bekannten Mangan-, Eisen-, Cobalt- und Kupfer-Komplexe und/oder die in der europäischen
Patentschrift EP 0 443 651 oder den europäischen Patentanmeldungen EP 0 458 397, EP
0 458 398, EP 0 549 271, EP 0 549 272, EP 0 544 490 und EP 0 544 519 beschriebenen
Mangan-Komplexe. Kombinationen aus Bleichaktivatoren und Übergangsmetall-Bleichkatalysatoren
sind beispielsweise aus der deutschen Patentanmeldung DE 196 13 103 und der internationalen
Patentanmeldung WO 95/27775 bekannt. Bleichverstarkende Übergangsmetallkomplexe, insbesondere
mit den Zentralatomen Mn, Fe, Co, Cu, Mo, V, Ti und/oder Ru, werden in üblichen Mengen,
vorzugsweise in einer Menge bis zu 1 Gew.-%, insbesondere von 0,0025 Gew.-% bis 0,25
Gew.-% und besonders bevorzugt von 0,01 Gew.-% bis 0,1 Gew.-%, jeweils bezogen auf
gesamtes Mittel, eingesetzt.
[0053] Die in das Verfahren eingebrachten Bleichmittel können sowohl in den aniontensidhaltigen
Mischungen als auch in dem im Mischer vorgelegten Feststoffgemisch enthalten sein.
Das Einbringen über die Feststoffmischung ist hierbei besonders bevorzugt, wobei die
Feststoffmischung 1 bis 40 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des entstehenden Granulats,
an Peroxy-Bleichmittel enthält. Ein zusätzlicher Gehalt der Feststoffmischung von
mindestens 0,5 Gew.-%, wiederum bezogen auf das Gewicht des entstehenden Granulats,
eines Persäure-Bleichmittelvorläufers, ist hierbei besonders bevorzugt. Die eingesetzten
Bleichmittel können vorteilhafterweise mit einem Hüllmaterial beschichtet sein, wobei
sämtliche gängigen Hüllmaterialien und Beschichtungsverfahren angwendet werden können.
Ein Einsatz von Natriumpercarbonat als alleiniges Bleichmittel ist im erfindungsgemaßen
Verfahren bevorzugt.
[0054] Die wasch- und reinigungsaktiven Tensidgranulate, die durch das Verfahren hergestellt
werden, enthalten vorzugsweise mindestens 5 Gew.-% Tensid(e), 0,5 bis 30 Gew.-% eines
oder mehrerer, feinteiliger, mit 3 bis 30, vorzugsweise mit 5 bis 20 Gew.-% Tensid,
bezogen auf das Gewicht des Silikats, beaufschlagter Silikate sowie 1 bis 40 Gew.-%
Peroxy-Bleichmittel, wobei sich die Mengenangaben, sofern nicht anders angegeben,
auf das Mittel insgesamt beziehen. Das Schüttgewicht der Granulate liegt in bekannter
Weise in Abhängigkeit des eingesetzten Mischers und Granulators und der Betriebsbedingungen
des Mischers und Granulators im allgemeinen zwischen 600 und 1300 g/l, vorzugsweise
zwischen 700 und 1100 g/l, wobei Werte oberhalb von 750 g/l besonders bevorzugt sind.
Je nach Menge und Art der im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzten zusätzlichen
Wirk- und Hilfsstoffe ist das wasch- und reinigungsaktive Tensidgranulat bereits per
se als Wasch- und Reinigungsmittel verwendbar. Bevorzugt ist allerdings die Herstellung
eines Tensidgranulats nach dem erfindungsgemäßen Verfahren und die abschließende Konfektionierung
zu einem Wasch- oder Reinigungsmittel durch Abmischung mit weiteren Hilfs- und Wirkstoffen.
Hierbei ist die Herstellung von Wasch- und Reinigungsmitteln, die das nach dem erfindunggemäßen
Verfahren hergestellte wasch- und reinigungsaktive Tensidgranulat in Mengen von mehr
als 10 Gew.-%, bezogen auf das fertig konfektionierte Mittel, enthalten und Schüttgewichte
oberhalb von 750 g/l aufweisen, bevorzugt.
Beispiel
[0055] Durch Sprühtrocknung wurde ein feinteiliger Silikatträger aus 5 Gew.-% Natriumcarbonat,
76 Gew.-% Wasserglas und 19 Gew.-% Wasser hergestellt, der in einer Stiftmühle auf
die Teilchengrößenverteilung d
50=23 µm und d
90=48µm zerkleinert wurde. Dieser Träger wurde mit 10 Gew.-% seines Gewichts an Niotensid
(C
12-18-Alkohol mit 7 EO) beaufschlagt. In einen Lödige-Mischer wurden die übrigen anionischen
und nichtionischen Tenside, Builder und Zusatzstoffe gegeben und bei laufendem Mischwerk
das mit Niotensid beaufschlagte Silikat zugegeben. Auf diese Weise erhielt man das
erfindungsgemäße Mittel E1 der Zusammensetzung [Gew.-%] mit einem Schüttgewicht von
812 g/l
- Seife
- 0,72
- Na-Dodecylbenzolsulfonat
- 7,16
- C8-C18-FAS
- 11,04
- Talgalkohol 5 EO
- 0,17
- C12-C18-Alkohol 7 EO
- 3,15
- Natriumcarbonat
- 1,72
- Zeolith A
- 18,72
- Wasserglas
- 11,41
- Sokalan CP5®
- 4,12
- Tylose
- 0,24
- opt. Aufheller
- 0,18
- Phosphonat
- 0,49
- NaOH, 50%
- 0,18
- Natriumpercarbonat
- 18,40
- TAED
- 7,00
- Salze
- 1,55
- Enzym
- 1,56
- Parfüm
- 0,36
- Schauminhibitor
- 3,64
- Repelotex®
- 0,50
- Wasser
- Rest
Sokalan CP5® ist ein Acrylsäure-Maleinsäure-Copolymer der Firma BASF
Repelotex® ist ein Terephthalsäure-Ethylenglycol-Polyethylenglycolester der Firma Rhône-Poulenc.
