(19)
(11) EP 0 853 691 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
08.08.2001  Patentblatt  2001/32

(21) Anmeldenummer: 96945470.1

(22) Anmeldetag:  26.09.1996
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7D01G 9/06
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/DE9601/856
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 9713/014 (10.04.1997 Gazette  1997/16)

(54)

VORRICHTUNG ZUM ÖFFNEN VON FLOCKENFÖRMIGEM FASERGUT

OPENER FOR FLAKY FIBROUS MATERIALS

OUVREUSE DE MATIERES FIBREUSES EN FLOCONS


(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE DE FR GB IT

(30) Priorität: 04.10.1995 DE 19536883

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
22.07.1998  Patentblatt  1998/30

(73) Patentinhaber: STUMMER, Josef
D-55595 Roxheim/Bad Kreuznach (DE)

(72) Erfinder:
  • STUMMER, Josef
    D-55595 Roxheim/Bad Kreuznach (DE)

(74) Vertreter: Becker, Bernd, Dipl.-Ing. 
Patentanwälte BECKER & AUE Saarlandstrasse 66
55411 Bingen
55411 Bingen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A-93/19232
DE-U- 9 104 369
DE-C- 100 033
GB-A- 278 471
   
  • PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 12, no. 148 (C-493), 7.Mai 1988 & JP 62 263329 A (OHARA TEKKOSHO:KK), 16.November 1987,
  • DATABASE WPI Section Ch, Week 9315 Derwent Publications Ltd., London, GB; Class F01, AN 93-124778 XP002028120 & SU 1 730 225 A (TASHK TEXTILE LIGHT ENG IND INST) , 30.April 1992
   
Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Öffnen von flockenförmigem Fasergut, die über einen Zuleitungs-Anschlußstutzen, der mit einem unter Saugdruck stehenden, mit Faserflocken beladenen Transportluftstrom beaufschlagbar ist, und über einen Ableitungs-Anschlußstutzen in eine pneumatische Förderstraße für die Bearbeitung des Fasergutes eingebaut ist, mit einer angetriebenen, mit Stiften bestückten Öffnerscheibe, der eine feststehende Gegenöffnerscheibe zugeordnet ist, die in Richtung der Stifte der Öffnerscheibe mit reihenförmig radial nach außen verlaufenden Stiften bestückt ist.

[0002] Derartige Vorrichtungen sind in den verschiedensten Ausführungsformen bekannt. So ist beispielsweise aus der DE 33 33 750 A1 eine Vorrichtung zum Öffnen und Reinigen von Fasergut mit zwei gegenüberliegenden Walzen bekannt, die oberhalb von Gitterstäben, Rosten oder dergleichen und unterhalb einer geschlossenen Abdeckhaube in einer horizontalen Ebene parallel gelagert und mit Stiften oder dergleichen versehen sind, wobei die Ein- und Austrittsöffnungen so angeordnet sind, daß das Fasergut in einer parallel zu den Walzen liegenden Richtung mittels eines Luftstromes zu und abgeführt wird. Solche mit Stiftwalzen arbeitenden Vorrichtungen benötigen eine große Standfläche, haben bei geringem Durchsatz, einen schlechten Öffnungsgrad und unterliegen einem hohen Verschleiß. Zudem besteht die Gefahr der Wickelbildung auf den Walzen mit anschließendem Blockieren derselben.

[0003] Weiterhin zeigt die GB-A-996 604 eine Faser-Öffnungs- und Reinigungs-Maschine mit einer in ein Gehäuse eingebauten, angetriebenen Öffnerscheib, der unter Bildung eines Zwischenraumes eine stationäre Gegenöffnerscheibe gegenüberliegt. Auf der Antriebswelle der Öffnerscheibe sitzt ein Gebläserad, das der zentralen Öffnung in der Gegenöffnerscheibe gegenüberliegt. Die Öffnung der Gegenöffnerscheibe ist über ein von oben in das Gehäuse einmündendes konusförmiges Rohrstück mit einer Materialzufuhrleitung verbunden. Die Öffnerscheibe und die Gegenöffnerscheibe sind an ihrer Peripherie von feststehenden Gitterstäben umgeben, durch die hindurch einerseits in horizontaler Richtung Staub in eine innerhalb des Gehäuses liegende Ringkammer und andererseits in vertikaler Richtung geöffnetes Fasermaterial in eine an der Oberseite des Gehäuses angebrachte und mit einer Saugleitung verbundene Abzugshaube gelangt.

[0004] Des weiteren offenbart die GB-A-478 760 einen Crighton-Öffner mit einem auf einem Geschoßboden aufgestellten, umgekehrt U-förmigen Gehäuse, das in seinem Innern im unteren Bereich einen sich auf dem Boden abstützenden Schacht aufnimmt, an dem seitlich ein Zuleitungs-Anschlußstutzen angeschlossen ist. Der Schacht trägt auf seiner Oberseite einen sich von dieser aus kegelstumpfförmig erweiternden Korb aus einzelnen Gitterstäben. Oberhalb des Korbes befindet sich eine mit einem Ableitungs-Anschlußstutzen in Verbindung stehende, angetriebene Öffnereinrichtung, die als Kreuzrad ausgebildet ist und als Schläger wirkt, um Fremdstoffe in Richtung des Bodens nach unten zu treiben. Dem Korb sind seitlich innerhalb einer Kammer zwischen dem Korb und dem Gehäuse Absaugdüsen zugeordnet, über die leichtere Fremdstoffe kontinuierlich abgesaugt werden.

[0005] Darüber hinaus ist aus der EP 0 572 495 Bl eine den nächstliegenden Stand der Technik bildende Vorrichtung bekannt, die ein Gehäuse mit eingebauter Öffnerscheibe umfaßt und über einen Zuleitungs-Anschlußstutzen und einen Ableitungs-Anschlußstutzen in eine pneumatische Förderstraße für die Bearbeitung des Fasergutes eingebaut ist. Der unten in das Gehäuse einmündende Zuleitungs-Anschlußstutzen geht in einen oben offenen Hohlzylinder über, der sich in das mit dem Ableitungs-Anschlußstutzen verbundene, zylindrische Gehäuse unter Bildung einer Ringkammer erstreckt. In einem bestimmten parallelen Abstand zu der freien Stirnseite des Hohlzylinders ist eine diesen abdeckende, angetriebene Öffnerscheibe, die in Richtung des Hohlzylinders mit spitzen Stiften bestückt ist, angeordnet. In die Stirnseite des Hohlzylinders ist eine feststehende, kreissegmentförmige Gegenöffnerscheibe eingesetzt, die in Richtung der Öffnerscheibe mit spitzen Stiften bestückt ist. Diese Stifte der Gegenöffnerscheibe können in Drehrichtung der Öffnerscheibe geneigt angebracht sein. Der Öffnungsgrad des flockenförmigen Fasergutes ist dadurch zwar erheblich verbessert worden, jedoch besteht durch die starre Anordnung der Stifte sowohl auf der rotierenden Öffnerscheibe als auch auf der starren Gegenöffnerscheibe dennoch die Gefahr der Verhängung der Stifte mit Faserflocken und der Wikkelbildung an den Stiften, die im Extremfall die Stiftreihen zusetzen und das Öffnen des nachfolgenden flockenförmigen Fasergutes beeinträchtigen oder sogar verhindern. Dann muß die Maschine angehalten und die Stiftreihen von den Faserwickeln befreit werden.

[0006] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die den Wirkungsgrad bekannter Maschinen weiter verbessert und das Auftreten von Faserverhängungen im Öffnerbereich in jedem Fall verhindert.

[0007] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß mindestens eine Reihe der Stifte der Gegenöffnerscheibe über einen Antrieb in der Drehrichtung und entgegen der Drehrichtung der Öffnerscheibe ständig hin und her neigungsverstellbar ist.

[0008] Die mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung erzielten wesentlichen Vorteile bestehen in einem hervorragenden Öffnungsgrad und einer hohen Leistung. Der in den Zuleitungs-Anschlußstutzen eintretende Faserluftstrom tritt nach dem Passieren des Hohlzylinders aus dessen offener Stirnseite aus und wird dann von der mit relativ hoher Drehzahl laufenden Öffnerscheibe erfaßt, wobei das flockenförmige Fasergut durch die Stifte dar Öffnerscheibe geöffnet und aufgrund der Zentrifugalkraft gemeinsam mit der Luft durch den peripheren Austrittsschlitz zwischen Öffnerscheibe und Hohlzylinder in die Ringkammer übergeleitet wird, von der aus dann der Faser-Luftstrom über den Ableitungsstutzen abgesaugt wird. Die erfindungsgemäß ausgebildete kreissegmentförmige Gegenöffnerscheibe bewirkt gewissermaßen ein Kämmen des flockenförmigen Fasergutes, ohne daß sich die Fasern an den Stiften festsetzen können. Diese werden durch die permanente Neigungsverstellung der hin und her schwenkbaren Stifte immer wieder abgestreift, so daß eine Wickelbildung des Fasergutes an der Öffnerscheibe zuverlässig verhindert wird. Dadurch erreichen solche Faseröffnungsmaschinen einen bisher nicht erzielten hohen Wirkungsgrad und sind dementsprechend leistungsfähiger.

[0009] Damit die Effizienz der rotierenden Öffnerscheibe erhöht wird, ist nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß die Gegenöffnerscheibe kreissegmentförmig ausgebildet und die erste Reihe der Stifte in Drehrichtung der Öffnerscheibe hinter dem kreissegmentförmigen Ausschnitt in der Gegenöffnerscheibe angeordnet ist, wobei die Reihe der Stifte quer zur Drehrichtung der Öffnerscheibe verläuft.

[0010] In weiterer Ausbildung der Erfindung verlaufen mehrere der Reihen von Stiften vom Mittelpunkt der Gegenöffnerscheibe radial nach außen und bilden eine ballistische Kurve, bei der sich die Anzahl der Stifte in den Reihen in Drehrichtung der Öffnerscheibe verringert. Dadurch werden Bauteile eingespart, da in Drehrichtung der Öffnerscheibe der Leistungbedarf zur Öffnung des flockenförmigen Fasergutes durch die Zetrifugalkraft abnimmt, die durch den Faser-Luftstrom erzeugt wird, jedoch am Außenumfang der Gegenöffnerscheibe größer ist als im mittleren Bereich der Gegenöffnerscheibe.

[0011] Weiterhin kann der Wirkungsgrad des Öffnungsvorganges des flockenförmigen Fasergutes noch dadurch erhöht werden, daß zwei parallel nebeneinander verlaufende Reihen von Stiften ständig gegenläufig zueinander oder gleichläufig hin und her neigungsverstellbar auf der Gegenöffnerscheibe angeordnet sind. Dadurch wird gewissermaßen die Öffnungswirkung auf das Fasergut nahezu verdoppelt, da dieses die hin und her neigungsverstellbaren Reihen von Stiften zweimal passiert. Um die Neigungsverstellbarkeit zu erreichen, sind die hin und her bewegbaren Stifte in einer drehbaren Welle befestigt.

[0012] Darüber hinaus kann vorgesehen werden, daß zwischen benachbarten, parallel nebeneinander verlaufenden, ständig hin und her neigungsverstellbaren Reihen von Stiften jeweils zumindest eine Reihe von feststehenden Stiften angeordnet ist. Dies kann sich dann anbieten, wenn zwischen den beiden schwenkbaren Reihen genügend Platz für eine Reihe starr befestigter Stifte auf der Gegenöffnerscheibe vorhanden ist. Gegebenefalls können die Stifte der feststehenden Reihe von Stiften der Gegenöffnerscheibe in Drehrichtung der Öffnerscheibe geneigt angebracht sein, um die Wirkung des Öffnens des flockenförmigen Fasergutes zu unterstützen.

[0013] Zur Erzielung einer optimalen Saugwirkung im Transportstrom des Fasergutes ist der kreissegmentförmige Ausschnitt der Gegenöffnerscheibe durch einen Umfangswinkel α von etwa 120° definiert.

[0014] Zur Verbesserung des Öffnungseffektes ist nach einer vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes die Gegenöffnerscheibe nur in einem Winkelbereich β von etwa 120° mit Stiften versehen. Dabei sind zweckmäßigerweise die spitzen Stifte, wie vorstehend erläutert, in ballistischem Kurvenverlauf auf der Gegenöffnerscheibe angeordnet.