[0056] Bei Einspültests in handelsüblichen Einspülrinnen und bei Löseversuchen im Handwaschtest
wies das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Mittel deutlich bessere
Ergebnisse auf als handelsübliche Universalwaschmittel ähnlicher Zusammensetzung,
welche amorphe Silikate nicht in der erfindungsgemäßen Form enthielten.
1. Verfahren zur Herstellung wasch- und reinigungsaktiver Tensidgranulate durch Granulierung
einer aniontensidhaltigen Mischung, die durch teilweise bis vollständige Neutralisation
eines oder mehrerer Aniontenside in ihrer Säureform mit einem basisch wirkenden, anorganischen
oder organischen Neutralisationsmedium in einem Mischer hergestellt wird, wobei in
dem Mischer ein Feststoff oder ein Feststoffmischung vorgelegt und die aniontensidhaltige
Mischung zu diesem Feststoff oder der Feststoffmischung zugegeben wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die im Mischer vorgelegte Feststoffmischung 0,5 bis 30 Gew.-% des Gewichts des
entstehenden Granulats an einem oder mehreren feinteiligen, mit 3 bis 30 Gew.-%, bezogen
auf das Gewicht des Silikats, beaufschlagten Silikaten enthält, die vor der Beaufschlagung
mit Tensid absolute Teilchengrößen unterhalb 100 µm aufweisen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Granulierung auf die Erreichung
von Schüttgewichten oberhalb 750 g/l eingestellt wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die eingesetzten
Silikatteilchen vor der Beaufschlagung mit Tensid einen d90-Wert unterhalb von 50 µm aufweisen und der d50-Wert unter 25 µm liegt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Silikat
ein amorphes Silikat eingsetzt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Silikat
ein Natriumsilikat verwendet wird, das ein molares Na2O:SiO2-Verhältnis von 1:2 bis 1:2,6 aufweist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Silikatteilchen
mit 5 bis 20, vorzugsweise 10 bis 12 Gew.-% Tensid, bezogen auf das Gewicht des Silikats,
beaufschlagt wurden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Silikatteilchen
mit 10 bis 12 Gew.-% eines Niotensides, bezogen auf das Gewicht des Silikats, beaufschlagt
wurden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Feststoffmischung
zusätzlich 1 bis 40 Gew.-% eines Peroxy-Bleichmittels, bezogen auf das Gewicht des
entstehenden Granulats, enthält.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich
mindestens 0,5 Gew.-% eines Persäure-Bleichmittelvorläufers, bezogen auf das Gewicht
des entstehenden Granulats, in der Feststoffmischung enthalten sind.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß als alleiniges
Bleichmittel Natriumpercarbonat eingesetzt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die im Mischer
vorgelegte Feststoffmischung mehr als 15 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des entstehenden
Granulats, eines Gerüststoffs enthält.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die im Mischer
vorgelegte Feststoffmischung zusätzlich mehr als 1 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht
des entstehenden Granulats, eines Polycarboxylats enthält.
13. Wasch- und reinigungsaktives Tensidgranulat, erhalten nach einem der Ansprüche 1 bis
12, dadurch gekennzeichnet, daß es ein Schüttgewicht oberhalb von 750 g/l aufweist.
14. Wasch- und reinigungsaktives Tensidgranulat nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß es mindestens 5 Gew.-% Tensid(e), 0,5 bis 30 Gew.-% eines oder mehrerer, feinteiliger,
mit 3 bis 30, vorzugsweise mit 5 bis 20 Gew.-% Tensid, bezogen auf das Gewicht des
Silikats, beaufschlagter Silikate sowie 1 bis 40 Gew.-% Peroxy-Bleichmittel enthält,
wobei sich die Mengenangaben, sofern nicht anders angegeben, auf das Mittel insgesamt
beziehen.
15. Aniontensidhaltiges Wasch- und Reinigungsmittel, enthaltend mehr als 10 Gew.-% eines
wasch- und reinigungsaktiven Tensidgranulats nach Anspruch 13.
16. Aniontensidhaltiges Wasch- und Reinigungsmittel gemäß Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
daß das das Schüttgewicht mehr als 750 g/l beträgt.