[0015] Damit eine leichte Montagemöglichkeit für die Reihen von Stiften erzielt werden kann, sind zumindest jede der Reihen hin und her neigungsverstellbarer Stifte in einem Einsatz befestigt, der in einem entsprechenden Ausschnitt in der Gegenöffnerscheibe einsetzbar ist. Bei dieser Ausführungsform kann ermöglicht werden, daß der Einsatz in Richtung der Öffnerscheibe mit einer Lippendichtung versehen ist, die die mit den Stiften bestückte Welle gegen den Austritt des Fasergutes zwischen der Öffnerscheibe und der Gegenöffnerscheibe abdichtet. Dadurch werden die mit den Stiften versehenen Wellen nicht durch feine Fasern zugesetzt. Zweckmäßigerweise sind natürlich die in den Austritt des Fasergutes ragenden Stifte spitz ausgebildet.

[0016] In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung sind vorteilhafterweise die hin und her neigungsverstellbaren Reihen von Stiften übern einen motorgetriebenen Kurbeltrieb betätigbar. Hierzu ist der Kurbeltrieb mit einem Exzenter versehen, der die Antriebsbewegung auf die jeweilige Kurbelstange des Kurbeltriebes überträgt. Der Motor für den Kurbeltrieb kann dabei ein Elektromotor, ein Pneumatikmotor oder ein Hydraulikmotor sein.

[0017] Die der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe wird erfindungsgemäß alternativ dadurch gelöst, daß mindestens eine Reihe der Stifte der Gegenöffnerscheibe in der Drehrichtung und entgegen der Drehrichtung der Öffnerscheibe neigungsverstellbar gelagert ist, wobei auf die Stifte in der Drehrichtung der Öffnerscheibe eine Federbeaufschlagung einwirkt. Durch diese Maßnahme wird eine Selbstreinigung der Stifte erreicht. Wenn nämlich die Stifte zu stark mit Fasergut verwickelt sind, dann bewegen sich die Stifte entgegen ihrer Federbeaufschlagung und nehmen eine entgegen der Drehrichtung der Öffnerscheibe geneigte Stellung ein, wodurch die Stifte von dem Fasergut befreit werden. Zweckmäßigerweise ist jeder neigungsverstellbaren Reihe von Stiften eine Zugfeder oder eine Druckfeder zugeordnet. Bevorzugt ist die Zugfeder bzw. die Druckfeder eine Stahlfeder oder eine Gummifeder.

[0018] Die der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe wird weiterhin erfindungsgemäß alterantiv dadurch gelöst, daß mindestens ein Stift der Gegenöffnerscheibe in der Drehrichtung der Öffnerscheibe geneigt federbelastet gehalten ist. Durch diese Maßnahme verschwenkt sich der mit zuviel Fasergut umwickelte Stift entgegen seiner Federbeaufschlagung, wodurch der Stift beim Trieb der Vorrichtung von dem mit ihm verwickelten Fasergut befreit wird. Es erfolgt also praktisch eine Selbstreinigung des Stiftes. Bevorzugt ist bei mindestens einer Reihe der Stifte der Gegenöffnerscheibe jeder Stift durch das vordere freie Ende einer Spiralfeder gebildet, wobei jeder Stift in der Drehrichtung und entgegen der Drehrichtung der Öffnerscheibe neigungsverstellbar und federbelastet geneigt in der Drehrichtung der Öffnerscheibe gehalten ist.

[0019] Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke wird in der nachfolgenden Beschreibung anhand von Ausführungsbeispielen, die in den Zeichnungen dargestellt sind, näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1:
einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung;
Fig. 2:
eine vergrößerte Ansicht der Einzelheit "X" nach Fig.1;
Fig. 3:
eine Draufsicht auf die Gegenöffnerscheibe der Vorrichtung entlang der Linie I-I nach Fig. 1;
Fig. 4:
eine vergrößerte Schnittansicht der Einzelheit "Y" nach Fig. 2;
Fig. 5:
eine Ansicht in Richtung des Pfeiles "Z" nach Fig. 4;
Fig. 6:
eine Teilschnittansicht entlang der Linie II-II nach Fig. 3;
Fig. 7:
eine Draufsicht auf die Gegenöffnerscheibe nach Fig. 3 im unmontierten Zustand;
Fig. 8:
eine Schnittansicht entlang der Linie III-III nach Fig. 7;
Fig. 9:
eine Teil-Seitenansicht der Gegenöffnerscheibe einer alternativen erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Fig. 10:
eine Teilschnittansicht entlang der Linie II-II nach Fig. 3 zur Darstellung nach Fig. 9;
Fig. 11:
eine alternative Ausführungsform der Darstellung nach Fig. 9;
Fig. 12:
eine Teilschnittansicht entlang der Linie II-II nach Fig. 3 zur Darstellung nach Fig. 11; und
Fig. 13:
eine Teil-Seitenansicht der Gegenöffnerscheibe einer weiteren alternativen Vorrichtung nach der Erfindung.


[0020] Die Vorrichtung 1 umfaßt ein zylindrisches Gehäuse 2, dessen unterer Bereich konisch zulaufend zum Boden 3 des Gehäuses 2 hin ausgebildet ist. An der Außenseite des Bodens 3 des Gehäuses 2 befindet sich zentrisch ein Ringflansch 4, der gleitbeweglich einen sich in das Gehäuse 2 erstreckenden Zuleitungs-Anschlußstutzen 5 aufnimmt. In seiner veränderlichen Position innerhalb des Ringflansches 4 ist der Zuleitungs-Anschlußstutzen 5 durch einen mit ihm gekoppelten Zahnstangentrieb 6 festgelegt. Durch den Zuleitungs-Anschlußstutzen 5 strömt ein unter Saugdruck stehender, mit Faserflocken beladener Transportluftstrom von einer Faserflocken liefernden Maschine in Richtung des Pfeiles A in die Vorrichtung 1.

[0021] Innerhalb des Gehäuses 2 ist der Zuleitungs-Anschlußstutzen 5 an einen Hohlzylinder 7 angeschlossen, wobei der untere Bereich des Hohlzylinders 7 von dem Zuleitungs-Anschlußstutzen 5 aus sich kegelstumpfförmig erweiternd ausgeführt ist. Die parallel zueinander verlaufenden Wände des Hohlzylinders 7 und des Gehäuses 2 bilden zwischen sich eine Ringkammer 8, von der im unteren Bereich ein Ableitungs-Anschlußstutzen 9 abgeht. Des weiteren mündet in den unteren Bereich der Ringkammer 8 ein dem Ableitungs-Anschlußstutzen 9 gegenüberliegender, nicht dargestellter Frischluft-Zufuhrstutzen ein. Damit kann Frischluft in die Ringkammer 8 einströmen, die Faserablagerungen vermeidet. An den Ableitungs-Anschlußstutzen 9 ist eine nicht dargestellte Saugzugleitung eines Ventilators angeschlossen, der den Faserluftstrom in Richtung des Pfeiles B absaugt.

[0022] Das Gehäuse 2 weist an seinem oberen Ende außenseitig einen umlaufenden Ringflansch 10 auf, der über gleichmäßig über den Umfang verteilte Schrauben 11 mit einer Abdeckringscheibe 12 verbunden ist. Die Öffnung 15 der Abdeckringscheibe 12 ist durch einen auf derselben aufliegenden Deckel 13 verschlossen. Gleichmäßig über den Umfang verteilte Schraubverbindungen 14 sichern den Deckel 13 in seiner Lage. Zentrisch durch den Deckel 13 erstreckt sich eine Antriebswelle 15 für eine innerhalb des Gehäuses 2 liegende Öffnerscheibe 16.

[0023] Die Antriebswelle 15 stützt sich in einem Lager 17 ab, das in einem auf der Außenseite des Deckels 13 befestigten Lagerbock 18 mit zugehörigem Lagerdeckel 19 untergebracht ist. Das über den Lagerdeckel 19 des Lagerbockes 19 vorstehende Ende der Antriebswelle 15 trägt drehfest ein Antriebsrad 20, das über ein Getriebe an einen Antriebsmotor anschließbar ist. Das in das Gehäuse 2 hineinragende Ende der Antriebswelle 15 trägt drehfest einen Halteflansch 21 für die Öffnerscheibe 16. Der auf der Antriebswelle 15 festgelegte Halteflansch 21 ist mittels Schraubverbindungen 22 mit der Öffnerscheibe 16 verbunden.

[0024] Die im Durchmesser geringfügig größer als der Durchmesser des Hohlzylinders 7 ausgeführte Öffnerscheibe 16 ist an ihrer zu dem Hohlzylinder 7 hin gewandten Seite mit spitzen Stiften 23 bestückt, die schräg nach außen verlaufen. Ein an der Innenseite des Deckels 13 befestigter Ringflansch 24 umgibt die Öffnerscheibe 16 konzentrisch.

[0025] Der koaxial zu der Öffnerscheibe 16 angeordnete Hohlzylinder 7 endet mit seiner freien Stirnseite in einem bestimmten, parallelen Abstand zu der Öffnerscheibe 16, wobei dieser Abstand mit Hilfe des Zahnstangentriebes 6 in Abhängigkeit von der Art des Faserluftstromes zur Erzielung eines optimalen Öffnungsgrades des Fasergutes variiert werden kann. Der Öffnerscheibe 16 liegt eine in die Stirnseite des Hohlzylinders 7 eingesetzte, kreissegmentförmige Gegenöffnerscheibe 25 gegenüber, die gemäß Fig. 7 zumindest in einem Winkelbereich β von etwa 120° mit spitzen Stiften 26 versehen ist. Die Gegenöffnerscheibe 25 besitzt weiterhin einen kreissegmentförmigen Ausschnitt 27, der durch einen Umfangswinkel α von etwa 120° definiert ist. Somit verschließt die Gegenöffnerscheibe 25 mehr als die Hälfte der Stirnseite des Hohlzylinders 7. Die sich dadurch ergebende verkleinerte Austrittsöffnung 28 des Hohlzylinders 7 führt den Faser-Luftstrom in komprimierter Form zu der Öffnerscheibe 16, die im Zusammenwirken mit der Gegenöffnerscheibe 25 das Fasergut öffnet. Die Gegenöffnerscheibe 25 ist mittels eines Flansches 29 an der Wand des Hohlzylinders 7 starr angebracht.

[0026] Die kreissegmentförmige Gegenöffnerscheibe 25 gemäß Fig. 3 ist mit zwei parallel zueinander und parallel zum Durchmesser der Gegenöffnerscheibe 25 verlaufenden Wellen 30 und 31 versehen, die mit den spitzen Stiften 26 bestückt sind. Diese Wellen 30 und 31 sind jeweils in Lagern 32 gelagert, die ihrerseits in Einsätzen 33 befestigt sind, wie insbesondere aus Fig. 6 zu ersehen ist. Diese Einsätze 33 sind in Ausschnitte 34 der Gegenöffnerscheibe 25 eingesetzt. Durch die Lager 32 sind die die Stifte 26 tragenden Wellen 30 und 31 schwenkbeweglich auf der Gegenöffnerscheibe 25 angebracht. Zwischen den die Reihen von Stiften 26 tragenden Wellen 30 und 31 ist eine dazu parallel verlaufende Reihe von Stiften 26 angeordnet, wobei diese Stifte 26 feststehend in die Gegenöffnerscheibe 25 eingebracht sind.

[0027] Gemäß Fig. 7 weist die mit an ihrem Außenumfang verteilt angeordneten Befestigungslöchern 35 versehene Gegenöffnerscheibe 25 weitere Reihen von Stiften 26 auf, die im wesentlichen radial zum Außenumfang der Gegenöffnerscheibe 25 verlaufen. Ebenfalls aus dieser Figur sind die Befestigungslöcher 36 für den jeweiligen Einsatz 33 der Wellen 30 und 31 ersichtlich. Der kreissegmentförmige Ausschnitt 27 in der Gegenöffnerscheibe 25 besitzt weiterhin eine Führungsfläche 37 zum Ableiten des Fasergutes zu den Reihen von Stiften 26. Die Laufrichtung des flockenförmigen Fasergutes verläuft in Drehrichtung der Öffnerscheibe 16 und ist durch den Pfeil C dargestellt.

[0028] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 1 bis 8 werden die mit den Reihen von Stiften 26 versehenen Wellen 30 und 31 durch einen von einem Antriebsmotor 38 angetriebenen Kurbeltrieb 39 in Schwenkbewegung versetzt. Der nachfolgend detaillierter beschriebene Kurbeltrieb 39 ist in Fig. 4 dargestellt.

[0029] Der Antriebsmotor 38 ist mit einem Winkelflansch 40 auf geeignete Weise am Hohlzylinder 7 befestigt. Die Motorwelle 41 ist mittels einer Nut-Paßfeder-Verbindung 42 mit einer Exzenterscheibe 43 verbunden. Die Exzenterscheibe 43 ist in einem Lager 44 drehbar gehaltert und ist von einem Abdeckflansch 45 umgeben. Von der Exzenterscheibe 43 ragt ein Exzenterzapfen 46 hervor, auf dem über entsprechende Lageraugen 47, die mittels einer Spannschraube 48 auf dem Exzenterzapfen 46 befestigt sind, zwei Kurbelstangen 49 und 50 angebracht sind. Gemäß Fig. 3 dient die Kurbelstange 49 zum Bewegen der hinteren mit Stiften versehenen Welle 31 und die Kurbelstange 50 dient zum Bewegen der vorderen mit Stiften versehenen Welle 30 in der Gegenöffnerscheibe 25. Mit ihren oberen Enden sind die Kurbelstangen 49 und 50 jeweils mit den Wellenzapfen 51 und 52 der Wellen 30 und 31 verbunden und zwar unter Zwischenschaltung von Laschen 53, die mittels weiterer Spannschrauben 48 befestigt sind. Durch eine Stellverschraubung 54 kann die Länge der Kolbenstangen 49 und 50 den jeweiligen Umständen angepaßt werden.

[0030] Durch die Doppelpfeile D in Fig. 5 ist die Bewegungsrichtung der Reihen von Stiften 26 angedeutet, die durch den Kurbeltrieb 39 ständig hin und her neigungsverstellbar sind. Die Reihen von Stiften 26 bewegen sich gegenläufig zueinander hin oder voneinander weg. Durch diese Pendelbewegung kann das flockenförmige Fasergut nicht an den Stiften 26 hängenbleiben und Wickel bilden, da diese durch die unterschiedlichen Stellungen der Stifte 26 während ihrer Neigungsverstellung durch nachfolgendes Fasergut und den umgebenden Luftstrom abgestreift werden. Diese gegenläufige Bewegung der beiden Reihen von Stiften 26 ist besonders deutlich in Fig. 6 zu sehen. Diese Figur zeigt auch eine am Einsatz 33 angebrachte Lippendichtung 55, die die jeweils zugehörige Welle 30 bzw. 31 der Reihe von Stiften 26 gegenüber dem Raum zwischen Öffnerscheibe 16 und Gegenöffnerscheibe 25 abdichtet.

[0031] Bei der in den Fig. 9 und 10 gezeigten Ausführung der Vorrichtung 1 unterliegen die mit Stiften 26 versehenen Wellen 30 und 31 jeweils einer Federbeaufschlagung 56 und zwar derart, daß die Stifte 26 in der Drehrichtung der Öffnerscheibe 16 geneigt positioniert sind. Für die Welle 30 ist eine Zugfeder 57 vorgesehen, die gestellfest an einem Punkt G angeordnet ist, während für die Welle 31 eine an einem gestellfesten Punkt G befestigte Druckfeder 58 vorgesehen ist. Durch die auf die Stifte 26 in Richtung des Pfeiles C strömenden Fasern des flockenförmigen Fasergutes werden die Federn 57 und 58 entgegen ihrer Federkraft gedrückt, wobei die Stifte 26 der jeweiligen Welle 30 bzw. 31 mitbewegt werden. Überschreiten die Stifte 26 der jeweiligen Welle 30 bzw. 31 ihren Scheitelpunkt, so werden die daran festhängenden Fasern abgestriffen und die Stifte 26 kehren durch die jeweilige Kraft ihrer zugehörigen Federn 57 bzw. 58 in ihre Ausgangsstellung zurück. Somit erfolgt eine Pendelbewegung in Richtung der Pfeile D gemäß Fig. 9.

[0032] In den Fig. 11 und 12 ist eine alternative Ausführung der Darstellung nach den Fig. 9 und 10 gezeigt, wobei die Federn 57, 58 durch Gummizüge 59 und 60 ersetzt sind, die gestellfest an entsprechenden Punkten G angebracht sind. Dadurch wird der gleiche Effekt bewirkt, wie er zuvor beschrieben wurde.

[0033] Bei der in Fig. 13 dargestellten Ausführung der Vorrichtung 1 ist die Neigunsgverstellbarkeit der Stifte 26 durch Spiralfedern 61 realisiert, die unterhalb der Gegenöffnerscheibe 25 angeordnet sind. Jede dieser Spiralfedern 61 ist an ihrem vorderen freien Ende als Stift 26 ausgebildet, der in einer V-förmigen Öffnung 62 der Gegenöffnerscheibe 25 hin und her bewegbar ist. Die Ausgangsstellung dieser Stifte 26 ist wiederum geneigt in der Drehrichtung der Öffnerscheibe 16. Das Funktionsprinzip ist dabei das gleiche wie bei den vorhergehend beschriebenen federbeaufschlagten, mit Stiften 26 versehenen Wellen 30, 31.


Ansprüche

1. Vorrichtung zum Öffnen von flockenförmigem Fasergut, die über einen Zuleitungs-Anschlußstutzen (5), der mit einem unter Saugdruck stehenden, mit Faserflocken beladenen Transportluftstrom beaufschlagbar ist, und über einen Ableitungs-Anschlußstutzen (9) in eine pneumatische Förderstraße für die Bearbeitung des Fasergutes eingebaut ist, mit einer angetriebenen, mit Stiften (23) bestückten Öffnerscheibe (16), der eine feststehende Gegenöffnerscheibe (25) zugeordnet ist, die in Richtung der Stifte (23) der Öffnerscheibe (16) mit reihenförmig radial nach außen verlaufenden Stiften (26) bestückt ist, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Reihe (30;31) der Stifte (26) der Gegenöffnerscheibe (25) über einen Antrieb (38, 39) in der Drehrichtung und entgegen der Drehrichtung der Öffnerscheibe (16) ständig hin und her neigungsverstellbar ist.
 
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenöffnerscheibe (25) kreissegmentförmig ausgebildet und die erste Reihe (30;31) der Stifte (26) in Drehrichtung der Öffnerscheibe (16) hinter dem kreissegmentförmigen Ausschnitt (27) in der Gegenöffnerscheibe (25) angeordnet ist, wobei die Reihe (30;31) der Stifte (26) quer zur Drehrichtung der Öffnerscheibe (16) verläuft.
 
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere der Reihen von Stiften (26) vom Mittelpunkt der Gegenöffnerscheibe (25) radial nach außen verlaufen und eine ballistische Kurve bilden, bei der sich die Anzahl der Stifte (26) in den Reihen in Drehrichtung der Öffnerscheibe (16) verringert.
 
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwei parallel nebeneinander verlaufende Reihen (30;31) von Stiften (26) ständig gegenläufig zueinander hin und her neigungsverstellbar auf der Gegenöffnerscheibe (25) angeordnet sind.
 
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwei parallel nebeneinander verlaufende Reihen (30;31) von Stiften (26) ständig gleichläufig zueinander hin und her neigungsverstellbar auf der Gegenöffnerscheibe (25) angeordnet sind.
 
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die neigungsverstellbaren Stifte (26) in einer drehbaren Welle (30;31) befestigt sind.
 
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen benachbarten, parallel nebeneinander verlaufenden, ständig hin und her neigungsverstellbaren Reihen (30;31) von Stiften (26) jeweils zumindest eine Reihe von feststehenden Stiften (26) angeordnet ist.
 
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Stifte (26) der feststehenden Reihe von Stiften (26) der Gegenöffnerscheibe (25) in Drehrichtung der Öffnerscheibe (16) geneigt angebracht sind.
 
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der kreissegmentförmige Ausschnitt (27) der Gegenöffnerscheibe (25) durch einen Umfangswinkel α von etwa 120° definiert ist.
 
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenöffnerscheibe (25) nur in einem Winkelbereich β von etwa 120° mit Stiften (26) versehen ist.
 
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest jede der Reihen (30;31) hin und her neigungsverstellbarer Stifte (26) in einem Einsatz (33) befestigt sind, der in einem entsprechenden Ausschnitt (34) in der Gegenöffnerscheibe (25) einsetzbar ist.
 
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsatz (33) in Richtung der Öffnerscheibe (16) mit einer Lippendichtung (55) versehen ist, die die mit den Stiften (26) bestückte Welle (30;31) gegen den Austritt des Fasergutes zwischen der Öffnerscheibe (16) und der Gegenöffnerscheibe (25) abdichtet.
 
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Austritt des Fasergutes ragenden Stifte (26) spitz ausgebildet sind.
 
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die hin und her neigungsverstellbaren Reihen (30;31) von Stiften (26) über einen motorgetriebenen Kurbeltrieb (39) betätigbar sind.
 
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Kurbeltrieb (39) mit einem Exzenter (43) versehen ist, der die Antriebsbewegung auf die jeweilige Kurbelstange (49;50) überträgt.
 
16. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor (38) des Kubeltriebes (39) ein Elektromotor, ein Pneumatikmotor oder ein Hydraulikmotor ist.
 
17. Vorrichtung zum Öffnen von flockenförmigem Fasergut, die über einen Zuleitungs-Anschlußstutzen (5), der mit einem unter Saugdruck stehenden, mit Faserflocken beladenen Transportluftstrom beaufschlagbar ist, und über einen Ableitungs-Anschlußstutzen (9) in eine pneumatische Förderstraße für die Bearbeitung des Fasergutes eingebaut ist, mit einer angetriebenen, mit Stiften (23) bestückten Öffnerscheibe (16), der eine feststehende Gegenöffnerscheibe (25) zugeordnet ist, die in Richtung der Stift (23) der Öffnerscheibe mit reihenförmig radial nach außen verlaufenden Stiften (26) bestückt ist, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Reihe (30, 31) der Stifte (26) der Gegenöffnerscheibe (25) in der Drehrichtung und entgegen der Drehrichtung der Öffnerscheibe (16) neigungsverstellbar gelagert ist, wobei auf die Stifte (26) in der Drehrichtung der Öffnerscheibe (16) eine Federbeaufschlagung (56) einwirkt.
 
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß jeder neigungsverstellbaren Reihe (30;31) von Stiften (26) eine Zugfeder (57) oder eine Druckfeder (58) zugeordnet ist.
 
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugfeder (57) bzw. die Druckfeder (58) eine Stahlfeder oder eine Gummifeder (59;60) ist.
 
20. Vorrichtung zum Öffnen von flockenförmigem Fasergut, die über einen Zuleitungs-Anschlußstutzen (5) der mit einem unter Saugdruck stehenden, mit Faserflocken beladenen Transportluftstrom beaufschlagbar ist, und über einen Ableitungs-Anschlußstutzen (9) in eine pneumatische Förderstraße für die Bearbeitung des Fasergutes eingebaut ist, mit einer angetriebenen, mit Stiften (23) bestückten Öffnerscheibe (16), der eine feststehende Gegenöffnerscheibe (25) zugeordnet ist, die in Richtung der Stifte (23) der Öffnerscheibe mit reihenförmig radial nach außen verlaufenden Stiften (26) bestückt ist,, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Stift (26) der Gegenöffnerscheibe (25) in der Drehrichtung der Öffnerscheibe (16) geneigt federbelastet gehalten ist.
 
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß bei mindestens einer Reihe (30, 31) der Stifte (26) der Gegenöffnerscheibe (25) jeder Stift (26) durch das vordere freie Ende einer Spiralfeder (61) gebildet ist, wobei jeder Stift (26) in der Drehrichtung und entgegen der Drehrichtung der Öffnerscheibe (16) neigungsverstellbar und federbelastet geneigt in der Drherichtung der Öffnerscheibe (16) gehalten ist.
 


Claims

1. Apparatus for opening flock-like fibrous material, which apparatus is incorporated in a pneumatic conveying path for processing the fibrous material via a supply pipe (5), which can be subject to pressure with a conveying air stream, which is under suction pressure and is charged with fibre flocks, and via a discharge pipe (9), said apparatus having a driven opening disc (16), which is provided with pins (23) and has associated therewith a stationary counter-opening disc (25), which is fitted with pins (26), which extend radially outwardly in the form of rows, when viewed with respect to the direction of the pins (23) of the opening disc (16), characterised in that at least one row (30;31) of the pins (26) of the counter-opening disc (25) is constantly reciprocatingly inclination-adjustable in the direction of rotation and in opposition to the direction of rotation of the opening disc (16) via a drive (38, 39).
 
2. Apparatus according to claim 1, characterised in that the counter-opening disc (25) has a circular-segmental configuration and, when viewed with respect to the direction of rotation of the opening disc (16), the first row (30;31) of the pins (26) is disposed behind the circular-segmental cutaway portion (27) in the counter-opening disc (25), the row (30;31) of the pins (26) extending transversely relative to the direction of rotation of the opening disc (16).
 
3. Apparatus according to claims 1 and 2, characterised in that a plurality of the rows of pins (26) extend radially outwardly from the centre of the counter-opening disc (25) and form a ballistic curve, wherein the number of the pins (26) in the rows is reduced when viewed with respect to the direction of rotation of the opening disc (16).
 
4. Apparatus according to one of claims 1 to 3, characterised in that two rows (30;31) of pins (26), which rows extend in a parallel manner adjacent each other, are disposed on the counter-opening disc (25) so as to be constantly reciprocatingly inclination-adjustable in the opposite direction to each other.
 
5. Apparatus according to one of claims 1 to 3, characterised in that two rows (30;31) of pins (26), which extend in a parallel manner adjacent each other, are disposed on the counter-opening disc (25) so as to be constantly reciprocatingly inclination-adjustable in the same direction to each other.
 
6. Apparatus according to one of claims 1 to 5, characterised in that the inclination-adjustable pins (26) are secured in a rotatable shaft (30;31).
 
7. Apparatus according to one of claims 1 to 6, characterised in that at least one respective row of stationary pins (26) is disposed between adjacent rows (30;31) of pins (26), which rows extend in a parallel manner adjacent one another and are constantly reciprocatingly inclination-adjustable.
 
8. Apparatus according to one of claims 1 to 7, characterised in that the pins (26) of the stationary row of pins (26) of the counter-opening disc (25) are attached in an inclined manner when viewed with respect to the direction of rotation of the opening disc (16).
 
9. Apparatus according to one of claims 1 to 8, characterised in that the circular segmental cutaway portion (27) of the counter-opening disc (25) is defined by a circumferential angle α of substantially 120°.
 
10. Apparatus according to one of claims 1 to 9, characterised in that the counter-opening disc (25) is only provided with pins (26) in an angular sector β of substantially 120°.
 
11. Apparatus according to one of claims 1 to 10, characterised in that at least each of the rows (30;31) of reciprocatingly inclination-adjustable pins (26) are secured in an insert (33), which is insertable in a corresponding cutaway portion (34) in the counter-opening disc (25).
 
12. Apparatus according to one of claims 1 to 11, characterised in that, when viewed with respect to the opening disc (16), the insert (33) is provided with a lip seal (55), which seals the shaft (30;31), provided with the pins (26), from the outlet for the fibrous material between the opening disc (16) and the counter-opening disc (25).
 
13. Apparatus according to one of claims 1 to 12, characterised in that the pins (26), which protrude into the outlet for the fibrous material, have a pointed configuration.
 
14. Apparatus according to one of claims 1 to 13, characterised in that the rows (30;31) of pins (26), which rows are reciprocatingly inclination-adjustable, are actuatable via a motor-driven linkage arrangement (39).
 
15. Apparatus according to one of claims 1 to 14, characterised in that the linkage arrangement (39) is provided with an eccentric (43), which transfers the driving movement to the particular connecting rod (49;50).
 
16. Apparatus according to claim 14, characterised in that the motor (38) for the linkage arrangement (39) is an electric motor, a pneumatic motor or an hydraulic motor.
 
17. Apparatus for opening flock-like fibrous material, which apparatus is incorporated in a pneumatic conveying path for processing the fibrous material via a supply pipe (5), which can be subject to pressure with a conveying air stream, which is under suction pressure and is charged with fibre flocks, and via a discharge pipe (9), said apparatus having a driven opening disc (16), which is provided with pins (23) and has associated therewith a stationary counter-opening disc (25), which is fitted with pins (26), which extend radially outwardly in the form of rows, when viewed with respect to the direction of the pins (23) of the opening disc (16), characterised in that at least one row (30, 31) of the pins (26) of the counter-opening disc (25) is mounted so as to be inclination-adjustable in the direction of rotation and in opposition to the direction of rotation of the opening disc (16), a spring loading (56) acting on the pins (26) in the direction of rotation of the opening disc (16).
 
18. Apparatus according to claim 17, characterised in that a tension spring (57) or a compression spring (58) is associated with each inclination-adjustable row (30;31) of pins (26).
 
19. Apparatus according to claim 18, characterised in that the tension spring (57) or respectively the compression spring (58) is a steel spring or a rubber spring (59;60).
 
20. Apparatus for opening flock-like fibrous material, which apparatus is incorporated in a pneumatic conveying path for processing the fibrous material via a supply pipe (5), which can be subject to pressure with a conveying air stream, which is under suction pressure and is charged with fibre flocks, and via a discharge pipe (9), said apparatus having a driven opening disc (16), which is provided with pins (23) and has associated therewith a stationary counter-opening disc (25), which is fitted with pins (26), which extend radially outwardly in the form of rows, when viewed with respect to the direction of the pins (23) of the opening disc (16), characterised in that at least one pin (26) of the counter-opening disc (25) is retained in a spring-loaded manner at an inclination when viewed with respect to the direction of rotation of the opening disc (16).
 
21. Apparatus according to claim 20, characterised in that, in the case where there is at least one row (30, 31) of the pins (26) of the counter-opening disc (25), each pin (26) is formed by the front free end of a helical spring (61), each pin (26) being retained in an inclination-adjustable manner in the direction of rotation and in opposition to the direction of rotation of the opening disc (16) and in a spring-loaded manner at an inclination when viewed with respect to the direction of rotation of the opening disc (16).
 


Revendications

1. Dispositif d'ouverture d'une matière fibreuse en flocons, qui est monté dans une voie de transport pneumatique pour le traitement de la matière fibreuse, par l'intermédiaire d'une tubulure de raccord d'arrivée (5), laquelle peut être alimentée par un courant d'air de transport chargé de flocons de fibres sous pression d'aspiration, et par l'intermédiaire d'une tubulure de raccord de départ (9), comportant un disque d'ouverture (16) entraîné, équipé de broches (23) et auquel est associé un contre-disque d'ouverture (25) fixe qui est équipé de broches (26) s'étendant radialement vers l'extérieur, disposées en rangées, dans la direction des broches (23) du disque d'ouverture (16), caractérisé en ce qu'au moins une rangée (30, 31) des broches (26) du contre-disque d'ouverture (25) peut être réglée en permanence dans son inclinaison, par l'intermédiaire d'un dispositif d'entraînement (38, 39), dans le sens de rotation et dans le sens inverse du disque d'ouverture (16), dans un sens et dans l'autre.
 
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le contre-disque d'ouverture (25) est en forme de segment de cercle et la première rangée (30 ; 31) de broches (26) est disposée, dans le sens de rotation du disque d'ouverture (16), derrière la découpe (27) en forme de segment de cercle, du contre-disque d'ouverture (25), la rangée (30 ; 31) de broches (26) s'étendant transversalement au sens de rotation du disque d'ouverture (16).
 
3. Dispositif selon les revendications 1 et 2, caractérisé en ce que plusieurs des rangées de broches (26) s'étendent radialement vers l'extérieur, depuis le centre du contre-disque d'ouverture (25), et forment une courbe balistique dans laquelle le nombre de broches (26) des rangées diminue dans le sens de rotation du disque d'ouverture (16).
 
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que deux rangées (30, 31) de broches (26), s'étendant parallèlement côte à côte, sont disposées sur le contre-disque d'ouverture (25), de manière que leur inclinaison soit constamment réglable dans un sens et dans l'autre, en sens contraire l'une de l'autre.
 
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que deux rangées (30, 31) de broches (26), s'étendant parallèlement côte à côte, sont disposées sur le contre-disque d'ouverture (25), de manière que leur inclinaison soit constamment réglable dans un sens et dans l'autre, dans le même sens l'une par rapport à l'autre.
 
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les broches (26) d'inclinaison réglable sont fixées dans un arbre rotatif (30 ; 31).
 
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'au moins une rangée de broches fixes (26) est disposée entre des rangées (30 ; 31) voisines de broches, qui s'étendent côte à côte parallèlement et dont l'inclinaison est constamment réglable dans un sens et dans l'autre.
 
8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les broches (26) de la rangée fixe de broches (26) du contre-disque d'ouverture (25) sont montées inclinées dans le sens de rotation du disque d'ouverture (16).
 
9. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la découpe (27) en forme de segment de cercle du contre-disque d'ouverture (25) est définie par un angle périphérique α d'environ 120°.
 
10. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le contre-disque d'ouverture (25) est pourvu de broches (26) uniquement dans une plage angulaire β d'environ 120°.
 
11. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce qu'au moins chacune des rangées (30 ; 31) de broches (26) d'inclinaison réglable dans un sens et dans l'autre, est fixée dans un insert (33) qui peut être inséré dans une découpe (34) correspondante du contre-disque d'ouverture (25) .
 
12. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que l'insert (33) est pourvu, en direction du disque d'ouverture (16), d'une garniture d'étanchéité à lèvre (55) qui assure l'étanchéité de l'arbre (30 ; 31) équipé des broches (26), à l'égard de la sortie de la matière fibreuse entre le disque d'ouverture (16) et le contre-disque d'ouverture (25).
 
13. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que les broches (6) qui pénètrent dans la sortie de la matière fibreuse, sont pointues.
 
14. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que les rangées (30 ; 31) de broches (26), d'inclinaison réglable dans un sens et dans l'autre, peuvent être actionnées par l'intermédiaire d'un mécanisme à manivelle (39) entraîné par un moteur.
 
15. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que le mécanisme à manivelle (39) est pourvu d'un excentrique (43) qui transmet le mouvement d'entraînement à la bielle de manivelle (49 ; 50) correspondante.
 
16. Dispositif selon la revendication 14, caractérisé en ce que le moteur (38) du mécanisme à manivelle (39) est un moteur électrique, un moteur pneumatique ou un moteur hydraulique.
 
17. Dispositif d'ouverture d'une matière fibreuse en flocons, qui est monté dans une voie de transport pneumatique pour le traitement de la matière fibreuse par l'intermédiaire d'une tubulure de raccord d'arrivée (5), laquelle peut être alimentée par un courant d'air de transport chargé de flocons de fibres sous pression d'aspiration, et par l'intermédiaire d'une tubulure de raccord de départ (9), comportant un disque d'ouverture (16) entraîné, équipé de broches (23) et auquel est associé un contre-disque d'ouverture (25) fixe, lequel est équipé de broches (26) s'étendant radialement vers l'extérieur, disposées en rangées, dans la direction des broches (23) du disque d'ouverture (16), caractérisé en ce qu'au moins une rangée (30, 31) de broches (26) du contre-disque d'ouverture (25) peut être réglée en permanence dans son inclinaison, dans le sens de rotation et dans le sens inverse du disque d'ouverture (16), dans un sens et dans l'autre, un dispositif à ressort (56) agissant sur les broches (26) dans le sens de rotation du disque d'ouverture (16).
 
18. Dispositif selon la revendication 17, caractérisé en ce qu'à chaque rangée (30 ; 31) d'inclinaison réglable des broches (26) est affecté un ressort de traction (57) ou un ressort de compression (58).
 
19. Dispositif selon la revendication 18, caractérisé en ce que le ressort de traction (57) ou le ressort de compression (58) est un ressort en acier ou un ressort en caoutchouc (59 ; 60).
 
20. Dispositif d'ouverture d'une matière fibreuse en flocons, qui peut être monté dans une voie de transport pneumatique pour le traitement de la matière fibreuse, par l'intermédiaire d'une tubulure de raccord d'arrivée (5) qui peut être alimentée par un courant d'air de transport chargé de flocons de fibres et sous pression d'aspiration, et par l'intermédiaire d'une tubulure de raccord de départ (9), comportant un disque d'ouverture (16) entraîné, équipé de broches (23) et auquel est associé un contre-disque d'ouverture (25) fixe, lequel est équipé de broches (26) s'étendant radialement vers l'extérieur, disposées en rangées, dans la direction des broches (23) du disque d'ouverture (16), caractérisé en ce qu'au moins une broche (26) du contre-disque d'ouverture (25) est maintenue inclinée sous l'action d'un ressort, dans le sens de rotation du disque d'ouverture (16).
 
21. Dispositif selon la revendication 20, caractérisé en ce que dans le cas d'au moins une rangée (30 ; 31) de broches (26) du contre-disque d'ouverture (25), chaque broche (26) est constituée par l'extrémité libre avant d'un ressort spiral (61), chaque broche (26) étant d'inclinaison variable dans le sens de rotation du disque d'ouverture (16) et dans le sens inverse, et étant maintenue inclinée, par action de ressort, dans le sens de rotation du disque d'ouverture (16).
 




Zeichnung